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Letztes Jahr bei der TdF hieß es ja, Martin habe evtl. zu schnell zu viel abgenommen und daher Leistungsfähigkeit verloren.
War irgendwie eine komische Erklärung, weil er vorher bei der Kalifornientour so was von bockstark war….
…in jedem Fall aber wieder ein Grund zur Vorfreude mehr auf die Tour dieser Tony.
Äham, und was Evens betrifft: hat irgendjemand ernsthaft daran gezweifelt dass er der Beste ist?….ich meine so ganz generell der Beste
Quote:Original von Möve!
joa so bin ich halt. Aber ich hab ja auch die Berichte von l-r und radsportnews gelesen und da scheint keiner von den Großen mal ensthaft angegriffen zu haben und es gab in bester Fleche-Manier einen Uphill-Sprint zum Piazza del Campo. Eventuell auch in AGR-Manier… Dabei hab ich mir so viel von den ganzen Nasen erhofft die versuchen Gilbert ein Schnippchen zu schlagenKann es vielleicht sein, dass sich beide Faktoren zumindest etwas bedingen? Also dass bei einem Rennen, dass mangels einer Live-Übertragung nicht die ganz große Aufmerksamkeit erfährt, auch die Stars nicht die letzten 5% aus sich herausholen? Das ist nur eine Vermutung.
Trotzdem natürlich irre schade und auch ziemlich unprofessionell von den Machern de Rennens.
Quote:Original von Lapébie05/03 Montepaschi Strade Bianche (15:15h)
uncertain
http://sports-livez/ch-2
http://sports-livez/ch-10
http://sports-livez/ch-11Super, vielen Dank. Wäre toll wenn es einen funktionierenden Stream gäbe. Braucht dann eigentlich nur noch zu regnen und das Rennen ist perfekt.
Wird das irgendwo übertragen?
…öhöm, und man sollte bei Armstrong neben all den mittlerweile unzähligen Legenden einfach nicht vergessen: er durfte hochoffiziell wegen seiner durchlebten Krankheit Testosteron in sich hineinschaufeln wann und wie viel er wollte. Das alleine, wenn man es richtig dosiert und geschickt einsetzt, ist bereits ein so großer Vorteil, da brauchen wir uns doch gar nicht mehr über den Siegeswillen oder mentale Stärke unterhalten. Testosteron ist das beste und effektivste Langzeit-Dopingmittel das es gibt. Richtig dosiert führt es nach bisheriger Erkenntnis zu keinerlei Beeinträchtigungen. Kein Wunder, Testosteron ist ja auch nativ vorhanden im Körper und einer der wichtigsten Trainingseffekte die man sehr mühsam über Jahre erzielen kann, ist einfach ein instrisich höherer Testosteronspiegel.
Also eine exakte Doping-Definition kann ich auch nicht geben. Das liegt aber in diesem Fall nicht mal an mir, sondern an der Sache selbst. Ihr habt ja einzelne Aspekte bereits genannt.
Erst mal finde ich es wichtig, dass jedem bewußt ist, dass Doping kein Naturgesetz ist, sondern eine von Menschen gemachte moralische Norm. Leider ist es eine Norm die bis heute an allen Ecken und Enden sehr unscharf in den zweifelhaften Bereich verfließt:
1. Wie KV schon schrieb, die Gleichung Leistungssteigernd=Doping ist nicht möglich. Ansonsten dürften die Fahrer gar nicht mehr trainieren oder Wasser trinken. Auch die Grenze ist nicht wirklich scharf im Substanzklassenbereich, weil z.B. Kaffee trinken vor dem Rennen beispielsweise nicht verboten ist. Oder weil man auf ärztliches Atest diverse Doping-Mittel doch wieder nehmen darf, bis hin zu Testosteron, dem ultimativem Dopingmittel.
2. Anti-Doping Gesetze waren ursprünglich sehr stark an das Betäubungsmittelgesetz (BMG) angelehnt. Hier geht es immer primär um die Wirksamkeit und sekundär um die wirksame Dosis beim Menschen. Doch damit kommt man beim Doping nicht wirklich weit. Die Tests sind für manches verbotene Mittel immer noch nicht exakt genug um die wirksame Dosis zu finden. Vorallem dann nicht, wenn man den Zeitpunkt der Einnahme eines Mittels nicht kennt.
3. Der Ansatz Doping=gesundheitsschädigende Mittel funktioniert bisher auch nicht, weil zum einen niemand den Radprofis auch das Rauchen verbietet, oder verbietet dehydriert weiterzufahren (Gerade hier sieht man sehr schön, wie groß das moralische Dilemma eigentlich ist). Viel wichtiger ist aber, dass man nicht einerseits mit hochwissenschaftlichen Methoden versuchen kann bestimmte Substanzen in einem Athletenkörper zu finden, andererseits fehlt aber für die allermeisten dieser Substanzen bis heute ein wissenschaftlicher Nachweis, dass diese Substanzen wirklich schädigend sind. Z.B. für EPO ist das bis heute einfach eine völlig unwissenschaftliche und unbelegte Behauptung. Deshalb sprach ich auch von Willkürdefinitionen.
Kurz zusammengefasst: Doping ist eine rein moralische Willkür-Normierung, die nicht sauber definiert werden kann und die nicht abgegrenzt werden kann.
Gehen wir noch mal 5 Schritte zurück. Warum ist man denn eigentlich überhaupt gegen die Einnahme bestimmter Substanzen bei Profisportlern? Substanziell werden immer wieder 2 Gründe angeführt:
1. Chancengleichheit, bzw. Unterbinden von Betrugsversuchen. Dieses Argument ist total unsinnig. Es ist vergleichbar mit dem Versuch sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Denn die Chancengleichheit wäre in dem Moment ebenfalls gegeben, wo man alle Mittel zuließe, so wie man ja auch Training jeglicher Art zulässt oder nicht synthetische Nahrungsmittel. Die Chancengleichheit wird am stärksten dadurch verletzt, dass einige Sportler Ausnahmegenehmigungen erhalten. Spätestens hier also, wo sich Medikament und Dopingmittel nicht mehr voneinander trennen lassen, wird dieses Argument zur Farce.
2. Wenn Profisportler in einer unbetreitbaren Vorbildfunktion vorallem für Kinder und Jugendliche Dinge zu sich nehmen, von denen man bisher meistenteils vermutet, dass sie zumindest in Einzelfällen stark gesundheitsschädlich sein können, so muss man das verbieten.
Das ist für mich überhaupt das einzig halbwegs nachvollziehbare Anti-Doping-Argument für die allermeisten Substanzen.
Richtig schlüssig ist es auch nicht. Wenn man sich so harsch dem Kinderwohl verpflichtet fühlte, was nun speziell die Aufnahme gefährlicher Substanzen betrifft, so harsch, dass man auch die Vorbildfunktion von Profis berücksichtigt, dann müsste nicht nur jegliche Werbund für das Rauchen und den Alkohol verschwinden, sondern auch in Filmen und überhaupt dürften prominente Leute nicht mehr auf diese weise sündigen und jeder Schauspieler z.B. müsste sich regelmässig auf Alkoholabusus oder Nikotinkonsum überprüfen lassen (Bei Zuwiderhandlung gibt es ein zeitlich begrenztes Berufsverbot). Das ist offensichtlich absurd. Aber im Grunde ist die Doping-Diskussion genau so absurd. An Doping-Missbrauch ist in den letzten Jahren meines Wissen kein Kind gestorben, nur am Alkoholmissbrauch sterben jährlich zenhtausende auf Europas Strassen.Die Doping-Diskussion ist also nicht nur eine, welche ausschließlich auf der Basis moralinsaurer Ethik beruht, nein, sie ist auch noch auf unerträgliche weise unlogisch und verlogen. Ich persönlich mache jedenfalls keinem Sportler einen Vorwurf wenn er dopt. Letztlich muss das jeder für sich selbst entscheiden.
Quote:Original von Ventil
ist ungedoptes training 100 % dopingfrei ?Wie meinst du das?
Quote:Original von Ventil
Original von Frank`NFurterEr war wohl einer der wenigen Vertreter, der daran geglaubt hat, dass man mit perfektem Training langfristig mehr Leistung erreichen kann als mit perfektem Doping.
das halte ich nicht für möglich. ..nie im leben. obwohl der gedanke, so den dopingsumpf zu ersticken das herz erwärmt..
Warum hältst du das für unmöglich, Ventil?
Ich halte das nicht nur für möglich, sondern für geradezu zwangsläufig unter einer Vorraussetzung: Wir reden eben nicht über Doping nach der aktuellen Willkürdefinition, sondern Doping ist nur dann gegeben, wenn es nachweislich zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung kommt (Ansonsten machte die ganze Doping-Diskussion eh keinen Sinn).
So, und unter oben genannten Voraussetzungen, kann man nicht jahrelang seinen Körper schädigen und trotzdem in der Leistungsfähigkeit besser sein, als jemand der seinen Körper nicht schädigt. Doping ist ja nie „ganzheitlich“. Mir geht es hierbei nicht um irgendeine esoterische Auslegung des Wortes „ganzheitlich“, mir geht es darum aufzuzeigen, dass z.B. eine Massnahme wie „mehr rote Blutkörperchen“ negative Auswirkungen auf ungedopte Organe wie das Gefäßsystem, die Lunge oder die Herzmuskulatur hat. Doper dopen halt immer nur gezielt ein Subsystem. Dieses Subsystem mag dann höheren Leistungsanforderungen standhalten, der Rest des Organismus geht aber daran langfristig aus Überforderungsgründen kaputt.
Mag sein, dass Doper relativ lange die Nase vorn haben, gegenüber ungedopten Athleten und dass gerade der Eintrittsversuch eines noch sehr jungen Aspiranten in den Profibereich, immer gleich die Dopingfrage stellt (komm ich ohne Doping gegen die junge Nachwuchskonkurrenz an). Langfristig jedoch setzt sich das organische Verfahren durch, davon bin ich überzeugt.
Ich denke halt auch, dass das ungedopte Training gerade bei den jungen Leuten, noch alles andere als optimal ist. Allein was hier noch an Verbesserungspotential schlummert (anderes, aber eigentlich viel interessanteres Thema), würde die Dopingproblematik gleich in ein ganz anderes Licht stellen.
Quote:Original von Lapébie
Zunächst mal handelt es sich ja nur um ein Gerücht. Erst mal abwarten, inwieweit das juristisch verwertet werden kann.Richtig. Unabhängig davon was er den Ärzten gesagt hat, es badarf lediglich einer banalen einstweiligen Verfügung und vor Gericht ist jeder Arzt bezüglich jeder Aussage dem Schweigegebot verpflichtet. Es dürfte also alles andere als einfach werden Ricco hier strafrechtlich beizukommen.
Was wird nun die Radsprtszene aus diesem Fall lernen? Dass man besser doch nicht dopt? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird die Radsportszene lernen, dass man sich nicht einfach mal so Blut abnehmen und 25 Tage später injizieren kann. Ohne Beisatzstoffe zerfallen die Blutzellen und der Cocktail aus zerfallenem Blutzellmaterial ist hochgradig toxisch und apoptotisch. Die Szene wird also lernen, dass man einen sehr guten Arzt braucht um effektiv, sicher und maßvolles Langzeitdoping zu betreiben. Gelingt das, würde ich auch schon wieder gar nicht von Doping reden (das ist die eigentlich richtige Diskussion hier, wie ich meine).
In diesem Zusammenhang ist es sehr schade, dass Aldo Sassi im Dezember gestorben ist. Er war wohl einer der wenigen Vertreter, der daran geglaubt hat, dass man mit perfektem Training langfristig mehr Leistung erreichen kann als mit perfektem Doping. Ich persönlich vermute auch, dass diese These geradezu richtig sein muss, aus rein sportmedizinischer Sicht. Allerdings braucht man wohl ein paar noch sehr junge Fahrer (möglichst Jugendliche) die man mit perfektem Training dann zu Leistunggrenzen führt, die den heutigen Fahrern noch völlig unzugänglich sind. Sobald es jemand schafft diesen Nachweis praktisch zu führen, wird dies das wichtigste, deutlichste und effektivste Signal für die gesamte Szene sein, dass der Schmuddeldopingbereich und seine zum Teil fahrlässigen Methoden, seine zum Teil nur ganz kurzfristig wirksamen Methoden und seine zum Teil völlig dilletantischen Methoden immer nur suboptimales Amateurgewurschtel darstellen.
Zu Dekker:
Ich würde ganz stark vermuten, dass Dekkers erfolgreicher Wiedereintritt in die Radsportumlaufbahn davon abhängt, ob er idiotischer weise weiter EPO genommen hat oder z.B. Testosteron.
Wenn er es konsequent, diszipliniert und geschickt angestellt hat, kann er mit sehr fein dosierter Testosteron-Medikation sein Leistungsvermögen sogar noch für 2-3 weitere Jahre dramatisch verbessert haben.
Das ist übrigens auch so ein Problem mit den Dopingsperren. Als Strafe gedacht, können sie bei intelleigentem Umgang mit dieser „Strafe“ enorme Leistungssprünge ermöglichen in Abwesenheit des Wettkampfstresses und seiner Nebenwirkungen.
PS: Weiß jemand der hiesigen Herrschaften, wie und ob während einer Dopingsperre getestet wird? Was, wenn der Fahrer seine Karriere offiziell beendet und erst nach Ablauf der Dopingsperre wieder offiziell beginnt? Existiert dann überhaupt zwischenzeitlich eine Grundlage für Tests durch die nationalen und internationalen Verbände?
Quote:Original von Doktor_Watson
Das Problem im Fall Contador ist, dass es rausgekommen ist. Und das ist gut so!Lieber Watson, kannst Du spezifizieren was „es“ ist, was im Fall Contador rausgekommen sein soll?
Was z.B. letztens „rausgekommen“ ist, dass nicht nur irgendein mehr oder weniger wichtiger Radprofi mit irgendeinem Dreck wie Dioxin in der Nahrung zu kämpfen hat, sondern Millionen Menschen von diesem wirklichen Skandal betroffen sind. Wer sich unbedingt aufregen will und es überhaupt noch kann: hier ist eine passende Gelegenheit. Das Clenbuterol im Fleisch von vornehmlich weiblichen Zuchtvieh ist ja nur ein atomarer Unterpunkt.
Ovscharov wurde heute sogar vom DOG freigesprochen:
http://www.sportschau.de/sp/weitere/news201101/18/ovtscharov.jsp
Bis heute ist noch nicht mal wissenschaftlich nachgewiesen worden, ob Clenbuterol überhaupt eine Doping-Wirkung besitzt. Während viele Sportfans und auch Journalisten leider völlig naiv davon ausgehen, dass wer Clenbuterol nimmt dopt, zeigen die bisherigen Untersuchungen eher genau das Gegenteil:
Clenbuterol führt zu einer Hypertrophie des Herzens mit verminderter Leistung und zu einer dilatativen Kardiomyopathie selbst bei noch sehr jungen Patienten. Und zwar bereits binnen von 3 Wochen nach der Ersteinnahme.
An dem Stoff Clenbuterol lässt sich sehr schön aufzeigen, dass diese ganzen Dopingdiskussionen letztlich – Verzeihung – für den Arsch sind. Es existiert bis heute kein Mensch und keine Theorie, die überhaupt definieren könnte, was Doping eigentlich sein soll.
Zu Clenbuterol existiert bisher nur eine einzige Phase I Studie an 20 jungen Männern nach einer Knie-OP. Dort konnte kein signifikanter Unterschied zwischen Clenbuterol behandelten Patienten und der Placebogruppe nachgewiesen werden. Genauso gut könnte man Möhrchen auf die Dopingliste setzten.
Die Dopingvorwürfe gegen den deutschen Tischtennisspieler wurden übrigens gestern fallengelassen. Wie bei Contador wurden auch fast zeitgleich bei Ovtcharov sehr geringe Mengen Clenbuterol gefunden.
Zitat:
„Der Kölner Doping-Institutsleiter Wilhelm Schänzer hatte festgestellt: „Aufgrund der Tatsache, dass der Einsatz von Clenbuterol in der Tiermast bekannt ist, ist eine Aufnahme über verunreinigte Lebensmittel die wahrscheinlichste Befunderklärung. Eine dopingrelevante Anwendung von Clenbuterol ist höchst unwahrscheinlich.“Herr Franke sieht aber keinen Grund für Contador etwas ähnliches zu vermuten……..naja.
Quote:Original von Möve! mir fehlt in einem Rennen halt immer etwas, wenn es keine spektakuläre Attacke gibt.Ich hingegen schaue mir unheimlich gerne diese Klassiker an. Hier gewinnt wirklich sehr häufig der Beste, trotz Wind und Wetter, Renntaktik, Mannschaftssport und jeder Menge Zu- und Zwischenfälle.
Bei den Monumenten ist das natürlich noch mal besonders ausgeprägt.
Außerdem hatte das Rennen gestern ein fast schon atemberaubendes Flair mit dem Wetter, der am Ende einbrechenden Dunkelheit, den Herbstfarben, den Blättern auf der Straße…..
Gilbert gewann ja das Rennen in einer noch spektakuläreren Art wie Cancellara die Frühjahrsklassiker gewann. Er fuhr den anderen einfach in der Abfahrt ein paar Meterchen davon und baute dann ganz in der Manier des absoluten Besten seinen Vorsprung aus. Genau in diesen Momenten zeigt sich eben im Radsport, wer der Stärkste ist. Die anderen waren bereits zermürbt und noch angeknockt vom letzten Anstieg, Gilbert zeigte in der Abfahrt seine fahrerische Klasse und danach seine physische Stärke. Ein wirklich toller Sieg.
Contador darf sich jetzt als der Erfinder des homöopatischen Dopings fühlen?
Ich glaube ehrlich gesagt nicht dass Contador mit Clenbuterol gedopt hat. Sieht wirklich nach einer Lebensmittel-Intoxikation aus.
Wenn man wissenschaftlich hochwertige Aussagen haben will, müßte man in Köln einen sehr guten und statistisch abgesicherten Vergleichsarm getestet haben, um wirklich sicher ausschließen zu können, daß man mit so empfindlicher Meßmethode nicht auch jeden zweiten Normalobürger Clenbuterol nachweisen könnte. Von einem solchen Kontrollarm habe ich bisher nichts gelesen. Ohne diesen Kontrollarm ist Contadors positive A und B Probe wissenschaftlich wertlos.
Quote:Original von Jaja
Spannendes Zeitfahren mit seltsamen Wendungen. Erst Menchov plötzlich vorne, dann kommt Velits daher und gewinnt?!?Aber Hallo! Das muss man noch dreimal dick unterstreichen. Ich habe versucht mich an ein ähnlich kurioses Zeitfahren bei einer grossen Rundfahrt zu erinnern, ist mir aber nicht gelungen.
Quote:Original von Jaja
Ahh, Resultate jetzt da. Tondo, Danielson, Roche und Sastre liegen auch nur knapp hinter Schleck/Rodriguez. Also ein ganzer Pulk wird Velits die Etappe zur Hölle machen! Spannend!!!29 Sekündchen zwischen 4. und 9. Dat wird ne Krimi
Quote:Original von Ciclisimo
Eine weitere positive Überraschung ist der 41-jährige Inigo Cuesta der im GK immerhin 27 ist.Jup!
Na, was meinen die Experten, holt Nibali im Zeitfahren genug heraus um am Samstag den Gesamtsieg einzufahren? Oder wird Frank Schleck am Samstag so viel Zeit gutmachen, dass Nibali das Zeitfahren nichts nutzen wird?
Einen anderen Sieger kann ich mir kaum noch vorstellen. Nibali hat sich bisher unglaublich geschickt und clever mit seiner Mannschaft verhalten, seitden Anton raus ist. Aber gestern hat er auf den letzten Metern die Schwäche gezeigt, die den anderen am Samstag den Mut geben wird ihre Attacken zu reiten.
In der gemeinsamen Geschichte von Vuelta, Tour und Giro haben 8 verschiedene Fahrer insgesamt 12 mal in ein und demselben Jahr Giro und Tour gewonnen, aber nur 2 Fahrer jeweils einmal, also insgesamt 2 mal Giro und Vuelta.
Warum ist also der Glaube so verbreitet, es sei so viel leichter Giro und Vuelta zu gewinnen als Giro und TdF?
Giro+Tour:
1949 Coppi
1952 Coppi
1964 Anquetil
1970 Merckx
1972 Merckx
1974 Merckx
1982 Hinault
1985 Hinault
1987 Roche
1992 Indurain
1993 Indurain
1998 PantaniGiro+Vuelta:
1973 Merckx
2008 ContadorTour+Vuelta:
1963 Anquetil
1978 HinaultAus meiner bescheidenen Sicht hatte Indurain von allen Beteiligten 1992 die größte Chance auf den größten Triumpf aller Zeiten, das Triple. Er wollte aber wohl nicht.
Quote:Original von Jakob
Ich bin echt überrascht über diese sehr agressive Fahrweise der Favoriten in den Alpen.Ich auch. Nach dem Ende der Armstrong-Ära wurde die Tour ja ohnehin wieder unberechenbarer und spanender. Nun sehen wir aber zum ersten mal, daß es gleich am ersten Berg der Kat. 2 voll zur Sache geht und die Hälfte der Favoriten rausselektiert ist. Am ersten Berg der Kat. 1 sind dann nur noch zwei Fahrer für den Gesamtsieg übrig….
….tja, früher hat man manches mal gemosert, weil die Favoriten sich bis ganz zum Schluß belauert haben, jetzt ist man fast schon geneigt zu sagen, daß die Tour nach einer Woche eigentlich schon fast zu Ende ist….
Quote:Original von ReinscHeisst
ach denke über Tony Martin braucht man sich keine Sorgen machen! Das ist doch halt einfach ein junger Rennfahrer, der nach seinem unglaublichen Jahr 2009 dieses Jahr eben seine selber hochgesteckten Erwartungen nicht ganz erfüllen kann. Wobei das alles relativ ist, wer kann schon on sich behaupten einen Fabian Cancellara bei seinem Heim chrono zu besiegen. Ist meiner Meinung nach völlig legitim das so junge Fahrer eben auch mal in ein kleines „loch“ fallen und keiner weiß woran es liegt. Gebt ihm noch 2-3 Jahre, dann kann er definitv bei der Tour in die Top10 fahren!Klar, so würde ich im Zweifel aus Deutscher Sicht auch hoffen. Dasselbe hat man allerdings auch bei Marcus Fothen gehofft oder bei Linus Gerdemann und wurde enttäuscht.
Quote:Original von a
ich habe gehört, dass martin in letzter zeit zu hart rennen gefahren ist bzw. zu hart trainiert hat. würde gut zu ihm passen, er gilt ja als extrem ehrgeizig. auch scheint ihm eine gewisse (renn)intelligenz zu fehlen. er macht auf mich auch immer den eindruck, etwas „verplant“ zu sein. könnte mir vorstellen, dass er (noch) gar nicht so genau weiss, wie man optimal trainiert.Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung davon wie die trainieren (gehen die auch im Training in den roten Bereich – kurzfristig? – oder wird das konsequent gemieden?). Ich würde es merkwürdig finden, wenn Tony Martin in Trainingsfragen nicht kompetent beraten werden würde. Wozu haben die denn die ganzen Betreuer und Ärzte?
Gut, es könnte sein, daß er sich im Eifer des Gefechts einfach nicht daran hält und immer wieder überzieht.Ich bin nun leider der Falsche um Rennintelligenz von Profifahrern zu beurteilen, mir schien es allerdings bisher eher immer so, als sei Martin einer der clevereren. Jedenfalls hat er es in der Vergangenheit immer wieder geschafft die richtigen Gruppen zu erwischen und gehörte diesbezüglich eher zu den ganz hellwachen. Was nährt Deinen Verdacht, daß Martin da Defizite hätte?
Cadel Evans wird sich da gelbe Trikot von so ein paar Mädchen nicht mehr ausziehen lassen.
Frage an die Experten hier : Tony Martin habe zu viel und zu schnell abgenommen heißt die Erklärung der Eurosport-Auguren. Kann das jemand nachvollziehen? Ich meine, wenn Martin nach wie vor in den Zeitfahren alles kaputt fährt, selbst dem Weltmeister Cancellara auf dessen Heimatsrecke eine Lehrstunde erteilt, warum sollte er dann ausgerechnet mit weniger Gewicht neuerdings solche Probleme am Berg haben? Any ideas?
Vielleicht sollte Martin die restlichen 2 Wochen mit Bleiwesten fahren, dann klappts auch wieder am Berg.
Hat jemand mitbekommen, was Tony Martin gestern passiert ist?
Oder war das nun der endgültige Beweis, daß er bei dieser Tour nur Aufgaben des Sprint-Helfers wahrnehmen soll (ansonsten wäre er ja gestern bei Rogers geblieben).Bei der California Tour ist er solche Etappen noch Kilometerweise vorne im Wind gefahren und har das Feld selektiert. Fällt mir schwer zu glauben, daß er bei der TdF 90% seiner Leistungsfähigkeit eingebüßt haben soll. Er kam ja gestern schon am ersten 3er Bergchen kaum noch hinterher.
Gesink war gestern in der 2:25 min Gruppe mit Martin .
Warum Gerdemann 3:58 min verlieren musste, verstehe ich nicht.
Evans als bester Fahrer der Welt natürlich wieder ganz vorne. Er wird nächstes Jahr das Triple holen.
Schön, daß er sich noch die Zeitgutschrift geholt hat. Aber wo war sein Teamkollege Burghardt ? Das war doch die Etappe für Burghardt, wo er seinen Chef hätte unbedingt unterstützen sollen? Ich habe jedenfalls nicht mitbekommen das er gestürzt war. Dasselbe gilt natürlich für Hincapie .
Armstrong mit tollem Kampfgeist, muss man ihm wirklich lassen. Sastre ist nicht auf die Fresse.
gefallen, ein Wunder.Bei O`Grady war ich mir sicher, daß er vorne bleiben kann, sehr schade.
Insgesamt: Tolle Etappe. Der Sturz von Frank Schleck ist natürlich ein Wehrmutstropfen. Man muß aber auch sehen, daß in den ersten Tourtagen immer ein paar Fahrer stürzen durch die enorme Anfangshektik. Ich denke nicht, daß man das jetzt auf die Besonderheiten dieser Etappe beziehen sollte und deshalb zukünftig Kopfsteinpflaster-Stücke wieder rausnimmt.
Ich denke eher diegestrige Etappe hat deutlich gezeigt, daß sich auf solchen Pave-Strecken auch die Klassementfahrer behaupten können. Ich würde sehr dafür plädieren, daß zukünftig bei jeder TdF ein paar Klassiker-Elemente enthalten sind. Das bereichert die Tour einfach enorm und ist auch für das Werben um neue Zuschauer ein Pluspunkt.
Ein deutlicher Minuspunkt war das saudumme Verhalten bei dieser Pseudostreiketappe. Wie kann man nur so dämlich sein? In dem Moment sieht man, was für abgehobene Stars manche Fahrer schon sind.
Kirchen hat es ja richtig übel erwischt. Weiß jemand mehr? Aktuell liegt er wohl noch im Koma und sein Organismus ist heruntergekühlt.
Angeblich hat er Kreislaufprobleme und Schwindelgefühle schon seit längerer Zeit. Und seine Frau bekommt Zwillinge….
Schade für Tony Martin. Ich dachte eigentlich er fährt das locker nach Hause.
Jetzt tippe ich eher auf Uran als auf Gesink. Uran müsste der deutlich bessere Zeitfahrer sein. Gut dass es von beiden mal wieder ein richtig starkes Ergebnis gab.
Aber was war los mit Cancellara, dem großen innerschweizer Superhelden? Neulich noch am Berg und Hügel mit und ohne Kopfsteinpflaster mit und ohne Windschatten die gesamte Weltelite düpiert und jetzt bekommt er 22:51 aufgedrückt?
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