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Visma: Nach dem Madeleine habe ich viel verpasst (hauptsächlich die Abfahrt) hab dann gesehen dass Jorgenson auf einmal vorne ist und hab mich direkt gefragt warum zur Hölle er da attackiert. Scheint ja nur gefolgt zu sein hat aber auch keine Anstalten gemacht dann auf Vingegaard zu warten.
Nein, der ist gleich voll mitgefahren, das war ja das irrwitzige. Die einzige Rechtfertigung dafür wäre gewesen, dass er sich so stark fühlt, nochmal als Relaisstation zu dienen. Aber er ist ja dann eingegangen wie ne Primel und konnte nicht mal Rubio und O`Conner folgen.
Auch wenn die Deppen vom Ersten, gerade Florian Naß, geradezu verliebt in den sind, so mein Gefühl. Wirklich nervig und auch einfach anstrengend da zuzuhören.
ARD ist ganz, ganz schlimm, da hilft auch der Fabian nicht. Ich kann mir das ständige Emotionalisieren und Dramatisieren von diesem Naß keine 5 Sekunden anhören. Da schau ich lieber Werbung auf Eurosport oder geh aufs Klo.
Dann Nummer 4: OSCAR ONLEY!! Ich mag den Jungen immer mehr. Eine unglaubliche Leistung heute hält mit Vingegaards Attacke mit und verliert kaum Zeit auf so einer Etappe nachdem er den Madeleine und die Abfahrt alleine gefahren ist.
Ja, dessen Leistung muss man heute wirklich nochmal herausstreichen. Dass ihm der steile Anstieg am Col de la Madeleine weniger liegt als der sanftere Anstieg am Col de la Loze konnte man sich schon denken. Aber er hat sich dann ja im Schlußanstieg selbst an den steilsten Passagen noch festgebissen. Und das am Ende der dritten Woche in seinem Alter.
Bei Healy würde ich übrigens nicht sagen, dass er eingebrochen ist, im Gegenteil, er hats für das Gesamtklassement am Ende noch ganz gut gerettet.
Aber wie gesagt hinterher besser wissen ist immer leicht und Roglic am Madeleine warten zu lassen, wäre nun wirklich Quatsch gewesen.
Nö, selbst Ulle hat das als Fehler beschrieben und der war ansonsten mit Kritik sehr zurückhaltend.
Indu, wenn es einen klaren Fehler von Bora gab, war es Lipo nicht direkt am Madeleine zurückzupfeifen und in der Onley Gruppe mitfahren zu lassen.
Das hat es doch noch nie gegeben, dass ein Konkurrent sich freiwillig in die Gruppe seines härtesten Verfolgers zurück fallen läßt. Lipowitz hatte am Gipfel schon 1:30 Vorsprung auf Onley.
@Bora
Die erste kritische Entscheidung geschah oben an der Madeleineüberquerung. Da hatte Lipo nur 25 sec. Rückstand. Wenn Roglic da wartet, fahren sie beide wieder rechtzeitig nach vorne.
Die zweite kritische Entscheidung und eben auch Fehlentscheidung: Entweder geht Lipo sofort mit O`Conner und Rubio mit oder sie fahren zusammen mit Gall, gemeinsam und halten den Vorsprung auf ihren gemeinsamen Hauptkonkurrenten Onley. Den hätten sie heute nämlich komplett aus der Konkurrenz nehmen können.Ich vermute stark, dass es zwischen Lipowitz und Roglic nicht harmoniert. Beide versuchen jeweils doch noch als Sieger des internen Duells aus der Tour zu gehen und fahren mehr gegeneinander als miteinander. Natürlich ist das restliche Bora-Team aber auch für die Ambitionen auf das Podium einfach ein schlechter Witz. Sie haben ja beide quasi keinen einzigen Helfer bei dieser Tour, der auch nur das erste Hügelchen überstehen würde. Tut mir leid, Bora ist einfach ein Hühnerhaufen.
Das Einzige was man Bora zugute halten kann, dass sie natürlich nicht ahnen konnten, dass sich Jorgenson wie ein Volltrottel verhält und auch seinen eigenen Kapitän sabotiert.
Onley natürlich heute super gefahren, aber er hatte halt auch das Glück immer Teamkollegen zu haben, die für ihn gefahren sind. Hätte er genauso alleine Fahren müssen wie Lipowitz, hätte es anders ausgesehen. Er war ja schon 3 Minuten zurück. Bora hat heute viel riskiert (ohne Not) und fast alles was sie hatten wieder verloren! Das war nicht schlau. Jetzt können sie bei Bora nur beten, dass Lipo sich morgen doch nochmal verteidigen kann. Mit besserer Taktik wäre Lipowitz heute bereits ganz sicher Dritter und Gewinner des Nachwuchstrikots!
Bora hat heute auch nur verloren – Roglic und Lipowitz.
Visma heute endgültig vernichtet.
Die Picnicer mit dem Coup dieser Tour.
UAE reicht es zu verwalten.Jorgensen mit einem riesen Bock. Geschah ja spontan, erst fängt er völlig unsinnige Diskussionen an, deshalb kommen fast auf Ansage die Angriff. Er geht mit, fährt sogar mit (!), hat aber gar nichts mehr im Tank. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass das abgesprochen war, bzw. im Sinne Vingegaards.
Eine der bescheuertsten Aktionen die ich je gesehen habe.
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Diese Antwort wurde vor 10 Monaten von
Joelle van Dyne geändert.
Das wird eher nicht aufgehen, was Jorgensen da macht. Ich glaube nicht, dass er als nochmalige Relaisstation bei einem Vingegaard-Angriff viel helfen kann. Jetzt bringt er seinen Kaiptän eher in Verlegenheit selbst fahren zu müssen.
Visma macht das schon den Möglichkeiten entsprechend richtig. Pogacar ist isoliert, das ist das was sie in jeden Fall erreichen mussten und wenn Vingegaard die Tour gewinnen will, muss er ihn eh irgendwann abhängen. Das ist jetzt der Versuch den Vinge brauchte, nun liegt es an ihm im Kampf Mann gegen Mann am letzten Berg.
Jetzt macht Visma wirklich das erste mal ernst.
Bin gespannt wie das morgen losgeht. Klar dürfte sein, dass Lenny Martinez in die Ausreißer-Gruppe muss, wenn er das Bergtrikot haben möchte. Ich könnte mir aber vorstellen, dass sich da gerad bei dieser Etappe jetzt noch ein paar Konkurrenten einmischen. Arensman, Woods, Paret-Peintre und Healy sind ja nicht weit weg punktemäßig. Ob Uno-X Healy fahren ließe ist natürlich fraglich.
Für Visma dürfte klar sein, dass sich nicht alles auf den Schlußanstieg setzen können. Die Steigung am Col de la Loze ist quasi 20km moderat und gleichmäßig bei ~6%, da wird Vingegaard Pogacar nicht mehr los. Wenn Visma also noch den Toursieg will, müssen sie am Col de la Madeleine angreifen, mit allem was sie noch haben. Ich bin gespannt, ob sie sich das trauen.
Naja, hinter Pogacars Gesundheit steht jetzt schon zumindest ein kleines Fragezeichen. Auch, wie jemand schon richtig bemerkte, von ihm selbst offenbart wurde, was man schwerlich ohne taktische Hintergedanken aiuffassen kann.
Aber auch ohne diesen Aspekt sind wir jetzt am Ende der dritten Woche und es kommen 2 harte Bergetappen in Folge. Es wird Abstände geben und zwar auch größere. Erst am Freitag Abend weiß man dann mit größerer Sicherheit, wie das Gesamtklassement schließlich aussieht.
Wenn Pogacar kein Riskiko eigehen wollte und möglichst viele Kräfte sparen, hätte er bis 200 Meter vor der Ziellinie nicht angegriffen. Vor allem, weil er ja eh nicht mehr gewinnen konnte. Wäre Wellens mit Politt gefahren, hätten sie vorher schon eine Minute wieder gut machen können und auch so Pogacar „schonen“. So haben sie heute einfach von A-Z zu jedem Zeitpunkt wie absichtlich immer alles genau falsch gemacht. Und es bleibt völlig rätselhaft, was überhaupt der Plan gewesen sein soll.
Hat irgendjemand die UAE-Taktik heute kapiert?
Zuerst hauen sie wahnsinnig viel Energie raus, um jede Attacke zu ersticken.
Dann plötzlich ist es ihnen scheißegal und man läßt vorne eine riesige Gruppe wegfahren? In der Gruppe UAE-Fahrer die rein gar nichts, also Null-Komma-Null bringen.Pogacar hätte das Rennen heute gewinnen können, aber aus irgendeinem Grund wollte seine Mannschaft das unbedingt verhindern….
Wellens: Topform
Pollit: Topform
Narvaez: Topform
Soler: Grundsolide
Almeida: raus, kann man nicht bewerten
A. Yates: schwer zu bewerten, bisher noch gar nicht wirklich gefordert
Sivakov: krank, bisher keine TopformVisma kann halt Pogacar auch nur über eine außergewöhnliche Teamleistung in Bedrängnis bringen, weshalb die Ausfälle dort auch schwerer wirken.
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Diese Antwort wurde vor 10 Monaten, 1 Woche von
Joelle van Dyne geändert.
Mein Gefühl liegt da irgendwie zwischen euch beiden (Krollekopp und Piak). Für mich ist eher offensichtlich, dass Vingegaard zum ersten Mal zwei richtig schlechte Tage hatte, aus denen auch fast sein gesamter Rückstand auf Pogacar resultiert (der Rest sind Bonifikationssekunden). Er konnte also durchaus auch mit Pogacar mithalten, vor allem auf der extrem anspruchsvollen Bergetappe letzten Samstag, wo er schon früh isoliert war. Da hatte auch Pogacar im Interview später eingeräumt, dass er nicht noch einen drüber geben konnte.
Ich weiß nicht, vielleicht fehlt Vingegaard 2025 auch einfach die Rennhärte in Ermangelung von Renntagen? Er ist ja nach der Tour 2024 ein dreiviertel Jahr lang kein einziges Rennen mehr gefahren?
Aber wie dem auch sei, die noch deutlich größeren Probleme bei Kuss und Jorgenson erklärt das auch nicht. Visma hat einfach als gesamtes Team ein Problem dieses Jahr.
Nach gut 2 Wochen Tour muss man leider als eine wichtige Erkenntnis festhalten: das Team Visma ist nicht topfit, vor allem die Hauptberghelfer Jorgenson, Kuss und Yates nicht. Bei Yates ist es noch halbwegs verständlich, bei Kuss und Jorgenson nicht. Aber auch Vingegaard, ganz untypisch für ihn eigentlich, mit zwei schlechten Tagen. So richtig überzeugt hat bisher nur Victor Campenaerts, der auf der bisher schwersten Etappe sogar der letzte Helfer seines Kapitäns war. Von Benoot darf und muss man ebenfalls mehr erwarten als er bisher gezeigt hat, scheint auch nicht in topform, konnte bisher an keinem Berg länger dabei bleiben. Van Aert steht neben sich in seinem eigenen Schatten früherer Glanztage. Er hat weder Vingegaard wirklich helfen können, noch den erhofften Etappensieg in seinen zahlreichen Ausreißversuchen geholt. Affini ist bis auf das Zeitfahren ebenfalls sehr blass geblieben.
Ich habe fast den Verdacht, Visma hat dieses mal kollektiv irgendetwas in der Vorbereitung versemmelt. Oder es ging unterhalb der öffentlichen Wahrnehmungsschwelle eine Erkältung um. So weit hinter ihren Möglichkeiten habe ich sie bisher jedenfalls noch nie erlebt.
Hätte ich eben nicht die Nachricht gelesen, dass Lennert Van Eetvelt heute ausgestiegen sei, hätte ich gar nicht mitbekommen, dass er überhaupt dabei war. Was war mit dem los? Ist der am Anfang mal gestürzt?
Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe / Achter / ARD):
“Wir geben unser Bestes, das ist alles was wir tun können, oder? Natürlich werde ich Lipowitz unterstützen, wir wollen das Beste rausholen. Dafür brauchen wir große Anstiege und davon kommen noch einige. Er ist wirklich super drauf, in seinem Alter bin ich noch nicht mal Rad gefahren.“lol
Hätte UAE gar nicht in Erwägung gezogen diese Etappe zu gewinnen, wären Soler und Narvaez am Ende nicht so ein Tempo gefahren. Ich glaube, die Maßgabe war heute, dass Pogacar nicht schon wieder 30 Minuten Solofahrt am Ende einer solch schweren Etappe hinlegen soll. Ist ja auch vernünftig. Dann erwies sich Arensman halt doch als eine ziemlich harte Nuss, und ich glaube aber auch erkannt zu haben, dass Pogacar heute nicht ganz so entschlossen war und vermutlich auch schon ein wenig müde. So ganz spritzig wie bisher wirkte er jedenfalls nicht. Hätte Pogacar sich wieder super stark gefühlt, hätte er nach der Vorarbeit seiner ganzen Mannschaft sicherlich versucht auch noch den Etappensieg zu holen. So etwas läßt ließ er bisher nie ohne Not liegen. Man hats ja auch daran gesehen, dass er Vingegaard selbst den zweiten Platz nicht „gönnte“.
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Diese Antwort wurde vor 10 Monaten, 1 Woche von
Joelle van Dyne geändert.
Ist doch klar, dass UAE zusammenbleibt? Die bekommen heute höchstwahrscheinlich keine Hilfe und der Wegs bis an den letzten Berg ist noch sehr lang. Da brauchen die jeden Mann. Außerdem ist Johannessen vorne, da müssen sie dann auch etwas strafer fahren, als sie es evtl. heute vorhatten. RBH wird sich halt irgendwann überlegen müssen, ob sie noch jemand haben der mithelfen kann.
Wer jetzt auf dieser Abfahrt bereit ist etwas mehr zu riskieren, kann heute auch in der Abfahrt sehr viel rausholen. Ratsam ist es allerdings nicht.
Ich glaube, dass die enorme Hitze dieses Jahr ein Faktor ist, der per se den weiteren Verlauf unkalkulierbarer macht. Bei den Temperaturen kann jeder mal einen schlechten Tag haben, selbst wenn man glaubt alles dagegen getan zu haben.
Jorgensen muss jetzt auch nicht mehr voraus fahren, jetzt sollte es für Visma darum gehen vor allem an den frühen Bergen im Rennen bereits präsent zu sein und ein hohes Tempo anzuschlagen. Natürlich nur so hoch, dass sie mit den wichtigsten Helfern selbst drüber kommen.
Außerdem würde ich auch nicht unterschätzen wie wichtig es für Vingegaard ist, vielleicht doch nochmal eine Etappe am Ende vor Pogacar für sich zu entscheiden. Für die Moral und sein Selbstvertrauen, gerade auch für die nächste Saison. Wenn die Tour so weiter ginge, könnte er schon einen Knacks abbekommen, weil er ja bisher auf jedem Terrain verhauen wurde von Pogacar.
Ich denke, Visma hat gar keine andere Wahl als es immer wieder zu versuchen. Es ist die Tour, ihr absoluten Saisonhöhepunkt mit einem Top-Favoriten, da können sie nicht einfach den Kampf einstellen. Ich schätze auch Vingegaard nicht so ein, als dass er aufgeben würde. Und natürlich wäre es auch unklug. Man weiß nie was in so einer Tour alles passiert. So lange die Chance besteht, muss man es versuchen, das ist man den Zuschauern und letztlich auch seinen Sponsoren schuldig. Die viel interessantere Frage ist für mich, was Visma überhaupt noch kann? Kuss, Yates, Jorgensen alle nicht in der bestechenden Form in der sie sein müssten um Pogacar herauszufordern.
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Diese Antwort wurde vor 10 Monaten, 1 Woche von
Joelle van Dyne geändert.
Habt ihr das auch, dass wenn man die quote-funktion benutzt, dass die beiträge verschwinden? schreibt Coolman
Ja, hatte ich vorhin auch. Erst dachte ich das läge an dem mitzitierten Link, scheint aber ein generelleres Problem zu sein. -
Diese Antwort wurde vor 10 Monaten von
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