Giro 2022

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  • #754350
    midas
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    Heuer macht es RCS komisch, immer so ein Stückchen an Etappen raus, erst Partenza klar, aber dann nur Sprint, nur Hügel, nur Bergetappen. Gibt’s denn keine große Präsentation mehr?

    Bergetappen:

    Etna am 4ten Tag, kommt zuletzt fast so oft wie Planche des Belle Filles bei der Tour …. vom Profil aber schon ok, wenns auch langsam etwas nervt.
    Sehr gut die Blockhaus-Etappe (9te ?!) mit Lanciano-Überfahrt davor. Da wird schon ordentlich was passieren und richtig ausgesiebt werden.
    Diese Cogne-Etappe durch die zwei harten Vorberge gut, Schlussanstieg oben raus flacher. Weniger bekannte Berge immer mal gut.
    Aprica-Etappe mit dem Mortirolo von der einfacheren Seite her mittendrin, dieser Goletto da am Anfang von Salo‘ aber auch schon nicht ohne. Hintenraus S. Cristina, scheint steiler als diese Edolo-Seite vom Mortirolo zu sein. Wird sich viel auf S. Cristina konzentrieren, aber schon gut.
    Die Trentino-Etappe mit Tonale am Anfang, dann lange flach bzw. Gehügel ins Suganer Tal rein. Dann da zwei harte recht unbekannte Berge, der letzte schein ein 8km 10%er zu sein, gut gut.
    Pellegrino – Prodoi – Fedaia die Königsetappe. Schwerster Anstieg am Schluss, Fedaia auch schon länger nicht mehr drin also passt es schon.

    Eigentlich viele schöne Etappen Bergetappen, selten gefahrene Berge gefallen auch immer mal. Meistens ist aber der letzte Anstieg der härteste, fast nur BAK bzw. quasi-BAK so dass es sich da wohl meist drauf konzentriert. Sehe vor allem die Cogne und Lavarone Etappe als jene, wo am „Vorletzten“ richtig was auf GK gehen könnte. Das vielleicht ein kleines Manko.

    Gehügel haben sie gestern gezeigt, viel große Städte dabei, Turin, Neapel, Genua, mit größeren Rundkursen wohl. Die Torino-Etappe sah interessant aus. Beim Magyaren am Anfang ja auch schon Gehügel mit drin, zumindest am Ende. Das längere ZF hab ich noch nicht gesehen. Noch nicht veröffentlicht? Wird schon eins geben …. final einordnen kann man es erst wenn mal die genaue Abfolge da ist, morgen (?!)

    #754351
    Kanarienvogel
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    Komischer Giro irgendwie.

    Wie Midas schon gesagt hat, vieles auf den letzten Anstieg. Vor ein paar Jahren schien man fast den umgekehrten Weg zu gehen, immer der vorletzte der harte, was ja eigentlich besser ist, aber halt auch nicht auf jeder Etappe. Jetzt hingegen halt alles auf den letzten.
    Etna schon wieder, na ja, ok ok.
    Blockhaus zwar Lanciano davor, aber durch die härte alles auf Blockhaus.
    Cogne dann anders, hier der Schlussanstieg nichts, dieser Verrogne dafür fast 1000 Höhenmeter in fast 10 km. Aber hier könnte der Schlussanstieg dann fast zu lange und einfach sein. Dazu auch und vorallem: JEtzt fangen die Berge erst richtig an, wer gewinnen will muss es nicht hier versuchen, die nächsten Tage entscheidend. Ja. vor dem Ruhetag, aber trotzdem, danach kommen so viele Möglichkeiten… hier gewinnt eine Flucht und im GK passiert leider nichts.
    Aprica, hier hätte der KV es lieber klassisch gehabt, man kommt zwar von der falschen Seite ist ja aber kein PRoblem, also zuerst Aprica, Santa Cristina, da runter dann Mortirolo und wieder nach Aprica.
    Lavarone: Der Vorberg scheint ja auch schön, aber alles am Schlussanstieg. Der ist härter. Aber ok, hier fast noch am ehesten was möglich, der Vorberg ja schon ähnlch hart und am nächsten Tag ist ausnahmsweise mal nicht GK angesagt.
    Santuario di Castelmonte. Der slowenische Vorberg wieder schön, der Schlussanstieg kurz und wohl nicht so hart, aber hier die Abfahrt wohl zu weit und am nächsten Tag kommt der Fedaia..
    Fedaia: Hier tragisch, Fedaia-Pordoi, doch nicht Pordoi-Fedaia.

    Also… mindestens einmal hätte man es umgekehrt machen sollen, entweder Aprica oder Fedaia, nach KV auch 2x.

    Mittelgebirgsetappen gefallen, was aber nicht gefällt ist wie enorm hecklastig das ist. 4 Aetna, 9 Blockhaus. Dann 15-16-17, 19-20. Und 21 dann noch ein ZF. So schön die Mittelgebirgsetappen auch sein mögen, im GK passiert da im Normalfall nicht viel. Dem KV gefällt dieser Rundkurs um Torino auf Etappe 14 sehr gut, aber auch die anderen, Napoli ok, GEnova sehr schön… aber erst Aetna-Blockhaus durch, der Rest kommt nachher, also GK mässig…

    Nur 27 km ZF insgesamt, sehr wenig. So gesehen dann das System Schlussaufstieg doch ok, Fedaia Pordoi und vorallem Mortirolo-Aprica bringen ja viel viel grössere Abstände als das was jetzt gefahren wird, so wie jetzt kann es zwischen 2 Topfahrern schon immer nur 20″ oder so Differenz geben, sagen wie Carapaz und Martinez, ah ne, gleiches TEam. Halt a und b… Jedenfalls wahrscheinlicher als mit den härteren Etappen die der KV lieber hätte. Und so kann es doch noch aufs ZF am Ende hinauslaufen. Der KV denkt aber nicht, doch zu wenig..

    Wenn man Pogacar will… richtige Route? Den will man ja sicher. Einerseits nein weil der ja sicher lieber 20km mehr ZF hätte. Andererseits vielleicht weil’s so hecklastig ist doch? Keine Ahnung, aber alles auf eine Woche, da Topform, vorher Simon dominieren lassen, dann in einer Woche mit Spätform die sich dann auf die Tour leichter halten lässt gewinnen? Klappt das so? Was Training angeht hat der KV ja keine Ahnung, Form auch nicht, Spätform ist für den KV immer einer der einfach zu spät die Form gefunden hat.

    Keine schlechte Route aber ganz kapiert sie der KV nicht. Viele schöne Etappen, aber warum so?


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    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Wochen, 5 Tage von Kanarienvogel.
    #754362
    midas
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    Jetzt das gesamte Bild da. Im Wesentlichen hat der KV schon das Wichtige festgestellt, da stimme ich hier in vielem überein.

    Vom Gehügel finde ich die Potenza-Etappe (7te) noch recht interessant. Da ist schon ein recht harter Anstieg drin, ob halt wirklich was passiert? Weitere kleine Vorselektion aber schon möglich. Gehügel alla Genovese (12te) auch nicht schlecht. Ebenso Torinese (14te)

    Zu den Bergetappen ist ja schon alles gesagt. Die Massierung am Schluss nimmt vielleicht etwas die Azione bei den durchaus gelungenen Hügeletappen raus.

    Das ZF am Ende, so kurz, gefällt mir nicht. Das ist das gleiche von 19? Sollte aber nicht das Haupt-ZF sein. Dann lieber noch ein 30-40 km in der Mitte. Oder man macht am Schluss ein längeres, zB vom Gardasee rüber nach Verona kupiert, oder flach und schnell durchs Etschtal von Ala aus …. Möglichkeiten gäbe es genug.

    Dachte immer Passo Lanciano und Blockhaus ist eigentlich dasselbe nur weiter hoch. Aber tatsächlich Straße nebenan …. wieder was gelernt.

    #754364
    El pistolero97
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    Glaubt ihr pogacar probiert nächstes Jahr Giro Tour Sieg?

    #754365
    Coolman
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    Eine kurze Frage erfordert eine kurze Antwort: Nein.

    #754366
    Kanarienvogel
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    Hoffe ja. Befürchte nein. Bei CN stand zwar kürzlich mal dass der Plan wohl Tour-Vuelta sei, aber hoffen tut der KV immer.

    Warum ja:
    1) Ist Slowene, dadurch schon eher in der italienischen Radsportwelt als andere. Wird also persönlich wohl den Giro höher einschätzen als irgendein Australier, Brite, Spanier etc.
    2) UAE ja ja, aber die Wurzeln sind italienisch, Lampre. Klar, immer weniger, aber hat weiterhin eine gewisse Beziehung zu Italien. D.h. das Management würde sicher nicht ungern mal den Giro gewinnen.

    Warum nein:
    1) Le Tour ist die Tour. Man will da nichts riskieren, Tour dann Vuelta.
    2) Pogacar will wohl Roglic auch nochmal klar und eindeutig schlagen, nicht nur aus dem HInterhalt überholen.
    3) Man hat Zeit… Double ja, aber nicht dieses Jahr!

    Problem mit nr 3 ist natürlich dass man das wohl Jahr für Jahr bringen wird. Gewinnt er die Tour 22, will man den 4. Sieg. Gewinnt er nicht will man 23 dann die Revanche. Usw. Bis er es versucht ist er dann nicht mehr der absollute Topfahrer vielleicht. So lange er top ist Toursiege holen, man will ja die 5 sicher holen. Ist auch richtig. Aber das Problem ist halt dass es mit dem Double genau das gleiche ist. Man sollte es versuchen wenn der Fahrer top ist. Wer weiss wie gut Pogacar in 5 Jahren ist? Gut möglich dass er den Quintanaweg geht und halt relativ früh abbaut, ganz so früh wohl nicht, aber im Normalfall sind die, die so früh so gut sind dann auch früher fertig.

    Der KV findet er sollte es versuchen. Aber mit den wenigen ZF Km hat man ihm keinen Topkurs angeboten… ob alles am Ende für ein Double gut ist weiss der KV halt nicht.


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    #754368
    El pistolero97
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    Hat es heute auch nochmal deutlich verneint… schade eigentlich hätte allerdings roglic zugesagt wäre pogacar auch dabei :wacko: … finde es schon bisschen lächerlich bzw merkwürdig das eine GT im eigenen Land stattfindet aber die 2 besten Fahrer des Landes nicht mitfahren… finde grade jetzt in der spritzigkeit in der er sich befindet sollte er es versuchen grade auch im Hinblick was für Kaliber dann auch mal zünden sollten bei GT wie evenepoel,vlahsov usw :wacko:

    #754369
    midas
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    Pogacar: denke dass er eher mal versucht als andere, tiefer im Ciclismo und die alte Lampre-Organisation mit Colnago im Hintergrund. Aber da hat der KV schon recht, man muss es versuchen wenn man top ist. Andererseits schaut man immer auf die Tour, Pogacar hat die realistische Chance auf die 5 Siege, das wird dann auch nicht riskiert.

    #754372
    Kanarienvogel
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    Kaliber Evenepoel? Eher Daniel Martinez!


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    #754376
    El pistolero97
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    Ja da hast du Recht KV habe den vergessen zu erwähnen hab den nach dem douphine Sieg bei der Tour auch oben gesehen :yahoo: remco soll einfach mal eine GT fahren dürfen bzw müssen ansonsten macht es in den nächsten Jahren Uijtdebroeks der ja jetzt bei bora fährt ist nur immer schwierig zu sagen wann die jungs zuschlagen weil man ja noch paar leader davor hat denen man mehr vertrauen schenkt es sei denn die verletzen sich wie froome bei sky wo bernal das Ruder übernahm oder Vingegaard nachdem roglic verletzt war…

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