Tour de France 2019

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  • #750575
    Carlos
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    Blöd. Größte Verlierer durch den Abbruch sind Kruijswijk, Buchmann und Thomas. Die hätten den Iseran ja einiges schneller fahren können und wenn das Ziel oben gewesen wäre.

    Alaphilippe wäre an in der Abfahrt vielleicht noch ran gekommen, hätte an bei letzte Steigung wahrscheinlich aber eh viel verloren.
    Und ob Bernal es richtig hätte durchziehen können oder er im Tal oder Schlusssteigung wieder was verloren hätte ist Spekulations. Sah aber natürlich sehr gut aus.

    #750576
    Lapébie
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    Buchmann wird es überleben, auch wenn er Vierter oder Fünfter wird. Pinot erholt sich von diesem Trauma nicht mehr, der wird sich sicher sein, dass er die Tour gewonnen hätte.

    Kruijswijk wird auch zufrieden sein, wenn er den 3. Platz erbt, Alaphilippe kann sowieso unendlich stolz auf sich sein und Thomas wird sich sagen, Platz 2 oder 3 ist auch okay, wenn der Teamkollege besser ist und gewinnt – ging ihm ja mit umgekehrten Rollen 2018 auch so.

    Würde mich sehr wundern, wenn wir am Ende nicht Bernal – Thomas – Kruijswijk – Buchmann – Alaphilippe haben.


    Vive le Tour. Vive le cyclisme.

    #750577
    Kanarienvogel
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    Morgen Madeleine auch weg, Minietappe. Liegt natürlich nicht allen gleich gut, aber ja, sieht sehr nach der Lappgnose aus.

    Edit: Cormet de Roseland natürlich weg


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    #750578
    CrazyIvan
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    Narf, schon sehr schade. Kruijswik hat auch im Interview bestätigt, dass die Verfolger sich noch 3in paar Körner gespart haben. Denke schon, dass Bernal eher noch Zeit verloren als gewonnen hätte.
    War auch gespannt auf Buchmann. Der hält sich immer bedenkt und wirkte seit dem Planche nicht mehr, als würde er am Limit fahren. Sagte ja auch gestern, dass es für sein Empfinden nicht so fürchterlich schnell war.

    #750579
    Coolman
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    Am Samstag dann wohl nur 59 km lange Etappe. Ist natürlich ein schwer zu verdauender Schlag nach dieser bisher grandiosen Tour.

    #750580
    Krollekopp
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    Ja, das ist alles großer Mist. Was man Prudhomme und Co. auf jeden Fall vorwerfen kann, nicht schneller informiert zu haben. Zumindest über die Möglichkeit einer Verkürzung.

    So wars ein Geschenk für Bernal. Kruiswijk und Co. hätten sicher schneller gekonnt. Bernal auch, fuhr aber sein Tempo, die hinten De Plus Tempo. Macht am Ende ziemlich sicher keinen Unterschied. Wäre heute so oder so sicher ins Gelbe gefahren. Und als momentan stärkster Berfahrer wäre da sicher nix mehr passiert morgen. Trotzdem blöd, wenn noch geschenkte Zeit dazukommt.

    Und auch blöd für den Kampf zwischen Thomas, Kruiswijk und Buchmann. Hätte da sicher auch Abstände gegeben, in welche Richtung auch immer. Hier könnte am ehesten Thomas (und durch die Verkürzung morgen ggf. sogar Alaphillipe) profitieren. Wenn Thomas stärker ist als die anderen 2, isses egal, wenn die anderen stärker waren, wurde denen ne Chace genommen Zeit gutzumachen.

    Schon sehr unbefriedigend, erst nach der Durchquerung bekannt zu geben, dass das Ziel schon durchfahren war.

    #750581
    Kanarienvogel
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    Simon Yates verdient es noch erwähnt zu werden. 2 Etappen, gestern aus der Flucht der einzige der Bernal am Iseran fast halten konnte, ok ok, wurde ja auch distanziert, aber kam in der Abfahrt wieder. Starke Tour, halt als Helfer der jetzt Etappen jagt. Weil Adam eine Wurst ist.


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    #750582
    Lapébie
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    Wenn nicht heute jemand Bernal aus den Schuhen fährt, bleibt über dieser Tour ein Schatten.

    Abgesehen davon, dass Bernal Pinot auch nicht geschlagen hätte.


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    #750583
    midas
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    Jumbotaktik wirkt mal wieder bescheuert, was fahren die da vorn rum die ganze Zeit ….

    #750584
    midas
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    Starpotential kriegt nochmal eingeschenkt heute

    #750585
    Lapébie
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    Die Jumbotaktik wirkt auch auf mich seltsam, auf Alaphilippe wirkt sie aber so, wie sie soll. 13 km vor dem Ziel fällt er zurück.


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    #750586
    midas
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    Jumbos fahren seit letzten So um Platz drei. Wär lustig wenn Buchmann den Krujsi noch vom Podium fährt.

    #750587
    Lapébie
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    Sie müssen aber alle aufpassen, dass sie nicht einschlafen.


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    #750588
    Lapébie
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    Mitreißende Pyrenäen und oberdämliche Alpen. Das war die Tour 2019.

    Drei Alpenetappen voll für die Tonne.


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    #750589
    Kanarienvogel
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    Iseranetappe war cool. Halt dann amputeriert, aber die Etappe war cool.
    Und Schatten hängt überhaupt keiner.

    Heute langweilig, ohne Roseland halt was anderes.
    Movistar holt Platz 2+3..hihihi. Hätten wohl lieber Quintana mal einen Km fahren lassen…


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    #750590
    valvpiti
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    Schade, da ist heute ja so gar nichts mehr groß passiert. Movistar mal wieder mit ner komischen Taktik. Wenn Soler und Quintana ein bisschen von vorne fahren können sie die Etappe gewinnen. So halt nichts. Sie hatten das stärkste Team in den Bergen, haben aber im Endeffekt zu wenig draus gemacht. Soler und Amador superb. Landa mit Giro in den Beinen auch okay unterwegs. Valverde sieht für die Vuelta gut aus, Quintana zwar mit Etappensieg aber der wollte sicher auf’s Podium fahren. Seine beste Zeit scheint schon länger vorbei zu sein.
    Gratulation an Bernal. Ineos insgesamt als Team nicht so stark wie in den Jahren davor, holen aber halt trotzdem ohne Froome im GK Platz 1 undf 2.
    Auch interessant, dass damit die ersten 4 im GK alle keine einzige Etappe gewonnen haben. Gab’s das schon mal?

    #750591
    midas
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    Ohne Vorberge ist Val Thorens zu lang und nicht steil genug für Attacken, daher Ausscheidungsfahren ….

    Die Jumbos sind nun auch noch mit dem Podium belohnt worden dafür dass die seit einer Woche Skytrain spielen …. wenn die nix machen wäre Poels heut sicher ein paar km früher weggewesen. Ob das was am Resultat geändert hätte natürlich fraglich.

    Sonst: schöner Sieg von Nibali. Da ist der KV zu hart in der Kritik finde ich, der war gerade in der ersten Tour-Hälfte einfach nicht gut drauf, hats dann aber immer wieder probiert.

    Landa einer der wenigen derzeit die Giro/Tour recht gut fahren können, war 17 im Grunde genommen auch schon so.

    Barguil am Ende wieder 10ter wie in seinem guten Jahr. Da konnte er aber mit den Besten mitfahren, dieses Mal doch immer leicht dahinter.

    Um Porte eine GT-Mannschaft zu bauen kann man sich unterdessen endgültig schenken, 5ter Platz wird sein bestes Ergebnis gewesen sein, da lege ich mich jetzt mal fest.

    Alaphilippe: 5ter, sind das seine Limiten? Von vorneherein als GKler hätte er hinten raus wohl weniger eingebüsst, aber anfangs auch nicht so viel rausgefahren.

    Bardet staubt glatt noch Erbsen ab und wird auf 15 nach vorne gespült, kommt damit aber besser weg als er hier wirklich war.

    Kreuziger wird 16ter ohne ein einziges Mal im Bild gewesen zu sein ….

    Bernal – Beginn einer neuen Dominanz? Gut möglich, Froome ist 85er und nach dem Sturz …. glaub ich nicht mehr so dran, Thomas auch schon deutlich in den 30ern und auch kein Froome. Vielleicht in den nächsten Jahren dann mal wieder mehr ZF für Dumoulin, wir werden sehen.

    Erster kleiner Rückblick von mir ;-)

    #750592
    midas
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    Noch zu gestern: verstehe nicht warum man Bernal nicht als Etappensieger auszeichnet, das ist doch irgendwie auch nicht konsequent. Oder ist das in den Regularien so vorgesehen?

    #750593
    Kanarienvogel
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    Warum der nicht ETappensieger wurde weiss der KV auch nicht.
    Evtl weil’s nicht immer so klar ist? Könnte sein dass mal eine Gruppe darüberfährt, sich niemand für Bergpunkte interessiert und dann Dylan Van Baarle die Etappe gewinnt. Was auch cool wäre, den mag der KV irgendwie, aber halt doch doof…

    Wetttechnisch die Tour eine Katastrophe…
    Der Alaphilippe musste sich schlussendlich ja schön zwischen den Pyttis (+Buchmann) und den KVs platzieren… blahh.

    Bernal: Stark, verdient, sowohl am Galibier als auch vorgesten konnte ihm keiner folgen. Verkürzte Etappen oder nicht, nach KV hätte er sowieso gewonnen. Dahinter wäre es evtl anders gekommen, aber der böse Regen wollte nicht.

    Thomas: Nicht so stark wie letztes Jahr, da ging er und blieb weg, Dieses Jahr nicht, er ging und wurde geholt. Natürlich bleibt er ein TdF Kandidat für die Zukunft… aber eben, Froome will wenn er sich auch nur einigermassen erholt die Tour 20. Bernal…. soll der dann Giro-Vuelta machen? Und Carapaz? Und Sivakov? Eben, schönes Chaos nächstes Jahr bei Ineos, Thomas bleibt ein Kandidat aber kaum zu erwarten dass er als nr 1 startet. Entweder Froome oder Bernal nächstes Jahr.
    Und dieses Jahr 2., aber wie’s gekommen wäre wenn es hinten auch noch zu einem Schlagabtausch um Platz 2 gekommen wäre weiss man nicht. Thomas mit x Km an Hinterrädern, andererseits war ja De Plus im Tempo meistens, d.h. die 2 anderen auch nicht am Ende. Aber hätten die Steigung sicher von vorne fahren müssen, an und für sich kein Nachteil, nur psychologisch.

    Kruijswijk: Immerhin mal GT Podest, gut. Und hat doch auch noch angegriffen, am Iseran war er der 2. der’s versucht hat, zuerst Thomas, dann Kruisjwijk. Dann ging halt Bernal und das war’s. Bernal einfach stärker.

    Buchmann: DIE Ueberraschung. Wie der KV hier wiederholt gepredigt hat, der ist ähnlich gut wie Konrad, Konrad vielleicht sogar minim besser, Giro 18 war ja gut, besser als Buchmanns Vuelta. Klar besser da. Aber ok, 2019 hat Buchmann einen Riesensprung gemacht. Schon Baskenland war gut. Und Dauphiné 3. einfach, trotzdem. Nur Rundfahrten bisher 2019, immer gut dabei. Jetzt hier 4., grössere Sensation als Alaphilippe irgendwie. Top 10 ok. Aber letzter der absoluten Spitze, weil er war ja einer der 4 die IMMMER da waren.. Superb. Konrad ist auch gut, Rippen wurde dem KV gesagt, aber Buchmann besser jetzt.

    Pinot hier rein. Hart, hart. Für den KV und seine WEtte, aber für Thibaut auch. Aber der kommt zurück. Er hat sich verbessert, er ist konstanter geworden, einfach so fährt man keinen Giro wie 2018 (out, krank, wohl über’s Limit?) und die Tour 2019. Dazwischen noch eine recht gute Vuelta, dann Milano Torino und Lombardia gewonnen. Diese Tour war keine „Karrieretour“, das war die Fortsetzung einer immer etwas schwankenden Verbesserung. Und gibt keinen Grund zu erwarten dass es ab jetzt runtergeht. Der ist 2020 einer der TdF Favoriten. Je nach Pavé und MZF… keine Ahnung wie er auf Pavé fährt, aber der KV nimmt an vielleicht nicht top. Nur ZF, dazu Berge, dann hat er seine Chance. Dieses Jahr gegen Bernal…. wäre eh hart geworden, ohne den Zeitverlust im Wind wohl Pinot, mit…. Forza PINOT aber Bernal ist halt schon gut. Was bleibt ist: Pinot war enorm stark, in den Pyrenäen der beste. Am Galibier wohl schon leidend, trotzdem gut, Thomas holen war stark. Hätte mit Bernal um den Sieg gekämpft, aber halt DNF am Ende.

    Mehr später.


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    #750594
    Krollekopp
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    Bernal verdienter und am Ende klarer Sieger. So unglücklich ich auch das Handling der Iseran-Etappe durch die ASO finde, hätte am Sieger sicher nix geändert. Zum Schluss klar der Beste. Pinot hätte vielleicht gegenhalten können, vermute aber Bernal wäre in der Alpen besser gewesen. Ohne die 1:40 wahrscheinlich aber Pinot vorne.

    Bernal der Dominator der Zukunft? Möglich isses. Muss sich dafür natürlich noch steigern, so dominant war die Tour nur am letzten Wochenende. Dazu kein Froome, kein Dumoulin, Pinot verletzt raus, ein wie für ihn gescheiderter Kurs (wenig ZF, viel Hochgebirge). Erinnert mich ein bischen an Contador 2007. Der hatte ja auch (nur) 2 herausragende Tage, den Rest der Tour gut dabei und am Ende mit einem der knappsten Ergebnisse überhaupt gewonnen. Dann aber auf Jahre der beste Rundfahrer gewesen, wenn auch nur nur manchmal so dominant wie Armstrong oder Froome. Denkbar das es ähnlich kommt. Dumoulin sollte noch ein paar Jahre ein ernsthafter Gegner sein, kommt aber stark auf die Kursgestaltung an.

    Für Pinot isses echt bitter, kommt ja gefühlt oft was dazwischen, und jetzt mit der besten Performance seiner Karriere natürlich besonders schade. Hoffentlich hat der KV recht und er kann das Niveau halten (oder sogar steigern?).

    Verstehe nicht so ganz, was an der Jumbo-Taktik heute merkwürdig war. Kruijswijk sollte aufs Podium und das haben sie geschafft. Das er Bernal nicht mehr holen kann war klar. Bzgl. Thomas wars im vorhinein natürlich nicht klar, aber der einfachste Weg aufs Podium war Alaphillipe zu eliminieren. Zweiter natürlich besser als dritter, aber der Untershied bei weitem nicht so groß wie zwischen Podium und kein Podium. Seit Sonntag nur aufs Podium gefahren? Keine Ahnung, schien mir eher so, dass Bernal einfach stärker war. Und dann sind sie halt heute ums Podium gefahren; finde ich aber für einen Fahrer, der noch nie auf dem Podium war, nicht mehr der jüngste ist, und der Führende sowieso klar stärker erscheint, eine sehr nachvollziehbare Strategie.

    Buchmann natürlich top. Ich hätte nicht gedacht, dass der so einschlägt, klare Top 4 (mit Pinot Top 5), mehr oder weniger auf dem gleichen Level wie 2 und 3 und klar besser als der Rest. Respekt. Ist ja auch nicht so alt, könnte sich noch etwas steigern. Gibt es doch wieder mal einen GT-Sieger aus Deutschland? Tour eher nicht, aber bei Giro oder Vuelta schon denkbar.

    Thomas nicht schlecht, wenn auch nicht auf dem Niveau des letzten Jahres. Ohne Bernal wahrscheinlich gewonnen. Ist natürlich ein anderes Rennen dann, aber Skyzug hat in den Alpen ja wieder recht gut funktioniert, er selbst war auch stärker als in den Pyrenäen, dazu die Schlussberge auch eher Rollerberge (bis auf den Iseran, aber da wusste ja keiner das es ein Schlussberg ist). Weiss man nicht sicher, aber ohne Bernal der wahrscheinlichste Sieger. Für die Zukunft wirds wohl schwierig für ihn. Scheint ja unbedingt die Tour zu wollen und da ist dann nächsten Jahr entweder Froome oder Bernal klar vor ihm.

    #750595
    Kanarienvogel
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    Ich verstehe aber nicht genau wie ASO die Iseranetappe hätte „handle“ sollen.
    So viele Optionen gab’s doch gar nicht.
    -ETappe ganz absagen. Nix passiert. Noch viel schlimmer
    -Fahren lassen, zu Coppis Zeiten wäre es niemandem in den Sinn zu kommen da nicht durchzufahren. Sind halt nicht Coppis Zeiten….
    -Fahren lassen, im Tunnel vor dem Problem stoppen, per Auto den KM fahren (resp. neutraliesiert langsam durchfahren, unfahrbar war das nicht, einfach nicht Rennbedingugnen) danach weitermachen, in der Zwischenzeit den Erdrutsch entfernen? Und hoffen kommt nicht noch einer? Ok, der KV kein Fan von plötzlichen Pausen, dann weiter. Aber wäre gegangen.
    – Ziel in Val d’Isère: Problem keine automatische Zeitmessung. Ok, Kamera hinstellen, dazu einen mit einer Stoppuhr. Ginge irgendwie schon. Aber dazu müsste man dann schon irgendwie Infos geben, so in 5 Min ein ZIel organisieren ja wohl nicht einfach. Damit die Fahrer auch sehen wo das ist, damit die auch wissen wann lossprinten, und nicht den Strich 50 Meter davor sehen…. Weil viel Zeit hatten die ja nicht. Oder dann Ziel bei der Tunneleinfahrt? Ok, wenn da nicht zu steile Abfahrt war vorher, das wäre wohl gegangnen auch ein paar Minuten mehr Zeit zu organisieren.

    Aber viele Möglichkeiten hatten sie nicht. So schlecht war die Lösung nicht.

    Kruijwijk, einverstanden, am Iseran hat er direkt nach Thomas ja auhc attackiert. Halt geholt, dann ging Bernal.

    Buchmann: Warum nicht die TdF? Er war ja nicht weit davon entfernt. Weniger als 2′, in den Pyernäen mit Bernal gleichauf. Wenn er das Niveau hält oder sich sogar noch verbessert, durchaus möglich, Jahrgang 92, wird dieses Jahr 27, warum nicht? Ausser er will Dominator werden kann er sich natürlich gar nicht mehr gross verbessern, aber auf dem Niveau braucht es auch nicht mehr viel. ZF war ok, Berg war sehr gut.
    Und bei Bora muss man Mühlberger noch erwähnen, der war ja in den Alpen sensationell. 12. oben am Iseran, mit Porte da, Val Thorens 12, auch noch mit gutem Tempo (Iseran auch nachdem Bernal gegangen ist glaubt der KV). Damit der 3. GK Mann da bei Bora (Majka und Formolo pah….) Buchmann-Konrad-Mühlberger, stark.

    Nochmal zum Kurs, diese Tour war so ein Erfolg, nicht nur weil Ineos als Team nicht dominant war, sondern auch weil der Kurs gut war, dass ASO sich es kaum leisten kann in den kommenden Jahren den Aufbau nicht zu wiederholen. Abwechslungsreich, keine 10 Tage eingähnen sondern sofort auch hügelig. Und der erste Berg früh. Wenig ZF Km, insgesamt recht gute Bergetappen. Klar, der KV könnte immer noch ein paar Sachen kritisieren, aber kann er immer, da ist er begabt. Aber war ein guter Kurs. Weiss die ASO auch, werden also sicher ähnliche bringen in Zukunft. Nächstes Jahr ist zwar wieder die Gähntagne und die Gähnmandie zu erwarten… evtl schaffen sie es nicht ganz so viel Zeit da zu vergeuden? Wenige ZF Km sollte bleiben (Kurs für die Zosen wird dann trotz Alaphilippes und Pinots ZF wieder geschrien), viele Berge, hoffentlich wie dieses Jahr ein Mix zwischen langen und und kurzen (die letzte Alpenetappe hätte nach KV länger sein dürfen, Originalplan natürlich also eher 3 lange 2 kurze nicht 2 lange 3 kurze). Denke Gouvenou oder wer designt wird so weitermachen, der hat sowieso bisher insgesamt gut gezeichnet. Noch mal ein Abstecher zum Finestre und ist perfekt.


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    #750596
    Krollekopp
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    Ja von der Wertung her so noch die beste Lösung für die Iseranetappe.

    Aber weiss jeamnd, wann der Erd- oder Schneerutsch – oder was auch das war – genau war? War das wirklich erst nachdem oder kurz bevor die Fahrer die Kuppe des Iseran passiert hatten? Ich hatte gedacht, dass das schon was eher stattgefunden hat.

    Dann die Teams direkt informieren, dass es ein Problem gibt, dass noch nicht klar ist, was die Lösung ist, aber dass eine Möglichkeit ist, dass das Ziel am Iseran sein wird. Dann haben die Teams/Fahrer die Möglichkeit ihre Taktik anzupassen.

    Buchmann: TdF halt einfach im Schnitt stärker besetzt, gerade in der absoluten Spitze (bisher Froome, zukünftig Bernal,…) und Nummer 1 Sky Ziel. Daher für mich Giro und besonders Vuelta deutlich eher vorstellbar. Gibt natürlich hin und wieder auch ne Tour wie die diesjährige, bei der aus verschiedenen Gründen alles offen ist, da ein Sieg durchaus möglich. Aber sowas passiert ja auch eher selten und dann ist er nur einer von mehreren Kandidaten.

    Kurs: Ja, war gut, gerade Mittelgebirgsetappen. Passte auch das die Spannung blieb, wobei das natürlich auch immer Glückssache ist. Das Ganze aber doch ein bischen zu berglastig. Gerade wenn Bernal das nächste große Ding wird, wären etwas mehr ZF-Kilometer schon gut, gerne anstelle der MZF-Kilometer. Und natürlich gerne auch mal Bergetappen die wirklich zum frühen Angriff einladen (wie z.B. Finestre). Heuer ja nur Iseran-Etappe, bei der Bernal ja dankenswerter Weise auch angegriffen hat, aber normalerweise geht da ja eher nix vor dem Tignes.

    #750597
    Kanarienvogel
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    Der KV fazitiert weiter.

    Alaphilippe…. 5. Und jetzt? War sicher gut vorbereitet, GANZ unerwartet wohl für ihn aber nicht. Der muss zumindest vermutet haben, dass er nicht komplett chancenlos ist. Aber jetzt weiss er es. Kommt 2020 die reine TdF Vorbereitung? Hm, der KV weiss gar nicht ob er das sinnvoll finden würde. Wenn das mit Tokyo vereinbar ist, ok, aber Olympia wird schon wichtiger, erste Ausgaben hat’s kaum jemanden interessiert, jetzt ist’s ein ZIel, und eben nur alle 4 Jahre. Wenn TdF-Olympia passt, ja. Sonst nach KV besser voll auf Olympia. Und könnte dann im Frühling noch RVV mitnehmen. Lombardia noch 19. OH, Liège-Bastogne-Liège fehlt ja tatsächlich auch noch. Ok, dann RVV erst 2021, 2020 nur zum testen. Aber ok, egal, nach dieser Tour wird er sicher mal einen wirklichen voll geplanten Versuch wagen. Muss fast. Und der KV schon gespannt ob’s klappt, weil am Schluss ist er schon etwas eingegangen, mit Tignes wäre er wohl nur 6. Team, Mas nicht top von Anfang an, dann 2. Pyrenäenetappe ganz mies. Alpen wieder besser. Wäre ohne diese Pyrenäenetappe in die Top 15 gekommen, warum er da so eingegangen ist (und dann nach Nimes nochmal 8 Min bekommen, war aber egal da) dem KV unklar. Das Problem oder Fragezeichen für Alaphilippe in der Zukunft bleibt aber das Team. Mas geht, klar. Movistar ruft. Wie immer, man verliert die guten Bergfahrer, auch Helfer wie De Plus oder De la Cruz gehen ja immer. Sieht für den KV ohne Mas dann sehr leer aus. Jungels, ok. Dazu schon Remco? Oder man könnte ja versuchen den einen oder anderen Bergfahrer der selbst keine grossen GK Ambitionen (mehr) hat zu kriegen, aber dazu müsste man halt auch zahlen… und die zahlen lieber für Nordklassiker und Sprinter. Alaphilippe sollte einfach zu Cofidis gehen, dann erledigt sich auch das mit dem GK :D
    Sonst hier Viviani mit einem Sieg, passt, ein 2. wäre heute schön, aber Ewan ja auch gut. Oder die unzähligen Jumbos. Oder vielleicht erwacht Sagan aus seinem Sommerschlaf (der scheint irgendwie „unmotiviert“. Ja, Etappe geholt, sprintet wie eh und je bei jedem Zwischensprint, aber sonst, irgendwie war er auch schon aktiver, in Fluchten um durchzukommen, mehr versucht, scheint hier nur Routine zu sein, scheint nicht wirklich voll da zu sein. Und zeigt damit wie blöd dieses „Punktetrikot“ ist. Unterdessen ja auch am Giro. Aufhören mit diesen 700 PUnkten bei Zwischensprints, Ok, so 5-3-1 oder sowas ginge. Sonst im Ziel. Und idealerweise auf jeder Etappe gleich viele. Dann würde Sagan auch gewinnen, müsste aber was zeigen.

    Landa und Movistar.

    Movistar war diesmal im Gegensatz zu 18 da. Landa gut, im Pech, aber auch ohne die 2′ wäre er wohl nur 5. geworden. ZF zu schlecht (obwohl’s irgendwie ok war) und in den Alpen schien er irgendwie schlechter, zwar Val Thorens 3., aber vom Gefühl her wäre er eher 8. geworden wenn’s früher losgegangen wäre. Aber Landa gut. Valverde auch, nochmal Top 10, Helfer aber schon ok, mehr kann er nicht. Mal in die Flucht wäre was gewesen. Soler diesmal gut. Amador nonstop in Fluchten, auch stark. Quintana…. Top 10 gerettet, insgesamt auch ein Top 10 Fahrer hier, aber man erwartete halt mehr. Wer hätte vor 5 Jahren gedacht dass 2019 Pinot näher am TdF Sieg ist als Quintana??
    Wohl auch nicht alles top im Team, nix Hilfe für Landa, weil er „nicht konnte“… sorry, aber 300 Meter ganz schnell fahren und dann stehen kann jeder. Und Quintana war es der unzufrieden war wenn er nicht als klare nr 1 starten durfte… .Ha. Viel Glück mit Barguil. Oder besser gleich nicht zur Tour schicken, hoffen man kriegt ein Giroeinladung. Aber Quintana auch nicht mehr der Reisser…

    Uran: Ok, aber nicht top, 2. Pyrenäenetappe viel verloren. Sonst war er eigentlich nicht weit hinter den grossen 5,5 (Landa der halbe) Zeitverlust auf Buchmann: 22″ Tourmalet, 0″ Valloire, 0″ Iseran, 0″ (hätte aber natürlich was werden können, aber nicht automatisch, nicht bei Bernal mitkommen heisst nichts), 0″ Val Thorens. Aber eben 2’07“ da Prat d’Albis oder wie das heisst. Und 1’44“ durch die Windkante. 3’51“ die 2 Tage, ohne das wäre er auf dem Podest. Die 1’44“ ok, Pech, EF zu früh im Wind, als es dann brach hinten. Aber die 2’07“ halt 2’07“, der KV zwar mit wenn und aber, aber grundlos. Die hat er verloren, dürfte er nicht. Und auch ohne, Tourmalet passt am besten, er war irgendwie best of the rest. Mit Tignes hätte er gute Chancen gehabt Alaphilippe auch noch zu holen, wäre dann 6., so 7. Keine schlechte Tour, aber halt insgesamt doch ein kleine Lücke zur absoluten Elite.

    Barguil: 10. solide, aber nicht brillant, war 2016 besser, aber 2017 viel mieser. Nur 7’32“ zurück, er war damit der letzte der guten, passt also mit den Top 10, das waren die Helden unter 10′, dahinter kommen die Starpotentiale zwischen 10’+20′ (nur eins da, passt, 12’05“, dann schon die teuren Würste mit über 20′. Barguil also Best of the rest after the rest oder so. Oder worst of the best. 3. über den Iseran, das KV GEfühl sagt der hätte dann nach Tignes bezahlt, eher wieder hinter Uran, Barguil übernimmt sich ja auch lieber als nicht. Angriffe ins Zugtempo die nirgendwohin gehen und so… Aber es war eine gute Tour, weniger spektakulär als 2017, aber gar nicht soooo viel schlechter. Team sonst natürlich zum vergessen, 6 der 8 Fahrer nicht zu gebrauchen, können zu Cofidis, Barguil gut, Gésbert zeigt Potential, hatte seine guten Tage. Während Moinard, Bouet, Greipel und co für nichts waren.

    Oh, noch Fuglsang, ja auch unglücklich out.

    15″ hinter Barguil am Tourmalet, mit Barguil am Tag danach. Im GK 1’55“ vor Barguil da. Nach KV wäre er dann in einem harten Kampf mit Barguil um den best of the rest of the rest gewesen. Dann hätte Barguil einen Titel weniger, entweder den oder worst of the best. SAh alles sehr nach was jetzt Platz 9-11 wäre aus. Evtl Alpen besser.. möglich, aber eher nicht denkt der KV. Flucht evtl möglich, aber dann wäre man nach dem Izoard wohl härter gefahren, war ja viel näher dran als Quintana zu dem Zeitpunkt. Ok Tour bis er Pech hatte, aber eben so ungefähr wie vom KV erwartet… der einzige der sich an KV Vorgaben hält offenbar, guter Mann. REst des TEam ohne ihn etwas verloren dann. LL Sanchez nur einmal in der Flucht? Erwartet mehr. Lutsenko stark, Valloireflucht, dann am nächsten Tag wieder geflüchtet? Bilbao nicht toll, Fraile nur am Ende gesehen? Oder mal vorher… ah ja, Gap, da ganz mies. Izagirre öfter gesehen, aber auch nicht wirklich stark, der war aber mehrmals in der Flucht, oder? Fuglsang wie erwartet, Lutsenko der Lichtblick, will der in 2-3 Jahren auch einen Alaphilippe machen? Wird schon konstant besser, der grosse Durchbruch (der bei Klassikern kommen sollte, oder dann mehrere GT Etappen) fehlt noch.


    Leitplanke

    #750598
    Kanarienvogel
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    Original von Krollekopp
    Ja von der Wertung her so noch die beste Lösung für die Iseranetappe.

    Aber weiss jeamnd, wann der Erd- oder Schneerutsch – oder was auch das war – genau war? War das wirklich erst nachdem oder kurz bevor die Fahrer die Kuppe des Iseran passiert hatten? Ich hatte gedacht, dass das schon was eher stattgefunden hat.

    Dann die Teams direkt informieren, dass es ein Problem gibt, dass noch nicht klar ist, was die Lösung ist, aber dass eine Möglichkeit ist, dass das Ziel am Iseran sein wird. Dann haben die Teams/Fahrer die Möglichkeit ihre Taktik anzupassen.

    Buchmann: TdF halt einfach im Schnitt stärker besetzt, gerade in der absoluten Spitze (bisher Froome, zukünftig Bernal,…) und Nummer 1 Sky Ziel. Daher für mich Giro und besonders Vuelta deutlich eher vorstellbar. Gibt natürlich hin und wieder auch ne Tour wie die diesjährige, bei der aus verschiedenen Gründen alles offen ist, da ein Sieg durchaus möglich. Aber sowas passiert ja auch eher selten und dann ist er nur einer von mehreren Kandidaten.

    Kurs: Ja, war gut, gerade Mittelgebirgsetappen. Passte auch das die Spannung blieb, wobei das natürlich auch immer Glückssache ist. Das Ganze aber doch ein bischen zu berglastig. Gerade wenn Bernal das nächste große Ding wird, wären etwas mehr ZF-Kilometer schon gut, gerne anstelle der MZF-Kilometer. Und natürlich gerne auch mal Bergetappen die wirklich zum frühen Angriff einladen (wie z.B. Finestre). Heuer ja nur Iseran-Etappe, bei der Bernal ja dankenswerter Weise auch angegriffen hat, aber normalerweise geht da ja eher nix vor dem Tignes.

    Wann genau weiss der KV nicht, aber soll alles schon relativ kurzfristig gewesen sein. Genaue Timeline irgendwo wäre praktisch.
    Der KV nimmt an war vor dem Iserangipfel (ein Pass zwar kein Gipfel), aber ASO hat ja auch nicht überall einen offiziellen vor Ort… zuerst jemanden hintöffen, anschauen, denken, entscheiden, bis da waren die ja wohl in der Abfahrt? Nach Britsportlern soll die erste Idee die mit dem Tunnel-halt-neutralisieren-weiter gewesen sein, aber mit dem Erdrutsch dazu, dazu die Möglichkeit dass es andere gibt dann doch abgesagt wohl.

    Iseran: Lag an Alaphilippe… ohne den wartet man schon eher auf Tignes. Mit ihm… auch ohne Bernal hätte man es da versucht denkt der KV. Dann halt vielleicht sowas wie die Thomasgruppe vorne weg. Das und schwächeres Ineosteam, aber nächstes Jahr mit Carapaz-Bernal-Thomas-Froome… und dann führt wohl Kwiatowski vor Poels die 10 Mann gruppe mit Adam Yates, Dan, Tony und Guillaume Martin über den Gipfel…während Castroviejo und Van Baarle 50″ weiter hinten an den Movistars hängen.


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    #750599
    Kanarienvogel
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    TdF Ticker zeigt um 16:39 das Klassement oben auf dem Iseran. Also wohl Bernal 16:37 oder 38 rüber. 16:44 steht dann das Rennen gestoppt.

    Also der Hagelsturm ganz sicher noch im Aufstieg die Frage halt wann genau.


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