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Ventil aktualisiert.
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21. Oktober 2006 um 17:48 Uhr #614346
Als Folge des dopingskandals will die ARD ab nächstes jahr abstand von der berichterstattung der deutschlandtour nehmen.
Nicht nur das, angeblich stehen auch die olympischen spiele, fußball und leichtathletic zur disposition.
(http://www.radsport-aktiv.de)21. Oktober 2006 um 18:16 Uhr #614347Zum Kotzen ist das! Wofür verlangen die eigentlich diese horrenden Gebühren? Es läuft doch inzwischen zu 95% der gleiche Schwachsinn in den öffentlich rechtlichen Programmen wie im privaten Fernsehen. Einzig die Nachrichten sind noch besser. Den Bildungsauftrag üben sie auch nur noch bei B-alpha aus und früher gute Sendungen wie Weltspiegel oder Auslandsjournal bringen irgendwelchen Mumpitz über Katzenzüchter in Argentinien oder Pubertätsprobleme von Jugendlichen in Saudi-Arabien, anstatt die wirklich ernsthafte politische Lage in Afghanistan, Irak, Korea oder Russland zu thematisieren. Öffentlich-rechtliche Volksverblödung ist das.
So, das musste mal raus.
21. Oktober 2006 um 19:14 Uhr #614348Naja, so ganz unverständlich finde ich die Reaktion der ARD nun wieder nicht. Ich meine das ganze hickhack um den Radsport derzeit ist wirklich zum jammern. Da werden Fahrer fertig gemacht, weil wohl stichhaltige Beweise vorliegen und ein paar Monate später ist das alles immer noch völlig unklar und einige dieser Jungs sind von ihrem Radsportverband mangels Unterlagen und Beweise wieder zum Start freigegeben. Jeder nicht Radsportbegeisterte schüttelt doch nur noch mit dem Kopf und will das Alles nicht mehr sehen. Und wir paar Radsportheinis sind nun wirklich nicht maßgebend und das meine ich wirklich ernst. DER RADSPORT IN SEINER DERZEITIGEN VERFASSUNG HAT ABSOLUT NICHTS IM ÖFFENTLICH RECHTLICHEN FERNSEHEN ZU SUCHEN. Und Eurosport zeigt auch Gewichtheben live und das sagt alles, da gehört der Radsport derzeitig auch hin.
21. Oktober 2006 um 21:49 Uhr #614349Quote:Original von radfahrer
Naja, so ganz unverständlich finde ich die Reaktion der ARD nun wieder nicht. Ich meine das ganze hickhack um den Radsport derzeit ist wirklich zum jammern. Da werden Fahrer fertig gemacht, weil wohl stichhaltige Beweise vorliegen und ein paar Monate später ist das alles immer noch völlig unklar und einige dieser Jungs sind von ihrem Radsportverband mangels Unterlagen und Beweise wieder zum Start freigegeben. Jeder nicht Radsportbegeisterte schüttelt doch nur noch mit dem Kopf und will das Alles nicht mehr sehen. Und wir paar Radsportheinis sind nun wirklich nicht maßgebend und das meine ich wirklich ernst. DER RADSPORT IN SEINER DERZEITIGEN VERFASSUNG HAT ABSOLUT NICHTS IM ÖFFENTLICH RECHTLICHEN FERNSEHEN ZU SUCHEN. Und Eurosport zeigt auch Gewichtheben live und das sagt alles, da gehört der Radsport derzeitig auch hin.Einspruch!
Wenn das wirklich die Gründe sein sollten, warum geht es denn überhaupt um die D-Tour? Finden die großen Doping-Orgien denn nicht vor allem bei GT’s wie der TdF statt? Aber die wollen sie wohl nicht absetzen…Das ist genauso zum kotzen wie die Aufarbeitung der Fuentes-Sache, diejenigen die sich wg. ich nenn’s mal schlichtem Gemüt nicht dreist genug zur Wehr setzen (Ullrich) oder wegen relativer Unwichtigkeit (D-Tour) keine Lobby haben sollen’s mal wieder ausbaden…
21. Oktober 2006 um 22:47 Uhr #614350radfahrer lese ich gerne.
bist du selber mal elite.rennen gefahren, oder sowas ähnliches im plus – minus bereich ? doping-geschädigt ( dackel ) ? mein das jetzt im ernst. oder bist einfach ein radfahrer ? sicher ein fan, nehme ich mal an. gewichtheben sehe ich auf einer ebene mit fussball.
die ard hat sich wie dieser t-stall jahrelang auf ullrich konzentriert. die umstände, jetzt, sind sehr günstig um sich zu rehabilitieren. so für das jetzt, dass jetzt eben. grosse verlogene klappe, mehr nichts. die werden auch 2007 übertragen..
stefu
seh das nicht so eng. es gibt keine grosse doping-orgie mehr. das war in den 90er jahren. an der d-tour wird genau so präpariert wie an der tour de france.
102
21. Oktober 2006 um 23:15 Uhr #614351Eigentlich finde ich es zum Kotzen, daß wieder einmal nur der Radsport als Sündenbock herhalten muß. Von den Fuentes-Kunden aus den Bereichen Fußball und Leichtathletik ist kein einziger Name publik geworden. Entweder man beginnt mit dem großen Aufräumen und bringt alles ans Tageslicht oder man lässt es gleich bleiben. Unfair ist es auf jeden Fall, wenn nur Ullrich als einziger eine Sperre aufgrund Dopings bekommt.
22. Oktober 2006 um 8:46 Uhr #614352Quote:Original von Ventil
seh das nicht so eng. es gibt keine grosse doping-orgie mehr. das war in den 90er jahren. an der d-tour wird genau so präpariert wie an der tour de france.Ich denke schon das es da noch große Unterschiede gibt.
– um eine GT zu gewinnen muß man in 95% der Fälle richtig was können, ein Rennen wie die D-Tour kann man auch mit weniger Talent und etwas mehr Glück gewinnen weil längst nicht jeder voll fährt (einige sind da weil sie müssen, andere bereiten sich auf irgendwas vor)
– nicht jeder Klassement-Fahrer im Peloton ist gewillt für einen Sieg bei einer wenig etablierten und im Ausland spärlich beachteten Rundfahrt das Risiko erwischt zu werden (und das ist Doping aus den Vollen schon noch) einzugehen
– Regeneration ist bei einem Rennen mit meist nur einer anspruchsvollen Bergetappe viel weniger ein Thema als bei einer dreiwöchigen Rundfahrt mit ganzen Hochgebirgs-Kampagnen über mehrere aufeinanderfolgende Tage
22. Oktober 2006 um 8:54 Uhr #614353Quote:Original von Plattfuß
Zum Kotzen ist das! Wofür verlangen die eigentlich diese horrenden Gebühren? Es läuft doch inzwischen zu 95% der gleiche Schwachsinn in den öffentlich rechtlichen Programmen wie im privaten Fernsehen. Einzig die Nachrichten sind noch besser. Den Bildungsauftrag üben sie auch nur noch bei B-alpha aus und früher gute Sendungen wie Weltspiegel oder Auslandsjournal bringen irgendwelchen Mumpitz über Katzenzüchter in Argentinien oder Pubertätsprobleme von Jugendlichen in Saudi-Arabien, anstatt die wirklich ernsthafte politische Lage in Afghanistan, Irak, Korea oder Russland zu thematisieren. Öffentlich-rechtliche Volksverblödung ist das.So, das musste mal raus.
so, einfach mal applaus.
wenn die d-tour auf einem anderen sender übertragen wird, ist dies aber für uns fans nur von vorteil.
22. Oktober 2006 um 9:02 Uhr #614354Ja, vielleicht. Aber nur dann wenn parallel kein Damen-Tennis-Turnier gespielt wird oder eine unglaublich wichtige Siegerehrung von übergewichtigen Formel-Clio-Fahrern abgehalten wird.
Vorsicht.
pompa pneumatica
22. Oktober 2006 um 9:14 Uhr #614355Das ganze zeigt doch nur das die ARD auch zum großen Kackhaufen dazugehört .
Zuerst jahrelang sich anbiedern , danach schön abspringen , ich fände es nur ehrlicher , wenn sie die wahren Beweggründe nennen würden .
Und Gilbert ist doch kein ewiges Talent!
22. Oktober 2006 um 9:16 Uhr #614356Quote:Original von Coolman
wenn die d-tour auf einem anderen sender übertragen wird, ist dies aber für uns fans nur von vorteil.Ist die ARD denn nicht auch Sponsor der Rundfahrt?
So oder so, wenn die nicht mehr übertragen dürfte das ein tödliches Loch in den Geldbeutel der D-Tour reissen, die Einstellung der Veranstaltung wäre wohl die zwingende Folge.Verschwörungstheorie: Und das als ProTour Rennen, da frage ich mich doch wer da noch alles seine Finger im Spiel hat und wohlmöglich der UCI eine reinwürgen will?
22. Oktober 2006 um 9:22 Uhr #614357ich glaube, dass dann einfach ein privater, ich nenne jetzt einfach mal sat.1 oder dsf einspringen werden. wie das mit dem geldbeutel der d-tour ist, weiß ich auch nicht. und selbst, wenn es die d-tour nicht mehr gibt, ist das kein großer verlust für die radsportwelt.
22. Oktober 2006 um 9:33 Uhr #614358Quote:die werden auch 2007 übertragenJa.
pompa pneumatica
22. Oktober 2006 um 17:29 Uhr #614359Beim rumgejammere um die absolut künstlich hochgehaltene D-Tour sollte man wirklich nicht vergessen, dass wir schon seit Jahrzehnten eine wirklich gute Tour hatten, nämlich die Friedensfahrt. Und es ist schön zu sehen, dass der Radsport wieder dort hinkommt wo er auch hingehört. Ich liebe den Radsport, ich lebte vom Radsport und im Herzen bin ich Radsport und dahingehend darf ich behaupten, dass die D-Tour einfach nur ein aufgeblähter Mist war, wobei sich einige wenige wieder den Arsch verdient haben. Zum Glück haben diese Leute die Friedensfahrt nicht vernichtet und da das Fernsehen sich einfach um Einschaltquoten kümmern muss, ist einfach klar und deutlich zu sagen, dass der normale T-Tour-schauer einfach dieses nicht mehr anschaut, weil er vom Radsport die Nase voll hat und Ulle auch nicht mehr fährt. Wir alle haben von Ulle gelebt. Wir haben mehr Geld erhalten als normal, wir haben höhere Einschaltquoten im Fernsehen gehabt, wir haben mehr Rennräder verkauft und da der König vom Thron gestürzt ist, hat der Radsport nun das zu verzeichnen was der Tennissport nach dem Becker und Graf Abgang zu erleiden hatte, nämlich den Absturz in das Dagewesene. So ist das nun einmal
22. Oktober 2006 um 17:49 Uhr #614360@ radfahrer:
Die Friedensfahrt war und blkeibt eine Amateur-Rundfahrt die nie im Profiradsport angekommen ist.
Als Nicht-Ossi kann ich dem Rennen nichts abgewinnen.
Und wenn wir schon auf Organisatoren schimpfen dann schießen die ja wohl den Vogel ab.Und seit einigen Jahren definiert sich der dt. Radsport auch nicht mehr nur über Ullrich. Die Erfolge von Zabel, Wesemann, Voigt, Sinkewitz, F. Wegmann, Schumacher, Fothen und Co. werden zwar nicht von der Bildzeitung, aber von den interessierten Hobbyradsportlern sehr wohl wahrgenommen.
Ausserdem darf der Triathlon/Ironman nicht vergessen werden, der nicht nur dank der dt. Seriendominanz beim Ironman Hawaii immer mehr Menschen in Deutschland begeistert.22. Oktober 2006 um 19:28 Uhr #614361es wird vieles davon abhängen, ob in den nächsten jahren ein junger deutscher fahrer heranwächst, der die tour gewinnen kann. in den nächsten zwei, drei jahren werden das aber wohl noch ullrich und klöden übernehmen und die zeit brauchen die anderen auch noch. aber die wut von wesemann kann ich auch sehr gut verstehen.
22. Oktober 2006 um 19:57 Uhr #614362ich seh aber leider keinen mit dem potenzial ne gt zu gewinnen. höchstens fothen oder gerdemann… in 4-5 jahren. aber irgendwie fehlt mir der glaube daran
22. Oktober 2006 um 21:18 Uhr #614363glauben kann ich da auch nicht so wirklich dran, aber die nächsten jahre werden es ja schon zeigen, also von daher wird mans schon sehen. wenn man allerdings sieht, dass gerdemann dieses jahr nicht ein gt gefahren ist, dann muss man sich auch fragen stellen.
22. Oktober 2006 um 21:58 Uhr #614364Hamilton fährt nächstes Jahr wohl auch wieder
„Ich werd aus dir nicht schlau, erst willst du das Eine und dann… willst du wieder das Selbe.“
23. Oktober 2006 um 3:56 Uhr #614365Wenn die dt. Rennen von Fans und Medien weiter unterstützt werden könnte der dt. Radsport auch ganz gut ohne Toursieger überleben. Denn sind wir ehrlich dann ist die ASO doch einer der größten der verlogenen Sauhaufen im Radsport. Pochen immer auf ihren Mythos und so Phrasen wie ‚Die Tour macht sich die großen Fahrer selbst‘, aber das die dann alle positiv sind bringen sie nicht zur Sprache…
Würde mich wirklich mal tierisch freuen wenn eine Hand voll Teams mit neuem Saubermann-Image (allen vorneweg die Franzosen und TMO) einfach mal beim Prolog die Strecke verlassen und nach Hause fahren und die Fernsehsender abschalten wenn im nächsten Jahr Basso, Ullrich, Hamilton und wohlmöglich auch noch der frisch operierte Landis wieder starten.
13. November 2006 um 18:04 Uhr #614366NZZ Online
Bjarne Riis als Vorreiter im Kampf gegen Doping
800 zusätzliche Kontrollen im CSC-TeamBjarne Riis schwingt sich mit seinem Rennstall CSC zum Vorreiter im Kampf gegen Doping auf. Der Däne lässt ab Dezember seine Fahrer mit 800 zusätzlichen Trainingskontrollen pro Jahr regelmässig von einem unabhängigen Mediziner auf EPO, NESP und Hormondoping untersuchen.
(si/dpa) Diese Kontrollen seien die einzige Möglichkeit zu beweisen, dass seine Fahrer sauber seien, sagte der Tour-de-France-Sieger von 1996. «La Gazzetta dello Sport» lobte das Programm als «das ambitionierteste in der Geschichte des Anti-Doping-Kampfs». Das CSC-Team (mit Fabian Cancellara) investiert 500’000 Euro ins interne Kontrollsystem.
Die Resultate werden der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada und dem Internationalen Radsportverband UCI zur Verfügung gestellt und am Ende der Saison veröffentlicht. Für Bjarne Riis sind die freiwilligen Zusatzkontrollen nach der Verwicklung seines entlassenen Stars Ivan Basso in den spanischen Dopingskandal wie ein Befreiungsschlag. «Wir haben in der Vergangenheit viele Fehler gemacht. Wir müssen dem Radsport die Glaubwürdigkeit zurückgeben», sagte der im März 2000 zurückgetretene Ex-Profi, der als Aktiver ständig des Dopings verdächtigt worden war.
Die Unabhängigkeit und Seriosität der Kontrollen garantiert der dänische Mediziner Rasmus Damsgaard. «Heutzutage gehen die Rennfahrer wegen der Verabreichung von gewissen Substanzen grosse Risiken ein. Mein Ziel ist es, ihnen dabei zu helfen, sich nicht zu dopen», erklärte der von Riis verpflichtete Anti-Doping-Experte
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13. November 2006 um 18:59 Uhr #614367Es würde mehr bringen , wenn Herr Riis sich hinstellen würde und erst einmal seine Doping Verfehlungen aufdecken würde , denn solange ist diese Zeit auch noch nicht zurück .
Solange er dies nicht tut , kann er von mir aus noch so viele Tests bei seinen Fahrern durchführen , ernst nehmen kann man dies trotzdem nicht .
Und Gilbert ist doch kein ewiges Talent!
13. November 2006 um 19:54 Uhr #614368hmm, mehr kontrollen hört sich auf den ersten blick immer gut an. für mich stellt sich mal wieder die frage, ob der kontrolleur wirklich so unabhängig bzw. neutral ist, oder ob riis den radsport wirklich nur wieder glaubwürdiger machen möchte.
13. November 2006 um 19:57 Uhr #614369Die Kontrollen sind fürs Image und die Sponsoren.
Gute Sache, nachgeladen wird trotzdem.
pompa pneumatica
14. November 2006 um 8:03 Uhr #614370Man glaubt ihm eben nicht, dem Bjarne.
Die Kontrollen kosten aber ne halbe Million, die wird er nicht umsonst rausblasen. Vielleicht ermöglichen ihm diese vielen Kontrollen ja, seine Fahrer mit wissenschaftlicher Genauigkeit an die Grenzwerte heranzudopen. Wie würde Veloce sagen? Spekulatius!
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
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