Lapébie

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  • als Antwort auf: Tippkalender – Nominationen für den Goldenen Luengo 2010 #671872
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      Raus:

      – Giro dell´Appennino
      Macht im Juni keinen Sinn für mich. KV (20.11.) sagt, es ist gut, dass da die Italiener in Form antreten. Wozu haben die denn Form, wegen ihrer Meisterschaft? Sonst doch eher im April-Mai als im Juni-Juli. Für mich geht das im Juni total unter, nun ja.

      Oh, sehe grad, dass der Termin 2010 doch wieder der 25.4. ist. Also gut, dann soll es bleiben.

      Korrektur:

      Raus: Nix.

      Rein:

      Quote:
      Original von Stahlross
      REIN!

      -neuseenclassics (fuer lappi)

      Das ist zu viel der Ehre. Das Rennen ist doch nun wirklich uninteressant und scheiße besetzt dazu. Wenn wir hier was tippen wollen, dann meine Platzierung oder mein offizieller Schnitt.

      Mit Fourmies und Dwars Door Vlaanderen kann ich mich auch nicht hundertprozentig anfreunden, da kann man ja bei der Abstimmung noch mal nachdenken.

      Quebec und Montreal überzeugen mich nicht, die müssen erstmal stattfinden. Und bei dem Schweizer Rennen sollen sich die Herren nochmal einigen bitte. Da seh ich nicht mehr durch.

      – GP Indurain
      Gefällt mir jedes Jahr. Tolles Rennen.

      – Rund um Köln
      Die lange Fernsehübertragung am Ostermontag ist immer nervig, aber irgendwie nimmt man immer viel Notiz davon. Ich würd mich freuen, wenn wir das wieder tippen.

      – Japan Cup
      Ich weiß, viele finden das Rennen lächerlich, aber mir gefällts. Mindestens so tippwürdig wie die österreichischen Staatsmeisterschaften. Man muss ja nicht überall 5 Sterne vergeben.


      Vive le Tour. Vive le cyclisme.

      als Antwort auf: DIES und DAS #611935
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        Wiggins will 2012 die Tour und Olympia gewinnen, und zwar das Straßenrennen und nicht das olle Zeitfahren.

        Sollte er das wirklich gesagt haben, hat er entweder ne Meise oder ziemlich viel Humor. :D


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        als Antwort auf: DIES und DAS #611929
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          Und wie stehts bei Voeckler? Was ist mehr wert, der Touretappensieg 2009 oder der Gewinn beim GP Ouest France 2007?

          Und wie würde der Vergleich aussehen, wenn er statt dem GP OF Paris-Tours gewonnen hätte? Oder gar Paris-Roubaix?

          Für Leute wie Bettini oder Cancellara, die aus sonst viel gewinnen, zählen die Etappensiege bei GTs sicher nicht so viel, da diese nur das Sahnetüpfelchen auf dem i sind. Da würde ich Haussler im Prinzip auch einordnen.

          Für Etappenjäger, die sonst nicht viel Großes gewinnen (können) oder Sprinter zählen da die GT-Etappensiege schon mehr. Haussler ist kein Simon Gerrans.

          Haussler stand kurz davor, ein Monument zu gewinnen, und wird das in Zukunft sicher erreichen können. Martin dagegen wird wohl noch einige Zeit brauchen, bis er bei der Tour mal auf dem Podium steht, und was sonst könnten denn seine Ziele sein? Nur weil er mal TdS oder P-N gewinnen wird, wird er noch kein großer Radfahrer sein.

          Für mich Deutschlands Radsportler des Jahres:
          1. Ullrich
          2. Haussler
          3. Greipel
          4. Klöden
          5. Martin
          6. Ciolek
          7. Martens

          Zum Vergessen: Burghardt, Voigt, Gerdemann, Grabsch, Wegmann, Klier, Förster, Knees, Sieberg, Fothen und eigentlich auch Fröhlinger


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          als Antwort auf: Velowinterfreuden #609914
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            Sagt mal Leute, kann mir jemand einen Tipp geben bezüglich einer guten Winterjacke?

            Sie muss nicht unbedingt billig sein, aber 250 Euro muss man doch auch nicht unbedingt ausgeben, oder?

            Ich hab ne Regenjacke, die ich als billig bezeichnen würde. Die lässt kein Wasser rein, aber auch keins raus. Wenn ich die anhabe, gehts drunter zu wie im Treibhaus, was natürlich warm hält, aber ja nicht schön ist.

            Wenn sich die Dinger als „atmungsaktiv“ bezeichnen, reicht das dann schon? Bin mir ausßerdem unschlüssig, ob es eine regendichte Jacke sein soll oder vielleicht eine, die „Thermo“ ist, dafür aber den Eindruck macht, dass sie sich im Niederschlagsfall sehr schnell vollsaugen dürfte.

            Ich fahre nicht wirklich viel im Regen, auch im Sommer. Suche mir eigentlich immer schöne Tage aus.


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              Der Cunego hat echt tolle Kirschen am Start.


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              als Antwort auf: Veloherbstdepressionen #644852
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                Keine Herbstdepressionen, dieses Wochenende war fantastisches Wetter zum Radfahren bei uns. Achilles hält zum Glück ruhig.


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                als Antwort auf: Das Ventil hat eine Idee #671749
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                  Ich konnte nach 11 Minuten noch abstimmen, Glück gehabt.

                  Ventil, es ist schön, dass es dich gibt. Ich habs noch nicht ganz verstanden, aber ich finde, die zweite Variante hat was, da wirds nicht so kompliziert.

                  Wir brauchen aber noch Punktesumme. Der Fahrer mit der höchsten Zahl ist dann der Heldenerkennungszeichenheld, also der Radsportheld halt.


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                  als Antwort auf: Transfermarkt 2009 #666920
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                    Sag niemals nie im Leben. Die haben doch alle nen Schuss. Am Ende geht Contador noch zu Lotto, warum nicht? Will ihn doch sonst keiner.


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                    als Antwort auf: Transfermarkt 2009 #666914
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                      Irgendwie so komisch wie Sastres Wechsel von CSC zu Cervelo.


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                      als Antwort auf: Transfermarkt 2009 #666909
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                        Wohin geht wohl Evans? Der wird ja wohl kaum die sicherer TDF-Teilnahme aufs Spiel setzen, also hat er wohl schon nen Vertrag in der Tasche. Also wo sind die investigativen Radsportjournalisten, wenn man sie mal braucht?


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                        als Antwort auf: Fahrer des Jahres 2009 #671727
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                          Ja genau, warum eigentlich nicht Lappi?

                          Starkes Frühjahr mit dem Auftritt auf Mallorca, dann die gigantische Tour durch Deutschland, Österreich und Italien. Okay, beim Heimrennen („Jederlappirennen“ :D) rund um die Braunkohle nur enttäuschend im Mittelfeld, aber da hätte ihn die Teamleitung schon gar nicht mehr einsetzen sollen. EZF östlich von Halle Ende Juni auch ausgelassen, Formschwäche. Dann im Juli Handgelenksprellung und lange Pause, blöd. Starker Herbst dann nochmal auf Mallorca, muss man sagen. Aber in Summe doch zu wenig im Sommer.

                          Also eben Cavendish. Hat sich bei seinem 5. Etappensieg Tour und vor allem bei MSR sehr viel Respekt erarbeitet. Ein Hügel allein macht ihn nicht mehr tot. Superstar, der kommende 5-Monumente-Gewinner.


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                          als Antwort auf: Transfermarkt 2009 #666907
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                            Rubiano Chavez (und andere) zu Fuji, die heißen dann aber Footon.

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                            als Antwort auf: Lappi on Tour #664374
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                              Achso. :D

                              Das Internet und ich sind ratlos.


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                              als Antwort auf: Lappi on Tour #664372
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                                Quote:
                                Original von Stahlross
                                ich rätsel schon seit jahren, wie man ein fahrrad würfel nennen kann! :D

                                Das verstehe ich nicht. Was meint das Stahlross?


                                @Ventil
                                : Ja, immer mit Helm. Das ist die Generation Kivilev.


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                                als Antwort auf: Lappi on Tour #664368
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                                  Gut, was bleibt? 26 Stunden auf dem Rad, 560 Kilometer, dazu Schmerzen in der Achillessehne. Puig Major Westseite ein fantastischer Berg in Aufstieg und Abfahrt, ebenso Sa Calobra (Coll deis Rels) und auch Port de Valldemossa. Das sind wunderschöne Fleckchen Erde und Mallorca ist von Februar bis Oktober ein Paradies für Radfahrer. Es kann auch über einige schlechte Straßen und schlechte Beschilderung hinwegtrösten. Wenn man nicht saufen und feiern will, eine herrliche Alternative für den dortigen Aufenthalt.

                                  1003803d9aes2qx_thumb.jpg


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                                  als Antwort auf: Lappi on Tour #664367
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                                    Tag 4

                                    Nachdem das nun schon so geklappt hatte, wie ich dachte, wollte ich nun noch Sa Calobra kennenlernen. Das bedeutet, ich muss die Runde von Tag 2 nochmal fahren und noch 12 km Abfahrt + Anstieg dazu. Natürlich bin ich die Sache andersrum angegangen, um Puig Major und Col de Soller mal von der anderen Seite zu sehen. Zum Glück hatte ich meine Regenjacke angezogen. Die musste mich zwar nicht vor den wortwörtlichen 3 Regentropfen schützen, die ich abbekam, aber vor dem schrecklichen Nordwind, der sich mir die ersten 2 Stunden auf dem Weg nach Caimari, also zum Fuß der Berge, entgegenschlug. Einmal hatte ich zwei Gruppen Inlineskater vor mir. Das dauert ne Ewigkeit, bis man die einholt und dann stehenlassen kann, die sind recht zügig da mit ihrem Windschattenfahren und ich Depp gurke immer allein rum. Na ja, die Regenjacke hielt mich von Unterkühlung ab und auch beschissene 2 Stunden gehen mal zu Ende. Dann stiefelte ich schon auf nassen Straßen den Coll de Sa Batalla hinauf.

                                    10037422dq7j4uh_thumb.jpg

                                    42:07 Minuten brauchte ich für dieses Vergnügen, ließ mir also sehr viel Zeit dabei, da ja noch ne Menge an dem Tag kommen sollte. Oben hatte die Tankstelle trotz Sonntag geöffnet und so konnte ich in Ruhe auffüllen, was ich halt so brauchte. Hab mir sogar ein Lion gegönnt, Kitkat hab ich seit Mai irgendwie über. Am Kloster Lluc also links, dann fährt man im Prinzip schon wieder Richtung Puig Major. Ich hatte mich aufgrund der Erfahrung vor 2 Tagen auf das schlimmste Hoch und Runter gefasst gemacht, stellte aber erleichtert zwei Dinge fest. Erstens ging es hier mehr runter als hoch und zwar so regelmäßig, dass ich alles gut mit Schwung drüberdrücken konnte oder wenigstens nicht als so störend empfand und zweitens hatte es die Sonne irgendwie geschafft, die gefährlicheren Stellen schon trocken zu legen.

                                    1003748hltumk7x_thumb.jpg

                                    Das macht Mut, also bog ich am Aquädukt ohne Furcht rechts ab und war fast wie erschlagen von den 2,5 km Anstieg, die sich hier noch auftürmten, bevor man dann endlich runter zur Küste düsen kann. Furchterregend bauen sich die Serpentinen auf und das ist ja nur der kleine Teil des Bergs, der große kommt ja auf der anderen Seite. Und das war dann wirklich gewaltig. Die Sonne schien mächtig von oben und gab die fantastische Straße frei. Diese ist sehr, sehr breit, voller Autos und sogar Busse mit Touristen, sehr steil, kurvenreich ohne Ende und alle paar Meter mit fantastischen Ausblicken in dieses Tal. Ne Weile fuhr ich so vor mich hin, immer konzentriert, bin ja ein schlechter Abfahrer, da tut sich vor mir ein neues Tal auf und man sieht schon, das hört irgendwie nie auf.

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                                    Ich schüttelte fassungslos mehrmals den Kopf bei dieser Abfahrt. Wie soll ich da nur wieder hochkommen? Es kamen mir auch nur 2 Radfahrer entgegen, nicht gerade viel. Wahnsinn. So 3 km vorm Ende (oder 5) gibt’s einen Aussichtspunkt, da hab ich dann mal angehalten und wurde gleich von irgendwelchen Autofahrern in Gespräche verwickelt. Kann ich doch nichts dafür, dass es auf dem Rad interessanter zugeht als im Auto. Also weiter runter, ein schneller Blick auf das Treiben in diesem Ort, Kleidung an den Aufstieg angepasst, Stoppuhr gedrückt und auf gings wieder nach oben. Fast 10 km, das sollte ich doch wohl in ner Stunde schaffen. Da muss man ganz ruhig bleiben. Ich quälte mich nach oben, war aber so gut bei Sinnen, dass ich die ganze Aktion wirklich genießen konnte. Es kamen auch ab und zu aufmunternde Worte aus überholenden Autos, das tut gut. Am sogenannten Krawattenknoten, einer Stelle, wo die Straße unter sich selbst nach einer 270°-Kurve weggeht (ein eingebauter Scherz des Architekten – oder sagt man Ingenieurs? – auf jeden Fall wird deshalb überhaupt über die Straße geredet), ist es dann nicht mehr weit bis zum Gipfelpunkt und ich versuche nochmal auf dem Rad, den Spaß mit der Kamera einzufangen.

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                                    Oben registriere ich etwa 9,7 km und 56:52 Minuten Fahrzeit. Kurze Abfahrt zum Aquädukt und rechts rum, schon ist man mitten drin im Ostanstieg zum Puig Major. Die Klächerei hat kein Ende. Hier ist es zwar nicht ganz so steil und es gibt sogar ein flaches Stück zwischen den beiden Seen, aber die langgezogenen Straßen zermürben nach den vorangegangen Anstrengungen ganz schön. Bin ja nicht aus Pappe und wiederum 31:56 Minuten später bin ich oben, rolle durch den dunklen Tunnel und mache erstmal Pause, wiederum umgeben von fotografierenden Autofahrern.

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                                    Die 14 km Abfahrt dann ein Traum, da hat der Autor bei quäldich.de Recht. Sogar mir hat das einfach Spaß gemacht, es gibt viele weit gefasste Kurven und auch die eine oder andere Gerade, wo man mal laufen lassen kann. Tolle Sache! In Soller hab ich dann meine Restverpflegung in mich reingestopft und den Col de Soller von Norden erstmals angegriffen. Auch ganz schön lang das Ding, vielleicht 7,5 km.

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                                    Ich konnte keine Bäume mehr ausreißen und war reichlich platt und langsam – und auch weitgehend allein. Die anderen Radfahrer waren an diesem Sonntag entweder abgereist oder im Hotel geblieben. Anstiegszeit: 38:35 Minuten.

                                    Von nun an war es natürlich ein Klacks. Zur Befriedigung meines Sarkasmusbedürfnisses hatte der Wind ein bisschen gedreht und blies mir manches Mal ins Gesicht, schob aber auch gut von hinten. Ich gab nochmal alles, um in meinem Schnitt nicht unter 20 zu bleiben und kam am Ende glücklich mit nem 20,1er Schnitt an. Ich hatte die 152,36 km in 7:33:08 Stunden absolviert. Damit habe ich den 6:59-h-Rekord vom 24.5. deutlich gebrochen, zum Dank tat mir dann auch die linke Achillessehne weh. Wenigstens war ich rechtzeitig zum Formel-1-Start vor dem Fernseher …

                                    Tag 5

                                    Der Tank war leer, kein Ziel mehr offen, also hab ich mich recht kurzfristig entschieden, überhaupt nochmal zu radeln. Aber ich kann ja nun nicht anders. Also trotz zwickender Achillessehne nochmal aufs Rad gesetzt und den halbwegs flachen Cami de Servei in Richtung Osten, Llucmajor eingeschlagen. Dort habe ich dann den östlichen Weg nach Randa finden wollen, den über die Hauptstraße kannte ich ja schon und der andere sollte ein paar herrliche Serpentinen enthalten. Eine hässliche Odyssee begann und ich fand den Weg natürlich nicht auf Anhieb. Also fuhr ich systematisch alle vorhandenen Wege ab (und nachdem sie sich als Sackgasse entpuppt hatten auch wieder zurück) und ließ dabei nur zwei asphaltierte Sträßchen aus, die mir allzu unwahrscheinlich erschienen. Nach abermals 4 km auf und ab kam ich plötzlich bei Schotter an und ich hasse den Mist, der tut den Reifen einfach nicht gut. Niemals! Risikoscheu wie ich bin. Nein. Besonnen, wie ich bin, drehte ich nochmals um, machte ein schnuckliges Foto an einem großen Spiegel (hatte also meinen Humor noch nicht verloren) und fuhr dann doch mal noch den zweiten Weg rein, den ich hinzu ausgelassen hatte, aber – na klar – bald schon Sackgasse.

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                                    Blieb also nur noch eine Straße übrig und ich hatte schon wirklich keine Lust mehr, das auszuprobieren, fuhr aber doch rein und wurde nach wenigen Metern von einem Spanier überholt, ich war also endlich richtig. So eine Umwegsammlung von 15-20 km, das geht schon an die Nerven, mehr noch als das Lesen dieses Berichts, das könnt ihr mir glauben. Aber nun war ich ja richtig und fand auch endlich die beeindruckende und sehr schwere, wenn auch nur kurze Serpentinenkonstruktion, an der man ungelogen alle 100 Meter in die andere Richtung fährt und zwar auf steilen asphaltierten Pfaden.

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                                    Da sie aber auch dreckig waren, schied der Weg für mich als Abfahrt aus. Man kommt dann irgendwann auf die normale Straße im Anstieg zur Randa Cura und ist erstmal platt. Hab dann aber gleich mal ein paar blöde Deutsche stehen lassen und konnte die gleichmäßige Steigung bis zum Schluss gut durchwirbeln. Oben (wieder mal ca. 500 Meter hoch) hab ich mich nicht lang mit Spirenzchen aufgehalten und wollte wieder los, da quatscht mich so ein Radfahrer an, ob ich wohl englisch spreche. Es handelte sich um Holländer, die fotografiert werden wollten. Mit dem ganzen Charme meiner 27 Jahre verhalf ich in sagenhaftem Englisch der Gruppe zu mehreren Fotos mit verschiedenen Kameras und verbesserte ein klein wenig den Ruf der Deutschen unter den Holländern. Wenn vielleicht auch nur der Ostdeutschen. Keine besonderen Vorkommnisse auf der Rückfahrt.

                                    70,48 km 3:18:37 (21,2 km/h Schnitt)

                                    Gemütlich hatte ich Zeit spät am Nachmittag mein Rad zurückzugeben, wo mir eine Truppe von 10 Franzosen etwa 20 Minuten den Zugang versperrte, weil die sich einfach mit ihrem Zeug nicht auskloßten. Da machste was mit. Ich dachte, auf Malle gibt’s nur Deutsche!


                                    Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                    als Antwort auf: Lappi on Tour #664366
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                                      Tag 3

                                      Samstag, Tag der Lombardeirundfahrt. Mir war also klar, 15:30 Uhr möchte ich bitte im Hotel sitzen und Eurosport gucken. Also bin ich gegen 9 Uhr los und hab mir ne 100-km-Runde ausgeguckt.

                                      Ab nach Palma und zum Hafen, das ist ja noch recht einfach zu finden. Ich hab allerdings wieder die Abfahrt hoch in die Stadt verpasst und eine zu spät genommen und mich dann dort nochmal verfahren, es ist ein Kreuz. Hab mich dann für den Umweg über Genova zum Einstieg in den Coll de Sa Creu entschieden. Das war dann sogar halbwegs zu finden. Man findet dort am Anfang ne putzig aussehende Kaserne und hat dann ein schmales Sträßchen zum Coll de Sa Creu bzw. Coll de Vents (380 m). Ich muss mal wieder sagen, dass ich den Hochpunkt am Sa Creu (320 m) irgendwie gar nicht mitgekriegt habe, aber ist ja auch egal. Bis zum Vents hatte ich 19:40 Minuten gestoppt. Ganz feine, enge und steile Serpentinen dort übrigens. Runter geht’s relativ unkompliziert. Ich bin dann aber nicht links nach Calvia wie damals im Februar, sondern rechts Richtung Establiments und nach nochmal 6 km links nach Puigpunyent. Das zog sich, war eine eklige Straße, relativ kaputt dazu und irgendwie auch bescheuerter Verkehr, naja, da muss man durch, denn danach lohnt sichs. Nach Norden raus geht’s dann nämlich über den Penyal des Grau. Angeblich nur 5%, aber entweder war ich platt oder die Strecke war doch 7% steil, ich war nämlich wahnsinnig langsam. Trotzdem ein herrliches Radfahren dort. Wiederum sehr enge Serpentinen, bewaldete Abschnitte wechseln sich mit herrlicher Aussicht ab und es kommen kaum Autos vorbei.

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                                      Nach 25:20 Minuten war das Vergnügen vorüber und ich flog zur nächsten Kreuzung dahin, wo es dann in Richtung Valldemossa weiterging. Dazwischen baut sich allerdings noch der Coll d’en Claret auf, aber das war nun auch schon nur noch ne Schippe Sand für mich Bergspezialisten. So Dingerchen mit 5 km Länge kann ich wirklich ganz bequem hochlatschen, hier hab ich jedenfalls noch 23:42 Minuten bis zum höchsten Punkt gebraucht. Kurz vor Valldemossa kann man zum Hafen dieser Stadt abbiegen. Es handelt sich um das kleine Nest Port de Valldemossa, da macht die Namensgebung wenigstens noch Sinn.

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                                      Bei den Jungs von quäldich.de hab ich das als Nonplusultra von Malle herausgelesen, also war das das eigentliche Tagesziel. Schon in der Abfahrt merkt man, hier hat es wirklich nur ne 3 Meter breite Straße mit so ziemlich durchschnittlichen 10% auf 4 km, also ne harte Nuss.

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                                      Unten am Hafen gibt’s dann nicht viel zu sehen. Das Meer, ein Restaurant und ein paar Leute. Einer davon hatte sich als Surfer verkleidet. Ein Teufelskerl! Das Wasser war sicher arschkalt und der Wind ziemlich heftig und die Wellen nicht ohne. Je nun, es nützte alles nichts, ich ergaunerte mir für 3 Euro einen Liter Wasser im Restaurant (Monopolisten sind das!) und nahm die steile Straße in Angriff. Ich musste die ganze Zeit dran denken, dass man hier mal ein Prologzeitfahren ausrichten würde. Der Sastre hätte hier ganz schön zu knaubeln, dachte ich mir. So im Nachhinein betrachtet, litt ich wahrscheinlich ganz schön unter Sauerstoffmangel.

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                                      Ganz schön war auch die schlängelnde Straße und ich näherte mich schon wieder der Gruppe Steilwandkletterer ohne Rad, also mit Seil und so blockierten die einfach irgendwo die Straße. Ich setzte mein coolstes Gesicht auf und fuhr lässig mit 10,5 km/h an denen vorbei. Für die 4,5 km brauchte ich 27:48 Minuten, also wirklich ne fiese Angelegenheit. In Valldemossa hab ich mir ne Pause gegönnt und bin dann wie der Blitz in der Abfahrt und mit leidlichem Rückenwind den Rest nach Hause gesprintet, um auch ja rechtzeitig da zu sein. Welch ein Glück, Lampre machte grad etwas Tempo und es ging bald in den Ghisallo. Wie immer fragte ich mich am Ende, ob ich mich tippspieltechnisch mit dem Sieger freuen kann, aber Gilbert war schon ne starke Rakete, den hätte ich wohl auch nicht halten können. Wie immer gings danach in die Wanne, Regeneration!

                                      112 km, 5:22:23 Stunden (Schnitt 20,8 km/h)


                                      Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                      als Antwort auf: Lappi on Tour #664365
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                                        War mal wieder radtechnisch unterwegs. :)
                                        Fürs bessere Verständnis empfehle ich, eine Mallorcastraßenkarte nebenher zu studieren oder Google Maps oder Ähnliches zu Hilfe zu ziehen.



                                        Tag 1

                                        Wie das Leben so spielt habe ich noch immer keine Hauptbeschäftigung tagsüber und meine Freundin hat so langsam gesagt, dass ich mal wieder raus müsste. Da nun bald der Winter kommt und es hier Anfang Oktober ziemlich ungemütlich war, entschloss ich mich kurzerhand, noch einmal wie im Februar nach Mallorca zu fliegen, um dort die wunderbaren Bedingungen zum Radfahren zu nutzen. Montag ins Reisebüro und Flug/Hotel von Donnerstag früh bis Dienstag früh gebucht, diesmal also nur 5 Tage Zeit zum Radfahren und nicht sechs.

                                        Donnerstag bin ich dann auch 2:40 Uhr mal aufgestanden und hab früh meine Unterlagen am Flughafen abgeholt. Air Berlin hat mich dann so sicher nach Palma gebracht, dass ich sogar ne Stunde im Flieger geratzt habe. Meine Hotelwahl war diesmal nicht Timor, sondern Don Miguel Playa, aber wiederum in Playa de Palma, sodass ich wieder zu Max Hürzelers Außenstelle gehen konnte, um mir dort ein Rad zu leihen, da war ich nämlich ganz zufrieden mit. Einziger Nachteil ist dort eigentlich, dass man relativ weit weg von den Bergen ist, aber das ist man eigentlich auf jeder Radsportstation auf Malle.

                                        Na wie auch immer, die verlangen zwar auch für nur fünf Tage den gesamten Wochenpreis, ich hab mich aber doch für das etwas teurere und bessere Rennrad Typ 1 (Ultegra) entschieden, man gönnt sich ja doch nix. Ziel für den ersten Tag war, den Col de Hono zu fahren und den schnellstmöglichen Weg zum Kreisverkehr vor Santa Maria zu finden, von wo aus man entweder nach links und Bunyola fahren kann (führt zu Col de Hono Westseite, Col de Soller) oder nach rechts, wo man dann in Richtung Alaro (Col de Hono Ostseite) oder Inca (Col de sa Batalla) fahren kann.

                                        Ich hatte vorab intensiv Kartenmaterial studiert und auch Google Maps angeworfen. Mit meiner Bädekerkarte 1:120.000 hab ich mich auch nicht zufrieden gegeben und mir noch ne Kompass 1:75.000 zugelegt, was mehrheitlich ne gute Investition war. Leider waren da aber auch Straßen eingezeichnet, die es nicht wirklich gab, die also in der Realität einfach nicht da waren, nichtmal als Feldweg oder gesperrte Privatstraße oder sonstwas. Es war also etwas umständlich mit der Wegsuche nach Norden und ich bin dann wirklich jede asphaltierte Straße reingefahren um zu gucken, wo die langgehen. Meistens enden die nach 1-3 km irgendwo an einer Schotterpiste oder einem verkommenen Anwesen. Am Ende hatte ich ne gute Möglichkeit gefunden, den offensichtlichen, aber unangenehmen Weg über Sa Cabaneta zu umgehen, der einige fiese Steigungen enthält, die man an der Stelle nicht gebrauchen kann, weil sie zu nichts führen und nur auf dem Weg zum eigentlichen Ziel, den richtigen Bergen, aufhalten.

                                        Ich bin dann letztlich über viele Umwege nach Alaro und bin von dort aus nach Orient gekullert. Den Col de Hono hatte ich im Februar bereits andersherum erklommen. Ich muss sagen, so ein Berg mal wieder, das ist ne ganz schön deftige Sache, wenn mans nicht gewohnt ist.

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                                        Ich hab 20:21 Minuten bis zu diesem ersten Hochpunkt bei Orient gebraucht, dann gibt’s ja so ne kleine Abfahrt und ein Hochplateau und dann geht’s noch mal in steilen Serpentinen hinauf zum Col de Hono, wo ich nach 36:02 Minuten ankam. In der Abfahrt nach Bunyola haben mir dann vor Kälte richtig die Beine gezittert. Ist aber auch sehr schattig dort und so richtig warm wars wohl auch nicht, nur so zwischen 15 und 20 Grad.

                                        Schnell ins Hotel, denn die Beinchen beginnen in Oberschenkeln und Waden zu krampfen. Der Tag endet nach 93,21 km und 4:05:01 Stunden (Schnitt 22,8 km/h).

                                        Tag 2 bringt wieder Nordwind auf die Insel, also gibt’s wieder Gegenwind auf dem Hinweg nach Bunyola. Der 5 km lange Col de Soller ist für mich inzwischen natürlich ein Klacks. Eine sportliche Vierergruppe, die etwa 1-2 Minuten vor mir in den Berg fuhr, wird von mir forsch mit 14 km/h aufgefahren und schon bald überholt.

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                                        Doch drei der vier lassen mich 30 Meter weg, plaudern aber locker vor sich hin und lassen mich ein wenig verhungern. Ich dreh noch mal auf und erhöhe auf 15 Sachen, um mir keine Blöße zu geben, doch in der vorletzten Kehre haben mich die Schweinehunde wieder aufgefahren, sind aber so nett und bleiben an meinem Hinterrad bis nach oben und hören sogar auf zu quatschen.

                                        Col de Soller 19:13 Minuten

                                        Oben mache ich dann mein obligatorisches Foto und stürze mich bald in die Abfahrt. Da ich ein lausiger Abfahrer bin, fahren mir die vier Angeber bald auf und davon, aber was solls, Sicherheit geht vor. In Soller begehe ich dann einen taktischen Fehler, ich fahre an der Verpflegungsstelle (Tankstelle) vorbei und hoffe, dass bald noch was kommt. Es kommt aber nur der Einstieg in den Puig Major und meine Hoffnung auf noch mehr Wasser sinkt erheblich.

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                                        Also sage ich mir, dass ich eben nach 5 km nach Fornalutx abbiegen werde und diesen kleinen Umweg mache, denn ich hab natürlich gelesen, dass das Örtchen sehr schön sein soll. In einer sehr rasanten Abfahrt geht es so 2 km nach Fornalutx runter und es ist wirklich landschaftlich atemberaubend schön in der Herbstsonne. In dem kleinen Ort bekomme ich dann auch genug zu trinken und kann ein wenig was futtern und meine Weste verstauen, denn nun wird es lange Zeit nur noch hochgehen.

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                                        Nach den 2 km bis zur Kreuzung starte ich die Stoppuhr erneut und bin nun wieder im Puig Major, der ja insgesamt auch nur so 14 km lang ist. Ab und zu kommt mal ein Schneller an mir vorbei, aber eigentlich nicht wirklich viele. Irgendwann fährt mich wieder so einer auf, sagt nicht viel beim Vorbeifahren und schaltet dauernd wie ein Irrer herum, um den besten Gang zu finden. Ich trete gemütlich meine 30×23 oder 30×21 (ja, das Leihrad hat 3 Kettenblätter vorn) und gucke mir das mit respektvollem Abstand von 20 Metern an. Irgendwann wird der Typ langsamer oder ich bekomme die zweite Luft, also fahre ich noch mal zu ihm hin. Siehe da, er wird schon gesprächiger, der kleine Angeber. Schaltet aber immer noch wie wild hin und her. So was Nervöses. Natürlich kommt grad in dem Moment von hinten ein Opa vorbei, der 1-2 km/h schneller als ich ist. Da ich schon ziemlich an meiner Grenze fahre und noch nen sehr, sehr langen Weg vor mir, lasse ich ihn ziehen. Der andere Typ geht natürlich mit und kettet noch eins dicker. Es gibt dann so ein kleines Zwischenplateau, bevor es nochmal steil auf die letzten 5 km geht. Ich brauche 10 Minuten, also so 2 km, um meinen Spezi nochmal einzuholen und wir plaudern. Ich erzähle ihm, wie lange ich schon am Berg bin (53 Minuten oder so) und er stöhnt, dass der Berg kein Ende nähme. Ich beruhige ihn, dass es nur noch so 2 km bis zum Tunnel oben seien. Das hat ihm dann wohl den Rest gegeben, denn ab da hat er bei mir abreißen lassen und ich bin dann so locker wie möglich aussehend nach oben gezogen und ein gutes Stück vor ihm angekommen. Die letzten 400 Meter Anstieg befinden sich im Tunnel, der natürlich unbeleuchtet ist. Das kann einen Italienveteranen wie mich selbstverständlich nicht abhalten, da sogar mit Sonnenbrille durchzufahren. War aber auch egal, es war mal wieder zappenduster und es ist echt nicht einfach, weiter gradeaus zu fahren, wenn man grad den Puig Major hochgegondelt ist und nun den Boden der Straße nicht mehr sieht.

                                        Puig Major 1:09:05

                                        Oben hab ich mich dann gegen Wind geschützt und mich in die Abfahrt gestürzt. Nach etwa 2 km kommt diese Militärbasis, von wo aus die Straße dann bis zum Gipfel auf über 1400 Metern führt. Ich war aber nicht unglücklich, dass die militärisch abgesperrt ist, sonst hätte ich mich da wohl hochquälen müssen. Also gings weiter an den beiden Seen vorbei durch den zweiten Tunnel und dann kommen so eklige Stücke, wo man immer mal 500 Meter lang bergauf und dann 150 Meter lang bergrunter fährt. Absolute Kacke. Es fährt sich im Ganzen sehr, sehr unangenehm. Ich hab dann auch öfter mal ne Fotopause gemacht. Am „Aquädukt“ sieht man den Abzweig nach Sa Calobra, was ich mir aber für ein ander‘ Mal vorgenommen habe und dann ist man schon bald am Col de Sa Batalla und kann ihn gemütlich runterbrettern. Endlich mal ne richtige Abfahrt. In Caimari muss ich mich erstmal hinsetzen. Die großen Berge sind für heute überwunden, bleiben nur noch die 45 km nach Hause. Gestärkt duch Apfel und Birne suche ich mir meine Schleichwege nach Lloseta und lande später auf der großen Straße zwischen Inca und Santa Maria, die man aber gut radbefahren kann, weil die da immer so nen schnuckligen Standstreifen haben. Tendenziell Rückenwind tut bei so was halt auch gut und ich bin ganz gut zum Hotel gekommen.

                                        134,18 km 5:55:28 Stunden Fahrzeit (22,6 Schnitt)


                                        Vive le Tour. Vive le cyclisme.

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                                          Original von Ventil
                                          lappi : lappi ist ein Tourkind. Darf man lappi ernst nehmen in seinen Gironauten-Aussagen ? Plädiert er doch auf Vinokourov !! ist gegen Masciarelli. Plääär..

                                          Wieso werde ich dafür gerügt und der KV darf jetzt einfach so für Vinokourov sein? ?(


                                          Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                          als Antwort auf: Giro di Lombardia 2009 #671595
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                                            Cancellara kann sprinten? Pah! Seine beiden Monumente hat er jedenfalls nicht im Sprint geholt und das waren die beiden sprintlastigsten noch. Ab jetzt muss er jedenfalls über Hügel kommen, wenn er dieses Ziel erreichen will. Klar, er lässt sich ja mittlerweile nicht mal von Kreuziger an 3 km mit 8% abhängen …

                                            Wer gut sprinten kann, ist Cavendish. Hat so viele Monumente gewonnen wie Pozzato, wird aber im Allgemeinen am Berg für schlecht gehalten. Kann sein im Augenblick, aber Cavendish ist 24. Wer weiß, vielleicht wird er irgendwann mal so bergfest wie ein Jalabert? Kann man heute noch nicht ausschließen.


                                            Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                            als Antwort auf: Giro di Lombardia 2009 #671586
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                                              Ich stimme dem Ventil in dem Punkt zu, dass Flandern zwar wie ne Weiche ist, aber Paris-Roubaix der Schlüssel, um alle fünf Monumente zu gewinnen.

                                              Nachdem ich ein paar Listen durchgeguckt habe, denke ich, dass neben den Genannten auch noch Pozzato in Frage kommt.

                                              MSR hat er schon.
                                              Flandern war er 5., 6., 14., 13. in den letzten 4 Jahren.
                                              P-R war er 09 2.
                                              LBL keine Ergebnisse.
                                              Lombardeirundfahrt 07 19. Wäre aber keine Sensation, wenn er die gewinnt, war ja auch dieses Jahr hoch gehandelt, bevor er Fieber bekam.

                                              Paris Roubaix und Lüttich wohl am schwierigsten, aber er hat schon bei allen fünf Rennen seine Chancen.


                                              Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                              als Antwort auf: Deutsche Meisterschaften in Sangerhausen 2010 #669379
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                                                hoehenprofil_strassenrennen.jpg

                                                Zweieinhalbtausend Höhenmeter bei 204 km Länge, dazu der ansteigende letzte Kilometer, schöne Sache. Wohl nix für Greipel. :D

                                                Schön, dass du dich so reinhängst Armin! Ich bin aus Leipzig und werde wohl zum ersten Mal zu ner Deutschen Meisterschaft fahren.


                                                Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                                als Antwort auf: DIES und DAS #611880
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                                                  Original von Ventil
                                                  was das ventil nicht versteht, sind diese 73.21 km/h die durchschnittsgeschwindigkeit ?

                                                  Er sagt doch klar, dass es das Maximum ist. Aber Moment mal, wieso nur 73 km/h Spitze? Kann der in diesen Abfahrten wirklich nicht schneller? Er sollte vielleicht doch mal mit nem 60er Kettenblatt fahren.


                                                  Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                                  als Antwort auf: Giro di Lombardia 2009 #671584
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                                                    Tja, schade, nun kann sich eben das Ventil an die Stirn tippen und mal nicht die anderen.

                                                    Immerhin hat Cancellara noch ne größere Chance, ein drittes Monument zu gewinnen als Boonen, aber mit einem vierten wirds für beide nix.


                                                    Vive le Tour. Vive le cyclisme.

                                                    als Antwort auf: Der italienische Herbst! #655462
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                                                      Hab das Piemonterennen erst nachträglich mitbekommen und noch ein nettes kleines Video dazu angeguckt. Lieber KV, es ist auch nicht von Youtube, aber trotzdem auf martinellienisch.

                                                      Link

                                                      Der Gilbert hat das einfach von vorne durchgezogen. Echt beeindruckend, wie stark der im Vergleich zur Konkurrenz in diesen Tagen war.


                                                      Vive le Tour. Vive le cyclisme.

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