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fensterscheibe aktualisiert.
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25. November 2005 um 20:29 Uhr #609437
Nimm doch Ullrich. Kannst dann Avatar und Bildchen für immer behalten! Aber nein, der wird noch Rennen gewinnen, geht also nicht!
26. November 2005 um 7:59 Uhr #609438Quote:Original von Kanarienvogel
Da Mason ja wohl kein Team mehr findet und Jaja mal meinte er würde zurücktreten (war das ein Tipp oder gibt’s eine Meldung (ob der eine Meldung verdient hat?))War eine Vermutung, weil er eben keinen Vertrag bei Liquigas gekriegt hat, hab ich geschrieben „bald Ex-Profi“, denn die Saison war ja wahrlich keine Empfehlung, aber Edo hat ja auch noch ein Team gefunden, vielleicht hat ja einer Erbarmen
Zurück zum Thema:
Was soll ich nun machen? Meine Signatur ändern? Nein! Mir einen neuen GT-Lieblingsfahrer neben Simoni suchen? Noch nicht! Wenn dann bräucht ich halt auch nen Spanier, wüsste aber nicht wer dazu das Zeug hat ?(
Mancebo? – ist ja schon halber Lieblingsfahrer, aber zum ganzen fehlt ihm der Antritt!
Bernabeu? – dann würd ich wenigstens den Dopern treu bleiben, aber 05 eine Riesenenttäuschung, vielleicht wird das aber doch nochmal was.Aber erstmal die Verhandlung abwarten und ich verlange von Heras, wenn er gesperrt wird, dass er in zwei Jahren zurückkommt und noch einmal Giro-Vuelta doubled! Vuelta 07 darf er ja wohl noch nicht, aber dann wird 08 ein Goldenes Abschiedsjahr. Wie alt ist er dann? 34! Das muss doch drin sein. Aber erstmal hat er ja noch Zeit, seine Unschuld doch noch zu beweisen! Gibt soviele gute Ausreden. Ein böser Bub hat ihm was in die Trinkflasche getan oder sowas!
Wahre Kenner gewinnen nur selten ein Tippspiel.
26. November 2005 um 8:48 Uhr #609439ich tu mir schon lange keine lieblingsfahrer mehr zu. dieses szenario wie wenn man einem kleinen kind seinen teddy weg nimmt habe ich auch schon erlebt. es ist einfach schwierig als fan in so einer situation mit der gratwanderung der gefühle zwischen wut und leid nicht selbstzweifel zu bekommen. man belügt sich schlussentlich selber ! traurig aber wahr !
und wenn ich dann sowas lese :
Roberto Heras äußerte sich am Freitagnachmittag bei einer Pressekonferenz in einem Madrider Hotel. „Ich wiederhole, dass nie gedopt habe, weder bei der Vuelta noch in irgendeinem Zeitpunkt meiner Karriere“, sagte Heras. Er sei sich sicher, dass es bei den positiven Dopingproben um einen „Irrtum“ handeln müsse.
dann würde ich am liebsten den kleinen robert packen und ihn ganz fest schütteln !! das ist es genau das was mich so wütend macht, dass angelogen und für dumm verkauft werden !!! und das ist genau auch das, was den profis so schwer zu schaffen macht, die ganzen jahre hindurch, lügen lügen und nochmals lügen. was sich da alles ansammelt in so einer karriere sehen wir ja wenn wieder mal ein ex auspackt oder einer sich als seelisches wrack outet !
102
26. November 2005 um 8:57 Uhr #609440Kennt ihr eigentlich irgendeinen Rennfahrer, der nach positivem Dopingergebnis nicht erstmal alles abgestritten hat? Eigentlich reden sich ja alle mit der Begründung Testfehler raus und wenn das alles nichts mehr hilft kommt dann der böse Unbekannte, der was ins Getränk gemischt hat. Gibt es irgend jemand, der, nachdem er erwischt wurde, direkt zugegeben hat, daß er „Scheiße“ gebaut bzw. gedopt hat?
26. November 2005 um 10:50 Uhr #609441ja camenzind !! ist natürlich ein urgestein der innerschweiz !
102
26. November 2005 um 10:52 Uhr #609442Ja, Oscar Camenzind hat gleich alles zugegeben.
Jan Ullrich bei seiner Pillengeschichte im Grunde auch. Immerhin haben beide auf die B-Proben verzichtet (bei Camenzind bin ich aber nicht mehr sicher).Ich erinnere mich noch an Nina Kraft, die „Siegerin“ des Ironman Hawaii letztes Jahr. Als ihr Epo in A- und B-Prbe nachgewiesen wurde hat sie es auch frei heraus zugegeben und die Gründe offen gelegt.
Also es kommt schon mal vor, ist aber tatsächlich eher die Ausnahme.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
26. November 2005 um 11:28 Uhr #609443David Millar hat doch auch auf die B Probe verzichtet und alles zugegeben und seine Gründe dargelegt. Das fand ich eigentlich ganz anständig von ihm.
„Im Radsport darfst du nicht zuviel denken.“
Jan Ullrich26. November 2005 um 12:07 Uhr #609444ihm wurde nie was nachgewiesen. er hat doch von selbst geredet.
26. November 2005 um 19:25 Uhr #609445Bei Millar gab es keine B-Probe. Bie ihm wurden leere Epo-Spritzen gefunden.
Aber immerhin hat er daraufhin gestanden und nicht von „untergeschoben“ oder so was geredet.Ich verstehe immer noch nicht, was Heras vor dem Zeitfahren veranlaßt hat, zu dopen. Das war doch überflüssig und geradezu selbstmörderisch, weil er sicher sein konnte, daß er kontrolliert werden würde.
Oder sollte es so sein, daß die Epo-Tests halt in der Tat nicht zuverlässig sind, aber in dem Sinne, daß man auch mit Epo im Blut gute Chancen hat, negativ getestet zu werden?27. November 2005 um 11:14 Uhr #609446David Millar geht in Ordnung ja, obwohl er, glaube ich, ein paar Tage in U-Haft gebraucht hatte, um zu gestehen. Ist aber moralisch nicht ganz im Eimer der Mann. Finde ihn inzwischen wieder sympathisch und fände es auch sehr hilfreich, wenn er den Prolog nächstes Jahr nicht gewinnt.
Quote:Original von Breukink
Ich verstehe immer noch nicht, was Heras vor dem Zeitfahren veranlaßt hat, zu dopen. Das war doch überflüssig und geradezu selbstmörderisch, weil er sicher sein konnte, daß er kontrolliert werden würde.
Oder sollte es so sein, daß die Epo-Tests halt in der Tat nicht zuverlässig sind, aber in dem Sinne, daß man auch mit Epo im Blut gute Chancen hat, negativ getestet zu werden?Wie sollen wir uns das denken? Roberto Heras, dreifacher Gesamtsieger der Vuelta, kurz vor seinem vierten Triumph, nur noch das Zeitfahren trennt ihn vom Sieg. Sein Vorsprung über 4 Minuten, aber man kann ja nie wissen. Sein Gegner: der Zeitfahrherrscher schlechthin Denis „Ulle“ Menchov. Rückenwind ist angesagt, puh, da wirds zwar einfacher, aber man kann ja nie wissen und sicher ist sicher. Also dann mal her mit dem EPO. Wo krieg ich das jetzt nur so auf die Schnelle her? Na ja, irgendein Freund wirds mir schon besorgen, der hat Kontakte. Wie wendet man das eigentlich an? Ach, da steht ja ne Anleitung …
Und vorher war er 20 Tage lang sauber, ist doch wirklich Blödsinn. Ich nehme nach wie vor an, der EPO-Test ist im höchsten Grade unzuverlässig, weil man nur die als positiv markiert, wo wirklich kein Zweifel besteht. Warum nun an dieser einen Probe kein Zweifel bestand, ist mir schleierhaft. Was es bedeutet, dass sie ihn wegen seiner schlechten Tour extra auf dem Kieker hatten, kapier ich auch nicht, er wurde so oder so kontrolliert. ?(
Ist schade um alle Herasfans und alle Rennen, in denen Heras eine Bereicherung war, aber es geht weiter. Und wenn nächstes Jahr einer wie Sastre oder Mancebo die Vuelta gewinnen kann, dann haben sie eben Glück gehabt, keinen Überflieger wie Indurain vor sich gehabt zu haben.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
27. November 2005 um 13:45 Uhr #609447Die Urinprobe von Heras wurde inzwischen in mindestens 4 verschiedenen Labors getestet und war offenbar immer positiv. Zweifel sind da wohl nicht mehr angebracht.
27. November 2005 um 14:27 Uhr #609448Richtig, dass diese Probe positiv ist, ist wohl so gut wie sicher. Ich wollte dir mit meinem obigen Text eigentlich nur zustimmen, dass ganz bestimmt nicht alle Proben, die begativ gewertet werden auch auf Nichtdoping zurückzuführen sind. Insofern ist die Epoüberprüfung im höchsten Grade unzuverlässig oder Heras ist wirklich ein Vollidiot wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
27. November 2005 um 16:14 Uhr #609449Für mich gibt es bei jeder pos. Doping Probe
auch ein Fragezeichen .
Und Gilbert ist doch kein ewiges Talent!
27. November 2005 um 17:56 Uhr #609450Verfolgt: Irgendjemand (Ventil?) hat hier geschrieben dass aus Kostengründen nur 10 Prozent aller Proben dann auch wirklich getestet werden. Vielleicht wurden dann alle Herassigen getestet? Was ihn aber immer noch nicht zu einem Opfer macht. Ok, indirekt evtl. wenn alle anderen ebenso strikt getestet wuerden, waeren vielleicht mehr Fahrer positiv etc usw. Aber alles Spekulation, Tatsache ist: Heras positiv, alle anderen GK Fahrer negativ. Bringt nichts jetzt grosse wenn und aber Geschichten anzufangen.
Warum: Keine Ahnung, auch da können wir nur spekulieren. Nehme an es gibt ein Deckmittel dass nicht richtig angewendet wurde. Muss ja nicht unbedingt für’s Zeitfahren gedopt haben, kann älteres Zeugs gewesen sein
Test: Bei cyclingnews wird der Test angezweifelt, sie denken sogar dass eine UCI Meldung dass man keine Zweifel über die Zuverlässigkeit des Tests habe eine Antwort auf den excellenten Journalismes der Australier sei…. Habe den langen Artikel noch nicht durchgelesen werde es wohl auch sein lassen. Wozu auch. Bin Realist, Heras war positiv, d.h. gedopt, wird gesperrt, wenn er einen Ausweg findet freue ich mich natürlich, wenn nicht bin ich deprimiert, aber nur um ihn hier im Forum rechtfertigen zu können tue ich mir keine medizinischen Artikel an.
ADLOAL: Bei den negativen aber dann auch, oder?
Breukink: Siehe bei cyclingnews, da wird noch gezweifelt. Warum kannst selbst nachlesen, sag mir dann was du davon hälst. Gute Argumente oder ein Haufen Mist.
Lapebie: Ueberfahrer… Ja, schon, aber das würde einen Sieg schlussendlich nicht schmälern. Mancebo ist ein guter Fahrer, kein explosiver Kletterer, aber ein guter. Sastre… weiss nicht, der Kerl war mir lange höchst unsympisch (so ein weiterer ONCE Knilch der aus dem Nichts auftaucht) aber 04 hat er mich wirklich beeindruckt. Vielleicht übewerte ich ihn unterdessen schon, aber wenn wir nächstes Jahr ein einen Dreikampf Menchov/Sastre/Mancebo sehen wäre mein Favorit Sastre.
Leitplanke
27. November 2005 um 21:48 Uhr #609451Cyclingnews zweifelt nicht an der Zuverlässigkeit von allen Epo-Tests. Die schreiben heute, es sei „wissenschaftlich erwiesen“, daß Heras Epo genommen habe.
Gezweifelt an der Zuverlässigkeit der Tests hatten die genau in dem Moment, als die positive Armstrong-Probe bekannt wurde.
Ebenso ist für die der Fall Hamilton kompliziert und undurchsichtig, während sie mit der Sperrung von Perez nie ein Problem hatten.
Die wissen halt, wo ihre Leser/Werbekunden sind.28. November 2005 um 8:16 Uhr #609452Gut, dann haben wir also Camendzind und Millar als „positive“ Dopingsünder in Sachen Ehrlichkeit. Ullrich zählt für mich in diesem Fall nicht zu den Dopern, der hat sich einfach eine Partydroge eingeworfen und Pech mit der Kontrolle gehabt. Da er in dem Jahr wegen Verletzung eh kein Rennen gefahren wäre kann man hier nicht ernsthaft von Doping sprechen.
Zum Fall Heras: Die Proben sind halt positiv, da kann man noch so lange diskutieren, das Ergebnis bleibt das gleiche. Bei einer Bergetappe hätte es für Heras m.M. nach mehr Sinn gemacht was zu nehmen, aber vielleicht fühlte er sich vor dem Zeitfahren auch extrem platt und wollte auf Nummer sicher gehen, daß er auch wirklich gewinnt. Außerdem glaube ich, daß im spanischen Radsport wohl derzeit niemand ein wirkliches Interesse daran haben kann den Nationalhelden im speziellen und die Vuelta ganz allgemein zu demontieren. Deshalb werden die Proben wohl eher 200%ig genau untersucht worden sein um Fehler auszuschließen.
28. November 2005 um 11:16 Uhr #609453Quote:Original von Plattfuß
Zum Fall Heras: Die Proben sind halt positiv, da kann man noch so lange diskutieren, das Ergebnis bleibt das gleiche. Bei einer Bergetappe hätte es für Heras m.M. nach mehr Sinn gemacht was zu nehmen, aber vielleicht fühlte er sich vor dem Zeitfahren auch extrem platt und wollte auf Nummer sicher gehen, daß er auch wirklich gewinnt. Außerdem glaube ich, daß im spanischen Radsport wohl derzeit niemand ein wirkliches Interesse daran haben kann den Nationalhelden im speziellen und die Vuelta ganz allgemein zu demontieren. Deshalb werden die Proben wohl eher 200%ig genau untersucht worden sein um Fehler auszuschließen.Nochmal: wenn Heras gedoped hat (was ich glaube), dann ganz sicher nicht nur vor dem Zeitfahren, sondern in der Vorbereitung und während der gesamten Rundfahrt, mit sog. Mikrodosen, die in der Regel nicht oder kaum nachweisbar sind. Beim Zeitfahren hat er dann einfach Pech gehabt, zu hoch dosiert, Verschleierungspräperat hat nicht angeschlagen, oder sonst irgendein blöder Zufall.
Ich muss übrigens gerade an das RSN-Vuelta-Tagebuch von Ziegler denken. Wenn ich die entsprechenden Passagen nochmal lese, dann hat damals zwar indirekt, aber doch deutlich, Dopingverdächtigungen gegen Heras und andere geäußert.
Die Art wie das geschehen ist, lässt mich doch hoffen, dass es nicht die übliche Heuchelei („wer trotz der Kontrollen was nimmt, ist selbst blöd“) darstellt, sondern eben tatsächlich nicht alle irgendwas einwerfen.
1564 verurteilte die Inquisition den Arzt Andreas Vesalius, den Begründer der neueren Anatomie, zum Tod, weil er eine Leiche zerlegt und festgestellt hatte, daß dem Mann die Rippe, aus der Eva stamme, gar nicht fehle. (Karlheinz Deschner)
28. November 2005 um 18:56 Uhr #609454das heras nur vor dem zeitfahren epo spritzte ist kaum anzunehmen.es werden auch noch ganz andere produkte gespritzt. die wunde an seinem kniegelenk war sicher kein klacks, aber anscheinend doch sehr schnell so verheilt dass es ihn nicht mehr behinderte.
ziegler :
ich denke dass es im radsport so eine art stufendoping gibt. das unterteilt sich in nachweisbaren / nicht nachweisbaren medikamenten, das unterteilt sich in kostspielige / weniger kostspielige medikamente inkl. verschleierungs medikament usw..
bei der frau von rumsas wurden 37 verschiedende !!!! ich wiederhole : 37 verschiedene produkte gefunden !
die meisten dopingfälle in letzter zeit im radsport sind auf epo zurück zuführen. und der rest bitte ? ziegler soll sich ein wenig kleinlauter geben, auch wenn er sich sicher fühlt !! wie schon gesagt, man soll das dopen nicht gleich NUR epo verurteilen ! das ist ein fehler. die dopinginstitute haben auch nicht mehr geld zur vergügung als sie haben, und dieses geld wurde in den letzten jahren vorallem in das testverfahren von epo investiert ! man sollte all die anderen verbotenen produkte nicht vergessen mit dennen sich sehr viele fahrer sicher fühlen mit ihren aussagen in der presse !
doping ist doping !in den 50/60er jahren war das nichts aussergewöhnliches wenn sich die cracks dazu offen äusserten das sie mit doping nachhelfen. merckx war der erste grosse crack der dieses nicht mehr öffentlich aussagte. der radsport war in einer krise damals und man wusste wie man da raus kommen konnte : mit lügen !!
102
28. November 2005 um 19:39 Uhr #609455Ventil, ich halte es zwar für durchaus möglich, dass alle etwas nehmen, aber ich weiss es nicht. kann schon sein, dass ziegler doped, kann ich in prinzip gar nix zu sagen. halte es auch für möglich, dass er epo nimmt, warum auch nicht. aber wie er es schreibt, lässt mich eben hoffen. es klingt nicht so einstudiert, wie die üblichen aussagen der fahrer zum thema doping, nicht die übliche meistkontrollierte-schwarze-schafe-lückenlose-kontroll-leier. wie gesagt, kann natürlich bluff sein, aber dann hat er es geschickt angestellt.
1564 verurteilte die Inquisition den Arzt Andreas Vesalius, den Begründer der neueren Anatomie, zum Tod, weil er eine Leiche zerlegt und festgestellt hatte, daß dem Mann die Rippe, aus der Eva stamme, gar nicht fehle. (Karlheinz Deschner)
29. November 2005 um 1:49 Uhr #609456@ Kanarienvogel
In der Süddeutschen war nach der A-Probe ein Interview mit dem Leiter des Doping-Labors in Paris (ist irgendwo weiter vorne gelinkt). Der hat gemeint, dass im Radsport wegen der Kosten etwa 20% der Proben auf EPO untersucht werden. Am häufigsten wird die EPO-Probe bei der Tour (50%) durchgeführt, in anderen Sportarten übrigens nur bei 10% der Proben.
Ich kann mir gut vorstellen, dass das Zeugs ein paar Tage nachweisbar bleibt und Heras schon vor dem Zeitfahren gedopt haben könnte und es halt nicht endeckt worden ist, da nicht nach EPO gesucht wurde. Ich denke, beim Prozess sollte das spätestens rauskommen.
Was ich echt lustig finde, wie oft ich von Doping-Anwälten oder in Zeitungsartikeln lese, dass derjenige am Tag vorher nicht erwischt worden ist. Naja, wenn nur jede 5. Probe kontrolliert wird, ist es nicht so unwahrscheinlich 4 Mal durchzurutschen und erst bei der 5. Probe erwischt zu werden
29. November 2005 um 20:17 Uhr #609457@Ventil
eigentlich hast du recht, dass es klüger ist, sich keine lieblingsfahrer mehr zuzulegen. manchmal lassen sich aber emotionale regungen auch nicht über den verstand regeln.
dieses mal hatte ich glück, weil heras nicht einmal zu meiner engeren wahl gehörte – bisher hatte ich eigentlich immer glück: meistens waren es sogar fahrer (sportler), die mir nicht sonderlich sympathisch waren, die des dopings überführt wurden.nur letztlich löst das kein einziges problem. wenn ich mir die massenhaften vertrauensbekundungen im fall heras anschaue, sind wir wieder bei dem phänomen angekommen, dass der ganze radsport phänomenal sauber zu sein scheint… der einzige spanische fahrer, der heras nicht reingewaschen hat, war mancebo: „wer mit dem feuer spielt, verbrennt sich“.
habe in der as einen bitterböse ironischen (hoffe ich) kommentar gefunden zu dem ganzen beteuerungsquatsch:http://www.as.com/articulo.html?d_date=&xref=20051127dasdaiopi_9&type=Tes&anchor=dasmasA00
29. November 2005 um 21:47 Uhr #609458interessant, dass so etwas von Mancebo kommt. Im Fall Armstrong waren seine Äußerungen ja noch ganz anderer Natur.
1564 verurteilte die Inquisition den Arzt Andreas Vesalius, den Begründer der neueren Anatomie, zum Tod, weil er eine Leiche zerlegt und festgestellt hatte, daß dem Mann die Rippe, aus der Eva stamme, gar nicht fehle. (Karlheinz Deschner)
29. November 2005 um 21:57 Uhr #609459Quote:Original von Raumcollagen
interessant, dass so etwas von Mancebo kommt. Im Fall Armstrong waren seine Äußerungen ja noch ganz anderer Natur.vielleicht hat er etwas mitbekommen…
war auch etwas erstaunt, da mancebo in solchen dingen eigentlich eher als zurückhaltend gilt. dass er eine persönliche fehde mit heras als grund nehmen könnte, um jetzt eine solche aussage zu machen, halte ich für eher unwahrscheinlich.29. November 2005 um 22:31 Uhr #609460Was hatte Mancebo zu Armstrongs Fall gesagt?
Ich finde, man muss bedenken, dass Heras in A- und B-Probe überführt wurde, Armstrong aber nicht. Da man weiß, dass Armstrong auch juristische Fähigkeiten hat, hält man da vielleicht den Mund – sicher ist sicher. Mancebo wäre ja nun auch wirklich nicht der erste, der sich um etwas von einem gedopten Armstrong gebracht fühlen müsste.
Ich entschuldige mich bei Chinaboy für diese schwierige Konstruktion.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
30. November 2005 um 15:26 Uhr #609461Quote:Original von Coolman
seit heute ist menchov der vueltasieger …das wird wohl erst der fall sein, wenn das verfahren, das heras ja anscheinend anstrebt, abgeschlossen sein wird. und das kann sich hinziehen: nachdem zahnpasta-baumann beim cas auch in der berufung keinen erfolg hatte, zog er vor ein ziviles gericht… beim dackel dauert das verfahren auch immer noch an.
es kann also noch ein ganze weile dauern, bis menchov zum sieger der vuelta 2005 erklärt werden kann.der spanische sportminister hat seit der positiven a-probe von heras mit einer menge fachleuten eine neue debatte aufgemacht:
sportler, die bereit sind über hintergründe auszusagen, hintermänner aufzudecken und so an diejenigen ranzukommen, die finanziell vom doping profitieren, könnten durch ihre kooperation einen teil ihrer sperre – eventuell sogar die ganze – erlassen bekommen.sind zwar erst die ersten überlegungen, halte das aber für eine ziemlich interessante idee.
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