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28. April 2005 um 11:59 Uhr #585254
na ja hoj sollte man schon noch ein wenig zeit lassen. nur wegen einem frühjahr kann man da jetzt erstmal gar nix sagen. und montgomery war letztes jahr gut am giro bevor er ausstieg. bekommt dieses jahr von mir ne zweite chance.
28. April 2005 um 12:40 Uhr #585255ich glaube das mit den helferdiensten ist so eine sache – man muß den fahrern einfach auch das gefühl geben selbst auch einmal der kapitän sein zu dürfen. so ein art alle für einen einer für alle. da sollte man sich gedanken machen wie man das umsetzen kann. es sind doch alle in einer gewissen weise rennpferde und wollen gewinnen. oder eben so dass jeder ein mosaiksteinchen ist um am ende den sieg von zabel oder ullrich zu schaffen. so war es scheints bei lbl aber nur durch zufall und nicht weil tmo so etwas fördert.
28. April 2005 um 12:46 Uhr #585256Endlich was über T-Mobile!! Hatten wir bisher ja leider nicht, hat der KV auch sehr vermisst.
Alle sind nicht schlecht. Das Hauptproblem hat Stefu schon ausgesprochen. Man kauft Stars, Halbstars etc. aber nur damit sie Ullrich helfen. Totschnig hätte es in seiner Telekomzeit doch sicher locker geschaft im Giro unter die Top 10, ja sogar Top 5 zu fahren. Guerini… so super war der nicht. Was hat er denn in seinen Telekomjahren gebracht? Kein Ausfall, aber auch kein Superhelfer wie Rubiera z.B. Den hätte man auch mal den Giro als Leader mit Ambitionen fahren lassen dürfen. Giro 02 hätte er glatt gewinnen können (ok, wohl zu flach) Aerts: Der war vorher kein Superstar, nachher auch nicht. Von dem schienen einige sich Azevedo 04 Leistungen zu erwarten, das wäre einfach einer für die Ardennen gewesen, sonst nicht viel. Hat er nicht gebracht, kann passieren. Bei Botero war man wohl zu lieb. Ja ja, liebster Botti, du drittklassiger Allrounder, du darfst ganz alleine in Kolumbien trainieren, kommst dann aber zur Tour gell…
Trampusch und Yakovlev hat Raumcollagen Recht. Mit dem Zug hat er Unrecht. Zabel ist nicht mehr der Supersprinter. Schon lange nicht mehr. Er kann mithalten, evtl mal sogar gewinnen, aber regelmässig unter die Top 3 kommt er nicht mehr. Dafür lohnt es sich nicht einen Zug zu organisieren. Zur Tour mitnehmen ist klar, einen evtl 2 Fahrer die ihm im Finale helfen wenn er sich gut fühlt ok, sonst nichts.
Welche Fahrer hätte T-Mobile denn einstellen sollen?
Leitplanke
28. April 2005 um 13:18 Uhr #585257so nun mal meine Einschätzung:
Savoldelli: da kann t-mobile meiner Meinung nach gar nichts dafür, denn er war ja eigentlich nur verletzt. Seinen Vertrag nochmal zu verlängern, wäre auch ein großes Risiko gewesen, weil es hätte ja gut sein können, dass er nochmal eine Saison verletzt ausfällt.
Guerini: ist meiner Meinung nach absolut kein Fehleinkauf. Er war oft ein guter Helfer und war auch erfolgreich, wenn er auf eigene Kappe fuhr ( Etappensieg Tour de France, 2. Gesamtplatz Tour de Suisse)
Fagnini: hat mit Hondo schon oft gut für Zabel angefahren. Wenn er Kapitän in einem Massensprint war jedoch meist enttäuschend.
Evans: war zwar auch oft verletzt, aber man hätte ihn zur Tour letztes Jahr mitnehmen müssen, dann wäre er auch geblieben. Ist ein Toptalent auf jeden Fall.
Botero : Eine große Enttäuschung und das auf ganzer Linie. Mal schaun, wie er bei Phonak wieder in Form kommt.
Vino: Topmann, da gibt es natürlich keine Diskussion.
Yakovlev: Solange er dafür sorgt, dass Vino sich wohl fühlt, ist es mir eigentl. egal wie gut er fährt. Ist aber auch nicht so schlecht am Berg
Livingston: Klar, ein Fehleinkauf.
Ivanov: kein schlechter Kauf, find ich. Ist gut bei den Klassikern.
Korff: hat mich sogar positiv überrascht. dachte der reißt gar nichts und kommt nur wegen Ullrich, aber der hat schon ne gute Endschnelligkeit.
Steinhauser: konnte letzte Saison ja leider wegen Verletzung fast nichts zeigen. Sonst aber gut fürs MZF und er sorgt dafür, dass Ulle wenigstens halbwegs gescheid trainiert.
Aerts: Fehleinkauf
Konency: bis jetzt ziemlich schwach, könnte aber noch was werden.
Schmitz: komplett schwach bisher. wird auch nicht mehr vielmehr aus im, glaub ich.
So insgesamt sind da sicher ein paar Fehleinkäufe drin, aber auch nicht übermäßig viele finde ich. Ich hab sicher noch ein paar Fahrer vergessen, aber die wichtigsten sollten schon drin sein.28. April 2005 um 15:34 Uhr #585258muss hier jetzt doch mal ’ne lanze für botero brechen. der hat sich während (vermutlich sogar schon vor der tour 2003) einen schweren virus zugezogen. der rest der saison war weg… sich von diesem virus zu erholen hat monate gedauert.
bei mayo lässt man doch auch – zu recht – das pfeiffersche drüsenfieber als erklärung für schwache leistungen gelten…28. April 2005 um 15:50 Uhr #585259Jetzt mal halblang. Botero hat nun wirklich nicht überzeugt und ich finde es auch einen falschen Ansatzpunkt der Teamleitung die Schuld an den Fehleinkäufen komplett in die Schuhe zu schieben. Allein der Sportler ist dafür verantwortlich, dass er die Leistung bringt für die er auch bezahlt wird. Wenn jetzt wirklich einer sich den Arsch aufreißt fürn guten Vertrag und nachdem er den in der Tasche hat sich nun aufs Sofa setzt, dann ist das eine Charakterschwäche des Sportlers und nicht der Teamleitung.
28. April 2005 um 15:55 Uhr #585260da hast du sicher teilweise recht radfahrer und ich seh das auch genau so. wenn ich jetzt aber als teamchef öfters solche vorkommnisse habe bei teuren neueinkäufen dann würde ich mir mal gedanken machen. wenn ein fahrer einen arschtritt braucht dann geb ich ihm den auch denn ich zahle ja für seine leistung. jeder arbeitgeber muss halt auch das maximum aus seinen angestellten herausholen. bei manchen braucht man halt weniger tun und bei andren die muss man halt im auge haben. und wenn ich feststelle dass meine teamleiter das nicht auf die reihe kriegen muss ich halt andere einstellen.
28. April 2005 um 16:04 Uhr #585261@ Die Zahl: wie t-mobile bekommt keinen mehr der gut ist???? Sevilla war von Discovery umworben und er kam, Pollack ist sicherlich auch nicht der schlechteste. T-Mobile fährt jetzt glaube ich eine etwas andere Schiene, sie kaufen nicht mehr die Stars, sondern setzten gezielt auf Talente, deswegen wohl uach ihr neues Jugendprogramm. Dazu werden noch gezielt ein paar Fahrer geholt, in den Bereichen wo man Schwächen hat.
In Arsch treten ist sicherlich schwer, man geht zu Ulle: hey du Penner, wir schmeißen dich raus wenn du nicht die Tour gewinnt. Dann gerät Ulle unter Druck reißt nichts, und zieht beleidigt von dannen.
Offizieller Mari Holden Fan!!
28. April 2005 um 16:49 Uhr #585262@radfahrer
was heißt denn hier halb lang? es war die entscheidung des mannschaftsarztes, botero nach der tour 2003 für den rest der saison fahrverbot zu erteilen – und man sollte davon ausgehen, dass es medizinische gründe dafür gab, die weder sofasitzen oder charakterschwäche hießen…28. April 2005 um 17:12 Uhr #585263Die Frage ist aber warum man sowas immer erst nach der Tour merkt und nie vorher (wo doch jeder andere schon gesehen hat das Botero nix drauf hat). Das war letztes Jahr (zum Leidwesen von Evans) noch krasser.
Ich kann mir das nur so erklären das bei den unwissenden Managern in der Telekom-Konzernzentrale dann mit dem Meldezettel geprahlt werden soll von wegen von den Namen her sind wir die stärksten…
28. April 2005 um 17:20 Uhr #585264Hat der Ullrich auch ne Meinung was die Zusammenstellung des Teams anbelangt oder ist ihm das egal? Wollte der, das Botero letztes Jahr dabei ist und Evans nicht, oder wie war das.
Hat der überhaupt ne Meinung oder nur dann wenn er einen Stöpsel im Ohr hat.
pompa pneumatica
28. April 2005 um 18:04 Uhr #585265Ullrich wollte dass nicht Evans sondern Ivanov bei der tour dabei ist.
Offizieller Mari Holden Fan!!
28. April 2005 um 18:11 Uhr #585266d.h. die Teamleitung wollte vorher Evans mitnehmen. Und Ullrich hat sein Veto eingelegt.
Hmm??
pompa pneumatica
28. April 2005 um 18:16 Uhr #585267Quote:Original von Stefu
Ich kann mir das nur so erklären das bei den unwissenden Managern in der Telekom-Konzernzentrale dann mit dem Meldezettel geprahlt werden soll von wegen von den Namen her sind wir die stärksten…Oder so wie Heppner gemutmaßt hat, dass sich Botero das Startrecht vielleicht in seinen Vertrag reinschreiben ließ. Ein interessanter Gedanke.
Quote:Original von Veloce stanco
Hat der Ullrich auch ne Meinung was die Zusammenstellung des Teams anbelangt oder ist ihm das egal? Wollte der, das Botero letztes Jahr dabei ist und Evans nicht, oder wie war das.Hat der überhaupt ne Meinung oder nur dann wenn er einen Stöpsel im Ohr hat.
Na na. Ullrich hat sich mal viele Jahre für Heppner stark gemacht (Zimmerkollege) und 2001 wurde Heppe wohl nur auf Ulles Wunsch nach Harmonie mitgenommen (sonst wäre Heppe erster Ersatzfahrer gewesen). Man korrigiere mich, falls mein Gedächtnis trügt.
Desweiteren mag der Jan ja seit 2003 den Steini ganz doll und wenn der halbwegs Form hat …
Für Klöden, auch ohne Form, macht sich Ullrich ja auch stark.
Und dass ein Sevilla demütig vom großen Ullrich spricht, für den er bei der Tour gern mal alles geben möchte, kommt ja wohl auch nicht aus der Luft, sondern weil der Engelsoscar den Teufelsjan ganz gut leiden kann.Aber es wurde schon oft gesagt. Wenn der Kapitän nicht der Stärkste ist, wird überall nachgehakt. Sobald er aber gewinnt, kann er auch ruhig sieben Helfer für Zabel abstellen. Die Tour gewinnt eben doch nicht der mit dem stärksten Team, sondern der stärkste Inidividualist.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
28. April 2005 um 18:39 Uhr #585268Quote:Original von Lapébie
Aber es wurde schon oft gesagt. Wenn der Kapitän nicht der Stärkste ist, wird überall nachgehakt. Sobald er aber gewinnt, kann er auch ruhig sieben Helfer für Zabel abstellen. Die Tour gewinnt eben doch nicht der mit dem stärksten Team, sondern der stärkste Inidividualist.So ist das auch nicht richtig. Die Tour gewinnt der, der die beste Mischung aus gutem Individualist und gutes Team hat. Natürlich ist die eigene Stärke nochmal ein bisschen wichtiger, als die das Teams. Aber wenn Armstrong letztes Jahr z.B. bei einem Grottenteam gewesen wäre, hätte er auch Schwierigkeiten gehabt zu gewinnen. Man bekommt einfach schon mal ne Menge Rücktstand im MZF, dann hat man große Probleme auf langen Etappen das Trikot zu verteidigen, denn es packt wohl kein Fahrer jedesmal wenn irgendein einigermaßen guter GT Fahrer angreift mitzugehen oder sich alleine vor das Feld zu hängen und es wieder ranzuführen.
28. April 2005 um 18:58 Uhr #585269wenn einer richtig überlegen ist wie armstrong oft die letzten jahre braucht er die mannschaft nur fürs flache. im gebirge müsste er nicht jeden angriff kontern. wenns ihm zu bunt wird kann er angreifen und alle anderen abhängen. ob das team nun stärker oder schwächer ist spielt darum kaum eine rolle. womit ihr recht habt ist dass armi 2003 und 2004 ohne dieses gute team mehr probleme gehabt hätte das liegt aber daran dass er nicht der übermensch mehr war wie 2001 oder 2002.
28. April 2005 um 19:44 Uhr #585270noch ein nachtrag zu santiago botero.
gebe zu, die bemerkung mit sofasitzen und charakterschwäche von radfahrer hat mich mächtig genervt – allein schon die unterstellung… – das ist jetzt nicht nur auf botero bezogen.im vergangenen jahr gab es einen schönen artikel zum „totalausfall“ botero, den findet ihr (hoffentlich) hier:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0703/magazin/0268/index.html
da sitzt er zwar mal auf dem sofa, aber erst nach dem training…
28. April 2005 um 21:02 Uhr #585271Zitat
original von Coolmanwenn einer richtig überlegen ist wie armstrong oft die letzten jahre braucht er die mannschaft nur fürs flache. im gebirge müsste er nicht jeden angriff kontern. wenns ihm zu bunt wird kann er angreifen und alle anderen abhängen. ob das team nun stärker oder schwächer ist spielt darum kaum eine rolle
Ist so sicher nicht richtig , es war vor allem im Gebirge,
wo er die Mannschaft auch braucht , wie sie ihn mit
einem horenden Tempo in den letzten Aufstieg ziehen,
nachdem jeder seiner Helfer seinen Dienst getan hat ,
bleiben meist nur noch eine Hand voll Gegner
übrig , die Armstrong danach mit einer Attacke noch
fertig macht .Das beste Beispiel was ein gutes Team ausmacht ,
konnte man bei der 93 er Tour sehen , wo Rominger
klar stärker war als Indurain , jedoch wegen seinem
schlechteren Team die Tour verlor .
Und Gilbert ist doch kein ewiges Talent!
28. April 2005 um 22:47 Uhr #585272war das aber nicht wegen des MZF, dass rominger deswegen so viel zeit verloren hat??
und wenn du das meinst, ich finde nicht, dass armstrong nur die absoluten überzeitfahrer in seinem team hat. er sorgt halt dafür, dass die fahrer in seinem team die leistung bringen, die er verlangt.
29. April 2005 um 0:44 Uhr #585273Quote:Original von Coolman
wenn einer richtig überlegen ist wie armstrong oft die letzten jahre braucht er die mannschaft nur fürs flache.sehe ich total anderes.
Was USP in flache Etappe für Armstrong geleistet, das können mindesten 15 andere Mannschaften für ihr Kapitän auch. Man hat auch gesehen, wie letztes Jahr BLB in flache Etappe für Vöckler gearbeit hat, man merkt nicht, dass die schlechter als USP war. Erst bei Bergetappe merkt man die riesen Unterschieden. 3-4 andere Fahrer bei USP könnten ohne weiteres Kapitän bei andere Mannschaften sein.
Old Path, White Clouds
29. April 2005 um 7:26 Uhr #585274@ Hannes
Nein ich meinte nicht die Stärke von Postal im
MZF , welche natürlich auch grandios war ,
sondern die Stärke in den Bergen , wo
er die besten Helfer hatte .Wegen Rominger 93 , da war natürlich der
Anfang das Problem im MZF , sie haben zur
schlechten Zeit noch eine Strafminute
erhalten , durch diesen Rückstand musste
Rominger früh indas EZF starten , wo er bei
Regen und Hagel gegen die anderen
auf trockener strasse keine Chance hatte .Danach gewann er noch zwei Bergetappen und
das letzte EZF trotz Rad defekt .
Rominger bei Banesto hätte diese Tour klar
gewonnen .
Und Gilbert ist doch kein ewiges Talent!
29. April 2005 um 7:44 Uhr #585275ob Sevilla und Lara wirklich eine erhoffte Verstaerkung sind, wird sich relativ bald zeigen
eins ist klar, Sevilla ist weit hinter den Erwartungen zurueckgeblieben ganz im Stile von Aitor Gonzales; Sevilla hat in den vergangenen 2 Jahren auf ganzer Linie enttaeuscht….
Ich glaube nicht das TMO sich einzig und allein verstaerkt um JU bei der Tour zu unterstuetzen, ich glaube die ProTour ist auch mehr oder weniger in die Saison- und Personalplanung eingeflossen;29. April 2005 um 7:55 Uhr #585276@KV: Geht ja bei Zabel nicht nur um die Tour, 2003 und 2004 war er nicht der Übersprinter, aber ein Guter, da hätte er bei Rennen wie Tirreno-Adriatico schon von einem Zug profitieren können. Aber interessanter finde ich eher die allgemeine Frage, warum Sprinterzüge aus der Mode gekommen sind.
Guerini: Ich weiss nicht, wie Guerini vor Telekom drauf war, momentan ist sein Problem doch, dass er seine Form nicht über einen längeren Zeitraum als drei, maximal vier Wochen halten kann und es danach rapide bergab geht. Und wenn er dann eben nicht auf den Punkt zur Tour fit ist, dann hat man eben ein Problem. Siehe 2003, wo er eine grandiose TdS fährt und bei der TOur überhaupt nix mehr zusammenläuft und 2004, wo eine anständige TdS einer hervorragenden Tour vorangeht. Deshalb glaub ich übrigen auch nicht an einen Grio-Start.
Armstrong und Teams: Wenn Armstrong und andere Spitzenfahrer keine Berghelfer benötigten, würden ihre Teams nicht für viel Geld welche zusammenkaufen. Dann wäre er nicht versessen gewesen, Heras zu ersetzen und würde nicht mit einer Armada Kletter angereist kommen, sondern mit acht Zeitfahrern.
Botero: Virus kann man ihm nicht vorwerfen, aber warum pocht der auf sein Startrecht bei der Tour. Hat doch jeder anhand von Ergebnislisten im Voraus gesehen, dass er weit davon entfernt ist, konkurrenzfähig zu sein.
Gerolsteiner: Nicht nur die Einkäufe, auch bei den Jungfahrern sieht es nicht wesentlich besser aus. Oder wo haben denn Lang, Strauss, Weigold, Hardter oder Scholz allle Erwartungen übertroffen?
1564 verurteilte die Inquisition den Arzt Andreas Vesalius, den Begründer der neueren Anatomie, zum Tod, weil er eine Leiche zerlegt und festgestellt hatte, daß dem Mann die Rippe, aus der Eva stamme, gar nicht fehle. (Karlheinz Deschner)
29. April 2005 um 9:46 Uhr #585277Es geht ja hier in diesem Thread darum, ob T-Mobile sehr viel verkehrt gemacht hat oder nicht.
Ich nehme jetzt Gerollsteiner einfach mal hinzu.
Etwas weiter vorne habe ich auf die Eigenverantwortung eines Profis hingewiesen und gerade ein Profi im Rennradsport muss hier absolut gut organisiert sein, um da nicht in ein Loch der Leistungsmisere hinein zu fallen. Ich hatte in den letzten Jahren den Eindruck, dass für Profis der Rennstall T-Mobile (früher Team Telekom) so der ruhige Hafen des Glücks war. Wenn Du es bis dahin geschafft hast, dann kannst Du ordentlich was bei Seite legen und dich schon mal auf den Ruhestand freuen. Ist vielleicht etwas böse ausgedrückt, aber seit etlichen Jahren bringen eigentlich immer nur die gleichen im Team die Leistung, die von ihnen auch erwartet worden ist. Das kann man der Teamleitung mit Sicherheit vorwerfen, das entschuldigt aber nicht die vorhandene Charakterschwäche eines Ullrichs, Botero und Co.. Wenn man als erwachsener Mensch wirklich immer noch jemanden braucht der ihn an die Hand nimmt , finde ich diesen Zustand eher peinlich und es ist traurig, dass das Team sich in den letzten Jahren zuhauf solche Weicheier eingekauft hat. Schade, aber die eigentlichen Verlierer sind die Fahrer und nicht die Teamleitung. Wenn jemand sein Chef verarscht, ist dann der Chef zu kritisieren oder der Mitarbeiter? Da kann man noch so ein Fan von irgendjemanden sein, die Kritik an diesen verweichlichen Pappnasen ist in jeder Form gerechtfertig.
Ich denke, das Team Gerollsteiner hat da schon den klügeren Weg für sich gefunden, allerdings wächst die Erwartung von Jahr zu Jahr und in den nächsten vier Pro-Tour Jahren wird auch das Team Gerollsteiner beweisen müssen, dass die Einkaufspolitik auch ein Niveau erreicht hat, welches höher liegt als nur vorne mit dabei sein zu können. Jetzt wo die Rennen anscheinend auch schon früher im Jahr härter gefahren werden sind die Ergebnisse eher bescheiden, wobei das letzte Frühjahr eh sehr schwer zu schlagen sein wird. Aber nur Siege zu erringen bei eher unbedeutenen Rennen wird dem Anspruch auch nicht mehr gerecht. Und die qualitative Substanz des Teams muss seit dem Hondodesaster doch sehr in Frage gestellt werden.29. April 2005 um 19:56 Uhr #585278Es ist sicher richtig, das viele Fahrer, die als Stars zu Telekom kamen, enttäuschten. Ob das am Fahrer oder der Teamleitung lag, ist wirklich Ansichtssache. Da hat wohl jeder etwas Schuld, weil man nicht miteinander konnte. Aber trotzdem hat Telekom es geschafft, an Nr. 1 der Weltrangliste zu kommen und das zählt ja wohl. Also kann die Personalpolitik nicht so schlecht sein. Im Übrigen kann man die Konkurrenz auch indirekt schwächen, in dem man Fahrer vom Markt nimmt und sie etwas versauern lässt. Gerolsteiner war (wie Telekom vor 12 Jahren) ein kleines Team und die haben sehr gut entwickelt. Aber das Niveau zu halten ist viel schwerer.
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