Horn! Horrn!! Horrrrrn!!!

Home Foren Rad-Touristik Horn! Horrn!! Horrrrrn!!!

Ansicht von 25 Beiträgen - 26 bis 50 (von insgesamt 62)
  • Autor
    Beiträge
  • #631237
    Veloce stanco
    Teilnehmer
    • Beiträge: 4410
    • Tour-Sieger
    • ★★★★★★★★★

    Stahlross,

    solche Anstiege benötigts nicht für ne Selektion.
    Selbst ein Lanciano genügt da.


    pompa pneumatica

    #631238
    Raumcollagen
    • Beiträge: 1443
    • Kapitän
    • ★★★★★★★★
    Quote:
    Original von Ventil
    mit coolman und einem trax würde das sicher gehen. baumsterben ist ja immer noch eine beliebte hobbysportart !

    was ich nicht verstehe; was hat das mit radsport zu tun ?

    angliru…kronplatz oder eben dieser wander- oder kleintierweg. was verspricht man sich von sowas ? dass man vor der glotze hocken und sagen darf ; wow, geil, schau mal…wie die sich quälen, wie steil das aber auch ist. pah, die können fast nicht mehr….

    die ästhetik des radsportes geht hier komplett flöten. es ist nur noch ein reines gemurkse und grimassenschneiden. eben; alles nur rein für die harmonie der chips fressenden konsumenten vor der glotze.

    für wen denn sonst? Radsport ist Leiden, ist Qual, ist Schmerz, so war das schon immer und weg glaubt, dass dies eine neue Erscheinung sei, möge mal ein bißchen zu den Anfängen lesen, die ersten Sechstagerennen beispielsweise, da ist so ein Kronplatz harmlos. Radsport tut immer weh und zwar heftig. Dem Crossfahrer, der über die komplette Renndistanz Druck aufs Pedal bringen muss, keinen Tritt auslassen kann, dem 1000m-Zeitfahrer, der das Gefühl hat, dass ihm die Muskeln explodieren. Das Zeitfahren über mehr als 15km ist schon unmenschlich. Wo willst du eine Grenze ziehen, ab der die Quälerei nicht mehr zu verantworten ist.

    Und ja, ich sitze auf meinem Arsch und ergötze mich an Anstrengungen, die ich nie auf mich nehmen könnte. Ich mag Grimassen, Zähneblecken überdrehende Augen, Hölle ja! Wenn mich dieser Aspekt des Radsports nicht faszinieren würde, könnte ich mir auch Motorräder ansehen, die einen Berg hinauffahren.

    Die Jungs haben sich dazu entschieden, am Nasenring durchs Feuer geführt zu werden, sie werden dafür bezahlt, und sie sind auch mehrheitlich stolz darauf, mit den härtesten Sport der Welt zu betreiben und wollen es kaum anders.


    1564 verurteilte die Inquisition den Arzt Andreas Vesalius, den Begründer der neueren Anatomie, zum Tod, weil er eine Leiche zerlegt und festgestellt hatte, daß dem Mann die Rippe, aus der Eva stamme, gar nicht fehle. (Karlheinz Deschner)

    #631239
    Ventil
    • Beiträge: 35248
    • Radsport-Legende
    • ★★★★★★★★★

    die wunderbare wandlung raumcollagen`s vom pfleger zum tigerdompteur ? ;)

    komisch dass du dich bei meiner kritik gleich persönlich angegriffen fühlst.

    die ersten tage der sechstagerennen ? ja zum glück gibt es die nicht mehr, dass hatte genau so wenig mit sport zu tun wie zum beispiel ein 24-stunden rekord-radrennen.

    ein zeitfahren über 15 kilometer ist unmenschlich ? finde ich jetzt nicht. und eine grenze ziehen muss man nicht, die grenze ist schon längst gegeben mit der tradition des rennradsportes. und diese grenze, welche sich in jahrzenten selber bildete, braucht nicht noch ein paris-roubaix am berg damit das rennen der radfahrer noch schwieriger wird.

    du kannst noch so steile berge einbauen, schlussentlich bestimmen die fahrer das rennen und nicht der steile berg. jeder fahrer kann sich auch an einem hundsnormalen pass zu grunde fahren, kein problem. dazu braucht er keine geilen berge . wie stanco beschrieb, für eine selektion genügt auch ein lanciano.

    nicht das ich nicht offen für neues wäre, aber im radsport haben wir doch alles was wir brauchen, in bezug streckenmenue-karte, nicht ?

    und bin immer noch davon überzeugt dass ein solch schwerer giro wie jetzt im jahre 06 das doping eher fördert als bekämpft. auch ein punkt wieso mir solche gladiatoren-anstiege missfallen.


    102

    #631240
    Kanarienvogel
    Teilnehmer
    • Beiträge: 20769
    • Radsport-Legende
    • ★★★★★★★★★

    Und dich, reizen dich selbst solche Anstiege nicht? Mich ja unterdessen gar nicht mehr, habe meine Brücken hier, gerade so mein Limit. Aber vor 10 Jahren? Natürlich, ich eine Velotour plane suche ich die höchsten und steilsten Pässe.

    Dann entdecke ich mit meinen Adleraugen und Kanarienvogelhirn bei deinem Post einen kleinen Widerspruch.

    Fahren machen das Rennen schwer (damit bin ich zwar so nicht einverstanden, ist so ein Spruch der cool tönt aber nicht stimmt,. Ohne einen Kurs der es ihnen erlaubt etwas schwer oder einfach zu machen geht nichts. Ja, auch Flachetappen können schwer sein, trotzdem wird selten einer distanziert. Ein paar Km 7% und da ist fast niemand mehr vorne)

    Gladiatorenaufstiege fördern Doping: Bah, siehst du, wenn Fahrer machen das Rennen schwer stimmt, dann stimmt die 2 Aussage einfach nicht, da es ja eben keine Gladiatorenaufstiege braucht um ein Rennen schwer zu machen.

    Und sowieso, wo ist die Grenze? Der Mortirolo hatte auch seine Kritiker. Warum gehen dann 20% nicht? Was geht am Angliru nicht? Bessere Fahrräder, modernere Trainings und Dopingmethoden, was für Girardengo ein 8% Anstieg war ist für Pellizotti ein 12%.

    Finde den Kronplatz übrigens auch nicht unbedingt nötig, hätte lieber eine 50 Km längere Etappe mit 2 weiteren Aufstiegen gesehen.

    Und noch zu ein „Lanciano reicht“ Du bist dir bewusst dass der Aufstieg von der Länge und den Prozenten her durchaus mit der ach so harten und tollen und einzigartigen Alpe d’Huez vergleichbar ist

    Ist mir schon bewusst dass du das weisst, aber all die Tourfanatiker, die das vielleicht lesen wussten das ja nicht….. Für die ist der Mortirolo ungefähr so hart wie die ersten 35 Meter der Alpe d’Huez…


    Leitplanke

    #631241
    Ventil
    • Beiträge: 35248
    • Radsport-Legende
    • ★★★★★★★★★

    kanarienvogel

    solche anstiege haben mich natürlich schon gereizt. dass war dann aber auch freiwillig und eine persönliche erfahrung welche ich machen wollte. kann man aber nicht vergleichen mit den profis. bin überzeugt dass bei einer umfrage im peleton ganz klar solche anstiege unerwünscht wären. und dass sagt schon alles aus, nicht ?

    und zum doping und das rennen schwer machen :

    bei einem anstieg wie der lanciano geht das hinterste grupetto noch gut drüber. aber bei einem solchen anstieg kaum mehr. hier fängt die gratwanderung an, wo nicht nur die fahrer das rennen selbst schwer machen, sondern der berg zusätzlich auch noch. es geht ja nicht bedingt um die favoriten bei solchen killersteigungen. natürlich auch, aber der rest der geschwächten, schwacheren oder nicht so bergigen fahren kommt hier ganz klar unter druck…

    zudem schreibe ich nicht gerne in diesem thread weil ich soviel von links nach rechts scrollen muss !!


    102

    #631242
    ADLOAL
    • Beiträge: 1423
    • Kapitän
    • ★★★★★★★★

    Ich weiß nicht , ob es nicht wieder , wie bereits beim Angliru und Finestre , von den Medien hochgeschrieben wird . Wenn es nicht regnet oder schneit , sollte dieser Berg von allen zu bezwingen sein ( rennmässig )
    Der Veranstalter versucht jedenfalls alles , um ein faires Rennen zu garantieren .
    Wie so oft wird das Ideal irgendwo in der Mitte sein .
    Der Giro 06 scheint ein wenig zu Extrem, dagegen die Tour 06 für mich eindeutig zu wenig Berge und Bergankünfte hat .
    Ich muss auch gestehen, dass ich beim Radsport am liebsten die hammerharten Bergetappen oder Klassiker habe und mich dabei wohl auch an den leidenden Fahrern ergötze.
    Mein Interesse verstärkt sich natürlich noch, weil ich selber gerne schwierige Anstiege fahre und deshalb das ganze , wenn auch völlig Hobby – Mäßig nachvollziehen kann


    Und Gilbert ist doch kein ewiges Talent!

    #631243
    Raumcollagen
    • Beiträge: 1443
    • Kapitän
    • ★★★★★★★★
    Quote:
    Original von Ventil

    komisch dass du dich bei meiner kritik gleich persönlich angegriffen fühlst.

    wie kommst du darauf, dass ich das tue? Du kannst solche Etappen doch murksig finden, solange du willst, ich denke nur, man sollte realistisch bleiben und erkennen, dass es „humanen“ Radsport nie gegeben hat und vermutlich (und hoffentlich) auch nie geben wird.

    Quote:
    die ersten tage der sechstagerennen ? ja zum glück gibt es die nicht mehr, dass hatte genau so wenig mit sport zu tun wie zum beispiel ein 24-stunden rekord-radrennen.

    da gebe ich dir völlig recht. ich wollte damit nur ausdrücken, dass die auffassung, alles werde im Radsport immer extremer, meiner Auffassung nach nicht zutrifft. Früher sind die Fahrer standardmässig über Schotterpisten die Pässe hoch und wieder runtergefahren, auf elend schweren Stahlrahmen, ohne Gangschaltung, ohne abgestimmtes Training, ohne Massagen, Nahrungsergänzung, Energie-Riegel, Begleitfahrzeuge. Das wünsche ich mir nicht zurück, keinesfalls, ich glaube nur, dass die körperlichen Strapazen früher größer waren, und ein Angliru oder Kronplatz daran nichts ändert. Und wenn ich mir die Tour dieses Jahres anschaue, deren Kurs von den Organisatoren stolz als „modern“ bezeichnet wird, bin ich froh, dass die Giroorganisatoren hier bemühen, ein Contra zu setzen. Mit den immer kürzer werdenden Etappen kann ich gut leben, aber leichter sollten sie nicht mehr werden.

    Quote:
    ein zeitfahren über 15 kilometer ist unmenschlich ?.

    Vielleicht nicht gerade 15, aber 30km alleine gegen den Wind und die Zeit, Dauerdruck, extreme Körperhaltung auf der zeitfahrmaschine, das ist sicherlich heftiger als so manche Bergetappe.

    Quote:
    du kannst noch so steile berge einbauen, schlussentlich bestimmen die fahrer das rennen und nicht der steile berg. jeder fahrer kann sich auch an einem hundsnormalen pass zu grunde fahren, kein problem. dazu braucht er keine geilen berge . wie stanco beschrieb, für eine selektion genügt auch ein lanciano

    .

    das stimmt doch einfach nicht, an einem kurzen Rollerberg bekommst du keine große Selektion hin. Klar, einer gewinnt am Ende die Etappe, aber nur mit 10s Vorsprung, was letztenlich bedeutet, dass die Entscheidung über die Rundfahrt letztendlich im Zeitfahren fällt. Erinner dich doch mal an die Vuelta 03 (?), mit dem überraschenden Nozal. Da waren die Anstiege eher flach, gleichmäßig und nicht allzu lang. Damals sind riesige Gruppen hochgerollt, Von den Favoriten konnte kaum einer den anderen distanzieren.
    Ich fand diese Etappen für sich genommen spannend, aber bitte nicht als Standardmodell einer ganzen Rundfahrt.

    Quote:
    und bin immer noch davon überzeugt dass ein solch schwerer giro wie jetzt im jahre 06 das doping eher fördert als bekämpft. auch ein punkt wieso mir solche gladiatoren-anstiege missfallen.

    da bin ich anderer Meinung. Fahrer dopen nicht, um Anstiege überhaupt hochzukommen, sondern weil sie gewinnen wollen. Ein gedopter Fahrer hat gegenüber einem Ungedopten auch im Hügeligen einen Vorteil, ebenso wie in einem flachen Anstieg oder im Zeitfahren.

    Quote:
    Du bist dir bewusst dass der Aufstieg von der Länge und den Prozenten her durchaus mit der ach so harten und tollen und einzigartigen Alpe d’Huez vergleichbar ist

    Alpe s’Huez bin ich vor ein paar Jahren mal gefahren, spontan und eher aus langeweile heraus. Schlecht trainiert und mit einem geliehenen, ewig alten Rad. Ich bin gut hochgekommen, der Berg ist wirklich eher mau.


    1564 verurteilte die Inquisition den Arzt Andreas Vesalius, den Begründer der neueren Anatomie, zum Tod, weil er eine Leiche zerlegt und festgestellt hatte, daß dem Mann die Rippe, aus der Eva stamme, gar nicht fehle. (Karlheinz Deschner)

    #631244
    RüCup
    • Beiträge: 1641
    • Kapitän
    • ★★★★★★★★

    alpe d’huez wird halt immer hochstilisiert als der mythos-berg überhaupt. das es sowohl in der tour aber cor allem in anderen rundfahrten deutlich schwerere berge gibt, vergisst der „gemeine deutsche tour-kucker“ schonmal ganz gerne. oder er weiss es einfach nicht…

    #631245
    Raumcollagen
    • Beiträge: 1443
    • Kapitän
    • ★★★★★★★★

    ich glaube, das vergessen tour-gucker allerorts gern.


    1564 verurteilte die Inquisition den Arzt Andreas Vesalius, den Begründer der neueren Anatomie, zum Tod, weil er eine Leiche zerlegt und festgestellt hatte, daß dem Mann die Rippe, aus der Eva stamme, gar nicht fehle. (Karlheinz Deschner)

    #631246
    Ventil
    • Beiträge: 35248
    • Radsport-Legende
    • ★★★★★★★★★

    wenn ich die zeitabstände betrachte sehe ich nicht ein wieso alpe d`huez weniger schwieriger ist als ein angliru….
    mal für die favoriten, für die hinteren fahrer, helfer, kranke oder geschwächte ist der angliru im gegensatz zur alpe d`huez eine unnötige qual !

    22. September: 15.Etappe: Gijon – Angliru, 176,7 km
    1. Roberto Heras (Esp/US Postal) 5 h 01:02.
    2. Joseba Beloki (Esp) + 1:35.
    3. Francesco Casagrande (Ita) 1:41.
    4. Iban Mayo (Esp) 1:54.
    5. Aitor Gonzalez (Esp) 2:16.
    6. Danilo Di Luca (Ita) gl.Z.
    7. Gilberto Simoni (Ita) gl.Z.
    8. Angel Casero (Esp) 2:22.
    9. Fabian Jeker (Sui) 2:34.
    10. Felix Garcia Casas (Esp) 2:42.

    10. Etappe: Aim La Plagne to L’Alpe Huez, 162km
    Platz Zeit Name Team Nat

    1 5h13’14“ Pantani, Marco Carrera ITA
    2 @ 1’24“ Indurain, Miguel Banesto SPA
    3 @ “ Zulle, Alex ONCE SWI
    4 @ 1’26“ Riis, Bjarne Gewiss-Ballan DEN
    5 @ 1’54“ Madouas, Laurent Castorama FRA
    6 @ 2’01“ Escartin, Fernando Mapei-GB SPA
    7 @ 2’26“ Jalabert, Laurent ONCE FRA
    8 @ 2’50“ Virenque, Richard Festina FRA
    9 @ “ Gotti Ivan Gewiss-Ballan ITA
    10 @ 3’02“ Chiapucci, Claudio Carrera ITA


    102

    #631247
    Ventil
    • Beiträge: 35248
    • Radsport-Legende
    • ★★★★★★★★★

    und noch was zur alpe d`huez raumcollagen

    wenn du da aus lauter langweile, leicht desinteressiert im oma-tempo da rauffährst ist ja es ja klar dass es dir eher mau vorkommt. würde dir der angliru ebenso, wenn du die nötige übersetzung hättest.
    verstehe den vergleich von dir zu den profis nicht mit dieser aussage !

    was alpe d`huez wirklich schwer macht, ist die erdrückende hitze im berg. wer schon dort war bei einem heissen tag kann mir nur recht geben. wenn du unten reinfährst hast du das gefühl in einen ofen zu fahren…


    102

    #631248
    Raumcollagen
    • Beiträge: 1443
    • Kapitän
    • ★★★★★★★★
    Quote:
    Original von Ventil
    und noch was zur alpe d`huez raumcollagen

    ja?

    Quote:
    wenn du da aus lauter langweile, leicht desinteressiert im oma-tempo da rauffährst ist ja es ja klar dass es dir eher mau vorkommt. würde dir der angliru ebenso, wenn du die nötige übersetzung hättest.
    verstehe den vergleich von dir zu den profis nicht mit dieser aussage !

    ich verstehe nicht mal den Absatz.

    Quote:
    was alpe d`huez wirklich schwer macht, ist die erdrückende hitze im berg. wer schon dort war bei einem heissen tag kann mir nur recht geben. wenn du unten reinfährst hast du das gefühl in einen ofen zu fahren…

    mag sein, war ein milder herbsttag damas, zwar sonnig, aber nicht heiss.


    1564 verurteilte die Inquisition den Arzt Andreas Vesalius, den Begründer der neueren Anatomie, zum Tod, weil er eine Leiche zerlegt und festgestellt hatte, daß dem Mann die Rippe, aus der Eva stamme, gar nicht fehle. (Karlheinz Deschner)

    #631249
    Ventil
    • Beiträge: 35248
    • Radsport-Legende
    • ★★★★★★★★★

    hm…

    das mag ich sowieso nicht. einen post auseinander nehmen und in einzelne zitate zerlegen. das verwirrt und verfälscht vieles. meine posts sollten als ein ganzes betrachtet werden in der message !! weil… der eine satz ganz oben wird und könnte durch den einen anderen satz 15 zeilen weiter unten bestärkt oder verknotet verstanden werden.

    danke


    102

    #631250
    Raumcollagen
    • Beiträge: 1443
    • Kapitän
    • ★★★★★★★★

    ich verstehe den Absatz trotzdem nicht, isoliert oder unisoliert. ich kann dir nur was über’s wetter sagen.


    1564 verurteilte die Inquisition den Arzt Andreas Vesalius, den Begründer der neueren Anatomie, zum Tod, weil er eine Leiche zerlegt und festgestellt hatte, daß dem Mann die Rippe, aus der Eva stamme, gar nicht fehle. (Karlheinz Deschner)

    #631251
    Ventil
    • Beiträge: 35248
    • Radsport-Legende
    • ★★★★★★★★★

    absatz :

    wie ich schon im post vorvorvorher beschrieben habe; der fahrer macht das rennen schwer und nicht der berg..

    ich fahr dir auch jeden berg hoch, besser gesagt, ich fuhr mal jeden berg hoch. als hobbyfahrer bist du ab gewissen steigungen an eine angepasste übersetzung angewiesen, sonst wirds einfach nicht mehr fahrbar. bei den profis sieht das anders aus. da würde sich manch einer noch wundern, der sich als guten hobby-bergfahrer sieht, wie ein backstedt ihm am berg auf und davon fahren würde, trotz fast 100 kilo. da sind einfach welten dazwischen.

    wärst du die alpe d`huez im hochsommer gefahren, mit volldampf, dann würdest du anders urteilen über diesen berg. den angliru kommst du sowieso nicht ohne dreifachblatt hoch denke ich. würdest du beide mal fahren, die alpe dhuez mit zweifach-blatt im hochsommer und ebenso im hochsommer den angliru mit dreifachblatt, beide mit volldampf, ich würde wetten die alpe dhuez würde dir schwieriger vorkommen. wegen der gewaltigen hitze, es gibt einfach keine brauchbare luft in diesem berg wenn es heiss ist. der angliru ist ein offener berg, könnte mit vorstellen sogar windig, dass macht es um vieles einfacher…


    102

    #631252
    Kanarienvogel
    Teilnehmer
    • Beiträge: 20769
    • Radsport-Legende
    • ★★★★★★★★★

    Also Angliru ok, Alpe aber nicht. Richtig?


    Leitplanke

    #631253
    Raumcollagen
    • Beiträge: 1443
    • Kapitän
    • ★★★★★★★★
    Quote:
    Original von Ventil
    absatz :

    wie ich schon im post vorvorvorher beschrieben habe; der fahrer macht das rennen schwer und nicht der berg..

    ich fahr dir auch jeden berg hoch, besser gesagt, ich fuhr mal jeden berg hoch. als hobbyfahrer bist du ab gewissen steigungen an eine angepasste übersetzung angewiesen, sonst wirds einfach nicht mehr fahrbar. bei den profis sieht das anders aus. da würde sich manch einer noch wundern, der sich als guten hobby-bergfahrer sieht, wie ein backstedt ihm am berg auf und davon fahren würde, trotz fast 100 kilo. da sind einfach welten dazwischen.

    das ist mir durchaus klar und ich halte mich nicht für einen guten hobby-bergfahrer, da für mich aus allergietechnischen Gründen weite Teile der warmen Monate für regelmäßiges Fahren ausfallen.

    Quote:
    wärst du die alpe d`huez im hochsommer gefahren, mit volldampf, dann würdest du anders urteilen über diesen berg. den angliru kommst du sowieso nicht ohne dreifachblatt hoch denke ich. würdest du beide mal fahren, die alpe dhuez mit zweifach-blatt im hochsommer und ebenso im hochsommer den angliru mit dreifachblatt, beide mit volldampf, ich würde wetten die alpe dhuez würde dir schwieriger vorkommen. wegen der gewaltigen hitze, es gibt einfach keine brauchbare luft in diesem berg wenn es heiss ist. der angliru ist ein offener berg, könnte mit vorstellen sogar windig, dass macht es um vieles einfacher…

    das mag durchaus sein, dazu kann ich dir nichts sagen. Aber lass mich mein Erlebnis kurz schildern: wir waren auf Familienbesuch in Frankreich, mein Vater hatte wie üblich sein Rad dabei und fuhr täglich seine Touren, ich langweilte mich anderweitig. Irgendwann meinte er, er würde morgen nach Alpe D’Huez fahren, da ihn das Ding kitzle und er würde sich freuen, wenn ich mitkäme. Hab mich dann breitschlagen lassen und von meinem Schwiegeronkel, oder wie das heisst, das Rad geliehen. Ein geschätze zwanzig Jahre altes Peugeot, schönes Teil, aber kaum noch benutzt und nicht im besten Zustand. Es abends noch ein bisschen hergerichtet und morgends dann mit dem Auto auf den Weg gemacht. Dort ein bisschen eingerollt, wo ich an jedem Hügel schon dachte, ich würde kein Viertel des Aufstiegs schaffen und dann irgendwann hoch das Ding. Ich war damals wirklich nicht allzu gut in Form, wenig Rad, nicht viel Sport. Aber es ging dann sehr gut. Meinen Vater musste ich zwar bald ziehen lassen, aber ich bin mit mäßigem Tempo in einem Zug hochgekommen. Klar war ich dann völlig fertig, aber mit besserer Form hätte ich den Berg recht locker fahren können. Wie gesagt, zur Luft im Sommer kann ich echt nichts sagen, aber der Berg an für sich ist gut zu fahren. Nicht allzu steil, dafür sehr gleichmäßig. Wenn du deinen Rhytmus hast, dann geht es richtig gut. Und deshalb verstehe ich nicht so ganz, weshalb der Berg dieses mythischen Ruf hat, wenn ich ihn eher als moderat schwer einstufen würde.


    1564 verurteilte die Inquisition den Arzt Andreas Vesalius, den Begründer der neueren Anatomie, zum Tod, weil er eine Leiche zerlegt und festgestellt hatte, daß dem Mann die Rippe, aus der Eva stamme, gar nicht fehle. (Karlheinz Deschner)

    #631254
    Kanarienvogel
    Teilnehmer
    • Beiträge: 20769
    • Radsport-Legende
    • ★★★★★★★★★

    Leicht schon nicht, 8% im Schnitt ist ein harter Berg. Allerdings fängt er steil an und plätschert dann eben so mit 7-8 % vor sich hin. Was die Hitze angeht… der unter Teil ist im Wald, also schon mal schattig.

    Ach ja, den Berg haben wir ohne Gepäck absolviert, solte ja nachher gleich wieder runter. Ich musste allerdings in der ersten Kurve ewig auf Herodot warten, ich hatte einen Platten und das Flickzeug war im Zelt…. aber dann, in der morgenfrische relativ locker und problemlos rauf. Kurzer Verlgleich: Mortirolo mit Gepäck, da hielten wir mehr als einmal. Balmberg von hinten 3 Km 400 Höhenmeter, der erste Km 10%, also 2 a 15%. Da brauchte ich 40 Minuten! Sowohl mit als auch ohne Gepäck. Ok, die Form war nicht mehr die früherer Jahre, Gewicht auch schon +10Kilo, trotzdem, das ist härter als eine Alpe.

    Klar wenn ich voll düse bin ich auch oben an der Alpe kaputt. Aber eben, ein 20 Km 5% dann auch. Ein 15 Km Zeitfahren auch, hast die Fahrer nach dem Prolog gesehen und das waren nur 6 Km. Aber bei 20 Km 5% bringst im Profiradsport einfach keine Differenzen mehr hin, 6% auch nicht. Wenn du siehst wie heutzutage über den Poggio gebrettert wird. Ja, dann sind eben steilere Berge nötig, was früher reichte um Mason von Pellizottis Hinterrad zu kriegen reicht heute nicht mehr, also braucht es Steigungen mit 10% wie den Mortirolo. Und warum nicht mal etwas noch steileres, wie eben Angliru oder jetzt den Kronplatz? Die Leiden sind ja ab einer gewissen INtensität eh da….


    Leitplanke

    #631255
    Lapébie
    Teilnehmer
    • Beiträge: 6707
    • Radsport-Legende
    • ★★★★★★★★★

    Er war nun mal die erste Bergankunft, es kommen jedes Mal – ohne zu übertreiben – mehrere Hunderttausend Fans dorthin. Auf die Liste der Sieger in Huez zu kommen, kommt einem Ritterschlag gleich, da kann keine Bergankunft der Welt mithalten und vom Mythos her höchstens noch der Tourmalet (keine Bergankunft), wo der Erste ja inzwischen das Souvenir Henri Desgrange gewinnt.

    Es kommt nicht darauf an, ob ein Berg oder Kurs besonders schwer ist und bei Alpe d’Huez kommt es auch nicht mal darauf an, sich in die großen Namen auf der Siegerliste einzureihen, weil da ja auch ein paar kleinere Namen stehen.

    Nicht umsonst sagt auch ein Gilberto Simoni, einer, der es nicht mehr nötig hat, er will dieses Jahr zur Tour, um die Huez-Etappe zu gewinnen und das bestimmt nicht wegen der beiden Pässe davor.


    Vive le Tour. Vive le cyclisme.

    #631256
    Ventil
    • Beiträge: 35248
    • Radsport-Legende
    • ★★★★★★★★★

    kanarienvogel

    es geht nicht um das schattige. da kann noch soviel schatten sein im unteren teil, ist egal, es ist erdrückend schwül heiss ohne brauchbare luft. hab ich noch bei keinem anderen anstieg so extrem erlebt. zudem, wenn dort hochsommer ist und das rennen um 16.00 uhr im gange, ist auch da nicht viel schatten. das ist ein bratofen.


    102

    #631257
    Kanarienvogel
    Teilnehmer
    • Beiträge: 20769
    • Radsport-Legende
    • ★★★★★★★★★

    Hab oben noch editiert.

    Ventil, die Hitze, unten ja ist mir auch klar das es heisser ist als z.B. der Iseran (obwohl der natürlich auch heiss sein kann. Liegt einfach an der Höhe. Beispiele, Pailhères, gut ich und der Herodot hatten da den heissesten Tag des ganzen Sommers erwischt (er hat es am nächsten Tag in der Zeitung gelesen, und meinte dann recht zu haben, nur weil er die ganze Zeit sagte es sei zu heiss, dieser Würstling). Der Pailhères kann meiner Meinung nach ebenso heiss sein wie die Alpe. Einfach auch weil man weit unten anfängt, stickig und schwül kann es auch sein, dazu noch fast nonstop der Sonne ausgesetzt. Wind? Auch lange im Talkessel unten, besonders windig ist es da auch nicht. Und wenn wir schon dabei sind, Maielletta fängt noch weiter unten an, im Hochsommer sicher ebenso heiss. Niemand sagt die Alpe sei ein Zuckerlecken, hab ja nicht mal was gegen den Mythos Alpe d’Huez, da hat ja mal Federico Echave gewonnen, muss also was sein, aber manchmal hat man das Gefühl die Alpe sei das non-plus Ultra, kann nicht mehr schwerer werden, und wenn dann ist es nicht mehr Radsport. So ist es nicht. Die Alpe ist ein schwerer Berg, aber ich finde es gibt einige die schwieriger sind. Schöner sowieso, wenn man ihm Touristenkaff oben ankommt wäre man lieber unten geblieben….

    Lappi: Simoni will auch unbedingt den Bondone gewinnen, Tradition halt, nur weil vor 40 oder 50 Jahren so ein Luxemburger auf einem Stahlgaul im Schnee als erster oben war. Und Alpe d’Huez erste Bergankunft? Glaube nicht, hoffe ich täusche mich nicht…… wenn ich mich täusche liegt es an Savoldelli und der 1. Person Singular, wenn nicht bist du ein gutes Beispiel für die Verklärung der Alpe. Gehe jetzt sofort kontrollieren!


    Leitplanke

    #631258
    Ventil
    • Beiträge: 35248
    • Radsport-Legende
    • ★★★★★★★★★

    soll ich jetzt oben auch noch editieren und beschreiben wie meine beine einer servelat gleich gebraten wurden ?

    wenn das so weiter geht hier wird dass ein echter pässe-thread !!

    natürlich gibt es schwererererere anstiege als dieser betonhaufen, oben ankommend. coole storys von raumcollagen & kanarienvogel, lese ich immer gerne.

    aber das wichtigste, um was es hier geht wurde übersehen, nämlich mein vergleich vom rennen agliru und alpe dhuez von den profis. die zeitabstände !! und mein satz dazu :

    wenn ich die zeitabstände betrachte sehe ich nicht ein wieso alpe d`huez weniger schwieriger ist als ein angliru….
    mal für die favoriten, für die hinteren fahrer, helfer, kranke oder geschwächte ist der angliru im gegensatz zur alpe d`huez eine unnötige qual !


    102

    #631259
    Lapébie
    Teilnehmer
    • Beiträge: 6707
    • Radsport-Legende
    • ★★★★★★★★★

    Wäre in der Tat ein gutes Beispiel. Alpe d’Huez wird jedenfalls seit 1952, eigentlich seit 1976 gefahren und ist die älteste Bergankunft der Tour de France. Ob es woanders ältere gibt, weiß ich nicht, lasse mich aber gerne unterrichten. Muss jetzt aber weg, Katze und so.


    Vive le Tour. Vive le cyclisme.

    #631260
    Ventil
    • Beiträge: 35248
    • Radsport-Legende
    • ★★★★★★★★★

    genau !!

    hab ich obenoberstoben auch schon beschrieben !!

    die tradition im radsport gab uns die grenzen der härte des machbaren im menschlichen körper !!

    alpe dhuez ist auch darum so hart, weil sich hier die besten der besten messen. aber nicht nur; hab ich schon erwähnt, die hitze ?

    und poggio kanarienvogel ; stimmt einfach nicht ! siehe l-b-l. verdammt schwieriges rennen, bringt aber auch nicht immer eine aussotierung. liegt nicht am rennen, liegt daran das die spitze der favoriten in etwa alle gleich auf sind, dank spezifischissmuss ! sind aber eintagesrennen, von daher egal wie und ob überhaupt der rest des feldes ins ziel kommt. bei einer rundfahrt sieht das anders aus; mit einem oder gar zwei paris-roubaix-bergankünften werden nur die fahrer tyrannisiert welche eh schon platt sind. wer findet das lustig ? wir am tv, die wir diese gar nie sehen werden, oder die zuschauer am streckenrand welche noch hopp hopp rufen ?


    102

    #631261
    Kanarienvogel
    Teilnehmer
    • Beiträge: 20769
    • Radsport-Legende
    • ★★★★★★★★★

    Weil du Pantanis Rekordfahrt genommen hast vielleicht? Und wie sehen die Abstände gegen hinten aus? Also für die Helfer?

    Suche gleich, Lappi!


    Leitplanke

Ansicht von 25 Beiträgen - 26 bis 50 (von insgesamt 62)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.