Antwort auf: Rebellin – der nächste Dopingfall?

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Heppner
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Ich finde es eigentlich ganz positiv, dass zur Zeit viele Sachen auf den Tisch kommen. So langsam merkt man erst, wie tief der Sport im Doping-Sumpf steckt.

Nenne mal die aktuellen Beispiele Rebellin (+ die anderen 17), Kraft (musste mir ihr Geständnis heute morgen im Radio antun), Beerbaum (und die anderen Reiter).

Natürlich wird ein mancher anmerken wollen, dass z.B. Rebellins Geschichte alt ist, er schon einmal in dieser Sache von einem Sportgericht für unschuldig befunden wurde. Trotzdem zeigt es mir, dass es irgendwann auch in einem deutschen Rennstall einen Dopingbefund geben wird. Es wird mMn auch speziell deutsche Fahrer erwischen, die Deutschen als aufsteigende Radsportnation sind bestimmt nicht die Sauberen unter den Betrügern.

Nina Kraft soll wohl am Tag vor dem Triumpf im Gespräch mit dem späteren Männer-Ironman-Gewinner (wie hieß er noch…) über eine gedopte Mannschaftskollegin gelästert haben. 3 Wochen Epo-Kur, aber sie hat es nicht mit Absicht getan. Ich lach mich schrott. Außerdem alles nur, damit sie ihren 3.Platz aus 2003 wegen einer umstrittenen Zeitstrafe wieder gut macht. Wo ist mein Taschentuch?

Und die Reiter… Es sollen ja mehrere sein. Ein Dressurpferd, einer vom Voltigieren und und und. Alle B-Proben positiv. Ob sie alle nur diese eine Salbe genommen haben oder nicht?

Ein kleines Wunder, dass man mal einen amerikanischen Leichtathleten gesperrt hat. 400m-Weltmeister Young nach 2.positiven Dopingbefund lebenslang gesperrt. Eine unrühmliche Ausnahme unter den sonst blütenweißen Leischtathleten. ;)

Für mich als Sportverrückten (würde am liebsten alles gucken was in irgendeinem Sender läuft) werde ich da von nun an mit weniger Emotionen rangehen. Werde mich über gute Leistungen und einen spannenden Wettkampf freuen, auch mal Partei für einen Sportler ergreifen, aber dieses „Es-gibt-nur-einen-Wahren“ wird es bei mir nicht mehr geben. Vielleicht ist ein Mannschaftssport doch eher das richtige. In diesem Jahr sind mir besonders die Ausdauersportarten negativ aufgefallen.

Da erzählt die ( Namen?) während der Marathonübertragungen über regelmäßige Kotzereien während des Rennens und wie kaputt der Magen nach einem Rennen ist usw. Beim Gehen kommt der Glücklichste (oder der Einflußreichste?) durch, der Rest wird früh genug ausgesiebt.

Ihr merkt schon, das Sportjahr 2004 hat für mich einige negative Erlebnisse gehabt. Aber wie wollen wir denn (für uns) entscheiden, wer gedopt hat oder wer sauber ist. Bei dem einen kommt es raus, bei den anderen nicht und die Sauberen stehen eigentlich eh immer unter Generalverdacht.