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Kanarienvogel Kanarienvogel ist männlich
Giro-Sieger


Dabei seit: 01.11.2004
Beiträge: 19189

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Neuer Thread lohnt sich für dieses Chaos nicht:

Vacansoleil und Euskaltel wohl weg?

Dazu hat der KV irgendwo mal gelesen dass für 2014 die Regeln anders sind.... Also nicht mehr Top 15 sportlich sicher (ausser es ist Katusha) 16-20 kämpfen um weitere 3 Plätze, sondern einfach die Top 18 "sicher" Was auch immer da bei der UCI heisst. Wie die Punkte verteilt werden wohl auch wieder leicht anders, weniger Fahrer zählen? Aber wie immer auch die neuen...

17 der 19 Team werden wohl in die Top 18 kommen? Eus, Vac weg? Heisst sonst jemand wird 18 und kriegt die Lizenz... wenn man sie will. Europcar wollte ja 13 eh keine z.B. IAM schon 2014 PT? Möglich...
Ganz ok wäre es natürlich auch enn man mal einfach nur 17 oder 16 hätte.

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22.08.2013 21:10 Kanarienvogel ist offline Email an Kanarienvogel senden Beiträge von Kanarienvogel suchen Nehmen Sie Kanarienvogel in Ihre Freundesliste auf
Pepe
Kapitän




Dabei seit: 09.01.2012
Beiträge: 1513

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Jo, ein Platz ist vakant. IAM dachte ich nach den Verpflichtungen. Aber die haben heute gesagt, dass sie PT bleiben. Europcar hat ja in den letzten beiden Jahren gezeigt, dass sie keine WorldTour wollen. Bleibt wohl nur Cofidis. Oder es wird mal wieder alles neu geregelt..

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Nooit eerder heb ik zo'n koude voeten gehad

22.08.2013 21:26 Pepe ist offline Email an Pepe senden Beiträge von Pepe suchen Nehmen Sie Pepe in Ihre Freundesliste auf
Rindfleisch
Kapitän


Dabei seit: 30.01.2011
Beiträge: 1809

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http://www.biciciclismo.com/cas/site/not...ha.asp?id=66347

Les ich das richtig, Europcar wird sehr wahrscheinlich WorldTour nächstes Jahr weil sich sonst kein anderes Team beworben hat? Ich zähle oben 12 Teams die ihre Lizenz sicher haben und darunter 6 Teams die sich um eine Lizenz bewerben, inklusive Europcar.

04.10.2013 18:16 Rindfleisch ist offline Email an Rindfleisch senden Beiträge von Rindfleisch suchen Nehmen Sie Rindfleisch in Ihre Freundesliste auf
Krollekopp Krollekopp ist männlich
Kapitän


Dabei seit: 05.03.2010
Beiträge: 1934

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Für Saxobank scheints ja wieder mal eng zu werden. Mal gespannt wie das ausgeht. Und wer sich Contador schnappt falls es nicht klappt.

http://www.cyclingnews.com/news/contador...-saxo-bank-team

05.10.2013 15:52 Krollekopp ist offline Email an Krollekopp senden Beiträge von Krollekopp suchen Nehmen Sie Krollekopp in Ihre Freundesliste auf
Kanarienvogel Kanarienvogel ist männlich
Giro-Sieger


Dabei seit: 01.11.2004
Beiträge: 19189

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Steht auch auf CN, da kann man Englisch lesen großes Grinsen

Europcar wieder WT.. bah... Kader für 3 GTs haben sie nicht, aber gut, haben andere Teams ja auch nicht. 13 allgemein nicht toll, PR schon, aber da gehen die 2 guten ja weg. Aber ok, Rolland TdF, Voeckler versucht's nochmal mit den Klassikern, 2. Reihe Giro und 2 Reihe plus Rolland vuelta.. mal sehen

INteressant findet der KV aber auch:
2013 19 WT Teams 20 Pro Conti
2014 18 WT und 16 Pro Conti.

Gleich 5 teams weniger? Oder kann man sich später nochmal bewerben?

WCs: Giro ändert sich wenig bis nichts. Androni, Bardiani sicher. +2
Tour hingegen... Cofidis, dann Grosskampf NetApp, IAM, MTN Colombia, evtl mit Italienern und Amis und x die auch wollen.

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06.10.2013 03:26 Kanarienvogel ist offline Email an Kanarienvogel senden Beiträge von Kanarienvogel suchen Nehmen Sie Kanarienvogel in Ihre Freundesliste auf
midas midas ist männlich
Tour-Sieger




Dabei seit: 04.11.2004
Beiträge: 3923

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Deutlicher Teamschwund ist schon Realität (auch wenn ich nicht weiss inwiefern man noch nachmelden kann).

Für GT-WildCards (abgesehen von Cofidis und Heim-PCTs): NetApp und IAM mit guten Chancen auf zwei, MTN sollte auch eine relativ sicher haben.

06.10.2013 12:00 midas ist offline Email an midas senden Beiträge von midas suchen Nehmen Sie midas in Ihre Freundesliste auf
Kanarienvogel Kanarienvogel ist männlich
Giro-Sieger


Dabei seit: 01.11.2004
Beiträge: 19189

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Problem ist da nur dass eigentlich beide auch nicht das Team für 2 GTs haben. Besonders nicht wenn die TdF unter den 2 ist, was zu erwarten ist. TdF könnte übrigens auch Bretagne Chancen haben.

Aber noch so viele Fahrer ohne Team dass das eine oder andere Team sich noch billig und gut verstärken könnte.

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06.10.2013 13:24 Kanarienvogel ist offline Email an Kanarienvogel senden Beiträge von Kanarienvogel suchen Nehmen Sie Kanarienvogel in Ihre Freundesliste auf
Möve!
Tour-Sieger




Dabei seit: 01.04.2010
Beiträge: 2205

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http://www.cyclingnews.com/news/uci-rele...name=0&ns_fee=0

Möchte jetzt nix verteufeln, aber spontane Jubelstürme löst das bei mir nicht aus.

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Zitat:
Original von ReinscHeisst
der klügere vogel hat recht!!!

08.10.2013 14:57 Möve! ist offline Email an Möve! senden Beiträge von Möve! suchen Nehmen Sie Möve! in Ihre Freundesliste auf
Kanarienvogel Kanarienvogel ist männlich
Giro-Sieger


Dabei seit: 01.11.2004
Beiträge: 19189

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Hoffentlich auch nicht...

Ist ja sehr unklar teilweise.
24 Teams... 16 sind D1, 8 D2... 120 Tage D1, 50 Tage D2? WAS GENAU HEISST das? Wer muss D2 Rennen fahren.. die 8 Teams und wer? D1 Rennen wohl D1 und D2 WCs... D2 Rennen, D2, einige D1, andere auch?

Das Prinzip könnte interessant sein... aber 16+8 halt nicht gut. Problem wieder Wild Cards dann.. der KV nimmt an man bleibt bei 22 Teams... dann? Dürfen die Veranstalter nur noch sozusagen 2 ausladen? Doof. Lieber 16+12 oder etwas... aber ob's so viele gute Teams gibt? WT sozusagen in WT A und WT B trennen, A müssen die ganz grossen fahren, B können sie teilweise auslassen wäre gut, aber ob das das heisst weiss der KV nicht.

Sonst... mit Ueberschneidungen wie Tirreno-PN hat der KV keine Probleme eigentlich, könnte bleiben, auch wenn RCS und ASO das lieber getrennt hätten, klar.

Grosser Mist dafür: Alles auf 5-6 Tage cutten. TdS 9 Tage, könnten auch 10 sein. Idiotisch das auf 5-6 Tage reduzieren zu wollen. Nicht nur die GTs und die Monumente haben Tradition und zählen was.

Einige Sachen aber auch mysteriös..
• Six weeks of uninterrupted competition focused on the spring classics.

Ist doch schon so? Im Prinzip... MSR, GW, RVV, PR, AGR, LBL, 6 Wochenende mit Klassikern, dazwischen noch Halbklassiker, Brabant, Schelde etc, und superdupermegaklassiker, FW. Was genau wollen die damit jetzt sagen? Was ändern oder so lassen?

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08.10.2013 16:04 Kanarienvogel ist offline Email an Kanarienvogel senden Beiträge von Kanarienvogel suchen Nehmen Sie Kanarienvogel in Ihre Freundesliste auf
Möve!
Tour-Sieger




Dabei seit: 01.04.2010
Beiträge: 2205

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So wie ich den Plan verstehe, soll man von Februar bis Oktober quasi jeden Tag erstklassigen Radsport schauen können. 170 Tage lang.

Das heißt vermutlich werden in die Wochen der Frühjahrsklassiker noch fünf- bis sechstägige Rundfahrten gelegt - quasi wie Baskenland jetzt, nur das ganze ständig. Unklar, ob das in der Ardennenwoche auch so bleibt - eher nicht.

Tirreno und PN sowie Dauphinee und TdS würden sich zukünftig auch nicht mehr überschneiden.

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Zitat:
Original von ReinscHeisst
der klügere vogel hat recht!!!

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Möve! am 08.10.2013 18:16.

08.10.2013 18:16 Möve! ist offline Email an Möve! senden Beiträge von Möve! suchen Nehmen Sie Möve! in Ihre Freundesliste auf
midas midas ist männlich
Tour-Sieger




Dabei seit: 04.11.2004
Beiträge: 3923

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Diese Normierung von kürzeren Rundfahrten gefällt mir gar nicht. Das läuft dann so auf zentralvermarkteten Kommerz-Einerlei heraus.

Ansonsten, die drei Divisionen gar nicht mal so schlecht evtl. Interessant halt, wie viele ordentliche Teams man dann (ist wohl in Richtung 2020 gedacht) am Start hat. Diesen Jahreswechsel findet ja nochmal eine weitere Verdichtung auf die Superteams mit Riesenbudget statt. Das gefällt mir auch nicht, ist zu einem Teil der ökonomischen Situation in Kernländern des Sports geschuldet. Bleibts so, könnte es das neue Konzept durchaus mistig machen.

08.10.2013 18:31 midas ist offline Email an midas senden Beiträge von midas suchen Nehmen Sie midas in Ihre Freundesliste auf
Jaja Jaja ist männlich
Directeur Sportif




Dabei seit: 01.11.2004
Beiträge: 9009

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Hab es irgendwann aufgegeben mich genau mit dem ganzen WorldTour-Zeugs zu beschäftigen. Interessiert ja auch quasi niemanden was es da im Moment gibt mit Weltrangliste etc.

Hauptproblem bei diesem Konzept für mich die Wildcards. 16 + 8 einfach zu wenig. Oder man erlaubt auch Division 3-Teams dann einen GT-Start. 16 statt 19 Division 1 wäre ja gut, aber dann eine breite Division 2 wie es jetzt ist. Halt mit Teams die unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Kleine ital. Teams, die dann für den Giro interessant sind, Belgier, die die Klassiker unsicher machen wollen aber eher keine GT fahren, Franzosen die zur Tour wollen etc.

Wäre bei nur 8 Zweitligisten dann schon ziemlicher Unfug. Vor allem da müssten dann ja alle wohl 2 GT's fahren. Müssten dann ja auch alles Teams mit 25 Fahrern sein, dafür wird es keine Sponsoren in so großer Zahl geben.

Oder soll dieses Konzept dahin führen, dass bei GT's nur noch 18 Teams starten, dafür aber mit 10 oder 11 Fahrern? Alles ziemlich dubios, aber zielt eben auf Kommerzialisierung ab, das ist klar.

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Wahre Kenner gewinnen nur selten ein Tippspiel.

08.10.2013 20:22 Jaja ist offline Email an Jaja senden Beiträge von Jaja suchen Nehmen Sie Jaja in Ihre Freundesliste auf
Frank`NFurter
Kapitän


Dabei seit: 13.04.2010
Beiträge: 1501

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Zitat:
Original von Jaja
Alles ziemlich dubios, aber zielt eben auf Kommerzialisierung ab, das ist klar.


Hä? Profiradsport ist Kommerz. Ansonsten wärs Amateursport.

Ob die Maßnahmen, soweit man sie überhaupt schon nachvollziehen kann, greifen, wird man sehen. Dass der Radsport aber definitiv unter Druck steht zu Handeln, steht wohl ziemlich außer Frage.

08.10.2013 20:43 Frank`NFurter ist offline Email an Frank`NFurter senden Beiträge von Frank`NFurter suchen Nehmen Sie Frank`NFurter in Ihre Freundesliste auf
Doktor_Watson Doktor_Watson ist männlich
Kapitän




Dabei seit: 21.01.2006
Beiträge: 1696

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Reduzierung der Teamstärke auf acht Fahrer und 24 Teams können alle GTs bestreiten.

:gähn:

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Wir sehen uns in Wladiwostok?

08.10.2013 21:35 Doktor_Watson ist offline Beiträge von Doktor_Watson suchen Nehmen Sie Doktor_Watson in Ihre Freundesliste auf
Kanarienvogel Kanarienvogel ist männlich
Giro-Sieger


Dabei seit: 01.11.2004
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Zitat:
Original von Frank`NFurter
Dass der Radsport aber definitiv unter Druck steht zu Handeln, steht wohl ziemlich außer Frage.


Nein, nicht wirklich. Warum steht das ausser Frage?


Und welcome back Watson!

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Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Kanarienvogel am 09.10.2013 18:27.

09.10.2013 18:26 Kanarienvogel ist offline Email an Kanarienvogel senden Beiträge von Kanarienvogel suchen Nehmen Sie Kanarienvogel in Ihre Freundesliste auf
midas midas ist männlich
Tour-Sieger




Dabei seit: 04.11.2004
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Ja, das frage ich mich auch, woraus in dieser Frage ein Handlungszwang abzuleiten ist ....

Und noch was: natürlich hat Profiradsport was mit Kommerz zu tun. Aber dennoch ist es etwas ganz anderes, ob sagen wir GS Emilia ein Rennen organisiert oder so universelle Sportmarketender (wie etwa dieser Fuzzi da, Rapp oder so ähnlich, zur Boomzeit hierzulande). Und für meinen Teil ist klar, welche Art des Radsports ich da präferiere.

09.10.2013 19:10 midas ist offline Email an midas senden Beiträge von midas suchen Nehmen Sie midas in Ihre Freundesliste auf
Möve!
Tour-Sieger




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Erinnere mich an 2009: Da konnte die ASO mit Mühe und Not 20 Teams zur Tour bringen. Zwei davon waren überhaupt nicht konkurrenzfähig: Fuji und Skil. Also auch damals schon recht dünn besetzt. Eigentlich auch Agritubel, Bbox und Cofidis damals nicht Tour-tauglich.

Zwei Jahre später konnte man dann, ohne besonders wirksame Reformen in der Teamstruktur, Franzosenteams wie Bretagne-Schuller oder ein stark besetztes Geox mit dem Vorjahreszweiten nicht einladen, weil es zu viele starke Teams gab. Der Giro im gleichen Jahr mit 23 Teams.

Ich sehe da auch nicht unbedingt Handlungszwang wegen einem Jahr. Mit dem neueinstieg von ein oder zwei finanzstarken Sponsoren macht man das System eher kaputti.

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Zitat:
Original von ReinscHeisst
der klügere vogel hat recht!!!

09.10.2013 20:04 Möve! ist offline Email an Möve! senden Beiträge von Möve! suchen Nehmen Sie Möve! in Ihre Freundesliste auf
Frank`NFurter
Kapitän


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Natürlich ist die Kommerzalisierung des Radsports keine lineare Entwicklung und es gab immer wieder Auf und Abs.

Trotzdem halte ich es für unbestreitbar, dass durch die Summe und Prominenz der Dopingfälle in den letzten Jahren, immer mehr Medienpräsenz für den Radsport verloren gegangen ist. Mit dem Verlust von Image&Medienpräsenz sind selbstverständlich auch wirtschaftliche Folgen verbunden, weil Sponsoren gerade wegen der werbewirksamen positive Präsenz finanzieren. Es sind ja in den letzten beiden Jahren auch zunehmend Klassikerennen in die finanzielle Bredouille geraten.

Die Zeit ist leider noch nicht reif, um Doping weitestgehend im Radsport zu akzeptieren. Eine alternative Lösung des Problems sehe ich nicht mehr. Deshalb müssen die Radsportverantwortlichen jetzt sehr intensiv daran arbeiten jede Gelegenheit zu nutzen, um den Radsport aus sich selbst heraus immer attraktiver zu machen.

@Midas
Es sind nicht nur bestimmte Radsportveranstalter, denen man die Schuld geben muss an aktuellen Fehlentwicklungen. Ganz ähnlich wie im Fussball oder anderen medienpräsenten Sportarten, sind es auch im Radsport die Sportler selbst, die zu einer immer größeren Kommerzialisierung sehr wesentlich beigetragen haben. Wenn man sich alleine die explosionsartige Entwicklung der Gehälter anschaut, wir klar, wo die wirklichen Kommerzialisierungstreiber sitzen.

09.10.2013 21:06 Frank`NFurter ist offline Email an Frank`NFurter senden Beiträge von Frank`NFurter suchen Nehmen Sie Frank`NFurter in Ihre Freundesliste auf
Kanarienvogel Kanarienvogel ist männlich
Giro-Sieger


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Dopingfälle? Sieht der KV anders. Wir hatten in den letzten 15 Jahren im PRinzip 3 grosse Skandale.
98 Festina: Folgen? Medienpräsenz nichts nach KV. Sponsorenschwund? Auch nicht, eventuell in Frankreich damals, weiss der KV nicht mehr. Eine Folge war aber sicher dass in Frankreich ein Vorläufer des Blutpasses eingeführt wurde. Aber medial, finanziell... der KV sieht eigentlich keine Folgen. Auch nicht von den italienischen Razzien in den folgenden Jahren.
06 Puerto: Folgen in Spanien... keine eigentlich. Dafür in Deutschland. Hatten vorher bis zu 3 TEams gleichzeitig, danach, klar durch Puerto ging's auf 0. 3 deutsche Teams wären es aber wohl eh nicht geblieben, also mit 3 deutschen Hauptponsoren, aber der KV denkt ohne Puerto würde es sicher einen grossen Barbarensponsor in der PT geben. So 0. Und vermutlich auch was grösseres als nr 2 als NetApp. Dazu natürlich die ARD/ZDF Dopinghysterie, die sicher ohne Puerto, ohne Ulle auch nicht in dem Ausmass da wäre. Darum... in Deutschland natürlich die Folgen enorm. Das kostet Rennen (obwohl nicht sicher ist ob eine Ullelose D-Tour lange geblieben wäre, und sonst hat man ja eigentlich keine Rennen verloren?) TEams, Medienpräsenz und Kohle. Ja. Nur ist das eben Deutschland, ein Land, man kann in diesem Fall sicher nicht von Barbarien auf die ganze Welt extrapolieren.
2012 Armstrong. Ist ja eigentlich der gleiche Skandal wie Ulle.. einfach mit neuen Zutaten. Die Folgen: Noch nicht abschätzbar. Ok, eine ist ganz lustig, absolute Hysterie was Doping angeht, man könnte fast meinen viele denken: Wenn nicht mal Armstrong sauber war, wer dann? Die Opfer sind jetzt die die 2013 gewinnen, Froome als erster, denke der hat während der TdF mehr Dopingfragen gestellt bekommen als Armstrong, Ulle und Riis zusammen während ihrer gesamten Karriere....Medial, finanziell, architektonisch... noch nicht wirklich absehbar. Die grössten Folgen sollten aber in den USA zu erwarten sein. Kurzfristig scheint aber kein negativer Effekt da zu sein. Cannondale, Trek, Garmin, 3 PT Sponsoren. Trek ja neu Hauptsponsor 2014. Cannondale seit 13 Hauptsponsor, dass mit Armstrong was kommt war aber schon vorher klar. Was die Finanzierung angeht scheint das bisher also keine Krise hervorgerufen zu haben in den USA. Ups.. 4 US PT Sponsoren, Belkin scheint auch was amerikanisches zu sein.
Medienpräsenz in den USA kann der KV nicht beurteilen. Aber bis jetzt sieht der KV keine negativen Effekte in den USA. Vielleicht weil die Person Armstrong so gross war dass man mehr auf ihn einhaut als dass man erkennt dass er nur einer von vielen ist?
Armstrongeffekt woanders? In Deutschland verstärkt die ganze Angelegenheit wohl den Ulleeffekt nur noch. Frankreich.. ncihts wirklich? Riis hat seit ein paar Jahren Probleme genug Geld zu finden, wie sehr Dopingrelated... ? Fall Rabobank... Sagen wir mal Doping, auch wenn der KV nicht wirklich überzeugt ist dass die nicht eh bald ausgestiegen wären, aber ok. Doping. Macht 3 Sponsoren seit 98, Mapei, T-Mobile, Rabobank, bei denen können wir sagen, ihr Rückzug liegt am Doping.
Problemländer jetzt:
- Italien: Nicht 13-14, sondern genereller, schon einige Teams verloren. Und jedes Jahr sterben wieder ein paar Rennen. Der KV sagt eher allgemeine Finanzlage. Weil am Fernsehen konnten die Italiener in den letzten Jahren so viel Radsport sehen wie nie zuvor. RAI hat unter Bulbarelli enorm ausgebaut (der wurde jetzt von RAI aber ersetzt, grr). Der KV als Ciclowebforumleser (ab und zu) hat da mitbekommen dass das Ciclowebvolk mit Auro als RAI Sport irgendwas sehr zufrieden war. E3, GW, etc, man konnte alles auf RAI sehen, während es früher nur Giro, TdF und Monumente etc waren. Warum dann nicht mehr Sponsoren, so viele Werbemöglichkeiten gab's ja dann in Italien wohl nie? Eben, Finanzlage, und der KV nimmt an es ist eben teurer geworden. Lampre war mal ein grosser Sponsor, kam dem KV jedenfalls so vor. Jetzt ist Lampre wohl auch vom Budget her (von den Resultaten sowieso) eins der kleinsten PT Teams. Vini Fantini hätte vielleicht vor 10+ Jahren noch ein PT Niveau Team sponsern können, jetzt halt nur noch ein relativ gutes Pro Conti Team. Und trotz der Miniskandale um Di Luca und Santambrogio will ja Vini im Radsport bleiben, einfach offenbar nicht mit Scinto. Weil der wohl 14 nicht zum Giro kommt, ein anderes TEam, auch wenn der Sponsor der gleiche ist eher schon. (Scheint aber jetzt doch nichts geworden zu sein?) Der PUnkt aber... früher konnte man billiger dabei sein als jetzt, so kleinere Firmen konnten es sich leisten ein paar Jahre Hauptsponsor zu sein, jetzt wohl einfach nicht mehr, oder man fährt halt dann als Conti rum. Und eben, Italien und Finanzen ja nicht superrosig.
Spanien im Prinzip das gleiche: Aber da kam das Team+Sponsorensterben jetzt sehr schnell, alles auf einmal fast. 2014 nur noch 2 Teams im Prinzip, Movistar und Caja Rural. Zusammenhang mit Doping? Sieht der KV gar nicht, wenn nach Puerto und so nicht viel passiert ist... Contador.
Frankreich: Sojasun weg, Heulotteam fertig. Bleiben 4 grössere Teams, 1 kleines (Möve, Bretagne war immer 100x schlechter als es Skil 09 war....) Da sieht der KV 0 Probleme eigentlich.
Holland: Rabo weg, Vacansoleil weg. 2 Sponsoren direkt nach dem Armstrongdebakel weg. Hier könnten das gut direkte Folgen sein ja.
Dafür hat ja jetzt GB einen Boom.. .der könnte aber gut wie der deutsche Boom enden. Auch wenn es keinen Sky-Skandal geben könnte. Der Boom ist zwar weniger an eine Person gebunden als in Deutschland, aber doch sehr an Wiggsi. Wenn da nicht bald weitere Brits auftauchen, die Wiggsi, aber dann auch Cav und Froome ablösen können... könnte der Boom auch schnell vorbei sein. Boom im Moment aber ja eh nur ein Team, T-Mobile hat man, Gerolsteiner, Milram noch nicht... Mal sehen.

MEdienpräsenz allgemein: Doitschland weniger (Eurosport überträgt zwar wohl auch eher mehr als noch vor 10 Jahren?)
Aber z.B. Japan... 05: Giro 2 Wochen Verspätung, oder 3, dann TdF auch verspätet, dann TdF live. Klassiker keine. Vuelta dann wieder.. live oder nicht vergessen. Alles Pay TV natürlich. Leider.
2012: Giro, TdS auhc live, dazu x Klassiker. Immer noch Pay TV, der KV streamt aber jetzt... hehe.
An Japan verdient der Radsport auch nach den Skandalen 98-12 also 13 und auch 14 sicher mehr als früher.

Punkt: Die These "der Radsport MUSS handeln, Grund die Dopingprobleme, negative Schlagzeilen" hält der KV für äusserst gewagt und falsch. In Deutschland trifft die grösstenteils zu, denkt der KV auch, global nicht. (Und auch in Deutschland löst doch eine WT REform dann die Dopingproblematik nicht? Ist doch der ARD egal ob Johnny Doping bei PN das parallel zu TA stattfindet auffliegt oder bei PN das eine Woche vor TA...) Dringender Handlungsbedarf besteht auch nciht. Eine REform, Verbesserung der World Tour schadet aber sicher nicht, das jetzige Ding hat ja seine Ziele nie wirklich erreicht irgendwie. Und überzeugt auch niemanden wirklich. Mal sehen was aus dem Projekt 2020 jetzt wird.

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10.10.2013 18:27 Kanarienvogel ist offline Email an Kanarienvogel senden Beiträge von Kanarienvogel suchen Nehmen Sie Kanarienvogel in Ihre Freundesliste auf
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4! Liberty Seguros war auch Doping, also 4 ¨Rückzüge durch Doping.

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10.10.2013 18:29 Kanarienvogel ist offline Email an Kanarienvogel senden Beiträge von Kanarienvogel suchen Nehmen Sie Kanarienvogel in Ihre Freundesliste auf
midas midas ist männlich
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Noch die ein- oder andere Anmerkung zum KV:

D: sind schon viele Rennen eingegangen, es gab auch einige Regionalrundfahrten (Regio, RLP, Hessen, ....) die schon ein paar Jahre Tradition hatten und komplett verschwunden sind. Jetzt ja nur noch Bayern übrig, Thüringen noch auf U23 Niveau. Eintagesrennen wie Nürnberger Altstadt, LUK-Cup ebenso, aber die hingen am Tropf eines einzelnen Sponsors.

US: Trek, Cannondale (Garmin ja auch noch ein bisschen) ist halt Kohle aus dem Radsport heraus, kann man nicht wirklich zählen. Die springen ein, wenn radsportfremde Firmen (Liquigas ....) rausgehen. Viele solche eher ein Zeichen dass es dem Radsport nicht so gut geht ....

I: sehe ich genauso, waren immer Mittelständler/kleinere Unternehmen, die da reingegangen sind. Und neben der gesamtwirtschaftlichen Lage, sind solche Häuser halt einfach nicht in der Lage, ein aktuelles WT-Budget zu stemmen, wenn dort Mäzenatum (Rihs, Bikala) angesagt ist, Multinationals wie Sky, Telfonica das Portemonnaie etwas aufmachen, oder staatliche Programme von Rohstoffexporteuren wie Russland, KAZ am Start sind.

Von daher sehe ich irgendwelche Reformen, die noch 1 oder 2 Multinationals oder Oligarchen anlocken könnten, eher kritisch, weil dann die Lampres, Lottos, AG2Rs etc. noch weiter an den Rand gedrängt werden.

10.10.2013 21:16 midas ist offline Email an midas senden Beiträge von midas suchen Nehmen Sie midas in Ihre Freundesliste auf
Frank`NFurter
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Zitat:
Original von Kanarienvogel
Punkt: Die These "der Radsport MUSS handeln, Grund die Dopingprobleme, negative Schlagzeilen" hält der KV für äusserst gewagt und falsch. In Deutschland trifft die grösstenteils zu, denkt der KV auch, global nicht.


Deutschland liegt im Herzen Europas und damit im Herzen des Radsports. Die radsportaffinen Staaten um Deutschland herum, wie Belgien, Niederlande, Schweiz, Österreich oder Luxemburg sind zusammen gerade mal halb so groß wie Deutschland, was die Einwohnerzahl betrifft. Deutschland ist die viertgrößte Wirtschaftsmacht der Welt. Und in Deutschland ist die Radsportberichterstattung in den Medien (auch in den Zeitungen etc) als Folge der Dopingfälle regelrecht verschwunden. Natürlich hat das dann auch für den Gesamtmarkt des Radsports erhebliche "globale" Folgen, völlig egal welche nationale Brille man glaubt aufhaben zu müssen. Globalisierung heißt ja gerade, dass auch ein Sponsor aus Frankreich oder Italien, bei einem Rennen in Frankreich und Italien es sehr gerne sähe, wenn da potentielle deutsche Kunden zuschauen. Deine isolierte, nationalstaatliche Betrachtung spiegelt nicht die Verhältnisse wieder.

Aber es ist ja nicht nur Deutschland. Auch in den Niederlanden wird im Vergleich zu früher kaum noch über Radsport berichtet. Die globalen Folgen sind also in der Summe erheblich! In der gleichen Zeit, in der die Gehälter, die Aufwendungen der Teams, Sponsoren und Veranstalter deutlich über dem Inflationsniveau Jahr für Jahr gestiegen sind, ist der Markt insgesamt geschrumpft (manche Leute sagen, er ist bis zu 20% geschrumpft). Wenn für den gesamten Profiradsport-Markt die Absatzzahlen sinken und gleichzeitig die Kosten steigen, dann ist das selbstverständlich ein erhebliches Problem für den Radsport.

Wie einige schon richtiger Weise erwähnt haben, haben wir gleichzeitig noch eine allgemeine Wirtschaftskrise, die alle Branchen belastet.


Wenn der Profiradsport auf einem guten Niveau überleben will, braucht er ein intelligentes Management, welches jetzt nicht versucht die wirtschafliche Krise des Radsports zuwegzulabern, sondern die Fakten akzeptiert und wirtschaftlich sehr klug handelt. Die Vogelstraußpolitik hingegen hat noch nie Probleme gelöst. Und wer meint eine Art "Reamateurisierung" täte dem Radsport ganz gut, sollte mal darlegen wie er sich das praktisch vorstellt.

Ob man wirtschaftliche Verbesserungen für die Teams, die Rennveranstalter und die Sponsoren nur dadurch hinbekommt, indem man ständig an der "Geschäftsordung" für die ProTourTeams herumschraubt, halte ich auch für fragwürdig. Das man sich allerdings auch damit beschäftigt, ist zumindest mal kein prinzipieller Fehler.

Neulich wollte ich mir für die letzten 20 km einen Stream für Milano-Torino aussuchen: Pustekuchen, für das Rennen existierte kein Stream es wurde überhaupt nicht übertragen. Das sind natürlich Vorkommnisse, wo ich mich als Sponsor auch fragen würde, wie sich die Rennveranstalter Profiradsport vorstellen, wenn ich als Sponsor nicht mehr die Gelegenheit erhalte, mich, meine Marke und meine Produkte einem breiten Publikum via Medien vorzustellen. Hier würde ich als Verantwortlicher zuerst ansetzen: Jedes Rennen muss versuchen sich mit aller Macht bestmöglich in Szene zu setzen und medial zu vermarkten. Und ich als Radsportfan will natürlich die Rennen mindestens mal sehen können, das ist ja wohl das selbstverständlichste auf der Welt.

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Niemand hat hier eine Reamateurisierung gefordert. Mir ist schon klar, dass sich der Radsport mit dem Thema Globalisierung beschäftigen muss. Tut er ja auch seit Jahren. Es entstehen neue Rennen, die es meist auch nach wenigen Jahren schaffen gute Teilnehmerfelder zusammenzukriegen. Dann entscheidet der gemeine Radsportfan halt was er davon hält und ob er sich das anschaut oder nicht. Wenn so Dinger wie die Türkei-Rundfahrt, Beijing, Kanada oder was weiß ich alles wirtschaftlich lukrativ sind, bitte schön. Ich muss das ja als Fan nicht intensiv verfolgen.

Das "Team- und Rennensterben" sollte man natürlich schon genau analysieren. Teamsterben muss man differenzieren. Doping und die Wirtschaftskrise haben sind in meinen Augen zu etwa gleichen Teilen dafür verantwortlich. Wobei ich das bei so Fällen wie Rabobank eher als vorgeschobenes Argument sehe. Die steigen wegen Uraltgeschichten aus, vielleicht wollten sie nach 15? Jahren halt einfach aussteigen, weil der Werbeeffekt nicht mehr so riesig ist. Jeder Radsportinteressent kennt ja nun die Rabobank. In Deutschland war es sicher Doping, in Südeuropa sicher die Wirtschaftskrise.

Nun zu Deutschland: Jeder Sponsor möchte natürlich weltweit möglichst viele Leute ansprechen. Deutschland ist dabei in Europa zweifelsohne ein wichtiger Markt. Nur war Deutschland nie das große Radsportland, in dem es von März bis Oktober in den Medien pausenlos um Radsport ging. Auch in der Ullrich-Ära gab es nur die Tour und halt ein paar dt. Rennen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Über den Giro las man evtl. mal einen kleinen Artikel, wenn Ulle dabei vielleicht auch einen größeren. Die große Medienpräsenz gab es aber nur bei der Tour. Demnach ist der Radsport für Sponsoren, die viele Deutsche ansprechen möchten, einfach die falsche Sportart für ein Sponsoring. Anders ausgedrückt, wer mit Sponsoring den deutschen Markt ansprechen möchte, ist in anderen Sportarten besser aufgehoben. Seit 2006 natürlich um einiges krasser, aber auch im Jahrzehnt zuvor galt das weitestgehend.

Ich denke der Radsport hat gewisse Prozesse der Globalisierung in Gang gesetzt und sollte nun erstmal beobachten, wie sich Dinge in den nächsten zwei, drei Jahren entwickeln. Gibt es vielleicht durch die neuen Rennen ein paar Sponsoren aus Schwellenländern, die sich für den Radsport gewinnen lassen? Dann muss geschaut werden, wie der "Mittelbau" stabilisiert werden kann. Das Problem ist ja nicht in der Spitze. Man kriegt 15 finanzstarke Teams zusammen, aber dahinter muss auch eine halbwegs breite "2.Liga" sein mit Teams, die auch an WT-Rennen teilnehmen können. Dabei dürfen die Kosten für ein solches Team nicht soweit explodieren, dass sich kaum jemand ein vernünftiges Team mit 15 Fahrern leisten kann.

Dann muss die UCI den Spagat zwischen unumgänglicher fortschreitender Kommerzialisierung und Wahren von gewissen Traditionen im Auge haben. Es kann nicht sein, dass gut funktionierende Traditionsrennen wie Emilia durch Verschiebungen im Kalender zerstört werden. Wenn Rennen ausfallen, weil es keine Sponsoren gibt, ist ja der UCI nichts vorzuwerfen, aber wenn diese Entwicklung beschleunigt und in Kauf genommen wird, ist das etwas anderes. Ziel der Globalisierung kann ja auch nicht sein, dass man am Ende die Radsportfans "vergrault".

Jetzt ein Konzept zu entwerfen, das regelt wie das mit den Teams in 7 Jahren geregelt ist (noch dazu ein dämliches Konzept), greift dem Ganzen einfach zu weit voraus.

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12.10.2013 18:43 Jaja ist offline Email an Jaja senden Beiträge von Jaja suchen Nehmen Sie Jaja in Ihre Freundesliste auf
Möve!
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http://www.20minutes.fr/sport/1237721-devenu-catastrophique

Michel Gros scheint sowas wie Spielerberater zu sein (bzw. Fahrerberater). Im radsport diese also auch einflussreich und Interview-würdig.

Sechs Teams fallen weg, er hat das noch nie erlebt, also 100 Fahrer ohne Team nächstes Jahr, und teilweie Einbrüche bei den Gehaltsangeboten von 200k Mitte des Jahres auf 40k jetzt. Mit dem Thema "Radsport in einer wirtschaftlichen Krise" muss man sich ernsthaft auseinandersetzen - sieht man auch am Einbruch der vielen italienischen (und mit Abstrichen auch deutschen bzw. spanischen) Rennen.

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Zitat:
Original von ReinscHeisst
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17.10.2013 13:30 Möve! ist offline Email an Möve! senden Beiträge von Möve! suchen Nehmen Sie Möve! in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Aber es ist ja nicht nur Deutschland. Auch in den Niederlanden wird im Vergleich zu früher kaum noch über Radsport berichtet. Die globalen Folgen sind also in der Summe erheblich! In der gleichen Zeit, in der die Gehälter, die Aufwendungen der Teams, Sponsoren und Veranstalter deutlich über dem Inflationsniveau Jahr für Jahr gestiegen sind, ist der Markt insgesamt geschrumpft (manche Leute sagen, er ist bis zu 20% geschrumpft). Wenn für den gesamten Profiradsport-Markt die Absatzzahlen sinken und gleichzeitig die Kosten steigen, dann ist das selbstverständlich ein erhebliches Problem für den Radsport.


Manche Leute sagen der Markt sei 20% geschrumpft? Welche Leute?
Und in welchem Zeitraum? 10 Jahre? 5 Jahre? Mehr? WEniger?

Der KV ist sich nicht mal sicher dass der geschrumpft ist. Zahlen hat er keine... .
Deutschland ist weg, ok. Wobei weg, Eurosport überträgt weiterhin, wird natürlich immer niedrigere Einschaltquoten haben als mit ARD/ZDF. Berichterstattung sonst.. Zeitungen und so.. mal ehrlich, die war vor 5? 10, 15, 20 oder wann wir immer reden ausserhalb der TdF auch nicht wirklich da, oder? (Weiss der KV natürlich nicht so gut, ok, 95 weiss er es, da konnte er zwischen Schaffhausen und Berlin nicht in Erfahrung bringen wie der Giro läuft, und eine Zeitung hat er schon mal gekauft, einfach wohl die falsche) NImmt an war dann 10 Jahre später besser... aber mehr als Top 5 Resultate? Aber ok, ja, Doitschland weg. Holland keine Ahnung, wird schon stimmen. Sonst?
- Italien: Wie schon erwähnt, auf RaiSport in den letzten Jahren nach Ciclowebforisten paradiesische Verhältnisse. Mehr live Uebertragungen denn je. Ja, das meiste internationale, italienische Halbklassiker leiden schon länger auch unter den fehlenden LIveübertragungen, ist im Ciclowebforum auch immer wieder ein Thema. Hohe Kosten. Meistens gibt's dann halt abends eine Zusammenfassung... Markt, wenn man einfach rechnet wie viele potentielle Kunden ein Sponsor erreichen kann: Gewachsen denkt der KV.
- England: Halt wie Deutschland vor 10 Jahren? Und wenn man De+GB zusammenrechnet mit komplizierten Formeln ausrechnet wie viele Leutchen man erreicht dürfte das 05 +13 mehr oder weniger schon eine Nullnummer sein. Denke niemand wird behaupten dass England (was den Markt angeht) in einer Krise ist. - Australien: Dass es jedes Jahr 7 neue Superzeitfahrer gibt die mal GK Fahrer werden könnten sagt dem KV jetzt einfach mal dass da auch begeistert mitgefiebert wird. Mit Berichterstattung, livezeugs etc. Evans 11 hat da ssicher viel geholfen, dass mit Porte ein nächster möglicher Held da ist stört auch nciht.

Last but not least: STREEEEEEEEEEAMS. Gibt überall böse illegale Streams. Legal oder illegal dürfte den Sponsoren egal sein, was zählt ist so viele Leute wie möglich zu erreichen. Und da ist der Unterschied von 05 bis jetzt natürlich frappant.

Darum... dass der Markt kleiner geworden ist, da möchte der KV erstmal Zahlen sehen. Dazu was ist der Markt.. der der Sponsoren anziehen sollte, also Zuschauer, Leser etc? Also der von dem der KV jetzt hier schreibt?

Jetzt haben wir halt von 13-14 5 Teams der 1 und 2. Klasse verloren. Warum? Die Antwort Doping ist da halt die deutsche Antwort, aus der deutschen Erfahrung, die es einem zu einfach macht.
Wichtiger wohl dass einfach die Kosten immer höher werden und allgemeiner Geldmangel in Südeuropa.
Da kann man ansetzen.. Kosten. Vaughters z.B. verlangt seit Jahren dass die Team weniger von den Sponsoren abhänging werden, soll heissen erstens Geld für Teams von den Fernsehrechnten, 2. so ein Fonds von dem dann ein TEam dass den Sponsor verliert profitieren kann und doch weiter überlebt. Der KV kein grosser Fan dieser Vorschläge eigentlich.
Sieht es fast eher wie Midas, dadurch dass eben grosse internationale Sponsoren kommen, wird es für kleinere einfach teurer, zu teuer. Der Radsport will natürlich weiterhin grosse Sponsoren.. aber braucht ein Mittel um die mittelgrossen europäischen lokalen Sponsoren auch halten zu können. 16+8 scheint dem KV hier nicht wirklich der richtige WEg zu sein... auch wenn noch niemand wirklich weiss was das überhaupt bedeutet. Aber mal sehen.

Könnte übrigens durchaus sein dass es 2015 dann wieder 3 oder so Teams mehr auf dem Pro Conti Niveau gibt... ändert wenig an der ganzen Sache, genauso wie jetzt 5 Teams weniger ein Grund zur Panik sind, würden 3 Teams mehr das Ende der Probleme bedeuten.

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21.10.2013 15:16 Kanarienvogel ist offline Email an Kanarienvogel senden Beiträge von Kanarienvogel suchen Nehmen Sie Kanarienvogel in Ihre Freundesliste auf
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@KV: wenn wir mal von Eurosport absehen, fanden Radsportbereichte außerhalb der Tour in der ersten 90er Hälfte nach meiner Erinnerung sogar mehr statt als danach. Erinnere mich noch dunkel an Chioccioli-Siegerfoto vom Giro in der Tagesschau, Angermann hat damals auch ein paar Vueltazusammenfassungen bringen dürfen. Vom Tonkov/Olanogiro wurden auch hin und wieder Ergebnisse im Radio durchgesagt. Man nahms da mit dem Informationsauftrag noch etwas genauer. Später (d.h. mit Ulle vor Puerto) dann fand Giro oder Vuelta im Mainstream nur Platz wenn Deutsche (Ulle) gefahren sind.

Print: auch hier kann ich mich Anfang 90er noch an einen ausführlichen Bugnobericht vorm Giro in der Sportbild erinnern. 2001 ein Simonispecial wär wohl undenkbar gewesen (hab die da aber schon nicht mehr gelesen).

SZ in der Vor-Ulle-Zeit schon mit Ergebnissen auch mal Berichte. Danach aber TdF immer sehr ausführlich. Giro hingegen - während der Ullezeit hat zum Girostart hat die Schönau immer einen mittellangen Artikel geschrieben (meist mit dem Tenor, wer alles nicht mitfährt). Bei Dopingrazzien dann immer ausführlich, oder Ulle ist mal gefahren .... Nach den hiesigen Dopingskandalen dann außerhalb der Tour nur noch dpa-etc. Meldungen, bzw. Bild mit Text drunter wenn man ein Deutscher gewinnt.

Wobei insgesamt im Laufe der 90er hierzulande Sportberichterstattung immer mehr mit Fussball gleichgesetzt wurde.

21.10.2013 18:27 midas ist offline Email an midas senden Beiträge von midas suchen Nehmen Sie midas in Ihre Freundesliste auf
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95 hat der KV aber die SZ mal gekauft!!! Und nichts gesehen. Findet er immer noch skandalös. Aber ok, nichts mit dem Thema zu tun und Deutschlandspezialist ist der KV ja nun doch nicht, hast also wohl recht.

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21.10.2013 18:53 Kanarienvogel ist offline Email an Kanarienvogel senden Beiträge von Kanarienvogel suchen Nehmen Sie Kanarienvogel in Ihre Freundesliste auf
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Wobei 97 in der Tat ein Gottiartikel drin war, in der SZ ;-) Aber insgesamt schon mies, die Radsport-Berichterstattung da. Burkert hatte noch nie Ahnung, auch als er noch über andere Radsportthemen außer Dopinggeschichten schreiben durfte ....

21.10.2013 19:06 midas ist offline Email an midas senden Beiträge von midas suchen Nehmen Sie midas in Ihre Freundesliste auf
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Gotti halt so gut dass über den wirklich geschrieben werden muss cool

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http://www.cicloweb.it/sites/default/fil...%20ciclismo.pdf

Der KV weiss später sicher mehr

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31.10.2013 16:36 Kanarienvogel ist offline Email an Kanarienvogel senden Beiträge von Kanarienvogel suchen Nehmen Sie Kanarienvogel in Ihre Freundesliste auf
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Habs heute Nachmittag auch schon auf RSN gelesen. Weniger Teams, weniger Renntage und Teams deutlich kleiner. Ich finde das ganz schön krass. Aber muss den Artikel nochmal finden und genauer studieren. Ist ja auch nur ein Arbeitspapier Augenzwinkern

31.10.2013 21:44 Saedelaere ist offline Email an Saedelaere senden Beiträge von Saedelaere suchen Nehmen Sie Saedelaere in Ihre Freundesliste auf
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Im Prinzip das was schon vor Wochen spekuliert wurde. Nur das mit den kleinen Teams ist noch neu. Das wiederum finde ich einen Schritt in die richtige Richtung. Nur kann ein 22-Mann-Team kaum 3 GT's vernünftig absolvieren. Da muss man sich irgendwie noch was anderes überlegen, zumal es ja insgesamt viel zu wenig potentielle GT-Teams gibt. Es sei denn man erlaubt den 3.Ligisten einen Start. Das ist aber auch nicht möglich wenn die nur 10 Fahrer haben dürfen.

Beim Kalender halt überraschend dass die USA offenbar ausgeklammert wird. Bayern dann auch unerwartet, aber eine Rundfahrt in Deutschland will man offenbar schon haben. Da niemand eine vernünftige D-Tour hinkriegt, Bayern die logische Alternative.

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31.10.2013 22:39 Jaja ist offline Email an Jaja senden Beiträge von Jaja suchen Nehmen Sie Jaja in Ihre Freundesliste auf
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Jetzt mal ins Cicloweb-Original reingeschaut, offenbar doch WT-Teams 23-30 Fahrer, 2.Division 22 Fahrer und 3.Division 8-10. Das gefällt dann wiederum nicht, warum so eine starre Regelung im Unterbau? Vor alle so große Unterschiede zwischen 2. und 3.Division. Kann doch vernünftige Zweitligisten mit 14 Fahrern geben, andere haben dann halt 22. Sollte nicht so eine Rolle spielen. Eine so hohe Mindestgröße schreckt Sponsoren doch eher ab.

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31.10.2013 22:43 Jaja ist offline Email an Jaja senden Beiträge von Jaja suchen Nehmen Sie Jaja in Ihre Freundesliste auf
Rindfleisch
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Paar Punkte von mir mal:

- Riesenaufwertung der Bayernrundfahrt. großes Grinsen Zeigt wie wichtig der deutsche Markt scheinbar ist, Hamburg allein war den Verantwortlichen offensichtlich zu wenig Präsenz. Auf einem Niveau mit Baskenland und Romandie ist schon enorm.

- Arabische "Mini-GT" im Februar mit 15 Renntagen und 3 Ruhetagen. Dubai, Qatar, Oman als Rennen der 2. Division, d.h. Teams der zweiten Division MÜSSEN das komplett mitnehmen. Das Klassement der 2. Division, das über Aufstieg in die 1. Division entscheiden wird, wird hier schon vorentschieden, weil es insgesamt nur 50 relevante Renntage in der gesamten Saison gibt. Man addiere die Rennen Omloop, E3, DDV, Brabant, Vasco und Romandie und schon sind 60% der relevanten Renntage Anfang Mai bereits absolviert. Sehr Frühjahrslastiger Div 2 Kalender.

- Kein Rennen in USA, weder California noch Colorado.

- Kein Rennen in Südamerika. Internationalisierung ja, Globalisierung nein.

- Rennen der 1. Division bringen Teams der 2. Division keine Punkte fürs Klassement und anders herum. Ein Riesenproblem. Gerade kleine Teams müssen unbedingt für gute Leistungen in den großen Rennen belohnt werden, sonst führt das für Teams die um den Aufstieg kämpfen zu bizarren Situationen. Man stelle sich z.B. vor Europcar schickt das B-Team zur Dauphine, weil die Stars in Bayern um wertvolle Klassementpunkte fahren müssen. Oder Flandern/Baskenland oder TdF/Polen oder...

- Flandersclassic und Wouter Vandenhoute haben groß zugeschlagen. DDV kommt weg von dem ungünstigen Termin zwischen MSR und E3, kriegt dafür den schicken Termin von De Panne. Der Omloop ist drin, KBK nicht. GW darf aufs höchste Niveau, der E3 nicht. DDV und Brabant werden sowieso wahnsinnig hochgepushed, sind jetzt plötzlich WorldTour-Rennen. Nur der Scheldeprijs hat keinen Platz gefunden, ansonsten profitieren ALLE Rennen von Flandersclassic, während die Konkurrenzveranstaltungen - E3, De Panne, KBK - hinten runter fallen.

- Kürzung von Traditionsrundfahrten. TdS nur noch 6 Tage, das ist schon arg wenig. Wie zur Hölle wollen die in 6 Tagen von Paris nach Nizza kommen? Gleichzeitig dürfen aber Baskenland und Romandie bei 6 Tagen bleiben, ENECO und Polen sowieso. Da sträubt sich schon einiges in mir...

- Enorm GT-lastiger Div 1 Kalender. Überall wird gekürzt, aber nicht bei den GTs. Von den 120 Renntagen für Div 1 entfallen mit 63 über die Hälfte an die drei GTs. Die GT-Double werden gleichzeitig für viele Div 1 Fahrer zur Pflicht, da Div 1 Teams auf 22 Fahrer schrumpfen, aber weiterhin 9er Teams GTs bestreiten sollen. Womit der nächste Punkt folgt:

- 7er Teams bei allen Rennen, außer GTs. Wie ich finde einer der Lichtblicke, aber warum bleiben GTs außen vor? Da hätte man auch durchaus auf 8er Teams reduzieren können.

- Garantierte Teilnahme an mindestens einer GT für Div 2 Teams. Sehr positiv. Aber so wie ich das lese dürfen dafür ProConti Teams nicht mehr an GTs teilnehmen. Die 20 GT-Teilnehmer rekrutieren sich aus den 24 Teams "oben". Ich glaube durch die Reduzierung der Teamgrößen wird hier viel Fahrertalent von den GTs ausgeschlossen. Hier fällt mir erst auf, dass nur noch 20 Teams statt bisher 22 an GTs teilnehmen sollen. Ok... das ist auch eher ungut, lieber 8er Teams einführen und mehr Teams einladen.

31.10.2013 23:13 Rindfleisch ist offline Email an Rindfleisch senden Beiträge von Rindfleisch suchen Nehmen Sie Rindfleisch in Ihre Freundesliste auf
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hmm will jetzt zu so später stunde nicht mehr viel schreiben, aber was mir sofort in den kopf gekommen ist bei der jetzigen diskussion ist, dass an einem sonntag ein riesenartikel in der bild stand zum angliru und zu jan ullrich. fand ich ehrlich gesagt außergewöhnlich damals. und das unterstreicht nur, dass radsport-deutschland nur aus jan ullrich bestand und wahrscheinlich besteht. ein etappensieg von zabel bei der vuelta plus die punktetrikots interessierten doch auch nie jemandem.

01.11.2013 00:28 Coolman ist offline Email an Coolman senden Beiträge von Coolman suchen Nehmen Sie Coolman in Ihre Freundesliste auf
Möve!
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Zitat:
Original von Coolman
hmm will jetzt zu so später stunde nicht mehr viel schreiben, aber was mir sofort in den kopf gekommen ist bei der jetzigen diskussion ist, dass an einem sonntag ein riesenartikel in der bild stand zum angliru und zu jan ullrich.


Meinst du ein riesen Bild? großes Grinsen

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Zitat:
Original von ReinscHeisst
der klügere vogel hat recht!!!

01.11.2013 15:18 Möve! ist offline Email an Möve! senden Beiträge von Möve! suchen Nehmen Sie Möve! in Ihre Freundesliste auf
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Bei Tirreno ist die Kürzung nicht gravierend, nur ein Tag. Dauphine fand ich eh nie so prickelnd. Ist irgendwie eh ein reines Übergangsrennen. Mehr als zwei, drei fahrer kämpfen da eh nie um den gesamtsieg.

Tour de Suisse ist mit sechs Etappen ein bisschen kurz. Aber die Schweiz ist klein und in sechs Etappen auf jeden Fall gebührend zu befahren. Sportlich allerdings jetzt ein enormer Einschnitt und ich habe die Befürchtung, dass die Rennen jetzt sehr gleichförmig werden. Nicht auszudenken, gäbe es die Deutschland Tour noch und man müsste ein halbwegs ordentliches, deutschlandweites Rennen in sechs Tagen bestreiten - davon immer noch zwei in Österreich...

Paris-Nizza natürlich das Problem: Die beiden Städte liegen 900km auseinander. In sechs Etappen kann man da eigentlich nicht viel machen außer fast ne gerade Linie fahren, oder jeden Tag 200km, oder riesige Transfers. Noch weiter südlich zu starten geht fast nicht, dann verliert das Rennen auch seinen Charakter "zur Sonne" mit zehn bis 15 Grad Temperaturzuwachs im laufe des Rennens.

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Zitat:
Original von ReinscHeisst
der klügere vogel hat recht!!!

01.11.2013 15:36 Möve! ist offline Email an Möve! senden Beiträge von Möve! suchen Nehmen Sie Möve! in Ihre Freundesliste auf
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kapier gar nichts hier! großes Grinsen

kann das mal jemand aufdröseln den ganzen quatsch.
rundfahrten nur 6 tage? teams in divisionen eingeteilt?
wird nun jedes bauernrennen ein world tour rennen?

verwirrt verwirrt verwirrt verwirrt verwirrt verwirrt

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01.11.2013 15:50 ReinscHeisst ist offline Email an ReinscHeisst senden Beiträge von ReinscHeisst suchen Nehmen Sie ReinscHeisst in Ihre Freundesliste auf
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Fürchterlich finde ich die drei Araberrennen da. Oman ist ja sportlich und landschaftlich reizvoll, aber Qatar und Dubai, so Flachgefahre an öden Küstenstreifen aus Sand .... noch dazu außer Kohle und Geltungssucht des jeweiligen Emirs hat das überhaupt nichts mit einer Globalisierung des Radsports zu tun. Vielleicht war schon mal jemand da unten .... die 15% einheimischen werden sich wegen so ein paar Rennen nicht auf ein Rennrad setzen, die Inder, Pakistaner etc. die zum Arbeiten da sind ebensowenig. Vl wenn das Öl mal aus ist, aber dann ist auch vom Emirgeld nicht mehr viel da ;-)

01.11.2013 16:00 midas ist offline Email an midas senden Beiträge von midas suchen Nehmen Sie midas in Ihre Freundesliste auf
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Und noch was: das haben die Amis unterdessen auch nicht verdient, bei so einem aufgeblasenen Kalender gar kein Rennen abzukriegen. California hätte man schon machen können, die haben doch auch recht zuverlässige Sponsoren, so scheint es zumindest.

01.11.2013 16:03 midas ist offline Email an midas senden Beiträge von midas suchen Nehmen Sie midas in Ihre Freundesliste auf
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Möverich...

900 Kilometer in 6 Tagen? 150 Km. Nicht 200. Ok, noch Prolog und ZF dann sind'ss 900 in 4 Tagen, 225 Km pro Tag.

Das Problem mit den Kürzungen ist jetzt aber wirklich nicht das. Sondern dass eben Traditionsrennen wie die TdS 3 Tage verlieren. Vor Jahren waren's noch 10, jetzt 9, neu sollen's 6 sein? Ob man in 6 Tagen um die CH kommt oder in 6 Tagen von Paris nach Nizza ist relativ egal, was zählt ist die Kastrierung der Rennen. In die Schablone drücken. Am schlimmsten natürlich für die TdS, weil sie eben am meisten verliert. 33%

Sehr interessante Punkte von Rind. Sah der KV nicht mal teilweise. Frühling zählt in D2.
Billigteams zu D1 Rennen wenn Aufstiegskampf in der D2 ist... mmh, stimmt. Aber... der KV meinte langfristig sei es das Ziel keine Ueberschneidungen zu haben? Jetzt noch welche drin, aber sollte doch dann irgendwann raus?

7 Fahrer pro Team großes GrinsenAs kapiert der KV nicht. Stand auch bei Cicloweb oder sonstwo, aber wo sieht man das? Der KV würde es Kot finden. JETZT hat er es gefunden der lahme Vogel. Doof.

Was dem KV hingegen aufgefallen ist:

Unklar: Was heisst das bei der Teamgrösse: D1+D2 TEams: 22 Fahrer.
Darunter Equipe de development, B TEam. 8-10. Die nur bis HC fahren dürfen. Heisst das dass die grossen Teams also 2 Teams haben, eins oben und eins unten (so hätte der KV das interpretiert) oder dass die Pro Conti Teams auf 8-10 Fahrer beschränkt sind (so schreibt Cicloweb das im Artikel zum Dokument, aber der KV findet immer noch dass seine Interpretation logischer ist...)

Dann: WIE KOPIERT MAN AUS PDFs??? Früher konnte der KV das, jetzt schafft er es nicht mehr... blah..

Ok, Punkt 3, GELD, GELD
Man will offenbar dass die Veranstalter (also die Sponsoren der Veranstalter schlussendlich)
- Mehr zahlen
- Mehr zahlen
- Mehr zahlen
Mehr Ausgaben um die Punkte unter nr 2 zu erfüllen. Dann ganz wichtig der UCI mehr Geld geben. Und zum Schluss den Teams auch noch mehr Startgeld geben.
Ob das so klappen wird?
Da könnten natürlich die Flandernleute eine Hilfe sein, die profitieren ja enorm, wie Rind sagt ja sozusagen fast alle Rennen D1 oder D2.
Aber ob die TdS mehr zahlen will um weniger lange zu dauern?

Gut, sogar sehr gut findet der KV hingegen das "Draftsystem" für D2 Rennen Teilnahmen für D1 Teams. Alle 36-37 Renntage in D2, dürfen nach der Rangliste des Vorjahres wählen welche, aber Teams aus dem Land in dem das Rennen stattfindet haben Vorrang. Sehr gut.

Sonst: Viel sicher noch provisorisch. Bayern drin wohl vorallem ein Zeichen um den Bajuwaren zu zeigen, dass man sie will. Wenn sie zahlen kommen sie rein, auch ok.
Amerika könnte hingegen sein dass keinen der 3 Kandidaten, California, Utah und Colorado, vorwählen wollte. Eins der 3 wird irgendwie schon reinkommen denkt der KV.

Aber ist erst der Anfang des Projekts, wird sich sicher noch einiges ändern, hoffentlich die richtigen Sachen. Z.B. eben TdS 9 Tage. Oder auch den Plan: Keine Ueberschneidungen D1 D2 aufgeben. Ist ja schon jetzt nicht konsequent, aber wenn man's ganz aufgeben würde wäre die ganze Planung doch einfacher. So Sachen wie Colorado schwer reinzuzwängen.

Der KV würde schlussendlich auf fast lieber mehr D2 Teams sehen.
15 D1, 15 D2. Alle D2 kriegen mindestens eine GT. Wenn man wirklich nur noch 20 TEams will, wäre das genau eine GT für jedes Team der D2. Lieber zwar 22 Teams, würden halt 6 Teams 2 fahren können, aber ist ja jetzt nicht anders. 6 Teams, 8 GT Plätze. 3 GTs pro Jahr für D1 würde der KV natürlich verbieten

15-15 würde natürlich einen längeren D2 Kalender brauchen, kein Problem, eben mit Ueberschneidungen. Könnte man gut wenn man alles was jetzt geplant ist drinlässt noch Catalunya, Colorado, ein paar europäische Eintagesrennen wie Emilia, eventuell noch ein paar sonstwo, Kalender auf 75 Tage hoch.
Eventuell dann wieder zu viele?
Und ja, Dubai Qatar könnte man schmeissen.. .das sind aber halt die, die blechen, wie die Chinesen ja auch.

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01.11.2013 17:17 Kanarienvogel ist offline Email an Kanarienvogel senden Beiträge von Kanarienvogel suchen Nehmen Sie Kanarienvogel in Ihre Freundesliste auf
Möve!
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Zitat:
Original von Kanarienvogel
Möverich...

900 Kilometer in 6 Tagen? 150 Km. Nicht 200. Ok, noch Prolog und ZF dann sind'ss 900 in 4 Tagen, 225 Km pro Tag.


Zitat:
Original von Möve
In sechs Etappen kann man da eigentlich nicht viel machen außer fast ne gerade Linie fahren, oder jeden Tag 200km


Gerade Linie ODER jeden Tag 200km.

Deine Verständnisschwierigkeiten beseitigt, KV (was soviel hießt wie "kein Verstand")?

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Zitat:
Original von ReinscHeisst
der klügere vogel hat recht!!!

01.11.2013 23:27 Möve! ist offline Email an Möve! senden Beiträge von Möve! suchen Nehmen Sie Möve! in Ihre Freundesliste auf
Kanarienvogel Kanarienvogel ist männlich
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900 Km wären auch keine gerade oder fast gerade Linie. großes Grinsen

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02.11.2013 10:08 Kanarienvogel ist offline Email an Kanarienvogel senden Beiträge von Kanarienvogel suchen Nehmen Sie Kanarienvogel in Ihre Freundesliste auf
Rindfleisch
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Teamgrößen: So wie ich das verstehe darf man ein Developmentteam haben, muss aber nicht. Ein Ziel scheint es ja zu sein den Sport für Sponsoren billiger und damit attraktiver zu machen, darum verkleinert man die Teams und senkt damit die Personalkosten. Es wäre mit Blick auf dieses Ziel kontraproduktiv die Sponsoren zu verpflichten zwei Teams zu unterhalten. Die großen Teams werden sich das aber natürlich trotzdem leisten.
ProContis mit 8-10 Fahrern kann ich mir nicht vorstellen, bei denen wird das Limit so im Bereich 15-18 Fahrern sein. Schließlich sollen die auch das ein oder andere WT-Rennen fahren können ohne sich zu blamieren. Wenn man da 7 Fahrer aufstellen muss und nur 10 im Kader hat...

Keine Überschneidungen: Wie soll das funktionieren bei gleichzeitiger Internationalisierung? Wo soll da noch ein US-Rennen reinpassen? Cali mit dem jetzigen Termin geht schonmal gar nicht, Colorado oder Utah ist auch kaum vereinbar mit dem europäischen Augustprogramm. Den alten Calitermin im Februar haben die Araber gekapert. Was ginge also mit Blick auf den 2017 Kalender?
- 6 Tage Colorado im August zwischen San Sebastian und Hamburg. Logistischer Alptraum für die Teams, man müsste drei Teams gleichzeitig im Einsatz haben für Polen, Colorado und San Sebastian. 21 von 22 Kaderfahrern im Einsatz, unmöglich.
- Cali zwischen Romandie und Giro? Zwischen Tirreno und MSR? Oman und Omloop? Alle Optionen stellen Fahrer und Teams vor schwierige Entscheidungen und verschlechtern die Besetzung der Rennen, weil sich die Stars auf mehrere Rennen aufteilen.

02.11.2013 18:05 Rindfleisch ist offline Email an Rindfleisch senden Beiträge von Rindfleisch suchen Nehmen Sie Rindfleisch in Ihre Freundesliste auf
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Developmentteam hatte der KV auch so verstanden, aber eben Cicloweb anders. Aber wenn Rind es so sieht wie der KV wird es wohl schon so sein.


22 Fahrer=billiger für Sponsoren. Korrekt! Hatte der KV ja nicht wirklich bemerkt, aber jetzt wo's Rind sagt, überzeugend.

Ueberschneidungen, auch hier... sagt ja der KV, diese Idee "keine Ueberschneidungen" klingt ja gut, aber praktisch wird das schwer. Dazu fraglich was es bringt wenn man keine Ueberschneidungen hat. PN-TA mit Ueberschneidung... der KV sieht ja eigentlich kein Problem. Wie viele Fahrer werden doublen wenn es so ist wie ab 2017? 6 Tage PN, 1 Tag Pause, 6 Tage TA. Von den grossen wenige. Ein paar Helfer vielleicht, aber der KV denkt irgendwie nicht dass man so dann sowohl bei PN als auch bei TA einen Froome-Contador-Nibali-Valverde-Purito (oder deren Nachfolger halt) sehen wird. Dann auch Bayern-Giro. Giro D1, Bayern D2, wo ist das Problem wenn die beide im Mai stattfinden? Ja, Rinds Punkt mit was zählt, sonst?

USA Rennen: Der KV tendiert klar Richtung Colorado. Wann? Ok, das ein Problem, respektive eigentlich keins, Plouay gehört eh geschmissen. Wird nicht passieren, also halt vorverschieben. Colorado dann parallel zur Vuelta.

Aber sowieso, ist ein erster Plan, kann viel anders kommen. Der KV hofft z.B. dass Catalunya drinbleibt, gern als D2 Ding auch.

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08.11.2013 08:17 Kanarienvogel ist offline Email an Kanarienvogel senden Beiträge von Kanarienvogel suchen Nehmen Sie Kanarienvogel in Ihre Freundesliste auf
Rindfleisch
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Was die Überschneidungen angeht, ich glaube da gehts nicht um die Fahrer und die Besetzung, da gehts um die TV-Übertragungen. Das ist immer suboptimal wenn sich zwei Rennen am gleichen Tag die Zuschauer gegenseitig wegnehmen, oder die Zuschauer eines der Rennen nur aus der Konserve zu sehen bekommen. Das führt zu schlechten Einschaltquoten und das führt zur Abwanderung von Sponsoren. Ich glaube das ist die wirtschaftliche Sichtweise mit der man diese und andere Änderungen betrachten muss.

Mir fällt noch ein, das ist vergleichbar mit der Entzerrung der Spielpläne im Fußball, z.B. in der spanischen Liga. Immer mehr verschiedene Anstoßzeiten damit man immer mehr Spiele exklusiv live zeigen kann, vorzugsweise im Pay-TV.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Rindfleisch am 08.11.2013 20:38.

08.11.2013 20:32 Rindfleisch ist offline Email an Rindfleisch senden Beiträge von Rindfleisch suchen Nehmen Sie Rindfleisch in Ihre Freundesliste auf
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Richtig schwieriges Thema. Hab mir darüber schon vor Jahren viele Gedanken gemacht, wie man den Radsport besser vermarkten könnte, weil ich auch selbst aus dem Marketingbereich komme, aber das ist richtig richtig schwierig. Um das Ganze zu beurteilen, muss man sich erst mal klar machen, dass es dem Radsport darum geht, mehr Leute zu erreichen, mehr Präsenz in den Medien zu bekommen, bekannter und beliebter zu werden. Das ist das Ziel. Mit diesem Hand in Hand geht natürlich auch der finanzielle Aspekt, der daraus logischerweise folgt.

Aber das ist unglaublich schwierig. Radsport wird z. B. in Deutschland niemals so beliebt sein wie Fußball. Die Leute, die sich mit Radsport bisher nicht auseinander gesetzt haben, die werden dir bei jeder Radsport-Übertragung sagen "Das ist ja langweilig. Die fahren da stundenlang nur Rad." Das Problem dieses Sports ist es, dass dieser Sport sehr komplex ist und man ihn erst versteht, wenn man sich damit befasst hat. Wenn man keine Ahnung hat, sieht man einfach nur rund 200 Leute Rad fahren und am Ende ist einer als erstes im Ziel. Das ist alles. Diese ganzen Feinheiten und taktischen Dinge, diese ganzen interessenten Themen, kriegt ein Laie niemals mit. Ich weiß nicht, wie oft ich schon mit einem absoluten Radsport-Noob irgendwo Radsport geschaut habe und ihm die ganze Zeit, stundenlang, alles erklärt habe. Danach war es interessant, aber davor war Radsport einfach nur ein Haufen von Radfahrern.

Andere Sportarten haben es da einfach viel leichter, weil du diese Sportarten größtenteils selbst betreibst und dadurch auch verstehst, wie z. B. Fußball oder Handball oder Eishockey. Die Regeln sind einfach und das Ziel ist auch einfach. Es geht darum, Tore zu machen und fertig. Die einzelnen Rollen der Spieler auf dem Platz, wissen die Laien auch nicht, aber das ist egal, weil es nicht darauf ankommt. Die Leute, die sich auskennen oder selbst diesen Sport betreiben, kennen sich sowieso aus. Diese Sportarten haben es um ein Vielfaches leichter, sich zu vermarkten, als der Radsport. Der Radsport kann in Ländern, wie z. B. Deutschland, nur in das öffentliche Interesse geraten, wenn man einen Helden hat, mit dem das ganze Land mit fiebern kann. Ein Kittel oder Greipel wird das niemals können, weil sie einfach nur Sprinter sind und es keine Sau interessiert, ob sie ein paar Rennen gewinnen. Es ist traurig und ich finde es auch zum Kotzen, aber so ist es nunmal. Fußball hat in Deutschland so eine große Stellung eingenommen, dass alle anderen Sportarten dahinter nur anstehen und nicht mithalten können.

Allein aus diesem Gesichtspunkt muss man die Vermarktung des Radsportes schon mal betrachten. Von Land zu Land ist die Wahrnehmung unterschiedlich. Ich weiß nur aus Erfahrung, dass es für eine Sportart nie gut ist, wenn es nur um Geld geht und man die größtmögliche Scheiße in die Welt ruft, nur weil dort am meisten bezahlt wird. Letztendlich müssen die einzelnen Menschen in den verschiedensten Ländern erreicht werden und das ist und bleibt mit dieser Sportart unfassbar schwierig. Egal ob es Dopingfälle gibt oder nicht. Die Sportart an sich lädt nicht dazu ein, Leute an den Bildschirmen zu fesseln, die sich nicht auskennen. Das ist bei anderen Sportarten, wie bereits angesprochen, anders, weil die meisten Sportarten nach 5 Minuten jeder Idiot verstanden hat. Der Radsport ist anders, er ist komplexer, vielschichtiger. Der Radsport ist wie eine Zwiebel. Und er ist nur dann interessant, wenn man diese Zwiebel geschält hat.

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03.12.2013 01:32 Majka ist offline Email an Majka senden Beiträge von Majka suchen Nehmen Sie Majka in Ihre Freundesliste auf
Carlos Carlos ist männlich
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Guter Beitrag Majka.
Der Radsport ist einfach in fast allen Bereichen zu komplex um ihn als Laie so zu verstehen damit er Spaß macht.

Nach der Tour de France habe ich mich mit jemandem unterhalten, der nicht verstehen konnte, warum Marcel Kittel gefeiert wurde, da er am Ende 4 Stunden Rückstand hatte und nur auf Platz 150 gelandet ist. Augen rollen großes Grinsen

03.12.2013 13:39 Carlos ist offline Email an Carlos senden Beiträge von Carlos suchen Nehmen Sie Carlos in Ihre Freundesliste auf
Rindfleisch
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Radsport ist für Laien zu komplex, wenn man ihn komplex macht. Majka sagt im Fußball ists leicht, da gehts darum Tore zu machen und fertig. Ich sage im Radsport ists leicht, der Erste der im Ziel ist hat gewonnen. Das ist der Kern des Sports: das Wettrennen. Das ist so supersimpel wie es nur irgendwie geht. Man kann auch Fußball kompliziert machen, wenn man sich in die Tiefen der Fußballtaktik wagt, Regeln zu Abseits (passiv/aktiv) oder Handspiel (Absicht? Normale Körperhaltung? etc) erklärt, oder oder oder. Das übersteigt dann auch die Aufnahmefähigkeit und Interesse des Laien. Das mag alles auch interessant sein, aber genau wie die Feinheiten und Details des Radsports muss man sie nicht kennen um den Sport an sich wert zu schätzen. Natürlich mag genau diese Finesse für den Kenner erst den wirklichen Reiz des Sports ausmachen, das hindert aber den Laien nicht daran den Sport auf seine eigene Weise zu betrachten. Deshalb finde ich machst du dir das an dieser Stelle deiner Argumentation etwas zu leicht, Majka.

03.12.2013 22:43 Rindfleisch ist offline Email an Rindfleisch senden Beiträge von Rindfleisch suchen Nehmen Sie Rindfleisch in Ihre Freundesliste auf
Majka Majka ist männlich
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Original von Rindfleisch
Radsport ist für Laien zu komplex, wenn man ihn komplex macht. Majka sagt im Fußball ists leicht, da gehts darum Tore zu machen und fertig. Ich sage im Radsport ists leicht, der Erste der im Ziel ist hat gewonnen. Das ist der Kern des Sports: das Wettrennen. Das ist so supersimpel wie es nur irgendwie geht.


Genauso wie du es sagst, ist es ja auch, aber der Punkt ist, dass das simple Zuschauen von 200 radfahrenden Menschen nunmal wesentlich weniger spannend ist, als 11 gegen 11, die gegeneinander Fußball spielen. Wenn jemand von beidem keine Ahnung hat, kannst du dir sicher sein, dass er lieber Fußball schaut. Wenn man in die Tiefe geht bei beiden Sportarten, dann kann man das anders sehen. Aber rein oberflächlich betrachtet ist Fußball nunmal mit null Wissen viel besser anzusehen.

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03.12.2013 23:06 Majka ist offline Email an Majka senden Beiträge von Majka suchen Nehmen Sie Majka in Ihre Freundesliste auf
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