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hundefutter aktualisiert.
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8. August 2010 um 15:24 Uhr #568105
gucke ja noch nicht so lange radrennen. habe daher noch recht viele fragen. ist es ok, wenn ich dafür eigens einen thread aufmache, wo man fragen aller art platzieren kann?
evt. kann mir wer bei folgendem helfen: man hört ja ständig, dass die doper den ermittlern immer einen schritt voraus sein sollen. auch geständige profis wie thomas frei berichten davon, dass es wohl ziemlich leicht sein soll, als doper nicht aufzufliegen. und dennoch hat es die letzten jahre sehr viele fahrer erwischt, davon fast alle spitzenleute irgendwann mind. 1 mal. widersprüchlich?
8. August 2010 um 15:41 Uhr #679560Nein, das ist kein Widerspruch. Das liegt in der Psyche der Sportler begründet. Bei den Radsportlern, die erwischt werden, entwickelte sich eine Art Fußgängermentalität. Nehmen wir mal an, dopende Radrennsportler wären notorisch bei Rot über die Kreuzung fahrende Autofahrer, ok?
Die wissen i.d.R. genau, wann und wo Kontrollen lauern. Fußgänger(Fußballer etc.) hingegen werden im Prinzip bei einem Rotlichtvergehen nie erwischt, weil es keinen interessiert.Sonst noch Fragen?
Wir sehen uns in Wladiwostok?
8. August 2010 um 21:54 Uhr #679561ja, habe noch viele fragen.
z.b.: bei den ganz steilen bergen, die im schnitt einen zweistelligen bereich aufweisen, sind die abstände zwischen den fahrern ja meist etwas geringer als bei 7%-bergen, obwohl man theoretisch das gegenteil erwarten würde.
liegt sicherlich auch daran, dass der windschatten eine untergeordnetere rolle spielt, ist mmn aber nicht der einzige grund.
spielt dabei evt. auch eine rolle, dass, je steiler der berg wird, desto schweieriger wird es, den berg überhaupt mit dem rad hochzukommen? also bei z.b. 5% steigung ist der kletterer schneller als der sprinter. je steiler der berg wird, desto mehr zeitlichen abstand kann der kletterer auf den sprinter herausfahren. jedoch denke ich, dass die zeit, die er gutmachen kann, ab bestimmten steigungsprozenten deshalb wieder geringer wird, weil bei, sagen wir 40% steigung, weder der kletterer noch der sprinter den berg noch hochfahren kann. sie wären somit wieder gleich schnell.
ich hoffe, man versteht, wie ich das meine.
9. August 2010 um 0:12 Uhr #679562interessant
vielleicht was dran. Meistens liegts aber daran dass die Anstiege mit großen Abständen einfach nur richtig lang sind und die anderen kurz. Zoncolan, 10km im Vergleich zu Madelaine, Galibier und Gavia ein Witz und trotzdem ist er der King of big Abstände
vielleicht liegt die Erklärung darin dass die Feststellung nicht so ganz passt.
Original von ReinscHeisst
der klügere vogel hat recht!!!9. August 2010 um 19:32 Uhr #679563habe gerade gelesen, dass sergio de lis von euskalte seine karriere beendet, aufgrund privater probleme.
weiss womöglich wer, was mit ihm ist?
9. August 2010 um 20:14 Uhr #679564Gibt es eine Quellenangabe oder liest du alles etwas verschwommen in der Glaskugel?
edit 1: Außerdem gehört dies hier hin.
edit 2:
vergessen.
Wir sehen uns in Wladiwostok?
10. August 2010 um 13:39 Uhr #679565Quote:Original von Doktor_Watson
Nein, das ist kein Widerspruch. Das liegt in der Psyche der Sportler begründet. Bei den Radsportlern, die erwischt werden, entwickelte sich eine Art Fußgängermentalität. Nehmen wir mal an, dopende Radrennsportler wären notorisch bei Rot über die Kreuzung fahrende Autofahrer, ok?
Die wissen i.d.R. genau, wann und wo Kontrollen lauern. Fußgänger(Fußballer etc.) hingegen werden im Prinzip bei einem Rotlichtvergehen nie erwischt, weil es keinen interessiert.Sonst noch Fragen?
also, die these, dass die doper den ermittlern IMMER einen schritt voraus wären, ist wohl falsch, ja?
wenn überhaupt, könnte man wohl sagen, dass sie denen MEISTENS einen schritt voraus sind bzw. in 99% der fälle nicht erwischt werden, aber irgendwann eben doch mal.
10. August 2010 um 13:40 Uhr #679566Quote:Original von Doktor_Watson
Gibt es eine Quellenangabe oder liest du alles etwas verschwommen in der Glaskugel?edit 1: Außerdem gehört dies hier hin.
edit 2:
vergessen.
habe ich von „live-radsport.ch“.
10. August 2010 um 13:53 Uhr #679567Quote:Original von Möve!
interessantvielleicht was dran. Meistens liegts aber daran dass die Anstiege mit großen Abständen einfach nur richtig lang sind und die anderen kurz. Zoncolan, 10km im Vergleich zu Madelaine, Galibier und Gavia ein Witz und trotzdem ist er der King of big Abstände
vielleicht liegt die Erklärung darin dass die Feststellung nicht so ganz passt.
hm, ja, dass der anstieg z.b. zum zoncolan deutlich kürzer ist als einige andere hochgebirgsriesen hatte ich schon mit einberechnet. trotzdem bin ich mir jetzt doch nicht mehr so ganz sicher, ob meine ausgangsthese überhaupt stimmt, also dass die abstände wirklich wieder geringer werden, wenn der berg richtig steil wird.
allerdings sagen auch die profis, dass dem so ist. womöglich meinen sie es aber auch einfach darauf bezogen, dass der 10%-anstieg meist eben kürzer ist als ein 7%-berg über 20 km.
wobei ich ursprünglich nicht nur die abstände unter den favouriten, sondern auch den abstand zwischen den schnellsten und den langsamsten am berg meinte. hier könnte mmn eine weitere erklärung dafür liegen, falls die abstände doch nicht proportional mit der steilheitdes berges steigen und zwar, dass die sprinter automatisch etwas mehr einsatz zeigen, wenn ein zoncolan befahren werden muss. (davon ausgehend, dass das grupetto am schlussanstieg einer etappe i.d.r. nicht am absoluten limit fährt.)
alles etwas unübersichtlich, was ich hier gerade schreibe, ich weiss.
10. August 2010 um 16:56 Uhr #679568Quote:Original von aQuote:Original von Möve!
interessantvielleicht was dran. Meistens liegts aber daran dass die Anstiege mit großen Abständen einfach nur richtig lang sind und die anderen kurz. Zoncolan, 10km im Vergleich zu Madelaine, Galibier und Gavia ein Witz und trotzdem ist er der King of big Abstände
vielleicht liegt die Erklärung darin dass die Feststellung nicht so ganz passt.
…
alles etwas unübersichtlich, was ich hier gerade schreibe, ich weiss.
Viel schlimmer ist; es ist gar keine Frage dabei!
Wir sehen uns in Wladiwostok?
10. August 2010 um 19:04 Uhr #679569Wenn du vom ersten bis zum letzten die Zeit nimmst, solltest du dir mal über den Menüplan des Tages Gedanken machen.
Und wenn du grad schon über den Zoncolan schwadronierst, solltest du dir das diesjährige Ergebnis der Giro-Etappe anschauen, welches deine Ausgangsthese einigermaßen widerlegt.
11. August 2010 um 4:25 Uhr #679570Quote:Original von a
aber kommt natürlich auch darauf an, wie man kletterer definiert: ist man einer, wenn man mit den anderen starken kletterern in den bergen mithalten kann oder ist man einer, wenn das klettern das ist, was man selbst (mit) am besten kann, unabhängig von der konkurrenz.wenn man letzteres annimmt, kann man barbosa wohl u.a. als kletterer bezeichnen. er kann ja ausserdem noch sprinten und zf auch, wenn ich mich nicht irre.
Listigerweise wird als Kletterer der gesehen, der seine besten Leistungen beim Berghochfahren abruft. Vorzugsweise ist ein Kletterer ein miserabler Zeitfahrer (Pantani, Heras, JM Jimenez, Rasmussen, A. Schleck) und sprintet auch nie.
Wer stark im Zeitfahren ist, der ist dann gleich mal ein Zeitfahrer. Ullrich zum Beispiel hat sich etwa 2001 noch gegen alle anderen (außer Armstrong) am Berg deutlich absetzen können, aber als Kletterer haben ihn wohl auch da nicht viele gesehen.
Ganz und gar komisch wirds, wenn einer vom Typ Valverde oder (guter) Cunego kommt und besser im Mittelgebirge, Sprint und bei Eintagesrennen ist. Das hielt aber einen Di Luca nicht ab, letztlich doch noch den Giro zu gewinnen.
Außerdem kann man festhalten, dass ein Fahrer in allen Disziplinen zulegt, wenn er zu dem Zeitpunkt richtig, richtig stark ist.
Daher gibts auch immer wieder Ausnahmen von allem.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
11. August 2010 um 15:07 Uhr #679571Quote:Original von midas
Wenn du vom ersten bis zum letzten die Zeit nimmst, solltest du dir mal über den Menüplan des Tages Gedanken machen.Und wenn du grad schon über den Zoncolan schwadronierst, solltest du dir das diesjährige Ergebnis der Giro-Etappe anschauen, welches deine Ausgangsthese einigermaßen widerlegt.
hab ich gemacht. hast recht, die abstände schon ziemlich gross. scheint meine ausgangsthese, (die genau genommen gar keine echte these war, weil ich es als gegeben angenommen hatte, dass es so ist)
wohl doch nicht zu stimmen.11. August 2010 um 19:49 Uhr #679572@lappi
wobei deine aufgelisteten kletterer (ausser jimenez) durchaus schon ordentliche (a. schleck, m. rasmussen) oder gar gute zf (heras, pantani) gefahren sind. natürlich nur innerhalb einer rundfahrt. aber dennoch.
ich denke daher, dass das gros der kletterer im zf besser ist als im sprinten. wenn man eine grobe einteilung machen würde in: gut, durchschnittlich, schlecht, sehe ich die kletterer i.d.r. als schlechte sprinter, jedoch fast schon als durchschnittliche zf.
2001 gab es neben armstrong noch einen 2. fahrer, der ullrich zumindest an 2 hochgebirgsetappen abhängen konnte: laiseka.
11. August 2010 um 19:57 Uhr #679573fahrer wie di luca, cunego und valverde sind zwar im mittelgebirge bzw. bei schweren klassikern wohl besser als im hochgebirge, aber viel nimmt sich das nicht. solche leute kommen auch die ganz hohen berge noch richtig gut hoch.
während der profirennen kann man ja ohnehin nicht wirklich sehen, wer die besten echten kletterer sind, da diese schon vor den entscheidenden anstiegen müde gefahren werden. pantani wurde vor zig jahren mal gefragt, wer seiner meinung nach die besten kletterer wären. und da kamen erstaunliche namen. weiss leider nicht mehr, welche das waren.
noch ne sache, die mir gerade einfällt: täuscht wieder mal mein eindruck oder fahren mehrere profis bei den zf ziemlich unkonstant? also sind mal gut und mal weniger gut, obwohl sie jeweils gut in form zu sein scheinen?
11. August 2010 um 20:24 Uhr #679574Tja schade, daß wir Pantani nicht noch mal fragen können.
Warum hat er nur einmal die Tour gewonnen?
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11. August 2010 um 21:25 Uhr #679575was meinst du?
11. August 2010 um 21:46 Uhr #679576Quote:Original von a
was meinst du?Der Doktor fragt dich, wie du dir den tiefen Fall des mp erklärst?
@Giro- und Doubleexperten
Hatte Pantani 1999 im Vorfeld des Giros irgendwelche Äußerungen in Bezug auf das Double vo sich gegeben?
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12. August 2010 um 4:10 Uhr #679577Wieso 1999? Meinst du, er wollte sein Double verteidigen?
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
12. August 2010 um 14:35 Uhr #679578ich wüsste nicht, dass pantani 99 das konkrete ziel hatte, die tdf zu gewinnen. ich denke, er hatte den selben plan wie sonst auch immer: den giro gewinnen zu wollen und bei der tdf in 1. linie auf etappen zu gehen und falls es sich ergibt, auch auf das gk.
1998 war dies ja der fall, dass er sogar die tdf gewann, obwohl er hier offiziell auch gar nicht das ziel gesamtsieg hatte. normal hätte er auch gar nicht gewinnen können, aber die tour war damals nun mal nicht normal.
99 wäre ihm sicher auch der tdf-sieg zuzutrauen gewesen (ok, womöglich hätte er auch wie zülle auf der passage du gois wertvolle minuten verloren), aber 99 schien er mir sogar noch stärker zu sein als 98. beim giro war er bis zu seinem aussschluss ja dermassen überlegen…
12. August 2010 um 14:42 Uhr #679579pantanis absturz erkläre ich mir, wie die meisten, mit seinem giroaussschluss 99, auch wenn das sicher nicht der einzige grund war.
so eine sache muss einen fahrer ja nun nicht komplett aus der bahn werfen. doch mp war ein sensibler charakter, der mmn einerseits charakterlich extrem stark war(ansonsten könnte man wohl nicht so an seine körperlichen wie mentalen grenzen gehen) andererseits jedoch kein gefestigtes unterbewusstsein hatte.
er hat ja schon vor 99 viele rückschläge erleiden müssen, von denen er sich augenscheinlich immer wieder erholt hatte. doch ich denke, in seinem tiefsten innern wurden sie nicht alle so gut weggesteckt und nach 99 kam dies womöglich mehr und mehr zum vorschein.
14. August 2010 um 17:57 Uhr #679580hab neulich gelesen, dass man den prolog von der tdf gar nicht zu ende fahren muss, um am nächsten tag wieder starten zu dürfen. kann ich mir kaum vorstellen. stimmt das?
muss man dann überhaupt zum prolog antreten? seltsam.14. August 2010 um 18:08 Uhr #679581Quote:4. any rider who suffers an accident during the prologue and is unable to complete the distance shall nevertheless be permitted to race the following day and be credited with the time of the last ranked rider;Für alle weiteren Regelfragen konsultiere bitte die Seite uci.ch/rules.
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14. August 2010 um 20:47 Uhr #679582Weiß jemand, wo dieses Video aufgenommen wurde?
btw: An den Keys Les Humphries und am Bass Achim R..
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14. August 2010 um 21:39 Uhr #679583Wie haben die das damals bei disco mit all den Farben, Stereotönen, Bild- und Lichteffekten und den vielen jungen Mädels ohne große Schnitte hinbekommen?
edit: Copy-Paste-Fehler! Unverzeihlich!
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