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Ventil aktualisiert.
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18. Februar 2006 um 7:56 Uhr #6132214. März 2006 um 11:19 Uhr #613222
Hallo Leute,
ich habe da einen netten Artikel zum Thema Doping im Alltagsleben gefunden. Es sind halt nicht eben nur Radprofis, die durch Einnahme bestimmter Substanzen ihre Leistungsfähigkeit erhöhen wollen.13. März 2006 um 18:45 Uhr #613223Es phonakt schon wieder. Bei meinen Recherchen warum so wenig Schweizer in der Schweiz fahren (s. anderer fred), stiess ich auf folgende Meldung.
Quote:Das Team « Phonak Hearing Systems »wurde durch Swiss Cycling informiert, dass anhand einer Kontrolle am 14. Februar 2006 bei Sascha Urweider die A Probe positiv auf Testosteron getestet wurde. Der General Team Manager John Lelangue hat entschieden, wie im Code der UCI Pro Tour vorgesehen, den Fahrer in Erwartung einer eventuellen B Probe per sofort zu suspendieren. Das Phonak Team verweist wiederholt auf seine Unterstützung des ethischen Codes und alle damit verbundenen Werte sowie die Einhaltung des Antidoping Codes der UCI.
Naja, nun ist es auf jeden Fall noch einer weniger.
13. März 2006 um 18:47 Uhr #613224Irgendwie hab ich mich schon gewundert, das dieser Fredi in 06 so „ruhig“ ist.
Aber auf die Jungs von den Hörgerätefuzzies kann man sich halt verlassen.
pompa pneumatica
13. März 2006 um 19:25 Uhr #61322513. März 2006 um 19:35 Uhr #613226Wie blöd muss man sein, danach noch so ein statement abzugeben.
13. März 2006 um 19:59 Uhr #613227man versucht es…
ich denke wenn dieses nahrungsergänzungsmittel für urweider wirklich das non plus ultra gewesen wäre, hätte er es intern bei phonak testen lassen sollen.
sehe bei seiner aussage : okay D / nicht okay USA ( internetbezug ) nur schwachsinn. diese aussage könnte ich bei einem amateur noch verstehen, aber bei einem profi ? nein ! der team-arzt bei phonak sieht so auch scheisse alt aus. dämlich…
102
13. März 2006 um 20:03 Uhr #613228eben… Die Jungs wissen seit Jahren, dass da was drin sein könnte. Also muss man sich doch absichern, als Profi.
Jetzt gleich den Hersteller zu beschuldigen, obwohl ja drauf steht dass nichts Verbotenes drin ist, könnte noch ein Nachspiel haben. Deshalb hat er wohl den Namen des Präparates erst mal unter der Decke gehalten. Ich als Hersteller würde mir solche Anschuldigungen nicht gefallen lassen.
14. März 2006 um 7:06 Uhr #613229Mal abwarten, die Sache.Natürlich sind Nachungsmittelergänzungen eine beliebte Ausrede, weil es eben durchaus möglich ist. Ich kann vorliegenden Fall noch nicht beurteilen, aber bei der Posotivprobe von Christophe Brandt beispielsweise glaube ich an eine Verunreinigung (wohl schon alleine weil Methadon-Doping Blödsinn ist).
Weiss jemand, ob Testosteron überhaupt oral auf- bzw. eingenommen werden kann? Das wird doch nicht umsonst gespritzt, wenn es ein feiner Testo-Drink auch täte.
1564 verurteilte die Inquisition den Arzt Andreas Vesalius, den Begründer der neueren Anatomie, zum Tod, weil er eine Leiche zerlegt und festgestellt hatte, daß dem Mann die Rippe, aus der Eva stamme, gar nicht fehle. (Karlheinz Deschner)
17. März 2006 um 7:34 Uhr #613230Hondo behauptet auf seiner HP:
„Freispruch!!!“
Das schweizer Gericht hat die CAS/TAS-Entscheidungen kassiert. Die Interpretation des Urteils steht allerdings noch aus. Darf er tatsächlich wieder ab sofort und dauerhaft ProTour fahren??? Hat die UCI Revisions- oder Einspruchsrecht???
Mal gespannt, wie´s weitergeht. Ich schätze mal, Hondo wird am ehesten bei einem ambitionierten Continental-Team unterkommen…
17. März 2006 um 9:37 Uhr #613231Wow!
Quote:Lehner: „Die Urteile sind vorerst nur aufgehoben. Eine definitive Entscheidung des Obersten Kantonsgerichts erwarten wir in etwa sechs Monaten.“Kapier ich nicht. Bei Mailand – San Remo wird er aber wohl erst mal nicht mitmachen.
Wenn dieses Urteil ihm aber Rennfahren wieder vollständig erlaubt, bin ich gespannt, ob seine magentenen Kumpels ihm nen Job bei Olaf Ludwig besorgen.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
17. März 2006 um 9:50 Uhr #613232wenn es tatsächlich ein freispruch ist, warum sollte er dann nicht wieder bei GST anfangen, das hatte Holczer doch vor den CAS-urteil angedeutet.
die sportfunktionäre von WADA und UCI werden aber jetzt wahrscheinlich amok laufen – soll ein zivilgericht über startberechtigungen entscheiden dürfen?
17. März 2006 um 10:50 Uhr #613233es ist halt doch immer die letzte instanz und auch der sport muss sich wohl dem allgemeinen recht beugen.
17. März 2006 um 11:10 Uhr #613234RSN hat nun etwas ausführlicher erläutert. Hondo hat demnach nur eine EV (Einstweilige Verfügung) in der Tasche. Die Tatsache, dass er ab heute (theoretisch auch MSR, wenn er ein Team hätte) wieder Radrennen fahren darf, heisst nicht, dass er freigesprochen wurde.
Insofern hat sich das mit den Geröllheimern erledigt, weil Holczer immer gesagt hat, Hondo darf zurückkommen, wenn er freigesprochen worden ist.
Interessant finde ich folgendes: Die Hauptsache-Verhandlung ist in 6 Monaten, d.h. Mitte September. Dort könnte die Klage von Hondo gegen das CAS-Urteil abgewiesen werden. Das hieße dann, die Sperre endet im April 2007 und für die ProTour 2009. Das ergibt für Hondo doch auf alle Fälle die Perspektive für ein Continental-Team. Er wäre ja max. für Oktober/Februar/März ausser Gefecht. Wenn er im September freigesprochen werden würde, kann er ja immer noch in die ProTour upgraden.
Das Geschmäckle, dass die ganze Sache hat, bekommt er so oder so nicht mehr los. In der Sache bin ich unentschieden – schön gesprintet ist er aber dennoch. Mein Tipp für Rundumköln: ***** Hondo
17. März 2006 um 12:14 Uhr #613235Wirklich ziemlich überraschend diese Wendung. Besonders die Reaktion der UCI und der WADA bleibt abzuwarten. Die werden bestimmt nicht einfach das akzeptieren.
Gut gedopt ist halb gewonnen!
17. März 2006 um 13:51 Uhr #613236wenn Holczer richtig richtig mutig wäre, würde er Hondo kurzfristig wieder einstellen und nach Mailand einfliegen lassen. dem vorjährigen vizesanremisten und der gesamten sprudeltruppe würde das eine menge publicity bringen.
aber der Holczer ist nun mal nicht der sturmunddrangtyp, obwohl das rechtlich wegen der einstweiligen verfügung funktionieren würde. die politik der vollendeten tatsachen ist ja manchmal nicht schlecht!17. März 2006 um 14:17 Uhr #613237Das Gericht kann als Grundlage für die EV nur irgendwelche Verfahrensmängel geltend machen. Ich denke, es geht dabei um die ungenügende Würdigung der Einwände vom Experten Franke durch das CAS. Ich frage mich totzdem immer noch, wieso der Herr Franke zu solchen Schlussfolgerungen kam.
Ich zitiere mal. 1. „Hondo hätte gar nicht an das Mittel herankommen können. Der Handel mit diesem Mittel/Präparat ist in der EU verboten.“ Hä, der Handel mit Koks und Heroin ist ebenfalls verboten. Nur als Beispiel. 2. „Es gibt das Mittel nur in 100mg Dosen/Tabletten.“ Wohl eine Anspielung auf die geringe nachgewiesen Dosis. Mein Arzt hat mir auch schon mal eine halbe Tablette verschrieben, um nicht überzudosieren. Also das ist kein Argument. Tabletten kann man teilen. Ausserdem lag die Dosis oberhalb des Erlaubten in A- und B-Probe. Das geht noch weiter, Stichpunkt Restkontamination in der Wasserflasche. Wie bitte kann eine Wasserflasche überhaupt mit Carphedon kontaminiert werden, wenn es doch quasi in der EU gar nicht zu beziehen ist. Irgendwie widerspricht sich der Herr selbst.
Ich denke die WADA sollte ihre Dopingliste überarbeiten und alle möglichen Wirkstoffnamen und bezeichnungen aufnehmen. Ansonsten finden die Advokaten immer eine Lücke. Auch wurde den Einwänden von Herrn Franke nicht genügend widersprochen, sondern einfach ignoriert oder abgeschmettert.
So Danilo, nun alles Gute, wasch immer schön deine Wasserflaschen aus und nimm nicht alles, was dir irgendein Kumpel im Bad hinterlässt.17. März 2006 um 15:32 Uhr #613238Quote:Original von tylance mayollrich
wenn Holczer richtig richtig mutig wäre, würde er Hondo kurzfristig wieder einstellen und nach Mailand einfliegen lassen. dem vorjährigen vizesanremisten und der gesamten sprudeltruppe würde das eine menge publicity bringen.
aber der Holczer ist nun mal nicht der sturmunddrangtyp, obwohl das rechtlich wegen der einstweiligen verfügung funktionieren würde. die politik der vollendeten tatsachen ist ja manchmal nicht schlecht!kann mir nur schwerlich vorstellen, dass sich die einstweilige verfügung auch auf die ethischen grundsätze der protour beziehen lässt, so ohne freispruch…
17. März 2006 um 15:58 Uhr #613239ich kanns mir auch nur schwer vorstellen. aber – streng genommen hat das gericht das dopingurteil aufgehoben weil die sache unklar ist und weil dem beschuldigten keine nachteile entstehen sollen, bis die sache in 6 monaten geklärt ist. da ist ja auch eine gewisse logik hinter…
17. März 2006 um 16:05 Uhr #613240Quote:Original von tylance mayollrich
aber – streng genommen hat das gericht das dopingurteil aufgehoben weil die sache unklar ist und weil dem beschuldigten keine nachteile entstehen sollen, bis die sache in 6 monaten geklärt ist.ausgesetzt, nicht aufgehoben – deshalb heißt es ja einstweilige verfügung…
17. März 2006 um 16:07 Uhr #613241Der BEWEIS seiner Unschuld steht immer noch aus.
17. März 2006 um 16:07 Uhr #613242schon sehr komisch, aber ich glaube nicht, dass er fuer t-mobile oder gerolsteiner fahren wird jetzt. die wollen naemlich mit doping ueberhaupt nichts am hut haben. (besonders die telekom). dasss er bei einem ital. Continental Team anheuert kann ich mir dagegen sehr gut vorstellen. Da gibt es sicher einige Manager, die das nicht so sehr juckt. muss man abwarten, wird aber auf jeden fall noch spannend denke ich.
17. März 2006 um 16:07 Uhr #613243Quote:Original von Stahlross
Das Gericht kann als Grundlage für die EV nur irgendwelche Verfahrensmängel geltend machen. Ich denke, es geht dabei um die ungenügende Würdigung der Einwände vom Experten Franke durch das CAS. Ich frage mich totzdem immer noch, wieso der Herr Franke zu solchen Schlussfolgerungen kam (…).Das stimmt nun nicht! Eine EV bekommt man nicht und schon gar nicht ausschließlich wegen Verfahrensfehlern (wobei das scheinbare Nichtwürdigen von Beweisen kein Verfahrensfehler ist; Verfahrensfehler sind formelle Fehler). Vielmehr sollen EV Nachteile für den Betroffenen vermeiden, die sich aufgrund eines späteren Spruchs im Hauptsacheverfahren in der Zwischenzeit ergeben könnten. Insofern ist die EV schon ein Fingerzeig, in welche Richtung das Gericht tendiert. Würde die EV nur aus minderen Gründen erteilt werden, bestünde ja die Gefahr, dass innerhalb kürzester Zeit eine gegenlautende EV beim gleichen Gericht erwirkt würde.
Einen Freispruch nach dem Motto „Hondo hat nicht gedopt“ wird er sicher nicht bekommen. Er wird im Hauptsacheverfahren höchstens „in minderschwerem Fall“ oder „mangels an Beweisen“ mit einem blauen Auge davon kommen. Rein juristisch hat Danilo dann seine Strafe erhalten und seine Schuld entsprechend verbüst. Damit darf er für mich auch wieder radrennenfahren wie jeder andere auch. Rein moralisch bleibt ein Makel.
17. März 2006 um 16:13 Uhr #613244Was heisst den mangels an Beweisen. Es liegt hier A- und B-Probe vor, die mit fragwürdigen Argumenten angezweifelt wird. Welchen Beweis kann und muss denn der Verband noch anführen, um jemanden zu überführen. Vielleicht demnächst einen Zeugen? Ist doch Quatsch.
17. März 2006 um 16:41 Uhr #613245Quote:Original von MaxiHaberl
schon sehr dasss er bei einem ital. Continental Team anheuert kann ich mir dagegen sehr gut vorstellen. Da gibt es sicher einige Manager, die das nicht so sehr juckt.Gerade nach Italien sollte er nicht gehen. Dort wird er doch besonders von den Dopingfahndern beschattet werden.
Gut gedopt ist halb gewonnen!
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