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Fuglsang – sympathisch oder nicht, weiss nicht. Fakt ist halt, der spätestens seit 09 gehypet, ist dann aber 2011 sowohl bei Tour als Helfer als auch bei der Vuelta klar schlechter als der in der Hierarchie hinter ihm gestufte Kollege Monfort.
So, versuche mal, ohne die anderen Referee reports gelesen zu haben, das ganz zu bewerten.
Eins vorneweg: einigt Euch für die nächste Liste auf eine Anzahl (z.B. 10) um das objektiv bewerten zu können (denn – um so länger, umso wahrscheinlicher ist auch das beste dabei ….)
Außerdem – ich habe von beiden eine Liste im Stil des KV erwartet, dh. Bewertung von Leistungen bei Etappen und Eintagesrennen. Das Ventil halt mehr mit Bewertung von Gesamtleistungen; werde dennoch versuchen, das objektiv zu bewerten.
Gehen wir es chronologisch an:
2007
vom KV gebrachte Fahrt des di Luca war schon ein großer Kampf auf der Drei-Zinnen-Straße, die Distanzierung der Gegner hab ich noch in Erinnerung.
Kranken Duellen Rasmussen / Contador steht die Siegfahrt des Rasmussen da am Anfang vom Ventil gegenüber. Großer Vorsprung, aber der wurde da noch nicht für voll genommen.
Der di Luca entscheidet dieses Jahr knapp für den KV (1-0)
2008
KV Contador-Kontrolle Giau/Fedaia und Cancellara Olympia, Ventil mit Contador Gesamtwerk und Sastre Alpe d’Huez.
Komisch, Ventil hier gar nicht mit Cancellara. Sastre hat zwar von der Taktik hinten profitiert, aber 2′ muss man erstmal bringen. Contador Double – Vuelta zwar nicht direkt heldenhaft gewonnen (Bonifikationen!), Kontrolle von Conti hmm, souverän aber nicht heldenhalft. 08 geht knapp ans Ventil (1-1)
2009
KV mit Boonen PR, di Luca Pinerolo, Contador Verbier vs Ventil mit Menchov Giro, Contador Tour, Cavendish Tour, Cancellara Crono
Contador kürzt sich, Menchov aber gehört auf alle Fälle rein (starker Auftritt beim Crono und gejagt werden); Boonen schüttelt Pozzato ab aber ebenso; di Luca auch. Cancellaras ZF und Cavs Etappensiege reichen bei der Erweiterung der Auslegung auf Gesamtkunstwerke zu einem unentschieden (1,5-1,5)
2010
KV Cancellara PR und Flandern, Vino Touretappe vs Ventil Cancellara Triple und Evans Montalcino.
Cancellara kürzt sich, Frage ob Evans oder Vino. Nach Montalcino, wenn auch stark von Evans, Scarponi der wahre Held, vor der Einfahrt zu den Strade bianche gestürzt, weit hinten, fährt sich ganz allein wieder weit nach vorne. Vinos Aktion gibt hier den Ausschlag für den KV (2,5 – 1,5)
2011
KV mit Scarponi Cipressa, Cancellara E3, Kiryenka Finestre, Contador Alpe d’Huez, Froome Pena Cabarga vs Ventil Gilbert Gesamtkunstwerk, Arschleck Galibier, Evans Tour und Sagan Gesamtkunstwerk.
Bei Scarponi stimme ich mit dem KV voll überein, Cancellara, Kiryenka, Contador sind OK. Ebenso kann man in diesem Jahr Gilbert einfach nicht ignorieren, ebenso die Galibier-Fahrt von Arschleck. Bei beiden fehlt mir der Gedanke an die Demontage der Konkurrenz durch Contador am Ätna, auch die couragierte Alleinfahrt des Nieve nach Gardecchia wäre noch zu nennen. Hier nochmals ein unentschieden.
Gesamt also ein knappes 3-2 für den KV.
Hihi, will Bruyneel den auf 60% aufladen ?!
Würde auch ein bisschen refereen …. wenn dann mal die Listen sprechen ….
Acquarone will die Wild Cards internationaler akzentuieren, schreibt cn. Hoffe mal das ist nur das übliche blabla und er macht keinen Mist ….
Weil hier sonst nichts weitergeht, mach ich mal
NetApp: CQ-Rang 37, 1 Sieg
Nur ein Sieg schon mau, ein paar Fahrer waren aber doch nicht schlecht unterwegs, gehen wir mal die wichtigsten durch:
Jan Barta: der Tscheche bei kleinen Rundfahrten gar nicht mal schlecht, Top10 Ö und 3. GBR, drittbester CQ-Punkter. Sehr in Ordnung.
Baumann: zur Telekom-Zeit, auch danach noch, durchaus mal Siegfahrer bei kleineren Dingern, jetzt fährt er halt auch noch so mit, naja.
Cozza: sollte hier so was wie den Klassiker-Chef spielen. Unterdessen meist krank/verletzt, kein Punkt. Viel vor ein paar Jahren mal mit ein paar ordentlichen Resultaten auf, dann nur noch mit dem Schnauzer, jetzt ist der offenbar auch weg …. kein CQ-Punkt
Del Nero: sollte wo was wie den GK-Chef spielen, 25. Truthahn das bester Resultat, nun ja ….
Dietziker: auch einer der bekannteren hier, viel gezeigt hat er nicht.
Huszarski: bei ISD letztes Jahr mit Siegen aufgefallen, dieses Jahr solide mit Top10 Polen und Türkei ohne Sieg; in Ordnung
Impey: aus der austral. Konkursmasse dazugekommen, Siege in Afrika noch davor. Danach immerhin zweiter einer Ö-Etappe, TdS auch nicht ganz mies; OK
Jarc: als Stagiaire den einzigen Sieg erkämpft bei der Schlacht von Gallipoli (Etappe)
König: der 87er mit überzeugenden Auftritten in Ö als 2. mit gutem Kitzbühler Horn, 3. Ain noch dazu und einige andere gute Ergebnisse. Einzig die TdS war nix. Gutes Jahr, meiste CQ-Punkte. Sollte mal zu einem Team gehen wo er eine Chance auf GTs hat.
Seubert: noch ein paar Top10 Ergebnisse bei Eintagesrennen, evt. Potential ??
Fazit: Ohne König wars wenig, kaum PCT-Niveau. Ein Stagiaire mit dem einzigem Sieg sagt schon viel …. An der TdS wirkten sie überfordert.
Zoetemelk ??
Ich glaub ja auch nicht dran …. das alles haben wir aber auch 2009 hier so ähnlich hingeschrieben ….
Dein Vuelta-Fuglsang kommt beim Giro sicher nicht in die Top10, das hat der doch da auch nicht geschafft. Da muss der schon besser fahren. Trat doch da als Líder, dann weit hinter seinem Kollegen Monfort zurück, hintenraus ging nicht mehr besonder viel. Da sind am Stilfser Joch auch mal 15′ drin ….
Hm, 09 hätten wir hier auch alle nein gesagt. Meistens hält er ja anfangs GK-mäßig immer ganz gut mit und verliert dann auf einer Bergetappe relativ viel, fährt dann auf Etappen (s. 2010 Monte Grappa). Die Frage ist halt, was kann er auf diesen Etappen wenn er voll durchziehen würde – so siehts immer so als lässt er sich bewusst zurückfallen wenns mal nicht so läuft.
Zu Type 1 kurz: Callegarin hats doch böse zerlegt, an einer dieser Ami-Rundfahrten. Aber vorher auch schon wenig in diesem Jahr. Eher Herbstler, konnte er dann dieses Jahr nicht, andererseits Industrie & Handwerk schon mal gewonnen, das ist klar im Mai ….
Gianetti: große Namen natürlich nicht mehr ja. In der Breite wohl schon, um auch zwei GTs durchzustehen. Allein in Spanien 40 bis 50 Fahrer noch ohne Vertrag für nächstes Jahr schreibt einer. Viele Helfer beschweren sich doch, wegen des Punktesystems keinen Vertrag mehr zu kriegen.
Betancur nun bei Liquigas nächstes Jahr ein Argument weniger für A&S, obwohl ich di Luca/Garzelli schon gern sehen würd.
Garzelli Vitamin B — hmm, immerhin musste er vor Jahren schon mal zusehen. Bestenfalls Gleichstand Farnese, mit Cipo im Hintergrund …. wie ist Acquarone eigentlich ethisch so unterwegs?
Eigentlich keine reale Gefahr dennoch im Status Quo für die vier.
Giannetti tönt jedoch, neben Chavez noch eine zweite Option, ein bekanntes internationales Unternehmen an der Angel zu haben. Beim momentanen Markt kann der schon noch sein Team ordentlich auffüllen, dann natürlich ernsthafte Gefahr.
Type 1 – den Angeloflirt hab ich auch mit dem Washington-Mist in Erinnerung, wollte da wohl irgendwelchen Amis schmeicheln.
Androni sehe ich sicher.
Colnago so gut wie, die jungen, Modolo, Pozzovivo ist nicht jedes Jahr krank oder stürzt und im Zweifelsfall richtet es Ernesto.
Farnese denk ich auch, eigentlich die zwar nicht gut in der Breite, aber Gatto schöner Sieg letztes Jahr und Pozzato als Zugnummer reichen.
A&S sehe ich am ehesten gefährdet von den vier. Altherrentruppe, Garzelli bringt schon noch jedes Jahr seine guten Etappen, würd ihn ja gern nochmal sehen; Betancur interessant, ebenso wie Taborre, aber ansonsten schon eher dünn. Di Luca halt auch nicht grad der Ethikbolzen, wenn die Angelo-Nachfolger auf diesem Trip sein sollten. Dazu Bottecchia nicht mit dem Klang und der Lobby wie Ernesto.
Utensil Nord interessant, aber ein Augutyn zu wenig, Bosisio noch dazu Ethik …. nein, einfach zu wenig, obwohl Ugo de Rosa auch ein einflussreicher Grandseigneur sein sollte.
Mit Type 1 hat Angelo mal rumgeflirtet, weiss ja nicht wie die beiden neuen dazu stehen. Wie gesagt, mit den Efimkins wäre das eine vertretbare Truppe, weit entfernt muss, also eher nicht.
Bei den Kolumbianern die Frage, ob ein Corti gegen Masciarelli ausreicht. Sportlich die interessanteste Option außerhalb der vier traditionellen. Es sei denn Matxin/Gianetti findet noch einen Sponsor. Der aber eher mit starken Vuelta-Links.
Wird wohl doch auf die üblichen vier hinauslaufen.
Type 1 doch wieder mit beiden Efimkins jetzt ?! Würde sich schon ein ordentliches Aufgebot für eine GT finden, aber hier chancenlos natürlich.
Farnese – wie sollen die nach dem Giro noch ein Tour-Team zusammenkriegen? Pozzato zieht hier auch wenig.
Saur und Skil recht sicher, bei letzteren dann auch noch mit Geniez.
Bisolti: durfte nicht zum Giro, Ö, Brixia ordentlich, Portugal dachte ich da kommt mehr nach dem guten Start und der mäßigen Besetzung. Am Torre dann viel verloren. Conti aber klarer Rückschritt, wobei ich mittlerweile denke dass ihm beim Giro nie mehr ein Platz um die 30 im GK zuzutrauen ist.
Erwähnenswert vielleicht noch der junge Favalli und der nicht mehr so junge de Negri mit ein paar guten Klassiker-Ergebnissen.
Hm, La Vie Claire vor meiner Zeit, darum halt „nicht in diesem Ausmaß“. (Staatliches Mäzenatum mit Colombia ja auch mal). Gilt ja auch für die „Weltkonzerne“ – 90er, Panasonic war mal drin, Toshiba, Motorola noch zu nennen – glaub aber nicht Parallel die alle. Mit der Telekom gings dann los mit den groß, dann wurden es mehr.
Bis PT/WT war halt für mäßig bedeutende Supermarktketten, Weinbaugenossenschaften, Designermöbel-Hersteller etc. noch TT1 drin, heut nicht mehr.Internationaler, hm, ist halt auch die ganze Branche geworden. Ist auch bei den Rädern so – früher, so im Stahl-Zeitalter bis in die 90er hinein, kam man um die Italiener gar nicht herum wenn man ein vernünftiges Rennrad wollte, hab zumindest noch nie was von einem Trek oder Cannondale Stahlrahmen gehört. Heute findest hier in der Umgebung keinen Händler der Traditionsmarken wie Gios, Olmo, Battaglin, Moser, etc. …. dafür gibts Trek, Specialized etc. Concept Stores
BMC, vernünftig aufgebaut ja, dennoch hängt die Kurve mit dem Winkel von Rihs‘ Portemonnaie-Öffnung zusammen
Die großen Punkter hat er halt nicht selber rausgebracht sondern gekauft.Hm durch den WT wurde halt die Akkumulation in den „Super Teams“ gefördert.
Wenn man bedenkt Italien 2002 noch mit 7 oben liegt das halt auch daran dass das damals überwiegend mittelständische Sponsoren waren, Fassa Bortolo, Alessio, Lampre auch etc, keine Weltunternehmen, Mittelständler halt. Gerade in Norditalien gibts nach wie vor noch genug erfolgreiche Mittelständler die sich ein Budget vergleich zu den 02er Teams leisten könnten, halt keine 25-30 Fahrer wie heut gefordert.
„Oben“ hat man ein paar Weltkonzerne hereinbekommen, für die auch ein großes Team ein kleiner Bruchteil im Marketing (Telefonica, Sky etc.).
In diesem Ausmaß neu ist das Mäzenatentum: Leopard, GreenEdge Spielzeuge von Einzelpersonen, kein Sponsoring-Gedanke. BMC zumindest Semimäzenatum. Dazu noch das staatliche gelenkte Mäzenatum von Katusha und Astana.
Gabs früher in diese Ausmaß nicht, liegt daran dass für WT so viel Kohle nötig dass es für den Mittelstand kaum noch finanzierbar ist. Und so viele Große gehen halt auch nicht in den Radsport.Spanien – war immer etwas anders als Italien, auch vor 10-15 Jahren bestenfalls vier oben, meistens nur drei. Ein Großer (zwar BBVA -> Telefonica, dazwischen auch mit Staatsmittel finanziert), Lotterie ein Sonderfall, Euskaltel ebenso, kam erst etwas später ganz hoch, Kelme als Mittelständler ging die Luft aus, waren die Konstanten, jetzt halt nur noch zwei übrig. Gabs halt auch früher nie so viel erfolgreiche Mittelständler wie in Italien, daher auch weniger Teams oben als man das sich als solcher noch leisten konnte. Große eigentlich genug, wenn Repsol, Iberdrola, Santander etc. mal Lust auf Radsport verspüren sollten WT wohl kein Problem.
18. November 2011 um 18:02 Uhr als Antwort auf: Die italienischen Jungsprinter – Petacchis Erben #709965Felline – bei einem früheren Geox-Ausstieg wär auch oben was gegangen denk ich. Aber zwei Jahre Savio müssen nicht schlecht sein für die Entwicklung.
16. November 2011 um 19:08 Uhr als Antwort auf: Die italienischen Jungsprinter – Petacchis Erben #709954Häh, Sagan geschlagen ?? Fährt doch im selben Team der Elia ….
Oder meinst Guardini?
Androni natürlich Jajas domaine reservée, Farnese hätt ich auch gemacht, soll er aber ruhig machen, die waren auch an der Volta.
Dafür gibts von mir noch das übrige PCT aus Italien
DeRosa – Ceramica Flaminia: CQ-Ranking Platz 49, kein Sieg
Geht auch schnell, wichtigste Fahrer:
Bailetti: Siegfaherer war er nie, ein ganz solider Herbstler schon, hier hat er sich auch hier am besten gezeigt mit Top10 Melinda, Tre Valle Varesine knapp vorbei. 6. bei der Landesmeisterschaft noch erwähnenswert. OK Saison für ihn, war aber schon mal näher an Siegen dran.
Brambilla: der Giorgio wohl der Sprint-Brambilla, aber zum Punkten hats nicht gereicht.
de Maria: viel einige Male in den Ergebnislisten auf (vl auch aufgrund des Namens). Immerhin mal Zweiter einer Settimana Lombarda-Etappe. Ganz OK, vielleicht kommt mal noch ein bisschen mehr, ganz jung ist der aber nicht mehr.
Fedi: junger 88er, 13. Brixia-GK deutet auf ein bisschen Talent hin.
Girardi: meinte den auch mal in den Listen entdeckt zu haben. Zwei mal Top10 aber schon nicht viel.
Roncchetti: sagt mir gar nichts, 5. bei Industrie & Handwerk Larciano und Nobili Rubinetterie reichen schon aus um hier einer der besseren Punkter zu sein.
Patxi Vila: wieder zurück nach 2 Jahren Sperre. Für ganz vorn in den GKs reichts auch bei kleinen Sachen wohl nicht mehr, immerhin aber 5.ter Melinda, einer der zuverlässigsten.
Fazit: kein PCT-Niveau erkennbar, es war aber auch nichts zu erwarten. Kaum junge mit noch etwas Potenzial, dafür viele mittelalte nicht besonders gute …. entweder Ugo oder die Keramikfritzen machen das Portemonnaie etwas auf, oder sie sollten auf Continental-Ebene weitermachen.
15. November 2011 um 17:54 Uhr als Antwort auf: Die italienischen Jungsprinter – Petacchis Erben #709951Sehe es wie Rindfleisch, reines Sprintvermögen gefragt, dann Guardini. Portugal aber schon ernüchternd, ja.
Apollonio kann mehr als reiner Sprinter, der wird mal was für MSR. Oss noch mehr Klassiker; Felline noch sehr jung, auch eher Klassiker und dieses Jahr nicht so viel gesehen. Viviani kommt mir auch grad etwas hochgeschrieben vor.
Bei den PCTs macht halt jeder so die die ihn interessieren, nicht so preussisch mit Alphabet. Deshalb hier
Colnago-CSF: CQ-Ranking 27, 18 Siege
Nr. 1: Pozzovivo
Der GK-Líder auch mit der Spitzenposition. Giro eine Riesen-Enttäuschung, in den Alpen raus, davor aber auch schon schlecht. Der Lukanier soll krank gewesen sein, 11 bis 20 im GKhätte er schon bringen müssen normalerweise. Die Saison ansonsten gut, Brixia mit Sieg auf Maniva-Pass und 2. Gesamtrang, Leon, Trentino, Settimana Lombarda auch in den Top5. Eintagesmäßig stechen der 2. Platz in den Tre Valli, dritter Melinda und am Schluss noch eine ordentliche Serie mit 6. Lombarda heraus. Frage bloss, warum nicht am Giro, vielleicht aber nur zwei mal hintereinander Pech gehabt.
Nr. 2: Modolo
MSR dieses Jahr nicht für ihn gelaufen, Giro ohne Akzente im Sprint, in der zweiten Saisonhälft dann in Qinghai denn Bann des ersten Sieges gebrochen. Es folgten noch 9, Coppa Agostoni sticht hervor. Shit-Races sicher auch dabei, aber auch nicht nur ganz großer Mist. Ab Juli hat er das Versprechen des letzten Jahres umgesetzt, nächstes Jahr sollte für ihn ein Giro-Etappensieg das nächste logische Ziel sein.
Nr. 3: Belletti
Ein weiterer hügelfester Sprinter, der am Giro mit einem dritten Etappenplatz mehr Akzente setzte als Modolo. 4 Siege, Brixia bzw. Coppi-Bartali Niveau, dazu etliche gute Platzierung im Herbst. Niveau im Vergleich zum Vorjahr etwa gleich geblieben.
Weitere bemerkenswerte Fahrer:
Battaglin: er 98er als Stagiaire gleich mit einer gute Serie im Herbst, 3. Romagna und dann Sieg Sabatini als Höhepunkt weisen auf den Start einer erfolgreichen Karriere hin. Vielleicht ja auch mal einer fürs GK?! Ein gesunde CQ-Kurve hat er übrigens auch

Brambilla: der Berg-Brambilla mit einer couragierten Fahrt am Finestre und ein paar Platzierungen im Herbst. Konstanz fehlt aber noch.
Caddeo: im Baby-Giro mal hoffnungsvoll, unterdessen fast nichts mehr.
Canuti: zuverlässig gepunktet, kein herausstechendes Ergebnis.
Frapporti: ein Brixia-Etappensieg, aber weniger als auch schon mal
Pirazzi: am Giro einer der besseren von CSF, dazu noch Gesamt-Dritter bei der Coppi-Bartali, durchaus aktiver Fahrer – ordentliche Saison.
Savini: Castilla-Leon-Etappensieg deutete an, dass Qualität da sein könnte, Giro durchaus aktiv aber ohne Ergebnis.
Stortoni: am Giro weniger auffällig als letztes Jahr, dafür 2. Settimana Lombarda und weitere ordentliche Ergebnisse im Herbst – wurde mit einem Lampre-Vertrag belohnt.
Fazit: Der Giro war für die Reverberi-Truppe ein Fehlschlag – Pozzovivo nichts, die Sprinter unter den Erwartungen, der Rest aktiv aber ohne Resultat. Da hatte man das Gefühl es reicht einfach nicht. Die zweite Saisonhälfte aber zweifelsohne ein Erfolg mit den erstarkten Modolo und Pozzovivo sowie der Entdeckung Battaglin. Mal sehen ob sie zum Giro dürfen nächstes Jahr – Wert wäre es das Konzept schon, trotz der diesjährigen Enttäuschung.
Auch als nicht klassischer Belgien-Spezialist mach ich mal
Omega-Pharma Lotto: 29 Siege, 8. Platz nach CQ
Nr. 1 Ph. Gilbert
Drüben im Fahrer des Jahres-Thread schon alles gesagt eigentlich, deshalb halte ich mich hier kurz: 18 Siege, damit das Gros des Teams, einfach überragend.
Nr. 2 Greipel
Wenns drauf ankam halt meist hinter Cavendish, auch nach der „Befreiung“, immerhin erster Tour-Etappensieg. 8 Siege für ihn eigentlich wenig, und da auch Shit noch dabei, erwähnenswert vielleicht noch wie die DePanne-Auftaktetappe herausgefahren wurde. Viele Platzierung, was fehlt sind die Siege. Ohne Gilbert mehr geholt meint er – vielleicht, rummeckern konnte er schon immer ganz gut. Kein wirklicher Sympath der Kerl, hat sich sicher mehr erhofft.
Nr. 3 van den Broeck
Starke Saison mit erstem Sieg bei Dauphine, leider unterbrochen durch den schweren Sturz bei der Tour. Was ein Furz kann hätte er dieses Jahr auch bringen können, gefiel mir gut bis zum Ausscheiden, Podium wäre drin gewesen – schade. Trotz dem dass es ihn da böse erwischt hat dann Start bei der Vuelta, ein solider 8. Platz ohne groß aufzufallen ist unter diesen Umständen aber ein gutes Resultat. Mal sehen was nächstes Jahr so geht, er steht wenn Gilbert weg ist stärker im Mittelpunkt und in der Verantwortung. Tour sicher das Ziel, die beiden cronos werden wohl zu schaffen machen.
Ferner erwähnenswert sind
Aerts: Karriereende nach Herzproblemen, seine guten Zeiten waren aber schon länger vorbei
Bakelandts: zeigte sich an Giro, TdS (vereinzelt gute Etappen, auch im GK ordentlich), Vuelta nochmal um Platz 30 herum, in Ordnung. Ob GK-mäßig noch mal mehr geht, oder er ein offensiverer de Greef wird, da will ich mich nicht festlegen.
Blythe: kein Sieg, Platzierungen bei Shitraces. Eher Rückschritt, ist aber noch jung.
De Clercq: couragierte Fahrweise des 86er Neos wurde mit der Montevergine-Etappe am Giro belohnt. Starker Auftritt!
De Greef: den 21. Platz sowohl am Giro als auch an der Vuelta verfehlt. Fährt halt immer so, in Ordnung, wird aber wohl auch nicht mehr mehr.
De Haes: einige gute Platzierungen bringen dem gar nicht mal so wenig CQ-Punkte, viel Shitraces und kein Sieg unterdessen.
Lang: im letzten Jahr als Profi alle drei GTs durchgefahren. Akzente konnte er unterdessen keine mehr setzen.
M. Lloyd: kam das eigentlich irgendwann raus warum der rausgeflogen ist?
Reynes: lang nichts mehr gesehen von dem, dann aber an der Vuelta mit guten Auftritten, fast Etappensieg am Anfang.
Roelandts: gute Platzierungen, 2. Platz E3 sticht heraus, auch WM nicht schlecht. Der Sieg fehlt jedoch, da sollte vom ehemaligen Landesmeister mehr kommen.
Vanendert: die rechte Hand von Gilbert zeichnete für einige Siege mitverantwortlich. An der Tour dann richtig starke Pyrenäen mit Etappensieg; Alpen dann weg, immerhin noch 20. Platz im GK – stark.
Veikkanen: der Finne vor ein paar Jahren mal gut, unterdessen fast gar nichts mehr.
Willems: sehr wenig unterdessen nur noch, bei Liquigas mal ernsthafter Nord-Kandidat.
Fazit: gute Saison vor allem durch Gilbert, hätte ohne das Ausscheiden von van den Broeck noch besser ausgesehen. Nächstes Jahr dann Neuorientierung mit Fokus auf Greipel und van den Broeck. Erstgenannter kann sich dann nicht mehr verstecken. Solidität für GTs ist mit Bakelandts, de Clercq und de Greef vorhanden.
Die Unsymparden kann ja Möve machen, ich geh mal weiter mit
Liquigas: cqranking 9. Platz (Vj Platz 3), 32 Siege
Gehen wir in gewohnter Manier die drei wichtigsten Fahrer durch:
Nr. 1 P. Sagan
Der Kerl hat eine CQ Kurve die den Ventilen gefallen würde. Mit 15 Siegen sorgte der Slowake fast für die Hälfte der Gesamtausbeute; dabei sind Rundfahrtsiege mit Mittelgebirge wie Polen und Sardinien ebenso wie 3 Etappensiege bei der Vuelta – seiner ersten GT. Sowohl Massensprint als auch die Cordoba-Geschicht zeugen auch hier von einer bemerkenswerten Vielseitigkeit. Nicht zu vergessen auch die Grindelwald-Etappe der TdS im Hochgebirge. Spannend wird die weitere Entwicklung sein, ich denke er hat das Zeug zum Klassiker-Dominator, GT sehe ich weniger.
Nr. 2 Nibali
Für einen Fahrer wie ihn kann eine Saison ohne Sieg nicht befriedigend sein. Hauptziel war der Giro, alleiniger Chef aber eine Stagnation ggüb. letztem Jahr erkennbar. Starke Vorstellung am Zoncolan, aber bei der Tappone (trotz mutigem Angriff) und vor allem hintenraus am Finestre sah er – wenn wir mal Contador aussen vor lassen – im Vergleich zu Scarponi nicht gut aus, was Zweifelsohne als leise Enttäuschung zu werten ist. Die größere Enttäuschung war Zweifelsohne die Vuelta, die er als Titelverteidiger zwar ordentlich auf Platz 7 beendete, aber nach der Cordoba-Etappe keinerlei Akzente setzen konnte. Im Baskenland ward er sogar an kürzeren Anstiegen mit Problemen gesehen. Der Ausklang dann mit der erneut mutigen Lombardia-Attacke versöhnlich für den Hai vom Stretto (ich habs nicht gesehen, manche meinten von vorneherein aussichtslos?!)
Nr. 3 Basso
Die Tour-Vorstellung für ihn, als Mitfavorit angetreten, mit dem 8. Platz natürlich enttäuschend, insbesondere Alpe d’Huez und das crono waren mau. Erinnerte eher an die Comeback-Saison als an den 2010er Giro-Sieger. Frühjahr für ihn in Ordnung, GP Lugano gewonnen, Tirreno und Catalunya gut platziert; vielleicht war doch der Trainingssturz schuld. In der zweiten Saisonhälfte zeigte er sich mit dem Sieg beim Lega-Giro (+Bergetappe). Lombardia dann auch nochmal gut. Nächstes eher wieder Giro denk ich, mal sehen, jünger wird er allerdings auch nicht.
Weitere erwähnenswerte Fahrer:
Agnoli: solider Helfer, auch am Berg zu gebrauchen, aber keine überragende Saison
Capecchi: mit einer Giro-Etappe und noch einer guten Vuelta deutet er an dass er doch noch mehr als Karrierehelfer, um mit dem KV zu sprechen. Positive Überraschung nach zwei schlechten Jahren.
D. Caruso: erstes Jahr ganz oben nicht wirklich schlecht, ein bisschen mehr hätte ich doch erwartet, z.B. TdS Top15 oder vergleichbares. Unterdessen wohl Probleme mit Doping-Vergangenheit.
Finetto: einstiger Autunno-Held, unterdessen kaum noch mit Resultaten in seinem alten Terrain.
Nerz: 89er deutet an der Vuelta mit Platz 38 und guter Etappenplatzierung Qualität an. Dass er als Deutscher Ex-Milram-Fahrer einen Liquigas-Vertrag gekriegt hat, spricht dafür dass dem was zugetraut wird.
Oss: der Trentiner Ventil-Liebling mit einigen guten Platzierungen an der Tour und einem Shitrace-Sieg in USA. Im Grunde keine wesentliche Weiterentwicklung erkennbar.
Diese sehen wir jedoch bei Ponzi: ein endschneller Mann, der auch das Hügelfach gut beherrscht. Die zwei Siege nichts besonderes, dafür etliche gute Platzierungen im Herbst und auch schon Frühjahr. Der 87er kam von Lampre, kaum in Erscheinung getreten. Potential für mehr auf alle Fälle da.
Szmyd: der Edelhelfer beim Giro am Finestre in Erscheinung, davor wohl krank. Tour dann wenig gesehen, aber vom Resultat her gar nicht so schlecht. Kam wohl mit, aber nicht ganz vorn. Hatte sicher bessere Jahre, ganz abschreiben würde ich ihn bei genauerem Hinsehen jedoch nicht.
Viviani: ein Sprinter im Kommen, 6 Siege immerhin gut verteilt über die Saison. Mal sehen wie er sich bei einer GT schlägt nächstes Jahr.
Fazit: GK-mäßig nicht mehr so breit seit den Weggängen von Kreuziger und Kiserlovski, die verbliebenen Chefs für ihr Niveau mehr (Basso) oder weniger (Nibali) enttäuschend. Positiv auf jeden Fall die Entwicklung von Nibali, mit Ponzi kaum auch noch was ordentliches nach.
Die traditionelle Allerheiligen-Umfrage sieht bei mir so aus:
1. Gilbert: Triple, auch sonst viele und wichtige Siege, lange in Form, dass ihm hintenraus etwas die Luft ausging macht da gar nichts.
2. Contador: Giro überragend eingefahren, dann noch eine zweite GT auf hohem Niveau (auch wenn an seinen Maßstäben gemessen natürlich eine Enttäuschung), dazu noch etwas Kleinzeug reicht für Platz 2 knapp vor
3. Evans: für diese seltsame Tour mit einigen Protagonisten unter Normalform hats mit seiner üblichen Fahrerei dann gereicht, mit dem Crono am Ende schon überzeugend. Dazu noch Romandie und TA nicht zu vergessen.
4. Cavendish: man muss den ja nicht mögen, die Anzahl der Siege und WM dann noch dazu reicht aber auf alle Fälle für die Nennung hier.
Tja, für den 5ten dann schon schwieriger, T. Martin schon ein Kandidat, ging mir aber mit seiner Tour GK-Manie zu sehr auf den Wecker. Dann schon lieber nach alter Tradition ein Neo, würde fast
5. Kittel nehmen, viel gewonnen, auch Shit-races, immerhin aber gleich eine Vuelta-Etappe auch dabei.
Dieser Haas ist zuletzt schon ein paar mal aufgefallen. Natürlich schreibt CN Aussie- und andere Anglo-Amerikanische Bauernrennen gnadenlos hoch, aber vielleicht kann er ja wirklich was. Nächstes Jahr bei Garmin wohl.
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