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Uiuiui, das war heftig. WvA ohne Chance. Krämpfe, okay, muss er aber auch mit Krämpfen gewinnen.
In der Tat bemerkenswert. Der Abstand zwischen Roglic und dem Restfeld ging ja immer wieder hoch unter runter, einmal bis auf 6 Sekunden. Aber UAE konnte Ayuso nicht mehr heranführen und Ayuso selbst ging total unter und war noch nicht mal in der Lage ganz zum Schluß wenigstens ein bisschen gegenzuhalten.
Also dass dürfte auch Team-Intern ziemlich zu denken gegeben haben, falls es nicht eine besondere Erklärung für dieses Leistungsloch von Ayuso gibt.
Bin gespannt, ob MvdP diese Form bis PR halten kann. Um WvA mach ich mir inzwischen schon etwas Sorgen. Selbst wenn man jetzt das Höhentrainingslager einbezieht, ist die Leistung etwas arg dürftig für seine Verhältnisse und seine Fähigkeiten.
Ich denke, dass gerade der Museeuw-Sturz und die schlimmen Bilder dazu wesentlich das Bild eines hochgefährlichen PR mitbegründet hat, obwohl nur anekdotische Relevanz besteht.
Ich habe jetzt auch nochmal nach der Quelle gesucht (leider vergeblich), die ich etwa vor einem halben Jahr gelesen habe. Da stand, dass das mit großem Abstand das gefährlichste am Profiradsport, die Trainingsfahrten auf öffentlichen Straßen im Alltag darstellt. Wer also wirklich etwas gegen verletzungsbedingte Ausfälle tun wollte, müsste so etwas wie reine Trainingsstrecken einfordern.
Ja, die Gegenwind-Hypothese von mir dürfte auch gewagt sein. Ich vermute einfach, wenn das Team seinen Angriff an der 9%-Stelle optimal vorbereitet (wo der Gegenwind kurz mal keine so große Rolle spielt), dass es dann noch schwieriger wird die Lücke wieder zu zu machen und das hinten dann auch sehr viele überlegen, ob sie sich darauf überhaupt einlassen wollen und man sich vielleicht die 2-3 Sekunden zu lange anschaut, die Pogi dann genügen. Aber, wie gesagt, es ist nur ein Gefühl…
Übrigens zum Thema „Vergleiche mit früheren Austragungen“,
Cycling up to date schreibt, dass es der schnellste Cipressa-Aufstieg war, der je gemessen wurde. 20 Sekunden schneller als….? Na?, hätte es jemand gewusst?….Back in 1996, the duo Gabriele Colombo and Alexander Gontchenkov attacked away from peloton on the Cipressa, bridged to the breakaway that was still up on the road and ultimately fought it out for the victory.
Aber ich messe dem nicht sonderlich viel Gewicht bei. Früher wurde die Cipressa wahrscheinlich auch nur sehr selten für einen Großangriff genutzt. Wenn man sich den Aufstieg bei youtube anschaut, was ich inzwischen 2x getan habe, sieht man, dass da durchaus noch Luft nach oben ist. 20, vielleicht sogar 30 Sekunden könnten da noch drin sein und dann sieht das Ergebnis schon ganz anders aus, vermute ich.
@Midas
Bei Ganna bin ich mir nicht so sicher, der ist ja auch alleine gegen MvdP und Pogi wieder zurück gekommen. Der war schon auch bärenstark. Ein Selbstläufer wäre das für Pogi jedenfalls nicht geworden.Trotzdem ist natürlich die grundsätzliche Taktik von UAE, nämlich die Cipressa zum Großangriff zu nutzen, genau die richtige und ja auch durchaus aufgegangen. Denn alle Sprinter und auch so Leute wie Pidcock waren dann weg. Also das war schon sehr erfolgreich. Es fehlt halt noch das letzte Quentchen.
Ich weiß natürlich nicht, was man mit del Toro abgesprochen hat, aber für mein Verständnis ist er schon etwas über die Rolle eines reinen Helfers hinaus und kann und wird sich auch nie (mehr) so bedingungslos in den Dienst seines Kapitäns stellen, wie es notwendig wäre. Ich würde den einstweilen zu dem Rennen gar nicht mitnehmen. Nicht aus „Gemeinheit“, sondern weil er einfach (noch) nichts beitragen kann. Er spielt da gar keine Rolle, wenns um die Wurst geht.
Also nicht unbedingt ein „stärkeres“ Team, was die reinen Namen angeht. Da macht man sich durch die Prominenz oft was vor. Es fehlen nur 1-2% mehr an Effizienz und Koordination. Gut wäre natürlich auch, wenn es Gegenwind gäbe.
Aber in der Analyse von taktischen Chancen und Risiken, muss das UAE-Team auch weiterhin sein Augenmerk auf die Cipressa legen. Dort hat Pogi die größten Vorteile gegenüber seinen Gegnern und fast nur dort kann er ihnen richtig mit dem Team wehtun. Das soll natürlich nicht heißen, dass er das Rennen, bei günstigen Umständen nicht auch tatsächlich im Sprint aus einer größeren Gruppe oder als erfolgreicher Poggio-Flüchtling gewinnen könnte, aber rein nach der Wahrscheinlichkeit sind seine Chancen durch einen Großangriff an der Cipressa am größten. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass das UAE-Team inzwischen auch zu keinem anderen Schluß gekommen ist. Sie setzen es halt nur noch nicht 100% perfekt um, was natürlich auch leichter gesagt als getan ist.
Sehe ich komplett anders, aber macht ja nichts. Ich bin überzeugt davon, dass ein Helfer, der quasi nur 1000-1500 Meter voll fahren muss und danach vom Rad steigen kann, ein riesigen Schaden selbst bei den Top-Leuten anrichten kann. Sehen wir doch regelmäßig auch bei der TdF, wenn jemand wie Politt am Berg das Feld auf 30 Fahrer reduziert. Das geht auch nur, weil er selbst danach komplett rausgehen kann.
In wie fern Pogi ein besseres Team an der Cipressa wirklich hilft weiß ich auch nicht. Dann geht er halt nen Kilometer später, aber MvdP war einfach nicht abschütteln.
Er muss diese Art von Puncheuren nicht unbedingt abschütteln, es mag schon reichen, wenn die einmal richtig blau gehen. Selbst MvdP musste kurz vor der Kuppe gestern reißen lassen, und dass, obwohl er in Summe klar der Stärkster war gestern.
Ich vermute, UAE müsste das gezielter üben. Es müssen aus meiner Sicht noch nicht mal die absoluten Top-Co-Kapitäne seine Helfer sein. Viel wichtiger wäre, dass die drei ausgeruhten Helder, die er an der Cipressa noch braucht für die Anfahrt an die steilste Stelle, die müssen da i) ihre Topform haben und b) die Anfahrt einstudiert haben. Die müssen ja zu 3 nur etwa 4000 Meter fahren, dannach können sie vom Rad steigen. Aber die 4000 Meter müssen absolut tödlich sein. Und sowas kann man, denke ich, durchaus planen und einüben.
MvdP in der Form bei MSR kaum zu schlagen, höchstens in einem Massensprint mit den Super-Sprintern. Wahrscheinlich hatte er Bombenform und noch einen Sahnetag on top.
Ohne MvdP hätte Pogacar aber bei gleichem Verlauf auch nicht gewonnen, denn Ganna fuhr ja sogar alleine wieder zu den beiden hin, musste also insgesamt mehr leisten und war trotzdem im Sprint der Stärkere.
Pogi hat alles richtig gemacht und trotzdem wird es für ihn fast unmöglich dieses Rennen zu gewinnen. Ich sehe da aktuell nur einen Weg: sein Team arbeitet noch besser an der Cipressa.
Hier nochmal die Cipressa 2024 zur Erinnerung und Einstimmung:
Caleb Ewan hatte übrigens den Tipp für Pogacar, nicht die Cipressa so hochzuheizen, sondern piano damit sein Team zusammenbleibt und danach dann viel Druck. Muss ich zu sagen: kann ich nicht so nachvollziehen.
Jo, ich auch nicht. Letztes Jahr lief es sicherlich nicht optimal, trotzdem hatten sie das Feld oben auf etwa 50 Mann verkleinert und sind damit auch Sprinter wie Milan losgeworden. Im Prinzip müssen sie nur diesen Plan wieder rausholen und noch konsequenter umsetzen.
Ich rechne mit einem ähnlichen Verlauf wie letztes Jahr.
Bedeutet: Pogacar setzt den erwarteten Angriff und geht als Erster übern Berg. VdP am Nähesten dran und dann noch einzelne Fahrer bzw. eine kleine Gruppe dahinter.
Gibt ja auch nicht so viel, was man anders machen könnte…
Im letzten Jahr hat es UAE schon am Capo Berta mit einer deutlichen Tempoverschärfung versucht, was laut MvdP auch, zumindest bei ihm, Wirkung zeigte. Die Einfahrt kurz darauf in die Cipressa hatte UAE aber dann verpennt, jedenfalls für ihr Vorhaben da unter 9 Minuten (? erinnere ich das richtig?) hochzufahren.
Wenn ich mir also vorstellen kann, dass Pogacar/UAE dieses Jahr etwas anders/besser machen könnte, dann an der Cipresse. Nicht unbedingt, um Pogacar die Gelegenheit zu geben sich abzusetzen, sondern um der Konkurrenz die Energie aus den Beinen zu nehmen.
Pedersen jetzt für mich der Top-Favorit für MSR. Die Steigungen können ihm nichts anhaben und er fährt immer noch in Pogacars Favoriten-Windschatten. Und dann natürlich seine Endschnelligkeit.
Oh, jetzt heißt es Vingegaard habe sich vielleicht die Hand gebrochen bei dem Sturz.
Das wäre natürlich echt zum Kotzen.-
Diese Antwort wurde vor 2 Wochen, 6 Tage von
Joelle van Dyne geändert.
Gestürzt schon, aber ohne Folgen (weder Kleidung noch Haut zeigten irgendwelche Spuren). Ich denke, eher, es ist die Kälte die ihm nicht behagt? Und die Form dürfte trotz des frühen Zeitpunkts für ihn im Jahr, trotzdem nicht da sein, vor er sie schon gerne hätte.
Vorneweg: ich habe vom TTT nichts gesehen, nur das blanke Ergebnis. Sieht für mich nach einer ziemlich heftigen und ungewohnten Klatsche für UAE aus? Weiß jemand mehr?
Siehst so aus, als wäre es Mauro Gianetti der auf der Bremse steht, was ein Roubaix-Debüt von Pogi betrifft:
https://www.cyclingnews.com/news/a-bad-crash-could-jeopardize-the-tour-de-france-uae-team-emirates-want-tadej-pogacar-to-skip-paris-roubaix-after-strade-bianche-crash/Die Argumentation ist nicht ganz ehrlich, finde ich. Ich schätze, seine Priorität ist einfach die TdF, auch wegen der öffentlichen Wahrnehmung. Denn stürzen kann Pogacar überall. Wer so denkt, dürfte seine Fahrer nur noch zur TdF mitnehmen. Dann wären sie dort aber chancenlos
Ich habe mich heute wieder gewundert, dass das Rennen auch bei den Fahrern so beliebt ist. Die müssen doch danach eine Staublunge haben. Oder sehen die Fernsehbilder dramatischer aus als es wirklich ist?
Danke, für die Antwort, KV.
Pogi bei Roubaix wäre natürlich super interessant zu sehen.Es sind jetzt auch nochmal 9,3 km Gravel dazu gekommen – Abschnitt 7:
https://www.radsport-news.com/files/fotos/1741262050_2_max.jpgIst zwar noch weit vor dem Ziel, aber einfacher dürfte es dadurch nicht werden.
Ist die Form wie letztes Jahr? Der KV denkt, vermutet, spekuliert er könnte etwas schwächer sein. 24 war alles für Hügel und Berge, dieses Jahr ist Flandern wieder drin. Und Roubaix kommt noch später offiziell rein (denkt der KV), also vielleicht etwas anders vorbereitet, etwas schwerer, aber sollte irgendwie doch reichen. Aber etwas schwächer…
Ja Pogi auch etwas schlechter hier ziemlich sicher, den müsste es schon schmeissen.
Wieso glaubt ihr, Pogacar sei dieses Jahr schlechter in Form? Wegen der etwas anderen Auswahl an Rennen (und evtl (!) Vorbereitung)? Kann ich mir nur schwer vorstellen. Es wäre etwas anderes, wenn er Roubaix fahren würde. Aber wenn er daraufhin trainiert hätte, wäre das garantiert öffentlich geworden.
Paul Magnier kommt aber auch beeindruckend auf. 2. Omloop, 2. Samyn, kann man als 20jähriger mal so machen…
6 Renntage bisher, 5mal Podium.
Ja, in der Tat, sehr bemerkenswert.
MvdP gewinnt Le Samyn souverän im Sprint von Vorne. Arnaud de Lie hat es vermutlich im letzten KSP-Sektor den Stecker gezogen. Er wollte noch nach Vorne, hatte aber die Power nicht mehr.
Kurz: MvdP scheint bereit für den großen Kampf in Flandern.
Waerenskjold hatte ich als Zeitfahrer abgespeichert. Dass er jetzt hier den Uphill-Sprint mit der dafür notwendigen Explosivität gewinnt, finde ich schon sehr überraschend. Gerade unter Berücksichtigung der Sprint-Konkurrenz und Klassik-Experten. War sein erstes gewonnenes Klassikerrennen, wenn ich mich nicht verguckt habe. Aber er ist ja erst 24, vielleicht ist er ein unkonventioneller Sprinter, der seine Explosivität erst im Alter entwickelt…
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Diese Antwort wurde vor 2 Wochen, 6 Tage von
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