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Ventil aktualisiert.
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23. Mai 2007 um 16:51 Uhr #614496
Dazu hier ein Interview von Bob Stapleton.
http://www.sueddeutsche.de/,tt3m6/sport/weitere/artikel/526/115411/
Gut gedopt ist halb gewonnen!
23. Mai 2007 um 18:52 Uhr #614497Weiß zufällig jemand, wo man im Internet die Dopingliste findet bzw. wann welches Mittel verboten wurde?
Gut gedopt ist halb gewonnen!
23. Mai 2007 um 20:47 Uhr #614498morgen gibt also aldag auf der PK zu. außerdem hat schmid ne pressemitteilung über seinen anwalt rausgegeben.
„Freiburg – „Ich räume ein, seit Mitte der 90er Jahre das Doping einzelner Radprofis unterstützt zu haben“, teilte der Professor in einer Erklärung mit, die von seinem Anwalt veröffentlicht wurde.
Mehr dazu in Kürze bei SPIEGEL ONLINE“
edit:
heinrich jetzt auch.
23. Mai 2007 um 21:12 Uhr #614499bölts jetzt auch. und jetzt stehen heppe und wese dumm da weil sie heute erklärt haben von nix gewusst zu haben.
R.I.P. Piti
23. Mai 2007 um 21:22 Uhr #614500Erst mal nicht dümmer wie Bölts selbst. Vor einigen Wochen bezeichnete er die Veröffentlichungen von d’Hont noch als Schwachsinn.
Edit: Vl hatte Wese wirklich nie was mit Epo zu tun. Er stand ja in der 2. Garde zu der Zeit und die FF war sein Saisonhöhepunkt.
23. Mai 2007 um 21:30 Uhr #614501Hmm das wird ja ne richtige Monsterwelle, zumindest im deutschen Raum. Frag mich wie es weitergeht, behaupten jetzt alle wie Henn, sie hätten dem ganzen abgeschworen? Ja war ganz schlimm und so, aber heute gibts das bestimmt nicht mehr. Glaubt doch kein Mensch…
„Ich werd aus dir nicht schlau, erst willst du das Eine und dann… willst du wieder das Selbe.“
23. Mai 2007 um 21:30 Uhr #614502naja dietz meinte die ergebnisse müssten gerade im frühjahr kommen. ich mag wese auch aber das schützt ja bekanntlich vor doping nicht
R.I.P. Piti
23. Mai 2007 um 21:33 Uhr #614503Quote:Die Freiburger Sportmediziner Andreas Schmid und Lothar Heinrich haben erstmals zugegeben, jahrelang Doping-Praktiken im Bonner Radrennstall Telekom und im Nachfolgeteam T-Mobile unterstützt zu haben.SEIT mitte der neunziger heißt dann wohl bis in die nahe vergangenheit.
R.I.P. Piti
23. Mai 2007 um 21:33 Uhr #614504Wese wurde auch zu dieser Zeit oft als zu schlampig und als zu unprofessionell bezeichnet. Raum für Interpretationen…[Achselzuck]
23. Mai 2007 um 21:38 Uhr #614505also dass Bölts und Aldag jetzt recht schnell nachziehen hab ich eigentlich erwartet, aber einer hier hat ja auch geschrieben, dass Zabel aussagen wird. Das fände ich schon überraschend, aber natürlich absolut begrüßenswert.
23. Mai 2007 um 21:38 Uhr #614506Achso vor Dope i.A. schützt das natürlich nicht. Ich fand im Interview zw. Dietz und Beckmann ziemlich erschreckend, wie er das Dope mit Kortison und Pot Belge als quasi normal und Gott gegeben bezeichnete und Epo diese Steigerung sein sollte, warum man, wenn mans nicht nimmt, den Vertrag nicht verlängert bekommt. Hallelujah!
23. Mai 2007 um 21:47 Uhr #614507hab das buch von d’hondt nicht gelesen. hat er wirklich geschrieben dass es der pot belge war den er fahrern verpasst hat? hab damals voets buch gelesen und fand das ziemlich abenteuerlich was da so alles drin ist.
R.I.P. Piti
23. Mai 2007 um 21:58 Uhr #614508Dietz hat es nicht explizit so bezeichnet, aber sprach von etwas, was einem die letzten 50 Kilometer überstehen ließ, wenn man noch siegen oder eine gute Platzierung herausfahren wollte. Hatte man keine Chancen, ließ man es sein.
23. Mai 2007 um 22:00 Uhr #614509Hab nur die Auszüge aus dem Spiegel gelesen. Da sprach er immer von seinem Cocktail, war direkt stolz drauf, schien es mir. Weiss natürlich nicht ob er nur auf großer Hexenmeister machen wollte oder ob es tatsächlich eine eigene (also nicht pot belge) war.
„Ich werd aus dir nicht schlau, erst willst du das Eine und dann… willst du wieder das Selbe.“
23. Mai 2007 um 22:18 Uhr #614510Bisher haben folglich also folgende Leute gestanden:
Bölts
Aldag
Henn
Heinrich
Dietz
SchmidWenn morgen wirklich Zabel auch noch folgt, wäre das wohl ein Meilenstein.
Wenn das Zitat von Schmid so stimmt, war’s das wohl mit T-Mobile. Auch wenn sie heute nochmal ein riesiges Talent verplfichtet haben. Wie will ein Herr Obermann vor seinen Mitarbeitern bestehen, wenn die wissen, dass jahrelang Millionen in einen Scheiß-Sport gepumt wurden.
Offizieller Mari Holden Fan!!
23. Mai 2007 um 22:25 Uhr #614511find ich schon überraschend, wie jetzt einer nach dem anderen umfällt und gesteht. mal schauen, wie es weitergeht. ich glaube immer noch nicht daran, dass sich da noch viel bewegt, aber wir sind ja bald schlauer.
23. Mai 2007 um 22:31 Uhr #614512Ja böser Radsport!! :rolleyes: Gerade im Zusammenhang mit den Freiburger Ärzten sieht man doch wieder, dass der Radsport nur einer von vielen verseuchten Sportarten ist.
Die Freiburger Ärzte(nein nicht unbedingt Schmid oder Heinrich) betreuten schon Größen wie Steffi Graf, Boris Becker und viele erfolgreiche Olympioniken. Dazu sei gesagt, dass die sportärztliche Abteilung lange vom berüchtigtem Joseph Keul geleitet wurde. Glaube also nicht dass, Heinrich und Schmid die einzigen schwarzen Schafe waren bzw. sind.
Aber wahrscheinlich zeigen am Ende wieder alle mit dem Finger auf dem Radsport und andere Sportler sind fein raus X(
„Ich werd aus dir nicht schlau, erst willst du das Eine und dann… willst du wieder das Selbe.“
23. Mai 2007 um 22:36 Uhr #614513T-Moby
Die Millionen sind gut angelegt gewesen.
Ob sie es in Zukunft immer noch sein werden, mal schauen.Diese Fuentesgeschichte erinnert mich ein wenig an die Call-Center-Probelmatik der Telekom.
Vielleicht wurde ja das Dopen ebenfalls „outgesourct“ !!
pompa pneumatica
24. Mai 2007 um 5:55 Uhr #614514Quote:Wenn das Zitat von Schmid so stimmt, war’s das wohl mit T-Mobile. Auch wenn sie heute nochmal ein riesiges Talent verplfichtet haben. Wie will ein Herr Obermann vor seinen Mitarbeitern bestehen, wenn die wissen, dass jahrelang Millionen in einen Scheiß-Sport gepumt wurden.Ich verstehe das dämliche Getue nicht , wir wissen seit 1998 das systematisch gedopt wird .
Das einzig für mich wirklich neue ist das Telekom nach dem Festina Skandal weitergemacht hat als wäre nichts geschehen .
Eigentlich war ich der Meinung das damals der Zeitpunkt war , als man angefangen hat Leute wie Fuentes zu beglücken .
Der Unterschied von 98 zu 06 ist das nicht mehr von den Team Aertzten systematisch gedopt wurde , sondern eben bei Spezialisten , die viele topfahrer von verschiedenen Teams betreuten .
Und Gilbert ist doch kein ewiges Talent!
24. Mai 2007 um 5:58 Uhr #614515Ein wahrlich hochinteressanter Frühling für die Antidopinghoffenden ist das. Nach den niederen Schergen kommt nun auch der Mittelbau langsam zu ein paar Outings. T-Moby hat vollkommen Recht! Wenn Zabel noch dazukommt, haben wir einen Meilenstein erreicht.
Es kann das Glück für den Radsport sein, dass Telekom drei Giganten des Radsports in seinen Reihen hatte. Man darf nicht vergessen, dass es sich bei Riis und Ullrich um Toursieger handelt, das strahlt im jeweiligen Land bis ins kleinste Dorf. Und Zabel ist nun mal der erfolgreichste aktive Radprofi überhaupt. An gleichwertigen Erfolgen haben wir momentan höchstens noch Bettini und Vinokourov im Zirkus. Man muss sich nur immer wieder vor Augen halten, was der Mann alles gewonnen hat und dass er Jahr für Jahr von Februar bis Oktober in der Weltspitze war. Zabel muss ganz einfach auch ein Großer des Dopings sein, vielleicht nicht Epo, aber die ganzen anderen Sachen. Und wenn sie ihm erstmal ein Teilgeständnis entlocken können, fliegt der Rest vielleicht auch noch auf.
Und das wäre dann eine Sache von so großer Bedeutung, dass das Interesse international auch da wäre. Die Geständnisse müssten sich auf andere Teams ausweiten, ach es könnte alles so schön sein. Nur dass Ullrich oder Riis nochmal umfallen, das glaube ich irgendwie nicht. Auch das scheinheilige Getue von Godefroot geht mir langsam auf den Keks, obwohl ich dessen Direktheit immer gemocht habe.
1. Es bleibt zu befürchten, dass aber wieder nur so viel zugegeben wird, wie eh schon klar ist.
2. Kann man sich die Genugtuung bei den Leuten vorstellen, die Riis noch heute nur als Mr. 60% bezeichnen, wenn er Epodoping zugibt?
3. Die Öffentlichkeit sollte Ullrich wieder als Helden betrachten. Dass er ab August 2006 nur noch Scheiße gebaut hat, ist auf horrende Blödheit und aufs Geld zurückzuführen, aber was er bis dahin gemacht hat, war, der deutschen Nation ein Vorbild zu sein und seinen Landsleuten und allen Radsportfans Freude zu machen. (Auch Kummer oft, aber wir liebten ihn trotzdem.) Das Stahlross (u.a.) sieht das vielleicht anders, Betrüger ist Betrüger. Für mich ist er kein Betrüger.
4. Das macht Marco auch nicht wieder lebendig …
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
24. Mai 2007 um 6:48 Uhr #614516ADLOAL, halt dich etwas zurück. Der KV hat ja nichts mehr zu schreiben wenn du alles so perfekt hinschreibst. Er meint deine 2 letzten Posts hier, TV und aussteigen und der letzte! Einverstanden!
Leitplanke
24. Mai 2007 um 8:13 Uhr #614517Ja, aber was passiert denn jetzt eigentlich in anderen Teams? Wenn jetzt einige auf eine klärende Welle im gesamten Radsport hoffen, dann muss man ja auch ehrlicherweise sagen, dass es bestimmt nicht nur Team Telekom war.
Würden flächendeckende Geständnisse anderer Teams ausbleiben, wird die Szene doch (siehe Festina) so tun als wenn das nur bei den anderen passiert.
Des Weiteren frage ich mich, wie man denn mit den Geständigen umgehen soll, eine Generalamnestie wie von Dietz gefordert ist zwar eine prima Sache um Geständnisse heraus zu kitzeln, aber als bspw. Hondo würde ich mich ziemlich verschaukelt vorkommen, wenn die ganzen Telekom Pros ungeschoren davonkommen.
Ich bin mal gespannt, wenn unser Superhirn Ulle oder Riis Stellung nehmen, denn dann gilt es zu entscheiden wie mann mit Siegen umgeht die in der Vergangenheit unter Doping errungen wurden. Andererseits kann man ja nicht ein ganzes Peloton nachträglich verurteilen, hat ’s ja noch nicht gegeben. Mal abwarten…
„Ich wollte mich mit Dir geistig duellieren, aber ich sehe du bist unbewaffnet!“
24. Mai 2007 um 8:55 Uhr #614518das ist ähnlich wie mit der karenzzeit
24. Mai 2007 um 9:08 Uhr #614519Andere Teams?
Die hatten doch immer schon eine strenge anti-Doping Politik! Da ist sowas nie vorgekommen. Behauptet einer das Gegenteil, wird er wegen Verleumdung angeklagt.Lügen über Doping ist im Radsport eine ganz tiefsitzende Tradition.
Es ist ermutigend, daß sich da allmählich was ändert, aber die Tradition wird sich noch lange halten.24. Mai 2007 um 9:16 Uhr #614520Quote:Original von RetendoQuote:Die Freiburger Sportmediziner Andreas Schmid und Lothar Heinrich haben erstmals zugegeben, jahrelang Doping-Praktiken im Bonner Radrennstall Telekom und im Nachfolgeteam T-Mobile unterstützt zu haben.SEIT mitte der neunziger heißt dann wohl bis in die nahe vergangenheit.
Zitat RSN
Seine schriftliche Erklärung korrigierte Schmid am Abend in einem Anruf bei der Deutschen Presse-Agentur. Er habe „in den 90er Jahren“, nicht „seit Mitte der 90er Jahre“ Doping „einzelner Radprofis“ unterstützt, betonte der Mediziner. Mit der Korrektur wollte er ausdrücklich klarstellen, „dass das Nachfolgeteam T-Mobile nicht betroffen“ sei
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