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Kanarienvogel aktualisiert.
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9. März 2026 um 6:56 Uhr #779094
Der KV denkt auch weil es eben anders gefahren wird. Gut, jetzt nicht mehr, Pogacar fährt überall so. Aber sonst zieht die Kombination Naturstrasse+Steigungen (und Abfahrten!!) halt das ganze automatisch auseinander, Selektion ist sofort da. Weniger wie ein „normales“ Rennen, mehr wie Roubaix, Flandern und Lombardia auch, halt einfach durch die langen Anstiege da. Eben Monumente. Liège war in dem Sinn zum Beispiel lange eher nicht mehr „monumental“, nicht mal an der Redoute ging’s los, unterdessen jetzt da los+fertig. Sanremo da die monumentale Ausnahme natürlich. Und eben, Strade Bianche ähnelt diesen selektiven Monumenten eher als anderen Rennen, gerade etwas Resultate durchgeklickt, auch schon in den ersten, einfacheren, Ausgaben gab’s Abstände, die grosse Ausnahme 11, Gilbert, da 19 Fahrer mit der gleichen Zeit, das ist bei Strade Bianche direkt eine Kunst. Sonst immer selektiv, teilweise Riesenabstände. Denke das spielt eine grosse Rolle.
Beliebt, dann wohl auch durch die Landschaft, Stimmung etc. Sonst gibt’s zum Gravelboom ja auch kritische Stimmen, Trentin meinte vor ein paar Jahren (ging wohl um Paris-Tours?) finde es brauche jetzt nicht überall immer wieder Natustrasse, passe bei Strade Bianche, aber sonst….
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10. März 2026 um 11:12 Uhr #7791011998 bis 2012 stehen für mich als die Jahre der großen Glaubwürdigkeitskriese des Radsports (von Festina Skandal bis Aberkennung der Toursiege Armstrongs). Strade Bianche startete 2007 (oder 2008 mit Frühjahrstermin) in der Spätphase dieser Zeit als ein Neuanfang für den Radsport. Aufbauend auf der Eroica mit dem Image die alten Tugenden des Radsports wiederzubeleben. Neben einem Retrozeitgeist traf es den aufkommenden Gravel Zietgeist. Die Strecke und der Zieleinlauf liefern Fernsehbilder, die man sonst nur bei Rundfahrten sieht oder welches der Monumente kann da nur annähernd mithalten, vielleicht MSR mit der Küstenstraße. Dazu bietet das Rennen eine völlig neue Charakteristik, quasi ein Paris-Roubaix für Bergfahrer mit einem Spektakuläre Schlußanstig, der aber anders als beim Fleche nur manchmal einen Showdown liefert (z.B. ganz toll dieses Jahr bei den Damen). Der Trend das die Rennfahrer inzwischen auch ohne Vorbereitungsrennen Top Leistungen bringen können liefert trotz des frühen Termins ein spektakuläres Rennen. In den 90 hätte man vielleicht ein Battle zwischen einem dicken Jan Ullrich mit einem unmotivierten Armstrong gesehen (nein natürlich nicht, zu der Zeit hatten die das EPO vom Wintertraining noch gar nicht abgebaut….).
Dazu kommt dass vielleicht der ein oder andere Fahrer lieber bei 15°C trocken durch die Toskana fährt als in regen und Sturm bei 3°C über rutschige flämische Kopfsteinpflaster.
Also ein Rennen mit neure Charakteristik zu richtigen Zeitpunkt mit passendem Image und den Zeitgeist treffend gestartet und es ist aufgegangen.10. März 2026 um 21:07 Uhr #779102Denke, das hätte Mitte/Ende 90er, anfang 00er, zur EPO und Derivate Hochzeit schon funktioniert. Da waren die Italo-Teams noch zahlreicch in der TT1, und es hätten sich dort die Bartolis, Bettinis, Rebellins, …., die Klinke in die Hand gegeben auf dem Podest. Da das damals auch die LBL-Elite war, wäre internationale Aufmerksamkeit, in Verbindung mit den Bildern automatisch gekommen.
Ein Ulle, LA wären eher nicht gekommen aber es war auch die Zeit der stärkeren Spezialisierung. Vingi, Remco, fuhren übrigens auch noch nie dort.
11. März 2026 um 6:27 Uhr #779106Remco soll es auch sein lassen, der würde sich nur für 2 Jahre aus dem Radsport stürzen. Hat ja schon auf Asphalt Mühe wenn’s runtergeht. Denke auch es hat wenig mit EPO etc. zu tun, auch nicht unbedingt mit der Spezialisierung die früher extrem war. Strade Bianche ist ja nicht erst mit Pogacar „gross“ geworden, schon zu Cancellarazeiten (spezialisiert und vorallem ein Tourist, fährt zwar vieles mit, aber eben nur zum Training um dann bei seinen Zielen da zu sein) wurde das grösser und grösser. Nach eingehender Kanalyse ist der KV zum Schluss gekommen seine eigene Analyse sei die beste, das war’s!
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