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Breukink aktualisiert.
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7. März 2006 um 17:22 Uhr #619297
sehe ich im endeffekt ähnlich. das ist keine rechtfertigung, da kann man genau so gut wiesenhof-akud einladen. die würden das auch bringen.
7. März 2006 um 17:31 Uhr #619298die jugend hat spass vor dem tv !!
mir doch egal wer gewinnt solange sich der kasache nicht im feld befindet !!
coolman
man sollte das sehr differenziert betrachten. solche ausreisser in flachetappen machen oft arbeit fürs sponsoring; das hat rein gar nichts mit sympathie zum fahrers zu tun. bei einer langen TdF – vorgebirgsgetappe gibt es auch so ausreissversuche. und das katz-maus-spiel ist dann oft nicht anders als auf den flachetappen. mal holt den ausreisser eine grössere gruppe ein, mal eine kleinere. der unterschied liegt dann vielleicht nur in der grösse des namens vom ausreisser, mehr aber auch nicht. nehme mal an dass du bei solchen etappen für den ausreisser bist. und zwar rein nur darum weil dein auge die sachlage optisch bergisch betrachtet und dir der name des fahrers bekannt ist.
102
7. März 2006 um 17:31 Uhr #619299Quote:Original von Coolman
muss ganz ehrlich sagen, bin meistens auf der seite von dem feld bei solchen flachetappen. und heute war das wieder so. find ich einfach spannender so sprint ausm hauptfeld als einen ausreißer. dazu kommt noch, dass ausreißer meistens fahrer sind mit denen ich nicht sympathisiere. wie sieht das eigentlich bei euch aus?Bei richtig flachen Etappen ja, die sind schließlich langweilig, dann will ich wenigstens einen schönen Sprint zum Abschluss.
Heute war das Rennen für sich genommen sehr interessant, feiner Radsport, ich hätte es Crosbie also durchaus gegönnt, ohne jetzt unbedingt sympathisiert zu haben. Aber er hat das Rennen bereichert, also meine Wertschätzung.
Fluchten allein für die Kamera finde ich dagegen auch ätzend.
1564 verurteilte die Inquisition den Arzt Andreas Vesalius, den Begründer der neueren Anatomie, zum Tod, weil er eine Leiche zerlegt und festgestellt hatte, daß dem Mann die Rippe, aus der Eva stamme, gar nicht fehle. (Karlheinz Deschner)
7. März 2006 um 17:34 Uhr #619300Natürlich ist es interessanter einen spannenden Sprint eines ganzen Feldes zu sehen, als einen Ausreißersieg, doch mMn sollte der Sprint dann auch spannend sein. Doch leider ist es selten der Fall, wenn Boonen oder Petacchi mitfahren. Dann doch lieber lange Fluchten, damit wenigstens die leichte Spannung vorhanden ist, ob die Ausreißer noch geschnappt werden oder nicht.
Gut gedopt ist halb gewonnen!
7. März 2006 um 18:20 Uhr #619301Quote:Original von fensterscheibe
Natürlich ist es interessanter einen spannenden Sprint eines ganzen Feldes zu sehen, als einen Ausreißersiegnatürlich finde ich das gar nicht, weil ich nämlich spannende ausreißversuche bevorzuge – und auch in den meisten fällen mit den flüchtlingen sympathisiere.
heute konnte ich das ende leider nicht sehen, aber das war vielleicht gut so – der mut hätte ruhig belohnt werden können.
@Stahlross
fand weder gestern noch heute die fluchtversuche kasperlhaft.
und mir gefällt es, dass sich agritubel jetzt nicht auf der tour-nominierung ausruht, sondern leben ins renngeschehen bringt.7. März 2006 um 18:26 Uhr #619302Sorry, ich hab die Ergänzung vergessen: Ausreißersieg auf Flachetappen
Gut gedopt ist halb gewonnen!
7. März 2006 um 18:36 Uhr #619303Quote:Original von fensterscheibe
Sorry, ich hab die Ergänzung vergessen: Ausreißersieg auf Flachetappenich bevorzuge in den allermeisten fällen ausreißersiege auf eher flachen etappen; sprints finde ich nicht sonderlich spannend.
es ist also keineswegs natürlich.
bei bergankünften sieht das schon ganz anders aus, da kann ich auf ausreißer gut verzichten und bevorzuge meist das ausscheidungsfahren.7. März 2006 um 18:41 Uhr #619304solche killer-ausreissversuche über 189 kilometer wie es heute crosbie trettete sind sicher keine kaspervorstellungen ! das muss man sich erst mal zutrauen und durchziehen bis zum geht nicht mehr.
wenn dieser crosbie heute auch 1 minute vor dem feld durchgekommen wäre; der sprint des feldes wäre nicht anders gewesen ( für den tv-zuschauer ) als ohne crosbie. nicht bedingt, aber sehr wahrscheinlich…
102
7. März 2006 um 18:41 Uhr #619305Und ganz fruchtlos war die Flucht von Crosbie auch nicht; immerhin hat er das Bergtrikot geholt. Wenn er das die nächsten Tage verteidigen kann ist das sowohl eine tolle Trophäe für das Team als auch eine Spitzenwerbung für den Sponsor bei den Ehrungen im Zielbereich.
Allgemein freue ich ich mich über Fluchen von a) unbekannten oder weniger talentierten Fahrern die sonst nichts gewinnen können und b) von Teams aus kleineren Divisionen die dann endlich auch mal ein bisschen Öffentlichkeit bekommen.
Was ich nicht mag sind bestimmte französische Loser in Erbsentrikots die man bei der Tour fahren lässt weil’s keinen interessiert und die dann denken sie wären die allertollsten…7. März 2006 um 18:43 Uhr #619306er ist halt doch ein franzose… :rolleyes:
102
7. März 2006 um 18:52 Uhr #619307Wieviel Anteil am gewonnenen Vorsprung hatte er denn selbst? Wenn heute jemand 40 minuten im Flachen rausfährt, dann liegt das hauptsächlich an der Passitität des Pelotons. Jeder ist zu jeder Zeit über Abstände unterichtet. Man weiss wie schnell der vorn fährt und wie schnell man selbst ist. Nur noch Mathematik. Ich find das langweilig.
7. März 2006 um 19:59 Uhr #619308Solche Ausreissversuche sind doch meistens das einzig spannende an diesen Flachetappen. Als TV Zuschauer kann man dann mitfiebern, ob man den oder die Ausreisser noch einholt. Natürlich ist ein Massensprint im Ziel das Highlight, aber ohne Ausreisser würde ein geschlossenes Peloton über 200KM wirklich langweilig werden.
7. März 2006 um 19:59 Uhr #619309Heute war das aber nicht nur Mathematik. Er hätte gewinnen können, wenn er nicht völlig eingebrochen wäre – und das war sicher nicht vorhersehbar. Man hat ja auch gesehen, dass QuickStep erst Tempo gemacht hat, als Crosbie vorne fast im Schritttempo den Berg hochfur. Davor hatten sie wohl nicht mehr damit gerechnet, ihn noch einzuholen.
7. März 2006 um 20:07 Uhr #619310Quote:Original von cedros
Heute war das aber nicht nur Mathematik. Er hätte gewinnen können, wenn er nicht völlig eingebrochen wäre – und das war sicher nicht vorhersehbar. Man hat ja auch gesehen, dass QuickStep erst Tempo gemacht hat, als Crosbie vorne fast im Schritttempo den Berg hochfur. Davor hatten sie wohl nicht mehr damit gerechnet, ihn noch einzuholen.Nein, nein, nein. Letztendlich ist das Ergebnis das Resultat des Rennverlaufs, ohne wenn und aber. Was hätte er tun sollen? Weniger geben am Anfang und dafür auch weniger Vorsprung zu bekommen? Mehr Essen und Trinken?
Ausreiser haben es schwerer, weil alles berechenbarer geworden ist. Früher wäre er durchgekommen. Doch sollte den Fahrern langsam klar geworden sein, dass Ausreissversuche kaum Chancen haben. Deswegen ist dies meist Kasperltheater.7. März 2006 um 20:11 Uhr #619311Quote:Original von Plattfuß
Solche Ausreissversuche sind doch meistens das einzig spannende an diesen Flachetappen. Als TV Zuschauer kann man dann mitfiebern, ob man den oder die Ausreisser noch einholt. Natürlich ist ein Massensprint im Ziel das Highlight, aber ohne Ausreisser würde ein geschlossenes Peloton über 200KM wirklich langweilig werden.was ist daran natürlich? und für wen?
7. März 2006 um 20:21 Uhr #619312Stahlross
das hat nur bedingt was mit dem flachen terrain zu tun.
botero und den kasacken lies man auch gewähren; bei einer bergetappe ( tour de france 2005 ). das peleton vor auch dort passiv, kontrolliert hinterher.
diese etappe fanden einige gar spannend. moi natürlich gähnend, weil ich es als wirklich langweilig empfand bei so einem klasse-feld. keiner traute sich was. der eine oder andere fand das vielleicht kribbelnd weils den berg hoch ging, dass kommt eben dramatischer rüber. auch bei anderen solofluchten in den bergen.eric mächler gewann als ausreisser mailand- san remo.
und nicht auch jan ullrich die tour de france 1997 ?
102
7. März 2006 um 20:22 Uhr #619313Na, ein Massensprint um den Sieg ist schon das nonplusultra an Spannungsaufbau (zumindest wenn es keinen so klar dominierenden Sprinter wie Boonen bei P-N gibt). Erst die Anfahrt, mögliche Attacken und Stürze, dann die Unwägbarkeiten des eigentlichen Sprints und in wenigen Sekunden entläd sich alles in einem Sieg des eigenen Favoriten oder einem Drama.
Natürlich ist es eine ganz andere Art Spannung wie bei einer Bergetappe einer GT, aber aufgrund der Umstände schon intensiver würde ich sagen.7. März 2006 um 20:30 Uhr #619314Quote:Original von Stefu
Na, ein Massensprint um den Sieg ist schon das nonplusultra an Spannungsaufbaufür mich nicht.
7. März 2006 um 20:31 Uhr #619315Quote:und nicht auch jan ullrich die tour de france 1997 ?wir sollten diesen Thread(PN) nicht missbrauchen und schänden mit bei diesem Rennen nicht Anwesenden.
Stimmt, nicht nur auf Flachetappen wird die Soloflucht zelebriert. Halt jeder wie er kann.
7. März 2006 um 20:36 Uhr #619316ausreisser – flüchtlinge – versuchs-objekte – fahrende werbetrommeln – helden ; wie man sie auch immer betitlet :
das ganze ist konfus und unmöglich unter einen nenner zu bringen.
escartin und virenque bei ihren solofluchten ( TdF ) sind das beste beispiel dafür !!!
hier der held und da der depp…
102
7. März 2006 um 20:42 Uhr #619317Uneter einen Hut zu bringen, ist es auch nicht. Wo war der Ausgangspunkt? Agritubel. Wenn ein Team versucht (dauerhaft) mit Solofluchten auf sich aufmerksam zu machen, dann ist die Leistungsfähigkeit bzw. Konkurrenzfähigkeit limitiert. Das war meine Intention in diesem Thread. Es muss ja nicht so kommen. Aber falls doch, dann haben die Zuschauer ihr Spektakel und die Franzosen vielleicht einen neuen Hero für ein zwei Jahre.
7. März 2006 um 20:43 Uhr #619318Klar spielen Sympathien auch eine Rolle, wenn man einen Fahrer nicht mag hat er vorneweg verschissen.
Aber in den allermeisten Fällen handelt es sich bei dem ‚Flüchtling‘ um einen unbekannten Fahrer (zu 90%; 5% sind sind schmierige Pseudofavoriten mit ADS, und die anderen 5% sind Jacky Durand und Jens Voigt).
7. März 2006 um 20:47 Uhr #61931947.6 Km vor Ziel hat er noch 16:30
29.1 Km vor Ziel immer noch 10:00
dann ist er eingebrochen. innerhalb 10 Km 9 Minuten verloren. jetzt weisse ich, er hat ein Hungerrast. Ich hasse solche Hungerrast.
warum macht Euskatel Tempo??
Old Path, White Clouds
7. März 2006 um 20:51 Uhr #619320@ Ventil
Demnach hat Pantani immer nur als Ausreisser gewonnen.Vor 2 Jahren hat van Bon eine P-N-Etappe gewonnen,wo er rechnerisch eigentlich hätte eingeholt werden müssen.
2004 hätte Zabriskie bei der 11. Vuelta-Etappe auch nicht gewinnen dürfen etc.
Spielerei sind diese Fluchten eigentlich vor allem bei den ersten GT-Etappen, wenn zu viele Mannschaften an einem Massensprint interessiert sind. Sonst nicht.
Ohne Hungerast hätte Crosbie durchaus gewinnen können.
Übrigens war es nicht Quick-Step, sondern Euskatel (!), die die Verfolgung organisiert haben. Dann kam Liberty dazu, die die Hauptarbeit geleistet haben.
Quick step hat sich erst relativ spät gezeigt.Gar nicht mal so schlecht übrigens, der Herr Schumacher.
7. März 2006 um 20:52 Uhr #619321Quote:Original von chinaboy
warum macht Euskatel Tempo??Das habe ich mich auch gefragt. Ihnen hätte doch klar sein müssen: Wenn wir ihn nicht einholen, können wir zwar nicht gewinnen, aber wenn wir ihn einholen, dann können wir trotzdem nicht gewinnen. Vielleicht rechnet sich aber auch einer von ihnen etwas im GK aus und darum sollte der Rückstand bloß verkleinert werden.
Gut gedopt ist halb gewonnen!
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