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Ich hatte die letzten 10 Tage keine Zeit hier hereinzuschauen. Nun muß ich sagen, dass die Diskussion auf hohem Niveau weitergegangen ist.
Mit einer Ausnahme: der Polemik von Ugrumov. Ich frage mich, wie jemand, der so vehement von Gesetzestreue spricht und Fairness fordert, nur so ungenau und unfair sein kann.
1. Ich habe klar dargestellt, dass eine Legalisierung und Übernahme durch Mediziner diese „in die Pflicht“ nehmen würde. Dass heißt, Sie müßten die Sportler, die sie betreuen genau über Verfahren, Risiken und Nebenwirkungen aufklären. Und sie wären bei nachweisbaren Schäden haftbar. Dies würde gesundheitliche Schäden im Vergleich zu der „Ist-Situation“ (alles läuft unter der Hand) deutlich reduzieren. So war mein Vorschlag gemeint, aber wenn man die moralische Keule schwingt, dann fehlt wohl die Bereitschaft, das zu sehen.
2. Ugrumov unterstellt, ich wäre für Doping, so lange es nur keinen gesundheitlichen Schaden anrichtet. Abgesehen davon, dass er hier wieder polemisch verkürzt, frage ich mich, warum er dann die anderen Risiken dieses Sports (oder auch anderer Sportarten) ignoriert ? Nirgends zum Beispiel fordert er eine Geschwindigkeitsbegrenzung beim Bergabfahren. Oder gar das Verbot desselben. Und warum hat er so gar nichts zu sagen gegen die z.T. kriminellen Zielpassagen, die man regelmäßig bei Rundfahrten sieht? Die paar Stürze und das bisschen gebrochene Bein, dass dabei regelmäßig herauskommt, stören ihn offensichtlich nicht. So ein Beinbruch ist, scheint´s, gesund. Oder soll unter bzw. über einer bestimmten Aussentemperatur nicht mehr gefahren werden ? Alles kein Thema für Ugrumov. Gesundheitsschädlich am Sport ist nur Doping. Genau: Fabio Casartelli wäre ohne Doping wahrscheinlich 100 Jahre alt geworden…
3. Er nennt keine vernünftigen und praktikablen Alternativen.
Unterm Strich bleibt ein sehr schaler Nachgeschmack….
Gruß
Karl-Heinz
Noch eine Anmerkungen:
Zum Thema „Gesund-ungesund“: Spitzensport an sich IST ungesund. Den Körper so zu schinden (ob mit oder ohne Doping) hat seinen Preis. Oder die Art, wie sich zum Beispiel Radfahrer ernähren. Diese ungeheuren Mengen an immer gleichen Nahrungsmitteln. Das Essen während des Wettkampfes, wo der Magen eigentlich Ruhe bräuchte. Gesund oder gar ausgewogen ist diese Art der Ernährung nicht. Aber wer spricht schon darüber ? Es wird als Teil des Berufes der Fahrer einfach akzeptiert.
In der Summe ist nur der Breitensport gesund, Spitzensport nicht. Eigentlich würden alle Spitzensportler „Ausgleichssport“ benötigen, der die negativen Auswirkungen ihres Berufes etwas dämpft.
Gruß
Karl-Heinz
P.S.: Über den Skisport (hier in Österreich ja die wichtigste Sportart) könnte ich euch so einiges erzählen. Aussage eines Arztkollegen mit Trainerausbildung, dessen Sohn in einem Schülerkader fährt: „Da in Österreich aufgrund der Dichte im Skisport der Leistungsdruck so groß ist, wird in den Vereinen auf Bundesländerebene schon in den Juniorenklassen gedopt – quer durch den Gemüsegarten…“
Bevor ich aus dem Nachtdienst nach Hause gehe (ja, jetzt kommt es, ich bin Arzt, Gynäkologe, um genau zu sein) noch ein paar Antworten:
@ Veloce: Wie gefährlich ist Doping ? Natürlich wäre es falsch, es als ungefährlich anzusehen. Aber IMHO ist es vor allem deswegen gefährlich, weil es so im Geheimen ablaufen muß. Wenn das „handwerklich“ gut von Fachkräften (ich nenne sie mal „Sportmediziner“) gemacht wird, dann sehe ich die Risken völlig im Rahmen. Denn das, was man z.B. durch EPO erreichen will, darf ein Athlet ja auch völlig legal im Sauerstoffzelt oder durch Training in großer Höhe erreichen. Das Ergebnis ist ja dasselbe, und damit gleich gefährlich oder ungefährlich. Es gilt der Grundsatz, dass die Dosis das Gift macht.
Und das ist für mich auch ein Grund, für die Freigabe zu sein. Jemand, der sich entsprechend als Sportmediziner ausbildet, könnte diesem Beruf ganz legal nachgehen, würde in den Teams für Ordnung sorgen, hätte, wie jeder andere Arzt auch seinem „Patienten“ gegenüber eine klare Aufklärungspflicht und wäre auch haftbar, wenn etwas danebenginge. Ich bin selbst Arzt, ich kann euch sagen, dann würde jeder sich hüten überzudosieren oder zu experimentieren.Zu den Gefahren des Sports allgemein: Würde man das so, wie oben beschrieben durchführen, dann wäre die Gefahr absolut im Rahmen. Im Rahmen eines Sports nämlich, der an sich gefährlich ist. Wir reden ja von Wettkämpfen, wo die mit nahezu hundert Sachen den Berg runterbrettern. Kaum ein Veranstalter, Sponsor oder Funktionär regt sich darüber auf. Oder wenn sie bei klirrender Kälte, Schneefall, Regen stundenlang unterwegs sind. Dann redet man von „epischen“ Etappen. Erinnert euch an eine Etappe der Deutschland_Tour, die in einem Gewittersturm gefahren werden mußte, es war ein EZF. Der TV-Sponsor wollte, dass man fährt. Resultat: EIn Absperrgitter wird einem Fahrer vor das Rad geweht, er bricht sich ein Bein.
Zur Vorbildwirkung: Rominger sagt ja ganz klar, dass man den Kids nicht mehr vormachen soll, Sport wäre so. Wenn sie so reden dürfen, wie sie denken, dann sagen die SPortler ja sowieso: Wir haben einen Beruf und wir sind in der „Unterhaltungsbranche“.
Zuletzt: Möglich wäre ein Sport der „zwei Ebenen“, so wie es früher war, als Amateure und Profis viel strenger getrennt waren. Amateure, die tatsächlich einem Brotberuf nachgingen und den Sport nebenbei betrieben. Und Profis, deren Beruf es war. Hier läge eine klare Lösung. Dazu bedürfte es aber den Mut, der Scheinheiligkeit abzuschwören und zu sagen: Wir bieten beides an. Entscheidet euch (die Sportler), was ihr machen wollt und (die Fans), was ihr sehen wollt.
Gruß
Karl-Heinz
@ Veloce stanco
Danke für Deine Antwort. In etwa das habe ich gemeint. Wenn Dir eine (allerdings massiv) abgespeckte Version des Radsports genügt, dann ist Deine ablehnende Haltung dem Doping gegenüber glaubwürdig und authentisch.
Ich persönlich sehe es anders, das gebe ich auch zu: Ich bin Hobbyradler und fahre ca. 4000 km im Jahr. Vor zwei Jahren war ich mit zwei Arbeitskollegen an der Riviera zum Radfahren. Einmal fuhren wir eine Runde von ca. 80 Kilometern. Zum Schluß fuhren wir über den Poggio di San Remo. War kein Problem für mich. Und daher hätte ein Mailand-San Remo von, sagen wir, 130 Km für mich keinen Reiz. Was mich fasziniert ist ja eben, dass sie nach 290 Kilometern zum Poggio kommen, dort mit dem großen Blatt hochbrettern und das Rennen zu entscheiden suchen. Nach 80 Kilometern komm ich auch ganz passabel drüber. Aber nach 290 ?
Vor mehr als 10 Jahren war ich bei Paris-Roubaix. Am Tag vor dem Rennen fuhr ich eine 100 Km-Runde, in der die letzten 30 Km des Rennens beinhaltet waren. Dabei auch einige der legendären Paves. Nun gut, mehr als 25 km/h bekam ich nicht zustande. Als ich dann am Tag darauf sah, wie die Jungs im Wald von Arenberg mit mehr als 40 Sachen daherkamen, ich sag Dir, das war unvergesslich. Oder am Pflaster 20 Km vor dem Ziel, das ich selbst befahren hatte. Andrej Tchmil war da schon allein vorne. Er kam so schnell daher, dass ich kaum schnell genug den Photoapparat raufreißen konnte. Und das nach rund 240 Kilometern dfast 50 davon am Pave. Ich habe geschrien, dass ich heißer war.
Nein, ich gebe zu, es ist das Übernormale, das mich anzieht, nicht das, was Amateure auch schaffen könnten. Es ist modernes Gladiatorentum. Ich schau doch nicht am Sonntag Sport, um etwas Alltägliches zu erleben. Alltag habe ich selbst unter der Woche.
Natürlich könnte man jetzt argumentieren, dass sei aber doch nicht echt mit all dem Doping. Das sehe ich nicht so. Denn die Maschine, die all das erbringt ist und bleibt immer der menschliche Körper. Und deswegen bleibt die Faszination. Und übrigens: In einen Minardi kann man das beste Benzin hineinschütten, er wird nie so schnell sein wie ein Ferrari.
Sport war und ist letztendlich immer sowas gewesen wie Theater oder Kino. Eine Parallelwelt, eine Scheinwelt, in die wir unsere Träume und Sehnsüchte hineinprojezieren. Und wir projezieren sie eben auf die Sportler, die wir besonders mögen. Sie sind die Helden, die wir gerne sein möchten.
Auch im Film fragt man doch selten, ob das denn alles realistisch sei. Hauptsache, unser Held gewinnt. Im SPort ist es ähnlich.
Und alle, die das so sehen dürften meiner Ansicht nach nicht gegen Doping sein. Vor allem aber schon gar nicht die, die am Sport, ohne auch nur entfernt so anstrengen zu müssen wie die Fahrer, Geld verdienen: die Funktionäre (immer in der ersten Reihe), die Sponsoren, die Wirtschaft, der Tourismus, etc.
Das gilt übrigens auch für die Dopingjäger. Und in diesem Punkt gefällt mir Dein Standpunkt nicht sehr. Ich bin der Meinung, dass es sowohl eine Doping-Industrie als auch eine Dopingjagd-Industrie gibt. Beide verdienen sehr viel Geld. Und ich unterstelle, dass manche Dopingjäger nicht die Reinheit des Sports im Sinne haben sondern ihr Geltungsbedürfnis und ihre Brieftasche.
Gruß
Karl-Heinz
Was er – meiner Meinung nach – „zwischen den Zeilen“ sagt (und durch das, was er nicht sagt), ist:
1. Im Peloton tun es nahezu alle !
2. Es gehört für die Profis zur „normalen“ Vorbereitung.
3. Es stört die Profis nicht, wenn ein Berufskollege etwas Neues gefunden hat. Er ist in dem Fall einfach besser „vorbereitet“.
4. Man fühlt sich ungerecht behandelt, weil das Publikum die grosse Show will, das „Gladiatorentum“, aber so tut, als wäre das ohne „Blut“ möglich. Und weil das Publikum sich in anderen „Showberufen“ (z.B. im Show-Bussiness im engeren Sinne) einen Deut darum schert, ob die Stars auf z.B. Koks sind, wenn sie auftreten.
5. Im Peloton wäre man für eine Freigabe. Dann kann jeder entscheiden, ob er den Beruf eines Radprofis ergreift und wie weit er dabei gehen will.
Alles in allem beschreibt er meiner Ansicht nach versteckt eine Realität, die manche nicht akzeptieren wollen, die aber nichtsdestotrotz da ist.
Und wisst ihr was, ich finde, Signore Donati hat letztendlich recht: Wenn die Fans, die Veranstalter, die TV-Anstalten und die Sponsoren die große Show (und damit die Quoten und folglich das Geld) sehen wollen, dann sollen sie gefälligst aufhören gleichzeitig scheinheilig von einem sauberen Sport zu faseln. Wenn aber andererseits jemand den sauberen Sport wirklich will, dann muß er so fair sein und auf z.B. eine Tour-de France im traditionellen Sinne verzichten. Dann muß er sich mit Rundfahrten a la „Österreich-Rundfahrt“ zufriedengeben. Und statt Flandern oder Milan-San Remo gibt es dann halt nur mehr Eintages-Klassiker mit maximal 170, 180 Kilometern.
Gruß
Karl-Heinz (der gerne bekennt, dass er die große Show liebt, also den Radsport so, wie er immer war und nun mal ist)
Und noch ein Schwachpunkt in der „Berichterstattung“ oder „Recherche“ (besser wäre „Dichtung“) der Franzosen:
Armstrong war ja 1999 sehr lange im gelben Trikot, weit länger als 6 Tage. Der Tourleader wird, wie man weiss jeden Tag kontrolliert. Logischerweise müssten als weit mehr als 6 Proben positiv sein. Denn wenn EPO sich angeblich jahrelang hält, dann logischerweise auch tagelang. Also, wo sind die anderen positiven Ergebnisse ?
Version 1: Die Messmethode ist nicht sicher.
Version 2: Man kann die Proben den Fahrern nicht wirklich zuordnen und sagt einfach und frei aus der Luft gegriffen, dass 6 davon zu Lance gehören.
Schon ein verdammte Bande diese Franzosen. X( Schade, dass das wichtigste Radrennen im Kalender in Frankreich stattfinden muß.
Karl-Heinz
Für mich sind einige Fragen so offen, die mich schon an einem sauberen Journalismus zweifeln und eine bewußte Kampagne vermuten lassen:
1.) Der klare Beweis, dass die anonymen Proben zu Armstrong gehörent, fehlt völlig !!! Es wird von der Zeitung nur behauptet.
2.) Warum werden die Namen der anderen betroffenen Fahrer nicht genannt ? Will mann sie nicht nennen ? Dann zeigt das, dass es eine Kampagne gegen Armstrong ist. Kann man sie nicht nennen, weil es nicht möglich ist, die Proben zuzuordnen ? Warum dann bei Armstrong ? Dann ist das Ganze, das glaube ich übrigens, sowieso eingroßer Schwindel und eine Schweinerei ?
3.) Warum macht sich diese Zeitung eigentlich keine Gedanken darüber, dass Armstrong nach 1999 so überlegen blieb, obwohl in den letzten Jahren ja auf EPO getestet wurde und er ja negativ war ? Ohne das EPO hätte er ja einbrechen müssen.
4.) Warum dieVeröffentlichung erst jetzt ? IMHO wollte man sich die Tour selbst nicht kaputtmachen lassen.
Und das ist der springende Punkt. Weder L´Equipe noch die Franzosen haben die großen Champions je geliebt. Das galt für Merckx, das galt selbst für Hinault, obwohl er Franzose war. Es darf nur einen Star geben, und das ist die Tour selbst (und mit ihr Frankreich). Sobald ein Fahrer mehr strahlt als die Tour, und das sind nun mal die großen Champions vor allem, wird er runtergemacht, ja regelrecht und pathologisch gehasst. Bei Lance kommt der frankreichimmanente Anti-Amerikanismus noch dazu. Deshalb hassen sie ihn am meisten. Eine Paralelle ist der Deutschenhass der Engländer (auch der Franzosen übrigens), den z.B. ein Michael Schumacher immer zu spüren bekam. Auch ihn wollen weder Engländer noch Franzosen als das anerkennen, was er ist, ein aussergewöhnlicher Champion.
In Summe ist die Affäre eben mit Watergate nicht vergleichbar, da es keine wirklichen Beweise gibt. Es ist eine Rufmordkampagne. Ausgeburt des gekränkten Stolzes einer ehemals „Grande Nation“, die es seit Napoleon mit den Verlierern hält und es nicht verkraftet, dass sie im Konzert der Nationen schon lange nicht mehr die erste Geige spielt. Scheinheilig (warum wurde eine Virenque den von L´Equipe nie auch nur annähernd so verfolgt ?), mörderisch und typisch französchisch arrogant.
Und übrigens: Ist Euch aufgefallen, das mit Ausnahme von Simeoni, keiner der anderen FAhrer, in das Armmstrong-Bashing einfällt ? Warum wohl ???
KArl-Heinz
Kopp sieht sehr stark aus !!! Mit etwas Glück kann er stärkster Deutscher werden.
Ansonsten zeigen sich die üblichen Verdächtigen in Siegform: Van Petegem, Wesemann, Boonen, Dekker..
Gruß
Karl-Heinz
@ T-Moby
Also Boonen ist mir nicht „schwach“ vorgekommen… Hätte die Gruppe (bei „Nicht-Mitarbeit“ Kliers, wie Du vorschlägst) die Ausreiser eingeholt, dann hätte Boonen wenig Grund gehabt, viel zu arbeiten. Man hätte die Arbeit T-Mobile und Lotto (jeweils zu zweit) überlassen. Boonen hätte sich geschont und wäre meiner Meinung nach im Sprint schon garnicht zu besiegen gewesen.
Gruß
Karl-Heinz
Zu meiner Aussage über Eisel, Zadrobilek und die „großen Klassiker“:
Es stimmt, für mich zählt San Sebastian nicht wirklich dazu. Dem Rennen fehlt für mich der Flair. Nicht zu vergleichen mit den Rennen wie MSR, Flandern, Paris-Roubaix, Fleche W., L-B-L oder Lombardei-Rf. Die haben alle einen ganz eigenwilligen Charakter. Erdig, jedes irgendwie verschroben, und alle mit langer, langer Tradition.
Für uns Österreicher (wo ja der Skisport zu den Genen gehört) gesagt: Abfahrtsstrecken wie die Streif in Kitzbühel, das Lauberhorn in Wengen, die Saslong in Gröden oder die Kandahar in Garmisch sind genauso…
Aber klar: das ist Ansichtssache…
Gruß
Karl-Heinz
Mir geht´s umgekehrt. Ich versteh ganz gut holländisch, aber kein Französisch…
Gruß
Karl-Heinz
Petacchi ist weiterhin souverän, vor allem, wenn man liest, wie schnell er laut Eisel ist… Trotzdem bin ich nach wie vor nicht der Meinung, dass er MSR holen kann (zu lang)
Eisel entwickelt sich sehr gut. Ich glaube ja, dass er früher oder später ein guter Klassikerfahrer werden könnte. Vor allem bei den Pflasterstein-Klassikern hat er schon in den letzten Jahren sehr ansprechende Leistungen gezeigt. Wenn er mal die Erfahrung hat, die man bei diesen Rennen braucht, dann könnte er der erste Österreicher werden, der einen wirklich großen Klassiker gewinnt.
Gruß
Karl-Heinz
Danke !!! Aber noch eine Frage: Ist Astra der Satellit, wo auch die Premiere Programme reinkommen !!!
Denn belgische Sender zu empfangen ist natürlich Klasse, da die sehr viele Rennen (v.a. EIntagesrennen) übertragen.
Reden die da auf rtbf flämisch oder französisch ?
Gruß
Karl-Heinz
@ Glgnfz
Auf welchem Programm konnte man Kuurne-B-K sehen ?
Gruß
Karl-Heinz
Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob Pettachi auch nach dieser Distanz noch zu einem Supersprint fähig ist. Insofern favorisiere auch ich eher Zabel oder Freire.
Gruß
Karl-Heinz
Ich bin auch der Ansicht, dass Zabel, schon deshalb, weil er einfach älter geworden ist, seine Kräfte mehr einteilen muß. Er kann einfach nicht mehr mit „Siegen nur so um sich werfen“.
Aber in San Remo wird er vorne dabei sein, schon allein weil bei den wirklich großen Klassikern mehr als alles andere die Erfahrung zählt…
Karl-Heinz
@ Bremsklotz
Die Begleitfahrzeuge fuhren aussen herum. Bei Defekten kam Hilfe nur von den Motorrädern.
@ Stahlross
Einmal wurde das Pave tatsächlich in der anderen Richtung befahren, weil so eine Kurve am Beginn lag. Meiner Erinnerung nach aber wurde das nur einmal so gemacht.
Gruß
Karl-Heinz
Ich finde, dass das, was die Protagonisten der GT´s ausmacht , hauptsächlich ihre Fähigkeit ist, die großen Berge gut hochzufahren. Dass eben fehlt den meisten Klassiker-Spezialisten.
Die eben dafür solche große Eintages-Rennen gewinnen können. Und dass dies den GT-Spezialisten so leicht von der Hand ginge, so sie wollten, das würde ich, mit Ausnahme einiger wirklicher Ausnahmeerscheinungen, anzweifeln. Bei einer Rundfahrt mußt du nicht jede Etappe gewinnen. Man kann viel mehr kontrollieren. Das läuft taktisch ganz anders als beim Klassiker, wo die nächste Gelegenheit z.B. Flandern zu gewinnen erst wieder in einem Jahr kommt. Dazu kommt die ungeheure Länge dieser Rennen. Wie Tchmil einmal gesagt hat: Jenseits der 250 km gibt es nur eine Handvoll Fahrer, die siegen können. Aus diesem Grund glaube ich, dass man in der Regel für die großen Monumente weit mehr Erfahrung braucht als bei einer GT. Viel mehr Gespür für den richtigen Moment,man muß sich und seine Stärken auch besser einschätzen können.
Na ja, jetzt habt Ihr sich rausgehört, wie sehr ich diese Rennen, vor allem die im Frühjahr, liebe…
Gruß
Karl-Heinz
MaxiHaberl hat recht ! Man kann paves renovieren, vor allem, wenn es um ein paar eingebrochene Stellen geht.
Die Belgier zeigen ja, dass es geht. Ein Beispiel ist der Koppenberg, wo man das Pflaster meines Wissens komplett erneuert hat, und der jetzt ja wieder im Programm der Flandern-Rundfahrt ist.
Ausserdem ist meiner Ansicht nach das Gefährlichste am Arenberg-Wald, dass man direkt von einer Geraden in ihn hineinfuhr, dass heißt mit einer Affengeschwindigkeit. Es sollte doch bei so einem „Denkmal“ möglich sein, dass man unmittelbar vor der Einfahrt eine 90-Grad-Kurve installiert. Dann ist dass Tempo im ersten Drittel, wo die Gruppe noch geschlossen ist, nicht so hoch. Danach löste sich das Feld sowieso immer in kleine Teile auf. Und die meisten gefährliche Stürze passierten im ersten Drittel.
Insgesamt denke ich aber, dass wir diese Passage früher oder später wiedersehen werden.
Dass man ausserdem eine „Ersatzstrecke“ fand, zeigt, dass es noch genug Paves gibt. Ich würde daher deren Gesamtanteil erhöhen. Denn die Königin der Klassiker ist nun mal ein Rennen der Paves…
Gruß
Karl-Heinz
Ich finde es auch sehr schade, dass der Wald von Arenberg nun rausfällt.
;( Und ich halte es auch sachlich nicht für unbedingt richtig.
Paris-Roubaix war immer etwas für Kopfsteinpflaster-Spezialisten. Die kennen die Gefahren und wissen, was auf sie zukommt. Ich halte in Summe den Wald von Arenberg für weit weniger gefährlich als die Sprintankünfte bei den großen Rundfahrten…
Einer Legende ihre legendärste Passage zu nehmen, seltsame Taktik…
Gruß
Karl-Heinz
Der Wald von Arenberg ist super. Ich war 1994 dort – unvergesslich.
Du musst aber unbedingt nach der Waldpassage weiter und noch an mindestens zwei weiteren Paves dabei sein. Das geht sehr gut. Am besten ist, Du schliesst Dich einem ortskundigen Franzosen oder Flamen an…
Gruß
Karl-Heinz
Mir gefällt an dem Konzept, dass die stärksten Teams bei den wichtigsten Rennen dabei sind. Daher bin ich insgesamt dafür.
Gleichzeitig bin ich aber der Meinung, dass es noch einige Adaptionen wird geben müssen. Insofern teile ich die Ansich meines Vor-Posters, dass 2005 eher ein Probelauf wird.
Gruß
Karl-Heinz
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