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Kanarienvogel aktualisiert.
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14. September 2013 um 16:52 Uhr #738599
Kein neuer Rekord am Angliru, es wurde doch taktiert zwischendurch, aber trotzdem sehr respektable Zeit von Horner. Die Heraszeit ist wahrscheinlich auch so eine für die Ewigkeit wie manch andere auch.
1. 2000: 41:55 Roberto Heras 18.32 km/h
2. 2013: 43:06 Chris Horner 17.82 km/h
3. 2008: 43:12 Alberto Contador 17.78 km/h
4. 2000: 43:24 Pavel Tonkov 17.70 km/h
5. 2000: 43:24 Roberto Laiseka 17.70 km/h
6. 2013: 43:34 Alejandro Valverde 17.63 km/h
7. 2013: 43:34 Vincenzo Nibali 17.63 km/h
8. 2008: 43:54 Alejandro Valverde 17.49 km/h
9. 2002: 43:55 Roberto Heras 17.49 km/h
10. 2011: 43:57 Juan Jose Cobo 17.47 km/h14. September 2013 um 17:14 Uhr #738600Auch wenn ich Horner persönlich symphatisch finde.
Die Vuelta war ein richtiger Schlag ins Gesicht des Radsports. Lächerlicher gehts wohl nicht mehr.
Ich hab jetzt mal mächtig die Nase voll vom Radsport. Zum Glück ist die Saison bald vorbei.
Alberto „The legend“ Contador
14. September 2013 um 18:05 Uhr #738601Horner für mich natürlich auch extrem suspekt und hätte mir dann doch lieber Nibali gewünscht. obwohl Nibali muss auch keine 2 GTs im Jahr gewinnen. 1 reicht vollkommen!
es sind wohl hier extrem viele Zufälle und auch etwas verwunderliche Tatsachen zusammengekommen.
zu allererst eben doch diese neue Dopingepoche. man kann wohl heutzutage nicht mehr über ein ganzes jahr od. mehrere monate topform haben. nibali eben giro und dann doch mehr fokus auf firenze. valverde und rodriguez eben die tour und die klassiker in den beinen. denen is einfach die luft aus gegangen jetzt am ende des jahres. wobei ich valverde sowieso nicht als GT sieger sehe. also im prinzip die einzigen kandidaten waren nibali, purito und die kokser. die kokser ja zum glück allesamt versagt und darum eben nur nibali und purito die wirklichen sieg aspiranten. purito eben klassiker und tour und nach der fulminanten 3. tour woche hab ich so eine vuelta leider doch befürchtet. vll die letzte GT die er hätte gewinnen können. kurs eben. und dazu eben der firenze nibali mit superben giro davor. klar horner in absoluter topform aber es haben eben die absolut auf den punkt präparierten gegner gefehlt!!!
nun zu den thornerien: 2013 extrem wenige renntage. auch wegen verletztungen wieder mal. horner wohl also der mit abstand frischeste von allen favoriten für die vuelta.
die kavauschen alters theorien. sind wahrscheinlich alle richtig. für mich tauchte horner eben erst mit 33 oder so auf der radsport bühne auf. davor eben ein rennprogramm vom umfang und der härte für den körper wohl eher eines top amateurs in der richtung. also man könnte auch übertrieben formulieren, wenn man die ganzen verletzungspausen auch noch mit einrechnet. ist horner dann mit 33 erst profi geworden, also vll im körper eines 21 jährigen im übertragenen sinne. und eben hier 9 jahre später, mit „30 jahren“ gewinnt er die vuelta als kllar stärkster. also sozusagen im besten radsport alter!
14. September 2013 um 18:13 Uhr #738602Horner am Ende dann doch sehr souverän und klar. Nibali hat alles probiert und musste dafür am Ende bezahlen. An so einem Anstieg mit so harten letzten Kilometern sind frühe Attacken fast zum Scheitern verurteilt, aber er musste es so probieren. Horner hat die Ruhe bewahrt und nicht hektisch reagiert.
Valverde dann auch sogar noch klar vor Rodriguez. Die Kräfteverhältnisse wurden ganz gut deutlich zum Schluss.
Elissonde ein weiterer überraschender Etappensieger, stark das so durchzuziehen. Hätte gedacht der bricht noch ein. Cardoso mit toller letzter Woche, endlich offensiv und wird dann auch mit einem guten 16.Platz belohnt! Der nächste Schritt wäre es, eine Flucht dann auch mal zu vollenden. Aber kann nächstes Jahr kommen. Heute ja schon viel besser die Kräfte eingeteilt als in den letzten Tagen, wo er meist noch einiges verloren hat.
Scarponi ist wohl kein Freund von Forumswetten, hatte offenbar wenig Bock sich für Platz 12 hier sonderlich anzustrengen.
Wahre Kenner gewinnen nur selten ein Tippspiel.
14. September 2013 um 19:58 Uhr #738603Quote:zu allererst eben doch diese neue Dopingepoche. man kann wohl heutzutage nicht mehr über ein ganzes jahr od. mehrere monate topform haben.Eeehm. Zur Armstrong-Ullezeit dauerte die Topform weniger lang…
Contador? Eigentlich auch nicht mehr als Froome, Nibali dieses Jahr. Tendenz, geht immer noch Richtung längere Saisons, und zwar nicht reine Trainingsrennen sondern eben wie Fribali auch vorne mitfahrend.Egal, was der KV sagen wollte ist: Die Vuelta sollte wieder vorverschoben werden. Am Sa nach LBL soll die anfangen. Giro dann 4 Wochen später, also Mo bis Fr Pause dazwischen, für wahre Battaglins und so. Wären 2 Wochen später als dieses Jahr? Perfekt! Romandie parallel zur Vuelta, Dauphiné parallel zum Giro.
2011 Cobo, nach relativ kurzer und vorallem höchst wurstiger Saison.
2012 Contador der ungedopte Frischling. (ok, Purito der Langsaisonist war eigentlich stärker)
2013 Horner der verletzte Düsenjet.Vergessen wir mal 2012… Dafür Froome 11 rein. Und auch vorher wimmelt’s nur so von „was soll denn das?“ Fahrern auf dem Podest. Oder gibt mehr Fahrer die „eigentlich keine GT auf dem Podium beenden oder gar gewinnen sollten“ (in die Kategorie fällt Cobo natürlich nicht
). Mehr als beim Giro und der Tour.
Gründe?
1. Ist die GT nr 3, wird immer etwas so sein wohl.
2. Giro-Tour vorbei alle die was auf sich halten waren dort dabei, das die Hauptziele. An der Vuelta brillieren dann so Zufallsteilnehmer, dabei weil man sonst nichts fahren konnte, dabei weil man verletzt, gesperrt, krank war. 11-13 fallen alle in diese Kategorie. Und eine GT muss doch höhere Ansprüche haben.Resultat: Ein frischeres Feld das nicht mal unbedingt schwächer sein muss. Gerade die Spanier würden wohl eher Richtung Vuelta-TdF gehen, Purito, Valverde zumindest. Contador nach 13 halt nur die Tour. Der alte hätte aber wohl brav gedoublet.
Der Giro würde die Spanier verlieren, ja. Aber der Giro überlebt das.Dazu öffnet es den Kalender im Herbst etwas. Colorado wird wohl früher oder später eh World Tour, ginge dann Ende August vor Québéc und Montréal, dazu Utah als Vorbereitung und nicht WT. So wie jetzt… Colorado will sicher WT werden, geht momentan kaum an dem Platz, mit dem ganzen Hamburg-Plouay Mist da, dazu noch Enecokacke UND eben die Vuelta. Vuelta weg, passt. Und POlen setzen wir fix parallel zur TdF, wenn die Vuelta und der Giro daneben WT Rennen haben (nach KV eben Romandie und Dauphiné, kann die TdF auch was parallel haben.
Perfekt.
Ja, diese Vuelta war gut, fand der KV auch, der Kurs vorallem dank der 2 Pyrenäenetappen 57 mal besser als 12, aber irgendwie wäre das ganze mit frischen motivierten Buben besser.
Leitplanke
14. September 2013 um 20:04 Uhr #738604Quote:Original von Rindfleisch
Kein neuer Rekord am Angliru, es wurde doch taktiert zwischendurch, aber trotzdem sehr respektable Zeit von Horner. Die Heraszeit ist wahrscheinlich auch so eine für die Ewigkeit wie manch andere auch.1. 2000: 41:55 Roberto Heras 18.32 km/h
2. 2013: 43:06 Chris Horner 17.82 km/h
3. 2008: 43:12 Alberto Contador 17.78 km/h
4. 2000: 43:24 Pavel Tonkov 17.70 km/h
5. 2000: 43:24 Roberto Laiseka 17.70 km/h
6. 2013: 43:34 Alejandro Valverde 17.63 km/h
7. 2013: 43:34 Vincenzo Nibali 17.63 km/h
8. 2008: 43:54 Alejandro Valverde 17.49 km/h
9. 2002: 43:55 Roberto Heras 17.49 km/h
10. 2011: 43:57 Juan Jose Cobo 17.47 km/hOhoh, weiß ja nicht wie der Wind heute geweht hat, aber alle anderen äußeren Faktoren waren eigentlich richtig mies…Teilweise Regen, vorletzte Etappe der Vuelta, Berge im Vorfeld der Etappe. Kleine Gruppe, die in den Berg reingefahren ist und somit wenige Helfer…
Spricht eigentlich wirklich dafür, dass bei diese Vuelta ein paar neue Mittelchen ausprobiert wurden, die anscheinend im Alter besonders gut anschlagen
14. September 2013 um 20:59 Uhr #738605@ KV: Warum sollen den so viele Rennen parallel stattfinden?
Zum einen ist es immer schwer als Zuschauer zwei Rennen gleichzeitig zu verfolgen. Entweder man muss sich für eins entscheiden oder man springt zwischen beiden hin und her. Beides doof!
Zum anderen sind da die Besetzungen der Rennen. Wenn es dumm läuft hat man dann mal ein mieseres Starterfeld. Muss nicht sein, die Wahrscheinlichkeit ist aber höher.
15. September 2013 um 10:46 Uhr #738606Gigantische Vuelta für die Franzosen. Wahrscheinlich die Beste seit Jalabert. Barguil, Geniez, Elissonde, Pinot, Edet sorgen für überragende Erfolge und eine hoffentlich tolle Zukunft.
Gleichzeitig die schlechteste Vuelta für die Spanier seit langer, langer Zeit. Moreno, Purito, Valverde, danach kommt lange nix, nur drei Etappensiege bei der Heimrundfahrt, ich geh davon aus dass heute keiner dazukommt. 09 gabs auch nur drei, aber da war das Gk wenigstens spanisch dominiert durch Valverde, Sanchez. Ich gehe weiter zurück für vergleichbar schlechte Jahre und scheitere, weil cq nur bis 99 geht, also rüber zur wikipedia. 96, Escartin bester Spanier im Gk nur auf der 10, davor v.a. gewisse Schweizer und Italiener. KEIN Etappensieg für Spanier, kein Trikot, nix. Damit steht für mich fest: Schlechteste Vuelta der Spanier seit 96, historisches Ereignis.
15. September 2013 um 11:46 Uhr #738607Man kann sich schon fragen ob die Spanier auf dem absteigenden Ast sind.
Beim diesjährigen Giro gab es nur einen Etappensieg und bei der Tour gar keinen. Das gab es zuletzt 1998!
Auch die GK-Stars Contador, Rodriguez und Valverde sind schon alle über 30. Genaso sieht es mit einigen anderen guten Fahrern wie Moreno, Samuel Sanchez oder LL Sanchez aus.
Bei den Sprintern sieht es auch ziemlich mau aus.
Aus den Juniorenbereich kam in letzter Zeit nicht wirklich ein neuer Star hervor und ich sehe in naher Zukunft auch keinen.
Man sollte jetzt nicht zu schwarz sehen, trotzdem müssen die Spanier aufpassen.15. September 2013 um 16:01 Uhr #738608Auch wenn man ohne schlechtes Gewissen davon ausgehen darf, dass Horner sich auf der Basis der neusten medizinischen Forschung auf die Vuelta vorbereitet hat, ist sein Sieg trotzdem weit mehr als einfach ein weiterer GT-Dopingerfolg.
Ich glaube, dass es bis zu dieser Vuelta niemand für möglich gehalten hat, dass ein fast 42jähriger eine GT gewinnen kann. Eher hätte man es einem beinamputierten 20jährigen zugetraut.
Selbst wenn man mitrechnet, dass er im Favoritenkreis derjenige war, der sich als einziger nur auf die Vuelta konzentriert hat, der durch seine frühen Attacken einen Überraschungsmoment auf seiner Seite hatte, weil ihn niemand wirklich auf der Rechnung hatte; wenn man generell feststellt, dass er taktisch keinerlei Fehler beging und gleichzeitig die Qualität der Konkurrenz nicht dem idealtypischen GT-Niveau entsprach, selbst das alles eingerechnet und sicher noch ein paar Theorien mehr, ist dieser Sieg von Horner mit seinen fast 42 Jahren eine Zäsur im Radsport.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es noch ein paar andere Kandidaten gibt, die Horners Erfolg mit großem Interesse verfolgt haben und in deren Kopf jetzt ein paar fundamental neue Phantasien entstanden sind. Es muss ja nicht immer gleich der ganz große Coup, sprich der Gesamtsieg sein. Auch ein Platz unter den ersten 10 kann im Alter sehr schön sein, vorallem wenn er sehr unerwartet kommt.
Ein riesen Vorteilhaben die Alten den Jungen in jedem Fall voraus: Ihre Karriere ist so gut wie vorbei, sie können nochmal alles riskieren, ohne wirklich etwas zu verlieren, falls es schief geht. Was kann Horner schon passieren? Im schlimmsten Fall findet man in 10 Jahren heraus, dass er sich japanisches Stierhodenextrakt direkt ins Gehirn spritzen ließ. So what? Interessiert dann keine Sau mehr. Im Grunde muss man ganz rational festhalten: Horner und Konsorten wären dumm, wenn sie es nicht nochmal mit aller Gewalt versuchten.
Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass wir in den nächsten Jahren noch ein paar weitere Streichen der Ü40 erleben könnten. Im Prinzip erweitert das sogar die Konkurrenz und damit den sportlichen Reiz.
15. September 2013 um 16:11 Uhr #738609Wunderbar, noch etwas Rassismus rein in den Blödsinn. Muss natürlich japanisches Stierhodenextrakt sein, deutsches geht nicht, weil im Grunde seid ihr ja nur unschuldige Opfer der moralisch und ethisch unterlegenen Ausländer die solche Sachen benutzen und herstellen… dann muss man es ja fast nehmen.
Dafür guter Witz mit „man muss ganz rational festhalten“
DU? Hihihi
Leitplanke
15. September 2013 um 18:15 Uhr #738610Um hier nochmal auf die Spanier einzugehen, weil ich das Abschneiden bei der Heimrundfahrt schon drastisch finde: Es ist ein gewisses Loch über einige Jahrgänge zu erkennen. Dominiert wird der spanische Radsport vom 78er Samuel Sanchez, 79er Purito, 80er Valverde, 81er Superstar Moreno und 82er Contador. Das sind alles Topleute, in ihren jeweiligen Jahrgängen und überhaupt, im besten Radsportalter oder leicht darüber. Im Jahrgang 83 finden sich noch Subtopper wie ein LLS oder Igor Anton, aber ab 84 wirds deutlich weniger, da ist kein neuer Superstar in Sicht. Stattdessen Füller wie Pardilla oder Nieve, Platzierungsfahrer wie Rojas, oder ein Intxausti, der den großen Wurf wohl auch nicht packen wird. Irgendwann ist man bei den 89ern Landa und Izaguirre, die vielleicht irgendwann mal große Fußstapfen füllen können werden, aber das kann dauern. Meines Erachtens haben die Spanier da ein enormes Nachwuchsloch zwischen 82 und 89, vergleichbar mit dem Franzosenloch zwischen dem 79er Chavanel und dem 86er Rolland.
15. September 2013 um 19:28 Uhr #738611Jean-Christophe Peraud – mit 45 gewinnt der die Tour!
Original von ReinscHeisst
der klügere vogel hat recht!!!16. September 2013 um 6:55 Uhr #738612Die Lücke ist tatsächlich da. Aber der Vergleich mit Frankreich doch misslungen… weil wenn man Rolland zählt kann man Nieve auch nehmen. Findet der KV.
Und dazu halt das Movistarproblem. Masse, Masse, schwer da auf eigene Rechnung fahren zu können. Herrada José hat ja hier sehr gut ausgesehen. Als Helfer. Wie es Purito und Moreno ja auch mal waren, Moreno zu Unzuezeiten nicht sooo klar besser als Herrada jetzt. Etwas. Auch Herrada kann sich noch weiterentwickeln. Castroviejo 87 auch, dieses Jahr irgendwann irgendwo erstmals etwas besser am Berg, nicht mehr nur reiner Zeitfahrer irgendwie. Der ältere Izagirre
Klar, die Lücke ist da, nach Contador kein GT Favorit mehr da. Bis… ?
Aber französische Verhältnisse sind’s doch noch nicht.
Leitplanke
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