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Der KV vergleicht völlig unterschiedliche Dinge, ich glaube, er ist vollkommen tourfixiert.
Ciolek gewinnt keine Etappe, aber die Rundfahrt. – Auch schön. Zwei Etappensiege und Platz 3 bei der Rundfahrt wäre sicher besser, da hat er Recht, der KV.
Zabel gewinnt keine Etappe (Tour 98 und 99), aber Grün. Was er nicht gewinnt, ist die Tour. Hier wäre der Toursieg sicher mehr wert als vier Etappen. Aber ein Punktetrikot ohne Etappensieg gewinnen? Warum eigentlich nicht?
Der letzte Satz vom KV ist eh coolmännisch.
Mir ist das jedenfalls relativ banane, was Ciolek da bei der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt macht. Erfreulich finde ich, dass er dort fährt und nicht etwa in Italien. Seid behutsam!
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Ungefähr richtig verstanden, KV. Aufgrund der zu erwartenden Erfolglosigkeit war das aber auch nicht ganz so verwerflich und ohne den notwendigen Ernst durchgeführt.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Quote:Original von Lapébie
Gestern ging unsere Männertagsrunde nach Markkleeberg und um den Markkleeberger See. Ich dachte nur so bei mir, dass das ne ganz schön windige Gegend ist und dass der arme Förster hier ja dauernd trainieren muss. (Ja, ich weiß, Wind macht stark.)Na jedenfalls hatte ich – wieder daheim – am Ende 37 km auf dem Tacho mit durchschnittlich 16,2 km/h, das heißt, oft auch weniger. Mein Knie tat den Rest des Tages weh. Zum Glück hatte ich mich von innen in regelmäßigen Abständen mit desinfizierendem Alkohol eingerieben, da war es nicht so schlimm. Aber 16 km/h ist echt übel. Wenn die Frauen nett wären und zu Hause bleiben würden oder wenigstens unter sich was machen – aber nee, die müssen ja jedes Jahr mitkommen. Red ich mir schon seit 10 Jahren den Mund fusslig.
Meine Freundin (die am Männertag natürlich nicht dabei war) hatte dann am Samstag ne gute Idee, wollte nämlich mal den Kanupark am Markkleeberger See sehen. Möchte mal wissen, wie sie da drauf gekommen ist. Jedenfalls hab ich mich also breitschlagen lassen, ziemlich genau dieselbe Männertagsrunde nochmal zu drehen. Und obwohl sie eher zu den lahmeren Fahrradfahrern gehört, haben wir 20 km/h geschafft!
Damit war ich also gerüstet für das 2007-er LVZ-Fahrradfest. Wer den Spaß von 2006 noch mal nachlesen will, der klicke bitte hier.
Dieses Jahr ging es über angekündigte 75 km. Die erste Rennstunde konnten wir aufgrund sehr hoher Teilnehmerzahl und Dichte nur dahinrollen, 24,5 km. Die zweite Stunde hatten wir sanften Rückenwind und glatten Asphalt, 31 km. Nach 3-Sterne-Kopfsteinpflaster (mindestens) in Delitzsch gabs die wohlverdiente Pause auf dem Schlossplatz, wo die Verpflegung (Banane und Riegel) entgegengenommen wurde. Dann 3 km Kies, dann wunderschön an ein paar Seen entlang. 3. Stunde 28,5 km, unser 5. Mann hing nämlich immer hinten im Wind.
Bin ganz zufrieden, hab die Strecke dieses Jahr erstmals ohne größere Probleme bewältigt. Damit fühle ich mich gerüstet, im Juli wieder beim (kleinen) Triathlon anzugreifen.Fotos werden sicherlich noch folgen.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
21. Mai 2007 um 6:00 Uhr als Antwort auf: Giro d´Italia 10.Etappe (Tippschluss 22.05.2007, 10 Uhr) #651066** Di Luca
* Cunego, Ricco
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
21. Mai 2007 um 5:57 Uhr als Antwort auf: Katalonien-Rundfahrt (Tippschluss 21.05.2007 10 Uhr) #651102***** Vinokourov
**** Danielson, S. Sanchez
*** Menchov, Mancebo, Sevilla
** Gadret, Brajkovic, Luis Perez, E. Jimenez
* VH Pena, Gerdemann, Rodriguez, Cobo, GaratePereiro, Bru, Dessel, Lövkvist, Cuesta
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Coolman, es ist keine Übertragung vor 15 Uhr geplant, zumindest bei Eurosport.
Dafür gibt es von der Tour wieder Etappen in voller Länge, unter anderen auch die 1. (!) Etappe ab 11 (!) Uhr.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Neu ist das nicht, das gibts eigentlich schon immer. Christi Himmelfahrt ist ja auch in sehr vielen Ländern ein Feiertag. Warum es als Vatertag oder Männertag missbraucht wird, ist mir nicht bekannt, spielt aber keine Rolle. Jedenfalls geht es da hauptsächlich ums Besaufen. Ursprünglich war es wohl so gedacht, dass die Väter Zeit mit der Familie verbringen. Die nichtväterliche männliche Jugend hat sich dem Thema trotzdem angenommen und zieht in die Welt hinaus und sucht im Grunde Gleichgesinnte mit der Hoffnung, irgendwo ein paar sexuell willige fremde Mädels aufzuspüren. Da das aber von erschütternder Erfolglosigkeit begleitet ist, konzentriert man sich doch lieber aufs Trinken.
Wir haben es uns von Beginn an zur Tradition gemacht, eine Radtour zu einem See zu veranstalten (Baden!) und dann dort oder wieder in der Stadt dann zu grillen. Außerdem genießen wir es, dass wir uns an diesem Tag wirklich wie die allerletzen Proleten aufführen dürfen ohne dass dies irgendwie sanktioniert werden würde.
Männertagsradtouren bergen übrigens schwerstes Verletzungsrisiko aufgrund maximal erhöhter Sturzgefahren.
Kurz und gut, es ist ein sinnloser Quark, macht aber Spaß. Ist ja nicht jeder so ein Kaventsmann wie der KV und sperrt Katze und Frau auch an allen anderen Tagen in den Schrank.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Gestern ging unsere Männertagsrunde nach Markkleeberg und um den Markkleeberger See. Ich dachte nur so bei mir, dass das ne ganz schön windige Gegend ist und dass der arme Förster hier ja dauernd trainieren muss. (Ja, ich weiß, Wind macht stark.)
Na jedenfalls hatte ich – wieder daheim – am Ende 37 km auf dem Tacho mit durchschnittlich 16,2 km/h, das heißt, oft auch weniger. Mein Knie tat den Rest des Tages weh. Zum Glück hatte ich mich von innen in regelmäßigen Abständen mit desinfizierendem Alkohol eingerieben, da war es nicht so schlimm. Aber 16 km/h ist echt übel. Wenn die Frauen nett wären und zu Hause bleiben würden oder wenigstens unter sich was machen – aber nee, die müssen ja jedes Jahr mitkommen. Red ich mir schon seit 10 Jahren den Mund fusslig.
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@Rücup: Leuchtet dein Lenkerband im Dunkeln?
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Quote:Original von CoolmanQuote:Original von EL CHABA
ReinscHeisst,lampre legt sehrwohl die taktik zu 100 prozent auf cunego aus. und das ist auch gut so. 5 mann unter den ersten 20 helfen niemanden – die sollen sich für damiano aufopfern und in den bergen mit 10 min. ins ziel kommen, nachdem sie für cunego gearbeitet haben. es geht hier nicht um die mannschaftliche geschlossenheit sondern um den sieg beim giro d’italia.
und was ist, wenn cunego schon bald einbricht? dann würde man sich wünschen, man hätte noch eine option, zumal lampre ja auch kein tempo fahren muss, sie könnten jetzt die gegner auch mit frühen angriffen in schwierigkeiten bringen. das wäre viel besser als immer selbst nachführen zu müssen.
Wirklich unwahrscheinlich, dass man bei Lampre nicht nur auf Cunego setzen sollte. Dass die wirklich großen Fahrer in ihren Teams von ihren Helfern tatsächlich überflügelt werden können, kommt vielleicht 1 mal im Jahr bei allen Teams und allen 3 GTs vor. Cunego – Simoni 04 fällt einem da ein, Ullrich – Riis 97 natürlich, Klöden – Ullrich 04 auch. Meistens läufts es dann aber wie bei Ullrich – Riis 96 oder Kashechkin – Vinokourov 06, Heras – Armstrong 01 (?) – man bedauert irgendwie, dass der Helfer nicht frei fahren durfte, aber es quengelt ja auch jeder nach superstarken Helfern.
Die Erwartungshaltung bei Lampre muss diese sein: Da Basso nicht fährt und es nur drei-vier echte Favoriten gibt, ist die Chance gut, dass Cunego gewinnt. Dann irgendjemanden in eine Flucht zu schicken (bis jetzt gab es ausschließlich Sprints Coolman, da war jede Flucht vergebens!), ist doch Unsinn. Im Spitzensport hat man eben nur Erfolg, wenn man brutal stärker ist als die anderen, oder wenn man ein ganzes Team für ein Ziel einsetzt. Vielleicht wird Liquigas in Woche 3 für Nibali oder Pellizotti einen Platz in den Top 10 verlieren wegen des Kräfteverbrauchs in Woche 1, aber Liquigas hat eine verdammt starke 1. Woche gehabt. Und was man hat, das hat man. Di Luca sieht seine Chance auf einen GT-Sieg nämlich ganz und gar nicht so hoch wie Cunego.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Spricht es eigentlich gegen den deutschen Radsport oder gegen den italienischen Sportjournalismus, wenn Robert Förster nach dieser Etappe im Interview gefragt wird, ob er nun der neue Erik Zabel sei? Nimmt man denn den deutschen Radsport wirklich so minimal wahr, dass nur Ullrich und Zabel was gelten?
Nein, meine Herren Spaghettis, Robert Förster ist nicht mehr und nicht weniger als der neue Danilo Hondo. Förster ist nun ungefähr da angekommen, wo Hondo vor zwei Jahren aufgehört hat, ein Mitfavorit bei den Massensprints der Weltelite aufgrund seiner Schnelligkeit.
Schöne Entwicklung von ihm.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Di Luca hat aber nicht gleich aufgegeben, sondern zunächst noch versucht, vielleicht noch nen Sieg zu landen, er ist aber ganz schön eingegangen.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Quote:Original von EL CHABA
zitat simoni: „I am really tired. Today was truly tired.“Geht mir auch so. :rolleyes:
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Richtig Adloal, nach der 1. Bergankunft bei der Vuelta 06 dachten auch viele, Vino kann nie und nimmer mit di Luca oder Brajkovic mithalten und um den Gesamtsieg kämpfen und der Rest war ja dann doch ganz anders.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Richtig Coolman. Auch Tomasz Nose wurde im Frühsommer 2005 von Phonak selbst aus dem Verkehr gezogen, bevor ihn eine Dopingkontrolle überkommen konnte.
Das ist ja auch der Grund, warum da eingeprügelt statt gelobt wird. Man verbindet das Team sofort mit einem Dopingfall und nicht mit dem Bemühen, Einzel-Doping der Fahrer zu unterbinden.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
16. Mai 2007 um 6:37 Uhr als Antwort auf: Giro d´Italia 4.Etappe (Tippschluss 16.05.2007 10 Uhr) #651041** Di Luca
* Cunego, Bettini
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Leider nicht nur die Zeit zum Radeln …
Ich bin unverhofft in einer schnuckligen, namhaften Redaktion gelandet, wo ich in die Schlussredaktion einsortiert wurde. Das sind im Gegensatz zu den Fachredakteuren die Leute, die am Ende eines jeden inhaltlichen Herstellungsprozesses dafür sorgen, dass alles stimmt. Im Klartext: Ich verbringe den schönen Teil des Tages in einem Büro vor einem PC, der aber zum Glück freien Internetzugang bietet.

Ich weiß, in meinem Alter sollte man eigentlich durchgängig feiern oder zumindest faulenzen. Oder halt die Langeweile bei Praktikum oder Spargelernte totschlagen. Und wenn schon arbeiten, dann aber bitteschön Management.
Aber man kann nicht alles haben …
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Coolman, warst du nicht immer der, der gefordert hat, dass man die Fahrer so lange fahren lassen soll, bis man ihnen was beweisen kann? Warum gilt das nun nicht mehr für Valverde?
Und warum stinkt dir der Vuelta-Sieg von Fuentesdoper Valverde mehr als der von Woandersdoper Vinokourov?
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
14. Mai 2007 um 6:14 Uhr als Antwort auf: Giro 07 Vorschau – Diskussionen, Kritik und alles andere #651014Diesen Sastre könnte man noch dazu nehmen. Nach dem, was er 2006 bei der Tour nach Morzine gezeigt hat, kann ich mir sogar vorstellen, dass der mal eine GT gewinnt. Und bei Sastre scheint es wirklich egal zu sein, ob er Giro, Tour oder Vuelta fährt, der kann alles und immer wie ein Pornodarsteller.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
der alte aber auch
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Ich hab gestern auch wieder mal 41 km hinter mich gebracht. Schon leicht welliges Gelände bringt mich an den Rand der Verzweiflung. Nächsten Sonntag sollen dann 80 km folgen. Das Fahrradfest der Leipziger Volkszeitung steht wieder an.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Mal wieder ein Septemberkind …
Ulle wird Vater. Pass auf, dass sie dich nicht ansteckt so wie Sarah angeblich 2003, dann kannst du eine gute WM fahren. Viel Erfolg.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Quote:Original von Lapébie
Im Übrigen muss ich mir jetzt ohne Basso einen neuen Topfavoriten suchen. Savoldelli, Simoni, Cunego, di Luca und Sella kommen da eigentlich nur in Frage. Vielleicht bekommen wir ja doch noch unseren wohlverdienten finalen Simoni-Cunego-Kampf.Rsn hats nun auch gemerkt. Übrigens sagen auch die, dass Cunego sich im Zeitfahren verbessert hat, dann muss es ja stimmen.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Um 10 erst aufstehen ist aber wirklich nicht gesund, Coolman.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.

Nein, nein, Veloce darf lesen. Wer sich morgens um Viertel sieben schon für franksche Dopingdiskussionen vom Vorabend interessiert, hat entweder nen Totalschaden, einen ungesunden Schlafrhythmus oder den wahren Glauben.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Guten Morgen, lieber Herr Stanco!
Ich hab die Sendung gestern zufällig gesehen und gleich alles fallen lassen. Erst einmal muss gesagt werden, dass Franke unbedingt mal ein neues Jackett braucht, das alte platzt ihm nämlich bald. Zweitens muss gesagt werden, dass für eine einstündige Diskussionsrunde eine Moderatorin mit sechs Gästen, einem weiteren Studiogast und ein paar Einspielern überhaupt keine Zeit lässt, eine vernünftige Diskussion aufkommen zu lassen. Immer, wenn es interessant wurde, hat Illner gesagt: Ja, schön, aber halt mal, mal sehen, was xy noch dazu zu sagen hat. Und dann wurde wieder blabla, alles schlimm gelabert.
Drittens. Ein ewiges Manko der Öffentlich-Rechtlichen im Umgang mit dem Sport: Sie meinen immer, aber auch wirklich immer, den Zuschauern alles nochmal haarklein erklären zu müssen. Gibts da draußen wirklich noch Leute, die nicht wissen, dass Erythropoietin (oder so) Epo ist? Gibts wirklich noch Leute, die nicht wissen, was Epo bewirkt? Gibts wirklich noch Leute, die nicht wissen, was Hämatokrit 50 bedeutet? Und gucken diese Leute wirklich diese Sendung? Und begreifen sie dann die langweiligen, dahingeschluderten Antworten wie „da wird das Blut verschlammt“? Liebes ZDF, es gibt abends halb 11 auch Leute, die sind eh schon kurz vorm Einschlafen, die brauchen eure Hilfe nicht auch noch.So, nun aber genug aufgeregt. Also, immer wenn Christa Tiel (Schwimmtante) dran war, hab ich direkt umgeschaltet, entweder den Fernseher oder einfach nur im Kopf. Uninteressant. Arnd Krüger, Sportwissenschaftler hat so eine nervöse Art und immer gezittert, da konnte man sich gar nicht konzentrieren. Er ist aber mehr oder weniger für klare Grenzwerte (Hämatokrit xy, Testosteron yz usw.), denn auch Wetterbedingungen werden ja reglementiert (über 2 km/h Rückenwind = ungültig – natürlich in der Leichtathletik, nicht im Radport). Außerdem geht er davon aus, dass Ärzte natürlich Dopingmittel verschreiben, wenn sie gebeten werden, woraufhin Franke (so an die 12 mal) gemahnt hat, dass das (er zitiert den bundesgerichtshof) „Beihilfe zur Körperverletzung“ sei und noch so was.
Übrigens hat Franke mal wieder klar gemacht, dass ostdeutsche Ärzte, die systematisches Doping betrieben haben, verfolgt und verurteilt wurden, westdeutsche Ärzte aber nicht, was ein bekackter Skandal ist (bekackt, das ist jetzt mein Wort), aber das interessiert Maybrit „anner-Uni-Leipzig-studiert“ Illner ja nicht, fragt stattdessen die Tiel irgendnen Quark.
Je nun, dann gabs da noch Schenk, der plädiert für eine Sicht in die Zukunft. Die Ursache für diese Sichtweise könnte sein: er hat selbst ne Drecksvergangenheit, die liegt aber noch weitgehend im Verborgenen. Er kommt ursprünglich aus dme DDR-Sport und meint, er habe damals nicht wissentlich gedopt, er weiß überhaupt nicht, ob er gedopt wurde. Franke und ich halten das für unglaubwürdig, aber zu beweisen ist da nix. Ist ja auch uninteressant. Gegen Ende seiner Karriere (dann in West) hat er sich zum gläsernen Athleten gemacht, so weit das damals möglich war. Kann gut sein, dass er da auch dem Doping abgeschworen hatte.
Peter Becker, der griesgrämige, verkniffene Ulletrainer (ja Maybrit, nicht erst seit 1997 hat er ihn trainiert!) hat ziemlich glaubhaft versichert, dass er konsequent und absolut gegen Doping ist. Wie weit das wahr ist, kann man nicht überprüfen, denn er sagt, man solle seine Fahrer zum Beweis fragen, die würden selbstverständlich kaum das Gegenteil zugeben. Aber gut, nehmen wir mal an, er ist echt gegen Doping. 2002 (oder 01) hat er mit Ulle mal drüber geredet und dieser hat ihm geantwortet: „Trainer,ich will auch noch mal was von meinem Geld haben. Ich rühre so was nicht an.“
Es ist nicht mehr als ein Wunsch des Ullefans in mir, dass das alles stimmt und Ullrich erst im steinhausschen Winter 02/03 mit Doping in Berührung gekommen ist. Andererseits sind mir die Telekomdopereien in den 90er Jahren so plausibel, dass ich mir nicht denken kann, wie da einer wie Ullrich nicht dopen könnte und wie da einer wie Peter Becker nix mitbekommen hat. Na ja.Rechtsaußen, also von der Runde aus gesehen linksaußen saß – nein! nicht Eric Baumann
– da saß Wolle Poschmann, den ich eigentlich sehr mag, wenn er auch als Laberonkel in Sachen Fußball verpönt ist. Er kann auch im Grunde schön trennen zwischen Problemen im Sport und der Faszination von Wettkämpfen. Das erwarte ich von einem Medienvertreter verdammt nochmal auch, gleichwohl Franke natürlich fordert, dass man solche mafiösen Strukturen seit über 30 Jahren nicht auch noch mit Geld unterstützen sollte und Sportberichterstattung sich solange nur auf Dopingberichte erstrecken sollte, wie es weitverbreitetes Doping gibt. (Das ist jetzt von mir auch etwas reininterpretiert.)Also Poschi glaubt nichts und niemandem mehr, ist aber vorsichtig, weil die Sache nen juristischen Rattenschwanz hat, der im Prinzip weiter reicht als er je gelaufen ist. Offensichtlich spricht er in seiner Funktion als Journalist auch mit Aktiven, anderen Beteiligten des Radsports, mit Funktionären auch noch. Schade, dass er sich auch um andere Sachen kümmern muss.
Schließlich wurde Danilo Hondo zu Dayler (?!?) Hamilton, Jörg Jaksche und Jan Ullrich befragt und hat wieder so viel rumgedruckst, dass er sich gleich unglaubhaft machte. Jeder, sag ich, jeder, der momentan nicht sagt: ULLE HAT GEDOPT, der steckt selbst mit drin. Wie kann man nur immer noch glauben, dass Ullrich die viereinhalb Liter Blut und die Listen mit der Medikation nur zur Ablenkung bei Dr. F. hinterlegt hat. Rattenpack!
Franke hat dann noch das Übliche gesagt. Carphedon gibts zwar nur in der Kosmonautik und bei der Sowjet-Luftwaffe und der Gerolsteinerarzt hat da mal gearbeitet, aber wie nun Carphedon zu Danilo Hondo gelangt, das muss doch ein Zu- und Unfall gewesen sein. Das Stahlross glaubt hier ja nicht an einen Unfall. Ich weiß es nicht. Mir ist es außerdem schleierhaft, wie man Danilo Hondo für so einen Mückenpiss dieselbe Strafe gibt wie zum Beispiel Dayler Hamilton. Einfach nur unverhältnismäßig.
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Na gut, ich hör mal auf. Tut mir leid, Veloce, dass ich dir das nicht _kurz_ beantworten konnte, aber ich hab mich grad so aufgeregt.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
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