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  • als Antwort auf: DIES und DAS #612948
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      Denke, wie schon erwähnt, der Riis weiß sehr genau dass er nach Abschluss der Untersuchung nicht mehr haltbar ist, da macht die UCI dann auch ganz schnell „zu“. Insofern ein intelligenter Schachzug, jetzt beim Russen nochmal abkassieren.

      Sojasun will wohl bei Cannondale mit rein nach CN und bringt Heulot als DS mit. Interessante Kombi, Italo-franz (gabs das schon mal) mit Ami-Sponsor im Hintergrund. Gefällt mir aber nicht eigentlich, die hätten lieber ihr eigenes Team behalten. So eine erneute Stärkung der Konzentration.

      als Antwort auf: Teams 13 Rückblick #739053
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        Bardiani Valvole – CSF Inox

        28ter nach CQ, 11 Siege

        Nach dem Abgang der Stützen Pozzovivo und Brambilla und der weiteren Konzentration ausschließlich auf jüngere einheimische Fahrer hätten sie auch ziemlich untergehen können. So war es aber nicht, aus meiner Sicht, gemessen an den Möglichkeiten, eine gute Saison. Gehen wir mal ins Detail:

        Top-Fahrer

        1. Modolo: holte 9 der 11 Siege. Gleich gut los in San Luis, dann aber auch Durchhänger dabei (MSR DNF, Turkey muss er eigentlich auch was holen). Der Giro auch eine Enttäuschung, zwar 2ter an der letzten Etappe, aber sonst kaum ein Top-Resultat. Auch wenns gegen Cavendish eine harte Tür ist, da sollte mittlerweile mehr als ein Podest und 2x Top10 kommen. Gut war er wie so oft erst in Quinghai, x Etappensiege, aber halt Shitrace-Niveau. Die Siege bei Bernocchi und Pantani machen die Saison dann doch noch einigermaßen rund. Ein ganz großer Sprintstar wird er wohl doch nicht, bei größerem Zeug einfach zu wenig. Mal sehen wie es bei Lampre dann so läuft.

        2. Bongiorno: als Neo-Pro schon Nr. 2 hier, sehr schön. Zeigte an der Coppa-Bartali erstmals auf. Solider Aufbau zum Giro, GK dort noch zu früh wohl, aber hintenraus auch mal noch lang vorne dabei (Ivrea), spricht schon dafür dass Substanz da ist. Die zweite Saisonhälft erfreulich, 5ter Dänkemark GK, 2ter Tre Valli, 3ter Settimana Lombarda, auch Britain gut dabei und dann 5ter Emilia weisen deutlich drauf hin dass da ernsthaftes Rundfahrer- und Klassikerpotential da ist.

        3. Colbrelli: der Hügelsprinter mit vielen ordentlichen Platzierungen bei dem Nord-Zeug was Bardiani so fahren darf, z.B. 2ter Limburg, 4ter de Panne-Etappe. Giro eher unauffällig, auch im Herbst immer wieder präsent. Es fehlt halt der Sieg, aber ist ja immer noch jung (90er).

        4. Pirazzi: als 87er hier schon der Senior. 7ter im Trentino-GK als Giro-Vorbereitung. Dort dann Bergtrikot, 3ter einer Etappe und bester im GK, auch wenn er teilweise genervt hat. Danach wenig, hat aber sein Pflicht erfüllt mit dem Giro. Ein richtiger GTler wird er aber wohl nicht mehr.

        5. Battaglin: bin bei den Topfahrern bis zum 5ten runtergegangen, um ihn noch dabeizuhaben. Am Giro mit der San-Bruno Etappe zweifelsohne mit dem wichtigsten Sieg des Jahres. Danach auch noch 2ter in Pescara, später mit Sturz raus. Scheint doch eher kein GKler zu werden. Außerhalb des Giros aber erschreckend wenig. Gerade im Herbst sehr mau, weiss nicht ob das noch vom Sturz her war, andererseits aber mit 3ter Matteotti noch das beste Resultat gleich im ersten Rennen danach. Hm, außerhalb des Giro muss mittlerweile mehr kommen.

        Rest

        Barbin: Klassiker-Talent, 4ter Roma Maxima und Slowenien OK, im Herbst anonym.
        de Ieso: konsistenter Aosta/Girobio-Fahrer, oben im ersten Jahr aber fast nix.
        Stefano Locatelli: am Trentino 9ter mit guten Etappen auch. Hoffte auf einen Giro in Richtung GK, da ging er aber vollkommen unter, danach kam auch nichts mehr. Keine Weiterentwicklung.
        Pagani: bei kleinerem Zeug im GK gut dabei, 5ter Slowenien z.B. Könnte man auch mal zum Giro mitnehmen.
        Pasqualon: auch noch so ein Hügelsprint-Typ. Holt immerhin eine Limousin-Etappe, 2ter Sabatini fast das wichtigere Resultat noch.
        Zardini: der zweite Neo der hier ganz gut eingeschlagen hat. Giro nix, 4ter Dänemark-GK und 6ter Emilia dann gut aber.

        Fazit: Übergangsjahr, am Giro GK-mäßig erstmal nichts, wäre aber etwas vermessen gewesen. Dafür reissen es Battaglin und Pirazzi raus. Ansonsten gerade in der zweiten Saisonhälfte immer präsent, auch auf Terrains wie Dänemark, wo nicht mit ihnen zu rechnen ist. Modolo wird als Sieg-Bank bei kleinerem Zeug natürlich fehlen, aber für die GK-Fraktion sieht es danach aus dass z.B. ein Bongiorno schon mehr wird als die „Vorgängergeneration“ à la Gaia oder Zen (hihi, den Zen hab ich diesen Sommer mal getroffen, der fährt immer noch so halb/x-tel professionell rum. Kann jetzt behaupten, mit dem ein „Rennen“ gefahren zu sein ….).

        als Antwort auf: Teams 13 Rückblick #739052
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          @Jaja: Reda, da war doch was mit irgendwelchen Werten, durfte nach dem Frühjahr erstmal nicht mehr fahren.

          als Antwort auf: Teams 13 Rückblick #739048
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            Freue mich auf Jajas traditionelle Andronikanalyse und merke mich wie immer für Bardiani-CSF vor ;-)

            als Antwort auf: Fahrer des Jahres 2013 #739005
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              Hier muss ich ja noch abstimmen:

              1. Nibali: um konsistent zu bleiben – wenn ich ihn in den Rundfahrten vorne habe, hier auch. Eintagesmäßig zwar wenig, aber an der WM schon stark.

              2. Froome: Rundfahrten, hier hätte man ihn auch an Nr. 1 setzen können. Bei Eintagesrennen aber gar nicht existent.

              3. Cancellara: beeindruckende Nordserie mit den beiden Monumenten mal wieder. Insbesondere Flandern war stark, PR dann relativ knapp für seine Verhältnisse geholt. Starke Vuelta mit dem Crono, der WM-Auftritt dann mittel, so auch keine bessere Platzierung hier.

              4. Joaquín Rodríguez: hat Rundfahrten und Klassiker am besten zusammengebracht, mal wieder. Sehr knapp die Wertung dieses Jahr, mit LBL oder WM noch dazu hätte ich ihn auf Nr. 1 gesetzt.

              5. Sagan: konsistent stark über die gesamte Saison. Aber dieses Jahr muss für eine bessere Platzierung hier eigentlich ein Monument, oder zumindest AGR her.

              als Antwort auf: Teams 13 Rückblick #739042
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                Ich mach mal Vacansoleil, reisst sich wohl keiner drum.

                Platz 18 nach CQ, 10 Siege.

                Hätte jetzt erwartet die wären mit Abstand letzter nach der Katastrophensaison, aber noch vor Euskaltel, und auch zu Lotto und Orica nicht wirklich viel. Sehen wir uns das also mal genauer an.

                Top5:

                1. Leukemans: einer der beiden Classique-Stars hier, nach CQ sogar besser als letztes Jahr. Im Frühjahr 3ter Brabanter Pfeil als herausragendes Ergebnis, 7ter AGR noch. Ronde und PR ordentlich dabei, ohne aber herauszuragen vom Ergebnis. Eigentlich das ganze Jahr präsent, in der zweiten Saisonhälfte dann auch der einzige Sieg (Druivenkors), ohne die ganz großen Highlights. OK Saison, vor Jahren natürlich schon mal erheblich besser. Spricht nicht für das Team dass das zum ersten Platz reicht.

                2. Westra: Gutes Frühjahr mit drittem Platz im Algarve GK und 8ter bei PN. Auch de Panne und Romandie ordentlich, in Kalifornien gewinnt er sogar eine Etappe. So weit so gut, wenn auch nicht so hervorragend wie letztes Jahr. Danach noch Crono-Meister, dann ists aber vorbei. TdF und Vuelta DNF, auch ansonsten nur noch mistige Ergebnisse. Aufgrund des ordentlichen Frühjahrs aber noch OK, auch wenn man aufgrund des Vorjahres halt auch höhere Ansprüche mittlerweile.

                3. Flecha: 5ter GW und 8ter Ronde ist halt das, was der zweite „Star“ für den Norden unterdessen noch so kann. TdF dann einigermaßen aktiv, wenn ich mich recht erinnere. 6ter Dänemark GK das herausragende Ergebnis in der zweiten Saisonhälfte, die Vuelta ist dann auch ordentlich. Zum Abschluss immerhin noch 13ter an der Ronde. Das wars mit seiner Profilaufbahn, hat sich ordentlich ohne Blamage verabschiedet, auch wenn die Zeit der ganz großen Resultate für ihn 2013 bereits vorbei war.

                4. van Hummel: Shitrace-Sprinter, der mit Top5 Resultaten bei Dünkirchen, Picardie, Arctic Race (hier auch der einzige Sieg) etc. ganz ordentlich punktet. Zu größeren Sachen durfte er nicht, wohl auch OK, da er sich dort eher nicht in den Top5 klassiert.

                5. Marcato: enttäuschende Saison, deutlich schwächer als in den letzten Jahren, obwohl er doch den Durchbruch mit PT geschafft haben schien. AGR nix, am Giro konnte er nicht wirklich um Etappen mitkämpfen, und in der zweiten Saisonhälfte in Plouay, Kanada, PT etc. anonym, bestenfalls guter Durchschnitt. So kommen die Punkte halt von einem 6ten Platz im Lux-GK bzw. 5ten im Wallonie-GK. Sieg fehlt gänzlich. Hier reicht das immerhin noch für Platz 5.

                Der Rest:

                Sprint
                R. Feillu: wird auch immer schlechter. Einige Resultate zwar, zu GTs nahm man ihn gar nicht mehr mit.
                Lighthart: wird eher schlechter als besser, immerhin ein Sieg, wenn auch nur ZLM-Etappe.
                Markus: 91er Nachwuchsmann, mit Stockerplätzen auf Oman/Arctic-Niveau. Ist OK.
                B. van Poppel: oben doch wenig halt.
                D. van Poppel: glückliches aber schönes Tour-Podium für den 93er. Auch ansonsten auf niedrigerem Niveau durchaus mit respektablen Ergebnissen. Gut!

                Klassiker/Allrounder
                Boeckmans: hin und wieder blitzte ein gutes Resultat auf (z.B. 2ter Samyn). Ganz OK
                Bole: letztes Jahr auf absteigendem Ast, hat er dieses Jahr nicht wiederlegt. Hin und wieder aber ordentliche Resultate (3ter Roma Maxima, Sieg Ain-Etappe), ganz verlernt scheint ers also nicht zu haben.
                Hoogerland: Landesmeister, sonst nix eigentlich. Erfolgloser Fluchtkasper, den hoffnungsvollen offensiven Allrounder werden wir wohl nie mehr sehen.
                Lammertink: 5ter ZLM-Tour, 90er, wohl nicht gänzlich talentfrei.

                Rundfahrten
                de Gendt: Catalunya-Etappensieg zwar, ansonsten aber gruselige Resultate, insbesondere GTs. Hatte zwar auch was (Knie?), aber obs das alleine gewesen ist?
                Lagutin: unterdessen 4ter Limousin das Highlight. Die 2011er Form weit weg. Nächstes Jahr RusVelo mit Russenmeisterschaft als Ziel, hat sich von Ambitionen verabschiedet wohl.
                Marczynski: letztes Jahr noch Vuelta-Überraschung, dieses Jahr eigentlich peinlich.
                Novikov: mal ein Aosta-Star, oben zuerst schlecht und dann mit Doping out.
                Poels: nach dem schweren Sturz mit Top10 TA und Vasco gut los. Umso verwunderlicher dann dass bei der Tour (28ter) und Vuelta wenig ging (Ain Etappe immerhin noch). Schien vor zwei Jahren schon weiter.
                Ruijgh: früher mal ein GKler auf de Greef-Niveau, dieses Jahr aber gar nichts.
                Rujano: erst wenig, dann suspendiert. Wäre aber am Giro wohl eher nichts geworden. Nun einigermaßen ruhmloses Karrierende.
                Valls: am Giro als 29ter ordentlich mitgehalten. Karrierehelfer, mehr ist doch nicht drin und hier war keiner zum Helfen da.

                Fazit: Die Rundfahrten, insb. GTs waren teilweise peinlich, obwohl prinzipiell schon gewisses Potential dagewesen wäre. Norden eher Mittel, da haben die Protagonisten ihren Zenit schon überschritten. Aber die Kandidaten haben halt häufig enttäuscht. Bei kleinerem Zeug teilweise mit ganz ordentlichen Resultaten, deshalb (und wohl auch aufgrund der van der Schueren-Taktik, auch um Platzierungen wie wild zu fahren) stehen sie nach CQ nicht so mies da man dachte. Nächstes Jahr gehts mit ein paar Leuten der alten Garde bei Wanty weiter, auch ansonsten sind die besseren meist noch irgendwo untergekommen.

                als Antwort auf: Teams 13 Rückblick #739039
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                  Ja, stand irgendwo der Parisien hört auch auf. Hat sich da noch über den bösen Doper Hesjedal beklagt.

                  als Antwort auf: Teams 13 Rückblick #739037
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                    Argos-Shimano

                    14. nach CQ, 29 Siege

                    Auf den ersten Blick doch hauptsächlich ein Kittelkolb-Team, dem die Breite für die WT schlussendlich fehlt. Aber ich muss sagen, ich hab in diesem Jahr neben einem dann doch überraschend starken Kittel noch einige andere erfreuliche Ansätze gesehen. Sehen wir uns das mal en detail an:

                    Top5

                    1. Degenkolb: knapp erster, nach CQ deutlich weniger als letztes Jahr, so eine gute WM-Platzierung allein hat da halt schon viel ausgemacht. 6 Siege für ihn nicht übermäßig viel, und er kam auch einigermaßen schleppend rein in die Saison. Frühjahr – nun ja, 9ter PR als einzig bemerkenswertes Resultat, aber da Stand auch schon mal mehr zu Buche. Am Giro dann ein eine schöne Matera-Etappe, dann raus. 3ter an der DM und dann zur Tour. Dort der Teamkollege Nr 1, einzig ein 2ter Platz in Albi als nennenswertes Ergebnis. Bis dahin bescheiden, die zweite Saisonhälfte war aber dann gut. Siege bei Cyclassics, Paris-Bourges und vor allem Paris-Tour, dazu noch 2x Eurometropole, machen dann doch noch eine gute Saison daraus. Im Frühjahr muss eigentlich mehr kommen, war er da eine Weile krank, verletzt?

                    2. Kittel: knapp dahinter, mit 14 Siegen schon starke Saison. Vor allem an der Tour beeindruckend stark, dass er dem etwas glücklichen ersten Etappensieg noch 3 folgen lässt und auch ‚mano a mano‘ der stärkste sein kann, hatte ich ihm nicht zugetraut. Davor viele Siege, Shit-Races wie Truthahn oft dabei, aber halt auch die schon ernstzunehmendere Oman-Tour und eine PN-Etappe. Nach der Tour nur noch ein Sieg bei so einem Omloop. Da kann ein Sprinter ruhig hin- und wieder noch etwas mehr beisteuern, was aber nicht an einer sehr starken Saison rüttelt.

                    3. Dumoulin: Hügel-Talent, der im Frühjahr bereits mit konsistenten Leistungen aufhorchen lässt, z.B. 6ter GK de Panne. Ardennen noch nichts, wohl zum lernen, dafür über 5ter Belgien-Rundfahrt und 2ter bei der Landesmeisterschaft zur Tour. Ein 9ter Platz im ersten crono und 41ter im GK deutet an, dass evtl. auch mehr als nur Hügel drin ist. Etwas unglücklicher 2ter an der ENECO Tour sein bestes Resultat, und 6ter Wallonie und 18ter Lombardia zeugen von sehr ordentlicher Herbstform. Macht hier eine gute Entwicklung so weit.

                    4. Geschke: er hier so weit vorn schon überraschend. Hat halt als 5ter in Bayern, 5ter Pfeil von Brabant und 9ter Quebec ganz gut gepunktet. LBL und AGR auch Top20. Siegfahrer ist er nicht, aber hat schon angedeutet in diesem Jahr, dass er nicht nur ein sehr solider Helfer ist, sondern dass man ihn auch mal bei kleinerem Zeug auf eigene Rechnung fahren lassen kann.

                    5. Mezgec: Slowenensprinter, der immerhin 3mal 3ter am Giro wird. Dazu noch eine 2te Plätze in Kanada und USA, und am Ende in China auch noch einen WT-Sieg. Starke erste Saison oben, auch schon im Frühjahr nicht untergangen.

                    Rest:

                    GK:
                    Barguil: hatte ihn hier schon unter den Top5 erwartet, sehr starke Vuelta-Premiere, zunächst im GK, dann nach Sturz da weg, aber in beeindruckender Manier 2 Etappen geholt. Davor auch schon an der Dauphine (18ter) und Polen (17ter) konsistent klassiert. Starpotential?!
                    Ludvigsson: soll ja ein Riesentalent sein, oder war das der Bruder? Ganz ordentlich aber für einen 91er, 2ter GK West-Vlaanderen, 3ter GK Sarthe.
                    Peterson: dachte der könnte mal so ein GKler für Arme werden, wurde er eher nicht.
                    Preidler: Attacken bei der Polen-Tour, Vuelta auch nicht so schlecht. Ganz ordentliche Saison, auch erst ein 90er.

                    Sprint:
                    Arndt: an der Vuelta wollten Kittelkolb nicht, Chance für ihn. Trotz mauem Sprintfeld für einen 91er 3ter und 4ter OK. Einen Sieg auch noch geholt in Norwegen.
                    Reinardt Janse van Rensburg: Memorial Vandenbroucke gewonnen, auch sonst noch ordentlich Resultate. Gutes erstes europäisches Jahr.
                    Veelers: so ein Sprinter für Arme, muss hier natürlich arbeiten. Wenn er dann mal darf, wird er auch mal so 2ter beim Münstergiro.

                    Klassiker/Allrounder:
                    Curvers: klassiert sich bei kleinerem belgischen Herbstzeug ordentlich.
                    Damuseau: Bergpreis Dauphine?? Interessant ….
                    de Backer: immerhin ein Sieg in Leuven, ansonsten wenig.
                    Gretsch: solider cronist, der dieses Jahr auch mal in den Bergen (Galibier) ein bisschen was aufblitzen lässt.
                    Ji Cheng und Xing Yandong: nicht WT-tauglich. Bringen wohl Sponsorengelder mit?!
                    Olsson: ein 86er Stagiaire …. auch interessant ….
                    Parisien: eine Catalunya-Etappe gewonnen. Ansonsten aber wenig, hört auf.
                    Sinkeldam: 3ter Dünkirchen mit guten Etappenplätzen, PR auch schon ganz OK. Ordentlich

                    Fazit: Wie gesagt sehr stark immer noch sehr Kittelkolb-zentriert, aber Barguil und Dumoulin haben Spass gemacht. Hoffe, man fördert die hier weiter, und schickt sie nicht weg wenn sie in ihrem Terrain noch besser werden und auch mehr Unterstützung einfordern (bei Geniez schien es ja etwas so, obwohl er so richtig gut jetzt auch nicht geworden ist). Ist halt immer noch so ein bisschen ein Biotop für Niederländer, die eigentlich nichts besonders gut können.

                    als Antwort auf: Teams 13 Rückblick #739036
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                      Ich mach dann mal Argos, reisst sich wohl eh keiner drum.

                      als Antwort auf: Teams 13 Rückblick #739027
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                        Und wie versprochen gehts weiter mit Movistar:

                        Dritter nach CQ, 32 Siege.

                        Eine hervorragende Saison haben sie abgeliefert. Man hat in den Rundfahrten jetzt die Líder, die während der Valverde-Sperre fehlten, um die PS, die gefühlt immer irgendwo da waren, auf die Strasse zu bringen. Mit dem WM-Titel von Rui Costa war dann auch der ganz große Sieg noch da (wenn auch im Nationaltrikot geholt). Aber gehen wir in die Einzelkritik:

                        Top5

                        1. Valverde: die Aussage des ein- oder anderen hier, er ist nach seiner Sperre nicht mehr auf den altem Niveau, lässt sich nicht halten. Nach CQ eine seiner besten Jahre. Mit Siegen gings schon im Februar in Mallorca und Andalusien los. Bei der Catalunya auf dem Weg zum Sieg raus, in den Ardennen aber dann zwei mal Podest (2ter AGR, 3ter LBL). Die erste Saisonhälfte rollte er dann noch durchaus solide in der Romandie aus (9ter). Tour-Vorbereitung mit einer ebenfalls soliden Dauphine (6ter), an der TdF dann stark wie lange nicht. Pech mit der Panne bei der Windkante, denn objektiv war er stärker als Platz 8 im GK schlussendlich (auch wenn er nicht an seinen jungen Teamkollegen herangekommen wäre). Über Platz 2 beim Bästeli zu einer kämpferisch starken Vuelta (erinnere mich insbesondere an die Aufholjagd bei der Kälteetappe), die mit Platz 3 belohnt wurde. Mehr war da nicht drin. Abschließend ein sehr guter Herbst mit Bronze bei der WM und Lombardia 2ter, auch wenn die Fahrweise im Finale von Florenz im spanischen Team nicht ganz zu unrecht für Verstimmung gesorgt hat. Das einzige was fehlt sind Siege nach dem Februar, aber dass er die noch drauf hat war schon erkennbar – manchmal fehlt einfach aus das Momentum.

                        2. Faria da Costa: der CH-Spezialist mit dem großen Wurf. Gut los daheim in der Algarve, bei der Primavera dann der erste Sieg. Ardennen diskret, dafür aber 3ter in der Romandie und einen Monat später ein überzeugender TdS-Sieg mit Berg- und crono-Etappe. An der TdF zunächst dritter Mann im Classement, wurde für Valverde geopfert und hatte dann seine Chancen in den Etappen. Die muss man aber auch erst mal in solcher Manier mit den zwei Siegen nutzen. Aufbau zur WM diskret über Kanada (5ter und 6ter). In Florenz dann halt schon oft beschrieben, clever und mit dem Momentum. Zum Abschluss in Beijing noch gut dabei (4ter). Nächstes Jahr dann Lampre-Líder, mal sehen was GT-mäßig noch so geht.

                        3. Quintana: ihm wurde ja schon in der Vorschau für 2013 ein GT-Podium zugetraut, aber realistischerweise eher so 3ter Vuelta. Dass es dann gleich zum Herausforderer an der TdF reicht, als stärkster in den Alpen mit Etappe und Bergpreis, hätte ihm wohl dieses Jahr noch niemand zugetraut. Aber der Reihe nach, blitzte er bei PN schon erstmals auf, Catalunya dann mit Etappensieg und 4ter GK. Der Baskenland-Sieg mit Etappe und dem überzeugenden crono wies darauf hin, dass da mehr drin. Tour dann wie schon gesagt nach längerem Heimataufenthalt. Danach hat er immerhin noch Burgos mit Etappe geholt, Ausklang mit Britain, unauffällig aber solide.

                        4. Intxausti: der Giro-Líder macht im Baskenland (8ter) erstmals auf sich aufmerksam. Zum Giro dann schlussendlich GK-mäßig als 8ter etwas schlechter als ich ihm zugetraut habe (insbesondere im crono enttäuschend), gleicht das aber mit Rosa und einer Etappe aus. Die zweite Saisonhälft dann mit einer sehr mauen Vuelta, in der er nie auf einen grünen Zweig kam. Am Ende noch Beijing geholt mit Etappensieg, immerhin. Es zeigte sich, dass sein Limit an GTs wohl eher etwas nach Platz 5 als davor ist. Aber immerhin gewinnt er dann auch mal Rennen.

                        5. Rojas: etwas überrascht bin ich, dass dieser bergfeste Sprinter schon so schnell kommt, die Saison schien nicht besonders. Einen Sieg hat er auch keinen geholt. Platzierungen schon einige, wie 3ter einer TdF-Etappe und 4ter Vattenfall Cyclassics. Interessant auch der 6te Platz im GK der Castilla-León. Summa summarum hat man aber nach der starken 2011er Saison aber mittlerweile höhere Ansprüche an ihn.

                        Rest:

                        Sprint:
                        Sanz: 89er Hoffnung hier, vorne aber eher nur auf Shitrace-Niveau. Sieg fehlt noch dazu.
                        Ventoso: Sieg fehlt auch hier, eigentlich auch die Platzierungen, gerade am Giro hätte er sich doch das ein oder andere Mal in Szene setzen sollen.

                        Klassiker/Allrounder:
                        Dowsett: starkes Saltara-ZF, dann noch nationaler Titel im Crono. Reicht für eine gelungene Saison.
                        Jesus Herrada: span. Meister und in Charentes vorn. Bei sonstigen größeren Sachen noch nicht ganz, aber ist ja noch jung.
                        Lastras: Fluchten gehen sich da auch nicht mehr so aus wie früher.
                        Teruel: Bahnfahrer der hier auf der Strasse fahren durfte, mit überschaubarem Erfolg
                        Visconti: schöner Giro mit zwei Etappen, überraschender weise sogar auf dem Galibier. In seinem eigenen Metier sowohl im Frühjahr als auch im Herbst aber schwach.

                        Rundfahrer:
                        Amador: letztes Jahr noch am Giro auf Etappenjagd, dieses Jahr diskreter, 8ter Tirreno-GK aber nicht schlecht. An der Tour auch Nr x, musste für anderen fahren.
                        Capecchi: Giro schwach, gerade ein Italiener sollte da mehr zeigen. Polen (6ter) und Vuelta dann besser, aber da ist er hinten auch weggebrochen.
                        Castroviejo: Tirreno deutete an, dass da doch mehr als ein reiner Cronierer ist. Dann aber nur noch wenig, enttäuschende Saison.
                        Cobo: Katastrophensaison. Nun Karrierende?!
                        Jose Herrada: der Ältere zwar etwas weniger CQ-Punkte, aber sehr stark schon als Helfer am Giro und an der Vuelta sogar noch mehr (12ter GK am Ende).
                        Karpets: unterdessen fast gar nichts mehr.
                        Javi Moreno: ein Vielpunkter dieses Jahr, 2ter TDU und 3ter Asturias mit Etappe machts möglich.
                        Ospina: soll gut sein sagt irgendwer (KV?), gezeigt hat ers nie.
                        Plaza: Castilla León gewonnen, ansonsten meist solide Helferdienste.
                        Szmyd: seine beste Zeit ist wohl auch vorbei. An der Vuelta wenig noch zu sehen.

                        Fazit: in der Tat eine sehr starke Saison durch die traditionell gut besetzte Rundfahrt-, aber auch Hügelklassiker-Fraktion. Der einzige kleine Kritikpunkt ist die Vorstellung der Sprinter – man war hier zwar nie spezialisiert, aber von Ventoso und Rojas kam schon mal mehr.

                        als Antwort auf: Teams 13 Rückblick #739026
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                          Ja, würd die Movies schon wieder machen, aber nicht mehr heute ;-)

                          als Antwort auf: DIES und DAS #612942
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                            Riis hat laut Gazzetta offenbar alles an Tinkov verkauft. Wurde ihm wohl doch zu heiss mit den Rasmussen-Geschichten, dann lieber nochmal Kasse machen und privatisieren …. smart war der gute Bjarne halt schon immer.

                            als Antwort auf: Teams 13 Rückblick #739023
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                              Anacona hatte daheim einen schweren Sturz, deshalb lang gar nichts gefahren. Würde ihn noch nicht abschreiben.

                              Nun aber weiter mit Lotto, da schreit immer keiner laut „hier“ beim Rückblick, aber ich machs mal.

                              17ter nach CQ, 28 Siege. Trotz der Siege, überwiegend von Greipel beigesteuert eines der schwächsten Teams in der WT, lag halt auch daran dass sich der GKler beim Saisonhöhepunkt wieder hinlegte. Aber gehen wir in die Einzelanalyse.

                              Top5

                              1. Greipel: 13 Siege zähle ich, da ist aber auch einiges an Semi-Shitraces dabei, wie 4mal Australien und 2mal Truthahn. Bei der Tour dann nur ein Sieg, Kittel zeigte ihm die Grenzen da deutlich auf; im wesentlichen fiel er meist mit Rumgenöhle auf. Paris-Brüssel noch ein wichtiger Sieg, ansonsten auch nach der Tour oft geschlagen. Für eine zweite GT ist sich der Herr offenbar zu schade. Trotz der einigermaßen vielen Siege und CQ-Punkte beeidruckte mich seine Saison nicht.

                              2. Roelandts: an der Ronde mit Mumm gefahren und mit dem 3ten Platz belohnt. Ansonsten war sein Frühjahr ordentlich, aber nicht berauschend. TourMed Etappe und 8ter Omloop noch die besten Resultate. E3/PR/GW aber nix. An der Tour rollt er halt so mit, danach nur noch in Plouay als 4ter beachtenswert. Aufgrund der Flandern-Vorstellung hab ich die Saison dann besser in Erinnerung, als sie tatsächlich war. Reicht aber dennoch zu Platz 2 hier.

                              3. Debusschere: schneller 89er Nordmann, der erst ab September in Schwung kam, da aber 4 Siege holte. Mit Putte-Kappellen und Kampionschap van Vlaanderen gar nicht mal so schlechte dabei. Einer für die Zukunft, sollte im nächsten Jahr aber schon mal im Frühjahr aufzeigen.

                              4. de Haes: 4 Siege, ebenso ein endschneller Nordmann, der mit 29 fast so etwas wie explodiert. Für die großen Rennen hat ers nicht, ist aber konstant über große Teile der Saison da, gestartet mit einem Trofeo Palma Sieg. Für ihn sehr gute Saison, hier dürfte aber auch sein Limit liegen wohl.

                              5. van den Broeck: der GT-Mann gleich los mit sehr soliden Rundfahrt-Resultaten: 5ter San Luis, 2ter Ruta del Sol, 9ter Catalunya, 7ter Romandie. So weit so gut, ein klassischer Siegfahrer war er halt nie. Über unauffällige Dauphine dann zur Tour, wo er sich an der 6ten Etappe hinlegt. Hat ihn offenbar so böse erwischt, dass er danach nichts mehr gefahren ist. Sicher Pech, aber wie Jaja gern sagt, wenn einem so etwas immer wieder passiert, ists wohl nicht reiner Zufall.

                              Der Rest:

                              Sprint:
                              Henderson: Greipelanfahrer, der aber auch nicht mehr anschreibt, wenn er auf eigene Rechnung mal darf.
                              Reynes: keine Ergebnisse mehr, obwohl Greipel-disjunktes Programm fast.
                              Robert: 89er, der an den Saisonrändern ordentliche Resultate bringt (teilweise in exotischen Gefilden).

                              Klassiker/Allrounder:
                              Bille: passt am ehesten hier rein. Amissa Bongo vorn dabei, sonst wenig halt.
                              Dockx: zwei Bongosiege, sonst nix.
                              Hansen: alle 3 GTs durchgefahren, dazu mit einem schönen Etappensieg den Giro gerettet. Gute Saison für ihn.
                              van Genechten: immerhin Pino Cerami gewonnen. Kannte den noch nicht mal, reicht schon um einer der besseren hier zu sein.
                              J. Vanendert: peinliche Vorstellung, nicht mal 100 CQ-Punkte, aber immerhin noch 20 vor seinem Brüderchen. 10-20 bei LBL und AGR sind schon die Highlights gewesen.
                              Wellens: 91er, einer der wenigen jungen, wo in der Tat Talent da sein könnte. 8ter im Wallonie-GK das beste Resultat. Eher Ardennenmann als Rundfahrer wohl.

                              Rundfahrer:
                              Bak: bei der Heimrundfahrt 2ter, sonst nicht wirklich was da. Einer der eine gute Nase für erfolgreiche Ausreissergruppen haben kann – dieses Jahr nicht.
                              de Clercq: auch hier solide los bis ins Baskenland rein. An der Tour als Helfer für vdB eingeplant, konnte aber nicht wirklich übernehmen. In den Alpen kam dann ein bisschen was. Vuelta mit Licht und Schatten und dann raus. Nach letzter Saison wäre mehr zu erwarten gewesen.
                              de Greef: am Giro 21ter, mit etwas Offensive sogar. Vuelta dann 20 Plätze weiter hinten. Typische de Greef-Saison halt.

                              Fazit: die Saison war sogar noch mieser als es auf den ersten Blick aussah. Sicher Pech mit van den Broeck, aber Vanendert, der als weitere Stütze gebraucht würde, ein Totalausfall. Viele Einheimische unter Vertrag, die bei weitem nicht alle WT-Niveau haben. Von den jüngeren drängten sich nur Debusschere und Wellens etwas auf. Vielleicht werden ja Stagiaires wie Carolus mal was, aber das weiss Rindfleisch sicher genauer.

                              als Antwort auf: Teams 13 Rückblick #739021
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                                Katusha mit Joaquín und Superstar irgendwie Jajas Territorium, aber der grad nicht hier, also mach ich die mal.

                                Nr. 4 nach CQ, 29 Siege. Ging holprig los mit dem Lizenzentzug, dann doch als 19tes PT-Team dabei. Mit Joaquín und seinen Sidekick Dani Moreno hat man halt eine Bank an Bord, auf die Verlass ist. Das deckt dann auch einige Lücken dahinter zu. Aber nun zur Einzelkritik:

                                Top5

                                1. Natürlich Joaquín Rodríguez: im Moment der Fahrer, der Rundfahrten und Klassiker am besten vereint. Im Oman gleich mit Sieg der Bergetappe da, dann über ein starkes Tirreno (5ter) und dem Heimrennen Catalunya (2ter) in die Ardennen. AGR nix, beim Fleche nur 6ter, LBL etwas unglücklicher 2ter. Aufbau zur Tour über eine für ihn unauffällige Dauphine, in Frankreich dann zunächst mit sehr mittleren Pyrenäen. Nach dem guten Hügelzeitfahren war er aber da, nach Quintana der zweite Mann am Berg in den Alpen und der angestrebte Podium wurde noch erreicht. Bei der Vuelta war die Luft etwas raus (insbesondere auch bei „seinen“ Rampen am Anfang), das reicht aber immer noch zu einer schönen Narancoetappe und 4ten Platz im GK. Dann der in der Tat äußerst unglückliche 2te Platz an der WM. Dafür dann mit einem unwiderstehlichen Antritt am letzten Berg noch mit der Lombardia entschädigt. Zwei mal unglücklich 2ter und ca. 800 Punkte weniger als im Vorjahr, aber dennoch wieder eine sehr starke Saison.

                                2. Dani Moreno: ist eigentlich immer zur Stelle, wenn der Chef mal schwächelt. Highlight war der Fleche-Sieg. 3ter Dauphine, da durfte er auf eigene Rechnung. An der Tour dann treuer Helfer für Purito, noch mit einem 17ten Platz abgeschlossen. An der Vuelta holte er sich zweimal eine Rampe, als Purito nicht ganz im Bilde war. Bei längeren Bergetappen dann aber nicht so stark. 10ter am Ende im GK (so zwischen 5-10 liegt wohl sein Maximum an GTs). Ein paar schöne Platzierungen im ital. Herbst runden eine wiederum sehr gute Saison von ihm ab.

                                3. Kristoff: ein starker Punkter ist er geworden, dieser endschnelle Frühjahrsmann. 8ter MSR, De Panne Etappensieg und dann noch 4ter an der Ronde und 9ter bei PR zeugen schon von Qualität. Einige Siege holt er sich in der Heimat, ebenso ein TdS-Etappe. An der Tour reichts gegen die reinrassigen Sprinter nicht zum Sieg, aber immerhin einmal 2ter und noch das ein- oder andere Mal Top10. Danach nochmal Siege daheim und ein guter Abschluss über Hamburg und Paris-Brüssel. Gute Saison, Siege noch mehr bei Kleinzeug, es kann in Zukunft auch mal bei größeren Sachen im Frühjahr was drin sein.

                                4. Spilak: der Mann für kleinere Rundfahrten, gerade in der ersten Saisonhälfte immer Top10 (6ter PN, 4ter Vasco, 2ter Romandie mit Etappensieg). Dazu kann er auch bei Tagesrennen ein Siegfahrer sein (Indurain und Frankfurt). Zu GTs haben sie ihn nicht geschickt, wär interessant zu sehen wo dort mittlerweile seine Grenzen liegen. Zweite Saisonhälfte dann nur noch wenig, aber bei dem ersten Teil nicht tragisch.

                                5. Paolini: der Routinier mit einem Sieg beim Omloop, MSR auch stark als 5ter. Nach E3 das restliche Frühjahr weniger auffällig. Dafür an seiner Giro-Premiere gleich mit schönem Etappen in Ascea und 4 Tage in Rosa. Stark. Danach noch die Vuelta recht anonym gefahren. Im restlichen Herbst im Gegensatz zum Vorjahr nichts mehr, auch hier aber gute Saison, vor allem wichtige Siege geholt hat er.

                                Der Rest

                                Sprinter:
                                Porsev kann man hier reinstecken. Ein Sieg immerhin und Platzierungen, eher so Shit-Race-Nievau.
                                Tsatevich: 89er, bisher eher bei kleinerem Zeug präsent, aber holt dann immerhin auch zwei Siege.

                                Klassiker/Allrounder:
                                Gusev dieses Jahr Vielfahrer, mehr als Helfer unterwegs denn mit eigenen Resultaten.
                                Belkov mit stark herausgefahrener Giroetappe, zeigt diese Klasse aber sonst nur selten.
                                Kolobnev: Sieg in der Wallonie und 3ter Tre Valli fallen auf. In den Ardennen aber schwach, da hat man höhere Ansprüche.
                                Selig: Sieg in Limburg immerhin. 89er da ist sicher noch Potential für mehr.
                                Vicioso: 2mal 3ter im Baskenland, aber sonst kommt nur noch wenig von ihm.

                                Rundfahrer:
                                Caruso mit guten Resultaten, vor allem Frühjahr. Guter Girobeginn, dann weniger. Burgos nochmal stark, ansonsten musste er auch viel helfen.
                                Chernetsky: interessantes 90er Rundfahrttalent, 4ter Ö und 7ter Burgos, Sieger Fjords. Gut.
                                Menchov: Algarve und auch PN nochmal ganz ordentlich eigentlich. Dann Kniebeschwerden und Ende einer großen Karriere.
                                Trofimov: starke Saison, 13ter am Giro eigentlich viiieel zu gut für ihn. Im ital. Herbst auch noch mal ordentlich dabei hin und wieder.
                                Vorganov: ordentliche Saison eines wackeren Helfers. Wenig eigene Resultate.

                                Fazit: bei genauerem Hinsehen waren sie auch resultatsmäßig doch gar nicht so schmal aufgestellt als ich am Anfang vermutete. Das war schon eine wirklich gute Saison. Die Stars sind aber doch die Ausländer, von der Russenfraktion kommt bei der hier vorhandenen Breite doch einigermaßen wenig. Chernetsky ist hier die einzige wirkliche Hoffnung für die Zukunft.

                                als Antwort auf: World Tour 2012 #692376
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                                  Und noch was: das haben die Amis unterdessen auch nicht verdient, bei so einem aufgeblasenen Kalender gar kein Rennen abzukriegen. California hätte man schon machen können, die haben doch auch recht zuverlässige Sponsoren, so scheint es zumindest.

                                  als Antwort auf: World Tour 2012 #692375
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                                    Fürchterlich finde ich die drei Araberrennen da. Oman ist ja sportlich und landschaftlich reizvoll, aber Qatar und Dubai, so Flachgefahre an öden Küstenstreifen aus Sand …. noch dazu außer Kohle und Geltungssucht des jeweiligen Emirs hat das überhaupt nichts mit einer Globalisierung des Radsports zu tun. Vielleicht war schon mal jemand da unten …. die 15% einheimischen werden sich wegen so ein paar Rennen nicht auf ein Rennrad setzen, die Inder, Pakistaner etc. die zum Arbeiten da sind ebensowenig. Vl wenn das Öl mal aus ist, aber dann ist auch vom Emirgeld nicht mehr viel da ;-)

                                    als Antwort auf: Teams 13 Rückblick #739015
                                    Avatar-Fotomidas
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                                      Na, dann mach ich mal BMC.

                                      Platz 5 nach CQ, 30 Siege. Das liest sich ganz gut, gefühlt war die Saison aber sehr mittel, gerade an den großen Rennen haben sie meist enttäuscht. Als große positive Überraschung fällt mir nur der 3te Platz am Giro ein, das hab ich dem nicht mehr zugetraut. Aber nun ins Detail:

                                      Top5

                                      1. van Avermaet: nach CQ seine beste Saison, vier Siege. Ansprechendes Frühjahr mit guten Platzierung bei Gent-Wevelgem (3ter), Ronde und PR. MSR nicht so stark wie auch schon, war aber dieses Mal in der Tat ein besonderes Rennen. Ardennen dann weniger, LBL etc. aber auch einfach zu schwer für ihn. Zweite Saisonhälfte dann mit Tour de Wallonie die ersten Siege (+GK). Bei den Übersee-Rennen auch noch oft vorne dabei, hier ragen die Kanada-Einsätze (3ter und 4ter) heraus. Schon solide Saison, viel gewonnen hat er aber bei nicht direkt Shit- aber Naja-Rennen. Der richtig große Sieg fehlt einfach.

                                      2. van Garderen: starkes Frühjahr mit 2ter in San Luis, 4ter PN, 3ter CI und Sieg California. So weit so gut. Dann aber Tour de Suisse noch solide, aber schon mit leisen Zweifeln. Die Tour dann als Líder eingeteilt eine Katastrophe, GK schnell weg, an der Alpe d’Huez auch noch von Riblon verseilt. Da hat man an einen van Garderen mittlerweile einfach höhere Ansprüche, da hilft auch ein Sieg bei der US Pro Challenge nicht darüber hinweg, dass die Saison mehr oder weniger verpatzt war.

                                      3. Ph. Gilbert: das Frühjahr im Grunde versaut, 2ter Brabant noch das beste Resultat, 5ter AGR und 7ter LBL, tja, von Gilbert muss man da mehr erwarten. An der Tour quasi nicht existent, erst an der Vuelta kam er ein bisschen in die Erfolgsspur zurück und holte sich mit einer Etappe den einzigen Sieg. Aber auch hier wirkte er selten souverän. Bei „seinen“ Rennen im Herbst wie der WM und Lombardia einfach nicht stark genug. Nach CQ ähnlich Vorjahr, aber eigentlich schon nochmal deutlich schwächer (auch wenn die WM einiges überdeckt hat letztes Jahr). Kommt bei BMC einfach nicht mehr an die Lotto-Zeiten heran (und damit meine ich gar nicht mal nur das überragende 2011er Jahr).

                                      4. Evans: im Oman gleich gut los, dann über das Trentino ein solider Aufbau in Richtung Giro. Dort, wie oben schon erwähnt, eine Podest das im nicht mehr unbedingt zuzutrauen war. Auch wenn man sagen muss, dass bei einem regulären Verlauf ohne Verkürzungen und Ausfälle er ein 2 bis 3 Plätze weiter hinten gelandet wäre, am Ende kam er doch auf dem Zahnfleisch daher. Tour dann nix, Giro/Tour war eh nie was für ihn. Danach noch ein Saisonsieg (Alberta) und damit die Saison mehr oder weniger vorbei. Fast mehr als man noch erwarten kann von ihm, insofern eine recht ordentliche Saison.

                                      5. Hushovd: 8 Siege immerhin. Auch wenn neben 2mal Polen und Bejing auch eher so Arctic-Race-Sachen dabei sind ist das nicht so schlecht, letztes Jahr war ja gar nichts los mit ihm. Bei größeren Sachen wenig, aber nach diesem Jahr auch nicht auszuschließen dass er auch da nochmal kommt (zumindest ein bisschen).

                                      Rest

                                      Sprint:
                                      außer Hushovd hier wenig. Blythe eher so ein Shitrace-Sprinter der nie gewinnt unterdessen. Wyss ähnliche Kategorie, aber auch ein ganz guter Arbeiter wohl unterdessen.

                                      Classement:
                                      Frank: bei einwöchigen Rundfahrten stark, 4ter Cali, 5ter TdS, 2ter USA Pro Challenge. Nächstes Jahr dann IAM, mal sehen ober auch mal 3 Wochen durchhält (glaub ich aber nicht).
                                      Santaromita: couragierte Fahrt beim Giro (am Ende 30ter) und auch teilweise an der Vuelta. Dazu Landesmeister und Trentino-Etappe. Gute Entwicklung, nächstes Jahr dann weg.
                                      Bookwalter: bei kleinerem Zeug ohne Berg (Alberta, Qatar) da. Das gibt dann überraschend viele CQ-Punkte.
                                      Nerz: erfrischende Fahrweise an der Vuelta, mit gutem Resultat (14ter Platz) abgeschlossen. Sollte und wird wohl in Zukunft öfter Chancen erhalten.
                                      Morabito: verlässlicher Berghelfer, platziert sich bei Giro und Tour um 35 (da reichte es dann sogar zum besten GK-Mann der Truppe).
                                      Warbasse: soll ein Talent sein, fiel aber kaum auf.

                                      Classique/Allrounder:
                                      Phinney: weniger als im Vorjahr. Gute Zeitfahren dabei, am Giro aber auch im Pech. Einziger Sieg in Polen.
                                      Oss: ordentliches Frühjahr mit 3ter E3 Harelbeke als Highlight. Dazu noch 2ter bei einer Giroetappe. Siege fehlen aber.
                                      Schär: Schweizermeister, ansonsten noch ein paar ganz gute Überseeresultate.
                                      Pinotti: ganz gute cronos konnte er schon noch fahren, sonst Helfer, nicht mehr so viel. Hört auf.
                                      Eijssen: gute Eindrücke mit San Sebastian-Flucht und zu Anfang der Vuelta. Könnte in Zukunft was werden.
                                      Ballan: nach dem schweren Sturz kaum gefahren diese Saison.

                                      Fazit: dieses fürstlich alimentierte Ensemble stellt sich ganz gut dar, da viele Fahrer in der Breite durchaus ihre Resultate gebracht haben (man kann sich halt einen breiten Kader leisten). Durch das Augenmerk auf Übersee hat man dort auch gut CQ-gepunktet. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass es in der Spitze hapert. Da fehlen dann die Resultate, insbesondere Siege.

                                      als Antwort auf: Transfer 13-14 #738147
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                                        Augustyn, ja das war eigentlich DAS Südafrika-Rhodesien-und-Umgebung-Rundfahrttalent, insb. bergauf. Irgendwo stand, dass er immer wieder Probleme mit einer angeknacksten Hüfte hatte, deshalb auch keine Resultate und dann ein Jahr Pause. Mal sehen ob ers nochmal packt.

                                        Androni: wenn Savio den Hoogerland von 2009 wieder rausholt, ist es eine gute Verstärkung. Glaube aber nicht dran. Ansonsten …. Rosa war schon vielversprechend, mag nächstes Jahr durchaus so weit sein, die Mannschaft am Giro anzuführen. Von den jungen hat mir Zilioli gut gefallen. Angeblich haben sie noch zwei Plätze frei.

                                        als Antwort auf: Spekulationen Tour Strecke 2014 #738644
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                                          @Jaja: wollte eigentlich die beiden Alpenetappen, sondern die Berge auf der ersten tauschen ….

                                          als Antwort auf: Spekulationen Tour Strecke 2014 #738641
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                                            Hm, die ASO-Hanswursten sind mal wieder nicht in der Lage alle Profile fertig reinzustellen. So bleibt halt unklar, was dazwischen noch so Klassiker-mäßig los ist. Daher auch Jajas schlechtes Gefühl wohl, wenn man überall ohne Profil so JM Leblanc-Mist einsetzt.

                                            In der ersten Woche so nur Sheffield-Etappe und Pavé. Bin nicht so begeistert, da das Pavé auch früher Spannungskiller sein kann (zB Quintana fällt hin und verliert schon 5 min).

                                            Die Vogesen: gut, aber viel zu spät eigentlich. Die Gerardmer-Etappe als 5te oder 6te hätte ich gut gefunden. Belles Filles mit Vorbergen gut.

                                            Die Alpen: so schlecht nicht, aber auch nicht brilliant. Die erste Etappe vor allem mit dem unrhythmischen ersten Berg, danach Chamrousse mit 18 km und +7% Steigung, das ist schon ordentlich. Die Berge andersrum wären besser gewesen, geht halt nicht. Die Risoul-Etappe, so eine Mehrpässefahrt die auf den Schlussanstieg rausläuft, wegen der langen Abfahrt, der dann sehr gleichmäßig, eher langweilig. Nicht optimal, der Vortag gefällt mir besser.

                                            Die Pyrenäen: Bales relativ solo mit langer Etappe und Ziel unten hat schon was. Die zweite dann eigentlich die einzige richtige Mehrpässefahrt, wo man schon früher was probieren kann. Pla d’Adet als kurzer knackiger Schlussanstieg gefällt auch. Hautacam natürlich immer gut, da bin ich in Opposition zum KV. Das ist eine der besten Franzenankünfte, deutlich besser als Plateau de Beille z.B. Der Tourmalet davor aber relativ verschenkt mit der langen Abfahrt, wohl nur zum Kraft ziehen da.

                                            Crono: nur eins am Schluss dafür relativ lang. Frage, ob nur flach oder kupiert? Ein bisschen aufgeteilt, z.B. 45 km und dazu ein erweiterter Prolog von 15 km (eines von beiden auf jeden Fall mit anspruchsvolleren stellen) hätte mir besser gefallen.

                                            Fazit: endgültiges Urteil halt erst mit vollständigen Profilen möglich, Hauptkritikpunkte sind späte Vogesen und letztlich auch das Pave. Aber insgesamt jetzt nicht so schlecht, wie ich finde.

                                            als Antwort auf: Transfer 13-14 #738144
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                                              Scarponi zu Astana laut CN, scheint ziemlich fix zu sein. Soll den Giro anführen und bei der Tour den letzten Mann am Berg für Nibali machen. Hm, weiss nicht was ich davon halten soll …. nicht so viel eigentlich. Gerade letzteres, denn nach einem Giro aufs GK war an der Tour eher wenig los mit ihm.

                                              als Antwort auf: Rundfahrer des Jahres 2013 #738920
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                                                Ich denke schon, der Nibali vom Giro hätte das Zeug gehabt, den Rodríguez von der Tour sowohl am Berg als auch im Zeitfahren deutlich zu distanzieren. Vielleicht nicht jeden Tag, aber summa summarum schon in beiden „Disziplinen“. Hätte er Froome geschlagen – glaube nicht. An der ersten Bergetappe wär er wohl näher drangewesen, danach hätte er wohl auch mal etwas Zeit gutmachen können, aber mit den cronos hätte es nicht gereicht.

                                                Im übrigen bin ich bei Jaja und bewerte Sieg und zweiten Platz bei einer GT sehr hoch. Dazu noch der heisse Kampf beim Tirreno. Deshalb Nibali, wenngleich es für Froome auch gute Argumente gibt. Dauphine wertet Jaja arg ab, Romandie war früher mehr wert, ist aber schon so 10 Jahre her. Dass er (Froome) es aber dieses Jahr zwangläufig sein muss, sehe ich nicht.

                                                als Antwort auf: World Tour 2012 #692364
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                                                  Wobei 97 in der Tat ein Gottiartikel drin war, in der SZ ;-) Aber insgesamt schon mies, die Radsport-Berichterstattung da. Burkert hatte noch nie Ahnung, auch als er noch über andere Radsportthemen außer Dopinggeschichten schreiben durfte ….

                                                  als Antwort auf: World Tour 2012 #692362
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                                                    @KV: wenn wir mal von Eurosport absehen, fanden Radsportbereichte außerhalb der Tour in der ersten 90er Hälfte nach meiner Erinnerung sogar mehr statt als danach. Erinnere mich noch dunkel an Chioccioli-Siegerfoto vom Giro in der Tagesschau, Angermann hat damals auch ein paar Vueltazusammenfassungen bringen dürfen. Vom Tonkov/Olanogiro wurden auch hin und wieder Ergebnisse im Radio durchgesagt. Man nahms da mit dem Informationsauftrag noch etwas genauer. Später (d.h. mit Ulle vor Puerto) dann fand Giro oder Vuelta im Mainstream nur Platz wenn Deutsche (Ulle) gefahren sind.

                                                    Print: auch hier kann ich mich Anfang 90er noch an einen ausführlichen Bugnobericht vorm Giro in der Sportbild erinnern. 2001 ein Simonispecial wär wohl undenkbar gewesen (hab die da aber schon nicht mehr gelesen).

                                                    SZ in der Vor-Ulle-Zeit schon mit Ergebnissen auch mal Berichte. Danach aber TdF immer sehr ausführlich. Giro hingegen – während der Ullezeit hat zum Girostart hat die Schönau immer einen mittellangen Artikel geschrieben (meist mit dem Tenor, wer alles nicht mitfährt). Bei Dopingrazzien dann immer ausführlich, oder Ulle ist mal gefahren …. Nach den hiesigen Dopingskandalen dann außerhalb der Tour nur noch dpa-etc. Meldungen, bzw. Bild mit Text drunter wenn man ein Deutscher gewinnt.

                                                    Wobei insgesamt im Laufe der 90er hierzulande Sportberichterstattung immer mehr mit Fussball gleichgesetzt wurde.

                                                    als Antwort auf: 1.1 Rennen 2013 #729259
                                                    Avatar-Fotomidas
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                                                      So, Japan-Cup und Crono des Nations, damit ist zumindest die europäisch orientierte Saison nun endgültig beendet.

                                                      Japan mit Rogers vor Bauer, Cunego, Arredondo da auch dabei. Das Karnickel glatt nochmal auf dem Podium in diesem Jahr. Liest sich eigentlich wie immer nach einem interessanten Rennen.

                                                      Und Crono des Nations, Tony de France eigentlich fast schon überraschend knapp vor Gustav Larsson (14 sec, dachte eigentlich mit dem ist nicht mehr so viel los). Dritter Chavanel mit 45 sec.

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