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Quote:Original von Kanarienvogel
Zu Ullrich-Klöden 04. Ullrich wird weit weit unten abgehängt. Die Tour kann er also normalerweise nicht mehr gewinnen, ja wenn Armstrong stürzt, einbricht, vielleicht, aber das ist noch ein grösseres ? als Klöden. Ich traute Klöden ja nichts zu, fand es aber trotzdem richtig in fahren zu lassen. Was kann man verlieren? Ullrich hat die Tour schon verloren, wenn er so weit unten reissen lassen muss, kommt er nicht wieder, kam ja auch nicht wieder. Klöden, wer weiss, mal sehen wie lange er mithalten kann, wer weiss, vielleicht bleibt er an Armstrong dran und gewinnt die Tour? Wäre er nach 500 Metern schon klar schwächer geworden hätte man ihn immer noch zu Ullrich beordern können, aber so lange er vorne mithält, wozu soll man ihn warten lassen. Nehmen wir mal an er hätte Ullrich 30 Sek gerettet, sehr viel, hätte man nach der Etappe dann sagen können Ullrich könne die Tour noch gewinnen? Realistisch? Nein. Denke es war richtig.Kleine Korrektur noch. 2003 wurde Ullrich bei der ersten Bergetappe auch gleich unten rein abgehängt und musste dann mehr oder weniger allein nach Huez kommen. Trotzdem war seine Tour dann ja noch nicht verloren.
2004 musste man wegen dem ganzen Palaver gegen das man sich einfach nicht wehren kann ja annehmen, dass Ullrich noch stärker als 2003 ist.Na ja, was solls. Wir werden wohl nicht mehr erfahren, ob Ullrich 03 wirklich stärker war als sonst oder ob die Knappheit des Sieges allein auf Armstrongs Schwäche zurückzuführen ist.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
@Coolman: 1997 hatte Ullrich, besser gesagt Godefroot, immerhin das Argument „Jan Ullrich 1996 2. der TdF“ parat. Das hat man nun bei Klöden auch, deswegen war es ja auch richtig, ihn zum Kokapitän 2005 zu erheben. 2004 war er aber ne Wundertüte, und zwar eher ne schlechte.
@KV: Ich mag dich doch auch.

Vive le Tour. Vive le cyclisme.
5. Januar 2006 um 11:46 Uhr als Antwort auf: Giro 06: Die Favoriten, die Riesendiskussion der Girofraktion. #609096Quote:Original von Ventil
das maskottchen ist richtig hässlichErinnert mich irgendwie an Eddy Merckx in schlechten Zeiten.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Na gut, dann will ich mich mal erklären. Hab das zwar schon mal geschrieben, aber da hat mir keiner richtig zugehört (ich war ja auch gerade neu im Forum) (nicht, dass das heute besser wäre
) und ich hab außerdem den Paris-Nizza-Thread auf Seite 9 vollgemüllt und wurde von jemandem zurechtgewiesen, dass da der falsche Platz sei. Wird doch nicht opera gewesen sein? (Ich guck es nicht mehr nach.)Neuer Thread wird nicht nötig sein, denke ich. Das passt hier zwar nicht, ist aber auch nicht so wichtig.
Meine Meinung ist die, dass Andreas Klöden 2004 insbesondere bei der ersten Bergetappe nicht auf eigene Kappe hätte fahren sollen, sondern bei Ullrich bleiben, um ihm zu helfen.
Zuerst mal zum zweiten Teil. Ich glaube, dass es Ullrich was hilft, wenn er am Berg einen Freund/Begleiter hat, der ihm ein gleichmäßiges Tempo aufzwingt, dass Ullrich allein mit sich und seinem Kopf nicht hinbekommt. Nun sagt man, er hatte ja Guerini, stimmt ja auch. Aber wie lange Guerini mithalten kann, war ungewiss, man musste sogar davon ausgehen, dass Guerini sich verausgabt und irgendwann Ulle allein da steht. So läuft das bei Guerini nämlich eigentlich immer.
Nun zum ersten Teil. Dazu die Fakten. 14. Juli, erster Kat-1-Berg. Da hatte Ullrich schon mal angezupft und das Feld ein wenig zerrissen, die Form war also da. 16. Juli Col d’Aspin und Tourmalet bis La Mongie. Es standen noch Plateau de Beille und die drei Alpenetappen bevor. Ullrich kam als Tour-de-Suisse-Sieger und seine Form musste man als die beste seines Lebens annehmen, alles noch besser als 2003. Am Col d’Aspin hat er keine Probleme (eigene Aussage), dann der Schlussanstieg. Es wird schnell im Feld und Ullrich muss reißen lassen (etwa 10 oder 8 km vor dem Ziel). Woher weiß Andreas Klöden oder Giuseppe Guerini oder Mario Kummer in dem Augenblick, dass Andreas Klöden, eine vierjährige personifizierte Unbeständigkeit die ganze Tour de France wird besser durchstehen können als Jan Ullrich, der ja gerade erst neulich (nämlich 2003 nach Alpe d’Huez) bewiesen hat, dass er eine Krankheit – von der öffentlich noch niemand bis dahin etwas wusste (oder?) – innerhalb so einer Rundfahrt wegstecken und später nochmal zurückschlagen kann. Was nützt da Etappenplatz 3 für Klöden, wenn doch immer alles dem Ziel Tour de France unterstellt sein soll?
Ich habs damals nicht verstanden und bin bis heute der Meinung, es war falsch, auf Klöden zu setzen, weil man nicht davon ausgehen konnte, dass dieser aufs Treppchen fährt. Eher wäre ich davon ausgegangen, dass für Ullrich die paar Sekunden, die Klöden für ihn noch rausholt, entscheidend sein können im Kampf um Platz 1 oder wenigstens 2.
Na gut, kann man anders sehen, habe ich ja Verständnis. Eins sehe ich jedoch deutlich anders als Coolman und Pinarella. Nur, weil Klöden es geschafft hat und am Ende Zweiter wurde, ist noch gar nichts gerechtfertigt. Ich sage, damit konnte vorher keiner rechnen. Und darum geht es bei GTs. Di Luca hat letztes Jahr beim Giro auch lange Zeit erzählt, die erste Woche sei seine und dann will er sich für Garzelli und Chioni einsetzen. Hat er dann nicht gemacht, weil es völlig aussichtslos war und di Luca viel stärker war als die beiden. Konnte er aber vorher nicht wissen. Nur sind Garzelli und Chioni auch kein Ullrich, sprich: man kann sich nicht auf ihren Erfolg (Podium) verlassen.
Langer Rede kurzer Sinn: Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Bei einem Einbruch von Klöden hätten es alle besser gewusst. Wenn ihr denkt, dieses Risiko wäre es wert gewesen, kann ich nicht mitgehen. Klöden war vor dieser Tour ein Fall wie Voigt oder Jaksche. Und die würde ich auch nicht für einen hergeben, der der einzige zu sein schien, der Lance Armstrong schlagen kann.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Was stimmt man hier ab?
DER deutsche Radsportler 2005, das kann eigentlich nur wieder Erik Zabel oder Jan Ullrich sein. Und wenn wir dann mal ehrlich sind, kann man Ullrich nicht gerade als Verlierer in diesem Jahr sehen, denn er hat ja wohl die Erwartungen so ungefähr erfüllt. Es soll zwar Menschen geben, die einen Toursieg erwartet haben, aber die denken auch, 3000 Höhenmeter gibts nur im Flugzeug.
Erik Zabel kann nicht 2005 als Erfolgsjahr angerechnet werden. Es wurde mehr als deutlich, dass seine Zeit überschritten ist und wir gönnen es ihm ja alle irgendwie, aber er ist ganz einfach nicht mehr schnell genug. Wie er in Tours gewonnen hat, ist mir immer noch etwas rätselhaft, aber das reißt es nicht raus.Am liebsten würde ich die Stimme also verfallen lassen, aber ich geb sie doch dem Ulle.

Und nun ein Nachtrag. Sympathieaufsteiger des Jahres ist für mich Andreas Klöden. 2004 ist er gegen Ullrich gefahren (sehen viele als völlig gerechtfertigt an, ich jedoch nicht) und hat auch verbal für Antipathien gesorgt, da war er ganz weit unten und ich hab ihm sein schlechtes Frühjahr 2005 gegönnt. Ich weiß, ich bin gemein.
Aber seine Fahrweise bei der Tour 05 hat ihn für mich fast vollständig rehabilitiert und ich kann letztendlich nur den Hut ziehen, dass er nach dem 2. Platz 2004 doch noch mal für einen anderen Kapitän fahren wollte und immer noch will. Könnte man auch als luschige Einstellung, Duckmäusertum und Wurstigkeit hinstellen, ich finds jedoch richtig anständig und edel. Edelhelfer halt.Wegmann und Sinkewitz sind übrigens Helden für Leute, die viel ARD gucken. Aus meiner Sicht werden ihre in der ARD gezeigten Erfolge völlig überbewertet. Einen Tag das Bergtrikot tragen, weil man am Tag zuvor ne weitgehend flache Soloflucht hingelegt hat, und dann am ersten Kat-3-Berg abgehängt werden, das ist für mich wahrlich keine dolle Leistung. Bergtrikot am Ende des Giros ist schon was anderes. Aber das weiß ja keiner.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Quote:Original von ADLOAL
Zu Voigt — bei ihm habe ich auch immer das Gefühl er hätte viel mehr gewonnen , liegt vielleicht daran , das er den Kameras nicht umbedingt ausweicht .
Den Titel Radsportler der Jahres hat er jedoch mit seiner Fahrweise verdient .Ich will ja nicht rumjammern, aber denkst du nicht, Patrik Sinkewitz wäre ganz eindeutig Radsportler des Jahres vor Jens Voigt, wenn er bei der Tour de Suisse den dritten Platz geholt hätte, ebenfalls Dritter bei der Tour de France und dann nur knapp die deutschlandtour hinter Levy Leipheimer beendet hätte?
Klar, für Jan Ullrich natürlich zu wenig. Sportler werden sinnigerweise auch an ihrem Potential gemessen. Trotzdem sind Wegmann, Voigt und Förster für mich im Vergleich zu Ullrich sportlich mal deutlich eine Klasse niedriger, gerade auch was die Ergebnisse 2005 angeht.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Quote:Original von EL CHABA
Cesane nach 3 kmAlso ich finde auch, da muss nochmal einer mit dem Besen drüber.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Hatte Manolo Saiz 1998 auch schon was zu sagen, als die spanischen Teams bei der Tour ausgestiegen sind?
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Krass, selbst mit 25 km/h im Schnitt (in der Stadt schon okay) sind das 6 Stunden reine Fahrzeit und als Kurier fährt man ja nicht nur. Bin sehr beeindruckt.
Passt du da auch besonders auf deine Gesundheit auf? Oder stört da zum Beispiel ne mittlere Erkältung nicht?
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
15. Dezember 2005 um 0:14 Uhr als Antwort auf: Giro 06: Die Favoriten, die Riesendiskussion der Girofraktion. #608905Quote:Original von Escartin
Kann man denn Gonchar wirklich als Maßstab nehmen? 2004 hat er das Girozeitfahren noch gewonnen, verglichen damit hat er 05 doch deutlich abgebaut. Auch die zwei Minuten nach Pistoia hätte er 2004 sicher nicht kassiert.Ich erinnere mich, dass das Ventil wegen Gonchars Zeitfahrqualitäten und dem zweiten größeren Zeitfahren 2005 (04 gabs doch nur eins?) auch Gonchar zum Favoriten erklärt hatte und sogar auf 5 Sterne getippt. Das hat so viel Eindruck auf mich gemacht, dass ich mich jetzt noch dran erinnere.
Gonchar war dann 2005 am Berg und im ZF nicht so stark, würde ich jetzt mal bestätigen. Er ist also wohl nicht der Maßstab. Hm, wusstet ihr ja schon, hätte ich mir den Post doch sparen können.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
13. Dezember 2005 um 22:50 Uhr als Antwort auf: Giro 06: Die Favoriten, die Riesendiskussion der Girofraktion. #608874Nach dem Giro 04 und dazu noch der Lombardeirundfahrt (Weltranglistenabschluss nicht zu vergessen!) hatte ich natürlich gedacht, das geht jetzt mit dem Cunego immer so weiter und natürlich auch irgendwann bei der Tour, aber hoffentlich erst, wenn Ullrich nicht mehr fährt.
Wenn ich akzeptiere, dass 2005 nur ne Krankheit verantwortlich war für seinen mäßigen Giro, dann hab ich eigentlich keinen Grund, die Ansicht zu ändern. Hat Cunego halt ein Jahr verschenkt und vielleicht was draus gelernt.Es wird sich bestimmt schon 2006 zeigen, ob Cunego ein Ausnahmeathlet sein kann oder ob er doch nicht der Retter Italiens wird. Wenn die Krankheit jedoch nicht schuld war an Cunegos mäßigem Giro 05 (kann ich mir nach der TdRomandie zwar nicht vorstellen, aber möglich wärs doch), dann muss man sich arge Sorgen um Cunegos Superstarstatus machen. Denn Jan Ullrich – der Vergleich sei hier erlaubt – schaffte es schon ein paar mal trotz Krankheiten bei seiner GT die erste Geige mitzuspielen. War die Krankheit gar zu schlimm (1999, 2002), trat er auch gar nicht erst an. Cunego war aber 2005 nicht Top 5, nichtmal annähernd. Er wird wohl doch ernsthaft krank gewesen sein.
Im Übrigen fände ich einigen Gefallen daran, wenn Ivan Basso im nächsten Jahr 2. hinter Cunego beim Giro würde und 2. bei der Tour hinter Ullrich. Doofes Geburtsjahr, dieser Basso.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
13. Dezember 2005 um 16:26 Uhr als Antwort auf: Giro 06: Die Favoriten, die Riesendiskussion der Girofraktion. #608869Hm, der KV hat mich aber auch ganz schön verblüfft mit diesem Wahnsinnspost.
Na, ich probier’s mal: Blöder KV! Was mich angeht, ich halte nach deinem Post sowohl Cunego 04 als auch Savoldelli 05 für wurstige Sieger ohne Gegner. Der eine bekämpft Serhiy Gh., der andere den abgetakelten einmütigen Girokönig 1996-2005.
Ich will jetzt sofort meine Stimme „Girosieger 06“ von Savoldellis Konto wieder abziehen (ich schäme mich, sie ihm gegeben zu haben, aber was will man machen – Cunego trau ich nicht, Rujano noch viel weniger und Simoni hab ich im Gefühl, da kommt kein GT-sieg mehr) und dann eben Basso geben, wenn ich an dessen Sieg zwar auch nicht recht glauben kann, aber doch wenigstens ein bisschen.
Blödes Ventil!Mist!
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Quote:Original von Coolman
das ist ja schon fast eine philosophische frage. das lernt man auch nicht im studiumIn deinem vielleicht nicht, ich hätte es in meinem durchaus lernen können, hab da aber überhaupt nicht aufgepasst. Auf jeden Fall haben das schon Horkheimer und Adorno diskutiert (nachdem diese Namen genannt werden, bin ich mit meinen Gedanken schon wieder beim Giro *schleim*) und genau die Frage aufgeworfen, ob nicht die Nachfrage gerade auch durch das übermäßige Anbieten von etwas erzeugt wird. Natürlich wird sie das! Einfaches Beispiel: Die Bildzeitung entschließt sich, Uschi Glas und irgendnen Quark mit ihr als Aufmacher zu bringen. Das interessiert dann auch gleich die halbe Nation. Ohne den Aufmacher – kein Interesse.
Der Fußball war auch schon vor 50 Jahren ein Publikumsmagnet, stimmt schon. Aber da gabs noch nicht die riesigen Werbegelder übers Fernsehen oder über Merchandising. Die sorgen heute dafür, dass R. Williams in der Musik und S. O’Neal im Basketball und T. Woods im Golf und eben Ballack und Zidane im Fußball richtig dicke Kohle absahnen. Das sind sie wahrscheinlich von ihrem Marktwert her auch wert. Das Schlimme daran ist, darin gebe ich einigen Vorrednern völlig Recht, dass im Kielwasser der Superstars auch die zweite und dritte Reihe mehr Geld bekommt, als durch Leistung oder Wirtschaftlichkeit gerechtfertigt wäre. Oder denkt jemand, Christian Wörns bekommt für seine Verteidigungstalente 3,5 Mio Euro im Jahr?
Kurzum, Deutschland kann die WM auch mit einem Schieberelfmeter in der Verlängerung des Viertelfinales für Argentinien oder durch einen dritten Platz (Erfolg zum Schluss geht immer noch halbweg) positiv abschließen. Wenn sie’s schaffen, lags meines Erachtens an der Güte der Todesgruppenaufbaugegner und vor allem daran – warum ist dieses Wort noch nicht gefallen! – weil wir eine Turniermannschaft sind. Ist doch wirklich glasklar.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
Die Freundin von nem Freund von mir hat mich neulich gefragt, ob sie ihm zu Weihnachten ne Runde Paintball schenken soll. Da hab ich anfangs auch wie opera reagiert und gesagt, dass die Nachahmung von Krieg nicht sinnvoll sein kann.
Ich hab mich dann aber mal ein bisschen eingelesen. Dieses Paintball kann durchaus dazu beitragen, potentielle Gewaltbereitschaft abzubauen und durch den Teamcharakter des Ganzen auch noch in soziale Strukturen umzuleiten (also nicht die Gewalt, sondern die Energie, die ein normaler gelangweilter Mensch halt hat). Ich kann mich trotzdem nicht von dem Vorurteil befreien, das machen hauptsächlich Arschlöcher, die sich gegenseitig mal über den Haufen ballern wollen, weil das im Fernsehen und in Computerspielen ja auch Spaß suggeriert. Gab ja auch schon lange keinen Krieg mehr in Deutschland.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
6. Dezember 2005 um 12:58 Uhr als Antwort auf: Giro 06: Die Favoriten, die Riesendiskussion der Girofraktion. #608832Mal noch ne Frage an die Dopingspezialisten. Bringt das denn was, im Dezember ne ordentliche Epokur (zum Beispiel) hinzulegen? Ein Höhentraining hat ja eigentlich auch denselben Effekt. Aber nach der Katarrhrundfahrt ist doch der Hämatokrit wieder unten und dann sind es immer noch 3 Monate bis zum Mortirolo. Finde ich irgendwie blöd, im Winter zu dopen. Es sei denn, man kommt anders gar nicht mehr aufs Rad.
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6. Dezember 2005 um 12:55 Uhr als Antwort auf: Giro 06: Die Favoriten, die Riesendiskussion der Girofraktion. #608831Quote:Original von Kanarienvogel
Wer könnte die Ueberraschung des Giros werden? Letztes Jahr Rujano und auch Di Luca, vorletztes Jahr Cunego und auch etwas Honchar, 06? Sella sicher eine Möglichkeit, MARZANO (gut, in dem Team wird’s schwer zu ueberraschen..) Contador evtl., …….Vielleicht Ivan Parra?
30 (oder doch 31? beides gefunden) Jahre alt, Profi seit 1999, damals gleich mal 9. bei der Vuelta, sonst eher bescheidene Auftritte bis auf den Giro dieses Jahr (fürs Ventil: letztes Jahr) mit 2 Etappensiegen und Platz 20 gesamt. Der weiß ja nun mindestens genauso gut wie di Luca, dass er’s kann. Wäre Top 5 aber trotzdem ne Riesenüberraschung. Ist halt wohl eher einer, der für Etappensiege innerhalb von 3 Wochen irgendwann büßen muss.
Vive le Tour. Vive le cyclisme.
6. Dezember 2005 um 10:10 Uhr als Antwort auf: Giro 06: Die Favoriten, die Riesendiskussion der Girofraktion. #608827Wenn der Basso beim Giro von Cunego, Simoni, Savoldelli, di Luca und Honchar zur Sau gemacht werden kann, bei der Tour sich aber nur gegen Ullrich erwehren muss und das auch nur im Zeitfahren, dann sind beim Giro vielleicht doch die besseren Leute am Start.
*grübelgrübel*
Der Basso bringt mein ganzes Weltbild ins Wanken.
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5. Dezember 2005 um 16:22 Uhr als Antwort auf: Giro 06: Die Favoriten, die Riesendiskussion der Girofraktion. #608775Quote:Original von EL CHABA
hehe,,,lustig,,jetzt ist es offiziell! basso startet doch beim giro! hhhmmm … ich muss mal nachdenken über meine eigene meinung!Mach ich auch schon seit gestern. Irgendwie weiß ich nicht, ob ich mich freuen oder ärgern soll. Kalt lässt mich das jedenfalls nicht. Der Basso bereitet mir ganz schön Bauchschmerzen, wenn ich an den 13. Juli denke.
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1. Boonen
2. Bettini
3. di Luca
4. Vinokourov (LBL, tolle WM)
5. Zabel (was solls, zwei gute Siege und ne starke Flandernrundfahrt)Jede Stimme zählt.
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Quote:Original von Ventil
lapébie, ich hoffe doch schwer für dich dass du mit deinem letzten post doch resultate vom giro meinst und du dich einfach irrst mit deinen angaben ( 1995 übrigens rominger vor der ratte !! )Ratte? Jalabert? Hat der mal in ner Serpentine attackiert oder was?
Zur Ehrenrettung von Jaja und dem Giro – er hat auch dort das Punktetrikot gewonnen, also bei allen 3 GTs. Nicht schlecht für einen, der auch mal nen Berg als Erster erklommen hat.Im Übrigen kann ich, wenn alle Stricke reißen auch noch zu Chinaboys Fraktion wechseln.
(Das oben natürlich Vuelta.)
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Ach Mist, ich guck selbst nach.
Richtig abgeräumt hat er nur 1994 (7 Etappen, Punktetrikot) und 1995 (Gesamtsieg, 5 Etappen, Punktetrikot). Danach „nur“ noch 4 Etappensiege und 2x das Punktetrikot.
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Irgendwie eigenartig. ich hatte direkt das Gefühl, das ist wieder nur ne versteckte Gotti-Savoldeli-Sache. Die beiden hatte ich nämlich für die 3. Wahl in Auswahl. Hab mich mal wieder für Gotti entschieden, Bauchgefühl.
Bei der Tour wären für das Jahrzehnt wohl auch 2 Leute klar, um den dritten Platz könnten sich Riis (die Älteren werden sich erinnern), Virenque (na ja), Pantani, Beloki und Basso balgen. Wäre aber Quatsch zu sagen, der und der hat die Tour am drittmeisten geprägt.
Eleganter Schlenker zurück.
Genauso ist es Quatsch zu sagen, Savoldelli oder Gotti oder Tonkov haben den Giro am drittmeisten geprägt. Simoni und Pantani ja, die anderen wurden aber vom Giro geprägt, würde ich mal sagen.Bei der Vualta fällt mir nur Heras aus herausragend ein. Die Siege von Rominger liegen zu weit zurück und wieviel hat eigentlich Jalabert abgeräumt? Hat der die Vualta überhaupt mal gewonnen? (Wer nachgucken muss, gesteht, dass sein Gedächtnis so schlecht wie meins ist.) Alle anderen Sieger waren keine echten Könner (A. Gonzales) oder nur Zufallssieger (leider auch Ullrich).
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30. November 2005 um 23:15 Uhr als Antwort auf: Giro 06: Die Favoriten, die Riesendiskussion der Girofraktion. #608752Da bin ich aber gespannt, was den Pereiro angeht. Er ist ja immer ein ganz ambitionierter Etappenjäger und so ein Touretappensieg ist ja für viele Leute ganz schön verlockend. Wenn er das für sein Team und für die ganz und gar nicht sichere Aussicht, beim Giro wenigstens zweite Geige (Platz 4-
zu spielen, aufgibt, wäre das ja eine erfrischende Abwechslung in der Karriereplanung der heutigen Renner.
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Oder man entwickelt einen längerfristigen Auf- und Abstieg. Nach 2 Jahren Protour wird Bilanz gezogen und zwei Teams erhalten die Mitteilung, dass sie noch ein Jahr PT fahren dürfen, danach nicht mehr. Im Gegenzug erfahren zwei Teams, dass sie sich vernünftig aufbauen können, denn nach einem Jahr (demselben) nehmen sie dann die PT-Lizenz der Absteiger entgegen, Finanzen vorausgesetzt.
Das hätte natürlich sportliche Nachteile (ein bereits abgestiegenes Team kümmert sich nicht um die PT-Wertung, ein bereits aufgestiegenes Team braucht keine Ergebnisse mehr einfahren) und auch noch mehr Nachteile haben, die ich jetzt auf die Schnelle nicht überblicke, aber ne Idee wär es wenigstens.
Grundvoraussetzung: Eine PT-Wertung, aus der man die Stärke der Teams ablesen kann. Braucht mir jetzt aber keiner mit der diesjährigen Wertung zu kommen, die wurde vielfach einfach nicht ernst genommen und ist sicher nicht ausgegoren, da es für den Tirreno-Adriatico so viel gibt wie für den Giro.
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Was hatte Mancebo zu Armstrongs Fall gesagt?
Ich finde, man muss bedenken, dass Heras in A- und B-Probe überführt wurde, Armstrong aber nicht. Da man weiß, dass Armstrong auch juristische Fähigkeiten hat, hält man da vielleicht den Mund – sicher ist sicher. Mancebo wäre ja nun auch wirklich nicht der erste, der sich um etwas von einem gedopten Armstrong gebracht fühlen müsste.
Ich entschuldige mich bei Chinaboy für diese schwierige Konstruktion.
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