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fensterscheibe aktualisiert.
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8. Juni 2005 um 15:11 Uhr #566680
Hallo Leute,
ich bin neu hier und bevor ich mich in die Nesseln setze, wollte ich erstmal eine Frage loswerden. Kann man hier auch Trainingsfragen stellen, oder wird hier nur über die Radszene gesprochen?
Gruß
Carsten
Live long and prosper
8. Juni 2005 um 15:24 Uhr #592988kann man schon – fühl mich qualifiziert antworten zu geben
8. Juni 2005 um 15:39 Uhr #592989Ich habe gelegentlich von Radprofis den Ausdruck Motor(rad)-Training gehört. Was ist damit gemeint und was bezweckt man damit ?
Gruß
Carsten
Live long and prosper
8. Juni 2005 um 18:03 Uhr #592990Quote:Original von cbeinecke
Ich habe gelegentlich von Radprofis den Ausdruck Motor(rad)-Training gehört. Was ist damit gemeint und was bezweckt man damit ?Gruß
Carsten
Dabei fährt der Radfahrer hinter dem Motorrad, um im Windschatten eine höhere Geschwindigkeit zu simulieren. Also praktisch Training unter erleichterten Bedingungen um die Schnellkraft zu verbessern (das letzte hab ich aus dem Sport LK). Hilft dir das weiter?
Gut gedopt ist halb gewonnen!
8. Juni 2005 um 18:37 Uhr #592991Quote:Original von fensterscheibeQuote:Original von cbeinecke
Ich habe gelegentlich von Radprofis den Ausdruck Motor(rad)-Training gehört. Was ist damit gemeint und was bezweckt man damit ?Gruß
Carsten
Dabei fährt der Radfahrer hinter dem Motorrad, um im Windschatten eine höhere Geschwindigkeit zu simulieren. Also praktisch Training unter erleichterten Bedingungen um die Schnellkraft zu verbessern (das letzte hab ich aus dem Sport LK). Hilft dir das weiter?
Ich kenne Carsten aus einem anderen Forum (bin Kohlsocke KBS) und weiß, dass ihm eine Info dazu noch weiterhelfen wird.
Motortraining nützt selbstverständlich erst dann etwas, wenn man genügend Grundlagenausdauer aufgebaut hat, worauf dann die Geschwindigkeit draufgesetzt wird. (Erst Anzahl Einheiten ausdehnen, dann Länge, dann Geschwindigkeit.) Etwa zur selben Zeit (ab 2 Monate vor dem Trainingsziel) kann man auch Intervalle fahren, die aber auch ohne Motorrad oder Fahrzeug vor sich mit demselben Effekt.Bei den Profis gab es tendenziell die Entwicklung in den letzten paar Jahren, mehr auf Spritzigkeit zu setzen denn auf Wahnsinnsausdauer (und Kraft = Gewicht). Wie ein Indurain alles von vorn kaputt fahren bis alle vom Hinterrad wegbrechen gibt es nicht mehr. Heute gewinnt man nur durch Angriffe.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
8. Juni 2005 um 19:23 Uhr #592992Was ich aus dem Unterricht noch weiß ist Folgendes: Wie Lapebie richtig gesagt hat, müssen zuerst Grundlagen geschaffen werden, sowohl bei der Ausdauer, als auch bei der Kraft. Dann kann man mit Fortgeschrittenentraining weitermachen. Beim Motorradtraining übt man die wettkampfspezifische Bewegung unter erleichterten Umständen -hinter dem Motorrad, oder halt Auto, können Radfahrer Geschwindigkeiten von 100km/h erreichen-was zu einer größeren Kontraktionsgeschwindigkeit führt und Verbesserung der inter-/intramuskulären Koordination. Das letztere ist besonders wichtig, da dadurch eine Kraftsteigerung erfolgt ohne Zunahme von Muskelmasse und somit ohne Gewichtszunahme.
Gut gedopt ist halb gewonnen!
8. Juni 2005 um 19:27 Uhr #592993Meine Meinung dazu: wenn man beim Training Auto oder Motorrad vor sich herfahren lässt, ist das in erster Linie eine psychologische Sache.
Das einzige, was es vielleicht bringen kann ist, dass man sich (am Anfang der Saison) an das Renntempo gewöhnt – aber irgendwie ist das eigentlich nichts, was man wirklich trainieren muss, wenn man mal ein paar Jahre Rennen fährt.
Ansonsten kann man alles, was man hinter einem Motorrad trainieren kann genausogut ohne machen – nur ist man dann halt nicht so schnell und es macht nicht so viel Spaß
Im Gegenteil – je größer das Gefährt vor dir ist, desto weniger bringt das ganze. Ich bin auch schon 120 hinter dem Auto (Ford Transit) gefahren – irgendwo zwischen 80 und 100 wird der Sog so stark, dass du garnicht mehr zu treten brauchst.
Ist zwar schon ein irres Gefühl mit dem Rad auf der Überholspur zu fahren, aber Trainingseffekt hat das nicht wirklich8. Juni 2005 um 19:33 Uhr #592994Quote:Original von cedros
Ist zwar schon ein irres Gefühl mit dem Rad auf der Überholspur zu fahren, aber Trainingseffekt hat das nicht wirklichDoch es gibt schon Trainingseffekte, bloß sind die so komplex, dass man schon beinahe ein Biologe sein muss, um diese zu verstehen. Einiges hab ich schon erwähnt.
Gut gedopt ist halb gewonnen!
8. Juni 2005 um 19:42 Uhr #592995sehe das auch so wie cedros, es geht in erster linie um das psychische empfinden zum tempo das man fährt.
102
8. Juni 2005 um 19:44 Uhr #592996Ok es ist ja nicht so, dass Psyche keine Rolle spielt. Deshalb stoßen z.B. auch Kugelstoßer mit leichteren Kugeln, um zu spüren, wie das so ist, Weltrekordweiten zu stoßen.
Gut gedopt ist halb gewonnen!
8. Juni 2005 um 19:52 Uhr #592997Quote:Original von fensterscheibeQuote:Original von cedros
Ist zwar schon ein irres Gefühl mit dem Rad auf der Überholspur zu fahren, aber Trainingseffekt hat das nicht wirklichDoch es gibt schon Trainingseffekte, bloß sind die so komplex, dass man schon beinahe ein Biologe sein muss, um diese zu verstehen. Einiges hab ich schon erwähnt.
Wenn du OHNE ZU TRETEN mit 120 hinter einem Ford Transit fährst, dann bin ich mir doch ziemlich sicher, dass das keinen Trainingseffekt hat – auch ohne Biologie-Studium
Nein, ganz im Ernst – man kann sich doch genausogut bei geringerer Geschwindigkeit einen leichteren Gang auflegen. Der selbe Bewegungsablauf, die selbe Belastung – nur halt ziemlich öde :rolleyes:
8. Juni 2005 um 20:02 Uhr #592998Ja klar bei 120km/h gibts keinen Trainingseffekt, aber so bei 80 wenn du schnell treten musst, dann arbeitet halt der Muskel irgendwie so, dass die Koordination dann besser funktioniert. Ist aber schwierig zu verstehen kan es selber nicht so richtig.
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