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Ventil aktualisiert.
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30. Dezember 2005 um 11:49 Uhr #566937
Das alte Jahr neigt sich dem Ende entgegen und es wird wohl nicht allzu lange dauern bis die ersten Schlagzeilen bezüglich unerlaubter Leistungssteigerung die Gazetten und Fans beschäftigen werden. Hier kann dann wieder alles gesammelt werden, was zu diesem Thema gehört:
Namen prominenter und weniger prominenter Fahrer
Erhöhte Hämatokritwerte und andere Werte, die von uns kaum einer versteht
Laborirrtümer
Verwechslungen
Razzien
Prozesse
Kläger und Angeklagte
Tränen der vermeintlich Unschuldigen
Der Satz: Ich hab nichts genommen
usw…..
pompa pneumatica
10. Januar 2006 um 15:10 Uhr #613122Wie Sport1 gerade meldet, hat das CAS nun doch die Anträge der UCI und der WADA bestätigt. Damit wird er wohl seine Karriere beenden, da die Sperre bis zm 31. März 2007 laufen wird.
Gut gedopt ist halb gewonnen!
10. Januar 2006 um 15:46 Uhr #613123Wer? Der Dackel?
10. Januar 2006 um 15:53 Uhr #613124Hondo – steht zumindest bei Spiegel online
10. Januar 2006 um 15:56 Uhr #613125Ach Hondo! Der Dackel hat heute auch seine letzte Anhörung.
10. Januar 2006 um 16:31 Uhr #613126Der Dackel ist das ALLERLETZTE, aber die zwei Jahre für den Hondo finde ich wirklich hart. Die Menge, die er im Blut hatte war nach Berichten wohl sehr, sehr niedrig. Wenn ich mir vorstelle, dass der Dackel, vollgepumpt bis in die Haarspitzen, die gleiche Strafe bekommt, dann kann ich mich mit den derzeitigen Dopingbekämpfungsrichtlinien immer weniger anfreunden.
10. Januar 2006 um 16:44 Uhr #613127wer ist der dackel?
1564 verurteilte die Inquisition den Arzt Andreas Vesalius, den Begründer der neueren Anatomie, zum Tod, weil er eine Leiche zerlegt und festgestellt hatte, daß dem Mann die Rippe, aus der Eva stamme, gar nicht fehle. (Karlheinz Deschner)
10. Januar 2006 um 16:48 Uhr #613128Tyler Hamilton
Gut gedopt ist halb gewonnen!
10. Januar 2006 um 16:52 Uhr #613129Quote:Original von Raumcollagen
wer ist der dackel?Hamilton! *edit* das hat man davon, wenn man danach noch soviel schreibt :rolleyes:
Aber zwei Jahre für Hondo sind schlichtweg ein Skandal! Zumal ja seine Unschuld, bzw. die Tatsache, dass er es garnicht absichtlich gemacht haben kann doch so gut wie erwiesen. Hab zwar selbst keine Ahnung von diesen Dingen, aber das was Prof.Werner Franke bei der TdS im DSF gesagt hat, schien mir plausibel! Zum einen die geringe Menge, zum anderen hat es in der Menge keine Wirkung und weil er am Vortag sauber war, ist ein absichtliches Doping aufgrund der geringen Menge eben auch praktisch auszuschließen (oder die Gerol-Ärzte, bzw. Hondo wären Trottel), denke das aber nicht! Naja, schade für ihn! War zwar nie echter Hondo-Fan, aber hab mich schon bei guten Resultaten gefreut, weil er halt Deutscher ist.
Wahre Kenner gewinnen nur selten ein Tippspiel.
10. Januar 2006 um 21:33 Uhr #613130Oje, dann ist die Comebacksache wohl echt gelaufen
10. Januar 2006 um 22:00 Uhr #613131Quote:Original von Pinarella
Oje, dann ist die Comebacksache wohl echt gelaufenwieso sagen das eigentlich alle? der typ ist 32, oder? er darf im april 2007 wieder fahren – zwar erstmal nur bei einem professional team. aber was soll’s? cipollini hat mit 38 (?) aufgehört…
10. Januar 2006 um 22:09 Uhr #613132Ich könnte hier vorstellen, dass die Trainingsmotivation ungemein nachlässt. Hondo war schließlich in der besten Zeit seiner Karriere, und dann das.
10. Januar 2006 um 22:10 Uhr #613133Cipo hatte zum Schluss dann auch abgebaut, wenigstens die letzten beiden Jahre. Und Hondo ist zudem kein Cipollini. Ich hätte aber auch mit Hondos Qualitäten keine Lust, nur kleinere Rennen zu fahren. Das heißt ja, dass er von Katarrundfahrt über einige flandrischen Rennen und Bayernrundfahrt dann im Sommer in Östereich landet und im Herbst immer noch ranklotzen muss, weil das einfach alles nicht ausreicht.
Außerdem ist es nun schon der zweite Winter, den er umsonst trainiert hat (abgesehen von einem wichtigen Rennen: MSR 05). Er müsste noch einen dritten Winter ohne Anhaltspunkte trainieren, um 2007 wieder anzugreifen. Kann ich mir einfach nicht vorstellen. David Millar, unter 30, eigentlich ja schon über seine Dopingphase hinaus, will nochmal was beweisen, hat nur 2 Jahre abzusitzen – ja, das geht wohl. Danilo Hondo – mal angenommen unschuldig – tappt von einer juristischen Niederlage zur nächsten. Schon traurig das Ganze.Selbst wenn er durch seine eigene Schuld positiv war (wie es angeblich ja sehr viele sind), ist es einfach traurig um ihn und ich hab ihn nicht besonders gemocht. Andere pfeifen sich bestimmt ganz andere Sachen rein und kommen durch die Dopingkontrollen.
Na ja. Es war ja nicht Erik Zabel. Deutschland wird ihn schnell vergessen und übergehen.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
10. Januar 2006 um 22:19 Uhr #613134Nehmen wir mal an die PT ist nach der Saison am Ende, dann wäre denkbar das diese Sperrklausel auch im Sinne der Fahrer abgeschafft wird. Er könnte 2007 wieder erstklassig fahren. Wenn er nicht einer klaren Aussage selber bestätigt, dass er etwas anderes machen wird in Zukunft, ist eine Rückkehr doch sehr wahrscheinlich.
10. Januar 2006 um 22:32 Uhr #613135Quote:Original von Stahlross
Nehmen wir mal an die PT ist nach der Saison am Ende, dann wäre denkbar das diese Sperrklausel auch im Sinne der Fahrer abgeschafft wird.Das glaube ich aber als allerletztes. Die Gegner der Protour bemängeln ja erstens die fehlende sportliche Komponente (Aufstieg möglich) und nicht ausreichende ethische Regelungen. Ich verstehe zwar nie so richtig, was das heißt, aber ich denke mir, dass auch der Nachfolger der Protour (und irgendetwas wird kommen, wenn sie wirklich abgeschafft wird) die Dopingregelung übernehmen wird.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
10. Januar 2006 um 23:17 Uhr #613136Quote:Original von Stahlross
Nehmen wir mal an die PT ist nach der Saison am Ende, dann wäre denkbar das diese Sperrklausel auch im Sinne der Fahrer abgeschafft wird.soweit muss man nicht mal gehen…
wenn die zwei systeme nebeneinander existieren sollten, muss man nicht einmal in einem protour-team fahren, um an großen rennen teilnehmen zu können. die drei großen veranstalter werden ja nicht nur für giro, tour und vuelta noch sieben oder acht wildcards vergeben, sondern für einige rennen mehr.
wenn hondo dann nicht in polen oder bei benejux starten darf, wird ihn das vielleicht nicht ganz so sehr jucken…
deshalb halte auch ich seine rückkehr für nicht unwahrscheinlich.11. Januar 2006 um 10:27 Uhr #613137Ein in der Tat sehr merkwürdiges Urteil!!! Da ging es wohl nicht nur um Danilo Hondo sondern auch um ein verbandstechnisches Armdrücken zwischen UCI-WADA-Schweizer Verband. Da waren Juristen am Werk, das merkt man schon.
Ich persönlich finde das Urteil für wenig gerecht und sehr schade für Danilo Hondo und den deutschen Radsport.
Ich glaube, man begeht einen Fehler, wenn man die Doping-Problematik mit juristischen Mitteln bekämpfen will. Das Hondo-Urteil ist dafür ein gutes Beispiel. Wenn man die „Schwere der Schuld“ von Hondo in Relation zu den Strafen für andere Sünder setzt (Museeuw/Millar/IGG/Garzelli/Bruylandts/Simoni/Bennati/…), kann man das Urteil nicht als gerecht auffassen. Das Strafmass vom Schweizer Verband und der UCI war doch salomonisch und vergleichsweise hart. Da hat man anderen mit dem Beginn der Sperre (Zülle/Millar) ganz andere Brücken gebaut.
11. Januar 2006 um 10:57 Uhr #613138wenn wir davon ausgehen würden, dass wirklich nur die dopen die erwischt werden, dann wäre es sehr vermessen hondo als light-doping-man anzusehen, ja gar von unschuldig zu sprechen. ich glaube kaum dass wir das recht haben, darüber zu urteilen welches dopingmittel oder welche dosierung jener nun als leicht, mittel und schwer einzustufen ist . eben wie gesagt, gehen wir davon aus dass sie alle sauber fahren, ausser jene fahrer die positiv getestet wurden, dann hätte der 2. platzierte von mailand-san remo wohl kaum von einem leichten vergehen gesprochen, wenn hondo dieses rennen gewonnen hätte.
aber eben, wenn wir davon ausgehen…..
darum beklagt sich ja auch nie, oder sehr sehr sehr selten ein fahrer wenn er einen titel erben darf/kann, weil er ja selber dopt. ( meine auffassung ).
102
11. Januar 2006 um 13:08 Uhr #613139es geht ja nicht darum, ob die Dosierung gering war, oder das Mittel sinnlos oder sonstwas. Aber offenbar bestehen erhebliche Zweifel am Vorsatz, die nach meiner Rechtsauffassung zu einem Freispruch hätte führen müssen. Das heisst ja nicht, dass ich felsenfest an seine Unschuld glaube, aber im Zweifel für den Angeklagten muss meiner Ansicht nach auch in Sportprozessen gelten.
Ob Hondo dabei Deutscher oder sonstwas ist, ist mir erstmal gleich.
1564 verurteilte die Inquisition den Arzt Andreas Vesalius, den Begründer der neueren Anatomie, zum Tod, weil er eine Leiche zerlegt und festgestellt hatte, daß dem Mann die Rippe, aus der Eva stamme, gar nicht fehle. (Karlheinz Deschner)
11. Januar 2006 um 15:13 Uhr #613140vielleicht haben wir ja demnächst einen (interessanten) vergleich:
der dackel will einen freispruch; er will jetzt vor dem cas seine ehre reinwaschen – oder die seines zwillings?11. Januar 2006 um 15:20 Uhr #613141hondo geht jetzt vor ein ziviles gericht in der schweiz:
man wirft der wada verfahrensfehler vor und dem cas eine (angeblich) formaljuristische entscheidung…11. Januar 2006 um 20:24 Uhr #61314312. Januar 2006 um 15:42 Uhr #613144Genau darum finde ich OWIs Idee was Doping angeht sehr gut. Hier sieht man es wieder, die Veloce Stanco Idee würde nicht funktionieren, SEHR hart durchgreifen. Hondo, hab’s nicht mitverfolgt, wohl schon eher hart wenn man es z.B. mit Garzelli 02 vergleicht, aber wenn man Doping loswerden muss, dann muss es hart sein, keine Suppe ohne Eierschale… nein, keine Omelette ohne kaputte Eier. Mit Owis Grenzwerten schon viel einfacher, dann muss man die Leute auch nicht mehr so lange sperren, da gibt’s erst mal eine Gesundheitspause, evtl. noch eine kurze Zwangspause und los geht’s.
Leitplanke
12. Januar 2006 um 18:06 Uhr #613145Quote:Original von Pinarella
Hondos Meinung dazualso sein comeback – wo auch immer – ist doch sehr wahrscheinlich…
12. Januar 2006 um 20:06 Uhr #613146Wegen Dopingvorwürfen
Fahrervereinigung will WADA-Chef verklagen
Berlin (dpa) – Die Organisation der Profiradsportler (CPA) hat WADA-Chef Pound mit rechtlichen Schritten gedroht. Der Kanadier hatte sich geweigert, einer CPA-Aufforderung nachzukommen und von schwerwiegenden, pauschalen Doping-Vorwürfen gegen den Profiradsport Abstand zu nehmen.
Der Vorsitzende der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) rückte nicht von seinen in einem Interview mit dem Londoner «Guardian» am 26. Oktober geäußerten Angriffen ab. Der Drogenkonsum im Radsport sei «kein individuelles Problem der Fahrer» und der Sport sei nicht im Stande, es zu lösen, hatte Pound damals erklärt. «Doping ist geplanter Betrug mit komplexen Methoden, hoch entwickelten Techniken und Substanzen, unter aktiver Komplizenschaft von Ärzten, Wissenschaftlern und Team-Offiziellen. Der ganze Betrug geschieht unter den Augen der Radsport-Offiziellen, die lauthals proklamieren, ihr Sport sei drogenfrei und werde es bleiben.»
Die CPA hatte Pound schriftlich aufgefordert, die Vorwürfe zurückzunehmen. Das lehnte der WADA-Chef laut dem Internetanbieter «cycling-news» ab, worauf die Profi-Organisation ankündigte, «die nötigen Schritte» zu unternehmen.
Tja, nu, was soll man sagen. Getroffene Hunde bellen!
pompa pneumatica
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