Tour de France 2019

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  • #750600
    Krollekopp
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    Ja, alles unter Zeitdruck, und muss schnell was entschieden werden. Kann schon passieren.

    Aber sollte man sich für die Zukunft zur Regel machen, wenn sowas passiert, erst mal die Teams informieren und parallel nach einer Lösung suchen.

    Alaphillipe: Würde auch erst mal voll auf Olympia gehen, ist halt nur alle 4 Jahre. Hat Dumoulin damals nach seiner Durchbruchsvuelta auch so gemacht. Aber dann definitiv mal GT-GK probieren.

    #750601
    midas
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    Mas: soll wohl zwischendurch gekränkelt haben. Hört sich plausibel an, hintenraus ja eigentlich wieder recht gut da.

    Kämna hat mir auch noch ganz gut gefallen, in den Alpen aktiv und sah auch nicht schlecht aus. GK-Potenzial durchaus da. Ist ja immer ein gutes Zeichen, wenn ein junger Fahrer sich in der letzten Woche noch zeigen kann.

    Und Movis noch: Quintana mit dem guten Tag und der Etappe am Galibier, sonst sah er mir eher nach knapp hinter Top10 aus, hatte ja immer Probleme bei den besten dranzubleiben. Gab offenbar schon Stress mit ihm. Unzue scheint ja jetzt doch versuchen Landa zu halten, was ja auch intelligent wäre. Landa oder Carapaz, da sollte er schon einen halten. Carapaz aber schon sicher Ineos wie es aussieht. Geld müsste ja auch noch übrig sein, Carapaz sicher noch recht günstig diese Saison, aber mit Quintana weg müsste ja großer finanzieller Spielraum da sein, der sicher nicht 1:1 in Mas gehen dürfte.

    #750602
    Kanarienvogel
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    Ja, klar, Quintana weg, Kohle sollte da sein. Landa bleibt scheint ja eigentlich gut auszusehen? Und viel teurer wenn überhaupt wird der ja nicht, war schon teuer. Könnten noch einen holen, falls irgendwer frei ist. Kwiatkowski als Ersatz für Valverde bei den Klassikern!

    Kämna ja, auch sehr gut.

    Mal zu heute:

    *****E. Viviani
    **** D. Groenewegen, C. Ewan
    *** P. Sagan, A. Kristoff, M. Trentin
    ** J. Alaphilippe, J. Stuyven, M. Matthews, O. Naesen
    *S. Colbrelli, M. Teunissen, G. Van Avermaet, N. Politt, N. Bouhanni

    Ewan zwar irgendwie bisher der stärkste, aber heute Viviani! Oder doch Nacer?


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    #750603
    Kanarienvogel
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    Ewan. Damit ist er jetzt der beste Sprinter der Welt.

    Viviani wieder irgendwo weit hinten, der mag einfach Züge nicht…. ok, letztes Mal mit dem perfekten hat er’s ja verhauen. Dafür Richeze dann gut. Und Bonifazio? So mies wie Greipel bisher, plötzlich da?


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    #750604
    midas
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    Muhaha Nacer :-)

    Tatsächlich Ewan jetzt Sprintkönig. Viviani auch gearbeitet für Alaphilippe, hier dann nicht so frisch? Ganze Saison aber nicht so gut wie letztes Jahr.

    #750605
    Piak
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    So, vorbei also. Tolle Tour, Wetterpech, aber noch das beste draus gemacht. Ob Bernal durchgekommen wäre, da bin ich nicht so sicher, aber insgesamt war er der Stärkste und hat verdient gewonnen. Ich befürchte eine Bernal-Dominanz die nächsten Jahre, die Armstrong & Co in den Schatten stellt, sollte er nicht abheben, denn was der alles schon an Verletzungen eingesteckt hat in dem Alter und trotzdem jetzt schon so da ist …

    Sky/Ineos sehe ich etwas anders als die meisten. Mit Froome wäre Bernal wohl erster Helfer gewesen. Ich glaube, damit wäre die Dominanz noch schlimmer als früher. Was soll eigentlich die Transferpolitik? Komplettes Podium als Ziel?

    Buchmann haben die Verkürzungen wohl am meisten geschadet. So wie er Kruijswijk in den Bergen bis dahin Zeit abgenommen und EFZ und MFZ fast ausgeglichen und der in der ersten Alpenetappe gewackelt und über schlechte Beine geklagt hat, wäre Buchmann mit einiger Wahrscheinlichkeit 3. geworden mit vollen Etappen. Ich war weniger überrascht, denn die Gründe für das Nachlassen bei der Vuelta 18 waren klar bekannt, fraglich war nur, ob die Korrekturmaßnahmen fruchten würden.

    Mich hat am meisten Kämna überrascht. Der war ja nicht nur aktiv und hat in den Gruppen auch gearbeitet, sondern selbstbewusst auch die anderen angetrieben. Und die letzte Bergetappe dann mit den Favoriten gefahren und besser als einige, für die es um viel ging. Nachdem er monatelang aus unklaren Gründen/Erschöpfung pausieren musste, hatte ich schon an das nächstgehypte deutsche Megatalent mit Herklotz-Karriereverlauf gedacht. Aber so … er hat ein Riesenpotential.

    #750606
    Kanarienvogel
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    Bernal Dominanz, kann passieren. Andererseits… siehe Quintana. Wer so jung schon so gut ist, verbessert sich ja eigentlich nicht mehr wirklich, die Frage ist nur wie lange man dieses Topniveau halten kann.
    Andere Frage wie das 2020 läuft. Froome wenn er sich erholt. Hat Vorrang. Thomas will gar nichts anderes fahren. Gut möglich dass man Bernal dann halt 2020 den Giro gewinnen lässt. Was natürlich auch Dominanz wäre, halt nicht nur TdF.

    Und ok, mit Froome wäre man natürlich schon enorm stark gewesen. GK mässig, Teambreite aber immer noch nicht. Kwiatkowski mies, Moscon unterirdisch, Poels am Schluss da, seine Rolle ja eigentlich immer die alle 2 Bergetappen was zu bringen, nicht jede, diesmal war er aber eigentlich nur 1x wirklich da?

    Was waren die Gründe für Buchmanns Nachlassen an der Vuelta? Der KV da nicht aufgepasst.

    Noch ein bisschen Enttäuschungen:

    Porte: Ja, fertig. Top 10 Potential hat er noch, mehr nicht. Andere Vorbereitung, obwohl’s ja nicht daran lag, alles auf die Tour, hat nichts gebracht, falls er nächstes Jahr sein normales Programm fährt und wieder in die Top 10 kommt hat’s sogar geschadet. Ist nicht komplett abgefallen, aber die guten Tage waren schlecht, dazu hatte er dann noch schlechte Tage, wie Val Thorens. Der KV erwartet Porte weit vorne, dachte der hat’s noch. Klar nicht mehr.

    Bardet: Zum ersten Mal wirklich mies, sonst auch nach miesem Start noch ok, diesmal nicht. Erbsen, unbeeindruckend. ETappenjagd chancenlos gegen Quintana, an anderen Tagen auch nicht annähernd der stärkste vorne (war sonst auch in Fluchten, oder?) Mit dem 15. Platz wurde seine Leistung sehr gut belohnt…. Jetzt 2 schlechtere Touren, letztes Jahr war ok, halt ein schlechtes Jahr, aber im Vergleich zu 19 war das stark. Geht der den Quintanaweg? Früh abbauen? Durchaus möglich. Ob mal Giro fahren hilft also unklar, falsch aber wohl eh nicht. Sollte aber mit der Vuelta 19 anfangen, nach so einer miesen Tour, Vuelta!

    Martin: mies los, mieser beendet. Pyrenäen schlecht, aber immer noch auf Top 15 Kurs, war genau 15. nach den Pyrenäen, eine Viertelstunde vor Bardet. Alpen… brrrr. Galibier eine halbe Stunde verloren, Iseran in der Flucht, aber 10′ hinten, Val Thorens dann immerhin 19. also seine beste Etappe überhaupt ,aber war auch in der Flucht, oder? Ganz miese Alpen trotzdem. Für den KV auch unverständlich, der war doch in der Vorbereitung ok, eigentlich war der gewohnte Platz 6-10 zu erwarten, je nach Ausfällen und so. Aber gar nichts.

    Adam Yates. Der auch, letztes Jahr ein Sturz? Oder etwas das ihn behindert haben könnte. Dieses Jahr lief alles perfekt, er war aber überhaupt nicht da. Vorbereitung stark, sah alles gut aus, Tirreno, Catalunya, Baskenland alles ok. Dauphiné vor der letzten Etappe dann raus, im GK auf Platz 2 liegend, vorher war er mal in Führung. Daran kann’s kaum liegen, oder? Irgendwie noch mieser als letztes Jahr…. obwohl er da auch 29. wurde… und noch 45″ mehr Abstand zum Sieger hatte. Aber irgendwie 2018 teilweise einigermassen ok, diesmal durchgehend mies. Ausnahme Val Thorens, aber das war halt eh speziell… Mal in der Flucht, absolut chancenlos. Auch hier, der KV weiss nicht warum. Bis auf die GTs hält er mit Simon gut mit, gleich gut, jetzt 2 Jahre nacheinander gar nichts an der Tour.

    Etwas enttäuschend schlussendlich auch Woods, kein Giro, obwohl man den Giro erwartete, TdF Debut, früh mal im Pech, danach aber auch nicht wirklich beeindruckend.


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    #750607
    Pepe
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    Es gibt eine Erklärung für UAEs schlechte Leistungen. Die Energy-Drinks waren schlecht :D

    Woods angeblich Rippen gebrochen. Der ging ja schon stark los. Aber wohl eher nur angeknaclst, sonst hätte der am Ende kaum so mitfahren können


    Nooit eerder heb ik zo’n koude voeten gehad

    #750608
    Carlos
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    Original von Kanarienvogel
    Was waren die Gründe für Buchmanns Nachlassen an der Vuelta? Der KV da nicht aufgepasst.

    In der ARD haben sie von einer Ernährungssache gesprochen. Er hat wohl im Laufe der Vuelta zugenommen.

    #750609
    Krollekopp
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    Sky nächstes Jahr, denke eher alle 3 zur Tour. Wenn Froome überhaupt auf Topniveau fahren kann, wird er die Tour wollen (wenn nicht, gar keine GT oder Vuelta zum einrollen für 21). GT sehe ich auch so, will nur die Tour. Denke aber Sky will Bernal auch dabei haben, ist die sicherste Bank im Moment, und Toursieg das was für die wirklich zählt. Carapaz kann dann wieder den Giro leadern.

    #750610
    Piak
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    Quote:
    Original von Kanarienvogel
    Bernal Dominanz, kann passieren. Andererseits… siehe Quintana. Wer so jung schon so gut ist, verbessert sich ja eigentlich nicht mehr wirklich, die Frage ist nur wie lange man dieses Topniveau halten kann.
    Andere Frage wie das 2020 läuft. Froome wenn er sich erholt. Hat Vorrang. Thomas will gar nichts anderes fahren. Gut möglich dass man Bernal dann halt 2020 den Giro gewinnen lässt. Was natürlich auch Dominanz wäre, halt nicht nur TdF.

    Was waren die Gründe für Buchmanns Nachlassen an der Vuelta? Der KV da nicht aufgepasst.

    Der Ansatz, dass sich Bernal nicht mehr groß verbessern wird, weil er das Topniveau schon so jung errreicht hat, ist natürlich sehr wahrscheinlich. Meine Befürchtung war eher, dass er mit seinen Verletzungen gar nicht so stark fährt, wie es sein Potential jetzt schon hergibt.

    Buchmann versuche ich mit laienhaftem Verständnis zu erklären. Man findet aber auch irgendwo was von Dan Lorang dazu. Offenbar hat Buchmann bei der Vuelta die Ernähungsumstellung während der GT nicht vertragen. Er hat wohl vorher für seine ~60 kg sehr wenig Kohlenhydrate zu sich genommen. Deshalb hat sein Körper das bei der Vuelta wohl ständig eingelagert, weshalb er von Tag zu Tag dicker, zuletzt gar ein wenig aufgeschwemmt wirkte. Nicht zu essen war natürlich auch keine Alternative. Die Lösung war jetzt, auch in der Vorbereitung schon ähnlich kohlenhydratereich zu essen, damit der Körper nicht mehr auf die Idee kommt, das besonders speichern zu wollen. Hat offenbar geklappt, Leistung stimmte ja und optisch wirkte er sehr schlank auch zum Schluss.

    #750611
    Pepe
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    Meine Vorher-Nachher-Erkenntnisse der Tour 2019 btw:

    Alaphilippe:
    Bis 2016 dachte ich, der kann auch längere Berge. California zweimal gut, DL 2016 auch. Dann aber immer bei längeren Anstiegen enttäuscht bei Rundfahrten, wo ich dachte er wäre Favorit. PN 17, PN 18, Pais Vasco 18.
    Deshalb schon nicht mehr recht auf der Rechnung gehabt für Rundfahrten mit größeren Bergen. Und dann fährt der so eine Tour…

    GTs 2020 wegen Olympia und WM erstmal nicht auf der Agenda sagt er.
    Da denke ich aber wird er als Puncheur-Typ immer der sich-soeben-rettende-Typ sein. Und das reicht i.d.R. nicht für ein Podium. Das kann ich mir erst vorstellen, wenn er im Alter – ähnlich wie Gilbert – mehr und mehr zum Dieselmotor wird.
    ABER: Nach der Leistung muss er doch nun der überragende Favorit für alle einwöchigen Rundfahrten sein. Die PN und Baskenland-Berge muss er nun doch locker überleben können. Romandie, Suisse, DL auch. Dazu ist er mittlerweile ja sowas wie der weltbeste Zeitfahrer auf kupierten Strecken.

    Caleb Ewan: 2017 gehört er zu den schnellsten Flachsprintern. 2018 scheint er im einfachen Sprint etwas verloren zu haben, dafür nun aber top wenn es anspruchsvoller wird. Stirling-Etappe, MSR 2. und als Krönung bei der California-Etappe mit dem steilenbHügel kurz vorm Ziel in der Gruppe mit den GK-Favoriten. 2019 dann zunächst so weiter. Hatta Dam, Istanbul, 2 ETS beim Giro, aber nur bei den ganz langen Etappen. Bei „normalen“ Sprints ist er nicht ganz auf der Höhe mit den Besten. Tour auch nicht überlegen los, dann aber der Wandel. Zum Ende drei ETS nun aber bei ganz klassischen Sprints gegen Groenewegen, den vermeintlich aktuell besten Sprinter.

    Jetzt die Frage, wie es weitergeht. Weltschnellster bei Flachsprints und dazu noch haltbar? Oder verliert er wieder bei einer Disziplin.
    Bisher 2020: Schwalbe Classic überragend schnell, Stirling berganSprint auch eine Liga besser als alle anderen. Dann den Flachsprint danach auch den so schnellen Bennett übersprintet. Bei den Hügeln auch immer erstaunlich lange im Feld dabei. Das spricht dafür, dass er nun der alles überragende Sprinter ist.
    Race Torquay dann aber früh rausgefallen.

    Egan Bernal:
    Tour-Sieg eigentlich zu früh. Gar keine optimale Saison gehabt. Schlüsselbeinbruch vor dem Giro, dann in Tour reingerutscht. Suisse von der Verletzung zurückkommend direkt gewonnen und dann noch Toursieg nach eher mäßigem Start. Wird er jetzt der Seriensieger für ganz lange Zeit?


    Nooit eerder heb ik zo’n koude voeten gehad

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