Verfasste Forenbeiträge
-
AutorBeiträge
-
@ CrazyIvan: Gruppenstürzen entgeht er, ja, aber selbst legt er sich schon oft hin, meist übermotiviert wie z.B. bei P-R.
Roglic ist doch da, wo er nach der Vorbereitung jetzt sein sollte und wird vermutlich den spätesten Formhöhepunkt haben. Allerdings hat er jetzt schon ziemlich viel ziemlich unnötig kassiert.
Pogacar wird jetzt hoffentlich ruhiger fahren, der ist ja, was selbstverschuldete Stürze angeht, in einer Bruchpilotenkategorie mit Roglic, nur, dass es bei ihm meist weniger Folgen hat.
Positive Überraschung Lipowitz, negative Skjelmose. Vingegaard auch leicht schlechter, hätte ich zumindest vor/bei Almeida erwartet. Rest für mich im Bereich des erwarteten soweit ich es überblicke.
Ich kann die Namen nicht so gut zuordnen, ich glaube der Migels war es. Allgemein finde ich die auf Eurosport schon nicht uninteressant, und viel besser als im ÖR, wo Stuss am laufenden Band verzapft wird. Allerdings bekommen sie oft die Rennsituation nicht richtig mit, weil sie selbstverliebt in ihrem Diskussions- und Plaudermodus verhaftet sind.
-
Diese Antwort wurde vor 11 Monaten von
Piak geändert.
Zeiten jetzt doch alle relativ schwach geworden, geänderter Wind wird beklagt. Mal sehen, ob das für die Tageswertung noch eine Rolle spielen wird.
Was redet der auf Eurosport da. Über südamerikanische Wettbewerbe erfährt man wenig, weil ja auch Südamerikaner in der Gesamtwertung von GT’s selten eine Rolle spielen? Soviel Unsinn in einem Satz ist auch ein Kunststück.
Es gibt durchaus Fälle von Überheblichkeit und Arroganz, z.B. ausgeprägt beim jungen Evenepoel. Das kann sich aber auch ändern, spätestens seit Mäder ist er für mich durchaus zum Sympathieträger geworden. Bei Pogacar ist mir diesbezüglich nichts bekannt und mit den Erläuterungen von KV sind seine Rennaktionen eigentlich genug ausgedeutet.
Del Torro aber nur als Helfer für Großschartner eingesetzt. Aus Marketinggründen (und vielleicht aufgrund vertraglicher Absprachen) soll letzterer unbedingt die Rundfahrt gewinnen dürfen und bekommt da ein GT-maßiges Helferteam. Neben den edlen del Torro und Majka noch Covi, Baroncini …
Vor dem Zeitfahren alles sehr spekulativ. Aber gegen die Theorie einer Sicherheitsfahrt von Roglic sprechen dessen Äußerungen bei RSN so übersetzt: “Für mich war es ein harter Start in diese Tour. Ich leide sehr an diesen Tagen, um durchzukommen. Ich will natürlich immer gewinnen, aber in diesem Fall sind mir die Zeitabstände egal. Ich gebe Tag für Tag alles und wir werden sehen, was am Ende herauskommt.“ Der wird wohl noch nicht richtig fit sein und hoffen, dass es in der dritten Woche dann besser geht. Aber groß Alternativen hat man bei bora ja nicht. Vlasov nicht da und Lipowitz stößt auch schnell und deutlich an seine Grenzen. Der war ja wohl auch schon früher mal weg.
Mal sehen, ob die Pogacar-Show morgen weitergeht. Wenn ich mir die Veränderungen bei Vingegaard ansehe, bin ich gespannt, wie sehr zulasten das seiner Bergbeine geht, aber das werden wir erst später sehen. Mich würde jedenfalls nicht überraschen, wenn er da deutlich gegenüber Pogi absackt.
Kämna hat sich mittlerweile doch öffentlich dazu geäußert und gesagt, dass es zu früh gewesen wäre und es bis vor drei Monaten noch nicht sicher war, ob er überhaupt noch mal auf Profiniveau fahren könne. Aber es geht bei der Diskussion nicht um Kämna, sondern darum, dass Skjelmose bei Lidl für diese TdF ziemlich allein gelassen wird. Daher die Frage, wen sie denn für die echten Berge hätten aufstellen sollen. Beim Giro hatten sie trotz Pedersen ein echtes Berg+Hügelteam für Ciccone und außer Doppelstartern kommen eigentlich nur noch Tao und Kämna infrage. Da Tao außer Form und für die Vuelta geplant ist, hatte ich die Kämna-Frage gestellt. Allerdings bin ich schon der Meinung, dass sie Skjelmose doch etwas mehr Unterstützung hätten geben sollen. Die von Dir genannten sind dann doch in der Tendenz eher hügelig wirklich gut. Verona wäre gut gewesen und müsste einen Doppelstart eigentlich auch wegstecken oder meinetwegen auch noch der alte Mollema, weil Kämna eben noch nicht so weit ist.
Dachte eigentlich, sie würden Kämna schon als Berghelfer einsetzen. Ist doch weit genug dafür nach den Eindrücken von TdS und DM. Soll der zur Vuelta? Da steht im Augenblick nur Tao, der nun bei Lidl wirklich noch nichts gezeigt hat. Also evtl. Kämna Vuelta leadern lassen …
Ja, Zimmermann und SChiffer die stärksten nach meiner Wahrnehmung. Schon verdient nach dem Defektpech, Schiffer hätte aber mehr gefreut.
Carapaz raus wegen Krankheit, Ärzte untersagen Flug.
Bei Roglic weiß man auch nicht, wie angeschlagen er dann wirklich ist oder war. Die letzte Vuelta war ja auch bei weitem nicht fit, sondern mit lang geheimgehaltenen Sturzbeeinträchtigungen. Kann gut sein, dass die planen, dass es wirklich mit GK nicht geht. Allerdings hat Bora seit Jahren immer wieder zu wenige Bergfahrer im GK-Team, das ist auch allgemeine Strategie.
Skjelmose vor C. Rodriguez und Mas in Andorra, dürfte wohl damit wieder da sein.
1. Pogacar, 2. Vingegaard, 3. Roglic, 4. Evenepoel, 5. Carapaz (wenn er will), 6-8. Almeida, Mas, Skjelmose. 9-12 Jorgenson, Lipowitz, O’Connor, irgendein Yates wäre meine Einschätzung. UAE dieses Jahr weniger dominant, daher muss Alemeida vermutlich mehr arbeiten, die Top 4 sind aus meiner Sicht weit weg, daher kein Podium ohne Stürze oder besondere Verletzungsfolgen …
Aber hier soll es ja um die TdS gehen, die wird Almeida sich heute schon holen.
Damit Almeida bei der Tour aufs Podium kommt, muss schon sehr, sehr viel passieren, da ist 6-8 doch sehr viel realistischer, wenn man mal Stürze außer acht lässt. Platz 5 vielleicht, wenn Carapaz wirklich nicht auf GK fährt.
Kämna nach der lebensgefährlichen Verletzung ganz langsam auf dem Weg zurück. Wenn der zur Tour geht, dann nur als Helfer Nr. X. Bei ihm wurden mehr oder weniger die gleichen Diagnosen kommuniziert wie bei Vingegaard, nur dass die Kommunikation da wohl der Wahrheit entsprach.
Gut, wenn wir jetzt tief in die Kiste greifen, können wir natürlich auch mit den zig Dopingbefunden bei Merckx anfangen. Groß aufkam das ganze dann mit P. Delgado, dem Toursieger von 1988, der bei dem Rennen positiv getestet wurde. Da sieht man übrigens, dass es mit legal/illegal auch nicht so einfach ist. Das Verschleierungsmittel, das ihm nachgewiesen war, stand zwar auf der Dopingliste des IOC nicht aber der UCI (die waren wohl zu langsam). Aber schon damals war die unmittelbare Konkurrenz, der Tour-Zweite Steven Rooks auf EPO, hatte aber trotzdem mehr als 7 Minuten Rückstand. Es gab und gibt m.E. keine dopingfreie Zeit und auch heute werden mehr oder weniger alle das gleiche nehmen. Das gilt aber nicht nur für den Radsport und alle anderen üblichen verdächtigen wie Leichtathletik, Schwimmen, Skilanglauf, sondern auch überall sonst, wo besonders viel Geld drin steckt, bekanntermaßen und nachgewiesen ist das im Fußball, sicher aber auch Tennis usw. Ist einfach Alltag, wenn ich überlege, wie viel ich von meiner beruflichen Konkurrenz mitbekomme, die sich Methamphetamine und anderes zur Leistungssteigerung oder zum Durchhalten reinpfeift. Von daher finde ich die Dopingdiskussionen im Radsport auch ziemlich albern. Bringt halt Schlagzeilen … Ich will übrigens damit nicht den Dopinglegalisieren das Wort reden, die Verbote sind schon sinnvoll um schlimmste Auswüchse zu verhindern, man darf aber nicht auf den Gedanken kommen, dass die da irgendwie sauber unterwegs wären. Trotzdem lösen Auffälligkeiten natürlich Spekulationen aus, das sind aber nicht Pogi und Jonas, sondern eher unerwartete Leistungssteigerungen von Durchschnittsfahrern (XDS-Performance dieses Jahr z.B.).
Wohl wirklich ein Novum, dass ein GT-Führender auf der letzten Bergetappe einfach die Gesamtwertung durch Totalverweigerung jeder Führung herschenkt. Carapaz liegt natürlich richtig, wenn er sagt, dass er drei Mal für del Torro das Loch zu Yates zugefahren hat und es dann auch mal gut ist – sonst gewinnt Carapaz den Giro nämlich auch nicht. Del Torro durfte wohl nicht, weil es immer hieß, noch einen Kilometer, dann sind McNulty und Co. wieder da. Aber spätestens 10km vor Gipfel hätten sie halt mal reagieren müssen und sehen, dass die eben nicht zurückkommen oder wenn, dann so langsam und k.o., dass sie keine wirkliche Hilfe mehr sind. Also Desaster im Teamwagen.
Alternative Szenarien, wenn del Torro auch ein bisschen gefahren wäre? Wird man natürlich nie wissen. Yates sah heute für mich schon so aus, dass er deutlich der stärkste war. Nur – hätte das gereicht, um wegzukommen? Man sah ja, wie leicht del Torro alle Versuche von Carapaz gekontert hat. Auch wenn er vermutlich der schwächste der drei am Berg war, hätte es vielleicht zum neutralisieren auch von Simon gereicht.
Alles in allem: Ein sehr erfreuliches Ende mit einem sehr verdienten Sieger, dem man das schon sehr lange gönnen musste. Zweifel bleiben, ob das Ergebnis anders gewesen wäre, hätte UAE heute andere Entscheidungen getroffen.Hat offenbar bei Almeida gelernt. Andererseits, wenn ihn schon das Tempo von Aleotti überfordert …
@ KV: ich erinnere mich an einige Berichte nach der letzten Vuelta, die TdS als großes Ziel ansahen neben der TdF natürlich. Habe jetzt nur den gefunden, da allerdings statt Vuelta (was nicht so viel Sinn macht, denn Giro, TdS und TdF sind ein ziemlich sinnloses Unterfangen in meinen Augen. https://www.eurosport.de/radsport/vuelta-a-espana/2024/wichtiger-als-der-vueltasieg-trainer-von-primoz-roglic-verrat-die-zwei-wichtigsten-ziele-des-slowenischen-radsportstars_sto20036354/story.shtml
Zum Giro: Habe mir mal etwas die Ergbnislisten von del Toro genauer angesehen. Weiß nicht, wie viel er jeweils helfen musste, aber in den hohen Bergen war doch entweder das Starterliste eher schwach wie am Col de la Loze oder es waren andere doch besser. So stark er also auch gerade aussieht, das muss er schon noch beweisen. Carapaz für mich gerade die sicherere Wette für die Top 3. Wenn er aber wirklich den großen Schritt gemacht hat, gewinnt del Toro.
Zu Lipowitz: Angeblich ist Visma an ihm dran, ob er also bei RBH seinen nächsten Schritt macht doch fraglich.
Am Anfang der Giros ist er ja noch gesprintet und hat ja auch da mal Sekunden geholt. Dass er dann aufgehört hat mitzusprinten ist schon einleuchtend mit der Verletzungserklärung. Insofern halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass es bora-Kommunikation ist. Die Tour gewinnt er aber halt nur, wenn Pogacar und Vingegaard rausstürzen. Eigentlich wollte er ja dieses Jahr nicht den Giro fahren, sondern die TDS gewinnen. Geändert hat man das wohl hinsichtlich der Starterliste von Giro und Vuelta und den jeweiligen Siegchancen. Auf jeden Fall wäre das aus meiner Sicht das sinnvollere Ziel als unbedingt das Tour-Podium ohne echte Siegchance. Immerhin hat er ja damit die Chance, alle wichtigen Rundfahrten bis auf TDF abzuhaken. Gibt wohl nicht viele, die das in ihrem Palmares haben, wenn überhaupt (Statistiker unter uns? Wer hat alle wichtigen Rundfahrten unterhalb von GT’s gewonnen?).
gelöscht, sorry, falscher Faden
-
Diese Antwort wurde vor 1 Jahr von
Piak geändert.
Interessant, dort dann schneller als auf der Seite des Veranstalters.
-
Diese Antwort wurde vor 11 Monaten von
-
AutorBeiträge
