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  • #566680
    cbeinecke
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    Hallo Leute,

    ich bin neu hier und bevor ich mich in die Nesseln setze, wollte ich erstmal eine Frage loswerden. Kann man hier auch Trainingsfragen stellen, oder wird hier nur über die Radszene gesprochen?

    Gruß

    Carsten


    Live long and prosper

    #592988
    stony_desert
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    kann man schon – fühl mich qualifiziert antworten zu geben

    #592989
    cbeinecke
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    Ich habe gelegentlich von Radprofis den Ausdruck Motor(rad)-Training gehört. Was ist damit gemeint und was bezweckt man damit ?

    Gruß

    Carsten


    Live long and prosper

    #592990
    fensterscheibe
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    Original von cbeinecke
    Ich habe gelegentlich von Radprofis den Ausdruck Motor(rad)-Training gehört. Was ist damit gemeint und was bezweckt man damit ?

    Gruß

    Carsten

    Dabei fährt der Radfahrer hinter dem Motorrad, um im Windschatten eine höhere Geschwindigkeit zu simulieren. Also praktisch Training unter erleichterten Bedingungen um die Schnellkraft zu verbessern (das letzte hab ich aus dem Sport LK). Hilft dir das weiter?


    Gut gedopt ist halb gewonnen!

    #592991
    Lapébie
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    Original von fensterscheibe

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    Original von cbeinecke
    Ich habe gelegentlich von Radprofis den Ausdruck Motor(rad)-Training gehört. Was ist damit gemeint und was bezweckt man damit ?

    Gruß

    Carsten

    Dabei fährt der Radfahrer hinter dem Motorrad, um im Windschatten eine höhere Geschwindigkeit zu simulieren. Also praktisch Training unter erleichterten Bedingungen um die Schnellkraft zu verbessern (das letzte hab ich aus dem Sport LK). Hilft dir das weiter?

    Ich kenne Carsten aus einem anderen Forum (bin Kohlsocke KBS) und weiß, dass ihm eine Info dazu noch weiterhelfen wird.
    Motortraining nützt selbstverständlich erst dann etwas, wenn man genügend Grundlagenausdauer aufgebaut hat, worauf dann die Geschwindigkeit draufgesetzt wird. (Erst Anzahl Einheiten ausdehnen, dann Länge, dann Geschwindigkeit.) Etwa zur selben Zeit (ab 2 Monate vor dem Trainingsziel) kann man auch Intervalle fahren, die aber auch ohne Motorrad oder Fahrzeug vor sich mit demselben Effekt.

    Bei den Profis gab es tendenziell die Entwicklung in den letzten paar Jahren, mehr auf Spritzigkeit zu setzen denn auf Wahnsinnsausdauer (und Kraft = Gewicht). Wie ein Indurain alles von vorn kaputt fahren bis alle vom Hinterrad wegbrechen gibt es nicht mehr. Heute gewinnt man nur durch Angriffe.


    Vive le Tour. Vive le cyclisme.

    #592992
    fensterscheibe
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    Was ich aus dem Unterricht noch weiß ist Folgendes: Wie Lapebie richtig gesagt hat, müssen zuerst Grundlagen geschaffen werden, sowohl bei der Ausdauer, als auch bei der Kraft. Dann kann man mit Fortgeschrittenentraining weitermachen. Beim Motorradtraining übt man die wettkampfspezifische Bewegung unter erleichterten Umständen -hinter dem Motorrad, oder halt Auto, können Radfahrer Geschwindigkeiten von 100km/h erreichen-was zu einer größeren Kontraktionsgeschwindigkeit führt und Verbesserung der inter-/intramuskulären Koordination. Das letztere ist besonders wichtig, da dadurch eine Kraftsteigerung erfolgt ohne Zunahme von Muskelmasse und somit ohne Gewichtszunahme.


    Gut gedopt ist halb gewonnen!

    #592993
    cedros
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    Meine Meinung dazu: wenn man beim Training Auto oder Motorrad vor sich herfahren lässt, ist das in erster Linie eine psychologische Sache.

    Das einzige, was es vielleicht bringen kann ist, dass man sich (am Anfang der Saison) an das Renntempo gewöhnt – aber irgendwie ist das eigentlich nichts, was man wirklich trainieren muss, wenn man mal ein paar Jahre Rennen fährt.

    Ansonsten kann man alles, was man hinter einem Motorrad trainieren kann genausogut ohne machen – nur ist man dann halt nicht so schnell und es macht nicht so viel Spaß ;)

    Im Gegenteil – je größer das Gefährt vor dir ist, desto weniger bringt das ganze. Ich bin auch schon 120 hinter dem Auto (Ford Transit) gefahren – irgendwo zwischen 80 und 100 wird der Sog so stark, dass du garnicht mehr zu treten brauchst.
    Ist zwar schon ein irres Gefühl mit dem Rad auf der Überholspur zu fahren, aber Trainingseffekt hat das nicht wirklich :D

    #592994
    fensterscheibe
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    Original von cedros
    Ist zwar schon ein irres Gefühl mit dem Rad auf der Überholspur zu fahren, aber Trainingseffekt hat das nicht wirklich :D

    Doch es gibt schon Trainingseffekte, bloß sind die so komplex, dass man schon beinahe ein Biologe sein muss, um diese zu verstehen. Einiges hab ich schon erwähnt.


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    #592995
    Ventil
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    sehe das auch so wie cedros, es geht in erster linie um das psychische empfinden zum tempo das man fährt.


    102

    #592996
    fensterscheibe
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    Ok es ist ja nicht so, dass Psyche keine Rolle spielt. Deshalb stoßen z.B. auch Kugelstoßer mit leichteren Kugeln, um zu spüren, wie das so ist, Weltrekordweiten zu stoßen.


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    #592997
    cedros
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    Original von fensterscheibe

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    Original von cedros
    Ist zwar schon ein irres Gefühl mit dem Rad auf der Überholspur zu fahren, aber Trainingseffekt hat das nicht wirklich :D

    Doch es gibt schon Trainingseffekte, bloß sind die so komplex, dass man schon beinahe ein Biologe sein muss, um diese zu verstehen. Einiges hab ich schon erwähnt.

    Wenn du OHNE ZU TRETEN mit 120 hinter einem Ford Transit fährst, dann bin ich mir doch ziemlich sicher, dass das keinen Trainingseffekt hat – auch ohne Biologie-Studium :D

    Nein, ganz im Ernst – man kann sich doch genausogut bei geringerer Geschwindigkeit einen leichteren Gang auflegen. Der selbe Bewegungsablauf, die selbe Belastung – nur halt ziemlich öde :rolleyes:

    #592998
    fensterscheibe
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    Ja klar bei 120km/h gibts keinen Trainingseffekt, aber so bei 80 wenn du schnell treten musst, dann arbeitet halt der Muskel irgendwie so, dass die Koordination dann besser funktioniert. Ist aber schwierig zu verstehen kan es selber nicht so richtig.


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