Lapébie

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  • als Antwort auf: Tour de Suisse 2009 #665285
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      Original von ReinscHeisst

      haha heppe so stark einfach!
      „jan wollte gar nicht sprinten, es war halt kein anderer sprinter an mcewens rad“ :D :D :D

      Hat doch Recht der Heppe. Es sah erst so aus, als wollte er gar nicht sprinten, aber dann musste er wohl. Wundert mich aber, dass er sich gegen Armstrong durchgesetzt hat, der ist ja auch kein Langsamer.


      Vive le Tour. Vive le cyclisme.

      als Antwort auf: Tour de Suisse 2009 #665284
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        2. Etappe:
        108 112 BALLAN Allesandro LAM ITA 13’54“
        Was haben sie nur mit dem gemacht? Der kommt auch hier noch nicht richtig in Schwung. Der gefühlte Fluch des Weltmeistertrikots halt. ?(


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        als Antwort auf: Tour de Suisse 2009 #665276
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          Hab jetzt keine so tolle Quelle gefunden, aber immerhin:

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          • Bordeaux – Saint-Maixent l’Ècole (203 km):
          Das ehemalige Team des fünffachen Tour-Siegers Miguel Indurain konnte heute einen Etappensieg für sich verzeichnen. Ibanesto.com gewann mit Pablo Lastras die drittletzte Etappe. Im Dreiersprint konnte er sich gegen Carlos da Cruz und Daniele Nardello durchsetzen. Das Trio gehörte einer Spitzengruppe, die aus 16 Fahrern bestand an. Als das Feld am ersten Zwischensprint noch zusammen fuhr, nutzte Ullrich die Gelegenheit und holte sich die Bonifikation als Zweiter mit vier Sekunden. Armstrong überquerte diese Linie als Dritter und konnte die Einbußen damit bei zwei Sekunden halten. McEwen eroberte das grüne Trikot, was an den Zwischensprints und am Spurt des Hauptfeldes lag, bei dem sich Zabel zwischen die beiden Australier schieben konnte.

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          als Antwort auf: Tour de Suisse 2009 #665274
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            Den Sprint fand ich jetzt von Eisel nicht so schlimm. Er lässt Ciolek genug Platz zum Leben. Dass dann Freire nicht auch noch daneben passt, ist zu einem guten Teil natürlich auch der engen Straße zuzuschreiben.

            Hier gesehen: http://www.youtube.com/watch?v=7Eui-62RPXw


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            als Antwort auf: Tour de Suisse 2009 #665273
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              Original von Ventil
              cancellara wie di luca :D

              Wollte ich das Ventil schon beim Giro fragen. Weiß es (das Ventil) eigentlich, dass Ullrich 2003 auch auf der drittletzten Etappe um Bonussekunden gegen Armstrong gesprintet ist?


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              als Antwort auf: Tour de Suisse 2009 #665264
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                Original von Ventil
                angeblich das 10-6-4 zeitgutschriften-system bei der tds.

                Was anderes lassen ja die UCI-Regeln (S. 45/46) auch nicht zu, außer halt keinen Bonifikationen. Ter Kommentator im DSF hat gestern jedenfalls behauptet, es gebe keine Zeitgutschriften. Allerdings hat der auch Thor Hushovd als einen Favoriten aufs GK gehandelt, denn der könne ja zeitfahren und sprinten, und am Berg müsse man halt sehen und abwarten, genau wie bei Cancellara. Also vielleicht nicht die beste Quelle, dieser Kommentator.


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                als Antwort auf: 1.1 Rennen in 2009 (fdesnl,eeTze) #663778
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                  Höhenprofil sagt 580 Hm pro Runde, macht bei 6 Runden 3480 Höhenmeter. Trotzdem nicht ganz einfach. ;)


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                  als Antwort auf: Dauphiné 09 07-06. 10 Uhr #667123
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                    ***** Contador
                    **** Valverde, Evans
                    *** Gesink, Basso, I. Anton
                    ** Nibali, Szmyd, Cobo, De la Fuente
                    * Gomez Gomez, Dessel, Gadret, H. Zubeldia, Devolder


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                    als Antwort auf: Giro-Rückblick #667000
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                      :D Ich weiß ja nicht, was Vandevelde und Pereiro dieses Jahr noch zeigen, aber mal angenommen, es ist kein Podiumsplatz, dann dürfte wohl Di Luca im April 2010 doch von der Mehrheit höher bewertet werden als die beiden.

                      Einer, der zuerst seine Erfolge bei Eintagesrennen und schweirigen Etappen einfährt und dann Jahre später auch noch Rundfahrten mitbestimmt, hat es ohnehin schwerer, als Rundfahrer wahrgenommen zu werden. Andersrum ja bei Cunego, da hat man es ja ziemlich schwer, ihn nicht als Rundfahrer wahrzunehmen, obwohl er ja nun eigentlich keiner mehr ist.


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                      als Antwort auf: Giro-Rückblick #666998
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                        Original von Kanarienvogel

                        Was das Volk einfach nicht begreifen will: Italiener in Italien. GIRO nr 1. Wenn da mal ERfolg gekommen ist, ok, man geht auf die Tour. Aber Topultraform. Giro. Wenn man wie Pellizotti dieses Jahr dann auch die Tour gut fahren will ist das ein Hintergedanke, der wird wohl eh untergehen. Aber nicht weil er einfach nicht so gut ist wie die unmöglich starken Evans und Leipheimers dieser WElt, vor ein paar Jahren noch Beloki und co. sondern weil Beloki und Evans an der TdF in Topform antreten, Simoni und Pellizotti am Giro. dann ja, klar gibt’s Unterschiede, Tour ZF lastiger ein Pellizotti hätte es da auch schwerer wenn er die Tour als Saisonziel hätte.

                        Beeindruckende Analyse vom KV, aber ich denke, sie hat bei aller Bestechlichkeit doch eine Schwäche. Der KV geht bei den Italienern von der Topultraform aus und unterstellt den anderen (Menchov, Sastre, Leipheimer), dass sie auch da waren, um zu gewinnen. Ja schon, aber topultraform haben die wohl erst im Juli. Hätte sich ein Sastre da das eine Mal wirklich so abhängen lassen von Di Luca und Menchov, wenn er top drauf gewesen wäre? Glaube ich eigentlich nicht. Hätte Leipheimer hinten raus so viel Zeit gefressen, wenn er top drauf gewesen wäre? Ich denke nicht, der KV denkt ja. Gut, kann man halt so oder so sehen. Pellizotti eigentlich doch überraschend stark. Der KV hat zwar gehofft, dass die schlechten Vorresultate bedeuten, dass Pellizotti seine Form auf den Punkt in den Mai getroffen hat, aber sicher konnte er sich auch nicht sein. Im Gegenteil! Nach Etappe 4 und 5 hatte man eigentlich erwartet, dass Basso nun bald groß auftrumpft und Pellizotti für ihn fahren muss, weil Basso die Rangorder nun schon geklärt hatte. Gab wohl nicht viele, die in dem Augenblick noch geglaubt hätten, dass Basso auf Platz 5 zwei Positionen hinter Pellizotti landen könnte.

                        Menchov, okay, der hatte wohl die Megaform, die man eben braucht. Komischer Typ irgendwie. Am Berg unschlagbar, im Zeitfahren überlegen, das hätte man doch anderen Leuten zugetraut. Es wirft jedenfalls kein gutes Licht auf die Italiener, dass sie den Menchov am Berg nie in Gefahr bringen konnten. Pellizotti und Di Luca jeder mal halbgefährlich weg gewesen, aber Menchov hatte doch immer genug Kontrolle und Vorsprung durchs ZF.

                        Wenn man Menchov als Tourfahrer mitrechnet (hier wirds gefährlich, denn wie ist der eigentlich einzuordnen?), waren die Tourfahrer (Menchov, Sastre, Leipheimer, Basso?) den Italienern (Di Luca, Pellizotti, Basso?) durchaus ebenbürtig und auch das hat den Giro so interessant gemacht. Wäre es ohne Menchov ein Kampf Di Luca vs. Pellizotti geworden? Nein. Wenn schon, dann Di Luca vs. Liquigas, aber er hätte die Jungs wahrscheinlich locker im Griff gehabt. Di Luca war einfach bewundernswert stark dieses Jahr. An der Tour so auch Top 5 möglich, keine Frage.


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                        als Antwort auf: Le Tour de France 2009 #664136
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                          Armstrong nur Nr. 3, weil Bruyneel am Giro beobachtet hat, dass Leipheimer besser sei und Contador natürlich auch.

                          Darf man versuchen, das ernsthaft zu dikutieren ohne hören zu müssen, dass es alles Lügner sind?

                          Also. Ich denke ja, Armstrong wäre beim Giro 2000-2005 auch mit einem Schlüsselbeinbruch im März sicher unter die Top 10 gefahren, also fehlts ihm wohl doch irgendwo. Andererseits war auch ein Gigant wie Indurain auf einmal an der Tour 96 nur noch auf Platz 11. Es ist ja nicht so, dass er in diesem Jahr brutal abgebaut hätte, er hat ja immerhin zuvor die Dauphiné gewonnen und danach noch Gold bei Olympia geholt.
                          Ich möchte mit diesem Vergleich also die These wagen, dass auch ein Überkönner mal in einem Monat nur Zehnter werden und im nächsten Monat doch wieder alles zu Klump fahren kann.
                          Muss man also Armstrong für den Toursieg wirklich schon abschreiben? Jetzt mal Teamtaktik hin oder her, das interessiert doch den Lance sowieso nicht.


                          Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                          als Antwort auf: Lappi on Tour #664362
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                            Original von Kanarienvogel
                            BILDER du Hornochse! Und ein Fazit!!!

                            Wenn Fragen helfen?

                            – Haben dir FReunde, Freundinnen (wie die in Rosenheim), Kollegen, Kolleginnen, Fussball, Fussballin (mmh, ok ok) etc. stark gefehlt? Viel Kontakt über Email Oder hat Läns Lappi getwittered?

                            – Aha… nciht zu viel Kontakt? Du hast hier gepostet wie verrückt, was uns natürlich freut, nehme an auch gemailt, warst dann nicht fast „zu Hause“… also nur halb weg?

                            – Kannst dir weitere Touren vorstellen?

                            – Tempo…. unmöglich schnell… wie schwer waren die Taschen am Schluss?

                            – Was (also ganz allgemein, nicht wirklich dieser Km an diesem Tag oder dieser Frau im Bikini an diesem Strand) hat dir am besten gefallen an der Tour?

                            – Hast wirklich nie Rennen gegen imaginäre Gegner gehabt??? Loser…

                            – Länge der Tour: Gerade richtig? Schon etwas zu lang? Noch eine weitere Woche wäre auch ok gewesen?

                            – Berge: Lappi hatte irgendwie ja schon Panik vor den Bergen, keine Widerrede, der KV merkt solche Sachen (vorallem wenn sie klar da stehen und nicht verheimlicht werden…) Immer noch? Oder könntest dir auch mal ein Wochenende mit Veloke am Aecherli vorstellen? (mit Tilian nicht, der ist zu fett) Eroberst irgendwann mal einen 2000er?

                            Ja, Fragen helfen!

                            Haben mir die Freunde, die Freundin, was andres gefehlt?
                            Ja schon, aber es gibt Zeiten der Arbeit, Zeiten der Muße und Zeiten des Sports. Nachdem ich die ersten zwei Tage Mutlosigkeit überstanden hatte, wünschte ich mich nur noch in Belluno (schlimmer Verkehr) und hinter Neapel (schlechte Straße, Defekt) in einen Zug und nach Hause.

                            Hab viel auch in ein Freundeforum gepostet, ab und an ne Mail, aber alle 2 Tage auch mal angerufen, die Freundin beruhigt usw.
                            Eigentlich wären alle Kontakte nach Hause auch entbehrlich gewesen. Vielleicht 1x in der Woche ne Meldung, dass noch alles gut ist, das würde auch reichen, aber die Technik ist nun mal so weit, da kann man auch jeden Tag mal berichten, wie hart es wieder war.

                            War ich nur halb weg?
                            Nein, das nun auch wieder nicht. Irgendwann war auch das Gefühl weg, ich könnte in einem Tag auch wieder zu Hause sein, wenn ich nur wollte und dann war irgendwann ab Dobbiaco der Wille da, das bedingungslos durchzuziehen. Ich hatte natürlich Glück, dass es mir die Umstände recht leicht gemacht haben. Letztlich hatte ich keinen Unfall, keine Krankheit, keinen Überfall – keine Katastrophen halt. Dann erst zeigt sich ja richtig, wer ne Heulsuse und wer ein Pozzato ist. Ich glaub ja, ich bin eher ne Heulsuse …

                            Weitere Touren?
                            Ja, kann ich mir durchaus vorstellen. Die Gedanken daran haben ungefähr nach 2200 km angefangen, also dort, wo ich wirklich dran geglaubt habe, mich haut nun nichts mehr um und ein bisschen Erlösung einsetzte. Ich hab aber zwei Grundbedingungen für mich festgestellt. Ich brauche eine Infrastruktur, die apshaltierte Straßen und immer eine Stadt um ca. 10.000 Einwohner in erreichbarer Nähe zur Verfügung stellt. Und weiter muss ich auch ein kleines bisschen in der Landessprache plaudern können, das hat mich die italienische Borniertheit gelehrt. Da kommt also nicht mehr so viel in Frage, aber ich wollte eh nicht in Afrika oder Russland Rad fahren. Als Ideen im Hinterkopf habe ich
                            – Nord-Süd-Querung von Großbritannien, also Schottland – Calais
                            – Lissabon oder Gibraltar – Madrid – Pyrenäen – Alpen – Leipzig
                            – von Küste zu Küste USA
                            – Leipzig – Rügen – Leipzig (hab Verwandte bei Greifswald)
                            Geplant ist aber nichts. Man braucht halt sicher ausreichend Zeit dafür und ein Umfeld, das das mitmacht. Klar, es sind schon ganz andere Leute 3 Monate mit dem Rucksack durch Rumänien und habens auch überlebt, aber das ist kein Argument gegenüber der eigenen Freundin oder der ängstlichen Oma.

                            Tempo … kommt mir inzwischen auch recht zügig vor, aber auch nicht übermenschlich. Taschen waren am Anfang ja 12 kg schwer. In Dorfen hab ich mal ein paar Sachen zurückgeschickt per Päckchen (2. Buch, eins reicht mehr als aus, Karten, Schnickschnack), war aber doch nicht so viel Ersparnis. Am Ende hatte die Flughafenwaage für meine Taschen 11 kg, für das Rad 9 kg angezeigt.
                            Foto:
                            1002855lx0a2pge_thumb.jpg

                            Ich war auch eigentlich oft froh, dass ich alleine gefahren bin. Mit einem anderen zu fahren, geht eigentlich nur gut, wenn beide wirklich gleichstark sind. Ich hab mir oft gedacht, wie sauer ich jetzt auf jemanden wäre, der vor mir fährt, aber 3 km/h schneller den 2%-Berg hoch, Windschatten hin oder her. Ich glaube, ich hatte auch insgesamt nicht viel Gegenwind, aber das ist vielleicht auch nur hilfreiches Vergessen.

                            Was hat mir am besten gefallen?
                            Zu merken, dass es nicht summiert immer schlimmer und schwerer wird, sondern mit der Zeit sogar einfacher. Bin eh schon ein anspruchsloser Mensch, aber auch ich konnte noch sehen, worauf man alles verzichten kann, wenn man sich einer Extremsituation aussetzt.
                            Der schönste Moment war freilich der erste Blick auf Sizilien. Eine gewaltige Erlösung.

                            Imaginäre Gegner völlig überflüssig genau wie Zange und Draht. Ich bin auch keine Sprints gefahren oder „mal in den roten Bereich“. Eigentlich hab ich mich zum totalen Ausdauermonster entwickelt. Die realen Gegner konnte ich nur mit anhaltend hohem Tempo mürbe machen. Irgendwo mal hinterhergehen tat schon verdammt weh und das lag nicht an den Taschen.

                            Länge der Tour:
                            Eine Woche weniger wäre eigentlich richtig gewesen. Es hat mich dann doch vieles gestört und genervt, kann ich gar nicht so genau benennen. Ich fands auch ziemlich sinnlos die 500 km durch Bayern und die 500 km hinter Neapel zu fahren. Ich wollte dort eigentlich nichts sehen, es lag halt aber auf dem Weg.
                            Andererseits auch eine Woche länger keineswegs unmöglich. Es hat ja schon Spaß gemacht und im Grunde hätte ich es wohl auch ausgehalten, wenn es noch 500 oder 1000 oder 1500 km weiter gegangen wäre. Die Müdigkeit wurde, wie nun schon zig mal gesagt, eigentlich nicht schlimmer, ich hatte ein Gleichgewicht gefunden. Aber einfach so in der Weltgeschichte rumgondeln, das ist es dann auch nicht. Sehr motivierend waren doch immer konkrete Ziele. Giro besuchen, Freund besuchen, diese und jene Stadt erreichen etc. Und dann war es im Prinzip auch brillant, diese freien Tage zu haben, wo man auch mal zu nem Highlight hinfahren konnte. Venedig war klasse. Ich ärgere mich eigentlich schon ein bisschen, dass ich von Neapel nicht den einen Tag rüber nach Capri bin. Auch Ruhetag a la KV hat im Nachhinein einen schönen Reiz für mich, also Taschen ab und einfach so einen nahegelegenen Berg anfahren. Hätte ich in Neapel mit dem Vesuv eigentlich auch machen können, aber man darf halt auch einfach nicht zu viel von so einem kleinen Bürschchen wie mir verlangen, da ich zum ersten Mal länger mit dem Rad unterwegs war. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich mein eigentliches Ziel nicht gefährden sollte. Es war ja dann doch reichlich anstrengend, bis zum 27.5. nach Catania zu kommen.

                            Berge: Panik vielleicht etwas übertrieben, aber Angst schon, ja. Hätte ja auch sein können, dass ich mit Krämpfen und Knieschmerzen irgendwo bei 5 Grad und Regen 6 km vor einem Gipfel stehe und am liebsten wieder runterfahren will. Solche Angst schwindet natürlich, wenn man sieht, dass man nicht nur Col de Soller (5 km 5%) fahren kann, sondern auch ganz andere Kaliber hochkommt. So richtig klick hats gemacht, als ich den Felbertauern ohne anzuhalten hochgekämpft bin. War auch nicht so, dass ich in den Lenker gebissen hätte, ich bin schon ruhig gefahren, wenngleich es doch an der Grenze zu oberheftig war. Der Apennin dann ein kraftraubendes Gebirge. Die Straßen gehen auch im Anstieg hoch und runter. Das erholt zwar ab und an ganz schön, verlängert aber das Leiden doch erheblich.
                            Sehr fein dann natürlich auch, wie ich an den kalabrischen Bergen die Italiener im wahrsten Sinne des Wortes stehen gelassen habe.

                            Mit Veloce am Ächerli, das Ventil im Auto oder wie auch immer dabei – sehr gern. Überhaupt Berge fahren doch was schönes. Ein alter Traum von mir ist es ja, einmal den Tourmalet zu fahren. Ich denke, ich werd schon noch irgendwann dazu kommen, nen 2000er zu fahren. Zuzutrauen ist es mir ja auf jeden Fall. Ich war ja auch in Huben schon so weit, den Staller Sattel anzugehen, aber ich hatte nun überhaupt keinen Fürsprecher gefunden, denn die bösen Italiener würden ja auf ihrer Seite den Schnee nicht wegräumen …

                            Eine Wiederholung des Ganzen (also mehrwöchige Radtour von oder nach Hause) möchte ich schon irgendwan noch mal machen. Daher finde ich eigentlich Spanien – Frankreich – Deutschland mit Pyrenäen und Alpen am reizvollsten. Aber dieses Jahr wird das wahrscheinlich nichts mehr und wer weiß, ob dann auch nochmal alles so passt. Auf jeden Fall hatten alle Unrecht, die behauptet haben, das könne man nicht allein machen, das sei zu gefährlich. Ich finde, es geht.

                            Fazit: Das war das beste, was ich je gemacht hab.

                            Weitere Fotos folgen.


                            Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                            als Antwort auf: Lappi on Tour #664361
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                              Pass Thurn

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                              Felbertauern

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                              Staller Sattel

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                              Cimabanche

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                              (Lago di Dobbiaco)

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                              Passo della Raticosa

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                              Passo della Futa

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                              Hinter Palmi türmt sich der Apennin auf dem italienischen Festland ein letztes Mal auf über 500 Meter.
                              In der Abfahrt nach Bagnara Calabra kann man in der Ferne erstmals einen Blick auf Sizilien werfen.

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                              Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                              als Antwort auf: Lappi on Tour #664360
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                                Na dann mal ein Anfang.

                                Ich am 2. Mai in Triptis, dann am 11. Mai in Padova, am 19. Mai in Formia und am 27. Mai in Sant’Alessio.

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                                Temperaturrekord in Savoca auf Sizilien und Steigungsrekord im umbrischen Apennin (dort hab ich allerdings geschoben, gefahren bin ich nicht mehr als 16%)

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                                Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                als Antwort auf: Pässe #573619
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                                  He, sag mal, wird hier mein geliebter Felbertauern schlecht gemacht? ;)

                                  Nach Lienz rein bin ich tatsächlich einen Radweg gefahren, vielleicht die letzten 10-15 km. Wie der aber hieß, keine Ahnung. Thal ist jedoch (zumindest so wie ich gefahren bin) ja erst hinter Lienz.

                                  Der Radweg hatte jedenfalls guten Belag, war aber vielbefahren, da waren dann auch Kinder, die die Straße versperrten und solche Hindernisse.

                                  Und wenn die Pusterthaler Höhenstraße das Ding ist, was bei Thal hoch in die Berge geht, nun dann hab ich sie deshalb nicht mitgenommen, weil ich ja weiter wollte und ganz andere Ziele hatte. Ich hab ja eigentlich immer versucht, alle Berge oder Umwege zu vermeiden, es war auch so ja schwer und weit genug für mich.


                                  Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                  als Antwort auf: Lappi on Tour #664356
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                                    Zunächst mal noch zwei Betrachtungen.

                                    1. Abgenommen habe ich nicht wirklich viel. Nach meiner Rückkehr waren es 80,5 kg, geht schon wieder in Richtung 82. Bin mir sicher, dass ich nach der ersten Woche noch etwas weniger drauf hatte, aber bestimmt nicht unter 79 kg. Hätte ich dann doch nicht gedacht, dass es so wenig weniger wird, aber ich hab auch gegessen wie Bettini und Ulle zusammen.

                                    2. Mir wurde vorher gesagt: Italien ist total bergig!
                                    Mit solchen Weisheiten kann ich natürlich nichts anfangen. Meine Aufzeichnungen ergeben jedoch durchschnittlich für meine gefahrene Strecke in den drei Staaten folgende Werte (Angaben in Höhenmeter pro 100 km):
                                    Deutschland 785
                                    Österreich 1192
                                    Italien 817

                                    Ich würde sagen, Italien ist im Vergleich zu Deutschland gar nicht mal so viel bergiger. Nach meinen nackten Zahlen nämlich nur 4% mehr. Richtig ist eher: Überall ist es total bergig … ;)


                                    Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                    als Antwort auf: Lappi on Tour #664354
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                                      Original von Plattfuß
                                      Bin mal auf die Photos gespannt!

                                      Tja, ich hab 844 Fotos gemacht, was darfs denn sein? Ich hab ein schlechtes von Pellizotti zum Beispiel (Padova). Oder eins nach dem ersten Tag und eins nach dem letzten (ich hab mich nämlich nicht rasiert)? Oder eins von meinem Temperaturrekord auf Sizilien? Von den Tempeln in Paestum? Dom in Regensburg? Schnee am Felberntauern? Kilometerschild 500 der SS 18?


                                      Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                      als Antwort auf: Lappi on Tour #664353
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                                        Ohne Gepäck zu fahren war dann eigentlich keine große Umstellung mehr, aber mir kam etwas anderes in die Quere. Am Samstag musste ich zu einem Fußballturnier, dort hatten wir 6 Spiele a 15 Minuten auf dem Kleinfeld, das ist an sich schon ne ziemliche Anstrengung, aber meine Muskeln haben mir die ungewohnte Belastung nicht verziehen. Die waren es gewöhnt, stundenlang immer dasselbe zu tun und zu treten und zu ziehen und zu drücken und zu wirbeln. Aber antreten, stoppen, linksrechts, schießen, passen, grätschen, aufstehen, fallen, kämpfen, sprinten – das war doch zu viel für die Guten.

                                        Wie sich das für einen ordentlichen Muskelkater gehört, erreichte er 36 Stunden nach der Belastung seinen Höhepunkt. Das war dann ziemlich genau meine Startzeit bei den Neuseenclassics am Montag (9.15 Uhr). Wie schon im Vorjahr gab es auf den ersten 16 km einen 41er-Schnitt. Im Flachen wurde überhaupt dauernd 45-50 km/h gefahren, das war mir einfach zu schnell. Einerseits war ich so rasantes Tempo nicht gewöhnt, andererseits sorgten meine Muskeln für einen sehr unrunden Tritt und an Ziehen war gar nicht zu denken, da hätte ich auch ohne Klicks fahren können. Zudem war mir auch das Fahren in der Gruppe höchst unangenehm und ich ließ mich oft an die letzte Position zurückfallen und ließ auch da in Kurven oder bei schlechter Straße (zu) große Lücken.

                                        Am Berg hingegen war ich eine Bank. Am ersten echten Berg in Bahren gehts 1100 Meter lang hoch, etwa 7-8%, maximal 10%. Das Ding bin ich mit 18 km/h ganz locker hochgespult, während meine Konkurrenten in den Lenker bissen. Ich glaube, da bin ich in meiner Gruppe vom 50. (und letzten) auf den 5. Platz vorgefahren. Und auch danach war ich über jeden ansteigenden Meter froh, denn da hatte ich irgendwie immer leichtes Spiel mit meinen Gegnern. Aber wehe, es ging in die Abfahrt, es ist ein Hosenscheißer aus mir geworden.

                                        Also fuhr ich mit dem Finger in der Nase ins Ziel und war sogar einen Tick langsamer als im Vorjahr, aber es war wieder ein Schnitt über 35 km/h, das ist ja auch nicht schlecht auf 125 km. Immerhin habe ich in Ruhe so ca. 30 mal ins Publikum winken können.

                                        Wollte sagen, bin wohlbehalten wieder daheim und möchte mich für die Unterstützung beim Forum bedanken. Hätts vielleicht auch ohne euch geschafft, aber ihr habt mir doch viel geholfen mit Details, Tipps oder einfach nur ein paar aufmunternden Worten. Das ist viel wert.

                                        :)


                                        Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                        als Antwort auf: Lappi on Tour #664349
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                                          Bin zwar noch einen Bericht über die letzten beiden Tage schuldig, aber schon mal so viel: Bin in Hannover auf dem Flughafen, Rad ist so weit in Ordnung und auch da. Und hier gibts sogar Internet, jaaa.

                                          Da kann nun wirklich nicht mehr viel schiefgehen bis nach Leipzig, nur noch eine S-Bahn und ein IC trennen mich von daheim. Montag dann Neuseenclassics, 130 km Jedermannrennen.


                                          Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                          als Antwort auf: Lappi on Tour #664347
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                                            Nicht zu schnell. Hatte mir das in Padova schon so ueberlegt. 5 Tage bis in die Hauptstadt, 2 nach Napoli und dann in 4 Tagen nach Messina, um dort noch einen Tag Sicherheit und Ruhe zu haben. Hab ich auch fast gebraucht den Extratag.

                                            Tag 19 Napoli
                                            3 Stunden nach nem Fahrradladen gesucht (verdammt schwer zu finden, aber in der Via Milano war dann einer) und 2 Schlaeuche gekauft.

                                            Tag 20 Napoli – Paestum 102,1 km
                                            4:40 h
                                            Schnitt 21,9 km/h
                                            455 Hoehenmeter

                                            Die ersten 10km aus der Stadt heraus in Richtung Suedosten gehts ueber Kopfsteinpflaster, teilweise noch caesareisch. Da kann man das Rad leider nicht immer ueber die Platten drueberheben und so hat es mir dann auf einer Abfahrt, wo ich einfach nicht langsamer als 20 km/h konnte, wieder mal den Schlauch zerhauen. Leider auch gleich noch zwei Speichen mit und ein paar gewaltige Schlaege in der Felge. Schlauchwechsel war eigentlich kein Problem, ich hab mich dann aber trotzdem nach ner Fahrradwerkstatt durchgefragt und dort war sogar eine in der Naehe. Dort wurde mir mein schoener neuer Schlauch gleich wieder rausgerissen und ein wenig an den Speichen rumgedreht und an der Felge gezogen, aber sehr viel gebracht hats letztendlich nicht. Seitdem fuehlt es sich immer wie Platten an hinten oder wie Kaugummi auf dem Reifen, *huckel*, *huckel*, *huckel* …
                                            Da hatte ich schon ueber ne Stunde eingebuesst ud es ging einfach nicht vorwaerts. Die Stadt Neapel hoert zwar auf, die Agglomeraion aber nicht. Dauernd hat man Busse vor sich und Leute auf der Strasse und Kopfsteinpflaster erneut und jede Menge Behinderung wie Ampeln und so Kram. Meine Moral war am Ende und ich wuenschte mich in einen Zug. Nach 1 Stunde 17 km, nach 2 Stunden 36 km, nach 3 Stunden grad mal 55 km, aber dann hoerte der Mist mit Salerno doch endlich auf und ich konnte an der Kuestenstrasse noch ordentlich Gas geben.
                                            Da ich das Zeitfahren nicht verpassen wollte, habe ich dann in Paestum Schluss gemacht und mir am Abend auch noch die dortigen Tempel reingezogen. Da war ich dann schon wieder mit meinem Schicksal versoehnt, aber 40 km hinter dem Plan zurueck.

                                            Tag 21 Paestum – Sapri 121,8 km
                                            5:27 h
                                            Schnitt 22,3 km/h
                                            1819 Hoehenmeter

                                            Hier hatte ich erwartet, etwas aufholen zu koennen. Jedoch erwies sich die „variante“ der superstrada 18 als fuer Radfahrer verboten (und leider auch fuer Mofas und noch vieles mehr, also wirklich nichts zu machen mit dem Rad). Also musste ich die „alte“ SS 18 nehmen und die fuehrte ueber Stock und Stein. In Vallo della Lucania waren es nicht 40, sondern 55 km, dann nochmal auf fast 700 Meter hoch und endlich wieder zur Kueste runter (ohne noch 2x hoch und runter zu gondeln). Da hatte ich in Sapri schon 1819 Hoehenmeter, das ist mein Tagesrekord! Also so eine scheiss Kletterei hinter Firenze haette ich niemals mehr erwartet, aber ich wollts auch einfach nicht wahrhaben. Die Karten sagen es ja doch … Nun schon 50 km Rueckstand auf das eigentliche Tagesziel.

                                            Tag 22 Sapri – Amantea 132,7 km
                                            5:09 h
                                            Schnitt 25,7 km/h
                                            1142 Hoehenmeter

                                            Ich fuehlte mich am Morgen so, als ob ich krank wuerde. Bins natuerlich trotzdem angegangen und kam auch ganz zuegig los. Der Tag ist durch zweierlei charakterisiert. Einerseits ging es nie ueber 165 m ueberm Meer hinaus und ich konnte es auch den ganzen Tag lang sehen, jedoch sammelten sich trotzdem ueber 1000 Hoehenmeter dabei an, also ging es doch sehr viel hoch und runter. Andererseits haette es noch schlimmer kommen koennen, aber der Italiener hat mir eine Reihe Tunnel gebaut, sodass nicht noch mehr Steigung vonnoeten war. Ich bin ja inzwischen mutiger, was die Tunnel angeht und immer rein in die Dinger, aber ein paar Mal so 200-300 Meter unbeleuchteter Tunnel, da wirds dann schon ganz schoen finster in der Mitte und man sieht die Strasse nicht mehr. Da braucht man dann gute Nerven, wenn ein Bus ueberholt.
                                            Da ich hinter Amantea auf den naechsten 60 km keinen echten Ort erwartete und deshalb fuerchten musste, keine Unterkunft zu finden (man glaubt nicht, wie viele Hotels im Mai in Italien noch geschlossen sind, weil ja keine Saison ist bei 34 Grad), und mich auch total platt fuehlte, liess ich es dort nach 130 km sein. Immerhin etwas aufgeholt.

                                            Tag 23 Amantea – Messina 165,8 km
                                            6:59 h
                                            Schnitt 23,7 km/h
                                            1499 Hoehenmeter

                                            Eine wahrhaft epische Etappe. Zunaechst 55 flache km Tempo gebolzt, dann kamen die Berge. Es ging zunaechst auf 500 Meter hoch. In dem Ort davor standen 6-8 Italiener rum (mit Rennraedern), die sich kurz nach mir entschlossen, da auch hochzufahren. Einer machte Intervalltraining, der zaehlt nicht. Von den anderen haben mich unten rein 3 Mann ueberholt, alle einzeln und jeder mit nem doofen Spruch. Nach jeder Kurve waren sie aber wieder zu sehen und ich bin dann mal etwas zuegiger gefahren als sonst. Und nach und nach kam ich irgendwie wieder naeher. An den ersten kam ich so bei Hoehe 350 ran, der hat dann meine forze gambe gelobt. Den naechsten hatte ich bei 420 Metern im Blick, er hielt dann aber an, weil die Strasse 7% erreichte. Vollarsch, der! Und der beste von denen hielt auch vielleicht 300 Meter vor der Kuppel an und goennte mir nicht, dass ich ihn ueberhole, dort waren dann aber auch 8% und er brauchte auch ne Pause. Oben war ich vielleicht platt, aber die Abfahrt nach Rosarno ging noch. Da musste ich dann erstmal essen, trinken und pausieren, ich hatte mir definitv einen in den Schuh gefahren. Mann, ich war aber auch schon am Ende von den vorherigen Tagen. Und dann gings nochmal 12 km flach nach Gioia, danach 12 km hoch und 12 runter, wiederum von 0 auf 500 Meter. Was fuer eine Plagerei. Dort waren dann gluecklicherweise keine Gegner und ich konnte mein Tempo fahren (14-15 bei 4%, 12 bei 5%, 11 bei 6-7%) und – na ja, irgendwann war ich halt oben. Wasser ueber den Kopf giessen ist dabei ein Luxus, den ich mir nicht leisten kann, ich brauch mein Wasser im Bauch, denn das kommt zu den Poren wieder raus.

                                            Auf dieser Abfahrt kommt man relativ schnell ans Meer zurueck und sieht sogar dann schon in der Ferne die Insel Sizilien. Als ich diesen ueberwaeltigenden Ausblick hatte und begriff, dass dies nun wohl mehr oder minder das Ende der Qual und das Erreichen des Zieles war, da musste ich auf dem Rad schluchzen wie ein kleines Maedchen, dem man den Papa weggenommen hat. Nur fuer Traenen hats nicht mehr gereicht, nicht genug Wasser im Koerper. Das war die intensivste Abfahrt, die ich je gemacht hab und leider gab es auch da wieder irgendwelche Penner, die mich fast umgakachelt haetten, also man kann nicht mal diese kurzen schoenen Momente des Daseins geniessen ohne dass einen ein Italiener ueber den Haufen fahren will.

                                            Faehre nach Messina in Villo S.G. erwischte ich ganz gut. Der Preis haute mich allerdings um: 1,50 Euro!

                                            Hotelsuche in Messina schwierig, aber ich hab doch noch eins gefunden und hatte meine 7 Stunden auf dem Rad verbracht. Fuer den Rest des Tages war ich aber so platt, ich konnte nicht mehr klar denken. Eine Extrarunde kommt deshalb auch ueberhaupt nicht in die Tuete. Es reicht jetzt aber auch, ich bin dann doch ziemlich am Ende.

                                            Tag 24 Messina
                                            Hab den Tag hauptsaechlich damit verbracht, die Monte-Petrano-Etappe zu gucken.

                                            Tag 25 Messina – Catania ?

                                            Morgen also nochmal 100 oder 110 km, das mache ich mir dann zum Schaulaufen. Endlich mal kein Zeitdruck wegen Giro oder sonstwas, Platten gibts morgen auch nicht mehr und weiterfahren, obwohl man auch ein schoenes Foto machen koennte gibts morgen auch nicht mehr. Diese Strecke noch und dann die Frage, wie kriege ich mein Rad zum Flughafen, verpackt (wohl noetig) und die Pedale ab usw.? Und dann hat sichs.

                                            Tag 26 Catania – Hannover?

                                            Hab den ganzen Tag Zeit fuer die Radorganisation. Rueckflug geht 22 Uhr nach Hannover (leider), von dort aus halb 6 mit dem Zug nach Leipzig.


                                            Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                            als Antwort auf: Giro d`Italia 2009 – Die 3.Woche #665480
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                                              Hab heute was gesehen, was ich noch nie vorher beobachten konnte und dabei hatten wir ja schon heisse Etappen in den letzten 100 Jahren (okay, so lange gucke ich noch nicht).

                                              Bei den Astanajungs hat im Nacken so komisch Plaste rausgeguckt. Halb 2 haben die in irgendeinem Vorbericht auf Rai 3 gezeigt, wie sich Leipheimer so einen ziemlich grossen Beutel voll mit Eis in den Nacken unters Trikot stopft. Na gut, wems hilft. Die Astanas waren heute jedenfalls nicht uebermaechtig.


                                              Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                              als Antwort auf: Giro d`Italia 2009 – Die 3.Woche #665477
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                                                Schade Basso, es haette doch wenigstens mit Etappenplatz 2 klappen koennen, das waeren dann 22 Sekunden naeher an Menchov, 12 Sekunden naeher an Sastre, 25 Sekunden naeher an Di Luca … aber eigentlich gehts fuer Basso nur um Platz 3, also sinds nur die 12 Sekunden Bonifikation auf Sastre, die er durch Menchov und Di Luca verloren hat.

                                                Pellizotti wenig ueberraschend mit Rueckstand bei so vielen Bergen. Der kann aber am Blockhaus und Vesuv vielleicht noch mal kommen.

                                                Leipheimer doch viel schwaecher als erwartet. So kommt Sastre wohl doch als Dritter aufs Podest. Aber wer gewinnt nun? Kann sich Menchov gegen Di Luca halten? Sieht eigentlich ziemlich gut aus, er hat ihn ja zweimal beim Bergsprint im Griff gehabt.


                                                Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                                als Antwort auf: Palaver der Streamisten Giro d`Italia 2009 #666472
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                                                  Armstrong ist ja nun wirklich auch nicht irgendwer, hat Leipheimer ja auch sieben Toursiege voraus.

                                                  Bettini wurde heute wieder ungefaehr 50x zum Kommentar aufgefordert. 1x hat er begonnen mit scusa me? Si …
                                                  1x hat er begonnen mit Eh, …
                                                  Und 48x hat er begonnen mit Si, …

                                                  Der nervt!

                                                  Und der Bulbarelli nervt eigentlich auch, aber heute hat er nicht so viel Chancen gehabt, eintoenig daherzulabern, weil ja ab und an was passiert ist.

                                                  Und die italienische Regie auch nicht absolut top. Blenden dauernd den abgehaengten Scarponi ein, nur um zeigen, wie er sich Liter Nr. 64-72 ueber den Kopf kippt.


                                                  Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                                  als Antwort auf: Lappi on Tour #664345
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                                                    Quote:
                                                    Original von Veloce stanco
                                                    Der Lappi ist jetzt in Süditalien, da gibts nicht überall Internet.

                                                    Richtig.

                                                    Quote:
                                                    Original von Plattfuß
                                                    Aber wir haben seit 3 Tagen nichts mehr von ihm gelesen. Und die fahren da unten alle wie die letzten Henker.

                                                    Richtig.

                                                    Bin in Messina, es war hart, vor allem heute, aber ich bin okay. Morgen erzaehle ich dann genauer.


                                                    Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                                    als Antwort auf: Giro 09, Favorit Nr 2 #665968
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                                                      Drei aus Di Luca, Leipheimer, Basso, Menchov.


                                                      Vive le Tour. Vive le cyclisme.

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