Rebellin – der nächste Dopingfall?

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  • #570747
    Heppner
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    • Wasserträger
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    Ich sag dazu auch nichts mehr denn mit jaja über Doping zu diskutieren langweilig ist. (Irgendwo fehlen da ein paar Kommas, darf sich jeder selbst dazu denken)

    #570748
    Jaja
    Moderator
    • Beiträge: 9845
    • Radsport-Legende
    • ★★★★★★★★★

    Ok Ventil, dann muss ich deinen Rat mal befolgen :D

    Ist ja auch fad über Doping zu diskutieren :O


    Wahre Kenner gewinnen nur selten ein Tippspiel.

    #570749
    radfanatiker
    • Beiträge: 708
    • Klassikerjäger
    • ★★★★★★★
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    Original von Jaja
    Ok Ventil, dann muss ich deinen Rat mal befolgen :D

    Ist ja auch fad über Doping zu diskutieren :O

    Na ja fad nicht unbedingt, aber es dreht sich immer im Kreis. Obwohl sich ja immer schön gezofft wird! :D


    „Im Radsport darfst du nicht zuviel denken.“
    Jan Ullrich

    #570750
    erasmus
    • Beiträge: 20
    • Nachwuchsfahrer
    • ★★

    Hi, bin auch im neuen Forum angekommen (vielleicht werd ich ja sogar wieder regelmäßig posten, wenn ich nicht zu faul bin)

    Nochaml zu: warum wird in Ausdauersportarten mehr gedopt als in Mannschaftssportarten? Die Antwort hat glaub ich nichts mit Ehrgeiz zu tun, sondern ist ganz einfach: weils mehr bringt. Das was man als Fußballer an Kondition braucht, hat man durch das regelmäßige(bei Profis tägliche) Training eh. Und sonst rennt man halt abends noch ne RUnde extra um den Platz. Beim Radsport/Marathonlaufen/Leichtathletik/Triathlon etc ist der Körper bei den Profis immer an der Grenze des möglichen trainiert, mehr geht nicht mer durch mehr Training asl braucht man ne andere Möglichkeit.
    Dazu kommt noch,dass bei diesen Sportarten eine Steigerung der Kondition 1 zu 1 eine Steigerung der Leistung ist. Beim Fußball zum Beispiel dagegen sind andere Dinge wie Technik, Taktik, Motivation, Einstellung, Selbstvertrauen etc so viel wichtiger, dass die Kosten/Nutzen-Relation von Doping ungleich schlechter ist.

    Daher sind meine Vorschläge zur Dopingbekämpfung:

    1. Man muss eine Höchstgeschwindigkeit einführen. Zum Beispiel 35km/h und dann ür jedes Prozent Steigung zwie km/h abziehen. Dann brauch sich die UCI auch keine Gedanken mehr über tehcnisch zu aufwändige Räder machen, und auch ärmere Teams kommen mit (und ich auch, sogar ohne Training)

    2. macht Radfahren technisch schwieriger. Ab sofort sollte man nur noch im Kopfstand fahren dürfen Und getreten wird nur mit dem linken kleinen Fiinger.

    Noch Fragen?

    #570751
    radfahrer
    • Beiträge: 207
    • Wasserträger
    • ★★★★★

    Da das Thema leider nicht mehr so ernst genommen wird, obwohl man ja nun wirklich die Zeit für vernünftigen Austausch hätte, probiere ich es hiermit mal wieder.
    Der Triathlon auf hawai hat es ja mal wieder gezeigt, dass doping in nahezu allen ausdauersportarten einzug gehalten hat, trotz stärkerer überwachung und verachtung in der presse. da ich, wie oben erwähnt, mich im moment nicht mehr der rennradereignisse ergötzen kann habe ich mich mal mit der psyche eines ausdauerprofis auseinandergesetzt und bin zu der erkenntniss gekommen, dass den männer und frauen größtenteils keine andere möglichkeit geboten wird als zu dopen.
    was erwarten wir von einem profisportler im rennrad, triathlon und marathon. doch nahezu unmenschliche leistungen. wobei man beim triathlon und marathon noch sagen darf,dass die höchstleistung zwei- bis dreimal im jahr nur erbracht werden muss, ist beim rennradfahrer ja ein nahezu höchstmaß an leistung über mehrere monate nötig. die fahrer (die normalen) müssen sich von märz bis in den oktober quälen, um im nächsten jahr einen vernünftigen vertrag zu erhalten und bekommen gerade soviel geld wie ein regionallligaspieler im fussball (ich weiß wovon ich spreche). da es auch im rennradsport nur eine handvoll wirkliche spitzenfahrer gibt, ist die schlussfolgerung doch, dass 98% aller profifahrer der leistung entsprechend ersetzbar sind.
    jetzt der gedanke eines normalen profis:
    ich fahre seit meiner kindheit rennrad, habe eine normale schulausbildung und habe einen beruf bei einem sponsor des radclubs erlernt, war aber die meiste zeit auf dem rennrad. mein verdienst als profi ist gut und ich kann mir davon auch ein häuschen bauen. für meine zukunft kann ich ca. drei bis fünf jahre vorsparen und in der zeit muss ich etwas gefunden haben, dass mich und meine familie ernähren kann.
    das ist der idealfall eines begabten durchschnittsfahrer im peloton. jeder der anderer meinung ist, kann hier ja seine meinung demnächst kundtun.
    da die rennen im verhältnis in den letzten jahren durchweg wesentlich schneller geworden sind, die strecken aber doch gleich geblieben sind und das peloton auch nicht mehr fahrer zu bieten hat als vor zehn jahren, muss man sich doch die art der gezeigten qualität zu gute führen und trotz trainingstechnischer steuerung sich fragen, wie das alles möglich ist. zugleich sollte man sich auch fragen, ob wir wirklich damit zufrieden wären langsamere rennen uns anzuschauen und mehrere ausruhetappen auf der tour oder im giro würden wir auch sofort kritisieren. d.h. die leistungspirale ist nach unten nicht mehr korrigierbar, also wie soll ein zwar begabter radfahrer, aber trotzdem auch nur ein mensch, das alles schaffen, bzw. aufrecht erhalten? und wieso sollte ein profi wirklich angst vor den strafen haben, da das risiko erwischt zu werden absolut kalkulierbar ist und der verdienstsprung vom normalen fahrer zum wichtigen fahren im jahr ca. 200.000 € unterschied beträgt. Die mehrkosten für gutes doping, sofern sie nicht vom rennstall bezahlt werden, belaufen sich bei ca. 20.000 €. macht bei gleichem aufwand und erhöhten risiko ein gewinn von ungefähr 150.000 bis 180.000 €. bei dem ertragszuwachs würde selbst jeder börsenspekulant neidisch werden. und wenn man sich umfragen anschaut wieviele menschen für eine handvoll kohle ihre niere verkaufen würden, dann sollte man den spruch von eventuellen und nicht belegbaren gesundheitlichen spätfolgen mal ganz weit nach hinten schieben. also, was spricht jetzt eigentlich rein von der normalen menschlichen sicht gegen doping?

    #570752
    stony_desert
    • Beiträge: 344
    • Wasserträger
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    @radfahrer
    stimme deiner einschätzung im großen und ganzen zu – deshalb würde ich auch nie einen einzelnen zu verurteilen (vielleich mit ausnahme armstrong weil er so tut als wäre er so sauber und diese extreme art von heuchelei kann ich wirklich schon gar nicht leiden) aber das ändert doch nichts an der tatsache das wir doch lieber saubere rennen sehen wollen würden oder.

    #570753
    hannes
    • Beiträge: 624
    • Edeldomestik
    • ★★★★★★
    Quote:
    Original von radfahrer
    zugleich sollte man sich auch fragen, ob wir wirklich damit zufrieden wären langsamere rennen uns anzuschauen

    also ich gucke mir gerne rennen an, die von der spannung leben. da ist es mir relativ egal ob schnell gefahren wird oder nicht.


    #570754
    Waterloo
    • Beiträge: 95
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    sehe das auch so, man bekommt das Tempo am Bildschirm doch eh nicht richtig mit, da kommt es nicht so drauf an. Lieber gucke ich mit einem guten Gefühl zu, als wenn man das Thema Doping doch immer im Hinterkopf hat. Außerdem glaube ich auch nicht, dass es einen sehr großen Unterschied geben würde. Man sieht das bei David Millar, der, wenn man ihm glaubt, auch ohne Doping Rennen gewann.

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