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31. Oktober 2005 um 21:39 Uhr #603976
Also unter normalen Umständen steht Basso Gerdemann nicht im Weg. Bis der soweit ist, bei einer GT um den Sieg mitzufahren (bis Dato ist er in seinem Leben überhaupt nur bei einer GT dabei gewesen), ist Bassos Karriere schon fast zu Ende. Gerade Bassos Beispiel zeigt doch, wie lamge es dauern kann, bis man wirklich zum Siegkandidat wird.
Es geht also um ungefähr 5 Jahre, also einen Zeitraum, wo noch mehrfach Vertragsverhandlungen anstehen.
Wenn er trotzdem jetzt schon sagt wegen Basso zu wechseln, kommt das schon ganz schön merkwürdig rüber.
Im Grunde muß man das Ganze aber wohl tatsächlich nicht so ernst nehmen:
Der eigentliche Grund für den Teamwechsel ist wahrscheinlich schlicht, daß er ein einer Deutschen Mannschaft fahren will, was ja durchaus legitim ist.
Und weil er dafür kritisiert wurde hat er halt im Interview alle denkbaren Gründe ‚rausgekramt und sich prompt vergallopiert. Jung wie er ist, ist er es natürlich nicht gewöhnt, daß seine Äußerungen festgehalten und international verbreitet, gelesen und sorgfältig analysiert werden.1. November 2005 um 12:00 Uhr #603977Quote:Original von Breukink
Gerade Bassos Beispiel zeigt doch, wie lamge es dauern kann, bis man wirklich zum Siegkandidat wird.Du sagst es, es kann lange dauern, aber es muss nicht so sein(siehe z.B. Cunego).
Gut gedopt ist halb gewonnen!
1. November 2005 um 12:22 Uhr #603978Vielleicht hatte er aber auch einfach keinen Bock auf diese knüppelharten Survival-Camps, die bei Riis im Winter anstehen. Da hat er wohl gerade noch die Kurve kratzen können. Bei T-Mobile gehts in der Hinsicht ja etwas gemächlicher zu.
Ansonsten wird sich in den nächsten beiden Jahren zeigen, ob der Wechsel sinnvoll war. Und ein bischen Selbstvertrauen schadet ja im Profisport auch nicht unbedingt.1. November 2005 um 12:54 Uhr #603979Wie lange brauchten die TdF Sieger der letzten 25 Jahre für Ihre Entwicklung im Vergleich zum derzeitigen Entwicklungsstand von Basso und Gerdemann?
Die Statistik ist ncht schön zu lesen (wie immer bei mir), es soll folgendes bedeuten
Fahrer; Alter bei 1. GT Teilnahme; Alter bei 1. GT auf GK (Platz); Alter bei 1. GT Sieg (GT)
Basso; 23; 24 (11); frühestens mit 28
Gerdemann; 22; frühestens mit 23; keine Ahnung
Hinault; 23; 23 (1); 23 (TdF)
Fignon; 21; 21(15); 22 TdF
Lemond; 22;23;25(TdF)
Roche; 23; 23(17); 27 (TdF)
Delgado; 22; 23(15);25 (Vuelta)/28 (TdF)
Indurain; 21;25(17);26 (TdF)
Riis 25;29(5);32 (TdF)
Ullrich;22;22 (2);23 (tdF)
Pantani; 23;24(2);28 (Giro/TdF)
Arnstrong; 21;26(4);27(TdF)Wenn Gerdemann glaubt, dass aus ihm etwas wird, muss er in seiner Planung für die nächsten 2-3 Jahre schon einplanen GT auf GK zu fahren, ob das bei T-Mob oder CSC besser geht und ob das optimistisch von ihm, gewagt oder größenwahsinnig ist kann ich nicht sagen.
1. November 2005 um 13:06 Uhr #603980Gute Statistik!
Zu Gerdemann: Verstehe die Kritik hier nicht ganz.
Gerdemann ist ein Barbar, will in einem barbarischen Team fahren, ich sehe kein Problem. Er denkt langfristig hat er bei T-Mobile bessere Aussichten, denke ich auch. Eigentlich erwarten hier ja viele dass aus ihm wirklich was ganz grosses werden könnte. Kurzfristig wird es zwar bei T-Mobile eher schwieriger, der heilige Jan wird eh klarer Leader sein, aber nur 06, evtl evtl 07, glaube aber immer noch an einen Rücktritt 06. Dann werden Klöden und je nach dem wie’s läuft Gerdemann Leader sein.
Leitplanke
1. November 2005 um 18:11 Uhr #603981Genau darum gehts ja. Soll er das Team wechseln wie er will. Aber nicht weil er davon überzeugt ist so gut zu werden, dass er der Teamchef wird. Das er sich auf einer Stufe sieht mit Basso oder Ullrich. Ich finde das ist einfach zu weit gedacht.
1. November 2005 um 19:21 Uhr #603982Ich finde die Einstellung von Gerdemann eigentlich nicht schlecht, der benötigt keinen Riis der ihm Selbstvertrauen einflößt wie er es bei Basso gemacht hat. Für ihn als deutschen Fahrer ist es mit Sicherheit auch besser die nächsten Jahre für Ullrich/T-Mobile zu fahren und nicht zum Beispiel nächstes Jahr bei der Tour gegen Ullrich und mit dafür zu sorgen das Basso die Tour gewinnt.
Man sollte ihn nicht für sein Selbstvertrauen kritisieren denn er ist noch jung,vielleicht bringt er auch ein wenig frischen Wind in das so festgefahrene T-Mobile Team.1. November 2005 um 20:53 Uhr #603983Vl hatte er einfach ein bisschen Angst vor den deutschen Radsportfans. Er möchte ja irgendwann die Stellung von Ullrich übernehmen. Er weiß aber, was passiert, wenn man als Deutscher gegen Ulle fährt(siehe Voigt 2004). Und wenn er bei CSC 2006 die Tour gefahren wäre, dann hätte er automatisch gegen Ulle fahren müssen.
Diese Theorie ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber was hatten wir hier im Forum schon für „interessante“ Theorien.
Gut gedopt ist halb gewonnen!
1. November 2005 um 22:40 Uhr #603984Quote:Original von fensterscheibe
Vl hatte er einfach ein bisschen Angst vor den deutschen Radsportfans. Er möchte ja irgendwann die Stellung von Ullrich übernehmen. Er weiß aber, was passiert, wenn man als Deutscher gegen Ulle fährt(siehe Voigt 2004). Und wenn er bei CSC 2006 die Tour gefahren wäre, dann hätte er automatisch gegen Ulle fahren müssen.Diese Theorie ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber was hatten wir hier im Forum schon für „interessante“ Theorien.
halte ich in der Tat für eher unwahrscheinlich.
Glaube Gerdemann wollte einfach in ein deutsches Team, da kann er unter anderem seinen Bekanntheitsgrad steigern, er kann locker in Deutschland wohnen, usw. Dann war wahrscheinlich die Bezahlung auch noch bisschen höher und da dachte er sich das mach ich. Die Perspektive sehe ich eigentl. bei beiden Teams ziemlich gleich.1. November 2005 um 22:51 Uhr #603985Würde CSC ihn denn 06 aufstellen?
Da bin ich mir gar nicht so sicher. Schließlich wollen die die Tour gewinnen und nicht jungen Fahrern eine Chance geben. Die können sich ja bei den anderen GTs profilieren.
Zu den Statistiken:
Es geht nicht nur um TdF-Ergebnisse.
Mit 22 hatte z.B. LeMond folgendes Konto:
1979: Wereldkampioen junioren, Buones Aires
1980: Circuit de la Sarthe
1982: 3e rit Tirreno-Adriatico
1982: 4e etappe ronde van de Toekomst
1982: 5e etappe ronde van de Toekomst
1982: 8e etappe ronde van de Toekomst
1982: Ronde van de Toekomst
1983: Wereldkampioenschap op de weg, Altenrhein
1983: 1e rit Tour Mediterranéen
1983: 1e etappe Dauphiné Libéré
1983: 5e etappe Dauphiné Libéré
1983: 7e etappe b Dauphiné Libéré
1983: Critérium du Dauphiné LibéréEigentlich wollte ich Hinaults Ergebnisse nehmen, aber das wäre allzu bösartig gewesen.
Wenn Gerdemanns Ergebnisse auch nur ungefähr so aussähen, ok, aber bisher hat wirklich noch überhaupt nicht bewiesen, daß er zum GT-GK-Fahrer taugt. Da sollte er wohl doch etwas mehr Zeit ansetzen.2. November 2005 um 2:19 Uhr #603986Anstatt von Größenwahn würde ich eher von Selbstvertrauen sprechen, was nicht die schlechteste Voraussetzung für eine gute Karriere ist. Wenn er sich mit seiner eigenen Zielsetzung nicht zu sehr unter Druck setzt ist, ist doch alles in Butter. Ulle wird ja immer vorgeworfen zu wenig heiß aufs Radfahren und Gewinnen zu sein, auch bei Basso hieß es am Anfang immer, dass er zu wenig Biss hat. Das scheint Gerdemann ja nicht zu fehlen.
In den beiden Interviews gibt er sich selbst die Zielsetzung fürs nächste Jahr, eine GT -egal welche- zu fahren und seinen Körper weiterhin langsam aufzubauen und sich in der Mannschaftshierachie einzufügen. Das hört sich für mich sehr klug und überhaupt nicht überheblich an. Ausserdem steht T-Mobile vor einem Umbruch in der Hierarchie in den nächsten 2-3 Jahren. Wieso also nicht zu den T-Mobis wechseln? Wenn er zu schlecht dazu ist, packt er es sowieso nicht, egal bei welchem Team.2. November 2005 um 15:01 Uhr #603987Quote:Original von mac-dirty
Für ihn als deutschen Fahrer ist es mit Sicherheit auch besser die nächsten Jahre für Ullrich/T-Mobile zu fahren und nicht zum Beispiel nächstes Jahr bei der Tour gegen Ullrich und mit dafür zu sorgen das Basso die Tour gewinnt.also diese deutschtümelnde theorie – wie auch bei fensterscheibe – halte ich in einem internationalen sport für gewagt und sie gefällt mir ganz und gar nicht… zudem kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass sich ein typ wie gerdemann dermaßen das gehirn verknotet.
vermute zum einen finanzielle gründe und zum anderen könnte ich mir vorstellen, dass gerdemann sich einen jugendtraum verwirklichen will: einmal bei t-mobil zu fahren. als er noch jünger war, war das team ja quasi die deutsche nationalmannschaft…2. November 2005 um 16:21 Uhr #603988Ich finde es schade das er zu Tmob geht , er hätte sicher bei CSC bessere Möglichkeiten .
Und Gilbert ist doch kein ewiges Talent!
2. November 2005 um 19:57 Uhr #603989ich frage mich nur, woher ihr das immer wissen wollt? glaubt ihr denn wirklich an den wundermann riis. letztendlich kommt es doch auf gerdemann selbst an. ich glaube zwar auch nicht, dass es so klug war, aber wir sollten ihr doch wenigstens nicht jetzt schon niederreden.
2. November 2005 um 20:14 Uhr #603990den sportlichen leiter sollte man nie unterbewerten in bezug werdegang eines radsportlers. sein einfluss ist gross, bei 80 % der jungen fahrer. gerdemann hab ich bei der suisse vor dem start gesehen, länger. keine frage, an überzeugung zu sich selbst mangelt es nicht, er wirkt gar selbstgefällig und arrogant. was aber nicht negativ gewertet sein soll, er weiss was er kann, er weiss wie sein aussehen ankommt, in so jungen jahren ist das nicht abnormal für einen profi in einem sport business. wenn auch diese sich im radsport doch eher vorsichtig geben und eher beim fussball zu hause sind.
wir werden sehen…..
102
3. November 2005 um 10:59 Uhr #603991Quote:Original von Ventil
wir werden sehen…..das kann ich sofort unterschreiben.
3. November 2005 um 13:51 Uhr #603992Ich glaube nicht an einen Wundermann Riis , es gäbe da sicher auch noch andere Teams die ich im Fall Gerdeman
für die bessere Option halte als TMOB .Es gibt Leute die haben hier geschrieben , dass ein junger Deutscher gut daran tut zu TMOB zu wechseln ,
ich glaube das Gegenteil ist der Fall , denn obschon in den letzten Jahren , im Soge von Ullrich/Zabel in Deutschland Radsport – mässig etwas entstanden ist ,
gibt es in anderen Ländern eine andere Kultur , was vor allem die Teams und ihre Führung betrifft .
Was sicher auch viel mit Tradition zu tun hat , da halt
Radsport in Italien oder Belgien etwas anders bedeutet
als in Deutschland .
Und Gilbert ist doch kein ewiges Talent!
3. November 2005 um 13:58 Uhr #603993Mann oh Mann, da ist endlich mal einer der sich nicht versteckt, selbstsicher auftritt und selbst als junger Radsportler nicht den Buckel vorm Bundestrainer macht, da schreien hier wieder Leute, was das fürn Arsch ist. Der junge hat mehr selbstvertrauen als Ulle und setzt sich Ziele, die für ihn selbst erreichbar erscheinen. Was ist daran verkehrt. Zudem ist das ein Junge, der anscheinend auch Mädels zum schreien bringt und somit wird man bei der Fahrervorstellung endlich einmal Bilder sehen , wie sie sonst nur bei Robbie W. zu bewundern gibt. Die Anstandsprofis, die sich im Steuerparadies Schweiz, schon jetzt die Ausreden für die nächste Saison einfallen lassen, bekommen endlich mal wieder jemanden vorm Kopf gestellt, der in der Lage ist ganz schnell Pluspunkte zu sammeln. Und das ist gut so. Wird doch auch mal wieder Zeit, dass wir Deutschen einen haben, den man nicht nur nett findet, sondern an dem man sich auch reiben kann. und das nicht nur an seinen müden Ausreden.
Hauptsache wir bekommen nie einen Dackel.3. November 2005 um 15:15 Uhr #603994Radfahrer da stimme ich dir voll und ganz zu. Wen meinst du bloß mit Anstandsprofis?
Gut gedopt ist halb gewonnen!
3. November 2005 um 22:33 Uhr #603995ich weiss nicht so recht, hab glaub in meinem leben bis jetzt 2 oder 3 dackel gesehen !
radfahrer hat schon recht wenn er diesen in den arsch tritt !!
102
6. November 2005 um 9:58 Uhr #603996So mal wieder ein bisschen Threadjacken:
Gerolsteiner, bin vom Transfermarkt recht beeindruckt.
Nur 4 Fahrer, aber: Th. Fothen, keine Ahnung, ist ja wohl noch relativ jung, aber könnte durchaus ein Prudencio sein…. oder eben auch besser. Aber alles was Fothen heisst ist mal gut..
Hiekmann, sollte nach T-Moby mal ein Jungtalent sein, weiss nicht, aber sicher nicht falsch dem eine Chance zu geben
Kopp und Schumacher haben 05 voll überzeugt, deshalb sicher richtig die einzustellen.
Ist das wirklich alles? 4 weg (sehe keine grossen Verluste) und 4 neue (2 gute, 2 Fragen)
T-Mobile natürlich auch nicht schlecht. Gonchar, Mazzoleni, Sinkewitz, Rogers ist zwar fast zu viel des guten, resp. Sinkewitz/Rogers/Gonchar sind irgendwie gleich. 2 wenigstens jung, aber…. Mazzoleni sicher gut. Gerdemann natürlich ein Coup. Bernucci und Kirchen gute Einkäufe für Etappen resp. Eintagesrennen, mit Ludewig haben sie dazu noch einen sehr guten Helfer gekauft. Haben einen Leader und einen guten Helfer verloren (Vino-Ludewig) plus noch Zabel, aber eindeutig mehr Qualität bekommen. Problem ist nur…. wo und wann und WIE wird diese Qualität dann eingesetzt. T-Mobile darf ja auch nur zu neunt zur Tour, jemand sollte mal mailen um Rudy mitzuteilen dass es durchaus noch andere Rennen gibt.
Noch doofer als T-Mobile ist übrigens Phonak, die haben schon vor ein paar Tagen eine Tourvorselektion bekanntgegeben…. Wozu? Die Leader wissen eh dass sie starten werden, den REst soll man mal fahren lassen, und dann entscheiden, wer ist in Form, wer nicht.
Leitplanke
9. November 2005 um 11:54 Uhr #603997Thomas Fothen hat den Vertrag nur auf Druck seines Bruders bekommen. Man weiss nie, wie sich ein Fahrer entwickelt, aber von ihm erwarte ich herzlich wenig. Vielleicht kann er mal ein guter Anfahrer werden…
Hiekmann war in Junioren- und U23-Zeiten mal ne recht große Nummer, konnte es bei Telekom aber nie umsetzen. Sicherlich richtig, ihm ne Chance zu geben, was daraus wird steht aber in den Sternen.
Zu Gerdemann: ich halte ihn für talentiert, weiss aber nicht wieso jeder ihn für einen GT-Fahrer hält. Es ist doch noch überhaupt nicht raus, ob er bei GT jemals im GT irgendwas wird reissen können, oder ob seine Zukunft nicht eher im Eintagesbereich oder sonstwo liegt. Schönes Beispiel ist doch sein vermeintlicher Konkurrent Sinkewitz, der immer noch nicht kapieren will, dass er kein Rundfahrer ist, da ihm offensichtlich die Regenerationsmöglichkeiten für lange Rundfahrten fehlen. Auch in den Jahren, in denen er bei der TdS gut aussah hat er gegen Ende der Rundfahrt immer etwas abgebaut.
1564 verurteilte die Inquisition den Arzt Andreas Vesalius, den Begründer der neueren Anatomie, zum Tod, weil er eine Leiche zerlegt und festgestellt hatte, daß dem Mann die Rippe, aus der Eva stamme, gar nicht fehle. (Karlheinz Deschner)
9. November 2005 um 19:35 Uhr #603998Quote:Original von Raumcollagen
Thomas Fothen hat den Vertrag nur auf Druck seines Bruders bekommen. Man weiss nie, wie sich ein Fahrer entwickelt, aber von ihm erwarte ich herzlich wenig. Vielleicht kann er mal ein guter Anfahrer werden…Hiekmann war in Junioren- und U23-Zeiten mal ne recht große Nummer, konnte es bei Telekom aber nie umsetzen. Sicherlich richtig, ihm ne Chance zu geben, was daraus wird steht aber in den Sternen.
Zu Gerdemann: ich halte ihn für talentiert, weiss aber nicht wieso jeder ihn für einen GT-Fahrer hält. Es ist doch noch überhaupt nicht raus, ob er bei GT jemals im GT irgendwas wird reissen können, oder ob seine Zukunft nicht eher im Eintagesbereich oder sonstwo liegt. Schönes Beispiel ist doch sein vermeintlicher Konkurrent Sinkewitz, der immer noch nicht kapieren will, dass er kein Rundfahrer ist, da ihm offensichtlich die Regenerationsmöglichkeiten für lange Rundfahrten fehlen. Auch in den Jahren, in denen er bei der TdS gut aussah hat er gegen Ende der Rundfahrt immer etwas abgebaut.
bei Gerdemann gebe ich dir recht, bei Sinkewitz allerdings muss ich dir widersprechen. Erstens hat er sich diese Saison schon mehr auf Eintagesrennen konzenriert, was auch gute Resultate im Frühjar beweisen. Außerdem ist er für eine einwöchige Rundfahrt ein guter Mann. sonst hätte er wohl kaum die Deutschland Tour gewonnen und wäre auch nicht sonst schon bei manchen Rundfahrten dieser Art vornegewesen. Falls du allerdings mit Rundfahrten GTs meinst, dann gebe ich dir doch recht, weil die scheinen (momentan) einfach zu lang und anstrengend für ihn zu sein.
10. November 2005 um 7:59 Uhr #603999Sag ich ja. Sobald es länger als sechs, sieben Tage geht und dabei richtig anschlag gefahren wird, bekommt der Junge Probleme.
Ach ja, und den Sieg bei der D-Tour würde ich auch nicht überschätzen. Ein schöner Erfolg, keine Frage. Aber eben auch nicht mehr.
1564 verurteilte die Inquisition den Arzt Andreas Vesalius, den Begründer der neueren Anatomie, zum Tod, weil er eine Leiche zerlegt und festgestellt hatte, daß dem Mann die Rippe, aus der Eva stamme, gar nicht fehle. (Karlheinz Deschner)
10. November 2005 um 16:36 Uhr #604000Ich bin genauso der Meinung, dass sich Sinkewitz auf kleinere Rundfahrten und Eintagesrennen spezialisieren sollte. Für GT’s fehlt ihm mMn neben der Regeneration auch die ZF-Stärke. Da er nicht einer der besten Bergfahrer ist, müsste er, um einmal eine GT zu gewinnen, ein Topzeitfahrer sein und das ist er nicht und wird es wegen seines Gewichtes wohl nie werden.
Gut gedopt ist halb gewonnen!
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