Teams – Rueckblick 2020

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  • Dieses Thema hat 13 Antworten und 5 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 10 Monaten von midas.
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  • #569728
    Jaja
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    Haben wir schon ein paar Jahre nicht gemacht, aber für eine Team-Vorschau noch zu früh. Daher blicke ich etwas zurück – vielleicht macht ja noch wer mit.

    AG2R:

    Platz 14 im CQ-Teamranking – 5 Saisonsiege.

    Da haben wir gleich schon das größte Problem, wenig Siege. Tour-Etappe von Peters, dazu 4 kleinere frz. Rennen. Sehr dürftig.

    Stars:

    Bardet – bei der Tour Out, bis zum Aus ganz OK, aber der große Wurf wäre das nicht geworden. Schlussendlich hat er nicht viel in der Hand.

    Cosnefroy – Top-Punkter hier! 3 Siege bei Shitraces, aber viel besser seine sonstigen Resultate. 2.Flèche, 2. Paris-Tours, 3.Brabant. Gefiel hier sehr. Bei der Tour auch immer aktiv als Erbsenjäger. Schon vielversprechend in Richtung Klassiker. Gute Entwicklung, hier aber praktisch der einzige Lichtblick.

    O.Naesen – eher schwaches Jahr. 17, 18 und 19 über 1000 CQ-Punkte. Jetzt 344. Sicher auch ein Corona-Opfer, da der Norden dann zusammengeschrumpft wurde, dazu dann erst spät im Herbst. Dort dann zwar OK-Platzierungen, aber die letzten Jahr auch besser. Zumindest aber noch entschuldbar.

    Vendrame – nach Punkten die Nr. 2, aber so richtig nicht klar was er nun kann. Ein wenig Sprinten, aber reicht nicht für ganz vorne. Dann aber auch gerne in Gruppen, aber auch da keine wirklichen Topplatzierungen.

    Peters – Tour-Etappe. Stark in den Pyrenäen aus der Flucht heraus. Mehr war dann bei ihm aber auch nicht, aber mit Tour-Etappe hier natürlich auch ein Star.

    Enttäuschungen:

    Geniez – 0 Punkte. Muss ja krank/verletzt gewesen sein. Vuelta gestartet und gleich aufgegeben.

    Gallopin – auch nicht viel gezeigt. Giro gestartet, dann Out. Davor keine guten Ergebnisse. Die letzten Jahre schon auf dem absteigenden Ast.

    Frank – OK, ich habe den wohl immer etwas überschätzt. Aber ja mal 8. der Tour! Jetzt fährt er einfach nicht mal eine GT.

    Latour – war ja mal Hoffnungsträger. Dass er nicht die Tour gewinnen wird, hat sich abgezeichnet. Aber 20 dann fast nichts. 4. Ventoux Challenge machte noch Hoffnung. Dann Dauphiné nix, Tour nix und Out.

    Vuillermoz – auch nicht viel. Sonst immer mal für eine solide GT gut.

    Hoffnungsträger:

    Champoussin – erste GT jetzt gefahren bei der Vuelta. Gut gestartet, 10. am Moncalvillo. Hinten raus etwas nachgelassen. Aber da kann er drauf aufbauen.

    Fazit: Enttäuschende Saison. Die bei den Enttäuschungen genannten allesamt keine konstanten Topleute, aber immer mal mit guten Ergebnissen. Jetzt einfach alle nicht gut. Dazu Bardet/Naesen teils unglücklich unterwegs. Bleibt nicht viel… Gerade mal die Kader der Vorjahre angeschaut. Das Team ja eigentlich nicht wesentlich verändert, aber es passte einfach dieses Jahr durchweg nicht. Einige in die Jahre gekommen, aber auch noch keiner 35, also kann auch nicht der Grund sein.


    Wahre Kenner gewinnen nur selten ein Tippspiel.

    #752555
    Rujanofan
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    Mega Idee und vor allem top als Zusammenfassaung für den Saisonabschluss! :) Danke dir schon einmal für die Mühe….

    Bzgl. AG2R absolute Zustimmung.

    Klar, Bardet mit viel Pech, Tour wäre Top 5 drin gewesen.

    Aber sonst Latour, Vuillermoz, Frank und Gallloping absolut NICHTS gezeigt, was irgendwie für sich spricht.

    Dann halt wirklich Vendrame und Cosnefroy die Stars diese Saison, was schon irgendwie etwas bezeichnend für so ein Team ist..

    Ergänzend würde ich vielleicht noch Aurélien Paret-Peintre als künftige GK Hofnung erwähnen. Sehr solider GIRO, wenn auch die Besetzung nicht top war dieses mal. War aber auch bei den ersten Rundfahrten in Frankreich schon gut dabei 2020, 2019 ja auch schon Potential angedeutet; z.B. Tour de Suisse.
    Der von dir erwähnte Champoussin halt nochmal 2 Jahre jünger!

    In so einem Team dann auch jemand wie Venturini erwähnenswert, der eben beständig als „langsamerer Sprinter“ Punkte sammelt, wenn er auch nie was gewinnt.

    Ansonsten hat Godon noch Paris-Camembert gewonnen, was für das Team in dieser Saison schon ein größerer Erfolg ist. Ist an sich ja auch noch recht jung, könnte was für Shitraces in Frankreich sein als beständiger Punkte-Sammler.

    Insgesamt sind im Team soo viele Fahrer, die gefühlt wenig bis nichts können und einfach nur mitfahren. Ob es Domont, Bidard, Duval oder Bouchard ist; um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und das sind ja keine Talente mehr, sondern alles erfahrene Rennfahrer. Demnach auch nichts mehr zu erwarten hier.

    AG2R fehlte einfach auch ein mittelklasse Sprinter, der bei schwächeren Rennen mal ordentlich Siege einfahren kann.

    #752556
    Kanarienvogel
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    Der KV ist Vendrame-fan, was soll da das böse nicht klar was er kann? Viel kann er.
    Endschneller Flüchtling mit Hügelqualitäten, aber vielleicht doch Hügelfahrer der gern flüchtet und dazu noch endschnell ist. Kommt ja wenn er flüchtet auch gern viel zu gut über die Berge. Sestriere ja schlussendlich sogar bester aus der Flucht, Rubio wohl im Sprint dominiert. Was ihm etwas zu fehlen scheint ist der Sieginstinkt, gewinnt viel zu wenig, vielleicht auch zu oft in der Flucht, fehlt ihm dann immer was?

    Kann jetzt natürlich so und so kommen…. Siehe Ginanni (gab aber noch einen anderen, Ginanni hat der KV noch gefunden, Laigueglia gewonnen wusst er noch), der sah gut aus, als ob er sich zu einem richtigen Klassiker entwickeln könnte, dann wurde er nur schlechter… Vendrame hat die Siege die Ginanni hatte nicht, hoffentlich noch nicht, scheint aber auch eher besser als schlechter zu werden. LBL Sieger wird er schon nicht, aber GT Etappensieger? Liegt drin.


    Leitplanke

    #752557
    Pepe
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    Nans Peters: mehr als Tour war nicht find ich hart.
    Vuelta fand ich gut. Fast wieder eine Etappe gewonnen. Wäre damit schon in jungen Jahren in den „Etappensiege in allen GTs“-Klub gekommen. Auf der letzten Bergetappe auch richtig gut dabei. Ganz lange in der Gruppe Favoriten. Finde den sehr interessant. Kennen gelernt als jungen Bergfahrer nur aus Ergebnislisten. Dann das erste Mal aufgefallen in der Fluchtgruppe bei dieser verregnteten Romandie-Etappe* , die Juul-Jensen auf diesem Flugfeld gewann. Da gesehen, dass der ja so gar keine Bergfahrer-Figur hat. Sehr stämmig. Aber er kann trotzdem Berg ganz gut. Ich würde ihn gerne mal in Flandern sehen.

    *edit: war TdS


    Nooit eerder heb ik zo’n koude voeten gehad

    #752558
    midas
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    Da mach ich auch mit, ist ja zur Zeit sonst ohnehin nicht so viel los:

    Astana

    15 Siege, Platz 7 nach CQ

    Gute Saison wie ich finde, wenn auch an ein paar Stellen sogar noch mehr drin gewesen wäre.

    Top:

    Fuglsang: zweites Monument souverän geholt. Natürlich auch Top-Punkter im Team war er mit Andalucia am Anfang, Polen auch noch stark. Danach riss der Faden etwas, 6ter am Giro hört sich für ihn erstmal nicht schlecht an, aber wie anderswo schon gesagt: dieser Giro lag wie ein offenes Buch vor ihm, wenn er mal ein GT-Podium holen hätte können wäre hier die Chance gewesen.

    Vlasov: er schon gleich Nr 2. Klassiker (Emilia!) kann er genauso wie GTs. Pech am Giro und nicht reingekommen an der Vuelta, danach von der Leistung her eher bei Mas als bei Valverde. Kann man Entdeckung sprechen? Nun ja, Erwartungen waren da, aber die muss man erstmal erfüllen.

    MA Lopez: an der Tour hintenraus stark in der Bergetappen. Leider hat er dann das ZF total vergeigt, das natürlich ein Minus. Am Giro dann Sturzpech, das zieht er aber auch irgendwie an. Auch wenn man es nicht sofort an den Resultaten sieht ist er nach einem Jahr der Stagnation vom Trend her wieder im kommen.

    G. Izaguirre: Sieg am Trittico und solide, eigentlich etwas über seinem Niveau an Tour und Vuelta, passt.

    Lutsenko: vor der Pause gut dabei, dann Tour-Etappe. Sonst hatte er nicht so viele Einsätze, aber passt schon auch.

    Enttäuschungen:

    Kudus: habe ja gehofft das wird der erste Eritreer der sich richtig durchsetzen und mal Top10 an einer GT fahren kann. Immer noch jung ist er, aber ich glaube der Zug ist abgefahren, bleibt bei Helferkarriere.

    Oscar Rodriguez: hätte mir oben etwas mehr erhofft, auch wenn es keine katastrophale Saison war. Am Giro zwar mal in Fluchten, aber wirklich lang bei Fuglsang konnte er auch nicht bleiben.

    Kasachen außer dem noch jungen Pronskiy, sowie die beide Cols Contreras und Bohorquez: WT-Niveau hier fraglich.

    Entdeckung:

    Naja, wenn wir mal Vlasov nicht zählen wollen …. Tejeda fand ich an der Tour gar nicht so schlecht, konnte schon bisweilen lange mithalten, 97er. Wird kein Star, aber schon besser als die meisten KAZ und die beiden COLs von oben.

    Fazit: Siege waren auch breit verteilt, und ich denke die Izaguirres hätten sich besser präsentieren können wenn eine volle Saison gefahren worden wäre. Grad bei den einwöchigen Rundfahrten, wo ihre Stärken liegen, ist einiges ausgefallen. Bei Nord-Klassikern ist man halt ziemlich blank, aber schlussendlich schon eine gute Saison.

    #752559
    Jaja
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    Aranburu noch erwähnenswert. Tatsächlich ohne Saisonsieg, aber gerade zu Saisonbeginn in Italien oft vorne dabei. Bei der Vuelta auch einige Male in Aktion. Hat den Sprung von Caja Rural auf jeden Fall geschafft. Ziemlich hügelfest und endschnell, da sollten auch in den nächsten Jahren ein paar Siege drin sein. Vielleicht nicht in Reihe 1, aber für kleinere Rennen oder mal eine GT-Etappe sollte das langen.

    LL immerhin noch mal mit nem Meistertitel. Tatsächlich sein erster! Hätte er 3-4 geschätzt?!


    Wahre Kenner gewinnen nur selten ein Tippspiel.

    #752560
    Rujanofan
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    Dann mach ich mal weiter :)

    Israel Start-Up Nation

    9 Siege klingt für so ein Team erstmal soweit ok, ich fands subjektiv aber recht enttäuschend, zumal sie sich in den größeren Rennen auch oft gar nicht gezeigt haben. 3 von den 9 Siegen warum zudem Nationale Zeitfahren… ;)

    Top Fahrer:

    Martin: Vuelta hat er nochmal gezeigt, dass er es noch kann, sehr aktiv dazu mit Etappensieg am Anfang. GT Platz 4 für ihn enorm gut, zumal gar kein Support vom Team.
    Sonst beim Pfeil noch Platz 5, wobei er gefühlt kein großen Klassiker mehr gewinnen wird. Insgesamt hats die Vuelta einfach komplett zum positiven rausgerissen.

    Hofstetter: 2019 in etwa bestätigt, leider haben ihm 2020 einige KLassiker im Kalender durch Corona gefehlt, sonst wäre hier mehr drin gewesen. Und nach vielen tollen Plazierungen in den letzten 2 Jahren nun endlich auch mal ein Sieg bei Le Samyn.. Dürfte die nächsten Jahre für konstante Punkte sorgen.

    Cimolai: Leider ein schwächeres Jahr, beim Giro 2 mal vorne dabei, außer dem aber wenig bis nichts gezeigt. Hoffe das wird 21 besser…

    Barbier: Dann schon sowas wie ein Star hier. Bei vielen kleineren und mittleren Rennen konstant vorne dabei, dazu 2 Siege. (Slowakei und San Juan):

    Hermans: Die letzten 2 Jahre DER Punkte-Sammler und egtl. Star des Teams. Die Saison deutlich schwächer, einfach auch bedingt durch die wenigen Rennen. Österreich, Utah und ähnliche Rennen gab’s net. Burgos war er gut dabei, sonst halt Klassiker in Italien ganz solide. Bei ihm kann man aber schon von mehr guten Plätzen nächstes Jahr ausgehen.

    Sonstiges:

    Neilands konnte, ähnliche wie Hermans 2019 nicht bestätigen. Auch hier zu wenig Rennen, Fleche Wallonne immerhin Platz 17, sonst wirklich gar nichts.

    Zabel bleibt ein Shitrace-Sprinter, der aber auch einfach nichts gewinnt. Auch nicht bei kleineren Klassikern.
    Greipel ist wohl komplett out of order mittlerweile, da dürfte leider nichts mehr kommen.

    Gleiches gilt wohl für Navarro bei GKs, da scheint nichts mehr im Tank zu sein.

    Auch Leute wie Politt oder Van Asbroeck mit ganz schwachem Jahr. Hier bleibt abzuwarten, ob es an Corona lag oder leistungstechnischer Abbau. Politt wechselt ja zu Bora, kann wohl nur besser werden ;)

    Brändle und Dowsett klassisch alternde Zeitfahrer, die aber in dem Rahmen in der WT nichts gewinnen. Dowsett aber dafür mit einem Giro Etappen Sieg, was sicherlich ein absolutes Highlight für so ein Team ist.

    Bovin so ein ganz komischer Kandidat für Unkonstanz, der mal alle 3 Jahre top Saisons hat, dann aber komplette Aussetzer.

    Piccoli wohl wieder mal einer der Fahrer, die nur in Nordamerika gut fahren, diese Saison dementsprechend auch für die Tonne.
    Von den Israelis selbst, deutet auch weiter kaum einer darauf hin, WT Niveau zu haben.

    Team daher mit einem recht schwachen Jahr, wobei hier ganz einfach die Rennen gefehlt haben. In einem normalen Zeitalter hätten gerade Hermans, Neilands und Van Asbroeck deutlich mehr noch holen können. So halt die 2 GT Etappen-Siege und die gute Vuelta von Martin. 2018 und 2019 waren deutlich besser und auffälliger.

    #752561
    midas
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    Bahrain McLaren

    Platz 12 nach CQ, 9 Siege. Einersteits keine wirklich schlechte Saison, aber eigentlich sind es zu wenige Siege, zumal von den 9 dann auch auch drei mal Saudi-Shit von Bauhaus dabei ist …. das Budget ist ja nicht wirklich klein.

    Top:

    Landa: hier uneingeschränkter Líder und auch gleich gut los, sowohl im Frühjahr als nach der Corona-Pause. An der Tour war er bis zum Ende in der Podiums-Verlosung, aber es hat dann doch etwas zum besten Landa gefehlt. So blieb er auch sieglos, auch wenn man ihm wahrlich nicht vorwerfen kann dass er es nicht probiert hat. Nach der Tour dann fast nichts mehr. Am Ende hat er sich selbst wohl etwas mehr erhofft, obwohl er wie gesagt nicht schlecht war.

    Bilbao: das war seine sträkste Saison. An der Tour Helfer und auch selbst aktiv, am Giro dann noch reingerutscht und als 5ter abgeschlossen, zudem noch 3ter an der Königsetappe, als man eher mit einem Einbruch rechnete. Großes Plus!

    Teuns: drittbester Punkter, obwohl er eher enttäuscht hat. Bei seinen Rennen zwar dabei, aber nicht ganz vorne. Dafür war er im Frühjahr schon stark, ich denke bei normalem Saisonverlauf wäre mehr zählbares rausgekommen.

    Poels: an der Tour früh gestürzt, er konnte sich erst gegen Ende wieder halbwegs zeigen. Die Ardennen-Klassiker war er anonym, dafür hat er mit einer guten Vuelta die Saison gerettet.

    Caruso: stärkster Helfer an der Tour und selbst noch 10ter geworden. Danach im Pech, Sturz bei LBL und Saison-Aus. Dennoch eine wirklich gute Saison von ihm, einen Sieg am in Getxo hat er auch noch geholt. Sein erster?! Man kann es kaum glauben ….

    Enttäuschungen:

    Cavendish: auch bei Ellingworth kommt er nicht mehr zurück. Wäre wohl am besten wenn er es sein lässt, so macht er noch seinen Namen kaputt.

    Padun: auch wenn er 2ter an der Giro-Etappe wurde – bei ihm blitzte ja schon hin und wieder mal was in Richtung Classement auf, das konnte er aber in dieser Saison keineswegs bestätigen. 96er, kann noch kommen, aber auch die Gefahr dass er von den vielen jungen Nachrückern überholt wird.

    Battaglin: Saison eigentlich nicht ausnehmend schlecht, aber bei ihm ist es halt so dass er alle 2, 3 Jahre mal einen größeren Sieg holt, und dann wenig zählbares kommt. Eigentlich seit seinem letzten Bardiani-Jahr eine Dauerenttäuschung. Dabei soll er ja teuer sein. Nächstes Jahr geht er wieder zu Bardiani zurück ….

    Sonst haben hier etliche andere noch für Punkte gesorgt. Pernsteiner erwähnenswert, er zeigte dass die Vuelta vom letzten Jahr kein Zufall war, 10ter am Giro und 2ter an einer Etappe; das dürfte aber auch das Ende der Fahnenstange bei ihm sein. Mohoric war bei LBL gut, hätte bei einem normalen Saisonverlauf auch mehr Chancen gehabt. Ähnlich auch Colbrelli, der zuverlässig auf seinem Niveau unterwegs war. Tratnik noch mit überraschender Giro-Etappe und ordentlichen Zeitfahren.

    Fazit: das ganz große Resultat fehlt, im Sinne eines Klassiker-Siegs oder einem Tour-Podium von Landa. Aber es hat da nicht viel gefehlt und man zeigte sich bei der Tour, aber auch am Giro als Team stark. Von daher kann man nach meinem Dafürhalten schon von einer guten Saison sprechen.

    #752562
    Rujanofan
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    Ich mache mal mit dem Lieblingsteam vom KV weiter; :P

    Cofidis

    Insgesamt eine schon schlechte Saison; Nur 2 Siege, davon 1er in Gabun… Sagt viel aus

    Top Fahrer:

    Martin

    Tour war anfangs sehr gut, dann leider eingebrochen. Man dachte kurz, dass könnte besser als Platz 11 sein. Dennoch ok, wobei ich irgendwie mit Top 5 bei ihm bei einer GT nicht ganz mehr rechne…
    Vuelta war dann sehr aktiv und gut, inklusive Bergtrikot und wieder Top 15 im GK. Auch bei den einwöchigen Rundfahrten immer gut dabei, wobei da eben ohne Sieg. Für eine Top Saison fehlt irgendwie ein Etappensieg.

    Laporte

    2018 und 2019 waren ja echt gut, mit vielen Siegen auch. Dieses Jahr haben dann wohl einfach auch die Rennen gefehlt, denn in die Riege der Top-Sprinter wird er halt nie kommen. Aber sowas wie Luxemburg oder Etoile de Bessèges ist immer drin. Nächstes Jahr daher sicher wieder gut im Punkte sammeln!

    Claeys

    Ronde top beendet, sonst kaum Ergebnisse. Allerdings auch schon Ardenne Classic. Ob er nächstes Jahr nochmal wie 2015-2018 fahren kann? Bezweifle ich etwas.

    Edet

    Wird nicht mehr jünger, zudem wohl nur noch dem Bergtrikot hinterher fahrend. GK ist wohl kaum noch irgendwo drin, in so einem Team aber schon erwähnenswert noch..

    Die Herradas

    Jose fährt gefühlt nur noch soo mit, da wird nicht mehr viel kommen als Platz 26 im GK bei der Vuelta.
    Jesus ist noch einer der Stars in dem Team; Bei allen Monumenten gut plaziert, aber eben auch nie ganze vorne dabei. Egal ob Lombardei, LBL oder beim Pfeil. 2019 war ja wirklich sein Top Jahr, ggf. dann 2021 nochmal in diese Richtung?! Schließe ich nicht ganz aus..Sieg fehlte halt dieses Jahr

    Sonst Enttäuschungen

    Viviani
    Hier natürlich die absolutes Desaster, als Star gekommen und bisher die These bestätigt, dass bei Cofidis alle schlechter werden. Ohne Sieg für ein Sprinter seines Niveaus eine Katastrophe. Bin auf 21 gespannt.
    Dafür sein Bruder mit dem Sieg in Gabun…

    Barcelo
    Konnte sein solide und aktive Saison bei Euskadi hier nicht bestätigen, ist aber ja noch jung. Da kann noch was kommen. Hat mir bei Vuelta 19 echt gut gefallen.

    Lemoine und Rossetto inwzischen wohl etwas zu alt. Waren mal solide Punkte-Sammler in kleineren Rundfahrten, da kommt aber wohl nichts mehr.

    Gleiches gilt für Hansen, der zwar nicht zu alt ist, aber bei Cofidis bisher nicht an seine Zeit bei Tinkoff und Astana anknüpfen kann. (Grund siehe Viviani?! ;)
    Same Berhane, der zwar nie besonders gut war, hier aber nun gar nichts mehr zeigt….

    Haas zwischenzeitlich auch out of order, selbst bei seinen Heimatrennen nicht mehr vorne dabei. Der Team-Wechsel ging auch hier nach hinten los..

    Darüber hinaus eigentlich nichts mehr wirklich erwähnenswertes. Viele Fahrer auch wirklich schon alt, wo man dann auch nächstes Jahr nicht mehr erwarten kann.

    2021 kann dennoch nur besser werden. Vor allem Viviani sollte doch jetzt mal aus den Puschen kommen.

    #752563
    midas
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    CCC

    9 Siege, davon allerdings 5 bei der Ungarn-Rundfahrt, immerhin Platz 13 bei CQ. Auch wenn man vor der Saison aufgemörtelt hat, ist das Resultat für eine in Auflösung begriffene Truppe gar nicht soo schlecht, wie ich finde. Dazu Leistungsträger im Pech oder potentielle früh weg (Masnada).

    Top 5:

    van Avermaet: doch Nummer 1, obwohl kein Sieg. Saisonaus nach Sturz bei LBL, danach war er bei „seinen“ Rennen natürlich nicht dabei, gegen die Konkurrenz dort wäre ein großer Sieg aber unwahrscheinlich gewesen. Richtig schlecht war er nicht, zB. an der Tour, aber man erwartet halt von ihm mehr – er selbst auch denke ich.

    Geschke: überraschend, ihn hier auf 2 zu sehen. Viele Punkte kamen vom 3ten Platz bei der TdU. Ein paar gute Platzierungen, aber auch keine Sieg. Das hatten wir ja schon mal, richtiger Siegfahrer ist er selten gewesen. Aber er hatte in der Tat schon schlechtere Jahre.

    Cerny: auch überraschend weit vorne. Am Giro mit Etappensieg und guten ZFs, auch sonst gute Resultate. Hat sich auf WT-Niveau durchgesetzt, aber scheinbar noch nichts für nächstes Jahr?!

    Trentin: kein Sieg, sprintete bei der Tour ein bisschen um grün mit, aber vom Etappensieg war er weit entfernt. Bestes Resultat 3ter bei Gent Wevelgem, bei der Ronde dann nicht existent -> das war nix, kann er besser.

    Valter: der Magyar, 98er Jahrgang, entwickelt sich gut. Heimsieg in Ungarn, aber auch am Giro Ansätze gezeigt, dass er mithalten und was werden kann.

    Enttäschungen:

    Trentin und im Grunde auch GvA siehe oben. Die Liste ist gar nicht so kurz.

    Zakarin: als GKler hat er fertig, als Etappenjäger reichts auch nicht mehr so ganz, und seine Abfahrts-Qualitäten sind eines Profis nicht würdig. Nächstes Jahr bei Gazprom, wo anders schwer vermittelbar unterdessen.

    Bevin: eigentlich auch ein solider Punkter, aber dieses Jahr wars nix. Recht wenig gefahren und das auch meistens nicht so besonders gut. Zwischendrin mal verletzt?

    Hirt: Tour und Vuelta durchgefahren, auch mal in Fluchten, aber wenig zählbares. Vor dem Astana Abenteuer sah es ja mal so aus, als könnte er wirklich was werden. Heuer schon etwas dünn am Ende.

    Insgesamt waren die Punkte, die zu Platz 13 geführt haben, recht breit verteilt. An der Vuelta noch gute Ansätze bei Barta und Zimmermann zu sehen. Die hoffnungsvollen jungen und die besseren werden schon unterkommen, aus der Osteuropa- und auch Belgien-Fraktion könnte es für den einen oder anderen schon schwer werden. Die zweite und letzte Saison war aber insgesamt schon besser als die erste.

    #752564
    Rujanofan
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    Ja, Cerny für mich dann auch wirklich DIE Überraschung in der Saison bei CCC.

    2. GK Murcia und 2. auch bei Poitou-Charentes sind für ihn schon Top Ergebnisse. Dazu beim GIRO ja wirklich aufgefallen, dann als Highlight mit dem Etappensieg. Bin gespannt wo es ihn hinzieht.

    Nennen kann man in dem Rahmen noch Mareczko. Dieses Jahr aber gefühlt etwas schwächer, allerdings einfach auch zu wenig Rennen.
    2017/2018 war er subjektiv aber nochmal besser, mal abwarten wo er nächstes Jahr fährt…

    Alles in allem auch viele alte Fahrer im Team gewesen, die auch aufhören bzw. die letzten 2-3 Jahren dann auch massiv abgebaut haben.

    #752565
    Rujanofan
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    Sunweb

    16 Siege, davon doch einige bei GT. Tour und Giro jeweils sehr auffällig und mit Erfolgen, Daumen hoch!

    Top Fahrer:

    Kragh Andersen

    2 absolut überzeugende Siege bei der Tour, dazu Paris-Nizza aktiv und mit Etappe. 2-3 kleinere Rundfahrten wie Norwegen oder Oman etc. haben dieses Jahr noch gefehlt, da fährt er im GK auch immer vorne mit. In der Spitze aber wirklich klasse, bei 2-3 Klassiker Rennen erwarte ich mir aber noch mehr für 2021

    Kelderman

    Seine beste Saison seit langem, wenn er beim GIRO dann nicht mehr den Sieg holen konnte. Das war wohl DIE Chance seine Karriere eine GT zu gewinnen. Bezweifle dass das nochmal möglich ist. Sonst ja auch in Polen und bei Tirreno schon gut dabei gewesen, dadurch insgesamt gut Punkte gesammelt. Bin gespannt wie er bei BORA eingesetzt wird…

    Hindley

    Klasse Giro, bin gespannt ob das eine Eintagsfliege war. In die Richtung ja auf dem Niveau nicht viel davor, 2021 muss er das bestätigen. Siege in Australien Anfang des Jahres aber zusätzlich viel Punkte gebracht…

    Hirschi

    Für mich persönlich die Entdeckung 2020, wenn er 2019 auch schon gut aufgezeigt hat. Mit 22 auch noch sehr jung, könnte viele Monumente und gute Klassiker die nächsten Jahre gewinnen, zumal er super endschnell ist. Bin auf seine Entwicklung echt gespannt, vor allem die Tour war mit der Fahrweise schon überragend…

    Matthews

    Wir schwächer, wenn auch Quest France gewonnen. Gefühlt aber auch nicht viel gefahren dieses Jahr, im Sprint wird aber sicher nicht keine Top-Leute mehr schlagen. Bei schwierigeren Ankünfte wirkte er das Jahr auch oft langsam. Mal abwarten ob es bei Mitchelton nächste Saison besser läuft..

    Benoot

    Auch hier haben die Rennen gefehlt, bei Paris-Nizza geglänzt, Tour dann gar nichts. LBL und Ronde gut dabei, ohne aber echte Chancen auf Top3 zu haben.

    Sonstige

    Roche baut weiter ab, hier ist auch nä. Jahr kaum noch was zu erwarten. Reiner Helfer am Anfang des Berges dann noch..

    Bei Arndt weiß man nicht so richtig, was der kann. Entwickelt sich vom Endschnellen immer mehr zum Allrounder, ohne aber irgendwo Sieg-Chancen zu haben.

    Bei Oomen ist die Frage in welche Richtung er sich entwickelt. 2018 konnte er nie bestätigen, allerdings wichtige Helfer-Dienste beim Giro.. Nächstes Jahr bei Jumbo dann auch hauptsächlich als Helfer.

    Bol noch als Shit-Race Sprinter der aber echt selten gewinnt bzw. sich 2020 bei Tour schon ganz nah dran war teilweise. Vielleicht klappts ja mal nächstes Jahr.

    Storer und Donovan mit aktiver Fahrweise und guten Ansätzen bei der Vuelta. Die werden beide genau beobachtet. 2021 die neuen „Hindleys“?! ;). Donovan ja sogar 99′ Jahrgang.
    Hamilton dagegen 2020 eher schwächer als 2019, hier erwarte ich keinen größeren Sprung mehr nach oben egtl.

    Pedersen hat zwar Paris-Tours gewonnen sonst aber übers Jahr eher enttäuschend bis unsichtbar. Wo seine absoluten Stärken liegen, kann ich irgendwie bis heute nicht sagen.

    Erwähnt werden sollte noch Eekhoff. Top Platzierungen bei Quest und
    Hageland, da könnte bei den größeren Klassikern auch noch einiges kommen. Ist erst 22.

    Grundsätzlich eine wirklich super Saison und auch für nächstes Jahr ein spannendes Team. Es fehlt zwar etwas die Breite um in die Phalanx Jumbo/Ineos/QuickStep/Bora einzudringen, einzelne Top Platzierungen aber jederzeit möglich.

    #752566
    Rujanofan
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    weiter geht es mit;

    NTT

    8 SIege, davon allerdings 2 mal nationale Meisterschaften und 2 mal Langkawi. Wäre nicht der sehr aktive starke Giro, müsste man von einer komplett verkorksten Saison sprechen.

    Top

    Pozzovivo

    Man hat beim Giro gesehen, dass schon noch etwas im Tank ist, zum Ende aber leider eingebrochen und „nur“ 11.er im GK. Chancen auf Etappen waren irgendwie auch nicht wirklich da, 2021 dürfte aber gefühlt nicht besser werden. Außer es passiert noch ein Wunder,mit 38 eher unwahrscheinlich.

    Nizzolo

    Vier Sieg, die größtenteils gar nicht mehr so übel waren. Unter anderem Paris-Nizza und EM. MSR noch 5, von anderen größeren Siege aber doch meist eher weiter weg. In dem Team aber dennoch ein der großen Stars.

    O’Connor

    Beim Giro überragend, mit etwas Glück werden das 2 Etappensiege, was für das Team egtl. ein Wahnsinn ist. Dazu im Winter in Frankreich schon auffällig mit einem Sieg. So richtige Konstanz sehe ich bei ihm zwar nicht, für AG2R aber sicher eine Verstärkung. Hier ein ganz großer Verlust leider.

    Meintjes

    Wird zwar nicht mehr besser, allerdings immer noch für das Team konstant punktet. Tirreno und Burgos solide gewesen, beim GIRO ging dafür leider nicht viel bis gar nichts. Alt ist ja er egtl. nicht, vielleicht noch bissl was die nächsten Jahre.

    Valgren

    Ein Wechsel der schlussendlich in die Hose ging. Dieses Jahr nochmal schlechter, Ronde und WM zwar solide dabei, ohne aber nur im Ansatz ganz vorne mitzufahren. Der Wechsel zu EF könnte ihm aber schon gut tun. Trotz schwächerer Leistung, auch hier nicht zu kompensieren für NTT.

    Sonstige

    Bei Boasson Hagen ist die Entwicklung weiter bergab. Er kann zwar vereinzelt vielleicht mal gewinnen, insgesamt aber doch immer schwächer.

    Gasparotto und Kreuziger fahren gefühlt nur noch mit ,da kommt egtl. gar nichts mehr. Kreuziger wechselt zu Gazprom, mehr als vordereres Mittelfeld bei kleineren GTs auch da schwer vorstellbar.

    Walscheid als reiner Sprinter für Asien?! Kann bei WT Rennen nicht wirklich vorne reinhalten, gleiches gilt für Dyball auf noch niedrigerem Niveau.

    Mäder hier noch erwähnenswert, der eine super solide Vuelta gefahren ist. Muss es jetzt 2021 aber bestätigen, sonst kam nach den super Ansätzen 2018 nicht viel.

    Barbero war bei Movistar eigentlich immer recht gut und konstant bei kleinen und mittleren Rennen. Bei NTT konnte er das bisher nicht bestätigen.Vuelta auch unauffällig.

    Campenaerts noch als Top-Zeitfahrer, der aber einfach kein Siegfahrer ist.Bat

    Battistella und Gogl sind noch für die Eintages-Klassiker noch zu beachten, da war die Entwicklung durchaus positiv dieses Jahr.

    Insgesamt fehlt es einfach in der Spitze an Top Fahrern, die auch aus der Team-Breite raus Siege holen. Wird durch die Abgänge vermutlich auch nicht besser werden, prominente Zugänge kann man (obwohl ja es mit neuem/alten Sponsor weiterzugehen scheint, auch nicht vermelden. Von den 5 erwähnten Top-Fahrern verlassen 2 auch noch das Team…

    #752567
    midas
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    Bora haben wir bislang ganz vergessen. Ist ja hier das Heimat-Team, darum mache ich mal.

    21 Siege, das ist erstmal nicht schlecht. Aber nicht nur Qualität, sondern auch Hermannstadt und Slowakei dabei. Platz 6 nach CQ, schon eine gute Platzierung.

    Top 5:

    Ackermann: alleine 8 Siege geholt, mit 2 x Vuelta (gut einmal „abgestaubt“) und 2x Tirreno passt das schon. Vuelta-Sprinterfeld war jetzt nicht direkt schelcht, und er hat die wenigen Chancen genutzt. Also gute Saison, zur Tour durfte er nicht.

    Schachmann: super Saisonstart mit Sieg im bereits etwas im Chaos versinkenden Paris-Nice. Wiedereinstieg war gut, an der Lombardia wurde er von der BMWlerin runtergefahren. An der Tour, obwohl sicher nicht voll da, gut gefahren knapp an der Etappe vorbei. Danach war die WM noch gut, irgendwann aber der Ofen aus.

    Sagan: nur 1 Sieg ist für ihn eine Enttäuschung. Immer dabei, aber oft fehlt mittlerweile der Unterschied zum Sieg. Er wirkt auch zunehmend gelangweilt. Beim Giro blitzte die alte Klasse nochmals auf …. zu selten für einen wie ihn.

    Majka: solide Saison, 3ter am Tirreno das Highlight. Am Giro sah man spätestens in Piancavallo, dass der ganz große Wurf trotz ausgedünntem Feld nicht möglich war. Scheisserei und am Ende etwas durchgereicht war aber auch Pech.

    Kämna: die Etappensiege an Tour und Dauphine beeindruckten. Hat den nächsten Schritt gemacht, GKs und Ardennen sind in den nächsten Jahren realistische Ziele.

    Enttäuschungen:

    Sagan siehe oben.

    Buchmann: natürlich auch im Pech, an der Dauphine schien er ja wirklich da zu sein bis zu dem Sturz. An der Tour ging dann nichts, die Frage wäre gewesen, nicht besser aufzugeben und es an Giro oder Vuelta nochmals zu versuchen. So bleibt abzuwarten, ob die 2019er Tour ein einmaliger Glanzpunkt war.

    Von Pöstlberger und Oss kamen schon mal mehr Resultate, hatten aber auch ihre Aufgaben. Ebenso ist bei Gatto die Luft raus gewesen, hört wohl auch auf.

    Fazit: Trotz der Enttäuschung an der Tour mit Buchmann im Pech und etwas gelangweiltem Sagan sprangen andere Fahrer in die Bresche. So verteilen sich solide Resultate auf viele Fahrer, die Top10 von Konrad und Großschartner, der wie ich finde an der Vuelta gut mithalten konnte und am letzten Tag mehr aufgrund der taktischen Konstellation als der eigenen Schwäche noch 2 Plätze im GK verlor, waren ja oben noch gar nicht erwähnt. Schelling und Fabbro zeigten von den jüngeren noch ganz ordentliche Ansätze. Da kann man schon auf ein solide Fundament bauen. Nächstes Jahr wohl das letzte Sagan-Jahr hier

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