Joelle van Dyne

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  • als Antwort auf: Tour de France 2024 #773142
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      Ich würde Vingegaards Aussage nicht zu hoch hängen. Er fügte ja im nächsten Satz noch an, dass er es selbst vermutlich genauso gemacht hätte wie Pogacar.

      Was mich gerade wieder mal nervt: Es ist jedes Jahr dasselbe mit den Medien und dem Radsport. Über das Jahr hinweg wird der Radsport kaum wahrgenommen, dann kommt die Tour an deren Schluß auf Garantie wieder die üblichen Dopingdiskussionen inszeniert werden, die die meisten Journalisten ohnehin viel mehr zu interessieren scheinen, als das sportliche Geschehen an sich. Das ist genauso öde wie vorhersehbar inzwischen.

      als Antwort auf: Tour de France 2024 #773121
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        Das war schon gut so, dass es Remco probiert hat. Für ihn und die Zuschauer sowieso. Er hatte nur noch etwas zu gewinnen (Platz 2) und nichts mehr zu verlieren (Platz 3). Vinegaard aber heute wieder deutlich besser als gestern. Zwischen zeitlich fuhr er soo stark, dass ich mir nicht sicher war, ob Pogacar nicht auch an seine Grenzen kam. Aber sein Raketenangriff am Ende, ist wohl eine Bestätigung dafür, dass er auf keinen Fall nochmal einen Sprint gegen Vingegaard verlieren wollte und deshalb bis zuletzt taktierte.

        Für morgen sehe ich Evenepoel nicht vorne. Vorallem wegen der Abfahrt, da wird er aller Voraussicht nach zu viel Zeit verlieren. Wieviel riskieren Vingegaard und Pogacar. Fährt Pogacar voll, sollte er der Favourit sein. Könnte eine ganz enge Kiste werden.

        als Antwort auf: Tour de France 2024 #773097
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          Was für ein brutaler Etappenstart, es sah für einige Minuten nach einem totalen Kontrollverlust aus. Pogacar kurzzeitig nur noch mit 2 Mann an seiner Seite bei 130 Km to go.

          Nach Pogacar ist für mich Carapaz nun der Fahrer dieser Tour. Schafft es tatsächlich nochmal in die Gruppe, holt sich das Bergtrikot und ist am Ende immer noch gut dabei. Ich frage mich, wo der hätte landen können, wenn er nur auf GK gefahren wäre und vielleicht gleich zum Start diese Form gehabt hätte. Vielleicht Top5? So aber Bergtrikot und Etappensieg. Vermutlich hat er alles richtig gemacht. In der Summe eine irrsinnige Energieleistung über die letzten knapp drei Wochen.

          Nach seiner Reaktion im Ziel scheint Vingegaard doch sehr enttäuscht, dass er heute den Kampf um den Sieg endgültig aufgeben musste. Evtl. wars auch nur die Erschöpfung, aber er sollte eigentlich stolz auf sich sein. Wer hätte zuerst gedacht, dass er überhaupt teilnehmen kann? Jetzt ist er sicher auf dem Podium und muss sich nur noch Evenepoel erwehren.

          Und Evenepoel? Hat jetzt eindrucksvoll nachgewiesen, dass er wirklich auch ein großer GT-Fahrer ist. Trotz suboptimaler Vorbereitung immer noch keinen schwachen Tag.

          Wenn UAE morgen keine Ambitionen hat und Visma keinen Grund mehr hat zu führen, könnte das auch eine ziemlich vogelwilde Etappe werden. Zumindest dürfte es im Klassement noch einige Verschiebungen geben.

          als Antwort auf: Tour de France 2024 #773068
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            Ich glaube, die meisten hatten heute im Zielsprint Kwiatkowski klar favorisiert, im Erinnerung daran, wie er ehemals Sagan im MSR-Sprint geschlagen hat.
            Campenaerts ist ja schon gefühlt 20 Jahre dem Tour-Etappensieg hinterhergerannt. Immer einer der aktivsten Fahrer. Ihm ist es wirklich von ganzen Herzen zu gönnen, dass es nun endlich geklappt hat. Nächstes Jahr als Helfer bei Visma, wird er vermutlich nicht mehr die Freiheiten bekommen. Gutes Timing also, letztendlich….

            Was Carapaz macht, verstehe ich bei dieser Tour nicht. Heute wäre der Tag gewesen, sich voll für morgen zu schonen, wo es früh bereits 2×20 Punkte zu holen gibt. Er muss bis zur Sprintwertung nur mitfahren und dann gehts schon bergauf. Heute holt er genau einen Punkt und haut wieder jede Menge Körner raus. Ins Ziel läßt er es dann wieder ausrollen, das GK scheint ihn auch nicht zu interessieren. Mal sehen wie er sich morgen verhält. Die Chance das Bergtrikot zu holen ist eigentlich real, wenn auch nicht überragend.

            als Antwort auf: Tour de France 2024 #773065
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              ARTE hat eine Doku über Biniam Girmay gemacht, die in seiner Juniorenzeit startet, kurz bevor er nach Europa kommt. Sehr interessant, fand ich: Falls jemand Lust hat sich das anzuschauen:

              als Antwort auf: Tour de France 2024 #773056
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                Ich will es ja nicht verschreien, aber bisher ist Pogacar nicht nur nicht durch den Giro in seinen Beinen geschwächt oder limitiert. Es scheint eher genau das Gegenteil passiert zu sein: durch den Giro hat er überhaupt erst sein höchstes Niveau erreicht. Schon erstaunlich: war das schwierige Double immer nur ein Mythos? Wenn Pogacar dass jetzt auf diese Weise gewinnen sollte, müsste er nächstes Jahr eigentlich wieder den Giro zur Vorbereitung nutzen. Und um das schöne Thema Trippel nochmal aufzugreifen: was kann der Mann erst leisten, wenn er den Giro und die Tour als Vorbereitung in den Beinen hat… :-)

                als Antwort auf: Tour de France 2024 #773053
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                  Carapaz bisher einer der Hauptprotagonisten der Tour, Sieg verdient, fast überfällig.

                  Der Kampf um Platz 2 ist auch noch nicht vorüber.

                  Sonst so: Bernal hat sich wieder etwas berappelt, kann vielleicht nochmal was zeigen.
                  Girmey läßt Philipsens Resthoffnungen auf Grün nicht weiter wachsen.
                  Carapaz noch mit Chancen auf das Bergtrikot.

                  als Antwort auf: Tour de France 2024 #773043
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                    Colbrelli, colbrelli, Colbrelli.

                    Joelle, Hinault hat es 1981 vorgemacht. Alle haben ihn bei diesem Rennen sehen wollen und er kam und siegte. Sicher nicht mehr ganz mit heute vergleichbar.

                    Ah, sehr schön, Mercie! Hatte ich überhaupt nicht mehr auf dem Schirm.

                    Das größte Problem wohl Pogacars Gewicht von nur 66 kg. Unter 75 kg hat man bei Roubaix nur wenig Chancen, aber ja, Pogi ist alles zuzutrauen.

                    Im Grunde sollte er es so versuchen wie sein Körper jetzt ist. Aber so richtig sinnvoll erscheint es mir nur, wenn er mal MSR gewonnen hat. Dann wäre die Kompletierung der Monumente wirklich nochmal ein netter Gimmick.

                    als Antwort auf: Tour de France 2024 #773037
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                      Ah Roubaix 25 ist natürlich das gleiche Argument wie Vuelta 24. Das Eisen schmieden so lange es heiss ist.

                      Ich habe gerade mal spaßeshalber versucht rauszufinden, ob es einen Fahrer gibt, der Paris-Roubaix bei seiner ersten Teilnahme gewonnen hat. Okay, offensichtlich Josef Fischer, bei der ersten Austragung überhaupt. Aber sonst jemand?

                      Also müsste sich Pogacar im Grunde die nächsten Jahre die Saison so einteilen, dass er jeweils Paris-Roubaix einplant. Soll er dann immer 5 Kilo zunehmen und dann wieder abnehmen? Kaum vorstellbar, ehrlich gesagt.

                      Also gerade dann, wenn man Dein Argument als zutreffend bewertet (wie lang fährt Pogacar noch auf so einem Niveau), müsste er nach rationaler Abwägung dort Siege anstreben, wo er seine Stärken hat und am wenigsten Aufwand betreiben muss.

                      Für das Tripple, das historisch eine wesentlich größere Bedeutung hätte als ein PR-Sieg, müsste er jetzt gar nichts weiter machen. Ich denke, er könnte auch noch problemlos am olympischen Straßenrennen teilnehmen, wenn ihm das soviel bedeutet. Es würde seine Chancen bei der Vuelta kaum beeinflussen.

                      Je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer muss ich sagen, es wäre eigentlich ein Fehler es nicht zu versuchen. Es spricht aus meiner Sicht kaum etwas dagegen. Würde er nach 10 Etappen merken, dass es nicht mehr drin ist, geht er raus und bereitet sich auf die WM und Il Lombardia vor. Er würde dabei so gut wie nichts riskieren.

                      als Antwort auf: Tour de France 2024 #773016
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                        Interview mit pogacar:
                        “It is 99 percent certain that I will not participate in the Vuelta a Espana this year,” Pogacar answers.

                        Interessant, dass er sich eine einprozentige Rückfalloption läßt.

                        Und sowieso, 3 GTs in einem Jahr, pff, nächstes Jahr alle 5 Monumente, viel cooler!

                        Ich nehme ja mal stark an, das war ein Witz. 5 Monumente wird niemals ein Fahrer in einem Jahr gewinnen, dass ist so unwahrscheinlich, dass man es unmöglich nennen darf. Eddy hat es als einziger auf 3 in einem Jahr gebracht (das könnte Pogacar aber versuchen einzustellen).

                        Aber ernsthaft: Du schreibst ja selbst, wenn Pogacar antritt, dann immer, um ganz weit Vorne zu landen. Was will er in Roubaix gewinnen? Da trifft er auf seinen Kumpel Mathieu, gegen den er auf dem flachen Pavé zur Zeit nicht gewinnen kann. Außerdem müsste UAE ihm neben Politt noch mindestens 2-3 weitere begnadete Nordmänner zur Seite stellen. Ich denke eher, dass er sich mit van der Poel nochmal in der Ronde batteln wird. An MSR wird er natürlich wieder teilnehmen, alleine weil jede Teilnahme die Chancen eines glücklichen Sieges erhöht. Aber gerade MSR ist ja nicht planbar.

                        Was Du jedoch zu seinen Renntagen geschrieben hast, ist natürlich wirklich sehr bemerkenswert. Pogacar kommt einem das Jahr über immer so omnipresent vor, weil er halt im Frühjahr beginnt und erst mit den fallenden Blättern seine Saison beendet. Aber schaut man dann auf die Renntage, sieht man wie effizient er sein Kapital einsetzt.

                        als Antwort auf: Tour de France 2024 #773009
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                          …und was ich noch vergessen habe: UAE wird ja auch Absprachen mit Ayuso und Almeida haben, wer als Kapitän die Vuelta fahren darf. Ein Trippleversuch dürfe also auch intern nicht unumstritten sein.

                          als Antwort auf: Tour de France 2024 #773008
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                            Was meint ihr? Es sieht ja so aus als würde Pogacar die Tour gewinnen und ich habe das Gefühl er möchte schon Geschichte schreiben. Vingegaard scheint ja raus für die Vuelta zu sein wegen der Geburt seines Kindes. Das wäre doch die einmalige Chance die Vuelta auch noch zu fahren für Pogacar. So eine Möglichkeit kommt wahrscheinlich nie wieder? Wird er die wahrnehmen und bei der Vuelta am Start sein?

                            Bis vor Kurzen erschien alleine der Gedanke eines Trippels schon reichlich obszön. Ich muss aber gestehen, dass ich nun auch schon mehrfach dran gedacht habe. Gerade wegen des auch von Dir angesprochenen Momentums: „So eine Möglichkeit kommt vielleicht nie wieder.“ Ich schätze Pogacar inzwischen auch so ein, dass er es durchaus auf historische Rekorde abgesehen hat. Und das Tripple wäre nun genau DIE eine Sache, die noch nie zuvor jemand realisieren konnte, nichtmal ein Eddy Merckx. Damit würde Pogacar mit einem Schlag auf ewig Radsport-Geschichte schreiben. Will sagen: der Anreiz darüber nachzudenken, dürfe auch bei ihm durchaus gegeben sein. Aber ist es auch realistisch? Sein Team müsste dem ja auch zustimmen. Olympia müsste er dafür wahrscheinlich sausen lassen und stattdessen voll auf Erholung setzen mit ein bisschen Höhentraningslager zu Vuelta-Start hin.

                            Wenn es schon sicher ist, dass Vingegaard dort nicht startet (?), wer wäre denn noch zu erwarten? Roglic? Kuss? Skjelmose-Jensen? Mas? Uijtdebroeks? Klingt erstmal recht übersichtlich, falls ich niemanden übersehen habe.

                            Aber er bräcuhte halt auch noch ein Team, dass in der Lage ist, ihm eine dritte GT auch nur halbwegs zu kontrollieren. Das heißt, da müsste schon auch UAE als gesamtes Team richtig Bock drauf haben und voll mitziehen.

                            Und wahrscheinlich müsste er sogar heute schon am Ruhetag mit der Planung anfangen und z.B. auch damit beginnen sich ab jetzt so viel wie möglich zu schonnen. Vielleicht sogar noch auf 1-2 Etappensiege zu verzichten? Auch keine einfache Entscheidung.

                            Mal sehen, ob ihn irgerndjemand die nächsten Tage danach fragt und was er dann antwortet.

                            als Antwort auf: Tour de France 2024 #773002
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                              wenn ich es richtig gesehen habe, ist Pogi ab der 15,8km / Berg Markierung in unter 40min gefahren. War das die gleiche Stelle an der auch bei Pinot die 45min (bisherige Bestmarke) gestoppt wurde?

                              Das würde nicht nur Pogis Leistung hervorheben, sondern auch die von Vinge und Remco.

                              Ja, war dieselbe Stelle. Pogacar heuer in 39:41 min, Vingegaard in 40:49 und Pantani als Rekordhalter bis heute damals in 43:21 min. Heute gabs aber so gut wie gar keinen Wind und Pogacar hatte noch den Vorteil, eines wahnsinnig guten Anfahrers.

                              als Antwort auf: Tour de France 2024 #772990
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                                Pgacar ist wirklich enorm stark, in Anbetracht des Giro in seinen Beinen. Bin gespannt, ob der überhaupt nochmal eine Schwäche zeigt.

                                als Antwort auf: Tour de France 2024 #772985
                                Avatar-FotoJoelle van Dyne
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                                  Vismas Engagement kann man ja kaum anders deuten, als dass die heute das Rennen über mehere Pässe so schwer machen wollen, dass Vingeggard mit seiner berüchtigten Ausdauerhärte im steilen terrain Pogacar heute ausstechen kann. Finde ich ziemlich optimistisch. Mal sehen wie sich das konkret vollziehen soll.

                                  als Antwort auf: Tour de France 2024 #772979
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                                    Carapaz hat in den Flachetappen und den Ausreißergruppen wahnsinnig viel Energie gelassen, sah dort aber immer überragend stark aus, wenn er sehr viel von Vorne gefahren ist. Aber in der Tat ist es in Summe unklar, was er eigentlich erreichen will. Er hatte einmal gelb und konnte das erwartungsgemäß nicht halten. Den Kampf um eine gute GK-Platzierung hat er jedoch nie wirklich angenommen…

                                    Die UAE-Taktik habe ich heute anfangs nicht wirklich nachvollziehen können, nun gibt ihnen der Erfolg natürlich ganz klar recht. Egal, ob nun Pogacar einfach so stark war, oder ob Adam Yates ihm an seinem Hinterrad die entscheidende Pause ermöglichte.

                                    Jetzt wirds spannend, den wenn Visma noch gewinnen will, müssen sie ab heute aktiv einen Plan umsetzen, um Zeit zurück zu holen. 1:57 Minuten wird Vingegaard nämlich mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht beim Zeitfahren gutmachen. Wenn Pogacar nicht wieder übermütig wird, muss er im Grunde nur noch an Jonas Rad bleiben.

                                    Evenepoel empfinde ich viel stärker, als ich es ihm nach seinen bisherigen GK-Auftritten zugetraut hätte. Im Prinzip hatte er noch keine Schwäche und ist einfach auf höchstem Niveau das gefahren, was er fahren kann, bzw., was man von ihm in den Bergen an seinen besten Tagen bisher gesehen hat. Wenn Vingegaard nochmal schwächeln sollte, traue ich Evenepoel durchaus zu, im Zeitfahren nochmal an ihm vorbei zu gehen. Zumindest sehe ich noch nicht so definitiv einen Zweikampf alleine zwischen Pogacar und Vingegaard. Natürlich muss Evenepoel dazu weiterhin selbst so stark fahren wie bisher. Und für die Zukunft muss eigentlich klar sein, dass Evenepoel bis zur nächsten GT intensiv an seinen Abfahrkünsten feilt. Denn wenn er da auf Augenhöhe mit Vingegaard gewesen wäre, wäre er jetzt schon mindesten 30 Sekunden weiter vorne im GK.

                                    als Antwort auf: Tour de France 2024 #772956
                                    Avatar-FotoJoelle van Dyne
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                                      Was mich auch gewundert hat: Pogacar hält im Sprint bis zur Ziellinie voll rein, sprintet also komplett mit. Muss man das verstehen?

                                      https://www.youtube.com/watch?v=TPjZid9asNU

                                      als Antwort auf: Tour de France 2024 #772955
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                                        Van Gils löst mit seinem Schulterrempler einen ganz üblen Sturz aus. Nach meinem Empfinden war er allein Schuld, er geht in eine Lücke rein, die es nicht gibt. Die Strafe fällt mit 1500 Franken und -60 UCI-Punkten sehr milde aus. Ich hätte da zwischen Distanzierung und Disqualifizierung geschwankt, aber vielleicht übersehe ich auch was.

                                        Eisel meinte auf Eurosport, man könne da van Gils keinen Vorwurf machen. Ich sehe es aber wie Du. Wenn solch rücksichtsloses Verhalten geduldet wird, sind Stürze dieser Art einfach vorprogrammiert.

                                        als Antwort auf: Tour de France 2024 #772944
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                                          Bora et labora…

                                          Das verändert jetzt natürlich auch die Situation im Kampf um den Gesamtsieg. Man muss sich nur erinnern, wie die 11. Etappe ausgegangen wäre, wenn Roglic Vingegaard nicht noch geholfen hätte das Loch auf Pogacar klein zu halten. Wahrscheinlich wäre Pgi mit Sieg und ein paar Sekunden davongekommen.

                                          Ich bin jetzt mal gespannt, ob UAE ihre Taktik anpassen. Im Gegensatz zu den Vorjahren haben sie das eindeutig stärkste Team. Vingegaard kann selbst bei bester Form kaum von weit hinten angreifen, weil Pogacar dann noch zu viele Helfer hat. Umgekehrt hat Vingegaard wohl niemanden an der Seite, der das Tempo so hart machen könnte, dass Almeida & Co wegfallen. Im Grunde muss sich Vingegaard darauf verlassen, dass er an den letzten Kilometern einer Bergankunft einen Unterschied machen kann. Dann aber gegen einen noch weitgehend „ausgeruhten“ Pogacar, falls UAE jetzt wirklich defensiver fährt. Oder Vingegaard setzt wirklich alles auf das abschließende Zeitfahren?

                                          Wenn UAE jetzt immer noch glauben würde, sie könnten eine explosive Attacke für Poggacar vorbereiten, würde ich das nicht nachvollziehen können. Es sei denn natürlich, vielleicht auf den letzten 500 Metern bis zum Ziel.

                                          als Antwort auf: Tour de France 2024 #772934
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                                            Den Sturz kann Roglic nicht verhindern, da kann man ihm kaum einen Vorwurf machen. Aber insgesamt stürzt er einfach auffallend oft. Dieses Jahr nun bei der dritten Rundfahrt in Folge. Zuerst im Baskenland, dann in der Dauphine und nun schon wieder.

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