Lapébie

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  • als Antwort auf: Giro d’Italia 2009 – Die 2.Woche #666727
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      Cancellara 137. der Gesamtwertung
      Millar 119.
      Danielson 95.
      Boasson Hagen 64.
      Voigt 52.
      Wiggins 38.
      Siutsou 21.

      Sonst noch jemand vergessen, der nicht unter den ersten 20 ist? Ich denke abr, dass hoechsten Wiggings und Siutsou voll fahren werden, Cancellara, Millar, Danielson, EBH, Voigt werden sich wohl schonen und nicht unter die Top 15 fahren.

      Soler 19.
      Kessiakoff 18.
      Cunego 17.
      Armstrong 16.
      Ten Dam 15.
      Seeldrayers 14.
      Popovych 13.
      Bruseghin 12.
      Valjavec 11.
      Simoni 10.
      Arroyo 9.
      Loevkvist 8.
      Basso 7.
      Sastre 6.
      Pellizotti 5.
      Leipheimer 4.
      Rogers 3.
      Menchov 2.
      Di Luca 1.

      Kann eigentlich doch nur Armstrong werden. Man muss zwar gut bergfahren koennen, aber es ist und bleibt ein Zeitfahren und wer die Zeitfahrmaschine gut beherrscht, der wird ueber diese Wahnsinnsdistanz im Vorteil sein. Was natuerlich auch hilft ist so ne Ueberform wie bei Di Luca. Aber das gewinnt er dann doch nicht.


      Vive le Tour. Vive le cyclisme.

      als Antwort auf: Giro d’Italia 2009 – Die 2.Woche #666726
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        Wieder nix fuer die Ausreisser heute, aber doch nicht souniteressant die Etappe heute. Und dass das Tempo von Armstrong/Astana an dem Berg 20 km vor Schluss sehr hoch war, war zwar gut zu erkennen, aber nein wirklich, wozu denn? Der Berg hats einfach nicht hergegeben, selbst Cavendish ist drueber gekommen und war noch frisch genug, um gegen Farrar/Petacchi/Davis zu bestehen. Aber auch schoene Vorarbeit von seinem Team.

        Boasson Hagen hat scheinbar Gefallen an seinem Trikot gefunden. Nicht nur ist er beim Zwischensprint mit reingefahren, sondern hat auch beim Zielsprint nach getaner Arbeit durchgezogen und noch einen 7. Platz herausgeholt. Respekt junger Mann!

        Morgen natuerlich die Wahnsinnsetappe. Ich hab ja schon mal gemunkelt, dass die schlechten Zeitfahrer da 105-110 Minuten brauchen werden und das bleibt dann wohl auch dabei. Bin immer wieder ueberrascht, wie krass diese harte Pruefung sein wird. 97 in St. Etienne konnte es sich Jan Ullrich ja sogar noch erlauben, oben sein Rad zu wechseln, aber auch das ist diesmal ja sinnlos, weil es 2x hoch und runter geht. Und was man so hoert, liest und sieht (Rai), sind die Abfahrten megagefaehrlich, vor allem mit dem Zeitfahrrad. Da kann man wirklich nur Grossartiges erwarten und ich werde versuchen, morgen irgendwie 15.15 Uhr vor einen Fernseher zu kommen.


        Vive le Tour. Vive le cyclisme.

        als Antwort auf: Giro 09, Favorit Nr 2 #665966
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          Schafft er nicht.


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          als Antwort auf: Palaver der Streamisten Giro d`Italia 2009 #666333
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            Hat also das Ventil vergessen, in der Umfrage die Moeglichkeit „via Pittykommentar ueber Skype“ anzugeben.

            Trotzdem schoene Umfrage.


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            als Antwort auf: Lappi on Tour #664339
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              Tag 16 Fahrpause in Roma

              Tag 17 Roma – Formia 160,2 km
              6:05 h
              Schnitt 26,3 km/h
              881 Hoehenmeter

              Tag 18 Formia – Napoli 82,7 km
              3:24 h
              Schnitt 24,3 km/h (Gegenwind!)
              264 Hoehenmeter

              Rom hat voll gestresst, das war wirklich unglaublich nervig, selbst als Fussgaenger war das ziemlich voll da und es ist ja noch nicht mal richtig Saison. Na gut, es war immerhin Sonntag, wo ich meine Besichtigung gemacht habe.

              Dann habe ich wie bei den anderen Grossstaedten auch ziemlich lange gebraucht, um rauszufinden. Da hat es dann zum ersten Mal gestimmt, alle Wege fuehren nach Rom (am Samstag war Rom immer nur in eine Richtung, sonst irgendwelche Nester), aber ich wollte ja raus. Na ja, trotz fast einstuendiger suche, bis ich endlich auf der Via Ardeatina kurz vor der Autobahn war. Trotzdem hatte ich in der ersten Stunde (da konnte ich dann richtig losfahren) 19,8 km geschafft, also war der Tag noch nicht verloren. Das Thermometer stieg endgueltig ueber 30 Grad und bis Campoleone hielten schlechte Strassen und sauviel Verkehr an (wo wollen die nur alle auf diesen gelben Strassen hin?). Ab Campoleone dann halbwegs Ruhe und ich entspannte mich etwas. In Cisterna di Latina dann Wasserpause beim LIDL und ich wollte auf der roten Via Appia weiter und freute mich auf ein sehr langes Geradeausstueck.

              Und was fuer eins war das dann: Die beste Strasse der Welt! Hinter Cisterna gehts noch kurz kurvig und dann kommt ein Stueck 41,3 km geradeaus. Es gab nur einen Kreisverkehr nach 10 km, einen klitzekleinen Schlenker nach 15 km und drauf verteilt 8 Ampeln (wo man bei Rot dann doch besser anhaelt, obwohl das unitalienisch ist, aber es geht da nicht anders). Die gesamte Strecke hat fuer italienische Verhaeltnisse recht wenig Schlagloecher, recht wenig Verkehr auch und praktisch keinen Hoehenunterschied, eher geht es auf den ersten 15 km noch 50 Meter bergab. Bis auf einmal Halten an der Ampel hat mein Tacho auf der ersten Haelfte dieses Abschnitts an der Zehnerstelle nie etwas anderes als eine 3 angezeigt, das versoehnt natuerlich. Auf den ersten 10 km stehen dazu diese riesig hohen Baeume so eng, dass die Strasse komplett mit Schatten ausgefuellt ist. Also das hat wirklich Spass gemacht, aber es lag auch daran, dass ich eine kleine Brise nicht nur von rechts, sondern manchmal sogar von rechts hinten bekam. Nach 20-25 km hat der Wind dann gedreht, da bin ich dann oft nur noch so 28 km/h gefahren. In Terracina begruessten ich und mein Fotoapparat dann das Tyrrhenische Mehr und mein ganz persoenlicher Adriatico-Tirreno von Venezia nach Terracina war vervollkommnet.

              Natuerlich gings da nach 115 km noch weiter, denn Da standen noch Schilder Napoli 126 km und so was. Also ueber Fondi (Sperlonga ist laenger und Sperlonga-Gaeta darf man mit dem Rad nicht fahren) dann noch nach Itri hoch und nach Formia runter. Bis dahin hatte mein Tacho nie mehr als 34 Grad gezeigt, aber im Anstieg Richtung Itri gings dann doch auf 36 Grad. Da hab ich dann nochmal so richtig schoen schwitzen koennen. Das Ding ist zwar nicht steil (nur so 4%, kaum mal mehr als 5-6%) und geht nur von 8 auf 268 Meter hoch, aber nach 140-150 km war es doch nicht ohne. Aber ich als Gazelle flieg da natuerlich mit 14 Sachen hoch, na ja, vielleicht auch nur 13 manchmal. Dann folgt eine ziemlich steile Abfahrt nach Itri und dann noch ne steilere nach Formia. Nach fast 6 Stunden noch mal mit 60 Sachen den Lenker festhalten, das war dann schon grenzwertig. Hotelsuche in Formia schlimm, aber ich habs irgendwie geschafft und mein Rad durfte auch erstmals mit mir in einem Raum uebernachten.

              Nach gesegneter Nachtruhe begruesste mich das Tyrrhenische Meer und schickte mir liebliche Gruesse in Form von Wind. Es war ein schlimmer Tag trotz der Kuerze. Wenn es ganz schlimm war, hatte ich noch 22 Sachen drauf, das ist aetzend. Aber ich hatte Zeit und konnte mich beruhigen, fand auch einigermassen den Weg nach Cancello Arnone und von dort Richtung Villa Lieterno, Qualignano und Marano und auf einmal merkst du an zwei Sachen, dass du in Neapel bist. Erstens steht da ein Schild: Napoli. Und zweitens fahren die Leute auf einmal wie Gehirnamputierte. Ampeln werden komplett ignoriert, Vorfahrt sowieso (da wird auch bei zu sehenden Radfahrern kein Halt gemacht) und das schoenste Kunststueck ist Fahren auf der Gegenfahrbahn und zwar moeglichst weit links (oder von mir aus gesehen rechts), also jedenfalls da, wo ich als Radfahrer eigentlich meinen Platz vermutet haette.

              Die Fahrt ins Zentrum war aber nicht so kompliziert wie z.B. im Rom, also konnte ich in einem Hotel in der Naehe vom Hafen unterkommen, denn ich hatte gestern den Plan gefasst, morgen mal Capri anzugucken. Die Penner wollen aber 16 Euro fuer die Fahrt haben (also 32 mit zurueck, obwohl – dann bleib ich halt da und dann is auch gut), also ueberleg ich mir das nochmal.

              So, nun zu den Fragen. Snickers? Hatte ich in Bayern genug, dann Kitkat, aber irgendwie suche ich auch grad nach was Neuem. Gummibaerchen gehen auch immer.

              Dextro Energy. Ach ja, bitte googeln oder halt vergessen, ist doch nicht so wichtig.

              Roma Ruhetag bloed? Stimmt. Firenze schoener? Na ja, weiss nicht, hab ja die schoensten Stellen anscheinend nicht gefunden. Rom war aber schon auch toll, allein mal vorm Kollosseum zu stehen schon beeindruckend. Und in Firenze hat mich ja auch kein Freund fuer zwei Naechte aufgenommen (oder haette der KV da jemanden fuer mich gehabt?).

              Muedigkeit. Ich schlafe gar nicht so viel mehr, aber doch recht zeitig. So halb oder um 11 gehen halt die Lichter aus und ich steh dann so meistens zwischen halb und um 8 auf. Aber entweder gewoehne ich mich auch daran oder die Muedigkeit nimmt auch etwas ab, obwohl der Hintern heute wieder arg geschmerzt hat, aber der Wind hat mich auch tief in den Sattel gedrueckt.

              Na ja, was solls. Das Abenteuer Sueditalien wartet Donnerstag bis Sonntag auf mich. Ich hoffe, ich konnte wieder einen interessanten Bericht abliefern. So langsam ists doch irgendwie schade, dass es bald zu Ende geht, aber ich bin doch auch froh drueber. Donnerstag wird dann der 2000. Kilometer gefahren und den 24-er-Schnitt insgesamt kriege ich auch noch hin …


              Vive le Tour. Vive le cyclisme.

              als Antwort auf: Giro d’Italia 2009 – Die 2.Woche #666710
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                Wie lange haben die denn heute wieder Tennis gespielt? :D

                Also ich konnte ab 15 Uhr die Livebilder bei Rai sehen, aber das war dann so langweilig, da bin ich kurz mal weggenickt. Hab mich dann entschieden, mal Waesche zu waschen, da machen dann die Kommentatoren ein Gewese um Pellizotti. Na, das war dann aber doch noch mal interessant. Schade fuer Pellizotti, dass es nicht gereicht hat. Um Garzelli ist es nicht so schade, der musste damit rechnen, dass sie ihn locker holen und er hat ja nun sein Augenmerk auch hauptsaechlich aufs maglia verde gerichtet, ist auch besser so.

                Di Luca dann wahnsinnig stark beim letzten Huckel, da konnten sie einfach nicht mehr folgen, Pellizotti, Menchov und Sastre. Basso wie immer bloed in der Abfahrt gefahren, saubloed. Wundert mich nur, dass sich Leipheimer hat reinlegen lassen und nicht Menchov.

                Armstrong hat sich dann wieder zu Leipheimer/Basso vorgekaempft, aber es hat nicht mehr gereicht (wollen wir mal grosszuegig unterstellen) mitzufuehren. Wenn Armstrong sich als Helfer versteht, wird er fuer Leipheimer noch echt wertvoll sein koennen in ein paar Tagen. Vielleicht koennen auch Horner und Popovych echt was fuer Leipheimer tun, also abschreiben sollte man Astana noch nicht. Auch Liquigas hat mit Pellizotti und Basso zwei starke Optionen, aber so langsam schwimmen ihnen die Felle davon.

                Was machen die auch fuer einen Quatsch? Wenn Basso Kapitaen ist, kann Pellizotti nicht Menchov und Sastre helfen, von ihm wegzukommen, egal ob vorne noch Di Luca ist oder nicht. Und Basso? Der muss volle Pulle nachfuehren, faehrt aber halbherzig. Irgendwie idiotisch.

                Und Chinaboy hat Recht! Die sollen doch mal was probieren, aber alle haben Schiss. Dabei zeigt doch das Beispiel Garzelli, dass man nicht gleich weg vom Fenster ist, nur weil man ne lange Flucht gefahren ist.

                Krasser Giro bis jetzt fuer Columbia und LPR, die haben ja fast alles abgesahnt!


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                als Antwort auf: Lappi on Tour #664337
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                  Cortona – Orvieto war ein vernieselter und bloeder Tag. Irgendwie keine Power in den Beinen, keine Lust im Herzen und keine Moral im Kopf. Hat keinen Spass gemacht. Aber die Fahrt nach Rom – na gut, Platten und schlimme Hitze und dazu gewaltige Anstiege mal wieder – das hat doch wieder Spass gemacht. Ist dann auch was Besonderes, wenn man auf die Ewige Stadt zufaehrt, zumindest nach all diesen Anstrengungen allein an diesem Tag. Bis zur Stadtgrenze etwa 130 km. Gleich am Morgen begruessten mich 10 km Anstieg von Orvieto nach P…irgendwas, heftig. Da kommt gleich Freude auf.

                  Komisch aber irgendwie, dass die Muedigkeit nicht wirklich schlimm zunimmt, sie haelt sich halt auf einem Level wie langweilige Vorlesung. Und auch der Hintern schmerzt nicht mehr allzusehr, vielleicht ist das ja auch Einbildung? Na egal. Ich geh jetzt mal Cavendish gegen Alejet gucken. Es ist so warm, ich kann nicht mehr klar denken. Und voll ist dieses Rom, ueberall hoert man italienisch, englisch und deutsch.

                  Mein Lieblingsnahrungsmittel inzwischen uebrigens Kitkat. :rolleyes:

                  Bis jetzt also 1640 km in 70 Stunden bei 13,9 Hoehenkilometern. Die Tour de Suisse 2006 hatte ja angeblich ueber 22.000 Hoehenmeter. Mann, das ist aber krass, was die Profis so nebenbei mal fahren koennen.


                  Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                  als Antwort auf: Lappi on Tour #664336
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                    Quote:
                    Original von Kanarienvogel
                    Was ist Dextrose?

                    Und der Lappi fährt wirklich schnell.

                    Firenze und Eis, blöd blöd, die besten Orte nicht erwähnt, fahr nochmal zurück!

                    Karten, welche gekauft oder Marco Polo gut genug?

                    Verkehr: Ok?

                    Sex: Lieber Italienerinnen vernaschen, Ventile küssen ist etwas abartig.

                    Aber… Lappi ist schon fast in Sizilien! Irgendwie die Tour schon fast durch… schon 2 Wochen unterwegs, nur noch 10 Tage kommen! Freut sich Lappi darauf oder würde es ihn nicht stören wenn es noch weiter wäre?

                    Dextrose – weiss nicht, ob es das richtige Wort ist. Dextro Energy jedenfalls.

                    Mit Karten habe ich mich in Padova eingedeckt, aber erst fuer die Strecke ab Roma bis Messina. Das heisst, ich konnte ab Orvieto TCI nutzen, aber bis dahin hat mich auch Marco Polo ganz gut gebracht. Wirklich toll sind aber die vielen Hoehenangaben bei TCI und es sind mehr Tunnel verzeichnet, wenn auch nicht alle.

                    Der Blick auf den moeglichen Streckenverlauf hinter Napoli jagt mir dann nochmal Schauer ueber den Ruecken, das wird nochmal ein sehr hartes Stueck Arbeit.

                    Verkehr ist soweit ganz gut, man gewoehnt sich auch ein bisschen dran, dass so viel gehupt und so eng ueberholt wird. So schlimm wie von Cortina nach Belluno war es aber bisher auch nicht mehr. Die Grossstaedte natuerlich katastrophal – Bologna, Firenze, Roma. Aber da muss man halt durch, wenn man ins Centro will.

                    Noch weiter als bis Sizilien will ich eher nicht, aber ich fuerchte mich auch nicht vor dem, was noch kommt. Ueber 1600 km geschafft, vielleicht noch 900 stehen aus. Und zur Not hab ich ja noch einen Tag uebrig, wenn ich mal in Schwierigkeiten komme. Auf jeden Fall gehe ich es jetzt an und werde meinen Weg versuchen.


                    Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                    als Antwort auf: Lappi on Tour #664335
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                      @kaervek: Danke! :)

                      Quote:
                      Original von Radsportverrückt
                      Wie kommt das Rad eigentlich zurück? Luftpost?

                      Ich hab bei Tuifly einen Flug gebucht und das Fahrrad als Sondergepaeck angegeben. Extrakosten 25 Euro. Ob ich da dann so eine tolle Kiste brauche, in die das Fahrrad kommt oder ob es auch einfach so geht, weiss ich nicht, das muss ich dann in Catania in Erfahrung bringen.

                      Da das Rad (und ich) leider nur nach Hannover geflogen wird, bringt es dann der Intercity fuer 9 Euro (und mich fuer 29 Euro) nach Leipzig. Dort vom Hauptbahnhof wird es dann die letzten 1500 Meter nach Hause gefahren.

                      Quote:
                      Original von Plattfuß
                      Apropos Krämpfe, hast du Magnesium dabei?

                      Weiterhin gute Fahrt, bis Sizilien schaffst du es jetzt auch noch!!! :)

                      Danke.

                      Ja, Magnesium ist dabei. 1 mal am Tag ne Tablette in die Trinkflasche, das reicht irgendwie. Multivitamine habe ich auch in Tablettenform neben der natuerlichen (Apfel, Banane) immer dabei.


                      @Ventil
                      : Danke!


                      Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                      als Antwort auf: Lappi on Tour #664333
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                        Zunaechst mal:

                        Tag 14 Cortona – Orvieto (mit Suche nach diesem Haus am Lago di Trasimeno, wo ich im September Urlaub mache) 101 km
                        4:43 h
                        Schnitt 21,4 km/h
                        1201 Hoehenmeter

                        Tag 15 Orvieto – Roma 147,9 km
                        6:20 h
                        Schnitt 23,3 km/h
                        1431 Hoehenmeter


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                        als Antwort auf: Lappi on Tour #664325
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                          Einmal hab ich das Ventil innerlich geküsst. Ich habe wegen dir ja Dextrose einstecken, die ich bislang nicht angerührt hatte. Aber nach dem Passo della Roticosa und dem Passo delle Futa auf dem Weg nach Firenze wurde es mir doch mal komisch und da hab ich dann was eingeworfen und – Einbildung oder nicht – es ging mir dann gleich besser.

                          An Veloce habe ich heute gedacht, in der Toskana nämlich dauernd hoch und runter. Ich fands aber nicht so schlimm, da ich bergab dann einfach rollen lasse, wenn das steil genug ist dafür (also wenn man dann mit 35 rollt) und bergauf hab ich heute wieder mehr Kraft gehabt als an den beiden Tagen zuvor.

                          Die Po-Ebene war aber auch krass. Ich konnte den ganzen Tag meine 29 km/h fahren, da gab es ja höchstens alle 12 Minuten (4 km) mal ne Kurve und immer etwas Wind von vorne, aber nicht so böig, wie sonst überall. Tolles Terrain! Die Toskana ist wirklich das Gegenteil davon und wenn es hier mal kurz flach ging, dann hab ich immer gedacht „Na, jetzt aber 29 Sachen auf den Tacho“, aber das geht dann einfach nicht. Das hoch und runter saugt so raus, ich fahr dann im Flachen halt 26 oder so. Man wird halt feinfühlig für Kleinigkeiten …

                          Die Beine haben in der ersten Woche doch sehr geschmerzt. Die Oberschenkel taten richtig weh, wenn ich sie mal geschüttelt habe. Also dort, wo sie über den Knien anfangen, die Muskeln. Ein bisschen Sehnenschmerzen im rechten Knie ist auch so stark zurückgegangen, dass ich es neben den andern Leiden gar nicht merke. Hatte gestern auch meinen ersten Krampf (also das ist doch echt stark). Inzwischen tut der Nacken weh und am schlimmsten schmerzt der Hintern. Heute gings einigermassen, aber manchmal tut es schon nach 15 km sauweh und dann beisse ich mich halt durch. Ist aber alles nicht so schlimm, dass ich ans Aufhören denken dürfte.

                          Meine Beine machen das alles ziemlich gut mit. Früh ni Bologna taten sie mal weh und fühlten sich den ganzen Tag leer an und dass sie bald brechen, aber es gibt halt solche und solche Tage. So richtig spüre ich die Beine am Morgen aber nicht (gutes Zeichen) und kann eigentlich frisch losfahren. Dauert mal mehr (30) mal weniger (5) km, um ins Rollen zu kommen, aber dann läufts bis – na vielleicht km 80 ganz gut. Ab dann ist es doch oft eine ganz schöne Schinderei, obwohl es manchmal auch hinten raus grade Spass macht, wenn man nochmal 10 schwere km hat, aber dafür dann auch ins Tagesziel darf. Heute zum Beispiel gings ja hoch nach Cortone, das liegt einfach 200 m über der normalen Strasse (ich hatte mir aber in den Kopf gesetzt, da hinzufahren) und oben im Ort angekommen wartete nochmal ein Stück (vielleicht 200-300 Meter) mit 16% Steigung. Das drücke ich dann einfach hoch und es macht Spass, weil ich das trotz 100 kg und 1400 km in den Beinen einfach hinkriege.

                          Nachdem ich den Passo della Raticosa bezwungen habe, gibts wohl keinen Berg mehr in Italien (auf meinem Weg), den ich fürchten muss.

                          Aber oft ists doch schwer … Dauernd über 30 Grad die letzten 3 Tage. Na ja, noch 2 Tage bis Rom, dann ist Sonntagspause.


                          Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                          als Antwort auf: Lappi on Tour #664323
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                            @lautern: Nein, der Tag ist komplett erfüllt von diesem Radfahren. Es dreht sich halt alles nur darum und wenn ich am Abend mal drei Stunden hab, wo nix zu tun ist, dann kann ich mir immer noch was Tolles angucken oder auch einfach nur vorm Fernseher versacken. Der Kopf wird langsam leer, das kommt von den Beinen her.


                            @Ventil
                            : Nein, kein Hungerast, ich ess aber auch dauernd. So ungefähr alle 20 km oder alle 60 Minuten gibts einen Riegel oder Apfel oder so. Und einmal pro Fahrt versuche ich, ne grössere Mahlzeit zu bekommen, also mal drei Brötchen oder ne Portion Pommes – das war toll in Deutschland, da hat man das überall in den Innenstädten bekommen. Fritten geben irgendwie gut Energie und schlagen bei mir nicht auf den Magen.

                            Also. Tag 10 Ruhe (Padova/Venezia)

                            Tag 11 Padova – Bologna 131.67 km
                            4:54 h
                            26,8 km/h Schnitt
                            152 Höhenmeter

                            Tag 12 Bologna – Firenze 115,72 km
                            5:30 h
                            20,9 km/h Schnitt
                            1739 Höhenmeter

                            Tag 13 Firenze – Cortona 121.62 km
                            5:23 h
                            22,5 km/h Schnitt
                            1078 Höhenmeter


                            Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                            als Antwort auf: Giro d’Italia 2009 – Die 1.Woche #666047
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                              Morgen Felbertauernpass! Ich sags euch, da wirds ganz hart werden fuer die Superstars. Koennen froh sein, dass sie die leichtere Seite fahren werden, das Ding ist brutal! Ich habs vor ein paar Tagen selbst erlebt.

                              ;)


                              Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                              als Antwort auf: Lappi on Tour #664320
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                                So, zwei ganz schwere Tage liegen hinter mir.

                                Nach Bologna zwar ein toller Weg, fast immer total flach und sehr lange Geraden, aber bei staendig ueber 30 Grad hat mich das richtig fertig gemacht. War total alle und fuehlte mich muede und schlecht in Bologna. 130 km gestern.

                                Heute dann frueh aufgestanden und den Weg nach Firenze eingeschlagen. Obwohl es ne boese rote Strasse war, war sie sehr leer. Aber ueber 1700 Hoehenmeter, das hat geschlaucht. Ganz bloed war, dass ich den Anstieg ab 20 km vor Firenze nicht in meinen Karten hatte und ziemlich ueberrascht war, dass es da bergauf geht. Das waren dann nochmal Stellen mit 13%, da hab ich wirklich laut gestoehnt. Musste oben sogar anhalten, um nicht zusammenzubrechen.

                                In Firenze habe ich mir aber einen Stadtbummel nicht nehmen lassen. Habe suedlich und noerdlich des Arno ein Eis gegessen, Ponte Vecchio bewundert und mich ein bisschen in die Piazze d. Signoria verliebt. Diese Uffiziengalerie ist ja traumhaft schoen und ein herrlicher Platz, um sich mal hinzusetzen. Sonst sind ja wirklich gute Sitzplaetze in historischen Gegenden eher rar.

                                Hatte total viel Hunger heute den ganzen Tag (und hab ihn bedient) und Durst sowieso. Auf der Fahrt von Padova nach Bologna hab ich ungefaehr 5 Liter getrunken, ohne pinkeln zu muessen versteht sich.

                                Und Giro in Padova? Tolle Atmosphaere natuerlich. Hab so an die 50 Radprofis fotografieren koennen an der Stelle, wo ich war (zwischen Einschreibung und Start). Und Zabel ist duenner als Bettini!

                                So. Ich fuehle mich zwar ziemlich muede (so langsam ist es wie auf Mallorca), aber es nutzt ja nix, da nun die Haelfte erreicht ist ungefaehr. Drei Tage noch bis Rom, dort ein Tag Pause, zwei Tage bis Napoli, dort ein Tag Pause und dann noch viermal radeln bis Kontinentalitalien am Ende ist. Dann hab ich noch 1 Tag Pause ueber und die Fahrt von Messina nach Catania und dann noch einen ganzen Tag, um auf den Flieger zu warten.

                                Klingt immer noch ganz schoen viel. Mal sehen, ob ich wenigstens gut und trocken (schlechter werdendes Wetter angesagt) nach Rom komme.


                                Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                als Antwort auf: Giro d’Italia 2009 – Die 1.Woche #666041
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                                  Konnte heute Eurosport mit englischem Ton sehen die letzten 14 km. Die waren ja hin und weg wegen Wiggins, der dann sogar noch Cunego ueberholt hat.

                                  Leipheimer hat bei denen im Interview gelaechelt (passiert auch nicht alle Tage) und gesagt, wenn Di Luca antritt, dann kann er eben nicht folgen, aber er macht sich keine Sorgen.

                                  Bin sehr beeindruckt von Menchov! Und Sastre hat gut gebissen, alle Achtung, der hat ja wirklich schon ziemlich frueh eigentlich abreissen lassen muessen, kam aber immer wieder.

                                  Schade Pellizotti, Bruseghin, Cunego, Armstrong, das wars dann wohl schon.

                                  Der Sieger duerfte aus Basso, Menchov, Sastre, Leipheimer, Di Luca kommen. Wer da die besten Chancen hat, keine Ahnung.

                                  Auffaellig bei Astana ist wohl nur, dass Armstrong wieder sein Superzeug mitgebracht hat und alle daran teilhaben laesst. Ist echt stark, was die Jungs auf die Strasse bringen, nur der Chef ist nicht gut genug, sieht man ja.


                                  Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                  als Antwort auf: Lappi on Tour #664319
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                                    Nein, sollte nicht unbegeistert klingen. Ich freue mich, dass ich kurz vor dem Moment, wo ich ein Urlauber wie viele andere werde und mir das ganze interessante Zeugs hier reinziehe, aufhoere und mich wieder aufs Rad setze, das war ja schliesslich die Grundidee vom Plan.

                                    Bin eigentlich auch guter Dinge, dass es mir in Rom nicht so schlecht geht, dass ich dort aufgeben werde. Und wenn ich von Rom aus nach Sueden weiterfahre, dann ziehe ich es wahrscheinlich physisch-psychisch durch, dann kann mich nur noch Material und hoehere Gewalt stoppen.

                                    Angst vor den Bergen ist eigentlich keine da. So wie ich ohne anzuhalten von Mittersill hoch zum Felberntauern gestiefelt bin, das war zwar schwer und mir lief die Suppe wie noch nie (auf dem Rad), aber kurz vorm Aufgeben so wie von Soller nach Deja auf Mallorca wars doch nicht. Wenn ich irgendwo mal anhalte, erhole ich mich eigentlich immer recht gut und da ich keine 150-km-Trips in den naechsten Tagen vor hab, wird das schon nicht so schlimm werden. Nur immer viel essen und trinken nicht vergessen.


                                    Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                    als Antwort auf: Giro d’Italia 2009 – Die 1.Woche #665990
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                                      1 PETACCHI Alessandro ITA LPR 8:50:06 0:00
                                      2 FARRAR Tyler USA GRM 8:50:14 0:08
                                      3 ROGERS Michael AUS THR 8:50:24 0:18
                                      4 LOVKVIST Thomas SWE THR 8:50:24 0:18
                                      5 ARMSTRONG Lance USA AST 8:50:37 0:31
                                      6 DI LUCA Danilo ITA LPR 8:50:46 0:40
                                      7 POPOVYCH Yaroslav UKR AST 8:50:50 0:44
                                      8 LEIPHEIMER Levi USA AST 8:50:50 0:44
                                      15 PELLIZOTTI Franco ITA LIQ 8:51:04 0:58
                                      16 CUNEGO Damiano ITA LAM 8:51:06 1:00
                                      18 BRUSEGHIN Marzio ITA LAM 8:51:06 1:00
                                      20 ROHREGGER Thomas AUT MRM 8:51:13 1:07
                                      22 SIUTSOU Kanstantsin BLR THR 8:51:13 1:07
                                      23 SASTRE CANDIL Carlos ESP CTT 8:51:13 1:07
                                      24 BASSO Ivan ITA LIQ 8:51:17 1:11
                                      25 CARDENAS Felix Rafael COL BAR 8:51:18 1:12
                                      26 HORNER Christopher USA AST 8:51:24 1:18
                                      27 MENCHOV Denis RUS RAB 8:51:26 1:20
                                      29 SIMONI Gilberto ITA SDA 8:51:30 1:24
                                      30 AUGUSTYN John Lee RSA BAR 8:51:31 1:25
                                      33 ARROYO DURAN David ESP GCE 8:51:35 1:29
                                      39 SCARPONI Michele ITA SDA 8:51:43 1:37
                                      42 GARZELLI Stefano ITA ASA 8:51:45 1:39
                                      45 GILBERT Philippe BEL SIL 8:51:46 1:40
                                      46 BOASSON HAGEN Edvald NOR THR 8:51:49 1:43
                                      49 RODRIGUEZ Joaquin ESP GCE 8:51:54 1:48
                                      53 VALJAVEC Tadej SLO ALM 8:51:59 1:53
                                      59 BRAJKOVIC Janez SLO AST 8:52:15 2:09
                                      63 ARDILA CANO Mauricio Alberto COL RAB 8:52:27 2:21

                                      Mh, mal sehen, wer da morgen nach rosa greifen kann.
                                      Ich koennte mir ja vorstellen, dass es sowohl Armstrong als auch Di Luca mit der Brechstange haben wollen. Loevkvist hat in meinen Augen keine Chance, Rogers eigentlich auch nicht.

                                      Einer aus dieser langen Liste koennte es sich mit einer Flucht natuerlich holen, Scarponi vielleicht oder Garzelli. Oder Bruseghin versuchts noch mal, der scheint ja auch was drauf zu haben, genau wie Cunego und Pellizotti.


                                      Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                      als Antwort auf: Giro d’Italia 2009 – Die 1.Woche #665988
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                                        Jaja, etwa 10-15 km vor dem Ziel war vorne raus eine Gruppe mit ca. 10 Leuten, zu denen auch Leipheimer aufschliessen musste, weil die vor ihm Fahrenden einfach mit ihm hinten dran nach vorne fuhren. Da gabs dann im Hauptfeld einen Sturz, der fast alles zum Stehen brachte. Da sind dann Menchov, Cavendish uvw. nicht mehr ins Peloton zurueckgekommen. Zuerst haben die vorn die grosse Gruppe Leipheimer zurueckgeholt, dann ist LPR viel gefahren, weil Cav nicht dabei war.

                                        Die Gruppe mit Cavendish und Menchov bestand vielleicht nur aus 8 Fahrern, beide hatten noch einen Helfer (Boasson Hagen und weiss nicht), dazu war J. Rodriguez dabei. Die beiden Rabobanks und die beiden Columbias sind volle Pulle gefahren, aber als es wieder ein Stueck hochging, hat Cavendish rausgenommen und die anderen haben den Rueckstand ohne ihn ja dann auch noch recht gering halten koennen.

                                        Cancellara war schon frueh abgehaengt, Voigt hat es dagegen im Finale auch mal mit ner Attacke probiert. Ueberhaupt viele Attacken, interessantes Finale und der KV duerfte gluecklich gewesen sein, denn nach der Etappe wurde auf Rai 3 noch Pellizotti ausfuehrlich interviewt, der eine tolle Forma aufweisen konnte.

                                        Farrar mit gutem Sprint und toller Geschwindigkeit zum Schluss. Nur etwas kurze Ausfahrt dann fuer die beiden.


                                        Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                        als Antwort auf: Lappi on Tour #664317
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                                          Original von midas
                                          Die Po-Ebene sollte doch ein Terrain wie gemacht für ein Tretvieh wie Lappi sein. Bist von Belluno eigentlich über Bassano del Grappa rausgefahren aus den Bergen? Eigentlich ganz schöne Gegend da mit den Bergen im Hintergrund, bei weitem nicht so fad als die Po-Ebene um Modena, Mantova herum.

                                          Nein, ich bin eigentlich oben ueber die SS50 gefahren, erinner mich dann aber, nach Lentiai reingekommen zu sein. Dann SP1bis nach Quero, sehr schoen zu fahren und viele Radfahrer, die entgegenkamen.
                                          Bassano del Grappa haette ich als Umweg empfunden und Umwege mache ich so schon ungewollt genug. ;)

                                          Modena/Mantova komm ich ja auch nicht lang. Morgen gehts ueber Rovigo Richtung Ferrara. Ob ringsrum oder mittendurch wird sich noch zeigen. Dann Bologna und fertig, die Sonne geht ja dann morgen auch bald unter, ich komm ja nicht so frueh los. In Bologna mach ich dann auch keinen grossen Zauber und breche am Mittwoch wahrscheinlich wieder um 10 auf, um Firenze anzusteuern. Das stelle ich mir dann schon recht schwer vor, also werde ich morgen bestimmt nicht reintreten wie gestern, sondern schoen piano mit Auge fahren.

                                          Ich hab jetzt ein bisschen den Schlendrian einziehen lassen. Die letzten 3 Tage waren herrlich und das lag daran, dass sie so wenig auf dem Rad verbracht wurden. So langsam wird mir klar, dass ich das Ganze ohne Deutschland und ohne Fahrrad haette machen sollen, aber man lernt ja immer was dazu, gell. Und ausserdem ist doch die Radtour der Sinn der ganzen Sache.

                                          Na ja, es steht nun in 5 Etappen (vielleicht an 6 Tagen) das zweite grosse Drittel der Gesamttour an: Padova-Bologna-Firenze-Cortona(?)-Orvieto-Roma. Das erfordert nun doch meine Konzentration aufs Neue, aber Venedig heute war wirklich traumhaft, so was Schoenes hab ich noch nicht gesehen, bin allerdings auch noch nicht so weit rumgekommen.

                                          @Veloce: Wind wird aus West/Suedwest erwartet, also keine Rokordfahrten morgen moeglich.


                                          Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                          als Antwort auf: Giro d’Italia 2009 – Die 1.Woche #665979
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                                            Cavendish sah irgendwie muede aus, und Petacchi sehr gluecklich. Der hat wohl nicht ernsthaft geglaubt, dass er das rosa Haeschen schlagen kann.


                                            Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                            als Antwort auf: Lappi on Tour #664313
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                                              Original von Stahlross
                                              Hier in D gibts doch an jeder Tanke nicht nur Bier sondern auch Strassenatlanten. Wie siehts da in Italien aus? Mal probieren.

                                              Hier in Padova gibts anscheinend das Hauptbuero von TCI. Jedenfalls hab ich in der Via Verdi nen grossen Laden gefunden, wo es alles von TCI gibt, auch Karten, das versprechen zumindest die Schaufenster. Da guck ich dann morgen mal rein.

                                              Einen Tipp von meinem heutigen Begleiter werde ich wohl morgen wahrnehmen und Venedig besuchen. Er hat gesagt, das waere von Padova aus mit dem Zug kein Problem. Padova sei ne normale Stadt, aber Venedig wirklich schoen.

                                              Ich bin ja von Padova schon ziemlich beeindruckt … Wunderschoene Innenstadt, viele tolle Plaetze, alte Haeuser, ganz uebles Kopfsteinpflaster in den Gassen usw.


                                              Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                              als Antwort auf: Lappi on Tour #664312
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                                                Oje, ich hab halt gedacht, das ist wie bei den Alpen. Zwar irgendwie 1000 km lang, aber wenn man einmal drueber ist, dann hat sich’s.

                                                Hat sich’s ja auch hauptsaechlich. So hoch wie am Mittwoch werde ich dann wohl nicht mehr klettern muessen.

                                                Heute hatte ich einen dieser Tage, warum ich das wohl eigentlich mache. Zunaechst aber mal eine Frage an den KV.

                                                Quote:
                                                Original von Kanarienvogel
                                                Diese Schnitte die du da hinbringst sind ja top! Unmöglich schnell. Viel schneller als es der KV je geschafft hat. Ok, er hat immer brutto abgerechnet, aber trotzdem, der KV (der aber schon eher lahm war) kaum was Schnitte angeht wohl sehr sehr sehr sehr selten auf über 20…Wenn überhaupt mal. Dafür braucht man dann nicht immer Ruhetage! Viel besser! Ruhetage doof.

                                                Und wie stehts mit ueber 30 …?
                                                Der Blick auf den Fahrplan heute versprach ja nur Gutes, naemlich fast nix bergauf, dafuer 300 Meter bergab und nur 6 km/h Gegenwind. Also hatte ich ein wenig damit geliebaeugelt, 25, 26 oder gar 28 km/h zu fahren, locker natuerlich. Zaehlt ja auch nicht ganz, denn gestern Ruhe, morgen Ruhe, keine Berge – das ist ja fast wie zu Hause fahren.

                                                In der ersten Stunde hatte ich dann sogar 29 km weggerollt, kurz hinter Quero lag der Schnitt bei 29,5 km/h. Dann ist er aber etwas eingeschlafen und ich wollte das Vorhaben „30“ eigentlich aufgeben als mich in Cornuda ein grauhaariger Italiener mit Bianchimuetze vorbeifahren sah und eilig hinterherstiefelte. Nach kurzer Verstaendigung, dass ich die laengere Route habe, hat er mich in den Windschatten genommen und fortan sind wir so mit 34 durch die Ebene geduest. Echt stark der Kerl.

                                                Dove viemi konnte ich noch artig beantworten, aber auf dove mangiare wusste ich irgendwie keine gescheite Antwort. Also hab ich ihn gefragt, ob wir mangiamo un gelato in Castelfranco wollen. Das hat er aber abgelehnt, weil seine moglie mit dem Essen wartet und da wusste ich dann auch, warum der Kerl so schnell faehrt.

                                                Ich hatte uebrigens 9.30 Uhr mein Nest verlassen und darauf gehofft, bis 14 Uhr zum Formel-1-Start in Padova vor einem Fernseher zu sein, also war mir das Tempo meines Vormannes nicht unlieb.

                                                In Castelfranco hat er kurz angehalten um Wasser aufzufuellen, der kennt halt dort jeden Pflasterstein. Danach war ich zwar erfrischt, aber leider auch in der Fuehrung und der Knilch kam nicht mehr nach vorne. Ich hab mich aber nicht lumpen lassen und mein Schnitt erreichte angebertechnisch hervorragende 30,1 km/h.

                                                In einem der folgenden Orte war aber ein Volksfest auf der Haupstrasse, da verloren wir einiges und als wir dann kurz vor Padova in Campodarsego einfuhren, fragte er mich, ob ich nicht das lunch mit bei ihm einnehmen will, was ich natuerlich nicht abschlagen konnte.

                                                Ich musste Arme und Beine mit dem Gartenschlauch waschen, bekam Badeschlappen und mit einer Flasche Wein bewaffnet gingen wir hoch ins Haus, wo uns Mamma, Giogio und Dingens erwarteten. Michele – uebrigens genau mein Alter! – war leider grad heute nach Spanien abgehauen. Der aeltere (30?) und juengere (23?) Sohn wohnten aber noch zu Hause und ich fragte da lieber nicht weiter nach …

                                                Man entschuldigte sich, dass es leider keine Spaghetti gaebe, sondern nur Risotto und das schmeckte aber trotzdem herrlich. Danach gabs noch Salami (selbstgemacht) mit Brot und Kraut und Oliven und anderes Antipastizeugs und so Erbsen. Na, es war reichlich. Abermals wurde sich jedoch entschuldigt, weil es sonst sonntags immer selbstgebackene Kekse gaebe, aber diesmal hat die Mamma das nicht geschaft. Da ich das Italienisch eher schlecht verstand, redeten wir oft auf englisch, der Papa noch am besten und Giorgio musste immer fuer die Mutter uebersetzen (Giorgio, trudizione!).

                                                Dann haben wir uns genuesslich die Startkarambolage bei der Formel 1 reingezogen und ich durfte mit viel Wein im gesaettigten Bauch meine Zieleinfahrt nach Padova antreten. Dort musste ich leider sehr lange nach dem passenden Hotel suchen (die von der Familie empfohlene und per Google Maps ausgedruckte Jugendherberge hatte leider um die Zeit nicht geoeffnet), deshalb sind die Daten fuer heute:

                                                Tag 9 (Tag 8 Ruhe) Belluno – Padova
                                                115,44 km
                                                4:09 h
                                                Schnitt 27,7 km/h
                                                184 Hoehenmeter (max. 3% Steigung!)


                                                Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                                als Antwort auf: Lappi on Tour #664308
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                                                  Von TCI gibts hier nur Reisefuehrer und so was, na ja, ist nicht schlimm. Bei Amazon hab ich nachgeguckt, die sollen wohl auch nur 1:200.000 sein, das sind meine Marco-Polo-Karten auch und da gibts auch viele gelbe und sogar kleine weisse Strassen neben den grossen roten. Nur fuehren die gelben halt oft ueber so bloede Anstiege.

                                                  Na ja, wenn ich morgen/uebermorgen in einer richtigen Stadt bin (Belluno hat halt doch „nur“ 30.000 Einwohner), werde ich da schon fuendig. Die haben hier nur lauter Wanderkarten mit 1:25.000, da braeuchte ich ja noch ne dritte Gepaecktasche!

                                                  Felbertauern war bisher uebrigens das haerteste, was ich gefahren bin. Es ging da ganz schoen lange mit 6-9% und ich kam kaum mal zum sitzen. Bin aber ruhig geblieben und hab meine grosse Uebersetzung (39×27 oder 39×25) immer halbwegs rund hochgerollt. Unter 10 km/h gehts auch kaum bei der Uebersetzung.

                                                  Ist eigentlich der Appennin das letzte schlimme Gebirge oder kommt dann noch was, so versteckt hinter Neapel oder so? (Ihr seht, ich bin gedanklich schon fast in Messina.)


                                                  Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                                  als Antwort auf: Palaver der Streamisten Giro d`Italia 2009 #666141
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                                                    Hab ja nun heute auch mal Cassani und Martinello gucken und hoeren koennen.

                                                    Quote:
                                                    Original von Kanarienvogel
                                                    Sagt man jetzt Levi oder Livai???? Auro hat gerade allen befohlen Livai zu sagen…. Cunego zufrieden, aber ab morgen zähle es. Und bla bla. LPR bei 13 oder 12,5 nur 6″ hinter Columbia. Bruseghin auch zufrieden.

                                                    Lewi oder Liwai, das hatten sie ja dann geklaert, aber solange sie dann Leipheimer italienisch aussprechen (also ohne h und mit der Betonung auf Silbe 2), koennen sie’s auch bei Lewi belassen.

                                                    Alle Fahrer heute zufrieden mit dem Zeitfahren? Keiner unzufrieden? Na Lance Armstrong vielleicht doch. Man konnte es sehen, er hat unbedingt als Erster seiner Mannschaft ins Ziel fahren wollen und das bestimmt nicht, um im GK auf Platz 16 (?) zu liegen, sondern wegen rosa.


                                                    Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                                    als Antwort auf: Palaver der Streamisten Giro d`Italia 2009 #666140
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                                                      Da die Vergangenheit nichts mehr zaehlt, sondern nur noch die Zukunft, duerfen wir ja jetzt wieder den grossen Mark Cavendish begruessen. Hab zwar Columbia nicht gesehen, aber die werden schon die richtige Zeit gemessen haben. Jaja hat auch gesagt, dass Columbia und Garmin die besten sein werden, also wirds schon stimmen.


                                                      Vive le Tour. Vive le cyclisme.

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