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Wurde bei der letzten Stimmabgabe „Ich habe abgestimmt vergessen“?
Unabhängig davon, ob das jetzt rein rechnerisch signifikant ist oder nicht – habe jetzt keine Lust das nachzurechnen – wird hier glaube ich ein typischer Anfängerfehler in der Statistik gemacht.
Nämlich in einer Stichprobe nach irgendwelchen Auffälligkeiten gesucht und sich DANACH eine Deutung überlegt (oder auch nur behauptet, dass es eine geben muss, Frank hatte ja noch keine Deutung). Seriöse Statistik arbeitet aber IMMER so, dass zuerst eine Theorie völlig unabhängig von Daten aufgestellt wird und diese dann anhand eines Tests verifiziert wird.
Sonst hat man das Problem, wenn man nur genug Thesen durchprobiert, findet man IMMER etwas. Signifikanz ist überlicherweise so definiert, dass die Wahrscheinlichkeit unter 5% sein muss. Wenn ich 100 unabhängige Thesen teste, werde ich selbst bei zufälliger Verteilung im Schnitt 5 Treffer haben.
Bei 12 Monaten ist die Wahrscheinlichkeit halt das relativ hoch, dass es bei einem der Monate Auffälligkeiten gibt.
Ja die Etappe kann gefährlich werden, wenn auch in erster Linie nur durch Andy, oder durch einen Einbruch. Aber die Pyrenäen halt auch, ist also nicht die einzige gefährliche Etappe.
Ja was diese Etappe betrifft, dürfte Schleck Contador vermissen, sonst könnten sie was wie 2010 durchziehen. Isngesamt wird er ihn wohl kaum vermissen, da seine Chancen die Tour zu gewinnen eher minimal wären.
Quote:Original von Ventil
Die einzige kritische Etappe für B. Wiggins.Meinst du das wirklich ernst? Wie wäre es z.B. mit den 2 Pyrenäen Etappen?
Ja das ist schon richtig, das das was anderes ist, aber das Hauptproblem ist, dass es nach dem Croix de Fer zu lang (und zu leicht) ist, was frühe Angriffe nur bedingt lohneswert erscheinen lässt, wenn man nicht gerade ein Überbergfahrer ist.
Würde mich natürlich freuen, wenn ich mich irre. Und mit Schleck ist ja durchaus einer dabei dem ichs auch zutrauen würde.
Will mal den Klugscheisser geben und darauf hinweisen, dass Basso das schon 2005 getan hat.

Strecke nicht überragend, aber ok.
Zeitfahren finde ich ok, halt ein bischen zeitfahrlastig, aber was solls. Die Rundfahrten in letzter Zeit im allgemeinen eher berglastig, hier halt mal umgekehrt. Und Möglichkeiten für die Bergfahrer gibts ja schon. Und auch Zeitfahrer Rundfahrten werden ja manchmal von Bergfahrern gewonnen, wie bei F. Schlecks Tour de Swiss Sieg.
Hätte ne Mehrpässefahrt mehr sein können, aber das m.E. nicht das eigentliche Problem. Eher das auch die Merhpässefahrt wohl nicht wirklich zu frühen Angriffe einläd. Der Weg ins Ziel halt doch weit und der Glaubenberg nicht so schwer. Da es die letzte Etappe ist, schon Kamikazeaktionen Marke „jetzt oder nie“ möglich, dürfte aber durch ein halbwegs ordentliches Team zu kontrollieren sein.
Also 2 blanke Bergankünfte schon ok, dafür wäre dann aber ne „richtige“ Mehrpässefahrt die zu frühen Angriffen erfolgsverprechender macht, schön gewesen.
Auf jeden Fall aber besser als so manches was in der Vergangenheit geboten wurde, und auch besser als die immergleiche Strecke der Dauphine (zumindest in den letzten gefühlten 20 Jahren, mal schauen wies diesmal wird).
Ja die Bergetappen sind was frühe Angriffe betrifft schon ok, auf jeden Fall besser als letztes Jahr, insofern bieten sie mehr.
Aber insgesamt letztes Jahr natürlich deutlich schwerer, also deutlich besser geeignet um Zeit gutzumachen.Bzgl. La Toussiere bin ich eher skeptisch. 2006 so ähnlich gefahren, da ist gar nichts passiert. Gut da waren natürlich andere Fahrertypen prägend, bis auf Sastre eher die
Mitroller. Dennoch, vom Croix de Fer ist es schon noch nen Stück bis ins Ziel. Ok kein Flachstück, aber was danach kommt eher leicht, gerade La Toussuire; schwer da nen Angriff durchzuziehen. Die einzigen denen ich das zutrauen würde, sind Contador und Schleck. Bei allen anderen (wie Scarpony, etc.) ist m.E. der Abstand zu den Allroundern (Evans, Menchov, etc.) nicht so groß, dass man das vernünftig durchziehen kann.
Auch die Aubisque-Tourmalet-Aspin-Peyresourde Etappe sieht besser aus als sie ist (bzgl früher Angriffe). Sicherlich sehr schwer, aber vor dem Peyresourde wird sehr wahrscheinlich nix passieren.
Am wahrscheinlichsten ist ein früher Angriff noch am Bales, da ist aber die Gesamtetappe nicht so schwer.Also für die Schleck Contador Klasse gibts sicherlich viele Möglichkeiten, das Feld auseinanderzunehmen. Für die anderen Fahrer macht es wohl mehr Sinn auf den Schlussanstieg zu warten (ggf. mit Ausnahme Bales). Lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren, bin aber skeptisch.
Stimme dir aber zu, dass sicher mehr Action in den Bergen geben wird, um die Zeitfahrkilometer zu egalisieren.
Hmm, ich glaube du bewertest Schleck etwas zu tief. In der From von 2009 & 2010 ist er Favorit, trotz allen Zeitfahrkilometern. Ist halt die Frage, ob er die Form abrufen kann.
Was die Zeitfahren betrifft: Würde nicht sagen, dass er in den Zeitfahren unbedingt 4 bis 5 Minuten verliert. Kann natürlich sein, ist aber wohl die Obergrenze. Könnte auch deutlich weniger sein.
Aber selbst wenn, wenn er in Topform ist, gibt es 3 Etappen, an denen er das Feld zerlegen kann.Was Scarponi betrifft: Wohl eher keine Chance, klar hinter Schleck. Und wegen der Zeitfahren, wohl auch hinter Evans und Co. Richtig ist natürlich, dass er eine Minimalchance hat, während bei einer Teilnahme von Contador diese gegen 0 geht. Sollte aber auf eine für ihn bessere Strecke und einen weiteren Doubleversuch von Contador warten.
Naja die Weichmacher sind schon ein entscheidender Punkt, da die ja wohl stark auf Blutdoping hindeuten. Es wurde ja auch diskutiert, dass wahrscheinlich eine Eigenblutbehandlung stattgefunden hat, und das verwendete Blut eben in einer frühere Phase entnommen wurde, in der er Clenbuterol intus hatte. Deswegen ja auch die geringe Konzentration. Sicher nur Indizien, aber schon ein starker Hinweis.
Nichts desto weniger, die Entscheidung völliger Quatsch. Entweder Freispruch oder Sperre ab jetzt. Und nicht dieser bekloppte Rückwirkungsunfug.
http://www.cyclingnews.com/news/cas-sanction-contador-with-two-year-ban-in-clenbuterol-case
Was für ein Irrsinn. Es gibt tatsächlich eine Zweijahressperre, aber die wird rückwirkend angerechnet. Damit tarsächlich nur eine Halbjahressperre, allerdings mit Annullierung der in der Zeit ereichten Erfolge. Blöder gehts ja nun nimmer. Wenn schon, dann die alten Erfolge lassen, bis auf die Tour bei der der positive Test war, und ab jetzt zwei Jahre.
So ist das ja völliger Unfug, da etliche Rennen, dann nur unter Vorbehalt gefahren werden, weil vielleicht eine nachträgliche Sperre folgt.Naja für Tour 2012 freuts mich ganz opportunistisch. Die wird ohne Contador sicherlich spannender.
Naja, ist und bleibt eine bescheidene Veranstaltung, verglichen mit richtigen Grand Tours. Mehrpässefahrten sind einfach das Salz in der Suppe.
Und das ist noch nicht mal das einzige Manko. Ebenso nicht vorhanden, sind auch Ankünfte nach einer Abfahrt. Anstelle der gefühlten 150 Bergankünfte, hätte die eine oder andere Ankunft im Tal für Abwechslung gesorgt.
Abgesehen von diesen 2 „Kleinigkeiten“ dann ganz ok. Positiv, dass es so viele mehr oder weniger GK relevante Etappen gibt, mit den Hügelankünften und Zeitfahren summiert sich das ja auf insgesamt 12 Etappen. Ich denke, es wird auch auf vielen dieser Etappen was passieren; gerade weil es keine hammerschweren Etappen gibt, werden einige ein stetes Sekundensammeln versuchen.
Hab es nicht so mit dem ganzen Kleinkram.
Deshalb raus:
Settimana Ciclista Internazionale di Coppi e Bartali
3 Tage von de Panne
4 Tage von Dünkirchen
Österreich-Rundfahrt
Portugal-RundfahrtRein:
nix
Ja wäre an sich ne nette Idee. Kommt halt darauf an wie lange die Abfahrt ist, obs darin Flachstücke gibt.
Normalerweise würde ich sagen gibts vor dem 2. Aufstieg eh keine Angriffe; wenn es aber eine steile kurvige Abfahrt ist, ohne größere Flachstücke, was ich mir von der Beschreibung her vorstellen könnte, dann hat eine Verfgolgergruppe keine große Vorteile gegenüber dem/den einzelnen Vorausfahrern. Je nach Stand im GK, könnte es sehr spektakulär werden.
Wäre auf jedenfall was passendes für das Jubiläum.
Glaube aber nicht dran, dass sie das am Schlusstag machen; gerade bei der Jubiläumstour, werden sie die klassische Triumphfahrt nach Paris mitnehmen wollen. Tippe, wie schon von Jaja vermutet, auf den vorletzten Tag.
Naja, die Überweisung ist wohl unbestritten und nur sehr vage erklärt („Geld geliehen“).
Dazu gibts wohl ne Email von Kolobnev, die sehr eindeutig ist. Wenn sich die Email nicht als Fäschung herausstellt, ist wohl was dran.
Mal schauen.
Wäre ungefähr das gleiche.
Finde ich beides schlimmer als Doping, weil zumindest meiner Meinung nach die Topfahrer alle dopen.
Motor oder Bestechung ist direkter Betrug.
Wobei eigentlich Motor am schlimmsten, weil das wirklich Betrug am Konkurrenten ist.
Bei der Bestechung haben sich ja zwei geeinigt von denen eh einer gewonnen hätte und somit keiner betrogen. höchstens der Zuschauer.
Also „Erbärmlichkeitsrangliste“ (Listen sind ja hier momentan sehr beliebt):
1. Motor (und andere Betrügerreien, wie z.B. Abkürzung fahren. Wobei das fast schon wieder cool wäre, wenn jemand es schafft ne Akürzung zu nehmen, ohne das es einer merkt.)
2. Bestechung
3.DopingWenn das stimmt, wäre es echt krass. Bin ja großer Fan seiner Fahrweise, weil immer Attacke.
Das wäre aber der moralische Bankrott.
Bin zwar kein Schiedsrichter, aber würde mich interessieren, ob ihr Basso wirklich nicht zu den Top Ten am Berg zählt? Oder einfach vergessen?

Muss mich (leider) in den meisten Punkten, den Vorrednern anschließen:
1. Gilbert. Die Vorredner haben fast schon alles gesagt, hinzuzufügen villeicht noch, dass viele Siege mit Ansage herausgefahren wurden.
2. + 3. Contador und Evans. Wurde auch schon alles gasegt. Geht mir wie dem Ventil, kann mich da nicht richtig entscheiden. Kann Midas aber nicht zustimmen, dass das bei Evans die übliche Fahrerei war; war schon einiges stärker al sin den letzten Jahren, wenn es auch von den Schwächen von Contador und Schleck profitiert hat.
4. Cavendish. WM und in den Sprints eine Klasse für sich.
5. T. Martin. Zu den Klassikerfahrern, Rundfahren und Sprinter, soll sich noch ein Zeitfahrer gesellen. Und in dieser Disziplin war er heuer eine Klasse für sich.
Quote:Original von VentilIm Grunde gibt es sehr wenige Rennen bei denen man sich als „Grosser Sieger“ in die Geschichtsbücher eintragen kann.
Ronde de Vlaanderen
Paris Roubaix
Liège–Bastogne–Liège
Montepaschi Strade Bianche
Giro d’Italia
Giro dell’Emilia
Giro di LombardiaDer Rest wird durch Edelhelfer, Züge und Lutscherpläne gewonnen.
Ja klar, z.B. die Toursiege Armstrongs alles nur Edelhelfer und Lutscherpläne.
Natürlich braucht man bei Grand Tours Helfer (übrigens auch beim Giro). Gerade das sorgt doch dafür, dass zumeist auch der stärkste Fahrer gewinnt. Ohne Helfer wäre das ganze viel Zufallsabhängiger:
Da ja keiner bei allen Angriffen mitgehen kann, und auch keiner so stark ist alles alleine nachzuführen, ist man auf die Mithilfe anderer angewiesen, die mal kommt oder auch nicht. Helfer sorgen ja in erster Linie dafür, die Favoriten solange beisammenzuhalten, bis die Etappen in die entscheidende Phase kommen. Danach dann kann ein Edelhelfer zwar auch noch helfen, es kommt aber in allererster Linie auf die eigene Stärke an, man kann ja keinen den Berg hochtragen.Gerade bei Eintagesrennen sind aber natürlich die Siege, die „alleine“ herausgefahren werden, die schönsten bzw. „größten“. Wobei alleine natürlich auch relativ ist, da ja auch irgendjemand auf den ersten 200 km das Feld zusammenhalten musste.
Und Siege wie die von Nuyens sind halt etwas unbefriedigend, da er keinen Beitrag zum Rennen geleistet hat, nur gelutscht, und auf den letzten Kilometer wie aus dem Nichts auftaucht.
Im Gegensatz zu Lappi bin ich aber der Meinung, dass das bei Zaugg schon was ganz anderes war. Dass er bei ner Kamikaze-Aktion gefühlte 150 km vor dem Ziel nicht mitgeht, ist wohl nur vernünftig. Und am letzten Hügel (auf den dieses Rennen nun mal zugeschnitten war) hat er aus eigener Kraft alle demontiert und ist solo zum Sieg gefahren.Quote:Original von Lapébie
Das Ventil hat uns über Doping aufgeklärt, ja. Es hat uns aber auch Cancellaras Siege verleidetDas ist leider war. Cancellara war mir eigentlich immer sympathisch, seine Siege ja wirklich meistens sehr stark rausgefahren, machte Spaß.
Aber seit den ganzen Lobgesängen (bzw. den genauso absurden Apologien, wenns mal nicht so läuft) bin ich da etwas ambivalent, immer etwas Schadenfreude dabei, wenn er eins drüber kriegt.Zu Ulle: Man kann ja von dem halten was man will. Mir ist in erster Linie gerade das sympathisch, was die meisten kritisieren, dass er sein sicherlich überragendes Talent nur sehr beschränkt umsetzen konnte und durch mangelde Vorbereitung oder was auch immer vieles vergeigt hat. Ein schlampiges Genie halt (Genie natürlich nur aufs Radfahren bezogen, der Hellste ist er ja wohl nicht, die Interviews habe ich zumindest als ganz schlimm in Erinnerung).
Man kann ihn auch scheisse finden, sicher (gerade wenn man genervt ist von der damaligen Ullemanie).
Aber ernsthaft zu Behaupten der Toursieg 2007 wäre nur durch die Helfer zustande gekommen, ist ja wohl lachhaft. Über 10 Minuten Vorsprung.
In den Pyrenäen ALLEN zeit abgenommen. Wenn man es schafft Zeit abzunehmen, muss man halt auch stärker sein als diese, sonst helfen einem allen Helfer nichts.
Alpen dann verteidigt, mag sein, dass die Helfer da relevant waren, wie auch immer 9 Minuten hätte er wohl kaum verloren.Und 2003 hat er wohl auch nur wegen der starken Helfer des Teams Bianchi seinen knappsten Abstand gegenüber Armstrong eingefahren?
Und was Doping betrifft, ich kanns nicht mehr hören, waren die anderen etwa nicht gedopt, oder was?
Dann will ich auch mal sternen:
***** Condator
**** Aschleck, Evans
*** Menchov, Wiggins, S.Sanchez
** Nibali, Klöden, Froome, Leipheimer
* egalImmer dieses stänkern gegen die Tour. :rolleyes:
Ist immerhin das Rennen, das normalerweise der beste Rundfahrer gewinnt (ok in den letzten Jahren gibts ein paar Ausnahmen, die aber haupsächlich in der Dopingproblematik sowie Double-Versuch begründet ist). Auch so im allgemeinen ein stärkeres Feld als beim Giro.
Etwas mehr Respekt bitte!

Jaa, ich finde die Strecke ja auch gar nicht so schlecht. Bietet schon die eine oder andere Möglichkeit. Nur deine völlige Begeisterung schien mir doch etwas übertrieben.
Und dein Hauptpunkt war ja, dass das eine Strecke ist, bei der man früh attackieren kann und das ist bei der Peyresourde eben nicht möglich.
Das Hauptmanko ist aber, dass die Strecke insgesamt für eine Grand Tour zu leicht ist. Kann man mal machen, sollte aber die absolute Ausnahme bleiben.
Die Hoffnung ist halt, dass gerade das in Kombination mit der Zeitfahrlastigkeit für ein unterhaltsames Rennen sorgen könnte, weil die Bergfahrer wirklich jede Möglichkeit nutzen müssen. Sehe aber von den reinen Bergfahrern nur A. Schleck mit Chancen, weil man schon in einer anderen Klasse am Berg sein muss, um die Zeitfahren ausgleichen zu können.
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