Joelle van Dyne

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  • als Antwort auf: Ronde van Vlaanderen #779420
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      Ohne Motorrad-Hilfe wären ihn Pogacar und MvdP auch nicht vor dem 3. Kwaremont Anstieg losgeworden.

      Da kann ich Dir noch zustimmen. Die Motorräder sind generell eine Plage. Das Problem ist ewig bekannt, hunderfach angesprochen und kritisiert und trotzdem ändert sich irgendwie nicht.

      Habe das Rennen nur wegen Remco verfolgt…Für mich der Mann des Tages!

      Naja, sei mir nicht böse, aber wenn Du Dir mit so einer einseitigen Prädisposition Radrennen anschaust, dann ist die Gefahr, dass es Dir langweilig wird halt ziemlich groß. Du solltest Dich fragen, ob Dir auch langweilig wäre, wenn Remco, ähnlich wie Pogi, so dominieren würde… :whistle:

      als Antwort auf: Ronde van Vlaanderen #779404
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        Sind Pogacar (und van der Poel) eigentlich echt so viel überlegener als Cancellara (und Boonen) damals? Gegen die hat man ja taktische Manöver versucht, und ja auch erfolgreich.

        Das habe ich mich auch schon gefragt. Seit ich die Rennen schaue, kann ich mich an keinen einzigen Fahrer erinnern, der die Rennen derart auf Ansage und so vollkommen überlegen gewinnen konnte. Mohoric wurde nach dem Rennen im Interview gefragt, warum man nicht taktischer vorging, warum nicht einer von den beiden Bahrain-Profis (gemeint war er oder Segaert) nach dem Zusammenschluß mit der Spitzengruppe einfach mal was riskiert und angegriffen hätten. Darauf Mohoric sinngemäß: Du kannst kein Motorrad angreifen, alle waren damit beschäftigt überhaupt im Windschatten bleiben zu können…

        Und selbst wenn es jetzt eine kleinere Gruppe geschafft hätte sich nochmal abzusetzen, an der nächsten Helling hätte sie doch Pogacar wieder spielend eingeholt und das wäre es dann aber für diese Gruppe gewesen. Den Koppenberg ist ja Pogacar noch halbwegs moderat gefahren, ich denke auch als Konzession. Wäre er zuvor härter attackiert worden, hätte er bereits dort ein Massaker veranstaltet.

        als Antwort auf: Ronde van Vlaanderen #779397
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          @Joelle van Dyne also das mit UAE war schon 110 km vor dem Ziel oder so aber gebe dir recht, auf einmal waren die alle weg und Politt und Vermeersch sind voll in den Molenberg reingeknallt. Hat ja dann ganz gut funktioniert obwohl die Zusammenarbeit danach bisschen gestockt hat.

          Ja, Du hast recht, das war noch früher. Umso erstaunlicher, denn das hätte ja auch ordentlich in die Hose gehen können, wenn die Anderen sich komplett verweigert hätten mitzuführen. Vielleicht liest man noch etwas dazu, was da los war.

          Noch angstmachender von Pogacar dass er nochmal auf alle 30 Sekunden rausholt in den letzten 10 km. Klar, am Ende einfach noch der fitteste nach so einem langen rennen, aber auch für Roubaix ein Anzeichen, dass er im flachen gut ist und ausdauertechnisch ist er halt klar der beste von allen.

          Man hat auch MvP heute schon früh in den Steigungen angemerkt, dass er nahe am Limit war. Trotzdem natürlich der Einzige, der noch lange mithalten konnte. Aber die Überlegenheit von Pogacar ist tatsächlich inzwischen unfassbar. Ich bin auch gespannt, was das für Paris-Roubaix bedeutet.

          als Antwort auf: Ronde van Vlaanderen #779394
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            Als Pollit ca. 65 km vor dem Ziel plötzlich loslegte und Pogacar nur noch Vermeersch hatte, was ist da zuvor bei UAE passiert? Plötzlich, etwa 80 km vor dem Ziel, waren sie ja komplett weg und das Tempo ging wieder deutlich runter. Was war denn da los, hat das jemand verstanden?

            Ansonsten:
            – Hätte MvP was anders machen können? Ja, sicher. Hätte er gewinnen können? Nö, sicher nicht. Er hat es schon ganz clever gemacht. Hat sich etwas zurückgehalten, hat die nicht versucht auf Biegen und Brechen dran zu bleiben. Trotzdem nach dem Paterberg immer noch im Reichweite und hat es dann ja noch einmal ein paar Kilometer versucht.
            – Remco mit sehr gelungenem Debüt. Mal sehen, ob das auf seinem Rennkalender bleibt.
            – Wout hat es nicht mehr so an den Rampen, etwas erstaunlich, dass er da auch Remco ziehen lassen musste.
            – Pedersen fehlt einfach noch ein wenig die Form, mal sehen, ob es bei PR besser aussieht.

            als Antwort auf: Ronde van Vlaanderen #779381
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              Ich hatte mir neulich nochmal aus Interesse die WM 2022 angeschaut, wo Remco im Straßenrennen von Wollongong Weltmeister wurde. Das war aus meiner Sicht sein bisher eindeutig bestes Rennen. Da hat er bei einem Saisonhöhepunkt alles mit Rang und Namen in Grund und Boden gefahren, inklusive Pogacar (okay, MvP nicht, bzw. der ist ja nach 30km wegen den Vorkommnissen in seinem Hotel frühzeitig ausgestiegen). Damals war er 22 Jahre alt, jetzt ist er 26 und aus meiner Sicht nicht besser geworden, sondern sogar eher etwas schwächer, vor allem in den Bergen. Ich mag den Kerl ja, gerade weil er bestimmt nicht stromlinienförmig ist, auch wenn er manchmal schon fast etwas überheblich wirkt. Ich würde ihm den Sieg wirklich gönnen, aber dafür bräuchte es sehr besondere Umstände an die ich nicht recht glauben kann. Aber möge er mich in wenigen Stunden eines Besseren belehrt haben….

              als Antwort auf: Ronde van Vlaanderen #779369
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                Bis Vorbereitung im Rennmodus im Norden hätte schon gut getan mE. Wenn ein guter RSL/SL-Skifahrer sein Repertoire auf Abfahrt erweitern will, schickt man ihn doch auch nicht als erstes nach Bormio oder auf die Streif. Eher mal auf der Saslong etwas das Gefühl kriegen oder so.

                Das Ganze ist eh ein wenig schräg. Man hielt es ja für nötig, dass mit Remco bereits im Dezember ein „Undercover“-Video (kann man sich heute auf You-Tube anschauen) gedreht wurde, wo a) bereits feststeht, dass er die Ronde fährt und wo er b) dann die einzelnen Abschnitte fährt und kommentiert, aber c) bereits dort sagt, dass das Video erst viel später veröffentlicht wird.
                Mir kommt es so vor, als sei ihnen Remcos möglichst lange geheimgehaltene Teilnehme an der Ronde vor allem als Marketing-Angelegenheit sehr wichtig gewesen. Hätte Remco dieses Frühjahr an einigen Kopfsteinpflaster-Klassikern teilgenommen, wäre der Überraschungseffekt vermutlich verpufft. Nun sieht es fast so aus, als hätte man auf die Vorbereitung absichtlich verzichtet, nur um den Überraschungseffekt nicht zu gefährden. Ich will nicht behaupten, dass es genauso gewesen ist, aber es wirkt auf mich jedenfalls irgendwie zu gewollt.

                als Antwort auf: Ronde van Vlaanderen #779363
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                  Schade übrigens, dass Pitcock nicht dabei ist. Ich bin mir nicht sicher, ob die Ronde auf seinem Rennplan stand dieses Jahr, aber er war ja in bombenform. Nach den Sturz auf der 5. Etappe in Cataluya war das dann wohl eh keine Option mehr. Er startet erst wieder bei Pfeil von Brabant in gut 2 Wochen.

                  Arnaud de Lie jetzt auch abgemeldet. Der Rückenwind im Finale jetzt noch etwas stärker angesagt (Stärke 5, also 30-40km/h) und der Koppenberg ist wohl immer noch sehr matschig, das wird die Crosser freuen.

                  als Antwort auf: Ronde van Vlaanderen #779356
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                    Evenepoel, Wout van Aert und MvP in der Verfolgung dürfte das Szenario sein, dass Pogacar am meisten fürchtet. Alle drei sind dafür bekannt, dass sie dann auch voll fahren und nicht versuchen herumzutaktieren. Ich schätze dieses Jahr Wout genauso gut ein wie Matthieu, wenn nicht sogar einen klein wenig besser in der Ausdauer (nicht direkt an den Rampen, da sehe ich MvP noch vorne). Kurze, steile Rampen kann aber auch Evenepoel sehr gut. Sein größtes Problem sehe ich am Koppenberg. Und deshalb vermute ich auch, dass Pogacar da schon mal voll reinhält um mindestens einen von den dreien loszuwerden und die gefährliche Dreierkombination zu entschärfen.

                    Wettervorhersage: was ich bisher gelesen habe (kann sich ja wie bei MSR noch ändern): Den Fahrern droht den ganzen Tag über eine geringe Regenwahrscheinlichkeit sowie ein Wind aus westlicher Richtung, der zeitweise recht stark wehen wird. Zu Beginn des Tages wird dies größtenteils Gegenwind sein, doch bevor der Hauptteil des Rennens erreicht wird, gibt es einige Abschnitte mit Seitenwind, die besondere Aufmerksamkeit erfordern.
                    Auf dem Weg zum Ziel in Oudenaarde haben die Fahrer Rückenwind, was Angreifern und jenen zugutekommt, die auf den Anstiegen des Tages den Unterschied machen.

                    als Antwort auf: Ronde van Vlaanderen #779349
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                      Was zuerst wie ein Aprilscherz aussah, hat sich nun bestätigt, Remco fährt am Sonntag mit in Flanderen. Gute Entscheidung, finde ich. Er muss das Rennen ja erst einmal als Fahrer kennenlernen, aber ich denke, er kann mit ein Teil zur Entscheidung beitragen. Ich halte es zwar für nahezu ausgeschlossen, dass er Pogacar an den letzten beiden Rampen folgen kann, aber er könnte als Tempobolzer Teil einer kleineren Verfolgergruppe sein, die dann von hinten wieder Fahrer einsammelt. Denn die Ausdauer für solche Rennen hat er defintiv.

                      als Antwort auf: 1.x Rennen 2026 #779348
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                        Wout van Aert sollte das Mut machen, er war mit klarem Abstand der stärkste Fahrer. Vor allem scheint bei ihm die Form in den letzten Wochen sogar immer noch ein Stückchen besser zu werden. Heute sicherlich seine bisherige Saisonbestleistung. Ich bin wirklich gespannt wie er sich am Sonntag schlägt.

                        als Antwort auf: E3-Preis / Gent-Wevelgem #779323
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                          Zumindest ein klein wenig überraschend, dass MvP und van Aert trotz 1:07 min Vorsprung nochmal eingeholt wurden. Ich denke, sie haben sich an einer Stelle etwas verpokert. Als Vermeersch wieder auf 11 Sekunden herankam, haben die beiden wieder etwas mehr Gas gegeben und konnten Vermeersch erneut weiter distanzieren. Das heißt aber auch, sie haben zu zweit zuvor schon versucht jeweils ein bisschen einzusparen für den Sprint. Hätten sie da weiter durchgezogen, vermute ich jedenfalls, hätte es reichen können.

                          Im Sprint war dann Lund Andresen auf der falschen Seite und hat zu viel Wind abbekommen, sonst wäre es noch eng geworden für Philipsen. Eigentlich ein sehr ungewöhnlicher Fehler, weil Andresen zuvor die Zeit gehabt hätte sich die bessere Seite auszusuchen.

                          • Diese Antwort wurde vor 1 Monat, 3 Wochen von Avatar-FotoJoelle van Dyne geändert.
                          als Antwort auf: Milano – Sanremo #779269
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                            Naja, die Story scheint mir jetzt ein bisschen arg aufgeblasen. Die Profis haben so feine Sensoren im Hintern, wenn da auch nur die kleinste Kleinigkeit irgendwo wackelt oder schleift, merken die das sofort.

                            als Antwort auf: Milano – Sanremo #779255
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                              Mitfahren richtig, und der KV vermutet wie gesagt dass er vielleicht etwas weniger gegeben hat, weil unten am Poggio war das ganze ja recht knapp.

                              Sowohl Pidcock als auch MvP sind ja nur bedingt mitgefahren. Pidcock etwas mehr als MvP. Pogacar ist dieses mal wirklich sehr, sehr viel von Vorne gefahren, im Vergleich zu letzten Jahr mit Ganna und MvP. Deswegen schrieb ich auch zuvor: Pogacar hat ein unfassbares Selbstvertrauen und richtig viel Mut gezeigt. Aber Deine Beobachtung ist trotzdem richtig: Dass es am Fuße des Poggio nur noch 8 Sekunden waren, lag tatsächlich daran, dass alle 3 ein bisschen rausgenommen haben, wenn sie in der Führung waren. Die ca. 10 km in der Ebene zwischen Cipressa und Poggio war auch der einzige Streckenabschnitt, wo sich alle drei in der Führung regelmäßig abwechselten, auch wenn Pogacar jeweils immer deutlich länger führte.
                              Ansonsten muss man aber auch nochmal sagen, dass MvP in solchen Rennen bisher immer mitgeführt hat. Er gehört nun wirklich zu den Fahrern, die sich nie verstecken, auch dann nicht, wenn er selbst schon ziemlich am Limit war. Es gab genügend Rennen, die er deshalb im Finale nicht mehr gewinnen konnte. Und trotzdem ist es das Beste was er für seine Karriere und seine Erfolge tun konnte, weil jeder im Feld gerne mit ihm fährt und genau weiß, dass MvP nie kneift. Auf diese Weise hat er eben auch sehr viele Rennen gewinnen können.

                              Aber schon mal jetzt gefragt: Soll Mathieu mitfahren wenn die 2 mal in Flandern alleine vorne sind? Soll Mathieu mitfahren wenn die 2 in Roubaix allein vorne sind?

                              Naja, in Roubaix auf jeden Fall, da ist er weiterhin Top-Favorit. Die Frage ist eher, wie er sich jetzt bei der Flandern-Rundfahrt verhält. Im Grunde muss er davon ausgehen, dass er selbst in absoluter Topform, spätestens bei der letzten Doublette Kwaremont-Paterberg im Anstieg abgehängt wird von Pogacar. Da ist es quasi genau umgekehrt, da ist Pogacar so gut wie unschlagbar. Gibt aktuell keinen Fahrer auf der Welt, der ihm dann noch folgen kann, wenn er plötzlich entfesselt, Vollgas gibt. Und da würde ich schon sagen, dass MvP sich was einfallen lassen muss. Ich fürchte nur, es wird ihm nicht mal etwas nützen, wenn er vorher nicht führt und versucht ein paar Körner zu sparen. Pogi wird ihm trotzdem an den beiden Steigungen davon fahren.

                              Sogar Olympia in Paris ausgelassen, dass wäre doch klar einer der 4 Favoriten gewesen, Wout+Remco vs Mathieu und Tadej. In dieser Hinsicht ist er etwas ein „Feigling“… Lieber nicht versuchen als zu verlieren.

                              Ach nee, komm KV. Das hat er doch nicht ausgelassen wegen seiner Fitness?! Er war ja angemeldet und hatte sogar noch voll Bock bekundet mit seiner Urska Paris unsicher zu machen. Ich denke er wäre da in jedem Fall gefahren, hätte sich der slovenische Verband nicht wie ein Haufen Vollidioten verhalten und ihre beste Fahrerin einfach ausgebootet.

                              Und was das Tour-Vuelta-Double betrifft. Ich vermute, er hat bei seinem Giro-Tour-Double begriffen, dass er das durchaus kann, dass es aber ein wenig darauf ankommt, wie die erste der beiden Rundfahrten verläuft. Wenn er die Tour gewinnen kann, ohne sich voll verausgaben zu müssen, dürfte ein Tour-Vuelta-Double durchaus drin sein. Die Tour hat halt leider das Problem, dass sie einen Fahrer nicht nur auf dem Rad auslaugt, sondern auch durch den immensen Rummel und die ganzen Medienmanfragen. Eigentlich wärs gescheiter, er würde das nächste Double als Giro-Vuelta anpeilen. Aber da macht nicht zuletzt wohl sein Sponsor nicht mit. Vielleicht nach seinen sechsten Tour-Sieg? :whistle:

                              Ausser er fährt plötzlich doch ncoh etwas mehr diesen Frühling, also E3, Amstel, Flèche

                              Ja, das würde ich mir sehr wünschen. Ich würde kaum verstehen, warum er in der Romandie fährt und dafür Amstel und Flèche opfert. Macht für mich überhaupt keinen Sinn.

                              aber der KV hofft er kommt weiterhin. Lieber 2x als 1x gewinnen!

                              Dito! Jetzt kann er doch da ganz entspannt mitfahren…. :yahoo:

                              als Antwort auf: Milano – Sanremo #779243
                              Avatar-FotoJoelle van Dyne
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                                Und Debora Silvestri scheint es Gott sei Dank wieder besser zu gehen. Der Sturz kopfüber über die Leitplanke in die Tiefe erinnerte mich sofort wieder an Wouter Weylandts Sturz und ließ Schlimmstes befürchten.

                                als Antwort auf: Milano – Sanremo #779242
                                Avatar-FotoJoelle van Dyne
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                                  Nur weil er eher wieder aufstand und eher ins Feld zurückkam, heißt es ja nicht unbedingt, dass er glimpflicher davonkam.

                                  Ja, das kann schon sein. Obwohl es jetzt schon wieder Leute gibt, die an ihm (MvP) zweifeln, hat er ja gestern keine schlechte Leistung gebracht. Er war überhaupt einer von 2 Fahrern, die an der Cipressa mitgehen konnten. Zum Vergleich: Ganna konnte es dieses Jahr nicht. Und auch am Poggio hat er ja nicht „versagt“. Er hat den 8-Sekunden-Vorsprung vor dem Feld bis weit in die Abfahrt hinein gehalten. Will (auch) sagen: diese Leistung konnte er trotz Verletzung bringen, und zwar rauf wie runter, was seinen verletzten Finger und das eingeschränkte Bike-Handling betrifft.

                                  Auf der anderen Seite jedoch fällt er am Poggio erstaunlich einfach und ohne größere Gegenwehr zurück. Er geht aus der Führung, Pogacar übernimmt und MvP kann das Tempo nicht mehr halten (bei ca. 3-4% Steigung an dieser Stelle). Das sah schon sehr merkwürdig aus. Im Interview meinte MvP, er hätte schon an der Cipressa gemerkt, dass er an sein Limit kommt und hätte in dem entscheidenden Moment, als er am Poggio reißen ließ, für sich schon entschieden sein eigenes Tempo zu fahren. Den MvP, den ich bisher an Monumenten kennen gelernt habe, hat sich noch nie so entschieden. MvP fuhr einfach im Finale mit, bis ihm der Motor platzte oder die Zielgerade erreichte. „Klein beigeben“ war noch nie seine Sache.

                                  Ich weiß es natürlich auch nicht, aber für mich ist die aktuell wahrscheinlichste Vermutung die, dass er doch nicht ganz die Form des letzten Jahres hat. Aber er hat ja noch 2 Wochen bis zur Ronde und 3 bis PR.

                                  als Antwort auf: Milano – Sanremo #779237
                                  Avatar-FotoJoelle van Dyne
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                                    Ja, dieses mal hat sich Philipsen für MvP geopfert. Ich bin mir nicht so sicher, wie ich MvP hier beurteilen soll. Sicherlich ist so ein Sturz nicht optimal und es kostet auch Kraft wieder ins Feld zurück zu fahren. Aber MvP war dafür früher wieder zurück im Feld als Pogacar und dann auch deutlich besser positioniert bei der Einfahrt in die Cipressa. Im Normalfall hätte ich vermutet, dass der Sturz und die Rückkehr an die Spitze Pogacar etwas mehr Körner kosten würden als MvP. Aber man sah dann schon am Gesicht MvPs weit vor der Poggio-Auffahrt, dass er ganz schön knautschen musste. Ich vermute, dass es heute heute für MvP auch ohne den Sturz nicht gereicht hätte. Vielleicht war es einfach ein gebrauchter Tag oder er hat den Stress rund um den Sturz weniger gut verkraftet als Pogacar? Ich bin gespannt, wie gut er sich in 2 Wochen an der Ronde präsentiert….

                                    Für UAE und Pogacar war der heutige Tag sicherlich auch ein bisschen absurd. Sie versuchen seit Jahren ihre Renntaktik bei MSR immer besser abzustimmen und ausgerechnet bei der Austragung, wo nun so ziemlich alles schief geht, gewinnen sie plötzlich… War Pogacar heute so gut? MvP heute etwas schwächer? Wahrscheinlich von beidem ein bisschen.

                                    als Antwort auf: Milano – Sanremo #779232
                                    Avatar-FotoJoelle van Dyne
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                                      Also bei Pogacar muss man schon sagen, dass war ein Triumpf des Willens und eines ungeheueren Selbstbewusstseins. Nicht nur dass er nach dem Sturz zurückkommt, sofort wieder unzweifelhaft die Kapitainsrolle annimmt, sondern trotz leichtem Gegenwind angreift, die Cipressa komplett von vorne fährt, auch den Poggio, die Abfahrt und dabei immer wieder beschleunigt. Also keinerlei Versuch da noch irgendein Körnchen zu sparen, immer volle Lotte bis zum Sprint.

                                      als Antwort auf: Milano – Sanremo #779206
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                                        Wer soll denn jetzt für UAE das Finale anfahren, nachdem Christen raus ist?

                                        als Antwort auf: Milano – Sanremo #779185
                                        Avatar-FotoJoelle van Dyne
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                                          PS: Wetter: angeblich soll es am Samstag regnen, bzw. hohe Regenwahrscheinlichkeit und 12-15 km/h Rückenwind im Finale.

                                          als Antwort auf: Milano – Sanremo #779184
                                          Avatar-FotoJoelle van Dyne
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                                            Also wenn UAE an der Cipressa ernst macht und Pogacar wieder voll angreift, sehe ich außer vielleicht noch Mads Pedersen niemanden aktuell von den Sprintern, der dann noch im Finale eine Rolle spielen könnte. Und Mads Pedersen ist ja leider nicht dabei.

                                            Für MvP ist das natürlich auch ideal. Er hatte letztes Jahr aus meiner Beobachtung heraus wirklich überhaupt keine Probleme an der Cipressa dran zu bleiben. Er hat Ganna noch als Windbrecher genutzt, so lange dieser konnte und als dieser dann reißen lassen musste, ist MvP problemlos zu Pogacar wieder aufgefahren. Ich vermute stark, dass MvP überhaupt nichts dagegen hat, wenn UAE seine Taktik aus dem Vorjahr wiederholt. Das einzige was MvP wirklich Kopfzerbrechen bereiten kannd, ist das Szenario mit Del Toro. Dann gewinnt er dieses mal nicht. Aber wie KV auch schon andeutete, ich glaube nicht mal, dass Del Toro bei einem Antritt von Pogacar gleich mitkommt. Vielleicht käme er später wieder ran, wenn Pogacar die Führung verweigert. Aber in dem Szenario müsste Del Toro alleine von hinten kommen. Aber auch das ist fraglich, z.B. ist Pidcock ja gerade auch in super Form, also eher kommt Pidcock noch direkt mit Pogi und MvP mit.

                                            Für UAE ist das wirklich ganz schön vertrackt. Für mich ist MvP nicht nur der 60:40-Favorit, eher schon so 70:30 oder sogar 80:20. Die größte Chance für Pogacar diese Austragung zu gewinnen, würde ich noch darin sehen, dass MvP bei der Einfahrt in die Cipressa die Position verliert. Da könnte UAE noch versuchen taktisch dran zu arbeiten.

                                            als Antwort auf: Milano – Sanremo #779161
                                            Avatar-FotoJoelle van Dyne
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                                              Das Fehlen von Wellens und Narvaez ist aus meiner Sicht eine klare Schwächung für UAE. Die beiden haben insebondere für MSR Fähigkeiten, die sich nicht so einfach ersetzen lassen.

                                              Pogacar hat jetzt im Interview gesagt, dass er sich vorallem nochmal den Poggio genau angeschaut hat. Keine Ahnung, ob er da vielleicht auch eine falsche Fährte legen wollte, aber seinen Angriff auf den Poggio zu verlegen, wäre aus meiner Sicht ein schwerer taktischer Fehler. Mit zwei so starken Bergfahrern wie Del Toro und Pogacar muss UAE im Prinzip versuchen jede Steigung zu nutzen, insbeondere natürlich die Cipressa-Steigung. Del Toro hat ein wenig das Problem, dass er meist ein paar Meter braucht, bis sein Motor dann auf volle Touren kommt. Da wäre Narvaez, wie bei der Tour, eigentlich der ideale, finale Anfahrer gewesen. Es wird natürlich auch wieder viel davon abhängen, wie sich die letzten UAE-Fahrer vor der schwierigen Einfahrt positionieren können. Im Grunde muss UAE da alleine einen Helfer opfern, der die Mannschaft dann an der Spitze hält. Danach brauchen sie vermutlich noch 2 weitere Fahrer, bis Pogacar und/oder Del Toro dann richtig angreifen können. Dann wären schon 3 Helfer „verbraucht“. Pogacar und Del Toro haben aber nur 5 Helfer, Jan Christen, Felix Grossschartner, Brandon McNulty, Domen Novak und Florian Vermeersch. Als letzter Helfer und finaler Anfahrer dürfte vermutlich Christen eingeplant sein. Wie sie den Rest aufteilen kann ich aktuell nicht erahnen. Vermeersch vermutlich der mit der besten Form vom Rest.

                                              Alpecin hat ja die letzten beiden Austragungen gewonnen, da könnte UAE dieses mal auch ein bisschen Pokern. Man kann natürlich am Start einen Fahrer für die Verfolgung abstellen, aber diesen anweisen nicht mehr zu tun als unbedingt nötig und dabei durchaus akzeptieren, dass der Vorsprung der Ausreißer groß wird. Auch so kann man eventuell das Finale dann extrem schnell machen, ohne selbst alles machen zu müssen.

                                              Für Alpecin und MvP ist die taktische Chose ja hingegen sehr einfach, er muss einfach nur immer an Pogacar dranbleiben und dann im Schlußsprint am Ende vorbeigehen. Wenn UAE das Rennen an der Cipressa nicht schwer genug macht, haben sie noch Philipsen als Joker in der Hinterhand. Schade, dass es Mads Pedersen aufgrund der Komplikationen mit seinem gebrochenen Handgelenk nicht mehr rechtzeitig geschafft hat mitzuwirken, er könnte das taktische Konzept von Alpecin und UAE noch aus dem Gleichgewicht bringen. An Ganna glaube ich im Moment noch nicht so sehr, er scheint nicht dieselbe Form zu haben wie im letzten Jahr. An Van Aert glaube ich generell nicht mehr, auch wenn ich es ihm sehr gönnen würde. Wer bleibt dann noch realistischer weise, zumindest wenn das Finale schon an der Cipressa beginnt? Pidcock und…? Nicht mehr so viel, denke ich. Nur wenn sich das Finale wieder auf den Poggio konzentriert, können evtl. weitere Fahrer um den Sieg mitkämpfen.

                                              Hauptfavorit bleibt aber MvP, seine Fähigkeiten passen einfach ideal zu diesem Rennen. Nur wenn er nicht ganz die Form vom letzten Jahr erreichen sollte, hat Pogacar eine realistische Chance.

                                              als Antwort auf: Tirreno Adriatico #779132
                                              Avatar-FotoJoelle van Dyne
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                                                Trotzdem ist del Toro in dieser Form gefährlich, weil was passiert wenn Pogacar dieses Jahr stark genug ist um Ganna abzuhängen und nur del toro und van der poel an seinem Rad bleiben? Generell, was passiert wenn nach dem Cipressa die beiden UAEs in einer Gruppe von 5 sind. Fangen sie dann an, abwechselnd zu attackieren um die anderen müde zu machen?

                                                Genau das denke ich auch. UAE und insbesondere Pogacar müssen unbedingt die Del Toro-Karte spielen, das ist aus meiner Sicht ihre größte Chance in San Remo zu gewinnen, auch wenn vielleicht dann Del Toro der Sieger ist. Das sollte Pogacar in Kauf nehmen, weil dann seine Chancen in den kommenden Jahren deutlich steigen würden, nach einem Del Toro-Sieg, denn dann könnte MvP den nicht mehr fahren lassen und müsste höchstwahrscheinlich selbst Führungsarbeit verrichten.

                                                Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass UAE diese Szenarien durchgespielt hat, so dass man eigentlich nur noch raten muss, wer von den beiden zuerst angreift. Das ist dann allerdings wieder sehr knifflig.

                                                Alles von vorne, ja, ein paar Km, sorry das killt jetzt auch keinen Profi.

                                                Normal vermutlich nicht, aber laut ES-Kommentatoren herrschte wirklich starker Gegenwind auf den letzten Kilometern. Del Toro wird sich da die Kräfte eingeteilt haben, was ja sein Schlußsprint auch belegt.

                                                Das sind ja jetzt ohnehin nur Spekulationen und genau wissen tue ich auch nichts. Ich war eben überrascht, dass MvP am Ende komplett die Luft ausging, obwohl er den Sprint nicht anziehen musste und obwohl sie da schon im Flachen waren. So Dinger hat MvP eigentlich locker drauf, so ist er in Glasgow z.B. auch Weltmeister geworden (innerhalb des Anstiegs auf der Montrose Street gabe es 200 Metter mit durchschnittlich 14%). Der einzige Grund für mich hier MvP nicht auf Sieg zu tippen, wäre gewesen, dass ich mir nicht sicher gewesen wäre, ob er die Etappe auf Sieg fährt. Ansonsten wäre er für mich klar der Favorit gewesen, ohne Wenn und Aber, nach seiner Omloop-Performance.

                                                Aber…hätte, hätte Fahrradkette, ich tippe ja nicht :scratch:

                                                als Antwort auf: Paris-Nice #779127
                                                Avatar-FotoJoelle van Dyne
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                                                  Wirklich sehr bedauerlich, dass Ayuso da rauscrasht, ich hätte das Duell wirklich gerne gesehen. Aber zumindest scheint er sich nichts gebrochen zu haben.

                                                  als Antwort auf: Tirreno Adriatico #779126
                                                  Avatar-FotoJoelle van Dyne
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                                                    Das war eine Mauer

                                                    Naja, 1,2 km x 7,1% ist für mich keine Mauer, ein Rämpchen vielleicht, da oben hinaus aber deutlich abflacht. Wenn MvP an so einer Ankunft Del Toro nicht klar distanzieren kann, nachdem zuvor Del Toro wirklich alles von Vorne im Wind gefahren ist, wundert mich das schon ein wenig. Pelizzari greift ja etwa bei 200 Meter vor dem Ziel an, da konnte MvP nochmal in den Windschatten gehen, erst ca. 100 Meter vor dem Ziel geht MvP in den Wind und da ist es bereits nahezu wieder komplett flach. Also final war das kein Mauersprint und MvP geht am Ende richtiggehend ein. An der Cipressa, gegen Pogacar muss er da jedenfalls 20-30% mehr zeigen, da reicht diese Performance nicht, vermute ich jedenfalls mal sehr stark. Er ist zumindest noch ein ganzes Stück von seiner Bestform entfernt gewesen, da bin ich mir doch relativ sicher. Aber er hat ja noch 1,5 Wochen Zeit bis zum ersten großen Showdown.

                                                    als Antwort auf: Tirreno Adriatico #779123
                                                    Avatar-FotoJoelle van Dyne
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                                                      Aus meiner Sicht die letzten 10 km eine der unterhaltsamsten dieses Jahr bisher. Del Toro unfassbar stark, nachdem er die ganze Zeit gefahren ist noch so nah an mvdp ranzukommen, für MSR bin ich da wirklich gespannt.
                                                      Aus meiner Sicht hätte es van der Poel nichts gebracht, das Zeitfahren voll zu fahren, die 3 km 9% sind zu hart für ihn und auch wenn er ein recht solider Zeitfahrer ist hätte er da glaube ich nichts auf del Toro und Pellizarri rausgeholt. Heute Sprint, Frage ob Milan überleben kann, ich sag Magnier gewinnt, aber mal schauen.

                                                      Ja, interessant, dass Du das schreibst, ich hatte dasselbe Gefühl. MvP hätte das ja sogar noch fast verloren, wenn die Ziellinie 10 Meter weit weg gewesen wäre. Also entweder war Del Torro gestern unfassbar stark oder MvP ist noch nicht ganz da, wo er am Ende sein muss.

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