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Frank`NFurter aktualisiert.
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20. Juli 2010 um 15:47 Uhr #686386Quote:Original von Kanarienvogel
Ne du willst keine Argumente hören.Lance ist der grösste!
Alle einverstanden. Off you go.
Ein erbärmlicher Versuch…fast so wie gestern ASchleck’s Versuche, die Kette weider draufzumachen.
20. Juli 2010 um 15:54 Uhr #686387PHA R M S T R O N G ist der beste Doper ALLER ZEITEN !!!
aber jetzt zufrieden oder ?
20. Juli 2010 um 16:40 Uhr #686388wieso waren und sind ulle und länce-fans so besessen und befangen ?
solche knusperthemen wären vielleicht gutes futter durch den winter..
102
20. Juli 2010 um 18:31 Uhr #686389Ich versuche es auch mal zu argumentieren.
Du selbst fragst dich, warum Armstrong nie den Giro gefahren ist. Keine schlechte Frage. Er hätte die Chance gehabt in den Kreis der GOAT zu kommen, wenn er hier mal was versucht hätte (aber natürlich nicht erst mit 37). Er hätte durchaus Double-Chancen gehabt. So nach den ersten zwei, drei Toursiegen, hätte er es wagen können. Spätestens nach dem 6.Sieg (womit er ja alleiniger Toursieger war), hätte er es wagen MÜSSEN. Aber sein größter Alptraum war es eben, bei der Tour geschlagen zu werden. Und die Gefahr einer Niederlage ist bei einem Double-Versuch natürlich höher als wenn man alles auf die Tour fokussiert. Dennoch glaube ich, dass er es hätte schaffen können. Aber er war schlichtweg zu feige, etwas wirklich großes zu versuchen. Damit ist er weit weg vom Kreis der GOAT´s. Der Toursieg zählte, alles andere war nebensächlich. Hat nix mit physischen Limits zutun.
Wahre Kenner gewinnen nur selten ein Tippspiel.
21. Juli 2010 um 5:06 Uhr #686390Argumente
Ok, nicht nur blödes Erfolge abzählen, sagst. Gleich davor und dahinter kommt: SIEBEN TOURSIEGE. Ehm, ja. Ok.
Du willst nur die Erfolge Armstrongs zählen.
Physiches Limit. Ok, Vor einem Jahr bei deinem ersten Besuch meintest noch das Alter sei egal, mit 38 sei man nicht schwächer. Ok, gut, also hatten wir 09+10 den Toparmstrong, oder? Also Contador der GOAT. Dazu ist er ja auch mit dem Höhenmeter pro Stunde Weltrekord (nach Til zumindest) vor Amstrong. Wo schlägt Armstrong also Contador? Nur im Erfolge zählen, aber das findest ja übertrieben.
Also, Contador vor Armstrong, ja?
Leitplanke
2. September 2010 um 15:21 Uhr #686391Hallo!
Armstrong Größter Fahrer aller Zeiten? Für mich nur in zwei Kategorien:
– Anzahl der Toursiege
– rekonavelzente KrebskrankeAnsonsten sehe ich es ähnlich wie Cyclingrankin.com (gut deren Statistik wurde solange manipuliert, bis Zoetemelk auf Platz 3 kam, und ich glaube daher werden dort zweit Plätze etwas überbewertet), dort ist Arstrong auf Platz 15 kurz vor Indurain.
Allerdings würde ich gefühlsmässig doch den einen oder anderen, der vor Armstron liegt streichen und ihn dann so auf Platz 5-8 seheh. Meine Statistiken sind nicht mehr ganz aktuell, aber da ist Armstrong in keiner Kategorie ganz vorne (Rundfahrten Gesamtwertung, Tageswertung + Eintagesrennen, Klassiker/Monumente, Gesamt), Merckx in allen 1. Angesichts der ungeheuren Bilanz von Merckx stellt sich die Frage nach dem Größten eigentlich nicht wirklich, spannend ist allenfalls die Frage nach dem 2.Größten.
Gruß
Zwerg2. September 2010 um 15:29 Uhr #686392Hallo!
Quote:Interessant, dass kaum echte Gegenargumente gegen meine Behauptung kommenNein überhaupt nicht interessant, da man mit Argumenten nicht gegen behauptungen argumentieren kann. Es wäre ehr zu belegen:
1) Daß Armstrong näher am physikalischen Limit fuhr
2) Was die nähe zum physikalischen Limit mit der Frage nach dem GOAT zu tun hat. Denn letzendlich geht es im Straßenradsport doch ehr um den Kampf Mann gegen Mann als um maximale Geschwindigkeit. So gewinnt z.B. im Sprint ja nicht zwingend der physisch stärkste, sonder der Starke mit der richtigen Taktik, und das macht auch den Reiz des Sports aus.Gruß
Zwerg2. September 2010 um 15:36 Uhr #686393Hallo!
Einen habe ich noch, ein Ranking finde ich schwer, aber Stufen wie beim Tipp könnte ich schon machen, also hier die GOAT, total subjektiv vom Zwerg:
* Merckx
** Hinault, Anquetil
*** Bartali, Zoetemelk, Coppi
**** Zabel, Armstrong, Impe, IndurainGruß
Zwerg15. April 2011 um 13:24 Uhr #686394lange nicht mehr hier gewesen, keine Zeit, den richtigen Platz zu finden.
Aber einer der Größten aller Zweitgrößten wir heute 75: Poupou
15. April 2011 um 15:58 Uhr #686395SPEICHE!
Cool, schau öfter mal vorbei!
Leitplanke
18. April 2011 um 10:23 Uhr #686396Quote:Original von Pippen
Interessant, dass kaum echte Gegenargumente gegen meine Behauptung kommen, dass Armstrong einfach näher am physisch möglichen Limit fuhr und daher niemals soviele Rundfahrten mit Siegambitionen wie früher bestreiten konnte. !;(
Okay, Du Nobelpreisträger, dann mach doch mal einen Vorschlag, wie ganz alleine deine eigene Behauptung: „dass Armstrong einfach näher am physisch möglichen Limit fuhr“ bewiesen oder widerlegt werden soll? Wie stellst du das Limit fest und wie vergleichst du, ob und prozenzual in wie weit das Limit erreicht wurde? Ich meine methodisch und ich meine methodisch auf eine Weise, die objektive Vergleichbarkeit zwischen Fahrern verschiedener (Material&Strecken-)Generationen zulässt?
Quote:Original von Pippen
Denn das klingt jedenfalls für mich sehr plausibel. Wenn man sieht, was die Sportmedizin für Fortschritte gemacht hat, wenn man sieht wie der Mensch zwischen 1960 und 2000 athletisch zugelegt hat (als Referenz mögen hier die 100m-WR dienen), dann kann man mE nicht 1:1 zwischen einem 70iger Merckx und 2000er Armstrong vergleichen.Jo klor, nur geistig haben die Menschen zwischen den 60igern und heute wohl nicht so weltrekordmäßig zugelegt, jedenfalls wenn ich das mögliche Limit am Beispiel deines argumentativen Apfel&Birnen Vergleichssalats festmache.
Wenn man wirklich den größten Radfahrer aller Zeiten küren wollte, bliebe wohl keine andere wenigstens teilobjektive Variante offen, als pure Erfolge zu zählen (Was sonst?). Nimmt man den Straßenradsport, so hat dieser bekanntlich mehrere Facetten: Zeitfahrqualitäten, Sprintqualitäten, Kopfsteinpflaster-Qualitäten, Bergqualitäten etc.). Ein guter Fahrer muss nicht notgedrungen in allen Bereichen größte Erfolge gefeiert haben (hat er es trotzdem, ist es um so bemerkenswerter), viel wichtiger ist, was er aus seinen Möglichkeiten macht. Klar scheint, dass für das Pave und für das flache Zeitfahren, eher kräftig gebaute Athlethen in Frage kommen. Für das Bergfahren eher kleine und extrem leichte Fahrer.
Ein herausragender Radfahrer wäre für mich der, der trotz seiner Leistungen auf seiner Lieblingstopographie immer noch erstaunlich gute Leistungen in den anderen Gefilden zeigt. Diese Form von „Allrounder“-Qualität zeigt mir nämlich auch, wie effektiv seine körperlichen Voraussetzungen wirklich ausgebildet sind. So muss ein vergleichsweise schwerer Fahrer wirklich über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen, um auch in den Bergen noch bemerkenswert gut mitzuhalten, während ein Berghänfling technisch und körperlich überragend sein muss, wenn er auch noch bei Paris-Roubaix startet, finisht und es unter die Top 20 schafft.
Was war nun unter dieser Perspektive gebracht Lance Armstrong? Hatte er nach seinem Krebscomeback überragende Leistungen in Klassikern? In Sprintrennen respektable Plätze erreicht? Die Pave-Rennen mit Bravour bestritten?
Armstrong war ein herausragender Berg- und Zeitfahrer. Mit Sicherheit gehört er zu den besten Fahrern aller Zeiten, aber zu den allerbesten gehört er nicht.
Deine Definition von Limit (in Anbetracht unterschiedlicher Zeiten) führt sich hier selbst ad absurdum, weil nämlich jeder Fahrer in seiner Zeit auf vergleichbare Verhältnisse, von Strecken, Spezialisierung, Trainingsmethoden etc trifft. Wer dann zu den absolut Herausragendsten gehören will, muss dann halt schon in seiner Zeit alle anderen bei weitem überflügelt haben.
Ich denke es gab wirklich nur einen Fahrer bisher, der alle Fahrer, auf allen Streckentypen bei weitem in seiner Zeit überflügelt hat und das war Eddy Merckx. Nach Merckx kommt dann vielleicht Hinault, aber sicher noch lange nicht Armstrong.
18. April 2011 um 14:32 Uhr #686397du vergisst aber ganz die medizinische Komponente; damals waren noch nicht so viele Medikamente auf der Dopingliste wie heute;
der einzige, der heutzutage sprinten und Bergfahren kann, ist Valverde….wenn der dürfte wie er wollte..18. April 2011 um 15:28 Uhr #686398Sanchez kann sogar noch Zeitfahren 8o 8o 8o
und Valverde ist keiner der das Niveau hat eine Tour zu gewinnen und bei den Pflasterrennen hab ich ihn auch noch nie gesehen. Merckx und Valverde in einem Satz zu erwähnen sollte man nicht machen.
Armstrong gewann 7 mal die Tour de France, die der Grund dafür ist dass der Radsport keine Randsportart ist, sondern weltweit verfolgt wird. Lance Armstrong hat mehr erreicht als nur das, er hat nicht nur den Sport geprägt sondern er ist ein Vorbild für jeden Menschen auf diesem Planeten. Niemand reicht an ihn heran, er ist nicht der größte Radsportler, er ist der größte Sportler aller Zeiten.
Alberne Resultate vergleichen wird ihm nicht gerecht, wer hat bitte jemals mehr aus seinem Leben gemacht als Lance Armstrong? Er hat aus einer 3%-igen Überlebenschance eine 700%-ige Siegeschance gemacht
Der wahre Grund wieso man irgendwen Armstrong vorzieht ist doch weil man Armstrong als Nummer eins langweilig findet oder ihn nicht mag. Pele hat auch nie in Europa gespielt und seine 1000 Tore schoss er in der zweitklassigen brasilianischen Liga und verteidigen konnte er auch nicht. Und trotzdem gibts keine Diskussion dass Pele der größte aller Zeiten war, weil er 3 Mal Weltmeister wurde und das was er gemacht hat nie mehr erreicht wird.
Original von ReinscHeisst
der klügere vogel hat recht!!!18. April 2011 um 16:25 Uhr #686399Quote:Original von Möve!
Armstrong gewann 7 mal die Tour de France, die der Grund dafür ist dass der Radsport keine Randsportart ist, sondern weltweit verfolgt wird.Liebe Möve, da sind doch aber noch ein paar andere Sachen passiert, oder? Von für die heutige Dopingdiskussion im Radsport viel einschneidenderer Bedeutung dürfte wohl das Jahr 1998 gewesen sein, als Virenques Team Festina des systematischen Dopings überführt wurde? Amstrong ist dann in einer Serie von unschönen Fällen noch mal der prominenteste Name, sonst aber nichts weiter und auch nichts Schlimmeres.
Quote:Original von Möve!
Lance Armstrong hat mehr erreicht als nur das, er hat nicht nur den Sport geprägt sondern er ist ein Vorbild für jeden Menschen auf diesem Planeten. …[…]…
Alberne Resultate vergleichen wird ihm nicht gerecht, wer hat bitte jemals mehr aus seinem Leben gemacht als Lance Armstrong? Er hat aus einer 3%-igen Überlebenschance eine 700%-ige Siegeschance gemacht
.Das ist eine von vielen Mythen (über prominente Personen). In Wirklichkeit ist die Heilungschance bei Hodenkrebs selbst in den spät erkannten Fällen beute bereits über 90%. Da Lance eher zu den früherkannten Fällen gehört, ist er nie wirklich dem Tod von der Schippe gesprungen. Man sollte die Kirche da im Dorf lassen.
Quote:Original von Möve!
Niemand reicht an ihn heran, er ist nicht der größte Radsportler, er ist der größte Sportler aller Zeiten.Es ehrt dich ja, dich für ein Idol so ins Zeug zu legen. Was aber schon im rein sportlichen Vergleich fast unmöglich ist, wird außerhalb des Sports geradezu absurd. Es gab in der Vergangenheit so viele spektakuläre und auch anrührende Sportlerschicksale, es ist glaube ich weder nötig noch besonders sinnvoll, hier überhaupt Vergleiche anzustreben.
Quote:Original von Möve!
Der wahre Grund wieso man irgendwen Armstrong vorzieht ist doch weil man Armstrong als Nummer eins langweilig findet oder ihn nicht mag. Pele hat auch nie in Europa gespielt und seine 1000 Tore schoss er in der zweitklassigen brasilianischen Liga und verteidigen konnte er auch nicht. Und trotzdem gibts keine Diskussion dass Pele der größte aller Zeiten war, weil er 3 Mal Weltmeister wurde und das was er gemacht hat nie mehr erreicht wird.Pele stand übrigens nur bei 2 Endspielen auf dem Platz. Cafu ist der Spieler mit drei aktiven WM-Endspielen (davon 2 Titel).
18. April 2011 um 22:37 Uhr #686400Quote:Original von Frank`NFurter
Pele stand übrigens nur bei 2 Endspielen auf dem Platz. Cafu ist der Spieler mit drei aktiven WM-Endspielen (davon 2 Titel).Weltmeister wurde er ja trotzdem drei Mal, auch wenn er 62 oft verletzt war.
Armstrong sagt selbst, seine Heilungschance wurde von der Ärzten offiziell bei 3 % eingestuft.
Original von ReinscHeisst
der klügere vogel hat recht!!!18. April 2011 um 22:41 Uhr #686401der beste fussballer der geschichte war ein kleiner, dicker, drogenabhängiger alkoholiker aus den slums von buenos aires… pele dagegen war „nur“ einer der besten.
es stimmt aber, dass es noch ein paar komplettere fahrer gibt als valverde, auch wenn dieser schon durchaus viel (auf hohem niveau) kann. velits fällt mir da z.b. ein. oder wie bereits erwähnt l.l.s.g.
merckx erscheint aus heutiger sicht natürlich unglaublich vielseitig gewesen zu sein. allerdings gab es damals auch noch nicht solch eine spezialisierung wie heute.
bei der frage nach dem grössten radler aller zeiten sollte man auch rene pottier nicht ausser acht lassen.
19. April 2011 um 4:19 Uhr #686402Peter Velits ist ein kompletterer Fahrer als Alejandro Valverde?
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
19. April 2011 um 6:41 Uhr #686403Mit der Spezialisierung hat „a“ schon recht, das trifft ja generell auf die Gesellschaft, andere Berufe und natürlich auch andere Sportarten zu.
(off topic : Früher gabs ja auch einen Toni Sailer, der alle alpinen Bewerbe bei der WM 1956 gewann;)In der neueren Zeit haben mir Fahrertypen wie Bettini oder Valverde, Rodriguez, teilweise auch Cancellara mehr imponiert als Schleck, Contador und Gesink.
19. April 2011 um 10:13 Uhr #686404Quote:Original von a
merckx erscheint aus heutiger sicht natürlich unglaublich vielseitig gewesen zu sein. allerdings gab es damals auch noch nicht solch eine spezialisierung wie heute.Das ist wirklich ein sehr wichtiger Einwand. Die Professionalisierung des Sport hat ja in allen Sportarten Spuren hinterlassen. Seit dem man überhaupt von Sport als Profi leben kann (auch als durchschnittlicher Profi in manchen Sportarten) ist natürlich auch die Konkurrenz massiv gewachsen.
Bei Eddy Merckx wie aber auch bei allen anderen Fahrern wird leider immer nur auf die Siege referiert. Zu einer wirklich sinnvollen Beurteilung sind aber aus meiner Sicht auch unbedingt die Platze zu berücksichtigen, auch Top 10 und mindestens noch Top 20.
Methodisch könnte man bei der Beurteilung der Bedeutung eines Sportlers durchaus so vorgehen:
1. Der Sportler wird in seiner Sportart zur Zeit seiner aktiven Laufbahn mit allen anderen Kollegen verglichen. Referenzdaten sind sämtliche Platzierung standardisiert auf ein Durchschnittsjahr (Wobei der Sportler dazu schon ein paar Jahre aktiv gewesen sein sollte).
2. Dann wird eine historischer „Kompetitionskoeffizient“ ermittelt. Klingt zwar schwülstig, ist aber durchaus sinnvoll. Man nimmt sich hierzu beispielsweise für jede Sportart 10-Jahresabschnitte aus der Vergangenheit vor. Für den Radsport notiert man für diese Zeit z.B. die jeweils 10 erfolgreichsten Fahrer, gemessen an Platzierungen. Anschließend vergleicht man alle 10 Jahresabschnitte miteinander, um festzustellen, ob die zunehmende Konkurrenz zu einer inhomogeneren Verteilung von Platzierungen geführt hat. Letzeres wäre zwingend zu erwarten, wenn im Radsport durch Spezialisierung und Professionalisierung ein höherer Konkurrenzdruck über die Zeit entstanden ist. Bestätigt sich die These, muss man nur noch einen relativierenden Koeffizienten für jede 10-Jahresperiode festlegen (entsprechend der Häufung von Bestplatzierungen) und schon kann man Eddy Merckx sehr wohl mit z.B. Contador vergleichen, wenn man Bock darauf hat.
Um es ganz perfekt zu machen, reicht eine Reduktion auf den Radsport allerdings nicht aus. Denn Häufungen von Bestplatzierungen könnten ja hier gerade daran liegen, dass beispielsweise in einem Jahrzehnt ein Fahrer wegen seines enormen Leistungsvermögens so überragend war. Man braucht also letztlich mindestens 10 populäre Sportarten um so eine Art Masterkoeffizientensystem über alle Sportarten herzustellen, welches in der Lage ist die Tendenzen von Professionalisierung und Spezialisierung gewichtend abzubilden.
Möglich ist das: z.B. im Rahmen einer sportwissenschaftlichen Diplomarbeit sogar ein ganz nettes kleines Thema.
25. April 2011 um 13:35 Uhr #686405unter dem Einfluss mehrerer panpasqualer Donnergurgler und in Anlehnung an eine Diskussion bei Spiegel-Online:
http://forum.spiegel.de/showpost.php?p=6796255&postcount=1345
„Tut mir ja irgendwie echt leid, die Diskussion hier so negativ bereichern zu müssen. Aber ich komme gerade vom Ende aller Zeiten zurück und muss den verehrten Foristen berichten:
Schon im übernächsten Jahrzehntausend wird es alleine in „unserem“ Raumsektor schon 37 Radler gegeben haben, die mindestens 42-fach besser als Merckx gewesen sein werden.“
Tut mir als bekennendem Merckxfan wirklich leid …
Gruß an den Canaryman und seine Vasallen!
25. April 2011 um 19:31 Uhr #686406Quote:Original von Frank`NFurterQuote:Original von a
merckx erscheint aus heutiger sicht natürlich unglaublich vielseitig gewesen zu sein. allerdings gab es damals auch noch nicht solch eine spezialisierung wie heute.Das ist wirklich ein sehr wichtiger Einwand. Die Professionalisierung des Sport hat ja in allen Sportarten Spuren hinterlassen. Seit dem man überhaupt von Sport als Profi leben kann (auch als durchschnittlicher Profi in manchen Sportarten) ist natürlich auch die Konkurrenz massiv gewachsen.
Bei Eddy Merckx wie aber auch bei allen anderen Fahrern wird leider immer nur auf die Siege referiert. Zu einer wirklich sinnvollen Beurteilung sind aber aus meiner Sicht auch unbedingt die Platze zu berücksichtigen, auch Top 10 und mindestens noch Top 20.
Methodisch könnte man bei der Beurteilung der Bedeutung eines Sportlers durchaus so vorgehen:
1. Der Sportler wird in seiner Sportart zur Zeit seiner aktiven Laufbahn mit allen anderen Kollegen verglichen. Referenzdaten sind sämtliche Platzierung standardisiert auf ein Durchschnittsjahr (Wobei der Sportler dazu schon ein paar Jahre aktiv gewesen sein sollte).
2. Dann wird eine historischer „Kompetitionskoeffizient“ ermittelt. Klingt zwar schwülstig, ist aber durchaus sinnvoll. Man nimmt sich hierzu beispielsweise für jede Sportart 10-Jahresabschnitte aus der Vergangenheit vor. Für den Radsport notiert man für diese Zeit z.B. die jeweils 10 erfolgreichsten Fahrer, gemessen an Platzierungen. Anschließend vergleicht man alle 10 Jahresabschnitte miteinander, um festzustellen, ob die zunehmende Konkurrenz zu einer inhomogeneren Verteilung von Platzierungen geführt hat. Letzeres wäre zwingend zu erwarten, wenn im Radsport durch Spezialisierung und Professionalisierung ein höherer Konkurrenzdruck über die Zeit entstanden ist. Bestätigt sich die These, muss man nur noch einen relativierenden Koeffizienten für jede 10-Jahresperiode festlegen (entsprechend der Häufung von Bestplatzierungen) und schon kann man Eddy Merckx sehr wohl mit z.B. Contador vergleichen, wenn man Bock darauf hat.
Um es ganz perfekt zu machen, reicht eine Reduktion auf den Radsport allerdings nicht aus. Denn Häufungen von Bestplatzierungen könnten ja hier gerade daran liegen, dass beispielsweise in einem Jahrzehnt ein Fahrer wegen seines enormen Leistungsvermögens so überragend war. Man braucht also letztlich mindestens 10 populäre Sportarten um so eine Art Masterkoeffizientensystem über alle Sportarten herzustellen, welches in der Lage ist die Tendenzen von Professionalisierung und Spezialisierung gewichtend abzubilden.
Möglich ist das: z.B. im Rahmen einer sportwissenschaftlichen Diplomarbeit sogar ein ganz nettes kleines Thema.
na ja. man errechnet sich hier einen koeffizienten, der professionalisierung von vornherein korreliert mit möglichst größer streuung der platzierungen. dieser zusammenhang muss erstmal nachgewiesen werden. war die professionalisierung geringer, als die reihenfolge an der tour zumeist armstrong, ullrich, beloki hieß? sehr schwierig zu sagen. vielleicht habe ich aber auch deine rechnung noch nicht ganz verstanden.
26. April 2011 um 13:41 Uhr #686407Quote:Original von Coolman
na ja. man errechnet sich hier einen koeffizienten, der professionalisierung von vornherein korreliert mit möglichst größer streuung der platzierungen. dieser zusammenhang muss erstmal nachgewiesen werden. war die professionalisierung geringer, als die reihenfolge an der tour zumeist armstrong, ullrich, beloki hieß? sehr schwierig zu sagen. vielleicht habe ich aber auch deine rechnung noch nicht ganz verstanden.Absolut berechtigter Einwand! Das ursprüngliche Argument (vom Kollege Pippen in diesem Fred) um Armstrongs Leistungen gegenüber den historisch älteren von Eddy Merckx aufzuwerten, war aber genau das: „Eddy hatte bei geringerem Spezialisierungsgrad zu seiner Zeit, weniger harte Konkurrenz in einzelnen Disziplinen“.
Nur deshalb habe ich diese „angenommene Tendenz“ als These verwendet und beschrieben wie man so eine Tendenz mathematisch erfassen und einbeziehen könnte in einem Vergleich. Sollte die These sowieso falsch sein, „um so besser für Eddy“.
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