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Nein, fährt er nicht, wenn nicht noch umgestellt wird. Er ist den Giro ja gefahren, um den Aliens auszuweichen.
Pogi soll ja schon seit 2 Tagen auf dem Weg der Besserung sein (was auch immer man von den Verlautbarungen halten mag. Immerhin haben die Reporter bestätigt, dass er schon länger mit Erkältungssymptomen anzutreffen war, insofern kann es gut sein, dass es stimmt. Denke jedenfalls nicht, dass er schwächer wird als am Ventoux.
@ Cyclo Kun: Der Umgang mit Krankheiten ist im Radsport tatsächlich fragwürdig. Lange Intensivbelastungen sind bekanntlich Gift. Dass allerdings momentan das halbe Peloton was hat, hat Pogi ja nun bestätigt und ihn selbst hat es auch ziemlich erwischt. VdP jetzt raus, nachdem sich seine Krankheit zu einer ausgewachsenen Lungenentzündung entwickelt hat. Allerdings war das schon immer so. Der Umgang mit leichteren oder ernsthafteren Erkältungskrankheiten ist immer auch ein taktisches Spiel, ebenso mit Verletzungen (siehe Jonas letztes Jahr). Wenn es nach außen dringt, wird es oft ernster gemacht als es ist, wenn verheimlicht, versucht man Stärke vorzutäuschen. Da die Manöver bekannt sind, gibt es eben auch alles dazwischen. Generell ist es aber so, dass durchaus eine Mannschaft besonders führt oder wie heute sogar offensiv fährt, wenn der Chef kränkelt oder schlechte Beine hat. Es ist nicht nur täuschen, sondern auch neutralisieren, indem man so schnell fährt, dass keiner unbedingt attackieren will, dennoch so, dass der Chef noch mitkommt.
Heute war wohl klar, dass Soler & Co. nicht weit mitfahren können, wenn es in den Anstieg geht, also vorfahren, damit nicht alle gleichzeitig zurückfallen, sondern jeweils noch kurz helfen könnten als Sicherheitsmaßnahme. Da Pogacar nicht distanziert war, haben sie sich dann geschont. Es hätte ja keinen Sinn gemacht, sich noch 400m vor Vingegaard einzuspannen, hätte allenfalls dem noch geholfen oder wäre gedacht, unbedingt die Spitzengruppe zu holen. Kosten potentiell hoch, Nutzen jedenfalls gering und lieber auf Erholung/Gesundung für die nächsten Tage hoffen, die von weiterem Tiefgehen eher beeinträchtigt wäre. Anders die Visma-Fahrer, die wollten es für Vingegaard noch mal schnell machen. Heißt nicht, dass sie wirklich stärker waren als die UAE’s (kann aber schon sein), sie hatten nur im Gegensatz zu denen einen Job zu erledigen.
Dass Profiradsport keine besonders gesunde Veranstaltung ist, sollte allgemein bekannt sein. Corona war noch mal was anderes wegen Übertragbarkeit und Langzeitfolgen gerade im Profisport …UAE-Team halt fast kollektiv krank. Gruppentaktik war wohl bloß 1. Stärke demonstrieren, die man nicht hat, 2. Die Hoffnung, krank noch irgendwie helfen zu können, wenn man von vorn zurückkommt. Hat wahrescheinlich nicht funktioniert, wurde aber auch nicht notwendig. Wäre interessant gewesen, wenn Pogi sie gebraucht hätte. In jedem Fall aussichtsreicher, als bis zu diesem Zeitpunkt ohnehin abgehängt zu sein. UAE-Taktik zu 100% richtig, auch wenn es schwerfällt, das einzugestehen. Pogi auch krank mit Jonas auf Augenhöhe.
Er hat jetzt über 3:30 auf den nächsten Verfolger, vor Alpen und Ventoux und Alpen. Auf die Rundfahrt hochgerechnet sind das nach wie vor Welten. Natürlich kann man jetzt Windkantenargumente bringen, aber das Zerpflücken von Einzeletappen bringt halt auch nicht viel, weil Sonderfaktoren bei den einzelnen Fahren immer eine Rolle spielen. Absolute Zeiten sind ohnehin zwar eine nette Spielerei, aber eigentlich ziemlich sinnlos. Hautacam musste er allein fahren und hat sich vermutlich beim Versuch Pogacar zu folgen oder den Abstand nicht zu groß werden zu lassen, etwas übernommen. Zum Schluss nicht so explodiert wie Roglic, aber das zeigt gerade den Klassenunterschied. Lipowitzmit der Vernunft, erst später loszuziehen. Superbagnères sah schon sehr spielerisch aus, wie alle anderen chancenlos waren, wenn er beschleunigt hat. Durchziehen mit Pogacar wäre halt sinnlos gewesen. Also nein, ich sehe keinen Hauch von Schwächeanzeichen bei Vingegaard im Vergleich zu seinem Leitungspotential und dem Abstand gegenüber dem restlichen Feld außer Pogacar.
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Diese Antwort wurde vor 10 Monaten, 3 Wochen von
Piak geändert.
Fehlt bei Vingegaard wirklich etwas? Ich glaube nicht unbedingt. Das Verhältnis zum Rest des Feldes ist doch weitgehend identisch. Nur Pogacar hat noch mal einen Schritt gemacht in 24/25, wird ja überall deutlich. Dass Vingegaard die letzten beiden Jahre keine großen Entwicklungsschritte mehr gemacht hat nun auch nicht verwunderlich, wird dieses Jahr schon 29. Noch kein Abbau, aber dass er besser wird eben nicht mehr wahrscheinlich. Pogacar war zu Beginn seiner noch stärkeren Dominanzphase 2024 erst 24. Die zwei Jahre Unterschied machen hier unabhängig vom individuellen Potential dann auch etwas aus im Entwicklungsverlauf.
Vlasov müsste sich im Zweifel zurückfallen lassen, der ist ja auch in der Gruppe. Im Feld wohl kein Bora mehr, auch Pithie schon weg.
Johanessen vorne in einer Monstergruppe, das darf RBH eigentlich nicht zulassen …
Evenepoel schon abgehängt.
RBH jetzt wohl in einer Position, die sie sich wünschten. Können jetzt als einziges Team mit zwei Fahrern taktisch das Podium angreifen. Abstände nach vorne sind so groß, dass weder UAE noch Visma fahren müssten und die anderen als Teams zu schwach. Und mehr als Platz 3 war von vornherein unrealistisch.
Danke für die Statistik. Das wurde ja hier schon vermutet, untere Hälfte reingeballert, oben gar kein so großer Unterschied zu seiner Leistung von 2022 bei Pogacar.
Aber wohl weil Jorgenson weg war und Vismna deshalb verlangsamt?
„Wenn man ihm gelb geben will, von mir aus, aber das passt dann auch. Aber so inkonsistent wie diese Karten vergeben werden kann mans eh auch sowieso lassen.“
Das unterschreibe ich mal, ist wirklich nur nervig.
Vielleicht lassen sie die Gruppe wirklich ziehen. Ist ja keiner für die Gesamtwertung unmittelbar relevantes dabei, bzw. die, die interessant wären, haben schon gezeigt, dass sie die Form nicht haben. Interessant wäre dann, ob es hinten noch GK-Kampf gibt oder man mehr oder weniger schnell gemeinsam ins Ziel fährt. Ca. Rodriguez halt bislang trotzdem nur 5:44 auf der Uhr und auf Healy, insofern doch eher unwahrscheinlich, dass der Vorsprung so groß wird.
Erstens ist das im Radsport weitgehend egal ob selbstverschuldet und zweitens habe ich selten ein klares Fremdverschulden außerhalb eines Sprints gesehen. Wurde ja quasi von Johannessen über den Haufen gefahren.
Dafür muss er ihn distanzieren, was viel Kraft kostet. Mit Blick auf die Etappenverteilung könnte ich mir daher eher eine lahme Veranstaltung am Donnerstag vorstellen. Eher probiert Visma was. Das „Überbraten“ folgt dann am Freitag, auch wenn es nur ein paar Kilometer bergauf sind. Insgesamt teile ich aber deine Vermutung der Kräfteverteilung.
„Die Fahren jetzt meist erst so spät, dass Pogi nicht mehr gewinnen und evtl auch noch Bonussekunden einheimsen kann.“ – Das macht aber nur dann Sinn, wenn man ohnehin nicht mehr auf Platz 1 spekuliert, denn nur Ermüdung ist doch das, womit man Pogi angeblich kriegen kann. Die Gefahr von Bonussekunden muss dabei in Kauf genommen werden. Wahrscheinlich hat man gestern die Etappe trotz Höhenmetern einfach als Pogi-Etappe eingeschätzt und deswegen nicht so viel gemacht. Oder Jonas hat sich vielleicht einfach selbst nicht besonders gut gefühlt.
Sind sie nicht mehr bei RBH, läuft es besser. Große Flucht von Jungels zum Abschluss.
Und laut Ticker muss Sicakov schon reißen lassen, trügen die Eindrücke seiner Fahrweise von letzter Woche also doch nicht.
Das sehe ich nicht so. „Pogacar ist ja quasi komplett isoliert.“ Wieso sollte das so sein? Weil Almeida nicht mehr dabei ist? Für den wären die heutigen eher kurzen Anstiege sowieso nicht wirklich was. Heute ist Narvaez-Tag bei den UAE-Helfern, würde ich meinen. Soler sollte das auch gut genug können. Im Hochgebirge wird es dann eher problematisch, wenn Yates tatsächlich keine Form haben sollte und sich nicht nur total zurückhält bislang. Sivakow scheint ganz neben sich zu stehen heuer.
Na ja, er hat schon eine gewisse Endschnelligkeit, aber seine Ergebnisse macht er inzwischen doch eher bei dickeren Brocken in der Slowakei oder Leon und fährt da eher so in Regionen wie Castrillo oder Steinhauser. Die PCS-Statistik (ja ich weiß, nur mit Vorsicht, wenn überhaupt) macht bei seiner Spezialisierung mittlerweile 10(!) Sprint 220 Climber, 372 Hills. „Barbaren-Sprinter“ war vermutlich mit Ironie, kam bei mir aber nicht so an.
Engelhardt ist mitnichten Sprinter, sondern eher hügelig bis bergig unterwegs. Interessanter ist, dass Großschartner heute eingebrochen ist.
Simmons ist ein Allerweltsname, auf die Idee wäre ich auch nicht gekommen. Wobei mir Colby Simmons auch nichts sagt. Nach PCS ein hügelfester Nachwuchssprinter?
Ja, saudummer Sturz. Immerhin kam Lipowitz gerade noch drum herum, der auch zu weit hinten war. Almeida sah bis dahin aber auch schon mehrfach schlecht aus. Bei der Gruppengröße hatte das dann auch nichts mit seinem kontinuierlichen Fahrstil zu tun. Spielt Visma natürlich in die Karten.
Ganz interessante Überlegungen auf eurosport übrigens zu den schlechten Positionierungen der RBH-Kapitäne im Feld und den daraus bedingten Problemen: „Und das lag einmal mehr weniger an der eigenen Leistungsfähigkeit bergauf, als vielmehr an der Positionierung des Duos am Fuß der Mur – und damit vor allem auch am Fehlen von Helfern in den entscheidenden Rennsituationen, obwohl die Mannschaft doch gerade für diese Situationen in der ersten Woche nominiert worden und auf weitere Berghelfer verzichtet worden war.“MvdP früh weg, kommt aber noch mal zurück. Sehe es aber für das Finale bei ihm auch nicht.
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Diese Antwort wurde vor 11 Monaten von
Piak geändert.
Will der aussteigen? Sonst gibt es doch noch genug geeignete Etappen für ihn. Vielleicht sogar aussichtsreichere als heute (11, 20, die veränderte 21). Müsste er ggf. halt auch in Gruppen rein wie gestern.
@ CrazyIvan: Gruppenstürzen entgeht er, ja, aber selbst legt er sich schon oft hin, meist übermotiviert wie z.B. bei P-R.
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Diese Antwort wurde vor 10 Monaten, 3 Wochen von
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