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Verdammt noch mal!!! Wann werden wir wieder mal ein Jahr haben, in dem Boonen und Cancellara gesund und in Topform sind?
Quote:Ik heb ongelofelijke heimwee naar de Muur en de Bosberg! De Ronde heeft voor mij niet meer het zelfde karakter. Sven NysRecht hat er!!! Ich habe auch „den Blues“, und das wird bei jeder Ronde so bleiben, in der die Muur fehlt.
Vandenhoute X( X( , Van Herreweghe X( X( , FlandersClassics X( X(
Haben alle nicht den Radsport im Herzen sondern nur das Geld…
Ich steh auf der Leitung: Wen meint ihr immer mit „Mongotier“?
Und diese Idee von Bakala wird sich, auch wenn er sie umsetzt (was ich nicht hoffe, weil sie Blödsinn ist), wirtschaftlich nicht lange halten. Der hat ja vom Radsport so viel Ahnung wie eine Kuh vom Rückenschwimmen.
Dafür gibt es schöne Beispiele aus der Formel 1. Ecclestone würde ja auch in der Sahara oder am Nordpol fahren, wenn man ihm nur genug zahlt. Er schröpft die Veranstalter ja, wo es nur geht.
Aber wenn dann vor Ort die Zuseher (weil es eben keine Tradition gibt) wegbleiben, dann ist irgendwann der Ofen aus. Gutes Beispiel ist der Türkei-GP. War nach wenigen Jahren Geschichte. Auch in Shanghai sind die Tribünen gähnend leer. Wenn die Chinesen mal der Meinung sein werden, es zahle sich nicht aus, dass Event weiter zu subventionieren, dann wird erfreulicherweise auch der GP von China Geschichte sein.
Ein weiterer Kandidat dafür ist das Retortenrennen in Süd-Korea.
Noch viel ärger würde es Bakalas Serie gehen. Denn, wie oben schon geschrieben: Wenn schon die F1, die ja gerade noch als „Weltsport“ (Ausnahme: USA) durchgehen mag, solche Probleme hat, um wieviel mehr der Radsport, der eben kein Weltsport ist…
Und noch was: Chinesen, Araber und sonstige Exoten am Rad haben genauso „viel“ Austrahlung wie ein Sumo-Ringer aus Mitteleuropa! Passt einfach nicht!
Ich persönlich lehne die Globalisierungsphantasien grundsätzlich ab.
Der Radsport ist ein „alter“ Sport, nicht zu vergleichen mit „neuen“ Sportarten, die sehr häufig „Fun-Sportarten“ sind.
Und als „alte“ Sportart lebt er meiner Meinung nach enorm von der Tradition. Die wirklich großen Rennen sind die mit einer langen – zumeist schon hundertjährigen – Geschichte. Sie lösen die meisten Emotionen aus, da stehen auch die Massen an den Strecken. Da wird Geschichte immer weiter und immer neu geschrieben.
Ausserdem ist dieser Sport ein europäischer. Hier hat er seine Wurzeln, nahezu nur hier „lebt“ er. Hier in Europa haben wir die Fans, die in Scharen an den Strecken stehen. Nur hier ist der Sport so im Gemüt der Menschen verankert – vor allem natürlich in den grossen Radsportnationen (Belgien, Frankreich, Italien, Spanien…)
Kurzum: Seinen Flair behält er nur, wenn er überwiegend in Europa stattfindet…
Natürlich denken die Globalisierer nur an das Geld, niemals aber an Flair, Tradition, etc… Aber sie sollten meiner Ansicht nach bedenken, dass Rennen z.B. in China nicht langlebig sein werden. Weil ihnen in Wirklichkeit das Meiste fehlt, was Radsport ausmacht.
Der einzige Sport, der wirklich als „Weltsport“ angesehen werden kann, ist Fussball. Mit Abstrichen vielleicht die Formel 1.
Überall sonst gilt das nicht. Nehmt z.B. den Skisport: mit Kitzbühel oder Wengen können Übersee-Strecken, auch wenn sie spektakulär sind, einfach nicht mithalten. Allein schon, weil z.B. in Beaver Creek ja kaum Zuseher da sind!!!
Man könnte nun gegenargumentieren, dass man ja den „armen“ Radsport-Fans in Australien und den USA auch was bieten müsse. Halte ich dagegen! Ich interessiere mich brennend für American Football. Aber ich will keine NFL mit Gastspielen oder gar Teilnehmern in Europa. Football ist drüben zu Hause. Und eine Live-Übetragung vom Soldier-Field in Chicago oder Lambeau-Field in Green Bay um Mitternacht ist immer noch schöner als ein Spiel in Wien oder Düsseldorf…
Die Amis sind übrigens nicht so blöd, ihre Nationalsportarten globaliiseren zu wollen. Die bleiben bei ihrer Tradition.
Die Europäer sind zu wenig selbstbewußt…
Dabei: Milan-San Remo, Vllanderen und Co., Paris-Roubaix, den Giro, die Tour, die Vuelta, etc., etc., das kann man weder für Asien noch für sonstwen in Übersee erfinden.
Dort gibt es halt keinen Wald von Arenberg, keinen Poggio, keinen Paterberg, keine Redoute, keinen Zoncolan, keinen Tourmalet usw. – so einfach ist das…
Gruß
Karl-Heinz
Ich stimme dem KV weitgehend zu: Schluß mit dem Graben in der Vergangenheit, es sei denn im Sinne einer Amnestie. Wir wissen ja, wie es war.
Und warum, wenn alle sooo demokratisch sind, hat keiner bemerkt, dass seit Festina 1998 trotzdem Jahr für Jahr Millionen bei den großen Rundfahrten und Klassikern am Strassenrand standen?
Wo immer ich seit damals dabei war (1x Zoncolan, 2x Flandern, 1x Roubaix, 1x Gent-Wevelgem, 1x WM in Salzburg) war ich mitten unter tausenden Fans. Mit keinem habe ich da je über Doping diskutiert. Es war alles nur Freude und Begeisterung und ein Radsportfest.
Warum akzeptieren die „politisch Korrekten“ nicht, dass offensichtlich die Mehrheit der Fans den Sport so liebt, wie er ist?
Antwort: Weil sie alle sehr gut an der Dopingjagd verdienen…, und das werden sie sich doch vom gemeinen Volk der radsport-Fans nicht verderben lassen.
Gruß
Karl-Heinz
Quote:Dieses Thema muss von den Radprofis endlich offensiv angegangen werden, damit sich etwas ändert, auch in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit.Da gebe ich Dir recht, wobei es natürlich sein kann, dass wir was anderes untEr „offensiv“ verstehen.
Ich würde es so sehen, dass die Fahrer gemeinsam auftreten und sagen:“Beendet doch endlich diese Scheinheiligkeit. Wir brauchen diese „medizinische Hilfe“, um unseren Beruf ausüben zu können. Setzen wir uns zusammen und reden wir darüber, wie wir das machen können.“
Das Problem: Wenn jemand das tut, dann fliegt er ja sofort. Also schweigen alle. Realistisch ginge das nur, wenn sich Fahrer, Teamleitungen und UCI zuerst geheim an einen Tisch setzen und dann gemeinsam an die Öffentlichkeit treten. Wenn einmal jemand das Tabu bricht, dann, so bin ich sicher, brechen die Dämme sowie so, natürlich nichz ohne großes Getöse…
Dazu noch eine Aussage von Christophe Bassons, einer der wenigen, die beim Doping nicht mitmachten:
Quote:That’s why it’s a mistake to fight the war on doping in terms of health – because, if you actually analyse it, doping responds to a need there too, because you can be healthier doing the Tour de France on drugs than without anything.”Doping hilft also sogar, die Strapazen des Leistungssports besser zu verkraften…
Gruß
Karl-Heinz
Quote:Wer „dopt“ ohne seinen Körper dabei zu schaden, dopt nicht, denn hier stimmt dann die Definition von Doping nicht mehr.Ich sehe es nicht ganz so. Aus zwei Gründen:
1. Leistungssport auf diesem Niveau ist an und für sich schon nicht gesund. In solchen Leistungsbereichen zu agieren, solchen Belastungen zu unterliegen schädigt den Körper. Aber das ist weiter kein wirkliches Problem, denn jeder Beruf hat seine ungesunden Seiten. Wer fragt z.B. mich als Arzt, wie sich 22 Jahre mit sechs bis acht Nachtdiensten (d.h. 24-h-Diensten) auswirken? Bei mir waren es Schlafstörungen und sogar Depressionen. Aber das hat noch keinen gekümmert. Hätte ich halt einen anderen Beruf wählen sollen.
2. Dopingmittel, das wird IMHO oft vergessen, sind keine Drogen wie Heroin, Kokain, etc. Sie haben nicht a priori eine schädigende Wirkung. Im Gegenteil: sie sind Medikamente, deren positive Wirkungen zumindest deutlich überwiegen. Ich meine sogar, dass bei vielen von ihnen (v.a. beim EPO) keine wirkliche Gesundheitsgefährdung vorliegt, sofern sie kontrolliert und unter Expertenaufsicht eingesetzt werden.
Dies ist übrigens ein Grund, warum ich für die kontrollierte Freigabe bin. Ein Aspekt davon wäre ja die ärtzliche Aufsicht. Und die wäre verbunden mit der in der Medizin üblichen genauen Aufklärungspflicht. Glaubt mir, das allein würde schon sehr viel ändern…Gruß
Karl-Heinz
Quote:der Verhaltenskodex der MafiaHier liegt meiner Ansicht nach eine ganz falsche Gewichtung vor. Sportler, die dopen, sind nach wie vor keine Verbrecher.
Indem man sie in einen Topf wirft mit Wirtschaftsverbrechern, Politkriminellen (die beide für gewöhnlich im Vergleich zu den Sportlern ja mit Samthandschuhen angefasst werden) und Mördern bzw. Mafiosi, macht man das, was jene Gruppen „echter“ Verbrecher ja erhoffen: man lenkt von ihnen ab auf einen absoluten Nebenkriegsschauplatz.
Wenn die Politiker in z.B. Österreich ein genau so hartes Anti-Politik-Korruptionsgesetz gemacht hätten wie daws Anti-Doping-Gesetz, dann wäre der Nationalrat inzwischen mindestens halb leer. Deshalb sind sie froh, dass man die Masse z.B. mit den Doping-Stories ablenken und beschäftigen kann.
Mit anderen Worten: das Doping-Problem ist nicht das größte der Menschheit. Wenn wir bloß wirklich keine anderen Sorgen hätten!!!
Das ist derselbe Effekt, den die anderen Sportarten ausnützen, indem immer und immer wieder nur der Radsport skandalisiert wird. In diesem Windschatten können die anderen sich wunderbar verstecken. Ich erinnere nur an die sattsam bekannte Fuentes-Liste, wo seltsamerweise nur die Radsportler in der Öffentlichkeit genannt wurden. Was ist mit den spanischen Tennisspielern und Fußballheroen, die möglichweise auch drauf waren?
Summa summarum: Die Radsportler mit der Mafia zu vergleichen ist IMHO weder zulässig noch nützlich, ausser für die echten Mafiosi dieser Welt… Die freuen sich!
Gruß
Karl-Heinz
Auf Youtube gibt es das Interview mit Tyler Hamilton auf „Sixty Minutes“. Wenigstens sieht man ihm an, wie unangenehm ihm das Ganze ist…
Quote:OWI, eins verstehe ich nicht. Wieso prangerst du die „Verräter“ so an? Ist nicht eine Voraussetzung für dein Ziel im Antidopingkampf, dass alle erstmal reinen Tisch machen und alles gestehen, aber dabei straffrei davon kommen?Ich führe ja keinen „Anti-Doping-Kampf“, ich bin ja für die Freigabe im Profisport . Unter den Voraussetzungen, dass man gefährliche Übertreibungen verhindert, indem man Grenzwerte setzt. Klassisches Beispiel: der Hämatokritwert. Man darf mit EPO und Co. arbeiten wie man will, aber der HTK-Wert darf zum Beispiel (willkürlich gewählt) 53 nicht überschreiten. Liegt man darüber, wird man zwar nicht bestraft, darf aber an dem betreffenden Tag nicht starten. So ginge es ohne weiteres und sehr sinnvoll… Aber darüber wird sich nie jemand Gedanken machen, denn dann gäbe es ja keine Betätigung mehr für geltungssüchtige WADA-Funktionäre und Journalisten.
Das Ungerechte mit den Verrätern ist, dass die straffrei oder mit nur geringen Strafen (bei Hincapie ist es ja eine geradezu lächerliche „Strafe“) davonkommen, und ein anderer die Superhöchststrafe bekommt. Dass sie da mitmachen widerspricht für mich allem, wofür der Radsport eben auch steht: man ist eine Mannschaft und hält zusammen bei Hitze, Wind und Regen, gegen jeden Sturm. Man liefert einander nicht aus!!!
Irgendwie muss das extrem hart sein. Man ist bei einem Olympic RR der Topfavorit kann aber selbst ins Renngeschehen nicht eingreifen.
Für Cav nicht, er ist ja nie anders gefahren. Am Beginn des Rennens kriegt er von Eisel den Schnuller und dann geht es im Schlafwagen bis zur 300-Meter-Marke. Ein Rennen, wo er mal denken müßte, fährt der gar nicht zu Ende…
Nachsatz: Bei allem Ärger und Pech ist eine Pech-Saison mit trotzdem mehreren Tagen im Maillot jaune ja eigentlich noch so halbwegs abgedämpft…
Andere gewinnen in solchen „dunklen“ Saisons gar nichts…Ich freue mich in erster Linie, dass die Briten es nicht geschafft haben! Nieder mit Cavendish und der Sky-Mafia. Eisel, mein „Schande-über-ihn-Landsmann“, hat sich nicht einmal ein bisschen bemüht zu verbergen, dass er nicht für sich selbst oder Österreich sondern für Cavendish fährt. Auch als Schorn im Peloton die Arbeit gemacht hat, war das nicht im Interesse von Team Austria sondern für die Briten. Gut also, dass diese Rechnung nicht aufgegangen ist.
Ganz große Rennen wird Cavendish nicht mehr gewinnen, seine Massensprints natürlich, vielleicht noch mal MSR, aber den Höhepunkt seiner Karriere hat er heute verpasst. Schön.
Sehr leid tut es mir für Cancellara und die Schweiz sowie für Gilbert und die Belgier.
Wenigstens hat mit Vino einer der großen Alten gewonnen. Uran als Sieger hätte mich schon sehr gewurmt.
Und es freut mich auch sehr, dass all die Anti-Doping-Scheinheiligen sich jetzt grün und blau ärgern. Die, die bestimmte Leute chronisch verfolgen und bei anderen (zum Beispiel Sky-Dominanz bei der Tour) alle Augen und Hühneraugen zudrücken…
Fabian hat, sieht man von den Tagen in Gelb ab, eine Pech-Saison. Das wird im kommenden Jahr wieder besser werden. Ich freu mich schon auf die Abrechnung auf Flanderns und Nordfrankreichs Wegen…
Gruß
Karl-Heinz
Warum glaubst Du, dass die Deutschen Cavendish unterstuetzen bzw. wie meinst Du das?
Glaubst Du nicht eher, dass Eisel Cavendish helfen wird?
OWI
http://www.youtube.com/watch?v=V0roSxMKeBM&feature=related
Hier noch ein Link, schöner Clip. Der Hügel sieht hoch aus. Enge Strasse kann echt ein Faktor sein. Und das obere Ende, wo es noch „falsopiano“ weitergeht. Hier wäre ein starker Gegenwind super, um es härter zu machen.
Mein Eindruck: Wäre es näher am Ziel, dann wäre es durchaus möglich, dass eine Gruppe geht, so aber ist es zu weit. Es bleibt nur die Variante einer Abnützungsschlacht, damit Cav vielleicht irgendwann doch nicht mehr mit kann am Hügel. Aber dazu reicht, wie oben schon gesagt, die Personaldecke der Teams nicht. Es müssten sich fast zwei andere Nationen zusammentun gegen die Briten.
OWI
Danke für den Film-Link…
Das Wetter ist ja auch noch ein Faktor, aber soweit die Vorhersagen jetzt aussehen (wetter-online.de), bleibt es anscheinend trocken…
OWI
Unter 5 %, das ist tatsächlich wohl zu leicht. Da bringt sein team ihn rüber. Noch dazu, wo ja nur maximal fünf Fahrer pro Nation dabei sind. Die anderen, z.B. die Belgier oder Deutschen können also schon aus personellen Gründen nicht sechs- oder siebenmal am Box-Hill ein mörderisches Tempo anschlagen und dafür einen Mann verheizen. Man braucht ja wohl mindestens zwei, eher drei, Helfer für die Sprint-Vorbereitung. Team Britain kann sich also das Rennen meiner Ansicht nach „ganz gemütlich“ anschauen, muß nur reagieren. Agieren müssen die anderen, denen dazu aber Manpower fehlt. Und Team Britain hat auch noch Eisel. Dem traue ich allemal zu, dass er irgendwie für Cav fährt, mit dem ihn ja ansgeblich eine „tiefe Freundschaft“ verbindet. :rolleyes: Denkt nur an Sydney und Vino in Diensten von Team Germany….
Ein weiteres Manko ist, das Greipel meiner Ansicht nach keine guten Anfahrer hat. Schon gestern am der Camps Elysee war er ja jämmerlich schlecht positioniert. Im Winkelwerk der Londoner Strassen werden die Engländer den Heimvorteil voll nützen können…
Ventil, wie schätzt Du Fabian ein? Z.B. im Sinne einer Attacke a la San Remo damals?
Gruß
Karl-Heinz
Wie schwer ist eigentlich dieser Box-Hill? ich hoffe ja instaendig, dass er zu schwer ist fuer Cavendish. Unglaublich, wie ich diesen Typ hasse… X( Gut, dass er wenigstens meine Lieblingsrennen (Flandern und Roubaix) nie, nie, nie gewinnen wird.
Aber in London wird er wahrscheinlich wohl leider nicht zu schlagen sein. dann soll es aber fuer heuer mal hoffentlich zu Ende sein mit „RUle Britannia“!
Gruss
OWI
Zu den Kommentatoren:
Unter den deutsch-sprechenden ist Leclerq mein eindeutiger Favorit. Aber insgesamt mag ich Michel Wuyts am meisten; das ist flämisches Herzblut…
Gruß
OWI
Quote:Mach dir keine Hoffnungen, absolut jeder Jungfahrer (und sein Vater) ist sich absolut sicher, dass er definitiv der neue Eddy Merckx ist, weil er vor 3 Jahren manchmal schneller war als irgendjemand der jetzt als Profi rockt. Jeder von 232443124 Nachwuchsfahrern ist auf jeden Fall einer der 3 talentiertsten, da kann man sich immer sicher sein.Klar hast Du damit recht. Beim Jüngeren der Gehbauers aber sind das zumindest nicht nur Träume, da sich seine Ergebnisse schon sehen lassen können. 2011 hat er 2 MB-Weltcuprennen U23 gewonnen, heuer schon eines. Da hofft man halt ein bißchen mehr.
Zu Sagan: Ich wünsche mir auch, dass er, zumindest bei den 1-Tages-Rennen, so breit aufgestellt bleibt…
Quote:Was haltet ihr von Sagan ?Meiner Meinung nach ist die Muur für ihn etwas zu steil.
Aber was bei dem Typen auffällt: er kann bei verschiedenen Klassikern um den Sieg mitfahren. MSR, Flandern, P-R, AGR. Das ist heutzutage – im Zeitalter der Spezialisierung – schon etwas Ungewöhnliches…
Dazu noch etwas: % km von mir entfernt wohnen die Gehbauer-Brüder, zwei echt gute Mountainbiker. Der Jüngere, Alexander, hat zum Beispiel heuer in Südafrika das U23-Rennen gewonnen. Jetzt in Hoefallize war Zweiter. So wie es aussieht, wird er auch in London starten. Seinen Vater, der so etwas wie Manager der Jungs ist, kenne ich. Vor ca. 1 Monat bin ich ein paar Kilometer mit ihm zusammen gefahren. Er hat mir erzählt, dass sie Sagan aus seiner Mountainbike-Zeit kennen. Und da habe Alexander Sagan immer im Grifff gehabt. Man überlege auch, ob Alexander nicht auf die Strasse wechseln soll.
Klar, dass ich hoffe, mal einen Strassenprofi aus der Nähe zu kennen…. :]
Kommentar Michel Wuyts:
Quote:„Dit was niet de sterkste tegenstand die Boonen in Parijs-Roubaix al heeft gehad. Dat had vooral te maken met Cancellara die er niet was en Pozzato die uitviel. En Flecha en Ballan, die hebben toch wat dom gereden.“Es war eben einer dieser Tage, wo alle Faktoren zusammenpassen…
Und sein Kommentar zur Radsportgeschichte und De Vlaeminck:
Quote:Boonen telt nu vier overwinningen in de Hel, evenveel als „Monsieur Paris-Roubaix“ Roger De Vlaeminck. Staat Boonen nu op gelijke hoogte? „Neen“, zegt Wuyts resoluut. „De Vlaeminck koerste toch tegen een ander kaliber van renners. Bovendien won hij ook drie keer Milaan-Sanremo, twee keer de Ronde van Lombardije, Luik-Bastenaken-Luik, de Ronde van Zwitserland, zes keer de Tirreno, werd hij twee keer wereldkampioen veldrijden en won hij ook drie zesdaagses. “ „We moeten de geschiedenis respecteren. De Vlaeminck is toch nog altijd hoger in te schatten dan Boonen.“Ist schon beeindruckend, wie vielseitig die Fahrer damals gewesen sind, und wie sie übers ganze Jahr hinweg in Form blieben. Heute ist beides echt selten geworden…
Quote:Du wirfst ihm, zumindest implizit vor Cancellara beschuldigt zu haben. HAT ER NICHT.Gut, dann nehme ich diesen Teil meiner Aussage eben zurück und entschuldige mich dafür… Sein Timing war zumindest nicht gut gewählt.
Aber dass er mit solchen Behauptungen den Radsport, dessen Teil er mal gewesen war und über den er damals ja regelmäßig als Co-Kommentator bei RAI berichtete, aktiv und ohne Not in ein schiefes Licht rückte, das kritisiere ich nach wie vor…
Warum ich ausserdem hier vielleicht etwas „wehleidiger“ bin, hat einen triftigen Grund in der österreichischen Sportgeschichte:
Die einzige Sportart, wo wir eine Allzeitgröße sind, ist der Skisport. Wir sehen uns gern als „Skination Nr. 1“. Bei uns steht dieser Sport an erster Stelle. Und nichts ist so bedeutend wie die Herren-Abfahrt, vor allem bei Weltmeisterschaften und olympischen Spielen.
In der zweiten Hälfte der 80-iger machten wir die größte Krise in unserer Skigeschichte durch. Tiefpunkt war die WM in Crans Montana, Schweiz. Die Schweiz gewann alle Goldmedaillen bei den Damen und alle bis auf eine bei den Herren!!! Und diese letzte gewann ein Deutscher!!! Wir wurden noch nie so gedemütigt.
Am schlimmsten war die Herren-Abfahrt: 4 Schweizer auf den ersten vier Plätzen. Meine Zeitung titelte tags darauf:“Sie haben uns total vernichtet!“ Entsprechend depressiv war die Gemütslage der (damals eindeutig nur mehr ehemaligen) Ski-Nation Nr.1.
Vollends lächerlich aber haben wir uns dadurch gemacht, dass der Herren-Cheftrainer behauptet hat, die Schweizer verfügten über ein Wunderwachs. Wir waren also nicht nur einfach Verlierer. Indem wir die Gala-Vorstellung der Konkurrenz auf einen billigen Materialfaktor zurückführten (wo wir sie doch, ebenfalls mit dem Wunderwachs ausgestattet, in Grund und Boden gefahren hätten), sind wir auch noch zu schlechten Verlierern geworden… Nicht umsonst hatten damals in der Schweiz Österreicher-Witze Hochkonjunktur… (Ventil erinnert sich sicher noch)
Deswegen störte mich das damals mit Cancellara so. Auch wenn Cassani es nicht gesagt und beabsichtigt hat, betroffen war mittelbar von seiner Aktion in erster Linie der Schweizer…
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