Joelle van Dyne

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  • als Antwort auf: Olympia 2024 in Paris #773257
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      Evenepoel hatte jetzt wohl nochmal Corona und fühlte sich nach eigenen Angaben bis gestern überhaupt nicht fit…

      als Antwort auf: 27.07.2024 Olympische Spiele ZF #773237
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        *** Evenepoel
        ** Tarling, Ganna
        * Waerenskjold, van Aert, Küng

        als Antwort auf: Tour de France 2024 #773224
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          Und interessiert sich Red Bull wirklich für die Vuelta? Das ist doch ausserhalb Spaniens und der internationalen Radsport-Szene ein Non-Event. Findet null statt.

          Also das ist jetzt schon ein bisschen hart. Uns interessiert es doch auch. Und z.B. in Belgien (da weiß ich es halbwegs zuverlässig) wird die Vuelta von den Radsportfans durchaus voll wahrgenommen, genauso wie der Giro. Eurosport überträgt die Vuelta europaweit, ich kenne aber leider nicht die Zuschauerzahlen was die drei GTs betrifft.

          Ansonsten ist es mit dem „Interesse“ so, wie nahezu überall im Sport: Sobald eine Nation einen Siegkandidaten an den Start bringt, schnellt das jeweilige Interesse sprunghaft in die Höhe. Es ist jetzt natürlich marketingtechnisch etwas blöd gelaufen, dass wegen der unterschiedlichen Umstände weder Pogacar, Vingegaard, Evenepoel noch vermutlich Roglic an der Vuelta teilnehmen. Aber sollten sich dort nächstes Jahr Vingegaard und Pogacar ein Match liefern, „garantiere“ ich, dass das Interesse an der Vuelta sehr groß sein wird.

          als Antwort auf: Transfers aktuell #773223
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            Was der Streckenkartensammler zu Buchmann geschrieben hat, kann ich gut nachvollziehen. Es geht auch gar nicht darum, in irgendeiner unfairen Weise aus der Ferne den Charakter von Buchmann zu beurteilen. Wenn man sich nur auf die Umstände einläßt, die als halbwegs gesichert gelten können, dann hat Buchmann tatsächlich jahrelang ein sehr gutes Gehalt bezogen, welches er dafür bekommen hat bei den GTs anständige Ergebnisse zu erzielen. Das hat leider nicht so geklappt wie erhofft, warum auch immer.

            Wenn ich mich jetzt in so einer Situation in die Position von Buchmann hineinversetze, wäre ich in erster Linie mal froh, über den größten und wirtschaftlich wichtigsten Abschnitt meiner Profikarriere so viel Geld verdient zu haben, dass ich mir an der Front keine wirtschaftlichen Sorgen mehr machen muss. Müsste ich dann nach Ablauf des Vertrags gehen, wäre ich immer noch dankbar für die Chance und die gute Zeit die mir das Team ermöglicht hat. Natürlich wissen wir aber hier nicht, was es intern sonst noch für Knatsch gab oder ob Buchmann vielleicht den Grund für seine enttäuschenden Leistungen den Team anlastete (zu recht oder zu unrecht).

            Wäre da nur die Causa Buchmann, gäbe es eigentlich kaum einen Grund darüber weiter nachzudenken. Erst die anderen aktuellen Abgänge und die Kommunikation dazu, lassen etwas aufhorchen. Und da spielt es für mich zuerst auch mal keine Rolle, ob das nun deutsche Fahrer sind und wo die herkommen. Aber auch da verstehe ich die Argumentation von Streckenkartensammler: wenn man so wie Denk etwas mit viel Hingabe und Leidenschaft aufgebaut hat, wird man nicht immer den coolen Geschäftsmann mimen können, vorallem, wenn man die Person ist, die das wirtschaftliche Risiko trägt, während die eigenen Angestellten ihren sportlichen Traum leben können und dabei leistungsunabhängige, garantierte Zahlungen im Top-Management Bereich verdienen. Da kann man dann schonmal sauer reagieren, wenn es mit der Leistung nicht mehr so stimmt. Auch wenn natürlich genau dieser Punkt zum Grundrisiko in diesem Business gehört: die Leistung ist nie garantiert und jede Verpflichtung und jeder Vertrag ist immer eine Art Lotterie. Manchmal zieht man einen Hauptgewinn, meistens eher nicht. Es können halt auch nur immer 3 Leute auf dem Podium stehen, bei 18 WorldTeams. Ich vermute mal, etwa 70-80% der Fahrer erfüllen nicht die Erwartungen, die man in sie gesetzt hat. Damit muss man halt auch irgendwie „seriös“ umgehen können – also beide Seiten!

            als Antwort auf: Tour de France 2024 #773204
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              Das wurde auch gestern erst bekannt gegeben, was wiederum ein wenig verwundert, weil die 12. Etappe, am 11. Juli stattfand, was ja nun schon wieder fast 2 Wochen her ist. Man würde ja erwarten, dass nach Röntgen oder MRT dieser Befund sehr zweitnah erfolgt. Egal. Ich rechne jetzt auch nicht mehr mit Roglic bei der Vuelta, alleine weil das Risiko viel zu hoch sein dürfte, dass er bei seinem Sturzpech wieder auf den Rücken fällt.

              als Antwort auf: Tour de France 2024 #773202
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                Ich hab das von Bora auch gelesen und vielleicht stimmt es ja auch. Aber ich glaube, dass Roglic sicher am Start stehen wird. Der Typ ist ja anscheinend megateuer und bis jetzt hat er noch nichts abgeliefert. Eine historische 4te Vuelta wäre zumindest mal nicht so schlecht.

                Roglic hat sich auf der 12. Etappe anscheinend einen Wirbelbruch zugezogen, wie Radsportnews jetzt berichten. Vermutlich dürfte das auch der Grund sein, warum Aldag erstmal zögerlich reagierte auf die konkrete Nachfrage.

                https://www.radsport-news.com/sport/sportnews_138987.htm

                als Antwort auf: Tour de France 2024 #773197
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                  Gut, ich hatte gehofft jemand anders macht das…

                  Die bisherigen Doublesieger und ihre Tripplechancen:

                  1949 Fausto Coppi (Tour und Giro). Mehr konnte er nicht erreichen, weil die Vuelta in diesem Jahr nichts stattfand
                  1952 dasselbe, wieder Coppi, wieder findet die Vuelta nicht statt
                  1963 Jacques Anquetil gewinnt Tour und Vuelta, der Giro fand im Juni statt, aber ohne Anquetil.
                  1964 Jacques Anquetil gewinnt Giro und Tour, die Vuelta fand im Mai statt, aber ohne Anquetil.
                  1970 Eddy Merckx gewinnt Giro und Tour, Vuelta im Mai ohne Eddy
                  1972 Eddy Merckx gewinnt Giro und Tour, Vuelta im Mai ohne Eddy
                  1973 Eddy Merckx gewinnt Giro und Vuelta, Tour im Juli ohne Eddy
                  1974 Eddy Merckx gewinnt Giro und Tour, Vuelta im Mai ohne Eddy
                  1978 Bernard Hinault gewinnt Tour und Vuelta, Giro im Mai ohne Bernard
                  1981 Giovanni Battaglin gewinnt Giro und Vuelta, Tour im Juli ohne ihn
                  1982 Bernard Hinault gewinnt Giro und Tour, Vuelta im Mai ohne ihn
                  1985 Bernard Hinault gewinnt Giro und Tour, Vuelta im Mai ohne ihn
                  1987 Stephen Roche gewinnt Giro und Tour, Vuelta im Mai ohne ihn
                  1992 Miguel Indurain gewinnt Giro und Tour, Vuelta im Mai ohne ihn
                  1993 Miguel Indurain gewinnt Giro und Tour, Vuelta im Mai ohne ihn

                  1995 dann die große Zäsur, erstmal könnte jemand das Tripple schaffen, die drei Rundfahrten finden nicht mehr im Mai, Juni und Juli statt.

                  1998 Marco Pantani gewinnt Giro und Tour, Vuelta im September ohne Marco
                  2008 Alberto Contador gewinnt Giro und Vuelta, Tour findet ohne ihn statt
                  2017 Chris Froome gewinnt Tour und Vuelta, Giro findet ohne ihn statt

                  Das bedeutet: Von allen bisherigen Double-Siegern wäre es bisher tatsächlich nur Pantani und Pogacar möglich gewesen, mit 2 GTs bereits in der Tasche das Tripple wirklich anzugehen. Allen anderen konnten es wegen der Terminierung der Rundfahrten oder weil sie wie Froome die Tour ausließen gar nicht angehen.

                  als Antwort auf: Tour de France 2024 #773191
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                    Konnte man fast erwarten nach dem Theater um seine Frau.

                    Was der slovenische Verband da gemacht hat, ist aber auch extrem krass. Ich habe gerade nochmal nachgeschaut: Urska Zigart gewinnt das Zeitfahren mit 4:34 min vor der Zweiten und 6:01 vor der Dritten, auf 20 km. Dabei fährt sie einen Schnitt von 44,44 km/h, die Konkurrentinnen 38,01 km/h bzw. 36,34. Da existiert also de facto ein Zweiklassenunterschied. Aber der slovenische Verband nominiert die Deklassierten, welche beide zufällig zum Team BTC City Ljubljana Zhiraf Ambedo gehören, welches vom nominierenden Nationalträner betreut werden. Das stinkt dermaßen nach Vetternwirtschaft und verhöhnt jedes leistungsprinzip, so dass ich mich wundere, warum die slovenische Öffentlichkeit das zuläßt?

                    Noch krasser ist übrigens das Straßenrennen ausgegangen. Das gewann Urska Zigart mit 10:47 min Vorsprung auf 107,5 km. Es kamen überhaupt nur drei Damen ins Ziel. Aber auch hier wird nicht Urska Zigart nominiert, obwohl die nationalen Wettkämpe explizit als Nominierungskriterium angekündigt waren.

                    Ganz ehrlich: wäre ich Urska Zigart würde ich den Verband wechseln und zwar sofort. Wie will man in so einem korrupten Haufen Profisport betreiben? Weiß irgendjemand hier zufällig mehr, warum diese wirklich haarsträubende Geschichte in Slovenien akzeptiert wird?

                    als Antwort auf: DIES und DAS #773177
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                      Schade, Pogacar hat das olympische Straßenrennen abgesagt. Offiziell wegen Müdigkeit, tatsächlich ist er natürlich stinksauer (zu recht) was sich der slovenische Radsportverband bei der nicht-Nominierung seiner Freundin Urska Zigart geleistet hat. Ich hatte mich auf das Duell mit van der Poel schon sehr gefreut.

                      https://www.eurosport.de/radsport/tadej-pogacar-ist-enttauscht-und-sprachlos-seine-verlobte-darf-trotz-meistertiteln-nicht-zu-olympia-in-paris_sto20016853/story.shtml

                      als Antwort auf: Tour de France 2024 #773174
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                        Blödsinngravel…
                        …9. Etappe gleich streichen,

                        Gravel ist halt gerade einer der großen Trends. Dürfte also auch eine marketingtechnische Wahl gewesen sein. Und ein paar Gravelhügel waren ja schon drin. Die Cote de Val Frion hatte obenraus 8,5%. Die Cote de Chazenay 7%. Waren halt jeweils immer nur ein paar Hundert Meter.
                        Hätte man das aufgezogen wie die Strade Bianche, wäre die größte Gefahr nicht von Pannen und Stürzen ausgegangen, sondern von zu großen Abständen am Ende fürs GK.

                        Was ich an der Graveletappe etwas merkwürdig fand, war die Grobheit der Kiesel und vor allem die Stellen mit z.T. sehr gefährlichem, tiefen Gravel. Da ist die Strade Bianche deutlich besser zu fahren, jedenfalls wenn es trocken ist.

                        In der Summe würde ich aber auch eher sowas wie 2-3 klassische „Ardennen-Etappen“ bevorzugen.

                        als Antwort auf: Transfers aktuell #773172
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                          Danke, für Deine Ausführungen, Streckenkartensammler!

                          Was Du schreibst, kann ich gut nachvollziehen. Ich kenne mich auch zu wenig aus und habe zu wenig Einblick, um das wirklich beurteilen zu können. Neben den rein sportlichen Einschätzungen zu den Fahrern (so wie von Dir hier vorgenommen), gabs halt noch ein paar rein sprachlich merkwürdige, bzw. unnötige Äußerungen von Denk, die mich stutzig gemacht haben.

                          als Antwort auf: Transfers aktuell #773166
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                            Der Vogel fühlte sich doch von seinen Mitfahrern gemobbt, weil er Kalorien zählt, und das Management ihn nicht vor den bösen Mitfahrern beschützt hat. Das wird wohl nichts miteinander zu tun haben bzw. wenn doch, wäre die Trennung von den anderen Fahrern jetzt die Konsequenz. Bei Cian waren es wahrscheinlich eher die Anwaltseltern, die dachten, es sei eine schlaue Idee, ihn mit konstruierten Kündigungsgründen aus dem Vertrag rausholen zu können, weil es anderswo mehr Geld gab.

                            Ja, so habe ich die dazu gemachten Berichte auch wahrgenommen, bzw. hielt dies für plausibel. Inzwischen frage ich mich jedoch ganz unabhängig von der Kausa Uijtdebroeks, ob da doch etwas Grundsätzlicheres nicht stimmt. Das geht, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, eher so in die Richtung eines Vorredeners hier, der fragte, ob es nicht auch sein könne, dass Denk einfach ein Arschloch sei. :whistle:

                            als Antwort auf: Transfers aktuell #773157
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                              ..ach ja, und Nils Politt habe ich noch vergessen. Dessen Abgang muss ja auch Gründe haben. Vielleicht hatte der junge Cian Uijtdebroeks da doch grundlegendere Defizite im Management aufgezeigt.

                              als Antwort auf: Transfers aktuell #773156
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                                Red Bull muss ja nicht speziell den deutschen Markt bespielen. Weiss jetzt nicht genau wie dass bei Bora und Hansgrohe ist? Die sind wohl schon eher im DACH-Raum relevant. Hat Denk nicht im Tourfunk-Podcast vor ein paar Monaten explizit gesagt, dass es in Zukunft keinen Bonus mehr für deutsche Fahrer geben wird, solange es einen anderen zu haben gibt, der ein Promille besser ist?

                                Das habe ich auch in Erinnerung. Bei der Verkündung der Trennung von Buchmann konnte ich das noch halbwegs nachvollziehen, weil dessen Gehaltsfestlegung noch aus einer Zeit stammt in der er deutlich besser sportlich zurückgezahlt hat. Bei Kämna und Schachmann verstehe ich das allerdings nicht.

                                Im Prinzip erwarte ich, dass die gleich am ersten August die Verpflichtung von ein paar echten Granaten vorstellen. Zum einen wegen der eigenen Erwartungen, zum anderen wegen der neuen Kohle. Da müssten dann Leute kommen, die mindestens eine Liga über Kemna und Schachmann fahren. Ich frag`mich nur, wer das sein soll. Evenepoel hat Denk je mehrfach dementiert….

                                als Antwort auf: Tour de France 2024 #773155
                                Avatar-FotoJoelle van Dyne
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                                  Was mir so spontan einfällt zu Positivem und Negativem bei dieser Tour, ohne jetzt auf einzelne Fahrer einzugehen:

                                  Positiv:
                                  – die Etappenplanung, die das sonst übliche Sturfestival effektiv verhindert hat. Ich hätte nicht gedacht, dass das so gut funktioniert. Mal sehen, ob das beibehalten wird.

                                  – Die Etappen, in denen Ausreißer eine Chance sehen konnten, waren in der Anfangsphase wieder enorm spannend. Manchmal war die Anfangsphase sogar spannender als das Finale.

                                  – Es gab wieder eine längere Mehrpässefahrt. Mehr muss nicht sein, aber eine brauche ich.

                                  Negativ:
                                  – immer noch Covid im Umlauf. 141 Fahrer im Ziel, 35 Aufgaben, die meisten wegen Krankheit. Gut aber, dass Covid keinen bedeutenden Einfluss aufs Klassement hatte.

                                  – Einige Etappen waren bis zum Sprint-Finale recht langweilig, weil keiner der Fahrer Bock hatte Energie in einen sinnlosen Ausreißversuch zu investieren. Rational zwar nachvollziehbar, wenn das aber nun ein Trend wird, beschädigt das schon ein wenig die Attraktivität des Radsports. Vielleicht muss sich die ASO da zeitnah was einfallen lassen (weitere, attraktive Zwischenwertungen oder ein neues Trikot, o.Ä.)

                                  – wenn sich zwei Teams, mit Visma und UAE, einen intensiven Kampf um den Gesamtsieg liefern, dominieren sie das Rennen, mögliche Ausreißversuche und Wertungen sehr stark. Das ist kein Vorwurf an diese Teams, denn sie sollen und müssen sich ja messen, aber für den Rest des Feldes bleibt da manchmal nur die Zuschauerrolle. Das Problem ist ja alles andere als neu und ich habe keine Ahnung, wie man da eine etwas bessere Ballance finden könnte.

                                  als Antwort auf: Tour de France 2024 #773148
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                                    Tja, da hat es Pogacar bergrunter richtig krachen lassen, von Zurückhaltung jedenfalls keine Spur.

                                    Er gewinnt den Giro und in der dritten Wochen die letzten drei Etappen der Tour, jeweils total überlegen. Er schien ja sogar noch besser zu werden am Schluß. Also wenn er das Niveau reproduzieren kann, wird das nächste Duell mit Vingegaard wieder eine riesen Show.

                                    als Antwort auf: Tour de France 2024 #773142
                                    Avatar-FotoJoelle van Dyne
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                                      Ich würde Vingegaards Aussage nicht zu hoch hängen. Er fügte ja im nächsten Satz noch an, dass er es selbst vermutlich genauso gemacht hätte wie Pogacar.

                                      Was mich gerade wieder mal nervt: Es ist jedes Jahr dasselbe mit den Medien und dem Radsport. Über das Jahr hinweg wird der Radsport kaum wahrgenommen, dann kommt die Tour an deren Schluß auf Garantie wieder die üblichen Dopingdiskussionen inszeniert werden, die die meisten Journalisten ohnehin viel mehr zu interessieren scheinen, als das sportliche Geschehen an sich. Das ist genauso öde wie vorhersehbar inzwischen.

                                      als Antwort auf: Tour de France 2024 #773121
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                                        Das war schon gut so, dass es Remco probiert hat. Für ihn und die Zuschauer sowieso. Er hatte nur noch etwas zu gewinnen (Platz 2) und nichts mehr zu verlieren (Platz 3). Vinegaard aber heute wieder deutlich besser als gestern. Zwischen zeitlich fuhr er soo stark, dass ich mir nicht sicher war, ob Pogacar nicht auch an seine Grenzen kam. Aber sein Raketenangriff am Ende, ist wohl eine Bestätigung dafür, dass er auf keinen Fall nochmal einen Sprint gegen Vingegaard verlieren wollte und deshalb bis zuletzt taktierte.

                                        Für morgen sehe ich Evenepoel nicht vorne. Vorallem wegen der Abfahrt, da wird er aller Voraussicht nach zu viel Zeit verlieren. Wieviel riskieren Vingegaard und Pogacar. Fährt Pogacar voll, sollte er der Favourit sein. Könnte eine ganz enge Kiste werden.

                                        als Antwort auf: Tour de France 2024 #773097
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                                          Was für ein brutaler Etappenstart, es sah für einige Minuten nach einem totalen Kontrollverlust aus. Pogacar kurzzeitig nur noch mit 2 Mann an seiner Seite bei 130 Km to go.

                                          Nach Pogacar ist für mich Carapaz nun der Fahrer dieser Tour. Schafft es tatsächlich nochmal in die Gruppe, holt sich das Bergtrikot und ist am Ende immer noch gut dabei. Ich frage mich, wo der hätte landen können, wenn er nur auf GK gefahren wäre und vielleicht gleich zum Start diese Form gehabt hätte. Vielleicht Top5? So aber Bergtrikot und Etappensieg. Vermutlich hat er alles richtig gemacht. In der Summe eine irrsinnige Energieleistung über die letzten knapp drei Wochen.

                                          Nach seiner Reaktion im Ziel scheint Vingegaard doch sehr enttäuscht, dass er heute den Kampf um den Sieg endgültig aufgeben musste. Evtl. wars auch nur die Erschöpfung, aber er sollte eigentlich stolz auf sich sein. Wer hätte zuerst gedacht, dass er überhaupt teilnehmen kann? Jetzt ist er sicher auf dem Podium und muss sich nur noch Evenepoel erwehren.

                                          Und Evenepoel? Hat jetzt eindrucksvoll nachgewiesen, dass er wirklich auch ein großer GT-Fahrer ist. Trotz suboptimaler Vorbereitung immer noch keinen schwachen Tag.

                                          Wenn UAE morgen keine Ambitionen hat und Visma keinen Grund mehr hat zu führen, könnte das auch eine ziemlich vogelwilde Etappe werden. Zumindest dürfte es im Klassement noch einige Verschiebungen geben.

                                          als Antwort auf: Tour de France 2024 #773068
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                                            Ich glaube, die meisten hatten heute im Zielsprint Kwiatkowski klar favorisiert, im Erinnerung daran, wie er ehemals Sagan im MSR-Sprint geschlagen hat.
                                            Campenaerts ist ja schon gefühlt 20 Jahre dem Tour-Etappensieg hinterhergerannt. Immer einer der aktivsten Fahrer. Ihm ist es wirklich von ganzen Herzen zu gönnen, dass es nun endlich geklappt hat. Nächstes Jahr als Helfer bei Visma, wird er vermutlich nicht mehr die Freiheiten bekommen. Gutes Timing also, letztendlich….

                                            Was Carapaz macht, verstehe ich bei dieser Tour nicht. Heute wäre der Tag gewesen, sich voll für morgen zu schonen, wo es früh bereits 2×20 Punkte zu holen gibt. Er muss bis zur Sprintwertung nur mitfahren und dann gehts schon bergauf. Heute holt er genau einen Punkt und haut wieder jede Menge Körner raus. Ins Ziel läßt er es dann wieder ausrollen, das GK scheint ihn auch nicht zu interessieren. Mal sehen wie er sich morgen verhält. Die Chance das Bergtrikot zu holen ist eigentlich real, wenn auch nicht überragend.

                                            als Antwort auf: Tour de France 2024 #773065
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                                              ARTE hat eine Doku über Biniam Girmay gemacht, die in seiner Juniorenzeit startet, kurz bevor er nach Europa kommt. Sehr interessant, fand ich: Falls jemand Lust hat sich das anzuschauen:

                                              als Antwort auf: Tour de France 2024 #773056
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                                                Ich will es ja nicht verschreien, aber bisher ist Pogacar nicht nur nicht durch den Giro in seinen Beinen geschwächt oder limitiert. Es scheint eher genau das Gegenteil passiert zu sein: durch den Giro hat er überhaupt erst sein höchstes Niveau erreicht. Schon erstaunlich: war das schwierige Double immer nur ein Mythos? Wenn Pogacar dass jetzt auf diese Weise gewinnen sollte, müsste er nächstes Jahr eigentlich wieder den Giro zur Vorbereitung nutzen. Und um das schöne Thema Trippel nochmal aufzugreifen: was kann der Mann erst leisten, wenn er den Giro und die Tour als Vorbereitung in den Beinen hat… :-)

                                                als Antwort auf: Tour de France 2024 #773053
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                                                  Carapaz bisher einer der Hauptprotagonisten der Tour, Sieg verdient, fast überfällig.

                                                  Der Kampf um Platz 2 ist auch noch nicht vorüber.

                                                  Sonst so: Bernal hat sich wieder etwas berappelt, kann vielleicht nochmal was zeigen.
                                                  Girmey läßt Philipsens Resthoffnungen auf Grün nicht weiter wachsen.
                                                  Carapaz noch mit Chancen auf das Bergtrikot.

                                                  als Antwort auf: Tour de France 2024 #773043
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                                                    Colbrelli, colbrelli, Colbrelli.

                                                    Joelle, Hinault hat es 1981 vorgemacht. Alle haben ihn bei diesem Rennen sehen wollen und er kam und siegte. Sicher nicht mehr ganz mit heute vergleichbar.

                                                    Ah, sehr schön, Mercie! Hatte ich überhaupt nicht mehr auf dem Schirm.

                                                    Das größte Problem wohl Pogacars Gewicht von nur 66 kg. Unter 75 kg hat man bei Roubaix nur wenig Chancen, aber ja, Pogi ist alles zuzutrauen.

                                                    Im Grunde sollte er es so versuchen wie sein Körper jetzt ist. Aber so richtig sinnvoll erscheint es mir nur, wenn er mal MSR gewonnen hat. Dann wäre die Kompletierung der Monumente wirklich nochmal ein netter Gimmick.

                                                    als Antwort auf: Tour de France 2024 #773037
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                                                      Ah Roubaix 25 ist natürlich das gleiche Argument wie Vuelta 24. Das Eisen schmieden so lange es heiss ist.

                                                      Ich habe gerade mal spaßeshalber versucht rauszufinden, ob es einen Fahrer gibt, der Paris-Roubaix bei seiner ersten Teilnahme gewonnen hat. Okay, offensichtlich Josef Fischer, bei der ersten Austragung überhaupt. Aber sonst jemand?

                                                      Also müsste sich Pogacar im Grunde die nächsten Jahre die Saison so einteilen, dass er jeweils Paris-Roubaix einplant. Soll er dann immer 5 Kilo zunehmen und dann wieder abnehmen? Kaum vorstellbar, ehrlich gesagt.

                                                      Also gerade dann, wenn man Dein Argument als zutreffend bewertet (wie lang fährt Pogacar noch auf so einem Niveau), müsste er nach rationaler Abwägung dort Siege anstreben, wo er seine Stärken hat und am wenigsten Aufwand betreiben muss.

                                                      Für das Tripple, das historisch eine wesentlich größere Bedeutung hätte als ein PR-Sieg, müsste er jetzt gar nichts weiter machen. Ich denke, er könnte auch noch problemlos am olympischen Straßenrennen teilnehmen, wenn ihm das soviel bedeutet. Es würde seine Chancen bei der Vuelta kaum beeinflussen.

                                                      Je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer muss ich sagen, es wäre eigentlich ein Fehler es nicht zu versuchen. Es spricht aus meiner Sicht kaum etwas dagegen. Würde er nach 10 Etappen merken, dass es nicht mehr drin ist, geht er raus und bereitet sich auf die WM und Il Lombardia vor. Er würde dabei so gut wie nichts riskieren.

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