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Für mich ist Rich Favorit. Er wird alles daran setzen, ein letztes mal richtig reinzuhalten. Der Kurs, jedenfalls das Profil, sollte ihm ja liegen und die Zeitfahren im Herbst sind eh seine besten. Ich würde mich für Rich sehr freuen.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Lieber opera, der Thread ist für uns 860×600-Versager eh schon in allen
vier Ecken gesprengt, dann kann ich ja beruhigt ein großes Bild
nachlegen. (Um ehrlich zu sein, ich weiß grad nicht, wie ichs klein
kriege. Immerhin konnte ich es allein von 2,2 MB auf 814 kb reduzieren.)Vorabedit: Doch klein gekriegt. Also hier nur klein, das Große dann als Link.

Unmittelbar nach Ende der deutschland tour 2004 (Ziel in Leipzig,
den Sieger kannte keiner, aber Zabel wars nicht, wieder nicht) hörte
ich noch Steffen Radochla gegenüber seinen Verwandten von der
Tour träumen, sah die T-Mobiles beim Ausfahren und ging dann noch
bei den Bussen vorbei, wo sogar bei TMO und GST noch etwas Platz
war. Bei Saeco gabs aber für jeden von uns sogar noch ne volle
Trinkflasche, der Rest floss in den Gully. Diese Saecoflaschen
werden im Freundeskreis noch heute bei jeder klitzekleinen
Radtour in Ehren gehalten. (Vielleicht hätte ich ein Bild der Flasche posten
sollen? Falscher Thread.)Jedenfalls wurde ich in dieser überschwänglichen Laune (einer hatte
sich vom Sonnenstich bereits übergeben) gebeten, doch noch ne geile
Aktion auf dem Rad zu bringen. Damals hatte ich noch das Modell
Ben Tucker (so ganz nach der alten Hot-Shots-Maxime: Heb nie ab
vom Acker, ohne deinen Tacker!) und zwar viel zu klein und der
Sattel etwa 45 cm zu tief. Geld war knapp im Osten seinerzeit, ja ja …
Jedenfalls posierte ich als „Laurent Dufaux in der Abfahrt“. Den kennt
zwar keiner meiner Freunde, aber der Uwe hat mich trotzdem
fotografiert. Meisterwerk. Man beachte auch die detailreiche
Hinterlandschaft, genannt Straßenbahnhaltestelle Waldplatz.Seit Ende Januar fahre ich übrigens ein Mountainbike Marke Votone,
der Sattel ist auch schön hoch und ich hab es immerhin schon auf
2500 km getriezt – ohne Training wohlgemerkt, einfach nur von
A nach B aus Abneigung gegenüber ÖPNV und so. Wenn ich lieb gebeten
werde, suche ich auch vom „neuen“ Rad mit mir noch ein schickes Foto
raus. Aber den Charme von Ben Tucker dem Ersten hat es nicht. Da
hat wirklich alles geklappert, was klappern konnte. Zuletzt hatte
ich null Bremsen und der Hinterreifen konnte den Mantel nicht mehr
halten. Hach ja.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Eine negative Probe (negativ auf Epo) aus dem Jahr 1999 schließt keinesfalls anderes Doping aus (da hat das Ventil absolut Recht), es schließt wohl leider auch Epodoping nicht restlos aus (hier hat das Ventil nur einfach so Recht).
Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang immer an David Millar, der nachträglich zugegeben hat, die Vuelta und die WM 2003 unter Einfluss einer Epokur bewältigt zu haben. Etappensieg und Zeitfahrtitel sprangen da raus und da haben sie ihm kein Blutdoping nachgewiesen. Ohne es genau zu wissen, nehme ich aber mal an, sie haben sein Blut untersucht.
Ich für meinen Teil habe nach wie vor schwerste Zweifel an den Nachweismethoden. Es mag eindeutige Fälle geben (besonders bei mir unsympathischen Fahrern, ist ja klar), wo die roten Blutkörperchen praktisch ein Schildchen um den Hals tragen. Aber eindeutig die Sauberkeit nachzuweisen nur mit einer Dopingprobe scheint mir ausgeschlossen. Ganz besonders dann, wenn man einmal annimmt, dass wirklich mehr als 50 der 100 besten Fahrer tatsächlich dopen – womit auch immer.
Dennoch wünsche ich mir weiterhin, auch die negativen Proben von 1998 und 99 zu veröffentlichen. Das würde nämlich richtig Unruhe reinbringen, wenn ein bekanntes schwarzes Schaf auf einmal als Saubermann da steht. So was erweckt Neid und der macht gesprächig.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Eigentlich wollte ich jetzt schreiben, dass der KV wohl zu jung ist, um noch länger von Eddy Merckx hätte genervt sein können, aber der nervt ja heute noch rum (Eddy, nicht KV).
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Quote:Original von opera
@Coolman
doch es gab einen (aus usa) – kurz vor beginn der tour, aber der scheint sich verzweifelt zurückgezogen zu haben…War der nicht aus Armenien?

@Plattfuß: Da nicht nur Willy Voet seinerzeit während der Tour (oder für die laufende Tour) die Dopingmittel liefern wollte, sondern ganz offensichtlich auch Susanne Frigo in diesem Jahr, ist das Chaos perfekt. Eine negative Probe ist also kein Unschuldsbeweis. Aber was denn sonst?
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Es gab also 80 Proben, die von 1998 untersucht wurden, davon 40 positiv.
Weiters gab es 40 Proben, die von 1999 untersucht wurden, 12 positiv, davon 6 von Armstrong.Die Öffentlichkeit sollte entweder kein Recht haben, eine dieser 120 Proben zu kennen, oder sie sollte das Recht haben, alle 120 zu kennen. Das heißt, man müsste nicht nur die anderen Positivproben den Fahrern zuordnen, sondern auch alle negativen. Nur so könnte man sich ein halbwegs glaubhaftes Bild dieser Zeit machen. (Das Ventil wird mit Recht fragen, wozu diese Offenlegung sein muss. Das muss sie nicht, ist aber von allgemeinem Interesse, wenn auch wahrscheinlich ohne sportlichen Wert.)
Im Idealfall haben dann Fahrer wie Pantani, Olano, Escartin positive Proben und Fahrer wie Guerini, Riis, Leblanc negative Proben und die überführten Fahrer zeigen mit dem Zeigefinger dann auf die „Negativen“ und sagen, die hätten doch auch alle Epo genommen, weil es einfach alle genommen haben und dies bekannt ist. Nur so käme halbwegs Wahrheit da rein.
Andererseits. Einem Udo Bölts zum Beispiel glaube ich auch ohne Kontrolle, dass er immer sauber war (oder sagen wir mal, ich glaube es weitgehend), einem Jan Ullrich glaube ich so was nicht.
Apropos. Wieso zitiert rsn Rudi Altig mit den Worten, er wüsste, was herauskäme, öffnete man Ullrichs Proben von 1997? Was weiß der schon wieder?
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Und du willst sagen, wenn Beloki gedopt hätte, hätte er Armstrong geschlagen?
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Quote:Original von fensterscheibe
1. ist Armstrongs Mythos Geschichte und sein Ruf als Dominator und bester Tourfahrer aller Zeiten ruiniert.Warum das denn? Hat er die Tour nicht trotzdem dominiert? Warum hat Philippe Gaumont das nicht geschafft, er hat doch auch gedopt?
Quote:Original von fensterscheibe
Allein 2001 hätte Ullrich 4-5 Etappen gewonnen.Blödsinn. Ullrich hätte wohl kaum mehr als 2 Zeitfahren und eine Bergetappe gewonnen, ansonsten allerhöchstens seine Kraft gespart. Denn auch damals war es stets noch weit bis Paris und man musste haushalten.
Es ist mehr als irrsinnig, einfach die Ergebnisse zu nehmen und einen Mann rauszurechnen. Er ist der Grund, warum viele Leute so gefahren sind, wie sie es getan haben. Andere Ausgangslage, andere Ergebnisse.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Jetzt können sie ihm auch den Kennedymord anhängen, jawoll.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Ich bin schon wieder etwas verwirrt. Angenommen, Lance Armstrong wäre relativ zeitnah überführt und auch verurteilt worden (von mir aus im Oktober 1999), wäre er denn damals auch schon für 2 Jahre gesperrt worden? Zülles Eposperre war doch auch nicht so lang, oder?
Also Leblanc, jetzt mal aufwachen und 2 gelbe Trikots rauskramen. Eins für Zulle und eins für Ülle. Aber n bisschen plötzlich.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
***** Ullrich
**** di Luca, Rebellin
*** Wesemann, Gilbert, Pozzato
** Boogerd, Celestino, Voigt, Mattan
* Kirchen, Syl. Chavanel, Baguet, Nuyens, Garzelli
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
***** Mancebo
**** Heras, A. Gonzales
*** L. Perez (cof), Simoni, E. Jimenez
** Landis, Menchov, Botero, Sastre
* Casero, Azevedo, Mayo, Pecharroman, Zabel
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
** Pereiro
* A. Gonzales, J. E. Gutierrez
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
** Mancebo
* Mayo, Heras
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
** Menchov
* Simoni, Heras
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
** Simoni
* Heras, E. Jimenez
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
** Botero
* Mancebo, Peschel
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
** Rubiera
* Sastre, Heras
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
** A. Gonzales
* Verbrugghe, McGeeWarum hei�t das 1. Etappe und nicht Prolog, sind doch nur 7 km?
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Die gehen bei rsn ja noch weiter:
Quote:Es wäre zudem merkwürdig, würde man mit Methoden und Tests von heute jahrelang zurückliegende Leistungen von Fahrern nachträglich überprüfen. Kaum noch eine Siegerliste wäre da sicher.Quote:Über eine nachträgliche Untersuchung seiner Urinproben von der Tour de France 1997 wäre Ullrich wahrscheinlich auch nicht sehr glücklich.Gerade Letzteres ist natürlich gewagt, aber die Sache wäre leicht gestrickt. Unser Janni lernt vom Altmeister Riis alles, gewinnt die Tour so überlegen, dass er sich fortan sagt, er will sie auch einmal sauber gewinnen. Wahrscheinlich Blödsinn.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Quote:Original von T-Moby
Ich bin wirklich gespannt, was Armi sagen wird. Wird er es zugeben?? Wird er weiterhin leugnen?? Wird er eine Verschwörungstheorie bringen??? Eins ist für mich sicher: es wird schwierig sein, für ihn, sich aus der Sache herauszuwinden.Mal angenommen, er ist unschuldig. Wie sollte er sich da rauswinden können? Geht ja gar nicht.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Das muss irgendwie jeder für sich sortieren, das geht nur mit Grundsätzen.
1. In der Annahme, alle dopen oder keiner dopt, gewinnt im Paket der Beste. Armstrong gewinnt 7x -> Armstrong ist der Beste.
2. War Armstrong gedopt und Zülle (ha!), Ullrich, Beloki, Basso nicht, ist Armstrong immer noch saugut, denn er hat sie geschlagen. Dass Epo Leistung bis zu 30% steigern kann, heißt nicht, dass Armstrong ohne Epo 30 % schlechter wäre.
3. Er hat diese olle Tour 7x gewonnen und 6 Jahre lang konnte man Epo nachweisen. Er dürfte so 70-100 mal kontrolliert worden sein. Wie geht das zusammen?
4. Ist Alex Zülle nicht nachgewiesenermaßen ein Dopingschlingel? Noch schlimmer als Ullrich meine ich. Wäre ein Sieger Zülle 99 im Sinne sauberen Sports? Wohl kaum.
5. Es gibt Zweifel an den Proben. Sind sie wirklich von Armstrong? Warum geht das Labor an die Öffentlichkeit statt an die WADA? Warum dauert das ein Jahr? Konnte man die Proben (wissenschaftlich) tatsächlich noch auswerten?
6. Das betreffende Labor hat wohl einen der besten Rufe der Welt.
7. Hat Lance Armstrong gedopt, wer sagt uns, dass nicht auch Jan Ullrich oder Jimmy Casper?
8. Oft und oft hört man von Fahrern, dass sie Doping eingestehen. Camenzind und Millar zum Beispiel. In vielen Dopingproben ist ihnen aber nix nachgewiesen worden.
9. Schon geil interessantes Thema.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
@Coolman: Außerdem muss Ullrich nun auch wieder alleine trainieren.
)
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Also wie es aussieht, wurden diese Proben im Jahr 2000 analysiert, um aus wissenschaftlichen Gründen ein Verfahren zum Eponachweis im Urin zu erzeugen. Wenn das nicht anonym geschieht und Jahre später auch noch ausgeplaudert wird, ist das wahrlich nicht die feine französische Art. Immerhin waren die Beteiligten so schlau, bis nach Armstrongs Karriereende damit zu warten, denn vor 2 Monaten wäre diese Info gar nicht gut gekommen.
Am sportlichen Resultat 1999 ändert das freilich nichts. Ich bin auch ziemlich sicher, die Urin-Epo-Proben seit 2000 bei Armstrong werden alle negativ sein. So schlau sind die Spitzenleute nämlich schon.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Quote:Original von Basso
Also ich an Honchars Stelle würd mir doch nich mehr auf meinen alten Tagen es noch antun für Ulle zu fahren der die TdF sowieso nich gewinnt. Da fahr ich doch lieber noch 1-2 mal den Giro auf GK, so ganz frei vom Helferdasein.Vielleicht ist Gonchar aber nicht so klug wie du und denkt, der Ullrich gewinnt doch noch mal …
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
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