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Geschrieben von Jaja am 03.11.2020 um 08:38:

Tour de France 2021

Mittlerweile präsentiert worden - Start schon Ende Juni wg. Olympia.

Wie immer nervige ASO - nur Profile von einzelnen Bergetappen. Daher genaue Analyse dann später. Aber sieht auf den ersten Blick nach einem recht abwechslungsreichen Kurs aus.

Start mit 2x Rampenankunft (u.a. Mur de Bretagne). Will man damit den Sturzorgien entgegenwirken? Aber zumindest sieht man direkt, wer die Tour dann nicht gewinnen wird.

Folgen dann noch 3 Sprints in Woche 1, also kommen auch die Sprinter nicht zu kurz.

Insgesamt dieses Mal 2 mittellange ZF (5. und 20.Etappe).

Alpen etwas mau, coole Etappe nach Le Grand Bornand über Romme und Colombière. Tignes dafür nicht so vielversprechend.

Dann ein doppelter Ventoux mit Ziel im Tal - wusste gar nicht, dass das möglich ist. Aber durchaus interessant.

Pyrenäen dann schwer. Andorra La Vielle mit Ziel im Tal, und Col du Portet und Luz Ardiden als schwere Bergankünfte.


Also 3 echte Bergankünfte, 3x Ziel im Tal. 2 ZF. Man muss also recht vielseitig sein, wenn man gewinnen will. Wer soll die Slowenen schlagen? großes Grinsen

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Wahre Kenner gewinnen nur selten ein Tippspiel.


Geschrieben von midas am 03.11.2020 um 21:59:

Mal kurz reingesehen. Gut finde ich, mal wieder zwei längere ZFs zu machen. Die Distanz je ~30 km passt auch, da ist auch nicht die Gefahr dass es gleich langweilig wird.

Alpen: Grand Bornand mit Romme/Colombiere gut, Tignes Roller-Berg naja geht so.

Mont Ventoux: letztes Mal Ziel im Tal als Poli gewann?! Da aber nur einmal drüber, jetzt 2 x. Gibt ja 3 Auffahrten glaube ich, sie fahren aber zuerst eine unübliche, dann die klassische runter, unten eine Runde und dann wieder diese hoch und drüben runter? Wird schon interessant werden.

Pyrenäen: Andorra, mit Enlavira gefällt mir immer nicht so, obwohl der letzte Col da kurz und knackig aussieht. Dann Col du Portet gute Bergankunft, auch mit ordentlichen Vorbergen, wo aber in Richtung GK wohl eher nichts geht weil Portet zu dominant ist. Luz-Ardiden ist auch immer gute Ankunft, aber da hab ich kein Profil gesehen. Nehme auch hier an, volle Konzentration auf den Schlussanstieg.

Fazit: Alpen eher so mittel, Pyrenäen mit guten Bergankünften, aber insgesamt wenig Spielraum für frühzeitig Aktion. Insgesamt kein schlechter Kurs.


Geschrieben von Jaja am 03.11.2020 um 22:26:

Irgendwo gelesen Luz Ardiden mit Tourmalet vorweg.

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Geschrieben von Kanarienvogel am 04.11.2020 um 15:34:

Auf Map, dann dieses nervige höchst uninformative Video, man hat ja keinen Ueberblick und nichts, aber am Schluss kommt das Profil. Ja, Tourmalet Luz Ardiden.

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Geschrieben von Krollekopp am 05.11.2020 um 22:56:

Ja die 2 ZF finde ich auch gut, könnten für mich auch gerne etwas länger sein, aber immerhin. Gibt jetzt ja genug sehr gute Zeitfahrer unter den Top GT-Fahrern und nicht mehr nur einen, so dass die ZF nicht mehr zwangsläufig Spannungskiller sind.

Auftakt mit 2 Hügeletappen auch gut, mal was anderes als der übliche Sprint.

Romme/Colombiere Etappe super. Leider wieder als erste Bergetappe des Alpenblocks und als erste Bergetappe überhaupt. War 18 ja auch so, da ist dann nix passiert und alle sind nur drübergerollt. Gut, da gabs 3 Alpenetappen am Stück, die dritte die Königsetappe nach Alp d'Huez. Die fehlt jetzt, Tignes ist eher leicht, von daher jetzt schon Potential da. Besser wäre halt andersrum gewesen, erst Tignes (da ist eh nur Bergsprint auf den letzten Km) und dann Grand Bornand vor dem Ruhetag.

Mont Ventoux mit Abfahrt ins Ziel mal ne nette Abwechslung. Gefällt.

Andorra Etappe nichts besonderes aber ok.

Dann die zwei schwersten Ankünfte in der letzten Woche. Die Etappen nicht so schwer, aber das muss kein Fehler sein, macht die Rundfahrt weniger hecklastig. Außerdem gut, dass die schwere Bergankuft zuerst ist, sonst ist ja immer ein gewisses Risiko, dass die erste Bergankunft nicht voll gefahren wird, um sich für den nächsten Tag zu schonen. Muss ja nicht so extrem sein, wie bei der diesjährigen Vueltaetappe vor dem Angliru, aber kann schon ne Rolle spielen. Von daher besser so.

Portet ist ne super Bergankunft, aber viel cooler fände ich die klassische Etappe nach Saint-Lary-Soulan wie z.B. 2006, nur hoch bis Pla d’Adet dafür aber über 4-5 Kat 1 Pässe (oder ggf. mit HC Bales) vorher. Da konzentriert sich nicht alles so auf den superschweren Schlussberg, sondern die Etappe als ganzes macht es schwer.

Wie Midas schon sagte, leider wieder wenig Spielraum für frühe Aktionen, aber das ist bei der Tour ja eher normal. Verstehe nicht so ganz warum, so was wie die Stelvio-Etappe beim Giro dieses Jahr sind doch absolute Highlights. Klar bei der Tour ist es weniger wahrscheinlich, dass solche Etappen funktionieren, aufgrund stärkerer Teams und allgemein kontrollierterer Fahrweise, aber es schadet ja auch nichts, eine solche Etappe dabei zu haben. Wenns nicht läuft hat man halt eine mittelmäßige Bergetappe mehr (von denen es sowieso immer welche gibt), aber man hat die Chance auf was Spektakuläres.

Scheinen 8 Flachetappen zu sein, auch etwas viel. Keine Profile , von daher könnten einige davon doch hügelig sein, aber die Kommentare von Prudhomme klingen für mich eher so, als ob die alle flach wären. Klar, gibt trotzdem keine 8 Sprints, aber 6-7 Flachetappen hättens auch getan.

Insgesamt aber für mich einer der besseren Kurse (für eine Tour, für einen Giro wärs eher mittelmäßig großes Grinsen) Abwechslungsreich mit den 2 ZF, nicht nur Bergankünfte auch viele Abfahrten ins Ziel. Keine richtige Königsetappe, ist einerseits schade, andererseits sorgt es vielleicht dafür, dass mehr Etappen ernsthaft gefahren werden. Könnte funktionieren.

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