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Coolman aktualisiert.
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6. Oktober 2006 um 10:22 Uhr #634787
Heute ist zu lesen, dass CSC sein groß angekündgtes Antidoping Programm erst mal auf Eis legt. Man müsse die finanziellen Möglichkeiten noch mal ausloten und wird dann entscheiden. Passt ganz gut damit zusammen, dass die OP im Sande verläuft und kaum jemand mit Konsequenzen zu rechnen hat. Am Ende gabs gar keine Affäre und überhaupt keinen Grund, in wilden Aktionismus zu verfallen. Das kotzt einen wirklich an, da man dachte, hier könnte der Punkt für einen Neuanfang sein. Weit gefehlt.
Möglicherweise werden die spanischen Sportverantwortlichen von der IOC oder sonstigen Mächtigen erpresst, die Sache nicht weiter zu verfolgen. Schließlich will man sich doch für die eine oder andere Großveranstaltung in Zukunft bewerben…
Schließlich betrifft die Sache auch andere Sportarten mit tw. viel höheren Stellenwert.
Jetzt kommt sicher gleich einer der sagt, wo es keine weiteren Beweise gibt, da ist auch nichts zu veröffentlichen! Träum weiter!6. Oktober 2006 um 11:44 Uhr #634788ja, das würde ich natürlich sofort sagen. aber ich meinte ja damit auch, dass es mir ungerecht erscheint, dass es nur auf jan ullrich geht. und ich glaube nicht, dass man keine beweise finden würde, wenn man nicht ordentlich ermittelt. aber man hat ja anscheinend kein interesse. erstens mal würde man ja fast den kompletten spanischen radsport auslöschen, auch valverde und zweitens dann nicht nur den radsport, sondern auch fußball, tennis usw.
die haben da etwas ausgegraben, wovon sie anscheinend nicht wussten, wie immens die sache ist. und da man große teile des spanischen spitzensports zerstören würde, hat man da jetzt vl etwas schiss. wobei ich auch glaube, dass es in italien, deutschland und auch sonstwo durch die bank nicht besser aussieht.
6. Oktober 2006 um 11:52 Uhr #634789http://www.cyclingnews.com/news.php?id=news/2006/oct06/oct06news
jaksche, und 8 weitere fahrer haben rechtliche schritte eingeleitet, weil „informationen über sie nicht korrekt verbreitet wurden“.
6. Oktober 2006 um 12:13 Uhr #634790Quote:Original von Ventil
ich denke ein wichtiger unterschied zwischen ullrich und basso ist, dass ullrich in einem deutschen team fuhr und basso nicht in einem italienischen.Und vor allem sind wir Deutsche ja bekannt dafür, als widerliche, total gesetzesergebene Neider unsere Helden ganz schnell wieder von dem Thron zu stoßen, auf den wir sie gesetzt haben. Egal, ob nun schuldig oder nicht.
In den USA und Italien stehen alle, im internationalen Vergleich, mehr hinter ihren Sportlern. Egal, ob nun schuldig oder nicht.
50% der Bundesliga war gedopt.
6. Oktober 2006 um 13:57 Uhr #634791Ach ja… schönes Klischee.
Pantani hatte es äusserst einfach, ja.
Dino Zoff hatte 2000 von einem gewissen Faschisten keine Kritik einzustecken.
Mike Tyson, alle Amis lieben ihn!
Leitplanke
6. Oktober 2006 um 14:07 Uhr #634792Thread kann eigentlich geschlossen werden. Gab ja gar keinen Skandal, 1-2 Fahrer werden ja nur verurteilt. Wo ist der Skandal? Passiert doch öfters mal.
„Ich werd aus dir nicht schlau, erst willst du das Eine und dann… willst du wieder das Selbe.“
6. Oktober 2006 um 14:12 Uhr #634793Quote:Original von Kanarienvogel
Ach ja… schönes Klischee.Pantani hatte es äusserst einfach, ja.
Dino Zoff hatte 2000 von einem gewissen Faschisten keine Kritik einzustecken.
Mike Tyson, alle Amis lieben ihn!Ausnahmen und Regel und so. Sehe bei den genannten Beispielen auch keinen Widerspruch.
Mike Tyson ist Afroamerikaner aus dem Ghetto, Dino Zoff halt eher Sozialist und Pantani einfach zu fertig mit der Welt. Der gute Ami und der gemeine Italiener verzeihen Fehler halt nur weißen, angepassten, konservativen Menschen…
…Okay habe gerade gecheckt, warum man Ulle vom Sockel kloppen will – Ossi… Käme er aus Bayern wäre es wahrscheinlich anders, gell Franzl.
50% der Bundesliga war gedopt.
6. Oktober 2006 um 15:15 Uhr #634794das meinst du nicht ernst, oder?
6. Oktober 2006 um 15:22 Uhr #634795Hmm, geht so
50% der Bundesliga war gedopt.
6. Oktober 2006 um 15:41 Uhr #634796dachte ich mir fast.
6. Oktober 2006 um 15:45 Uhr #634797Was das Vorgehen von Franke betrifft, hat Moreau sicher das richtige Gespür. Ich sags mal so, dem fehlt jegliche Objektivität.
6. Oktober 2006 um 15:52 Uhr #634798In D basiert die öffentliche Wahrnehmung bzw. Medienpräsenz des Radsports halt zum großen Teil auf U., während in I mit seiner langen Radsporttradition und vielen guten Fahrern Basso weniger Aufmerksamkeit auf sich vereint. Außerdem gabs in den 90ern schon Conconi-Listen etc …. man ist daran gewöhnt, da löst das dann kein vergleichbares Rauschen im Blätterwald aus.
Was CM da erzählt ist schon ziemlich hanebüchen.
6. Oktober 2006 um 20:29 Uhr #634799es gab ja auch kein grosses rauschen als zülle 1999 zweiter wurde bei der tour de france. im gegenteil, hier ( schweiz ) wurde nur geflucht dass er auf der schmierseife ausruschte !! aber das er 1998 epo nahm, interessierte nun wirklich keiner mehr. uns wurde ja ein „neuanfang“ „versprochen“.
102
6. Oktober 2006 um 23:05 Uhr #634800pantani muss gesagt sein :
das volk stand zu ihm !
kastriert, enthauptet wurde er von der guardie di pubblica sicurezza !
102
17. Oktober 2006 um 19:19 Uhr #634801„Keine Suspendierung nur auf Verdacht hin“
Fahrerverband gegen Ethik-Kodex
ANZEIGEBERLIN, 17.10.06 (rsn) – Der Verband der Radprofis (CPA) hat sich am Dienstag in einer Erklärung erneut gegen den Ethik-Kodex der ProTour- Mannschaften in der jetzigen Form ausgesprochen.
Bei seiner letzten Sitzung am Rande der Lombardei-Rundfahrt am vergangenen Wochenende waren sich die CPA-Mitglieder einig in ihrer Ablehnung des Ethik-Kodex in seiner jetzigen Form. Die jüngsten Fälle hätten gezeigt, dass die freiwillige Vereinbarung der Teams in der aktuellen Fassung keinen Sinn ergebe, hieß es in einer Erklärung der CPA. Fahrer würden einerseits auf den ersten Verdacht hin suspendiert, andere dürften weiter fahren, obwohl in der ein oder anderen Form Verfahren liefen. Die Fahrervertretung fordert die Streichung von Regeln, die es den Teams „ermöglichen, Fahrer einseitig aus dem Team zu streichen oder zu suspendieren nur aufgrund eines Verdachts oder von Mutmaßungen“.
Die Rennfahrervertretung stellte sich derweil hinter ihren italienischen Vorsitzenden Franceco Moser, dessen Äußerungen im italienischen Fernsehen jüngst für Aufsehen sorgten. Moser hatte sich für eine Freigabe von Doping ausgesprochen. Der CPA warf den Medien eine Verzerrung der Äußerungen vor.
pompa pneumatica
17. Oktober 2006 um 19:20 Uhr #634802Fuentes-Affäre
Spanischer Verband vor Einstellung der Verfahren
ANZEIGEMADRID, 17.10.06 (rsn) – Die Fuentes-Affäre droht – soweit es die des Dopings verdächtigen Fahrer angeht – im Sande zu verlaufen. Nachdem die italienischen Sportverbände bereits das Verfahren gegen Ivan Basso wegen Mangels an Beweisen eingestellt haben, steht auch der spanische Radsportverband vor diesem Schritt. Die große Mehrheit der mutmaßlich in die Affäre verstrickten Profis wäre damit sofort wieder startberechtigt.
Der königliche spanische Radsportverband (RFEC) will demnächst eine Entscheidung verkünden. „Unsere Juristen prüfen die Situation. Wir werden in den nächsten Tagen eine Entscheidung bekanntgeben“, sagte am Dienstag Eugenio Bermudez, der Generalsekretär des Verbandes. Bermudez fügte hinzu, man warte noch auf eine richterliche Entscheidung in der Beschwerde des Verbands gegen eine Gerichtsentscheidung, wonach die spanischen Sportverbände die Dokumente der Strafverfolgungsbehörden nicht verwenden dürfen. Dies macht es faktisch unmöglich, die spanischen Rennfahrer wegen einer Verwicklung in die Affäre sportrechtlich zu belangen. Die italienische Sportzeitung Gazzetta dello Sport berichtete am Dienstag, der spanische Verband werde demnächst alle Verfahren einstellen. Letzte Woche hatten die italienischen Sportverbände den Fall Basso mangels Beweisen zu den Akten gelegt.
Mitte September hatte der internationale Radsportverband UCI alle nationalen Verbände aufgefordert, die Dopingverfahren gegen die in die Fuentes-Affäre verstricken Fahrer offen zu halten und die weitere Entwicklung abzuwarten. Zu den verdächtigen Profis gehört u.a. Jan Ullrich, gegen den der zuständige Schweizer Radsportverband ein Dopingverfahren eröffnet hat. Die Mehrheit der betroffenen Rennfahrer sind Spanier, darunter Joseba Beloki, Angel Vicioso, Isidro Nozal, Unai Osa, Francisco Mancebo, Ruben Plaza und der entlassene T-Mobile-Fahrer Oscar Sevilla.
pompa pneumatica
19. Oktober 2006 um 9:10 Uhr #634803
„Im Radsport darfst du nicht zuviel denken.“
Jan Ullrich19. Oktober 2006 um 14:26 Uhr #634804radfanatiker, du postest wirklich jeden mist, diese schublade ist ja schon unterirdisch!
ich an Ullrichs stelle wäre wahrscheinlich schon alkabhängig.
man sollte mal darüber diskutieren, warum die deutschen von heute auf morgen auf JU rumtrampeln wie auf einem vergewaltigerschwein. die italiener standen die ganze zeit hinter Basso und in Spanien ist das nicht anders. ist das eine mentalitätssache oder ist den deutschen der radsport eigentlich sowieso wurscht und sie sind immer gerne dafür zu haben irgend jemanden zur sau zu machen?
dass mich keiner falsche versteht – ich will die sache nicht vertuschen und langsam vergessen machen, so läufts ja jetzt. bis auf JU werden vielleicht alle wieder fahren, und dann wird weiter gedopt – nur vorsichtiger. ich denke, alle von Fuentes‘ liste (die betonung liegt auf ALLE) sollten ihre DNA abgeben und mit den blutbeuteln vergleichen lassen. das wäre eine simple sache. jeder der den test ablehnt, hat offenbar dreck am stecken.
19. Oktober 2006 um 15:21 Uhr #634805auf der anderen seite sollte aber auch, wenn keine beweise vorliegen, nicht mit zweierlei maß gemessen werden. entweder alle verdächtigen werden irgendwie belangt, oder keiner.
19. Oktober 2006 um 16:12 Uhr #634806was heisst hier auf der anderen seite?
natürlich liegen beweise vor – die blutbeutel. man muss nur den zweiten schritt machen und die DNA tests durchführen.
bei JU gibts ja noch die SMS und telephonverbindungen, die werden ihm wohl das genick brechen. aber da gabs doch noch mehr beweise, wo sind die denn und worauf warten die eigentlich da in Spanien? was ist eigtl. aus den videoaufnahmen vor Fuentes‘ haus geworden? es scheint so, dass niemand weiter gehen will und so schwehlt die scheisse so dahin und alle schlingern rum, auch die heuchler von der UCI.
ALLE von der liste sollten den DNA test machen lassen, bei JU ist das wohl ein MUSS, sonst aus der traum.
die anderen haben ein schwarzes mal auf der stirn. auch Valverde, er kommt ja als ehemaliger Kelmefahrer nicht aus der unschuldsecke. was hat Bettini bei der WM gesagt: Bettini und Zabel auf dem podium – DAS ist radsport, er wusste schon warum er nicht auch Valverdes namen noch dazu gesagt hat.19. Oktober 2006 um 16:18 Uhr #634807bald meldet sich der club der „böse wörter sagen“ !!! bald, bald. und die schlagen dann richtig zu !!
noch ist die fuentes-akte nicht abgeschlossen. wird sie aber mit dem jetzigem status quo abgeschlossen, verärgert das mich sehr. auch wenn es mir schon lange bewusst ist, kommt mir doch wieder die galle hoch wenn der radsport wieder mal den kopf für all den scheiss dort unten, in spanien hinhalten musste !! und dass ullrich explizit hinhalten muss, zeigt wieder mal, dass die polizei, dein freund und helfer eben auch nur menschen sind, mit fehlern. die hausdurchsuchung während den flitterwochen war einfach nur erniedrigend.
senfowitsch
wenn schon alle, dann aber wirklich alle !!! inkl. der athleten anderer sportarten !! sepp blatter sei gegrüsst, du herrschsüchtig verlogenes !
102
19. Oktober 2006 um 18:01 Uhr #634808Ich bin mittlerweile soweit, dass ich schon zufrieden wäre, wenn einfach alle von der Fuentes-Liste wieder fahren dürften.
Am besten wäre es gewesen, wenn die mal wirklich tabula rasa gemacht hätten. Leider wurde es den Spaniern dann zu heiss, waren einfach zuviele große Namen dabei(nicht nur Radler). Bin mir sicher, dass die Guardia Civil noch mehr in Petto gehabt hätte, schade…
Tja soweit so gut, dann sollen aber alle von der Liste wieder fahren dürfen. Nicht einen Sündenbock(JU) rauspicken und dann ist die Öffentlichkeit wieder ruhiggestellt.
Für Landis, Heras und co gilt das natürlich nicht, das wäre für mich das Ende.
„Ich werd aus dir nicht schlau, erst willst du das Eine und dann… willst du wieder das Selbe.“
19. Oktober 2006 um 18:21 Uhr #634809Quote:Original von tylance mayollrich
was hat Bettini bei der WM gesagt: Bettini und Zabel auf dem podium – DAS ist radsport, er wusste schon warum er nicht auch Valverdes namen noch dazu gesagt hat.Nein, so hat er das nicht gemeint. Ich bin sicher, er meinte nur, dass eben er und Zabel seit Jahren in der Weltspitze sind und den Radsport wie kaum jmd. anders verkörpern. Im nächsten Satz kam dann aber auch ein Lob für Valverde! Hier ein Zitat aus einem Interview das auf RSN stand:
„Vor Zabel einem Freund, einer Persönlichkeit im Radsport, und Valverde, ebenfalls ein großer Sportler, zu gewinnen, gibt mir große Genugtuung.“
Also man kann sich nicht alles immer so einfach machen!
Wahre Kenner gewinnen nur selten ein Tippspiel.
19. Oktober 2006 um 18:28 Uhr #634810denke auch, dass da bettini den valverde nicht vermöbeln wollte mit dieser aussage.
102
27. Oktober 2006 um 16:14 Uhr #634811PARIS, 26.10.06 (rsn) – Die Verantwortlichen der ProTour- Mannschaften, die am Mittwoch am Rande der Tour de France-Präsentation in Paris zusammenkamen, wollen schnellstmöglich obligatorische DNS-Proben der Fahrer, mit denen dann mögliche Dopingbetrüger in der Fuentes-Affäre schnell und zweifelsfrei überführt werden könnten.
„Alle Mannschaften werden ihre Rennfahrer bitten, bis zum 1.Januar 2007 die UCI zu authorisieren, falls nötig DNS-Proben zu nutzen, insbesondere in der Fuentes-Affäre“, sagte ein Verantwortlicher eines ProTour-Teams. Das bedeutet, dass ein Rennfahrer DNS-Proben erlauben muss, sonst bekommt er keinen Vertrag. Mit dem „genetischen Fingerabdruck“ kann man etwa leicht feststellen, ob die in der spanischen Dopingaffäre gefundenen Blutproben den verdächtigen Rennfahrern gehören oder nicht. Die in den Skandal verstrickten Stars Jan Ullrich und Ivan Basso lehnen DNS-Tests bisher kategorisch ab. Beide wollen ihre Karriere fortsetzen, um bei einem Topteam zu fahren, müssten sie also DNS-Test zustimmen.
endlich hat mal einer eine vernüftige idee. wäre eine gute sache, wenn das durchgesetzt wird – und vor allem alle werden gleich behandelt. -
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