Crack Vanavama

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  • als Antwort auf: Giro 2022 #755023
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      Bora ein Team mit zahlreichen Fehlplanungen aber Vlasov würde ich auch nicht zum Giro schicken. So lange wie der schon in Topform ist würde er erwartungsgemäß in der dritten Woche eingehen. Pogacar, Bernal und Thomas vor ihren Tour-Siegen, Bernal, Froome, Carapaz vor ihren Giro-Siegen kamen alle mit eher unauffälligen Ergebnissen, maximal ein Sieg im direkten Vorbereitungsrennen zum Rennen. Vlasov aber fährt ja seit Anfang Februar durch und gewinnt auch regelmäßig, jetzt Pause, dann Dauphine oder Tour de Suisse und dann Tour klingt deutlich vernünftiger.


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      als Antwort auf: 1.x Rennen 2022 #755012
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        Frankfurt muss sich langsam was überlegen, finde ich. Das Rennen inzwischen völlig unspannend. Ein hügelfester Mann wie Kristoff als Seriensieger passt, aber inzwischen gewinnen ja die dicken Ackes, Philipsen und Bennett. Keine relevanten Angriffe im Taunus mehr. Alle 2 bis 4 Jahre nen Gruppe die durchkommt sollte schon sein, aber die puncheure haben ja inzwischen gar keine Chance mehr.


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        als Antwort auf: Tour de Romandie #755004
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          Dennis schon der Favorit, aber das ist echt ein schwerer Berg, also mehr Berg- als -zeitfahren. Vorzeichen massiv anders als bei einem flachen Zeitfahren. Sehe den Ausgang sehr offen.


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          als Antwort auf: Tour de Romandie #754989
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            Romandie irgendwie seit Jahren ein Rennen, das für viele zur Tour-Vorbereitung gehört. Ausnahme Roglic 2019, dem dann beim Giro hinten raus der Saft ausging. Besetzung schwankt zwischen überragend und mittelmäßig. 21 und 22 leider fast nur die zweite Reihe zu sehen.


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            als Antwort auf: L-b-l #754987
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              Oh, das mit Pogacar hatte ich nicht mitbekommen. Dann der Punkt natürlich zu streichen.

              Der Rest deines Posts ist völlig an mir vorbei. Natürlich sind das alles Überflieger, was wir von van Aert mit Sprint-, Berg- und Zeitfahr-Etappensieg bei der Tour, Roglic mit einer ungeheuren Siegesserie, Pogacar mit unglaublicher Dominanz auf verschiedenen Terrains oder Alaphilippe mit super explosiven Antritten gesehen haben ist natürlich alles episch. Aber alle zeigen auch mal Schwächen. Mehr hab ich nicht geschrieben. Das ist ein Unterschied etwa zu Contador vor 10 bis 15 Jahren, Cavendish in der gleichen Phase, und natürlich Armstrong damals. Auch auf Valverde traf das in seiner Hochphase zu.

              Und Cancellara auch. Ebenfalls nur zu stoppen durch Stürze oder indem sich wie 2011 das ganze Peloton taktisch nur auf ihn (bzw. gegen ihn) ausgerichtet hatte.


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              • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 11 Monaten von Crack Vanavama.
              als Antwort auf: L-b-l #754980
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                Solang van Aert mit diesem Drecks Bullenhelm rumfährt, kann er von mir aus bei jedem Rennen so fahren wie bei der WM in Löwen.


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                als Antwort auf: L-b-l #754967
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                  Van der Poel, van Aert, Pogacar haben jetzt alle bewiesen, dass sie einen extrem zum Staunen bringen können, aber trotzdem alle Menschen sind. (Sogar Pogacar, dem offenbar zum Ende der Klassiker bisschen der Dampf ausgegangen ist, durchwachsen in Huy, in LBL gar nicht angetreten, und dass er 21 nach Olympia auch ne Pause brauchte, statt einfach wie ursprünglich angekündigt bei der Vuelta weiter zu kanibalisieren, passt auch dazu, dass auch seine Kraftreserven endlich sind.) Für Roglic und Alaphilippe gilt das natürlich noch mehr, sie scheitern manchmal gar formvollendet. Dass Remco ein überragender Rennfahrer ist, hat er auch schon häufiger gezeigt. San Sebastian und Zeitfahr-EM 2019 fand ich mit 19 schon enorm beeindruckend, Burgos und Polen 20 auch, auch wenn das alles keine Monumente sind, aber die Art und Weise war es einfach. In Lüttich hat er jetzt bewiesen, dass das alles keine Show war, sondern er auch wirklich auf Weltklasse-Niveau bestehen kann. Nur dieses überirdische, was ihm von Anfang an zugeschrieben wurde, das hat er eben doch nicht, wie letztlich niemand. Spektakuläre Rennfahrer, die trotzdem schlagbar sind, das ist für den Radsport eigentlich die beste Konstellation.

                  Für Remco freut’s mich, dass er dem Hype mal was handfestes folgen lassen konnte. Mit dem Typen werd ich trotzdem nicht warm. Vielleicht ist er auch noch massiv unreif, aber auf der Abfahrt (auf der Fuglsang 2019 mit einem Sturz den Solosieg fast weggeworfen hätte, ok, war nass, trotzdem ein Grund nicht leichtfertig zu sein) 3km vor dem Ziel bei 30sec Vorsprung schon mit Jubeln anfangen, ist irgendwie hart unangenehm zum zusehen.

                  Zu Quickstep: Ja klar ist für die Flandern und Roubaix wichtiger, Sponsor kommt aus Flandern etc. Aber ein belgisches Monument ist natürlich trotzdem wichtiger als die italienischen und selbst der wahnsinnige Lefevre wird in einem klaren Moment einsehen, dass auch mal Klassikerkampagnen eben nicht besonders gut laufen. Und auch wenn man so viele schlechte Rennen abliefert wie heuer, ist ein gewonnenes Monument immer noch an sich Erfolg genug. 10, 11, 13, 15, 16 und 20 haben sie gar keins geholt. Waren verkorkste Klassiker fürs Team, aber damit wär die Sache halt doch gerettet. So würde ich es an ihrer Stelle auch verkaufen: Wir lassen uns nicht unterkriegen, und am Schluss sind wir doch da (dass sie auf dem Pflaster nächstes Jahr anders auftreten müssen, ist freilich klar).


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                  als Antwort auf: Deutschland Tour #754938
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                    Strecke für 2022 ist jetzt ziemlich komplett raus. Etappe 1 könnte Sprint werden, die restlichen drei Tage bestimmt mit Attacken. Mal sehen, ob am Ende nur der Schauinsland entscheiden oder ob die Abstände da doch knapp bleiben. Hoffnung auch, dass ein paar Tour-Fahrer die Vuelta auslassen und (motiviert) hier am Start sind.

                    https://www.deutschland-tour.com/de/strecke


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                    als Antwort auf: 2.x Rennen 2022 #754937
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                      TotA eigentlich jedes Jahr immer mit verhältnismäßig unbekannten Routen. Die super selektiven Etappen gibt es da eigentlich nie. Sind im Hochgebirge, trotzdem stets Sekundenspiele. Bisschen untypische Rundfahrt, vor allem angesichts dessen, was man an potentiellen Anstiegen liegen lässt. Mir gefällt aber der Klassikercharakter der Etappen. Zu bedenken ist auch, dass man vor allem in Österreich im April auch nicht auf über 2000 Metern planen kann.

                      Bardet nimmts Pello am letzten Tag noch weg und Pinot revanchiert sich bei Astana für den Heartbreaker gestern. Wie zum Beweis das Wetter heute Mist, sodass klar ist, aufm Großglockner hätte man heute nicht fahren können.


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                      als Antwort auf: 1.x Rennen 2022 #754879
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                        Der neue Kurs? Glaube in der Schavei-Straße sind Bauarbeiten. Mal sehen, ob es danach so bleibt, finde das macht wenig Unterschied, was die Renn-Action anbelangt. Grundsätzlich bin ich immer dafür, das Rennen bis Kilometer 20 oder 10 vor dem Ziel so hart wie möglich zu gestalten – und dann nur noch ein paar Sprungbretter für Attacken zu lassen. Das zwingt dazu, offensiver zu fahren und eröffnet mehr taktische Möglichkeiten. Insofern würde das jetzige Finale passen, weil der Schluss flacher wird und diese breite Straße im Ort überhaupt nicht steil ist. Andererseits kann ich mich auch an alte Rennen erinnern, die abwechslungsreich waren. Der VdP-Alaphilippe-Cosnefroy-Battle war auch stark. Oder Wellens’ Attackenfeuerwerk 2018


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                        als Antwort auf: 1.x Rennen 2022 #754865
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                          Mit erst 19 kann aus Sheffield natürlich noch alles werden. Klassiker hat er also drauf, Zeitfahren auch, mal sehen, was am Berg so geht.

                          Am Sonntag kann man über die Cosnefroy-Taktik ja reden, finde schon dass er das nicht schlecht gemacht hat. Gestern war er aber Schuld dran, dass Sheffield weg ist. Hat einfach das Hinterrad gehen lassen. Das kann man ja machen, aber nicht bei einem der Fahrer, die ne 3:1:1:1:1-Überzahl haben. Halt bei Wellens, Barguil oder Evenepoel, damit Ineos nachführen muss und der andere im Wind sich vielleicht selbst schwächt, aber doch nicht so. Damit war das Ding dann natürlich gelaufen.

                          Sheffield meinte, das sei Zufall gewesen, dass er weggefahren ist, eben weil Wellens ausgeschert ist (die eigentliche Erklärung natürlich, dass Cosnefroy das Hinterrad gehen lässt). Eigentlich wollte er Pidcock den Sprint anziehen. Das eigentlich aber auch die Überzahl schlecht ausgespielt, bzw. nur durch Zufall. Taktisch allgemein ein merkwürdiges Rennen, haben sich alle teils naiv auf die eigenen Beine verlassen.


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                          als Antwort auf: Ronde van Vlaanderen #754796
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                            Duclos-Lassalle, da muss ich für Details erstmal Wikipedia bemühen :D Interessant, zu dick für alles außer Roubaix, nicht mal Flandern einen Top-Platz gehabt, dafür 80 Paris-Nizza gewonnen. Womöglich so ein kaltes Jahr, dass auf allen Bergen meterdick Schnee lag.

                            Van Petegem sogar zwei WM-Medaillen geholt. Mein erster Gedanke bei Pavé-Spezialist ist Hoste, aber selbst der hat ja ein paar Resultate außerhalb geholt, gewonnen ja aber eh selten. Andreas Klier fällt mir noch ein. Und an wen ich erst gar nicht gedacht hab, aber auf wen das Label Nordspezialist in diesem Jahrhundert am extremsten zutrifft, ist Niki Terpstra. Alle Resultate, die er nicht auf Pavé geholt hat, stinken richtig gegen seine wichtigsten Erfolge im Norden ab (und da zähle ich Eneco 2016 mit Entscheidung bei MZF und in Geraardsbergen unbedingt dazu). Auch quantitativ: Von den 10 relevanten Nordrennen hat er mindestens die Hälfte mal gewonnen, von den 1000 anderen Rennen auch höchstens 5.

                            Zu Flandern-Kurs: Die ersten Jahre hat sich schon alles sehr auf dieses Kwaremont-Paterberg-Finale konzentriert. Im alten Kurs gab’s die Kombi plus Koppenberg ja gut 80km vorm Ziel, das hat schon immer Chaos reingebracht, im neuen Kurs kam die später. Irgendwann auch mal Muur zwischendrin, das hat dem Rennen gut getan. Inzwischen die Charakteristik eigentlich so wie früher. Nur die Atmosphäre an der Muur, die ist schon ne andere als am Paterberg oder dem Kwaremont. Die Fahrt durch die Stadt mit den Fanmassen, dann der schmale Weg dort rauf, das hat schon mehr als das jetzige Finale durch die Felder. Aber wenn das der Preis für die Kommerzialisierung des Rennens ist, dann kann man ihn schon zahlen. Andere Sportarten bluten da deutlich mehr.


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                            als Antwort auf: Ronde van Vlaanderen #754772
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                              KV Theorie grundsätzlich richtig, aber bringt trotzdem bisschen was durcheinander und finde es auch nicht revolutionär.

                              Van Avermaet hat Ronde nie gewonnen zB, dafür aber Roubaix. Plus ein podium und noch dreimal Top Ten. GvA ist unterm Strich einer besten Pavé-Fahrer der vergangenen Dekade.

                              Verstehe trotzdem was der KV meint, aber der entscheidende Faktor dafür ist mE, wie einzigartig Roubaix ist. Ich weiß nicht, wer da mal persönlich vor Ort war, ich kenn die letzten sechs Sektoren. Dass man sowas mit nem Rennrad befährt, ist fast kriminell, das ist sicher physisch das krasseste der Monumente, weil man nicht nur Beine braucht, sondern die Muskulatur und Gelenke im ganzen Körper gefordert werden, sowie der Kopf enorm viele Energiereserven verbraucht, die für die Konzentration nötig sind. Höhenmeter sind da egal, crossrennen haben auch keine Berge und sind allein durch den Untergrund brutal. Plus stürze und defekte, die hier eine riesige Rolle spielen, das ist teils auch der Faktor Können, aber teils auch Zufall.

                              Deshalb ist Roubaix auch das Monument mit den meisten Überraschungen, neben MSR eben, wohingegen es gleichzeitig wenig aussagt, wenn ein Fahrer trotz Talent jahrelang kein Roubaix-Resultat holt. Sagan oder Gilbert haben da vor ihren Siegen meistens auch nicht geglänzt. Und Colbrelli hats sogar ganz ausgelassen und dann bei der Premiere gewonnen :unsure: von Asgreen und WvA haben wir in Roubaix auch noch nicht viel gesehen, zumindest Resultate, van Aert fuhr 2019 schon sehr stark.

                              Unterm Strich kommts tatsächlich drauf raus: Flandern bevorzugt teils andere Fahrer als Roubaix, ja. Roubaix ist deutlich spezieller. Aber das wundert ja auch nicht, klar, in Flandern spielen die Anstiege eine Rolle, die gibt es in Roubaix nicht, und die Pflasterstücke sind etwas weniger wichtig, weil sie leichter sind. Aber das war doch immer klar?

                              Und zur Wahl: das wird man vor Ort besser wissen. Die Verwaltung im Departement Nord scheint ja aber ohnehin ihre Probleme mit Roubaix zu haben. Drei Verschiebungen und absagen in Folge, von denen zwei nicht ins allgemeine Bild passen, sind schon aussagekräftig. Sowohl im Herbst 20 als auch im Frühjahr 21 hat ja auch sonst niemand Rennen abgesagt. Und im Frühjahr 21 durfte Roubaix zwar nicht stattfinden, vier Wochen später ist allerdings die ganze Stadt unterwegs gewesen und hat ne riesige Parade gefeiert, als Lille Meister geworden ist. Dass jetzt noch Roubaix der Wahl weichen muss, passt ins Bild. Mir egal, Ostersonntag ist eh am besten für Roubaix.


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                              als Antwort auf: Ronde van Vlaanderen #754715
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                                Stefan Küng scheint auch gut drauf, aber der gewinnt ja nie.


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                                als Antwort auf: Ronde van Vlaanderen #754714
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                                  Wout wohl raus. Mir recht, seit er mit seinem Red-Bull-Scheißhelm rumfährt kann er von mir aus auch gleich vom Rad steigen. Bin jetzt immer für van der Poel. Oder gleich ein ganz anderer, so mega sympathisch ist der ja auch nicht.

                                  Van der Poel dann klarer Favorit am Sonntag. Was Pogacar auf Pflaster abreißt, weiß man nicht. So wie der aber quasi immer fährt, womöglich der härteste Konkurrent. Der Rest schon klar zweite Reihe, Laporte oder Pidcock vielleicht noch prominenter zu nennen.


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                                  als Antwort auf: 1.x Rennen 2022 #754713
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                                    Wie kam der KV da überhaut drauf, DDV endet doch so gut wie nie im Sprint?


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                                    als Antwort auf: E3-Preis / Gent-Wevelgem #754704
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                                      Bin mal gespannt, was Intermarché macht. Er ist jetzt ihr neuer Star, und wenn man bedenkt, mal ganz unromantisch und nüchtern betrachtet, wie viel wichtiger die Tour als der Giro fürs Team ist, kann ich mir auch vorstellen, dass sie auf den Giro jetzt pfeifen, ihn mit zur Tour nehmen und er dann natürlich auch Luft hätte, die Ronde zu fahren – die natürlich auch super wichtig für Intermarché ist. Dagegen spricht: Bei der Tour gibt’s zwischen Gebirgs- und Flachetappen sehr wenige Tage für Klassikerfahrer, beim Giro seh ich gut doppelt so viele Chancen auf Etappensiege für Girmay. Oder gewinnt er am Ende auch noch Massensprints? Und schon ein einziger Tour-Etappensieg eines Eritreers (!) würde so viel mehr einschlagen, als vier Giro-Etappensiege. Aber natürlich sollte man nicht vernachlässigen, er ist ja auch erst kurzfristig ins Aufgebot gerückt für GW, sein Abflug wurde schon mal verschoben, und vielleicht will er auch einfach heim. Dann sind eh alle Gedankenspiele hinfällig. Auch ein Aspekt: Ob das so gut für die Teamhygiene ist, Star-Neuzugang Kristoff bei der Tour Girmay vor die Nase zu setzen oder ihn gleich ganz mit ihm zu ersetzen? Bei der Ronde jedenfalls hätte Intermarché jedenfalls eines der Top5-Teams plötzlich, wenn Girmay dabei ist.

                                      Zu reden ist natürlich gerade jetzt über die Frage, warum der Radsport so unglaublich weiß ist. Was allein in Eritrea ganz offensichtlich für ein riesiges Potential jahrzehntelang verschwendet wurde, ist unfassbar. Da müssen die Verantwortlichen sich Fragen gefallen lassen. Auch die Förderung in Ruanda und Burkina Faso muss dringend intensiviert werden, die Landesrundfahrten dort sind traditionsreich und beliebt, sicher sind auch dort Dutzende Talente über Jahre verborgen geblieben. So dick ist das Budget des CLM und von Bike Aid auch nicht, dass sie allen ihre faire Chance ermöglichen können. Und eine weitere Facette des ganzen ist, dass es nicht nur immer noch wenige Fahrer aus Afrika im Peloton gibt, auch in Frankreich zB leben viele Menschen mit Wurzeln in den ehemaligen Kolonien, von denen sich kaum jemand im Peloton findet. Kevin Reza, Geoffrey Soupé, Nacer Bouhanni, dann wirds eng. Wenn man bedenkt, welchen Stellenwert die Tour in der breiten französischen Öffentlichkeit hat, ist das bedenklich. Denke nicht, dass die Ursachen dafür unmittelbar rassistisch sind, aber zumindest indirekt: Radsport ist nunmal teuer, und damit ein Sport von Privilegierten.

                                      Schmerzhaft zudem, dass Reza sich dann auf internationaler Ebene noch mit Arschlöchern wie Gianni Moscon auseinandersetzen muss. Natürlich hat das Auswirkungen, wenn Nicht-Weiße so krass in der Unterzahl sind, dass sie sofort als Außenseiter erkennbar werden. Brajkovic hat mal geschildert, wie bei Bahrain damals wie Grmay umgegangen worden ist: Viele missglückte Scherze, aber auch teils offene Diskriminierung. Da würden dem Radsport einige Entwicklungen gut zu Gesicht stehen.

                                      In erster Linie freu ich mich aber über Girmays Sieg, weil er ein super Rennfahrer ist. An dem werden wir noch richtig viel Spaß haben, absolute Rakete und super abgeklärt fürs Neo-Profi-Jahr.


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                                      als Antwort auf: Deutschland Tour #754402
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                                        Im Fußball wäre es natürlich schön zu sehen, wenn das System implodieren würde. Nicht weil ich Fußball nicht mögen würde, ganz im Gegenteil, sondern weil es dem Sport gut täte. Aber ich glaube noch nicht daran, dass nachhaltig viele Menschen abgeschreckt sind. Und selbst wenn, glaube ich nicht, dass der Radsport noch mit dem Fußball um Aufmerksamkeit konkurriert. Das sind, vom Juli mal abgesehen, ganz andere Dimensionen. Was es früher an Radrennen in Deutschland gab! Regio Tour, Sachsen, RLP, Niedersachsen, Thüringen, Bayern-Rundfahrt… alles weg. Da ist eine Landesrundfahrt, egal wie klein und zurecht bescheiden auch immer, schon das Minimum.


                                        Crack Mövenarsch (ohne Klasse)

                                        als Antwort auf: Deutschland Tour #754394
                                        Crack Vanavama
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                                          Das neue Tirol ist jetzt Thüringen. Das Sponsoring von dort ist offenbar auch nicht zu verachten, immerhin geht es bei der vierten Austragung heuer schon zum dritten Mal dort hin. Stuttgart scheint aber mit D-Tour 2018 und 22 sowie Deutschen Meisterschaften 20 bzw. 21 auch wieder seinen Frieden mit dem Radsport gemacht zu haben, nachdem die WM 2007 zum Eklat wurde.

                                          Ob besser oder schlechter als die D-Tour vor der Pause hängt glaub ich stark vom Jahr ab. Wenn Jens Voigt das Rennen gewonnen hat, war das irgendwie schon frustrierend, 2007 zB einmal Sölden, ein MZF, ein EZF, sonst 0 Kampf ums Klassement. Die Ausgabe von 2005 find ich aber nach wie vor eins der besten Rennen im Kalender damals. Zeitgemäßer ist das Rennen jedenfalls so, wie es aktuell ist. Als Zuschauer kann man es am Bildschirm kompakt verfolgen, mit hügligen Schlussrunden und Sekundenkämpfen ums GK. Vor Ort kommen die Etappen zu den Menschen in die Städte, haben zwei, drei Zielrunden und Rahmenprogramm wie eine Jedermann-Tour oder Laufradrennen. So bringt man den Radsport zu den Leuten, denn dass die Leute im Fußball-Land Deutschland zum Radsport kommen, ist eh super schwierig. Glaube trotzdem, dass es für die ASO nach wie vor ein dickes Draufzahlgeschäft ist, wobei die Erweiterung vielleicht auch für das Gegenteil spricht und ich vielleicht zu pessimistisch bin. Dass Merzig von der Etappe 2018 allerdings einen bleibenden Gewinn gehabt haben könnte, kann ich dort bislang nicht feststellen. :D


                                          Crack Mövenarsch (ohne Klasse)

                                          • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahren, 3 Monaten von Crack Vanavama.
                                          als Antwort auf: Fahrer des Jahre 2021 #754374
                                          Crack Vanavama
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                                            1 Pogacar
                                            2 Roglic
                                            3 Alaphilippe
                                            4 Colbrelli
                                            5 Van Aert

                                            Bin ehrlich gesagt überrascht, dass van Aert so gepriesen wird. Mit ein wenig Polemik gesprochen hat er dieses Jahr doch nur Trostpreise gewonnen. Olympia ist er natürlich überragend gefahren, war sogar zu stark, hatte halt einen überragenden Juli. Die restlichen sieben Monate der Hauptsaison bleiben aber in der Summe zu viele Enttäuschungen imho. Und der AGR-Sieg ist ziemlich zweifelhaft: Das Fotofinish könnte auch mithilfe einer ungenau aufgestellten Kamera zustande gekommen sein (ähnlich beim Brabantse Pijl der Frauen). Gab da einen interessanten Twitter-Thread dazu, kann ich hier leider nicht teilen irgendwie, weil mit Twitter-Link das ganze nicht gepostet wurde. (Unter @laflammerouge16 findet ihr bei Twitter übrigens auch schon alle Profile der Tour-Etappen 2022, wenn es euch interessiert. Hatte ich schon zwei Mal versucht in den Tour-Faden zu posten, leider ohne Erfolg.)

                                            Pogacar ziemlich unstrittig. Bei Roglic hab ich erst überlegt. Paris-Nizza natürlich Pech, aber auch keine Mega-Besetzung. Vuelta war in Sachen Besetzung auch schonmal besser, wenn auch heuer wieder wie leider seit Jahren stärker als der Giro (was für mich auch gegen Bernal spricht). Tour natürlich Pech, Olympia-Zeitfahren großartig. Entscheidend für mich letztlich Baskenland, ihn so hoch einzustufen. Da hat er gezeigt, dass er Pogacar die Stirn wirklich bieten kann. Alaphilippe auf 3 vielleicht auch ein bisschen zu sehr von der WM geprägt, fand ich aber unglaublich beeindruckend, und auch sonst viele gute Resultate dieses Jahr. Colbrelli heuer den Sprung in die Weltklasse geschafft.

                                            vdP dann einfach mit weniger Resultaten als die 5 davor, ging halt auf Olympia. Cavendish eine schöne Geschichte, aber außer Tour nichts beeindruckendes und auch dort ohne Ewan, Bennett, Ackermann, Sagan, Nizzolo oder Viviani arg dezimierte Konkurrenz. Asgreens Sommer und Herbst zu unauffällig, nach Frühjahr hätte er auch Nummer 1 sein können. Carapaz dann die Nummer 6. Eigentlich hab ich keine Argumente, ihn nicht in die Top 5 zu nehmen. Rein instinktiv haben die fünf davor besser gefallen.


                                            Crack Mövenarsch (ohne Klasse)

                                            als Antwort auf: WM 2021 Flandern #754141
                                            Crack Vanavama
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                                              Bin begeistert, keine Medaille für Belgien schmerzt aber etwas.


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                                              als Antwort auf: WM 2021 Flandern #754125
                                              Crack Vanavama
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                                                Was für ein Rennen :O

                                                Politt aus Alman-Sicht mit einer schönen Attacke, aber enttäuschend, dass er nicht länger vorne bleiben kann. Van Aert bleibt der mit den besten Karten.


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                                                als Antwort auf: 1.x Rennen 2021 #754025
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                                                  Das war jetzt die Leistung von Evenepoel, die ich bei Olympia erwartet hatte. Inklusive des so dicke Eier habens, dass man einfach Vollgas durchfährt. Jetzt ist er salty und wenn man Twitter öffnet ganz Belgien scheinbar auch (letztes Jahr wars schon schlimm, was sich Roglic nach dem WM-Rennen anhören musste weil er nicht für Van Aert gearbeitet hat). Taktisch war es halt einfach auf den letzten 10km nicht sonderlich klug gefahren, da braucht er keinem die Schuld zu geben. Colbrelli freilich hochverdienter Sieger, wenn ein klassischer Sprinter sich am Berg nicht abhängen lässt und am Ende als EINZIGER am Hinterrad bleiben kann, ist das nicht nur verdient, sondern heldenhaft. Bis auf das Geplänkel am Schluss hat er ja überhaupt nicht taktiert, sondern ist einfach mit superstarken Beinen drangeblieben, als Hirschi, Pogacar und Bardet schon lange weg waren.

                                                  Pogacar nicht schlecht, nach der Pause wohl aber noch nicht wieder in Topform, Ziel Lombardei wahrscheinlich?


                                                  Crack Mövenarsch (ohne Klasse)

                                                  als Antwort auf: Olympia 2020 – Tokio #753698
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                                                    Evenepoel und Uran jetzt vorne, aber für wen Houle noch irgendwie der Maßstab ist, wird ziemlich sicher keine Medaille holen. Die machen also alle die letzte start gruppe aus.

                                                    Alaphilippes Priorität hab ich auch nicht verstanden (wobei der Kurs in Paris sicher nicht topfeben sein wird, einen Kurs wieder die Champagne-Etappe, die Jalla Filip 19 gewonnen hat, geht in Paris sicher, oder ist der Kurs schon raus?). Aber geht uns halt auch nix an, sondern nur ihn, Marion und die Kleine.


                                                    Crack Mövenarsch (ohne Klasse)

                                                    als Antwort auf: Olympia 2020 – Tokio #753690
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                                                      Ich finde, die Art wie Evenepoel seine Siege eingefahren hat und dass er in der Lombardei ja dabei war in der entscheidenden Gruppe und nur durch den Sturz aufgehalten wurde (dürfte ja als großes Rennen zählen) erklärt und rechtfertigt den Hype schon. Hatte es am Samstag aber einfach nicht. Muss man jetzt mal sehen, wo er steht.

                                                      Bei den Frauen hat es mit dem Chaosrennen ja immerhin geklappt. Meine restlichen 10 Prozent hab ich mir natürlich offen gelassen. Dass Mikuni sauschwer ist, war klar, fährt man den 10km vorm Ziel, gewinnt höchstwahrscheinlich Pogacar. Aber bei Kuppe 32km vorm Ziel, plus zwei weiteren Anstiegen bis ins Ziel natürlich noch Fragezeichen dahinter, wer dort schon wie durchzieht. Habe Evenepoel halt stärker erwartet, dann hätte es die Möglichkeit gegeben dass sich z.B. ein Trio absetzt, in dem jeder sich für so stark hält, dass man einfach durchzieht und sich gegenseitig die Kante gibt. So ist die Frage, ob Pogacar am Mikuni überhaupt voll gefahren ist? Zumindest bei McNulty ja schon komisch dass der am Rad bleiben konnte, und auch dass Bettiol oben wieder dran war. Evtl auch versucht, dass zwei, drei Begleiter zum durch die Führung gehen mit dabei sind? Weil alle etwa gleich stark (außer WvA und Pogacar) waren es dann gleich 12. Schön, dass alle auf Sieg gefahren sind, man gegen WvA gepokert hat, mir gefällt sowas. Carapaz schließlich damit auch gewonnen – nicht führen und dann attackieren haben die anderen als sie noch bei WvA waren ja auch gemacht. Dass der sich aber verdient noch silber holt aber auch gut.


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