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Was mich interessiert und auch schon angesprochen wurde: Warum ist das Rennen so schnell so groß geworden? Habe vom heimlichen 6. Monument gelesen. Warum ist es so beliebt? Immerhin gibt es das Rennen erst seit 2008 und es kann doch nicht nur an der Bilderbuchtoskana liegen?!
Ja, gute Frage. Ich denke, es war und ist zuerst einmal bei den Zuschauern sehr beliebt. Es begann ja auch schon etwas früher, 1997, noch als Jedermannrennen und beschwor dabei bewußt die alten Legenden als man sich noch auf Schotterstraßen bewegte. Dann muss man ja auch wirklich sagen, dass die Ankunft in Siena einfach landschaftlich und sportlich eine absolute Perle im Radsport darstellt. Doch warum das Rennen (und Gravel allgemein) bei den Profis so beleibt ist, bzw. ja aktuell noch immer belieberter wird, verstehe ich auch nicht so ganz. Alleine die Menge an Staub die man hier einatmen muss, sollte den meisten eigentlich nicht sonderlich gefallen. Zudem ist es ein Rennen, wo man auch ein wenig Glück benötigt, weil man durch einen Defekt an der falschen Stelle, das ganze Rennen verlieren kann (Aber etwas Ähnliches kennen wir ja auch von Paris-Roubaix).
Vielleicht stellt das Rennen für viele Fahrer auch nur eine Abwechslung im sonstigen Rennkalender dar? Vielleicht sehen die Teams mit ihren Radsponsoren es auch als einen guten Test für die Widerstandsfähigkeit ihres Materials? Oder es wird schlicht als Spektakel wahrgenommen und genossen…
Seixas heute dann, der scheint schon in jungen Jahren sehr da zu sein. Das war heute keine Laufkundschaft, die er an dem Berg 45km vorm Ziel abgestellt hat und durchgezogen hat. Was das nun für Große Rennen und GTs bedeutet, muss man natürlich abwarten.
Das war wirklich ein fettes Ausrufezeichen. Aus meiner Sicht nochmal eine deutliche Steigerung zu den letzten Rennen der Vorsaison. Er ist ja auch noch alles von Vorne gefahren, auch im Flachen. Sein letzter Begleiter Jörgensen hat nur gelutscht. Um dann auf Christen, Jorgensen und Martinez zusammen noch fast 2 Minuten rauszufahren….
…natürlich: noch früh in der Saison, man kennt das Leistungsvermögen der anderen noch nicht genau und trotzdem war das mit Abstand das Eindrucksvollste was ich bisher von ihm gesehen habe.
Naja, und früher war der Omloop mal ein wirklicher erster Formtest, der die späteren Rennen meist sehr gut voraussagte. Heute, wo man sich die Form gar nicht mehr über die Rennen holt, hat sich das schon ein bisschen verändert.
Remco wieder eingegangen. Also nicht nur schlechter Tag, da stimmt wohl schon insgesamt was nicht.
Ja, denke ich auch. Aber eben nicht nur aktuell, sondern schon die ganze Zeit. Er bricht immer wieder mal mitten im Rennen total ein – z.B. bei der letzten WM – dann fängt er sich aber auch wieder und knallt doch noch ein richtig gutes Rennen hin und wird überlegen Zweiter. Dieses seltsame Muster haben wir jetzt schon öfter gesehen, wenn er nicht selbst aus Frust aufsteckt.
Remco kann lange und harte Rennen, dass hat er nun schon mehrfach bewiesen (WM, LBL, San Sebastian z.B.). Er kann Renneinteilung, wie er uns in nahezu jedem Zeitfahren eindrucksvoll zeigt. Aber er scheint irgendwie wahnsinnig anfällig dafür früh im Rennen nur ein klein wenig in den Roten Bereich zu müssen, dann hat er sofort eine veritable Krise. Und er kommt eben erstaunlicher Weise auch früh im Rennen sehr viel schneller in den Roten Bereich, als andere Fahrer. Das ist bei ihm so ne fatale Kombi. Ich würde ja vermuten, dass man durch gezieltes Training daran zumindest etwas arbeiten kann?
Ja, ein bisschen rätselhaft mit Evenepoel. Gestern noch das Zeitfahren gewonnen, heute bricht er für seine Ansprüche dann schon ziemlich stark ein. Seine Krämpfe kamen ja auch nicht irgendwoher. Ich würde Pepes Intuition hier folgen: mit den ganz steilen Sachen scheint er einfach nicht klar zu kommen. Tiberi mit bester Renneinteilung, Del Toro hat es aus irgendwelchen Gründen anfangs verschlafen und konnte dann die Lücke nicht mehr ganz zumachen. Das war für meinen Geschmack nicht nur unglücklich.
Dat Poelchen ist ja in bestechender Frühform.
14. Dezember 2025 um 20:48 Uhr als Antwort auf: Ausblick & Programme 2026 – Was haben die Big Guns nächstes Jahr vor #778751Pogacar Fokus auf MSR und Roubaix, dazu Flandern, LBL, Tour de Romandie, Tour de Suisse, Tour de France und WM, ggf. spontan Vuelta.
Etwas überraschend die Helferaufteilung. Almeida kriegt den Giro Captain Spot und startet auch bei der Vuelta. del-Toro wird Edelhelfer bei der Tour.
Interessant war seine Aussage, dass er sich durchaus vorstellen könne alle drei GTs zu fahren, aber dass so ein Vorhaben gegenüber seinen Mannschaftskameraden nicht fair wäre. Deshalb vermute ich auch, dass er die Vuelta 2026 nur fahren würde, falls Almeida zuvor den Giro gewinnen konnte. Evtl. darf ja auch Del Torro dann nochmal ran? Die Tour ist für Del Torro schon auch eine gute Gelegenheit auf ein Kräftemessen mit den Allerbesten, danach wird er seine Chancen in der Zukunft besser einschätzen können. Vor allem bin ich aber gespannt auf die diesjährige Taktik in MSR mit Del Torro.
3. November 2025 um 15:37 Uhr als Antwort auf: Ausblick & Programme 2026 – Was haben die Big Guns nächstes Jahr vor #778706Ach, der KV denkt schlussendlich orientieren die sich alle viel weniger am Programm der Gegner als vermutet wird.
Pogacar Double 25, hatte nach KV nichts mit den 2 Niederlagen gegen Vingegaard zu tun, sondern Pogacar als Slowene, dadurch automatisch im Giro-Einzugsgebiet gross geworden, wollte mal den Giro fahren und gewinnen.
Vingegaard das gleiche, dem ist doch egal ob jetzt Pogacar 26 den Giro fährt oder nicht. Er will die dritte GT auch mal, also überlegt er sich das für 26.Vingegaard hat sich ja auch schon öffentlich geäußert, ich vermute auch, um mal ein Statement abzugeben. Wenn auch eher defensiv, weil er ja auf die noch ausstehenden, mannschaftsinternen Diskussionen verwiesen hat. Dann hat ja die Mannschaftsleistung durchaus noch ein Wörtchen mitzureden, denn sie müssen ja auch die Sponsoreninteressen berücksichtigen, die Wünsche der anderen Fahrer, aber auch eine Planung für die Helfer hinbekommen, gerade bei den GTs. Letzteres dürfte gar nicht so einfach sein, wenn man wie UAE an allen 3 GTs mit um den Sieg mitfahren will.
Aber Du hast insofern schon recht, ich habe auch keine Ahnung wie sehr sich einzelne Teams an der Konkurrenz orientieren. UAE und Visma können da vielleicht auch etwas unabhängiger planen. Schwächere Teams mit vielleicht nur einem Fahrern der GT-Ambitionen für einen Top5- oder Top10-Platz verwirklichen kann, werden jedoch durchaus sehr genau schauen, wie sich die Favoriten auf die GTs aufteilen. Also ich denke da z.B. an Leute wie Carapaz.
Interessanter ist sowieso Bora.
Ja, in der Tat. Da könnte ich mir vorstellen, dass in der aktuellen Situation die Diskussionen durchaus auch mal kontroverser werden können. Lipowitz mit den geringsten Meriten aus der Vergangenheit aber den größten Chancen auf ein Podium. Roglic quasi genau umgekehrt. Remco sicherlich mit den größten Ambitionen saisonübergreifend…das wird lustig.
Nochmal zu Pogacar: bei ihm frage ich mich, ob er nicht mit geschickter Planung auch MSR, die Ronde, PR und LBL fahren kann, bevor er das Giro-Tour-Double angeht. Die Vuelta wird er aus meiner Sicht höchstwahrscheinlich nicht fahren. So dass seine größten Interessen leider zeitlich ziemlich geballt stattinden. Aber vielleicht kann er ja auch LBL aus dem Höhentraining heraus fahren?
2. November 2025 um 14:07 Uhr als Antwort auf: Ausblick & Programme 2026 – Was haben die Big Guns nächstes Jahr vor #778702Ich kann mich auch irren, aber ich schätze, dass die konkreten Planungen so eine Art Domino-Effekt folgen und sich deshalb erst nach und nach ein Bild ergibt. Für eine Mannschaft wie UAE ist das ja inzwischen sehr kompliziert, denn sie haben mit Del Torro und Almeida so starke Fahrer, dass sie denen auch irgendetwas bieten müssen, damit sie sich weiterhin wohl fühlen. Naheliegend wäre es, Del Torro wieder den Giro fahren zu lassen und Almeida die Vuelta, jeweils als Kapitäne. Aber was macht man, wenn Vingegaard den Giro fährt? Läßt man dann Del Torro um Platz 2 fahren? In welchen Klassiker-Rennen setzt man 2026 Del Torro ein, nachdem er 2025 dort so brilliert hat? Langer Rede, kurzer Sinn: Ich würde als Team jetzt noch nicht verkünden wie ich die nächste Saison plane. Ergibt ja überhaupt keinen Sinn im November. Man kann sich intern mal mit den Fahrern zusammensetzen und individuelle Wünsche und Erwartungen diskutieren, aber irgendetwas an die Presse zu geben ist eigentlich dumm, bzw. unprofessionell.
Im Grunde bräuchte man da als Team inzwischen sowieso so eine Art Chancen-Risiko-Programm, dass einem die optimale Verteilung der eigenen Fahrer auf die Renntermine ausrechnet, abhängig natürlich von Formaufbau und Konkurrenz sowie Sponsorenerwartungen. Ich vermute sogar, etwas sehr ähnliches wird bereits genutzt.
Ganz schön schwierig, finde ich, und natürlich, eingestandenermaßen, extrem subjektiv:
1 Pogacar
2 Del Toro
3 MvP
4 Vingegaard
5 Evenepoel
6 Mads Pedersen
7 Simon Yates
8 AlmeidaBegründung:
– Del Torro bei mir Zweiter, wie auch bei CQ und PCS. 16 große Siege und das ganze Jahr über hoch gepunktet.
– MvP Dritter, weil er der einzige Fahrer war, der es mit Pogacar ernsthaft aufnehmen konnte, leider fast nur Frühjahr.
– Vingegaard muss für mich bei seinen Qualitäten auch noch irgendwas bei einem Eintagesrennen zeigen. So ist mir das zu wenig.
– Evenepoel viel kritisiert, aber auch er meist die einzige echte Konkurrenz für Pogi und zwar das ganze Jahr über.
– Pedersen fehlt der ganz große Sieg, aber er hat viele große Rennen ganz wesentlich mit animiert
– Yates würde ich höher einstufen, wenn sein Giro-Sieg auf eigene Überlegenheit beruht hätte
– Almeida „nur“ Achter, weil er letztlich einen schon schwächelnden Vingegaard bei der Vuelta nicht stärker bedrängen konnte.Da war also doch etwas, am Ende dieser TdF als er plötzlich so komische Interviews gab:
“But then came the final week. I wanted a big win in the Alps, especially revenge on the Col de la Loze. To be honest, things didn’t go entirely to plan. The day after Ventoux I had knee problems, and I started doubting whether I’d even be able to continue. The weather was awful, freezing cold. My body was in shock, I didn’t feel great.”
– In der Tat, Pogacar ungefährdet, wie auf Schienen und verdient sowieso. Solange er diese überlegen Form hat, sollte er alles einsammeln, was er nur einsammeln kann.
– Evenepoel wird langsam zum Raymond Poulidor der Klassiker. Ich bin skeptisch, ob er diese Leistungslücke zu Pogacar nochmal schließen kann, obwohl er ja noch jung ist. Und falls er es ernsthaft versucht, läuft er Gefahr seine überragende Stärke beim Zeitfahren zu riskieren. Das Vernünftigste wäre, er würde es einfach akzeptieren, dass ihm ein Jahrhunderttalent vor der Nase sitzt. Aber wenn ich mir manches Interview von ihm anhöre, wo er sagt, dass er sich nahezu auf Augenhöhe mit Pogi wähnt, bezweifle ich, dass er es akzeptieren will. Aber bei RBH werden sie das jetzt sicherlich akribisch erörtern
– Storer vor Del Torro, damit hätte ich nicht gerechnet. Ein Dritter Platz bei einem Monument hinter den beiden aktuellen Dominatoren ist fast wie ein Sieg. Er ist ja auch erst 28, mal sehen, was da noch kommt.
– Bei Simmons habe ich mich heute gefragt, was er hätte erreichen können, wenn er seine Körner nicht im Ausreißversuch gelassen hätte. Er ist wirklich verdammt stark gefahren, selbst nachdem er eingeholt wurde. Angeblich hatten sie sich bei UAE auch schon Sorgen gemacht, dass es eng werden könnte.
– Del Torro. Sicher ein sehr guter Platz bei seiner ersten Teilnahme an einem Monument. Ich vermute aber, dass er sich nach seinen überragenden Ergebnissen zuletzt, sogar ein bisschen mehr ausgerechnet hatte. Nach dem heutigen Rennen bleibt ein bisschen der Eindruck, dass er Pogacar nicht hätte ersetzen können und auch keinen Podiumsplatz erreicht hätte, wenn Pogacar abwesend gewesen wäre.
– Seixas wieder gekämpft wie ein Löwe. Wirklich ein guter Typ, auch wenn er im Ziel nicht ganz zufrieden war mit seinem 7. Platz am Ende.
– Bernal jetzt auch bei Eintagesrennen fast wieder der Alte.
– Vine noch 9. Er war heute der Helfer und hat Evenepoel und Co durch seine letzte Führung den Zahl gezogen.-
Diese Antwort wurde vor 7 Monaten, 2 Wochen von
Joelle van Dyne geändert.
Rakete gezündet. Dabei hätte Pogacar sicherlich noch etwas warten können, bis die steilsten letzten Kilometer beginnen, denn Jay Vine hat ordentlich Zeit zugefahren. Aber vielleicht wollten sie bei UAE auch Del Torro die Möglichkeit geben auch noch ein gutes Ergebnis zu machen….
The startlist quality of compared to other same level races in the last 12 months.
# Race Quality
1 Il Lombardia (2025) 1087
2 Liège-Bastogne-Liège (2025) 1071
3 La Flèche Wallonne (2025) 990
4 Milano-Sanremo (2025) 969
5 Amstel Gold Race (2025) 954
6 Grand Prix Québec (2025) 829Im Lombardia mal mit Bestbesetzung am Ende der Saison
Auf PCS haben sie eine lustige Statistik gepostet:
Head-to-head on the last 18 results in one day races: which rider had the better result when they started together.
SIMMONS Quinn
0
Vs.
POGAČAR Tadej
18….während Ben Healy heute eher einen gebrauchten Tag erwischt hat….
Wenn sie dem Quinn Simmons weiterhin Zeit ausbauen lassen, fährt der das heute noch nach Hause. Scheint ja einen Bombentag erwischt zu haben…
Erstaunlich, dass Pogacar 22km vor dem Ziel auf einem leicht abfallenden Kurs und anschließend im Flachen den anderen so einfach wegfahren kann. Eigentlich noch beeindruckender, als wenn er seine Überlegenheit nur an steilen Rampen ausspielt.
Emilia mit dem Ausschluss von Israel dieses Jahr leider absolute Witzveranstaltung. Auch schwer enttäuscht, dass kein anderes Team sich solidarisch erklärt.
Ja, das darf in der Tat nicht die Lösung des Problems sein. Ich bin mir sicher, dass niemand so etwas selbst erleben will, ob im Sport oder an anderer Stelle. Da muss man dann schon zusammen halten, um solch absurden und unfairen Angriffen standzuhalten.
Ich hatte mich schon gewundert, warum der Sieger der letzten Etappe des CRO Race, Oded Kogut allen Fahrern aus anderen Rennställen nach der Zieldurchfahrt ostentativ die Gratulation verweigerte (was jetzt auch nicht soooo clever ist), aber jetzt scheint mir doch recht klar, weshalb, denn er ist einer der 3 Fahrer
im Team Israel-Premier-Tech mitz israelischer Staatszugehörigkeit. Kann man sich also gut vorstellen, dass der stinksauer auf die anderen Teams war.Ja, in der Tat, der battle des Tages.
Vingegaard an der EM früh rausgefallen. Formkurve vermutlich runter, aber er ist schon auch gar kein Eintagsfahrer.
Das ist doch aber schon ein klein wenig peinlich, oder? Warum nimmt er denn dann Teil, wenn er es kaum bis zur Hälfe des Rennens schafft? Gibt ja noch ein paar andere nicht ganz untalentierte Dänen…
Loool, Uijtdebroeks zu Movistar. Das kann doch eigentlich nur schief gehen, oder?
Selbst wenn man bereit ist beiderseitige Fehler anzunehmen, hätte Uijdebroekes nach dem Trennungstheater von RBH sportlich etwas mehr liefern müssen, um den selbst formulierten Ansprüchen gerecht zu werden. Bei der Tour of Oman belegte er dieses Jahr einen guten, aber nicht wirklich überzeugenden Fünften Rang. Bestes Ergebnis, der Sieg bei der Tour de l’Ain. Zumindest würde ich mal sagen, hat er in der Talentbewertung inzwischen ein Downgrade erfahren. Aber er ist eben auch erst 22, könnte schon sein, dass er erst in 2-3 Jahren richtig durchstartet. Was Movistar betrifft, wäre für mich entscheidend, was sie ihm zahlen müssen, um den Transfer zu bewerten. Wenn sich das in Grenzen hält, kann es durchaus einen Versuch wert sein.
Ja, ja, Remco stark. Aber man muss ebenfalls sagen dass er eben auch ohne die Radprobleme einmal mehr von Pogacar komplett deklassiert wurde.
Evenepoel hat inzwischen gesagt, dass ihm am Mont Kigali, also bei Pogacars Attacke, der Sattel immer weiter abgerutscht sei und er deshalb mit falscher Sitzposition plötzlich Krämpfe bekommen habe. Ich kann natürlich auch nicht feststellen, wie viel das ausgemacht hat, aber zumindest ist die Aussage plausibel, wenn man sich die Fernsehbilder anschaut. Remco ist zuerst an Pogacars Hinterrad und scheint problemlos mitzukommen und fällt dann plötzlich ab. Remco versucht es noch mit aus dem Sattel fahren, hilft aber anscheinend nicht. Anschließend kämpft er sich wieder ran (war ja schon 2:45 zurück) und hält den Abstand einigermaßen, auch wenn es natürlich stimmt, dass er Hilfe hatte und in Summe weniger alleine gefahren ist als Pogacar. Zumindest würde ich mal sagen, dass man von „komplett deklassieren“ nicht reden kann.
Am Ende haben sie ja auch noch gesagt, dass es respektlos ist von Evenepoel sich nicht zu freuen. Wenn er nunmal enttäusch ist, dann lasst ihn doch auch.
Ja, in der Tat das war einfach nur noch grotesk. Und mit Deiner Einschätzung von Robert Bengsch kann ich Dir auch nur zustimmen. Bei der Tour gab es eine Situation, da war er der Auffassung man müsse Helfer zu Lipowitz zurück beordern. Und obwohl ihm da gar niemand von den anderen Kommentatoren widersprach, kam er manisch immer wieder auf dieses Thema zurück, selbst nach einer Woche noch. Bengsch leidet manchmal wirklich an einer sehr extremen Form von Rechthaberei, wie ich sie so noch nirgends erlebt habe.
Pogacar stärker als ich ihn nach dem Zeitfahren erwartet hätte. Also deutlich stärker. Umso mehr wundere ich mich heute nochmal über sein Zeitfahren….aber egal, Geschichte jetzt. Evenepoel ebenfall super stark gefahren. Hatte sich wohl wirklich eine Siegeschance erhofft und wäre ohne die Radprobleme auch gar nicht so weit weg davon gewesen. Healy auch nochmal mit einem richtigen Ausrufezeichnen. Skejlmose muss einem natürlich mit dem undankbaren vierten Platz etwas leid tun.
PS: Bei Eurosport steigern sie sich immer mehr in ihr Evenepoel-Bashing hinein, das nervt zumindest mich allmählich. Man könnte meinen, er hätte einen Zuschauer verhauen oder auf die Strecke gekackt. Er ist halt offensichtlich ein klein wenig emotionaler. Was will man eigentlich, total aalglatte Typen? Ist doch klar, dass er ungeduldig wird, wenn irgendetwas mit seinem Rad nicht stimmt und er 2x wechseln muss. Aber er kämpft sich zurück und macht noch Platz 2. Muss man dann doch auch mal lobend anerkennen?
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Diese Antwort wurde vor 7 Monaten, 2 Wochen von
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