Doping in anderen Sportarten

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  • #566328
    stony_desert
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    und auf die radlfahrer wird immer hingehaut aber wo anders schauts auch nicht gerade rosig aus – transformiert finde ich in diesem zusammenhang auch einen interessanten ausdruck – hat schon fast was komisches ….

    Montgomery bei Weltrekord gedopt ?
    BALCO-Chef Conte behauptet den US-Sprinter vor seiner 100 Meter-Bestleistung 2002 „total transformiert“ zu haben

    Washington – Victor Conte, „Erfinder“ des Designer-Steroids Tetrahydrogestrinon (THG) und Boss des von ihm 1984 gegründeten „Bay Area Laboratory Co-Operative“ (BALCO) in Burlingame bei San Francisco, hat am Freitag in einem ABC-Interview mit einer weiteren Enthüllung die nächste riesige Negativschlagzeile im US-Dopingskandal lanciert: Tim Montgomery war laut Conte bei seinem 100-m-Weltrekord am 14. September 2002 in Paris (9,78 Sekunden) gedopt!

    „Bereit zu sterben, um Gold zu holen“

    „Er (Montgomery, Anm.) sagte mir, dass er bereit wäre zu sterben, um Gold zu holen“, erklärte Conte, der dem Lebensgefährten der ebenfalls mit massiven Dopingvorwürfen konfrontierten US-Sprinterin Marion Jones mit einer auf das Trainingsprogramm speziell abgestimmten „Dopingkur“ dabei geholfen habe, das gemeinsame Traumziel vom Weltrekord zu realisieren. So habe es Montgomery mit Hilfe der Pharmakologie etwa geschafft, innerhalb von nur acht Wochen zwölf Kilogramm Muskelmasse zuzulegen!

    „Wir haben Tim einer totalen Transformation unterzogen. Er hat ja jetzt noch einen Hals wie Mike Tyson“, betonte Conte, der seinen Worten mit einem Bildvergleich – Fotos, die Montgomery 1997 und 2002 zeigen – Glaubhaftigkeit verlieh. Er selbst ist sich keinerlei Schuld bewusst, weil seiner Meinung nach alle Topathleten in der Leichtathletik gedopt seien. „Wenn sie von Legitimität sprechen“, meinte er gegenüber dem ABC-Reporter, „dann denke ich, dass dieser Weltrekord unter denselben Bedingungen realisiert worden ist wie die vorhergehenden Rekorde. Diese Bestmarke ist also rechtmäßig zu Stande gekommen, weil alle unter denselben Bedingungen miteinander konkurrieren. Da müsste man ja alle Rekorde löschen.“ (APA) :rolleyes:

    #572206
    delmo1959
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    Hallo,
    dieses Thema ist genau betrachtet ein ganz heikles.
    Wer immer noch glaubt das im Hochleistungssport ohne Doping überhaupt was geht, der ist auf dem Holzweg.
    Wenn Athleten bereit sind für viel Geld ihr Leben aufs Spiel zu setzen sagt das genug aus.
    Nur mal ein Beispiel: 1988 bei der Olympiade in Seoul lief eine Griffith- Joyner über 100 und 200m Fabelweltrekorde, kurz danach trat sie ab und ein paar Jahre danach kam sie auf mysteriöse Weise ums Leben.
    Diagnose: Bei einen epileptischen Anfall verstorben. ?(
    Andere , wie Ben Johnson(KAN) wurden geopfert, Ersatzolympiasieger Carl Lewis war genau so dedopt, kam natürlich erst Jahre später heraus.
    Hier ist eine ganze Industrie am werkeln und die Kontrolleure kommen immer ein paar Schritte zu spät.
    Für mich gibt es nur zwei Wege: entweder für alle verbieten oder zulassen.
    Aber so wie es jetzt praktiziert wird entsteht ein Zerrbild,
    Ein paar kleine Fische werden erwischt andere werden laufen gelassen.
    Und der Fall Pantani sollte jeden zu denken geben wo das hinführen kann. Kein Erfolg mehr, Folge Depressionen, und endete in diesem Fall mit Selbstmord!

    mfg delmo ;)

    #572207
    stony_desert
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    kann dem nur zu stimmen weiß aber nicht ganz genau wie das geändert werden sollte. je mehr die zuschauer (konsumenten) die wahrheit wissen desto wahrscheinlicher könnte ein umdenken stattfinden. wehr will schon bis oben geladene zombies herum wanken sehen.

    #572208
    cedros
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    Das Problem ist, dass eigentlich niemand ein ernsthaftes finanzielles Interesse daran hat, dass nicht gedopt wird.
    Das Interesse besteht viel mehr darin, nicht erwischt zu werden.

    Geld regiert die Welt – und daher ist der Kampf gegen Doping wohl von vornherein zum Scheitern verurteilt. Traurig eigentlich :(

    #572209
    Doktor_Watson
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    Dem Doktor ist ein interessanter Artikel aus der ZEIT aus dem Jahr 1998 über die Meisterung des „Zusammenwachsens“ der beiden deutschen (olympischen) Sportverbände aufgefallen.

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