Paris-Roubaix

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  • #779594
    Avatar-FotoJoelle van Dyne
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      Ich denke, das war für die nächsten 100 Jahre das letzte mal, dass die reale Chance bestand, dass einer alle 5 Monumente in einem Jahr gewinnt. Pogi war wirklich nahe dran, muss man schon sagen.

      #779595
      Avatar-FotoKanarienvogel
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        Tim war doch dieses Jahr bisher der bessere….

        Eigentlich fährt man aber doch weder noch wirklich nach. Aber beiden etwas.


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        #779604
        Avatar-FotoJoelle van Dyne
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          Ich glaube, so richtig ist das nicht verarbeitet worden (also auch nicht in der Presse), wie dicht der Radsport, aber auch der Profisport allgemein, an einer der ungewöhnlichsten Leistungen aller Zeiten vorbei geschrammt ist, was körperliche Leistungsfähigkeit im Ausdauerbereich betrifft. Wie bereits beschrieben, ich bin mir sicher, dass wir so eine Konstellation die nächsten 100 Jahre nicht wieder sehen werden. Da würde ich ausnahmsweise sogar eine Wette drauf eingehen.

          #779605
          Avatar-FotoCoolman
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            100 Jahre natürlich nicht zu sagen, aber ich schau jetzt seit sagen wir mal 1999 intensiv Radsport und niemand war seitdem auch nur annähernd so nahe dran. Aber man muss halt auch sagen, dass Wout einfach der bessere war. Von daher erübrigt sich das ganze für mich schnell. und lüttich und lombardei müssen ja auch erstmal gewonnen werden.

            #779606
            Avatar-FotoJoelle van Dyne
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              Natürlich müssten Lüttich und die Lombardeirundfahrt noch gewonnen werden und auch da muss man erst mal gesund hinkommen und dort nicht stürzen usw. Das macht das Ganze ja unter anderem(!) so sagenhaft unwahrscheinlich. 5x im Jahr, zu verschiedenen Zeitpunkten in Topform zu sein und in den Rennen noch möglichst von jedwedem Unglück verschont. Und es geht ja auch nicht darum nun herauszurechnen wer am Ende stärker war, Wout oder Pogi, wenn man versuchte die Stürze irgendwie „herauszurechnen“. Wahrscheinlich käme dann heraus, dass MvP der Stärkste war. Nein, für mich ist das Irre hier, wie wenig tatsächlich gefehlt hat. Hätte Pogacar noch ein bisschen mehr Gas gegeben, als Wout van Aert seinen Platten hatte, hätte das wahrscheinlich schon gereicht, um sich die Option offen zu halten etwas völlig Verrücktes und im Grunde auch vollkommen Unmögliches zu schaffen. Vielleicht hätte sogar schon gereicht, wenn sich Vermeersch hätte rechtzeitig zurückfallen lassen und Pogacar nicht den größten Teil der 22-km-langen Verfolgungsjagt vor dem Wald von Arenberg selbst hätte zufahren müssen. Natürlich ist das alles „hätte-hätte“, aber das Verrückte ist ja gerade, dass es möglich gewesen wäre. Für mich wäre es damit vergleichbar, dass plötzlich jemand übers Wasser laufen kann.

              #779609
              Avatar-Fotomidas
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                Nachdem die „Nordrennen“ jetzt durch sind und das Peloton über Brabant (jetzt am Freitag) und Limburg in die Ardennen weiterzieht kann man ja mal etwas bilanzieren.

                Ein paar Kommentare zu den Protagonisten:

                Pogi, RVV souverän und in Roubaix ganz nah am Coup dran.
                MvdP, bei den Monumenten nicht ganz, Omloop und E3 holt er aber. Bei PR im Pech, ob a la Pedale doch der Stärkste halt müßig zu diskutieren. Dass es dieses Jahr weniger hatte als letztes Jahr würde ich nicht unterschreiben wollen, im Grunde war an der RVV doch näher dran als letztes Jahr.
                WvA, oft im Pech, jetzt lief es mal in seine Richtung.
                Pedersen: mit dem Sturz zu Saisonbeginn nicht top, aber eigentlich gut reingekämpft. Halt kein Sieg.
                Ganna: erster Sieg im Norden bei DDV, stark herausgefahren, bei PR auch im Pech aber auch absehbar dass er es da nicht ganz hatte.
                Wolfpack-Revival: im Grunde rettet es Stuyven etwas mit einem PR-Podium und davor auch soliden Leistungen. Dazu Merlier am Scheldeprijs, sonst eher enttäuschend.
                RB BH: kommen gut, abgesehen vom Remco Debut mit den van Dijkes und G. Vermeersch immer aktiv. Pithie auch.
                J. Philipsen: GW, dazu noch Nokere Koerse als kleines dazu, das passt dann schon.
                Groenewegen: gewinnt quasi die Nachfolgerennen von de Panne beide, so gut war er länger nicht mehr.
                Lotto: für belgisches WT-Team kommt eigentlich schon wenig. De Lie mal mit ok GW aber in Summe hat er mal wieder ein Nord-Frühjahr versemmelt.

                #779610
                Avatar-FotoDiamant
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                  Ich sehe nicht, warum das in ’27 oder ’28 nicht nochmal möglich sein sollte für Pogacar. Das größte Hindernis daran ist wohl Mailand – San Remo und die Frage, ob er da nochmal startet und dann auch nochmal gewinnt. Die zweite große Unbekannte ist natürlich die Konkurrenz. Ein Seixas wird ihm in L-B-L und in der Lombardei spät. nächstes Jahr potentiell die Hölle heiß machen können.

                  Und das hätte man Anfang ’25 auch noch nicht gedacht. Von daher halte ich solche 100 Jahr Prognosen für Quatsch.

                  Wäre es absolut legendär und einzigartig? Definitiv! Aber ich sehe wenig Ansatzpunkte, weshalb es einen Pogacar 2.0 nicht (einigermaßen bald sogar) wieder geben sollte. Gerade jetzt, wo die Tür aufgestoßen wurde, dass es möglich ist, alle 5 Monumente + Tour zu gewinnen. Das schafft nochmal ganz andere Anreize an die neuen Generationen.

                  #779612
                  Avatar-FotoStatistik-Zwerg
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                    LBL 2025. Lombardei 2025. MSR2026, Ronde 2026 und bei Roubaix fehlten Pogacar 2 Radlängen, viel knapper kann man es nicht verfehlen, un bisher war noch keiner nah dran. MvdP hätte 4 mal in Serie gewinnen können, hier war Francesco Moser 1981 mit seinem 3. Platz näher dran, wäre aber auch eine Jahrhundertleistung gewesen. Eins von beidem hätte ich schon gerne gesehen und WvA ist der einzige dem ich den Sieg gönne obwohl er damit eine Jahrhundertsensation kaputt gemacht hat.

                    Die 100 Jahre sind hoch gegriffen, wie lange werden die Rennen mit breiter internationaler Teilnahme gefahren und haben alle den Rang zumindest zu den 7 wichtigste zu gehören? Vielleicht seit Angang der 1950er Jahre, also gerade mal 75 Jahre. Dazu hat sich der Charakter der Rennen auch etwas geändert, Paris – Roubaix wurde bis Mitte der 60 Jahre in Paris gestartet und lief größtenteils über Hauptstraßen, erst danach kamen schrittweise die historischen superrupligen Kopfsteinpflasternebenstraßen. Bei MSR kam 1960 der Poggio und 1982 die Cipressa dazu, insofern hat ein Fahrer in 75Jahres es fast geschafft alle 5 in 12 Monate zu gewinnen, warum sollte es nicht nochmal einer in den nächsten 50 Jahren schaffen, muß ja kein Rundfahrer sein, kann ein Klassikerspezialist sein.

                    #779614
                    Avatar-FotoCrack Vanavama
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                      Naja das mit dem Pflaster bei PRX ist auch eher ne Halbwahrheit. „Erst gegen Ende, im Département Nord, waren die Straßen quasi durchgehend mit dem Kopfsteinpflaster bedeckt, für das das Rennen heute bekannt ist“, sagt Wikipedia. Also der Straßenbau hat sich verändert und deshalb die Verteilung des Pflasters, aber nicht der Charakter des Rennens als Pflasterrennen (wenngleich in Vorkriegszeiten Pflaster sicher häufiger Bestandteil von Rennen war, weil insgesamt viel verbreiteter)


                      Crack Mövenarsch (ohne Klasse)

                      #779615
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                        • ★★★★★★

                        Und ein Grand Slam ist Pogacar schon weiterhin zuzutrauen, aber schon die Fragen ob er nach Sanremo zurück kommt und dann die Konstellation wieder einen Sieg ermöglicht ist schon ein erster Knackpunkt. Dann muss das gleiche in Roubaix auch hin hauen. Und dann kommt noch hinzu, dass wir alle Seixas im Baskenland gesehen haben…


                        Crack Mövenarsch (ohne Klasse)

                        #779616
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                          Naja das mit dem Pflaster bei PRX ist auch eher ne Halbwahrheit. „Erst gegen Ende, im Département Nord, waren die Straßen quasi durchgehend mit dem Kopfsteinpflaster bedeckt, für das das Rennen heute bekannt ist“, sagt Wikipedia. Also der Straßenbau hat sich verändert und deshalb die Verteilung des Pflasters, aber nicht der Charakter des Rennens als Pflasterrennen (wenngleich in Vorkriegszeiten Pflaster sicher häufiger Bestandteil von Rennen war, weil insgesamt viel verbreiteter)

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                          Crack Mövenarsch (ohne Klasse)

                          Nicht ob eine Straße gepflastert ist sondern wie macht den Unterschied. Ich kenne nicht die Haußtstraßenpflasterung in Nordfrankreich der 40-60 jahre (bin ja erst 66 geboren), vermute dort aber eine Qualität, wie man sie auf innerstädtischen Straßen Westdeutschlands mit Straßenbahnschienen in den 70 und 80ger Jahren noch oft antraf (und kurze Abschnitte in der Qualität findet man heute auch noch in Berlin). Da fährt man einfach drüber, es rumpelt etwas rollt nicht ganz so gut wie Asphalt und bei Regen wirds rutschig. Dann gibt es rauhere Kopfsteinpflaster, die man in etlichen Straßen in Berlin und Brandenburg noch findet, über die ich Ende der 80 noch in Belgien gefahren bin (nicht die Hellinge der Ronde), das rumpelt ordentlich und man spürt einen deutlichen Wiederstand, und dann die ***, **** und ***** Sterne Abschnitte von Paris-Roubaix. Die habe ich mir angesehen(ich kann mich nicht genau erinnern, es waren aber keine der berühmten ***** Abschnitte, ich hab mich aber nicht mit dem Rennrad draufgetraut. Die waren nicht Bestandteil des Rennens vor Ende der 60iger. Oder wie es etwas weiter unten in den Wikipediaartikel steht:
                          „Die Kopfsteinpflaster, die heute in die Strecke aufgenommen sind, sind grimmiger und primitiver als die Straßen, auf denen vor 100 Jahren gefahren wurde. Der heutige Klassiker Paris–Roubaix ist die Rekonstruktion einer Vergangenheit, die es nie gegeben hat.

                          #779617
                          Avatar-FotoKanarienvogel
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                            Das erste Ziel für Pogacar ist es doch nicht alle 5 in einem Jahr zu gewinnen, sondern alle 5. Ist ja beeindruckend genug. 100 Jahre… so lange gibt’s die Monumente halt noch gar nicht. Die Rennen schon, aber als Monumente nicht. Flèche vs Liège ein gutes Beispiel, irgendwann in den 50-60er Jahren war die Flèche sogar wichtiger. Hat der KV irgendwo mal gelesen.

                            Und die Dinger waren halt auch lokaler. Belgier in Belgien, Italiener in Italien, Franzosen (und wohl schon auch Belgier) in Roubaix. Alle 5 zu gewinnen wurde wohl erst in den 70er oder sogar 80er Jahren ein Ziel. Vielleicht auch schon in den 60ern, weiss der KV doch nicht, aber da waren’s auch nciht nur 5 sondern die Flèche wollte auch gewonnen werden, Paris-Tours ebenso und was der KV ja überhaupt nicht wusste, bis er es auf der gleichen Seite wie das mit Flèche-LBL gelesen hat, Paris-Bruxelles. Irgendwann haben dann andere an Wichtigkeit verloren, 5 haben sich herauskristallisiert und wurden „Monument“ genannt, der Hein soll das gewesen sein, sonstwo gelesen. Aber alles ohne Garantie.
                            Also lange war dieses alle 5 gewinnen nicht wirklich ein Ziel, schon gar nicht in einem Jahr, jetzt schon, Pogacar der erste der wohl Nahe dran kam, mit Roubaix hätte er es wirklich schaffen können, sollen.. aber halt nicht.

                            Versucht er es nochmal?
                            Der KV sagt: 2026 Tour, wenn er gewinnt sieht das Programm 27 so aus:
                            Irgendwas-Baskenland-Ardennen-Giro. Dann könnte sich der KV vorstellen dass er UAE sagt: Leckt mich Boys, ich fahre die Vuelta, nicht die Tour. Tour 26 verloren (Vinge sollte man nie unterschätzen), dann muss er fast wieder zur Tour. Aber Giro-Tour scheint doch wahrscheinlich.
                            28 Olympia. also kein Giro, Tour wohl ja, Tour-Olympia. Roubaix fehlt, also wieder im Programm. Sanremo? Möglich, Flandern möglich. Hier die nächste Möglichkeit alle 5 in einem Jahr zu gewinnen. Aber der KV denkt ihm ist es erstmal wichtiger Roubaix einmal zu gewinnen.

                            Ah noch zu Mathieu, 4x in Folge gewinnen, aber Pech. Ja, aber 23 hatte er auch Glück. Van der Poel war da am hinterherschnappsen, dann Wout mit dem Platten und Van der Poel weg. Klar, VdP war nciht wirklich distanziert, aber schon ein paar Meter hinten, kommt nochmal ran? Sehr gut möglich. Gewinnt den Sprint? Wahrscheinlich, aber gegen Wout ist es doch nicht garantiert. 25 stürzt sich Pogacar aus dem Kampf um den Sieg. Hier hätte wohl er wohl schon gewonnen, Pogacar vs Van der Poel scheint schon relativ safe. Aber wer weiss, evtl wäre Pogacar ja den noch losgeworden. Rein so vom Gefühl her fand der KV nämlich den Pogacar 25 stärker. Irgendwie. Sah gefährlicher aus, diesmal irgendwie.. ja zuerst, ok am Carrefour geht er dann, aber hat’s ja schon vorher mal probiert, kam keinen Meter weg, hm, hat’s nicht ganz wie 25? Aber egal, der arme Mathieu, ja ja, 2x hatten andere Pech, jetzt halt er, das ist Roubaix.

                            Nochmal Pogacar: Nach 25 war der KV überzeugt der gewinnt das mal. 26 schon, eher als Sanremo fast.. Nach 26 ist der KV nicht mehr so sicher irgendwie. Aber es soll ja auch schon vorgekommen sein, dass der Kv sich geiirt hat…


                            Leitplanke

                            #779624
                            Avatar-FotoJoelle van Dyne
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                              Also nochmal zu den „100 Jahren“, die ja ich unseliger Weise ins Spiel gebracht habe. Natürlich habt ihr Recht, wenn ihr schreibt, dass das noch gar nicht so lange möglich ist. Genau genommen gab es erst 1913 alle 5 Austragungen in einem Jahr, aber sicherlich hatten die damals zumindest teilweise noch einen anderen Charakter bzw. Stellenwert, worauf einige hier ja auch hingewiese4n haben.

                              Aber damals, ja sogar noch zu Eddy Merckx Zeiten, gabs halt auch noch nicht diese Art der Spezialisierung und Professionalisierung. Es hat ja auch einen Grund, warum selbst die absoluten Überfahrer der Vergangenheit es bisher nicht geschafft haben. Und heutzutage, müsstest Du halt doch völlig gegensätzliche Eigenschaften vereinbaren. Für MSR aber auch PR brauchts Du Sprinterqualitäten, für RvF, LBL und LR eher Ausdauereigenschaften und Bergqualität. Das sind zwei völlig verschiedene Arten von Muskeln. Sprinter haben einen Anteil von ca. 80% sogenannter FT-Muskeln, also schnell kontrahierende Muskulatur mit gänzlich anderer Physiologie als Bergfahrer mit überwiegend ST-Fasern. Ein Sprinter benötigt bekanntlich nicht nur in der Summe größere Beinmuskulatur, sondern auch mehr Rumpfmuskulatur. Der Stoffwechsel des Sprinters baut auf eine anaerobe Gentik, der der Bergahrer auf eine aerobe Genetik…

                              Dass es also jemanden gibt, der überhaupt in der Lage ist jedes dieser sehr verschiedenen Rennen mit sehr verschiedenen Ansprüchen an den Körper gewinnen zu können, liegt einzig und alleine darin begründet, dass Pogacar in der Summe so viel besser ist als die aktuelle Konkurrenz. Aber er ist eben nicht 40-50% besser, weil das schlichtweg unmöglich ist, egal wie man sich spezialisiert hat.

                              Also, alle 5 Monumente überhaupt zu gewinnen, ist bisher gerade mal 3 Fahrern geglückt, aber jeweils noch zu Zeiten wesentlich geringerer Spezialisierung. Alle 5 in einem Jahr bedarf eines solch unwahrscheinlichen Grades der Überlegenheit, des Rennglücks, der Fitness zum immer richtigen Zeitpunkt, dass ich das inzwischen für wortwörtlich unmöglich halte. Es wird nicht nur in 100 Jahren, es wird niemals jemand schaffen, da lege ich mich fest. Und das Pogacar nun vermeintlich so nahe ran kam, ist das eigentlich Interessante, auf das ich nochmal aufmerksam machen wollte. Mir ist das ein wenig zu sehr untergegangen in der Presse, natürlich auch deshalb (also kein Vorwurf), weil das natürlich schon eine ziemlich theoretische, bzw. abstrakte Diskussion ist (alle 5 Monumente in einem Jahr). Im Vergleich dazu wären alle 3 großen GTs in einem Jahr ein vergleichsweise leichtes Unterfangen, denn da muss man eben nur ganz bestimmte Eigenschaften auf höchstem Niveau besitzen und ein richtiger Überflieger, der nicht bei jeder GT in den roten Bereich muss, kann das wohl wirklich schaffen. Ich wäre z.B. recht zuversichtlich gewesen, dass es Pogacar 2024 noch hätte schaffen können auch die Vuelta zu gewinnen. Die Situation war sehr günstig.

                              Ich beantrage hiermit, dass wir alle 1000 Jahre leben dürfen, um diese Frage abschließend klären zu können…. B-)

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