Veloce stanco

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  • als Antwort auf: Vogesen #628324
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      Helmkamera?


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      als Antwort auf: And now to something different (sports) #584640
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        Hallenweltrekord aberkannt
        Wegen eines fehlenden EPO-Tests hat ddie IAAF den Hallenweltrekord der amerikanischen 4 x 400-Meter-Staffel aberkannt.

        Na dann soll der Chinese, falls es einer ist, den mal nicht vergessen.


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        als Antwort auf: Hammerfest-Palermo => VELOSOMMERFRED #637799
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          Panamericana.
          Stimmt, da wollte ich mal was anlegen.
          Heute nicht mehr. Muss in die Heia, da morgen früh aufstehen angesagt ist.

          Also buona notte.


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          als Antwort auf: Die Tour – Das Rennen – 2. Woche #603117
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            Wer hat diesem Jaja Eis mit Alkohol verkauft?
            Nichts wie weg hier.


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            als Antwort auf: Hammerfest-Palermo => VELOSOMMERFRED #637797
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              Meinst Du?

              Italiener sind alle Betrüger, alle.

              Dieser Beitrag wurde schon 55 mal editiert, zum letzten mal von Stanco Vanco am 11.12.2009 27:06.


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              als Antwort auf: Die Tour – Das Rennen – 2. Woche #603115
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                Quote:
                Original von Jaja

                Quote:
                Original von Kanarienvogel
                Nicht viel. Das Gefühl sagt Cunego ist nicht zum „lernen“ hier, sondern um hier zu sein. Eigentlich war die Saisonplanung doch klar. Cunego Giro voll, dann Tour zum lernen, nach dem Giro oder schon während des Giros fing aber das Zaudern an. Weiss noch nicht, entscheide später…. Ok, jetzt dabei, der KV denkt aber einfach dass er nicht voll dabei ist. Da weil er ein bisschen muss, als Nachwuchshoffnung muss er zeigen ob man da in Zukunft mit ihm rechnen kann. Der KV tippt Cunego schafft nichts. Und nächstes Jahr fährt er nicht mehr, er kommt zum Schluss dass die Tour nichts für ihn ist. Zum gewünschten Schluss.

                100 d´Accord! Es ist der gewünschte Schluss aber auch der beste Schluss für ihn! Passt nicht zur Tour! Ist ein Klassiker-Spezialist und ein Möchte-Gern-Girosieger.

                Wie denn, in Wahrheit hat er gewonnen. Alle vor ihm sind gedopt. Er nicht. Hast selber gesagt. Zu naiv.
                Bei Basso und dem Hünen stehts geschrieben, bei Simoni merkt mans am Wesen, ganz klar, Cunego No. 1.


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                als Antwort auf: Hammerfest-Palermo => VELOSOMMERFRED #637795
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                  Quote:
                  Original von Veloce stanco
                  Bscheisser!

                  Italiener !


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                  als Antwort auf: Hammerfest-Palermo => VELOSOMMERFRED #637794
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                    Bscheisser!


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                    als Antwort auf: Hammerfest-Palermo => VELOSOMMERFRED #637793
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                      Wo vorher?


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                      als Antwort auf: Hammerfest-Palermo => VELOSOMMERFRED #637792
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                        Wo?


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                        als Antwort auf: Dopingskandal in Spanien / Mai 2006 #634210
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                          Quote:
                          Original von Rouleur
                          Frage mich schon die ganze Zeit, wie der gute Steini wohl die Rennräder Marke „Jan Ullrich“ noch verkaufen will. Die Existenzgründung dürfte voll in die Hose gehen, jedenfalls mit diesem Markenzeichen.

                          Müsste halt beim Preis etwas entgegenkommen.
                          Ob Merckx oder Ullrich, geladen waren sie doch alle.


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                            Quote:
                            Original von enfant terrible
                            Seit wann ist t-moby denn weiblich? zu viel hormone geschluckt?

                            Abgesetzt !!


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                            als Antwort auf: Dopingskandal in Spanien / Mai 2006 #634206
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                                Letztes Jahr war das bei TdS Furka, Gotthard, Nufenen.


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                                  Anhand der Avatare und Signaturen kann man ja GsD nicht aufs Alter schliessen !


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                                  als Antwort auf: Die Tour – Das Rennen – 2. Woche #603070
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                                    Original von Kanarienvogel

                                    Und kann jemand dem KV sagen wie zum Teufel man Km/h in Excel ausrechnet?????

                                    Kilometer durch Minuten mal 60 !


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                                      Doch, ich zumindest. Aber hier würde ich das nicht zugeben. Jetzt sind wir ja unter uns, da kann ichs Dir sagen. War jetzt so was wie ein Outing.

                                      Aber Psst.


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                                      als Antwort auf: Hammerfest-Palermo => VELOSOMMERFRED #637780
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                                        Thanks a lot boys and girls !

                                        Palermo ist erreicht, jetzt gibts erstmal Eis für alle

                                        gelato.jpg

                                        Später ne kleine Tour durch die Stadt

                                        palermo07.jpg

                                        palermo15.jpg

                                        Für Pythi die Katakomben zum Abkühlen

                                        pal5.jpg


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                                          Quote:
                                          Original von Golfer

                                          @ADLOAL

                                          Ich hätte gedacht, dass geht aus den folgenden Sätzen meines Posts hervor. Na ja, ich meinte die Deutschen:P

                                          Bitte kein WIR-Gefühl hier im Forum. Nur ganz heimlich.
                                          Pssst !!


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                                          als Antwort auf: Hammerfest-Palermo => VELOSOMMERFRED #637776
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                                            • ★★★★★★★★★

                                            NOCH 384 Kilometer !!


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                                            als Antwort auf: Fussball-WM Geschwafel #636306
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                                              • Tour-Sieger
                                              • ★★★★★★★★★

                                              Schau mal einer guck.
                                              Die Franzosen führen. Elfmeter wohl etwas glücklich, aber wer fragt dannach?!


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                                              als Antwort auf: Dopingskandal in Spanien / Mai 2006 #634205
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                                                • Tour-Sieger
                                                • ★★★★★★★★★

                                                Ein paar Jahre später fand Fuentes Kontakt zur Radsportszene, wurde Teamarzt bei diversen Profiställen, am Ende gar deren Trainings- und Wettkampfstratege. Dass sein Wirken ständig von Dopinggerüchten umweht war, schien den Medicus nicht zu stören: „Ich stand immer unter Verdacht, aber passiert ist nie etwas.“

                                                Mehr noch: Je größer die Erfolge seiner Fahrer waren, desto sicherer fühlte sich Fuentes. Vor einem schweren Einzelzeitfahren der Spanien-Rundfahrt 1991 saß der Arzt im Flugzeug nach Mallorca. Auf dem Sitz neben sich hatte er eine Kühltasche verstaut. Zu mitreisenden Journalisten sagte Fuentes: „Hierin befindet sich der Schlüssel zum Sieg bei der Vuelta.“ Dazu passte, dass ein Profi seines damaligen Arbeitgebers Once nicht nur die harte Etappe, sondern auch die Rundfahrt gewann.

                                                Gedämpft wurde die Karriere des Spezialdoktors im Frühjahr 2004. Der damalige Kelme-Profi Jesús Manzano packte in der Sportzeitung „As“ über die Dopingpraktiken in seinem Team aus, nachdem er bei einer Bluttransfusion beinahe ums Leben gekommen wäre. Die Nachforschungen gegen Fuentes, den damaligen Kelme-Mannschaftsarzt, wurden allerdings schnell eingestellt – aus Mangel an Beweisen.

                                                Die Branche vergab, wie sie es gewohnheitsmäßig tut, Fuentes blieb ein gefragter Mann. Dass er sich mit seinen Praktiken zum Leistungsguru aufschwingen konnte, hat auch mit den laschen Gesetzen Spaniens zu tun, die erst dieser Tage verschärft werden. Außerdem existierte in dem Land für Betrüger bisher kaum öffentlicher Druck. Selbst eine investigativ arbeitende Zeitung wie „El País“, die jetzt bei der Aufdeckung der „Operation Bergpass“ ganz vorn ist, packte das Thema lange nur widerwillig an.

                                                So konnte sich Spanien zum Paradies für dopingwillige Leistungssportler entwickeln. Die ersten Berichte über hilfsbereite Doktoren und gut ausgestattete Labore kursierten in der Leichtathletikszene schon Ende der Neunziger. Der Verdacht, dass sich dort ein Netzwerk etabliert habe, bestätigte sich spätestens vor einem Jahr, als der Polizei ein spektakulärer Schlag gegen das Drogenkartell gelang: Bei Razzien auf dem spanischen Festland, den Kanarischen Inseln und den Balearen stellte die Polizei zehn Tonnen illegaler Präparate sicher.

                                                In Deutschland sprechen Anti-Doping-Kämpfer wie der Heidelberger Zellbiologe Werner Franke seit dem Prozess gegen den ehemaligen Sprinttrainer Thomas Springstein offen von der „Spanien-Connection“. Im März wurde der ostdeutsche Leichtathletikcoach in Magdeburg wegen des Dopings von Minderjährigen zu einer Bewährungsstrafe von 16 Monaten verurteilt. Im Zuge der Ermittlungen kam heraus, dass Springstein regen Kontakt mit dem Madrider Arzt Miguel Angel Peraita hatte.

                                                Bei einer Hausdurchsuchung hatte die Polizei eine Akte mit Faxen und ausgedruckten E-Mails beschlagnahmt. Mal informierte sich Springstein, Mail-Name „Top.speed“, über die Fortschritte beim Gen-Doping. Mal ließ er sich von Peraita, Mail-Name „Top Doc“, die Vorteile von Testosteronsalben oder Insulin-Injektionen erläutern.

                                                Die Nationale Anti Doping Agentur (Nada) in Bonn hat Teile dieser brisanten Akte vorliegen. Nun sucht die Organisation nach Verbindungen zwischen Fuentes und Peraita, der in der Calle Fernández de la Hoz seine Praxis unterhält – nur wenige Schritte entfernt von der Wohnung Fuentes‘ und dem Blutlabor von Merino Batres. Denn Nada-Chef Roland Augustin glaubt fest daran: „Wir haben es hier mit einem komplexen Betrugssystem zu tun.“

                                                Den Ermittlungen der Guardia Civil zufolge ist unter den verdächtigen Radrennfahrern neben Ullrich mindestens ein weiterer Deutscher: So wurde der Ansbacher Jörg Jaksche, 29, am 14. Mai mit versteckter Kamera gefilmt, wie er sich in Zimmer 605 des Madrider Hotel Puerta mit Fuentes getroffen hat. Neun Tage später fand die Polizei bei ihrer Durchsuchung drei Blutbeutel, die mit dem Datum des Treffens und dem Decknamen „Bella (Jorg)“ beschriftet sind. Die Fahnder ordnen Jaksche, dem 16. der vorjährigen Tour de France, den Code zu. Sie gehen davon aus, dass dem Deutschen bei dem Treffen das Blut abgezapft wurde, um es im Labor durch Zentrifugieren zu verdichten und später wieder zu injizieren.

                                                Jörg Jaksches Name taucht außerdem auf einem Papier auf, das exakt auflistet, wie das spanische Radteam Liberty Seguros 2005 mit Dopingmitteln versorgt wurde. Laut dem Dokument 24 der Ermittler bekam Jaksche im Lauf des Vorjahrs Epo, Anabolika, Wachstumshormon und IGF-1 verabreicht – „kombiniert mit Blutabnahme, Blutzugabe und Analysen“.

                                                Vom SPIEGEL um eine Stellungnahme gebeten, verwies Jaksche an den Sprecher seines Radrennstalls, der sich jedoch bis vorigen Freitagabend nicht äußern mochte.

                                                Dass sich Eigenbluttransfusionen zuletzt augenscheinlich zum Massenphänomen unter den Profis entwickeln konnten, hat mehrere Gründe. In Zeiten reduzierter Werbe- und Sponsorenetats wird der Kampf um die Arbeitsplätze im Radgewerbe härter denn je geführt. Die meisten Fahrerverträge laufen nur ein, zwei Jahre. Ein Tour-Etappensieg garantiert praktisch den Job über die Frist hinaus.

                                                Junge Fahrer wie der deutsche Tour-Debütant Markus Fothen, 24, können es kaum fassen, wie das Feld voranstürmt, sobald der Rennleiter die Flagge gesenkt hat zum Start: Man trainiere und trainiere, „und dann wirst du doch wieder abgehängt“.

                                                Die Etappen werden immer schneller absolviert, im Vorjahr bolzte Lance Armstrong einen Schnitt von 41,65 Stundenkilometern. Da erscheint es nur logisch, dass mancher Fahrer von Mitteln träumt, die ihn besser vorbereitet in die Frankreich-Rundfahrt schicken – oder die während der drei Wochen eine schnellere Regeneration über Nacht ermöglichen.

                                                Sich mit dem eigenen Blut zu stärken scheint ihnen eine elegante Lösung. „Spitzensportlern fehlt da völlig das Unrechtsbewusstsein“, klagt Nada-Chef Augustin. Man führe ja keine körperfremde Substanz zu, so laute deren Logik. Der oberste deutsche Dopingwächter bekam auch schon zu hören, dass Eigenblutdoping doch nichts anderes sei als die Eigenbluttherapie beim Heilpraktiker.

                                                Ein fataler Irrtum: Beim Heilpraktiker wird dem Patienten eine geringe zuvor abgenommene Menge Blut in den Muskel injiziert. Die Anwender erhoffen sich durch die Methode, Immunprozesse im Körper anzuregen.

                                                Beim Eigenblutdoping werden dem Athleten bis zu einem Liter Blut abgezapft. Wenn das durch Zentrifugieren gewonnene Konzentrat an roten Blutkörperchen in den Blutkreislauf zurückgeführt wird, lauern Gefahren wie Thrombose oder Embolie – tödliche Gefahren. Augustin: „Es ist ein Spiel mit dem Feuer.“

                                                DETLEF HACKE, UDO LUDWIG, GERHARD PFEIL, MICHAEL WULZINGER


                                                pompa pneumatica

                                                als Antwort auf: Dopingskandal in Spanien / Mai 2006 #634204
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                                                  Der komplette Spiegel Artikel von morgen

                                                  Hier der gesamte Artikel der morgen im Spiegel erscheint:

                                                  DER SPIEGEL als E-Paper
                                                  Heft 28/2006

                                                  RADRENNEN

                                                  Deckname Bella

                                                  Seit Jahren gilt Spanien als Paradies für dopingwillige Sportler. Ein 500 Seiten starker Untersuchungsbericht beschreibt nun das Netzwerk um den Madrider Sportarzt Eufemiano Fuentes. Die Fahnder stießen auf einen zweiten deutschen Profi neben Jan Ullrich: den Ansbacher Jörg Jaksche.

                                                  Wie viele Wohn- und Geschäftshäuser im gepflegten Madrider Stadtteil Chamberí wird auch das rotgeklinkerte Gebäude in der Calle de Zurbano, 92, tagsüber ständig bewacht. Der Hausmeister, der in dem geräumigen Treppenhaus sitzt, mustert fremde Besucher misstrauisch. Fragen nach den Mietern, etwa nach dem Hämatologen José Luis Merino Batres, wehrt er brüsk ab.

                                                  Die Ermittler der Guardia Civil, die im Frühjahr erschienen und die sich für die Besucher des Labors im Hochparterre interessierten, wurde der Portero indes nicht ganz so schnell los. Die Fahnder von der Sondereinheit UCO installierten unter seinem Tisch und über der vergitterten Eingangstür Kameras. Dann verpflichteten sie ihn zum Schweigen.

                                                  Etwas einfacher gestaltete sich die Observation eines schmucklosen, siebenstöckigen Apartmenthauses in der Calle Alonso Cano, 53. Dort, nur etwa 300 Meter von der Praxis des Blutspezialisten entfernt, interessierte die Polizei eine Wohnung des Arztes Eufemiano Fuentes. Die Nachbarn kennen sich kaum, die Fluktuation in dem Haus ist derart groß, dass eine Immobilienfirma ein festes Werbebanner an der Fassade angebracht hat:

                                                  „viviendas en alquiler“ – Wohnungen zu vermieten.

                                                  Wochenlang überwachten die Beamten beide Objekte, Ende Mai, während des Giro d’Italia, schlugen sie zu: Merino Batres und Fuentes wurden verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, Drahtzieher im größten Dopingskandal Spaniens zu sein; einer Affäre, die sich weit über die Landesgrenzen hinaus ausgedehnt hat – und in die, nach allem, was der über 500 Seiten starke Untersuchungsbericht hergibt, Deutschlands Radidol Jan Ullrich tief verstrickt ist.

                                                  Die Polizei stellte allein über hundert Blutbeutel à 450 Milliliter sicher, dazu Wachstumshormon, Anabolika, Epo, eben das komplette Horrorsortiment des Leistungssports. Für etwa 200 Athleten, da ist sich die Madrider Staatsanwaltschaft sicher, verbargen sich hinter den beiden unscheinbaren Adressen im Zentrum der spanischen Hauptstadt so etwas wie die Katalysatoren ihrer Karriere: Die heimlich aufgenommenen Fotos gelten in dem Verfahren wegen „Angriffs auf die öffentliche Gesundheit“ als bedeutende Beweismittel.

                                                  58 Radprofis werden in den Ermittlungsakten belastet, 9 von ihnen erhielten von ihrem Team für die Tour de France ein Startverbot, so auch die T-Mobile-Stars Ullrich und Oscar Sevilla. Noch ist keine Anklage erhoben oder gar ein Urteil gefällt. Klar scheint aber, dass die „Operación Puerto“ („Operation Bergpass“) der spanischen Polizei einer Röntgenaufnahme gleich die geheimen Strukturen des internationalen Dopingbetrugs sichtbar gemacht hat. Sie gibt Auskunft, wie sich Spitzenathleten eines Netzwerks aus Medizinern, Betreuern und Medikamentendealern bedienen.

                                                  Als Betrug würde der Hauptbeschuldigte, Eufemiano Fuentes, 51, sein Wirken freilich niemals bezeichnen. Vergangene Woche gab der Mediziner, der gegen Hinterlegung von 120 000 Euro Kaution aus dem Gefängnis entlassen worden war, eine Probe seines Verständnisses von fairem Sport ab. In der populären Radio-Talkrunde „El Larguero“ („die Torlatte“), die täglich um Mitternacht ausgestrahlt wird, stellte er sich als Ehrenmann dar, dem nichts wichtiger sei als die Gesundheit seiner Patienten. „Es gibt kein Delikt, weder gegen die öffentliche noch die private Gesundheit“, so lautet die Verteidigungsstrategie.

                                                  Rückübertragung eigenen Blutes sieht Fuentes nämlich als eine therapeutische Maßnahme für den geschundenen Athletenkörper. Falsch ist nicht die Behandlung, falsch sind für ihn die Dopingregeln. Im Kern steckt dahinter eine einfache Denkweise: Probiert wird alles, was mehr Leistung verspricht. Und erlaubt ist alles, was bei Dopingtests nicht nachzuweisen ist.

                                                  Fuentes bediente sich deshalb einer ausgeklügelten Geheim- und Zeichensprache. In den Medikationslisten dokumentiert nach Ansicht der Guardia Civil ein Stern die Verabreichung von Wachstumshormon, ein schwarzer Punkt steht für 1000 Einheiten Erythropoietin (Epo), ein schwarzer Kringel für Anabolika.

                                                  Während der wochenlangen Observation staunten die Ermittler, mit wie viel Phantasie der Sportarzt und seine Mitwisser zu Werke gingen. Bei Autofahrten wählten sie bewusst Umwege, ständig wechselten die Verdächtigten die Mobiltelefone. Als Fuentes verhaftet wurde, fand die Polizei bei ihm sieben Telefonkarten und drei Handys. In den abgehörten Gesprächen vermieden die Compañeros Klarnamen. So brauchten die Kriminalisten eine Menge Geduld, um beispielsweise Jan Ullrich auf die Spur zu kommen.

                                                  Am 18. Mai war es so weit. Gegen 20.15 Uhr klingelte Fuentes‘ Telefon, Ullrichs väterlicher Freund Rudy Pevenage war in der Leitung. „Heute hat eine dritte Person gewonnen“, meldete der Anrufer zufrieden.

                                                  Ein Blick in die Ergebnisliste des Giro d’Italia decodierte diese „dritte Person“: Der Sieger des Einzelzeitfahrens am 18. Mai hieß Jan Ullrich.

                                                  Zwei Tage später, so geht es aus dem Bericht der Guardia Civil mit der Kennung CO.PP.4293/06 hervor, wurde Ullrich diese Dechiffrierung zum Verhängnis: Um 10.44 Uhr belauschten die Fahnder ein weiteres Telefonat mit Fuentes, in dem Pevenage erklärte, er habe „mit einer dritten Person im Bus geredet. Diese dritte Person ist interessiert, mehr zu haben, auch wenn es nur die Hälfte ist“. Die Ermittler sind davon überzeugt, dass Fuentes und Pevenage verabreden wollten, Ullrich mit einer weiteren Dosis konzentrierten Eigenbluts zu versorgen. Eine Annahme, die Pevenage und Ullrich entschieden bestreiten.

                                                  Die Indizien wiegen schwer. Eines der brisantesten Dokumente, von den Fahndern als Nummer 32 geführt, erwähnt einen „Jan“ viermal. Demnach hat „Jan“ 2970 Euro gezahlt, um mit Vino, Nino, Ignacio und PCH beliefert zu werden. Die Ermittler sind „nach Analyse der Dokumente und abgehörten Gespräche“ überzeugt, dass es sich um Tarnbegriffe für manipuliertes Blut, Wachstumshormon, das dem Insulin ähnliche Präparat IGF-1 sowie Testosterontabletten handelt.

                                                  Langjährige Wegbegleiter von Ullrich attestieren ihm Arglosigkeit. Sein Umfeld, mutmaßt ein enger Freund, habe ihm die angeblich so sichere Methode mit dem Eigenblut bestimmt eingeflüstert, „damit es diesmal mit dem Toursieg klappt“.

                                                  Vielleicht hat Ullrich aber auch nicht damit gerechnet, dass sein Arbeitgeber T-Mobile ihn fallen lässt. Der Sponsor reagierte nach Einsicht in das Ermittlungsdossier mit einem strikten Krisenmanagement – im Gegensatz zu 1999, als der SPIEGEL von Insidern Hinweise erhielt, dass im Team Telekom gedopt werde. Dezidiert beschrieb das Magazin Methoden der Leistungssteigerung, konnte aber keine gerichtsrelevanten Beweise vorlegen und musste eine juristische Niederlage hinnehmen.

                                                  Die Deutsche Telekom bemühte sich damals nicht um Aufklärung, sondern verurteilte etwa konkrete Berichte über Verbindungen der Radprofis zu dubiosen Sportärzten wie Michele Ferrari und Luigi Cecchini als haltlose Denunziation.

                                                  Vorige Woche wurde hingegen deutlich, wie sich in der Bonner Konzernzentrale die Zeiten geändert haben. Nachdem drei T-Mobile-Fahrer infolge von Zeitungsartikeln ihre Verbindung zu Ferrari zugeben mussten, verlangte der Sponsor, dass sich die Profis umgehend von diesem medizinischen Betreuer trennen.

                                                  Ähnlich konsequent handelten die T-Mobile-Manager, als Ullrichs Kontakt zu Fuentes bewiesen schien. Für ein Unternehmen, das pro Jahr geschätzte zwölf Millionen Euro in sein Radsportengagement pumpt, um sein Image zu verbessern, muss der spanische Doktor eine Unperson sein.

                                                  Der erste Dopingfall, mit dem Fuentes in Zusammenhang gebracht wurde, blieb noch in der Familie. Es war Mitte der Achtziger, und es betraf die Leichtathletin Cristina Pérez, seine Frau.


                                                  pompa pneumatica

                                                  als Antwort auf: Hammerfest-Palermo => VELOSOMMERFRED #637771
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                                                    Original von fensterscheibe
                                                    Bin heute mal wieder gefahren, 35km, um eine neue Hose zu testen.

                                                    Und, taugt sie was?


                                                    pompa pneumatica

                                                    als Antwort auf: Giro 2006 allgemein #628862
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                                                      Original von fensterscheibe
                                                      Was für ein Protest? Haben wir was verpasst und Basso wurde beim Giro positiv getestet?

                                                      Nein.
                                                      Aber hier werden schon wieder „Unschuldige“ auf den Thron gehievt.


                                                      pompa pneumatica

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