T. Boonen als GT Classementfahrer

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    Statistikzwerg
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    Mit etwas Erstaunen habe ich folgendes in der Cycling Sports gelesen (Auszug aus einen Interview + Analyse):

    Kurzzusammenfassung etwas pointiert:

    Interview:
    (…) Welche Ziele haben Sie noch für die Zukunft?
    (…) Habe schon viel erreicht (… BlaBlaBla) vieleicht mal die TdF auf Gesamtklassement (…).
    Analyse:
    Auch wenn das mit dem Gesamtclassement ehre im Scherz gesagt war, ist dies nicht so ganz absurd (BlaBlaBla) Stufen Leistungstest (…) am Schluß 8 min mit 420 Watt danach 8 min 460 Watt also im Mittel 440Watt über 16 min (…) also vergleichbar mit Top Gt Fahrern. (BlaBlaBla) Bei gezieltem Training (Risiko Verschlechterung im Sprint) ist Verbeserung möglich.
    (…) Problem Gewicht von 80 kg (…) Reduzierung ist möglich auch Indurain und Armstrong wurden mit Gewichtreduzierung erst Top GT CG Fahrer.

    #619621
    Nick
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    Cancellara ist jetzt vor ein paar Wochen 450 Watt Durchschnitt über 23min gefahren…


    Ich liebe Pinarella
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    #619622
    Statistikzwerg
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    Ich halte obiges für Winterpausengeschnatter, aber wenn Boonen so mager wie Klöden wird, könnte er von der Statur her gut die Berge hochkommen. Abgesehen davon, dass er definitiv noch kein Bergfahrer ist, glaube ich, daß er einfach zu groß ist:

    Boonen 1,92; 80kg
    Klöden 1,84; 65 kg
    Ullrich 1,83; 73kg
    Armstrong 1,77kg; 75kg

    Alle Größen und Gewichte aus der TdF Homepage 2005, das Gewicht von Armstrong kann m. E. nicht stimmen.

    Größe und Gewicht von Indurain konnte ich nicht finden. Gab es eigentlich in den letzten Jahren längere Toursieger als Ullrich/Indurain?

    #619623
    opera
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    indurain 1,88; 78 kg

    eigentlich hatten wir die debatte schon – unter ‚dies und das‘

    Quote:
    Trainer behauptet:

    Boonen kann die Tour gewinnen!

    Von Pit Weber

    Zwanzig Siege feierte Tom Boonen in der letzten Saison. Darunter die Erfolge bei der Straßen-WM in Madrid, die Klassiker Paris-Roubaix und Flandern-Rundfahrt sowie zwei Etappen der Tour de France.

    „Tom kann noch mehr“, behauptet sein Trainer Peter Hespel. Der Sport-Physiologe der Katholischen Universität von Leuven erstellt die Trainingspläne von “Tornado-Tom”. „Tom hat ein großes Herz“, erklärt Hespel der sportwereld.be. Auf der Website gibt er die beeindruckenden Daten seines Schützlings bekannt. Boonens maximale Herzfrequenz betrage 195 Schläge pro Minute. „Das ist ans sich nichts besonderes. Das schaffen andere auch. Doch sein Sportherz ist größer. Es transportiert pro Schlag mehr Blut. Sein Ruhepuls liegt bei 40 in der Minute.” Das Lungenvolumen läge wie bei vielen anderen Top-Athleten zwischen 6,5 bis 7 Litern. Hespel: „Das Besondere ist, das Tom bis zu 200 Liter pro Minute einatmen kann. Das ist einer der höchsten Level, die je gemessen wurden. Die meisten Athleten schaffen nur 170 bis 180 Liter.“

    Auch auf dem Ergometer leiste Boonen erstaunliches. Hespel: „Der Test beginnt bei 100 Watt und wird alle acht (!) Minuten um je 40 Watt erhöht. Tom tritt 460 Watt nach eineinhalb Stunden. Das heißt, er hat vor dem Grenzwert acht Minuten lang 420 Watt und davor eben so lang 380 Watt getreten. Museeuw war ein toller Athlet, auf dem physischen Level ist Tom ein größeres Talent!“ Auch die Maximal-Leistung das Radstars sei kaum zu toppen. Hespel: „Im Endstadium eines Zielsprints leistet er 1600 Watt bei 110 Umdrehungen pro Minute.“ Dazu komme, so Hespel, die für Sieg nötige Renn-Intelligenz. Tornado-Tom spüre intuitiv, welche Ausreißergruppe die richtigesei und wann er antreten müsse, um zu siegen.

    Kann er aber auch die Tour gewinnen? Hespel glaubt: Ja! “Wenn er sich auf die Berge zu Lasten seiner Explosivität konzentrieren würde, wie Lance Armstrong das tat, kann er in drei oder vier Jahren die Tour de France gewinnen. Sein Körper könnte das schaffen. Sicher weiß man das aber nicht.“

    Deshalb ist sich der Trainer unsicher, ob er Boonen raten soll, vom Klassiker-, und Etappen-Jäger zum Rundfahrer zu mutieren.

    #619624
    opera
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    #619625
    Nick
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    Bjarne Riis als er die Tour gewann: 56kg 183cm


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    #619626
    opera
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    Original von Nick
    Bjarne Riis als er die Tour gewann: 56kg 183cm

    nee!

    #619627
    Nick
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    Original von opera

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    Original von Nick
    Bjarne Riis als er die Tour gewann: 56kg 183cm

    nee!

    klar doch


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    #619628
    Stahlross
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    Bjarne Riis als er die Tour gewann: 56kg 183cm

    nee!

    klar doch

    Er wird wohl kaum in einem Jahr 15kg zugenommen haben.

    Klick

    #619629
    Lapébie
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    Lapébie vor 2 Jahren: 98 kg, 190 cm – coolmännisch unschlagbar im Sprint.
    Lapébie heute: 83 kg, 190 cm – eine Gazelle am Berg. Leider mangelt es hier in Leipzig doch sehr an Bergen.

    Tom Boonen? Ja, kann die Tour gewinnen, wenn Armstrong das auch konnte. Nur vom lange viel Watt treten allein wird man noch nicht GT-Sieger. Auch Cancellara ist da noch lange nicht so weit. Vorteil für Boonen gegen Cancellara ist, dass er im Kopf wahrscheinlich eher bereit wäre, zum GT-Fahrer zu wandeln, da er sein Haupttalent schon in größtmögliche Siege münzen konnte. Wenn Cancellara dieses Jahr Roubaix und WM-ZF gewinnt, ist er vielleicht auch so weit, bereit zu sein.


    Vive le Tour. Vive le cyclisme.

    #619630
    Pinarella
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    Original von Lapébie
    …, ist er vielleicht auch so weit, bereit zu sein.

    :D
    Wenn Boonen eine GT gewinnen kann, kann Cancellara das erst recht. Der hat schon mal den Vorteil gegenüber Boonen, dass er schon richtig gut Zeitfahren kann, und das würde bei Boonen wohl ewig ein Problemfaktor bleiben, neben dem Problemfaktor Größe, dem Problemfaktor Gewicht und dem Problemfaktor Berge.
    Gut das zumindest die Kopf-bereit-sein-Sache kein Problemfaktor ist!

    #619631
    fensterscheibe
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    Das ein sehr guter Klassikerfahrer bzw. Sprinter zu einem Top-GT-Fahrer wird, passiert in heutiger Zeit vl 1mal und das ist schon geschehen. Boonen wird mMn nie im Leben in die Top 10 einer GT fahren können.


    Gut gedopt ist halb gewonnen!

    #619632
    MaxiHaberl
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    hm, vorstellen kann ich es mir schon, wenn er sein Training entsprechend umstellt, aber an seiner Stelle würde ich das nicht machen. weil als Sprinter und Klassikerfahrer hat er schon erfolge gefeiert und steht da auch vor einer sehr guten Zukunft, während es min. 2 Saisons dauern würde bis die Umstellung zum GT Fahrer irgendwelche Früchte trägt und auch dann ist es fraglich wie groß der Erfolg wirklich sein wird. weil für mich ist es immer noch ein deutlich größerer Erfolg z.B. Paris-Roubaix, das grüne Trikot, zwei GT-Etappen und Paris Tours zu gewinnen, als 8. bei der Vuelta zu werden oder so.

    #619633
    opera
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    Original von Nick
    Bjarne Riis als er die Tour gewann: 56kg 183cm

    nein!
    187m; 71 kg (hautacam)
    das ist immer noch wenig genug…
    alles andere wäre humbug; er hätte nicht einmal mehr muskeln haben dürfen und wäre komplett magersüchtig gewesen – damit hältst du keine drei wochen durch!

    http://www.sportmedinfo.de/radsport.htm

    und dann nach riis suchen…

    #619634
    Coolman
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    also ganz ehrlich, das diese zahl da oben nicht stimmt, hätte sogar ich ohne weiteres erkennen können. das kann nicht sein. wir sind hier immer noch nicht beim skisprung und selbst da …

    #619635
    Stahlross
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    Opera, wirklich interessanter Beitrag. Solche Info bekommt man nirgends bei ARD Radsportübertragungen.

    Gleich mal einen Satz, den Spinning Verfechtern vor den Kopf geknallt.

    Quote:
    Daher gilt:
    Je steiler die Strasse, desto tiefer ist die optimale Drehzahl.

    Womit eigentlich nur sagen will, das jeder Rennfahrertyp seinen Stil finden muss.

    #619636
    opera
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    Original von Coolman
    also ganz ehrlich, das diese zahl da oben nicht stimmt, hätte sogar ich ohne weiteres erkennen können. das kann nicht sein. wir sind hier immer noch nicht beim skisprung und selbst da …

    hab’s ja auch gleich geschrieben – aber da unser luxemburger nachwuchs darauf bestand, habe ich dann doch mal nach einer belastbaren quelle gesucht…

    #619637
    Ventil
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    56 kg wäre schon ein wenig fleisch am knochen bei der grösse….

    boonen

    natürlich gibt es eine genetische vorbestimmung an anteilen von dicken ( Myosinfilamente ) und dünnen ( Aktinfilamente ) (mach mich mal wichtig) muskelfasern. das ganze ist aber eine sache der umstellung. ein paris-roubaix gewinner wie boonen, gross wie eine eiche dazu wird nie den giro gewinnen können. der toursieg ist aber im bereich des möglichen. aber umstellen muss er sich. umstellen umstellen umstellen. nach drei, vier jahren wäre die komplette umwandlung vollzogen denke ich.

    das ist das schöne problem von cancellara. in 2-3 jahren wird er der beste zeitfahrer der welt sein. im kopf ist für ihn klar, er will einmal die tour gewinnen.er hat aber auch die klasse ein paris-roubaix zu gewinnen. wäre das nicht so, hätte cancellara sich schon lange in richtung gt-fahrer weiterentwickelt. irgendwann in den nächsten 3 jahren muss er sich entscheiden, will er die tour wirklich mal auf sieg fahren.

    die gazelle soll mal in die schweiz kommen. dann machen wir mit der gazelle den aecherli-test !!


    102

    #619638
    Kanarienvogel
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    Warum darf ich eigentlich den Aecherlitest nicht machen? Mir wurde der Aecherli verboten, als ich ihn vor einem Jahr kennenlernte!

    Was Boonen und Cancellara angeht. Bei Cancellara glaube ich es erst wenn er mal etwas am Berg zeigt, bis jetzt ja nicht. Bis dann hat Sella grössere Chancen die Tour zu gewinnen. Boonen. Da lache ich zuerst mal. Irgendwie klingt es hier so als ob nur „umstellen“ reichen würde, er würde dann sowieso unter die ersten 10 kommen, wenn nicht gar gewinnen. Sehe ich nicht so. Wie viele Fahrer die schon näher am Tourkörper waren/sind, haben sich voll darauf konzentriert und sind trotzdem auf keinen grünen Zweig gekommen? Boonen soll schauen dass er noch ein paar Klassiker gewinnt, automatisch gewinnt man PR und Flandern auch nicht, Amstel, FW und LBL sowieso nicht.


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    #619639
    Nick
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    das von Riis habe ich iergendwo im Internet bei einer Werbung für Herbelife oder so gefunden…


    Ich liebe Pinarella
    T-Moby-dick ist nur ein Nachahmer :D

    #619640
    Ventil
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    weil du dich nicht als gazelle wie Lapébie siehst !

    glauben tu ichs bei cancellara auch noch nicht. ist mir auch klar dass er am berg erst was zeigen muss.

    boonen : dass boonen dann automatisch bei einer umstellung die tour gewinnt nur weil er ein überflieger bei den klassikern ist, stimmt natürlich nicht. und die wattzahlen spielen da eine untergeordnete rolle.

    mein gedanke dabei: bei der klasse von einem boonen, und wenn ihn das ziel persönlich reizt, würde ich diesem unterfangen eine chance geben. aber nur bei der tour.


    102

    #619641
    opera
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    Original von Nick
    das von Riis habe ich iergendwo im Internet bei einer Werbung für Herbelife oder so gefunden…

    mit einmal nachdenken, hätte dir aber klar sein müssen, dass das nicht funktionieren kann – nicht immer alles glauben, was man liest!


    @Ventil

    kann mir das bei boonen in drei, vier jahren schon vorstellen – allerdings müsste er dann vermutlich eine zwischensaison lang auf die ganz großen erfolge verzichten…

    #619642
    ADLOAL
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    Wenn Boonen die Klassiker LBL oder Lombardei
    einmal gewinnt , dann könnte er sich vielleicht
    richtung GT-Fahrer entwickeln .

    Ich glaube das Cancellara eher dazu geeignet wäre ,
    jedoch wie bereits von jemandem erwähnt , erst wenn
    er mal am Berg etwas reisst .
    Erst soll er mal PR gewinnen .


    Und Gilbert ist doch kein ewiges Talent!

    #619643
    fensterscheibe
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    Es wäre zwar schön, wenn es Fahrer geben würde, die ähnlich wie früher verschiedene Rennen gewinnen können und es auch versuchen. Doch leider glaube ich, dass es heutzutage nicht mehr möglich ist und die Fahrer sich spezialisieren müssen. Die Voraussetzungen um L-B-L und eine GT zu gewinnen sind schon verschieden, aber der Unterschied zwischen GT und Flandern bzw. P-R sind mMn noch viel größer. Dabei spreche ich nicht nur von physischen Voraussetzungen. Um in Roubaix zu gewinnen muss an einem Tag wirklich alles passen, schon ein kleiner Sturz kann dann alles zunichte machen. Außerdem ist die Regeneration entscheidend. Boonen müsste nicht nur besser Bergfahren können, sondern auch noch diese Regenerationsfähigkeit an den Tag legen. Davon weiß man bisher noch nichts.


    Gut gedopt ist halb gewonnen!

    #619644
    Kanarienvogel
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    Wenn Boonen die Tour gewinnt, gewinnt Rujano Paris-Roubaix.


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